Ysele quema la casa. Radierung und Aquatinta auf Bütten, aus Los Caprichos, wie auch die folgenden fünf Losnummern. 21,4 x 15,1 cm (Plattenrand); 31,6 x 22,3 cm (Blattgröße). (1799). Delteil 55, Harris 53 III, 1. Ausgabe (von 12).
Blatt 18 der Folge. Ausgezeichneter, klarer Druck mit breitem, links und unten wohl mit dem vollen Schöpfrand. Minimal angestaubt sowie vereinzelt minimal fleckig, im weißen Rand winzige Wurmlöchlein und Wurmgänge, teilweise hinterlegt, vereinzelt hinterlegte kurze Randeinrisschen, sonst in sehr schöner Erhaltung.
De que mal morira? Radierung mit Aquatinta auf Bütten. 21,3 x 15 cm (Plattenrand); 30,8 x 19,5 cm (Blattgröße). (1799). Delteil 77, Harris 75 III, 1. Ausgabe (von 12).
Blatt 40 der Folge. Ausgezeichneter Druck mit Rand. Leicht stockfleckig, zarte horizontale Quetschfalte links oben, verso Montierungsspuren, sonst gut erhalten.
Que pico de Oro! Radierung mit Aquatinta auf Bütten. 21,5 x 15 cm (Plattenrand); 27,7 x 18,3 x cm (Blattgröße). (1799). Delteil 90, Harris 88 III, 1. Ausgabe (von 12).
Blatt 53 der Folge. Prachtvoller und in der Aquatinta wunderbar differenzierter Druck mit Rand, rechts schmal an die Plattenkante geschnitten. Minimal fleckig, feine vertikale Quetschspur, recto kaum wahrnehmbar, leichte Lagerungsspuren, rechts sorgsam und unauffällig geschlossener Randeinriss, sonst sehr gut erhalten.
Volaverunt. Radierung mit Aquatinta auf Bütten. 21,5 x 15 cm (Plattenrand); 27,8 x 18,6 cm (Blattgröße). (1799). Delteil 98, Harris 96 III, 1. Ausgabe (von 12).
Blatt 61 der Folge. Ausgezeichneter Druck mit Rand an drei Seiten, rechts mit Rändchen. Entlang der Kanten minimal gebräunt, links Spuren alter Fadenbindung, unten schwacher Wasserrand, sonst gut erhalten.
Allá vá eso. Radierung mit Aquatinta auf Bütten. 20,6 x 16,4 bzw. 16,5 cm (Plattenrand), 27,7 x 18,3 cm (Blattgröße). (1799). Delteil 103, Harris 101 III, 1. Ausgabe (von 12).
Blatt 66 der Folge. Ausgezeichneter Druck mit Rand an drei Seiten, rechts an die Plattenkante geschnitten. Minimal fleckig, entlang der Kanten minimal gebräunt, dünne Stellen, entlang der unteren Plattenkante zarte Quetschspur, unten mittig Wasserrand, sonst gut erhalten.
Mejor es holgar. Radierung mit Aquatinta auf Bütten. 21,5 x 15 cm (Plattenrand); 27,7 x 18,2 cm (Blattgröße). (1799). Delteil 110, Harris 108 III, 1. Ausgabe (von 12).
Blatt 73 der Folge. Ausgezeichneter Druck mit zarten Wischspuren und Rand an drei Seiten, rechts mit Rändchen. Minimal fleckig, an den Kanten minimal gebräunt, links außerhalb der Darstellung kleine beriebene Stelle, Wasserfleck am rechten und unteren äußeren Rand, verso an rechter Kante zartes, braunes Fleckchen, sonst gut erhalten.
Angelus Solimanus - Bildnis des Angelo Soliman. Schabkunstblatt nach Johann Nepomuk Steiner. 45,2 x 30,9 cm. Um 1750. Nicht bei Nagler, nicht bei Le Blanc.
Angelo Soliman war ein afroösterreichischer Kammerdiener, der in der Wiener Oberschicht zahlreiche Verbindungen pflegte. Ausgezeichneter Druck mit der vollen Darstellung, unten mit dem Schriftrand. Etwas berieben und fleckig, dünne Stelle unten rechts und von verso winzige bestoßene Stelle am Revers, verso schwach stockfleckig und mit kleinen Montierungsresten, sonst sehr gut erhalten. Aus der Sammlung des Museum der bildenden Künste Leipzig (Lugt 1669e und 1669f).
Haid, Johann Jakob
Bildnis des Malers und Kupferstechers Johann Elias Ridinger mit Palette
Los 5247
Schätzung
300€ (US$ 345)
Bildnis des Malers und Kupferstechers Johann Elias Ridinger mit Palette auf einer ovalen Leinwand, gehalten von der Jagdgöttin Diana, die von ihrem Hund und Jagdtrophäen begleitet wird. Schabkunstblatt nach Johann Georg Bergmüller. 40 x 26,5 cm. Le Blanc 94.
Ganz ausgezeichneter Druck mit feinem Rändchen. Insgesamt etwas angestaubt, vornehmlich verso etwas fleckig, winzige Nadellöchlein, leichte Knitter- und Gebrauchsspuren, sonst gut erhalten.
Die Geburt Christi (Die Anbetung der Magier). Kupferstich von einer Platte. 87 x 64,6 cm. Um 1723. Nagler wohl 3, Le Blanc wohl 1. Wz. Initialen MW und Schriftkartusche.
Eine vollständige Auflistung des umfangreichen druckgraphischen Werkes des aus Augsburg stammenden Kupferstechers und Verlegers Johann Daniel Herz steht aus, sein Schaffen ist bisher nur unzureichend erfasst. Angaben bei Nagler bleiben bedauerlicherweise nur summarisch. Eine Ursache dafür dürfte in der Tatsache bestehen, dass die Differenzierung eigenhändiger Arbeiten und Verlagsarbeiten des Künstlers oft recht schwierig ist. Herz war ein sehr produktiver Kupferstecher, der an namhaften Großprojekten wie Paul Deckers monumentaler Architectura civilis (1711-16) und der Neuen Reitkunst des Johann Elias Ridinger mitgewirkt hat. Die außerordentlich eindrucksvolle Darstellung der Geburt Christi ist von größter Seltenheit und in ihrer reichen Vielfalt und stilistischen Variation der verschiedenen Taillen und Kreuzschraffuren zudem eine technische Meisterleistung. Auch handelt es sich um eine einzelne Platte, die hier abgezogen wurde; Herz hatte sich in Augsburg offenbar auf die Herstellung großformatiger Blätter spezialisiert, wie eine Reihe von vergleichbaren Stichen nahelegt. Laut der unten links angebrachten Inschrift handelt es sich um eine eigene Invention des Künstlers. Ob mit der Bezeichnung "Anbetung der Magier" bei Nagler unser Blatt gemeint ist, bleibt fraglich; ikonographisch ist die Geburt Christi links im Vordergrund sowie die Verkündigung an die Hirten rechts im Mittelgrund dargestellt.
Prachtvoller, kräftiger und wirkungsreicher Abzug mit schmalem Rändchen an allen Seiten. Geringfügig fleckig, einzelne kurze Randeinrisse, diese teils geschlossen, verso vertikale und horizontale Falz, diese rechts gesprungen und geschlossen, mittig winziges Löchlein unterhalb des schwebendes Engels, weitere Alters- und Gebrauchspuren, verso ganzflächig hinterlegt bzw. auf feinem Papier aufgezogen, sonst - auch in Anbetracht der Abmessungen des Blattes - ein sehr schönes Exemplar. Von großer Seltenheit, wir konnten kein anderes Exemplar nachweisen.
Der lesende Greis. Radierung. 9,7 x 12,5 cm. 1763. Andresen 23 II, Nagler 24.
Ausgezeichneter Abzug mit sehr schmalem Rand um die scharf druckende Plattenkante. Angeschmutzt und vor allem oben stockfleckig, sonst in sehr guter Erhaltung.
Koch, Joseph Anton
Charons Barke mit Seelen, die den Styx überqueren
Los 5250
Schätzung
800€ (US$ 920)
Charons Barke mit Seelen, die den Styx überqueren. Radierung. 32,9 x 37,7 cm. 1807/08. Andresen 22, Nagler 2, Frances Carey und Antony Griffiths: German Printmaking in the Age of Goethe, London 1994, Nr. 102, mit Abb.
Koch war ein großer Bewunderer des italienischen Dichtens, und las die ganze Göttliche Komödie auf Italienisch; auf seinen Spaziergängen durch Rom soll Koch die Strophen auswendig rezitiert haben. Spätestens seit 1802 hatte Koch die Intention, Dante zu illustrieren; abends und an regnerischen Tagen arbeitete er an der Göttlichen Komödie, ließ er den Verleger Frauenholtz in einem Brief aus dem selben Jahr wissen. Zu diesem Zeitpunkt war ein großer Teil zum Inferno bereits entstanden. Prachtvoller Druck mit breitem Rand um die markant zeichnende Facette. Geringfügig fleckig bzw. stockfleckig, geringe Handhabungsspuren und kleine Beistiftannotationen im unteren Rand, sonst in schöner und originaler Erhaltung.
Koch, Joseph Anton
Der Streit des Satans mit dem hl. Franciscus
Los 5251 [*]
Schätzung
600€ (US$ 690)
Der Streit des Satans mit dem hl. Franziskus um die Seele des Mönchs Guido von Montefeltro. Radierung auf Velin. 37,5 x 30,4 cm. Um 1807. Nagler 3, Andresen 23, Carey/Griffiths: German Printmaking in the Age of Goethe, London 1994, Nr. 104.
Aus der vierteiligen Folge der Darstellungen zu Dantes Inferno. Ganz ausgezeichneter, prägnanter Druck mit sehr feinem Rändchen um die Einfassungslinie. Nur vereinzelt schwach stockfleckig, unbedeutende Gebrauchsspuren, verso Bleistiftannotationen, sonst sehr schön erhaltenes Exemplar. Selten.
Le pêcheur; La Rêveuse. 2 Radierungen auf Velin nach Salomon Gessner. 32,8 x 42,8 cm; 32,6 x 41,9 cm. Martens 282 I (von II), 298 II (von III).
Jeweils vor der Schrift. Prachtvolle Drucke, Martens 282 mit schmalem Rand, Martens 298 mit dem vollen. Leicht angestaubt, vereinzelt schwache Stockfleckchen bzw. winzige Rostfleckchen, Martens 282 vom Oberrand diagonale bzw. vertikale Knitterfältchen, Martens 298 im weißen Rand leicht fingerfleckig und kleine unbedeutende Randläsuren, sonst schöne bzw. sehr schöne Exemplare. Martens 282 aus der Kupferstichsammlung Loening (Lugt 4807).
Bildnis Édouard Gautier-Dagoty. Farbiges Schabkunstblatt von vier Platten nach Johann Ernst Heinsius, mit eigenh. Pinselüberarbeitungen und Weißhöhungen. 48,3 x 39,6 cm. Nagler 3, Le Blanc 149, Singer (Der Vierfarbendruck in der Gefolgschaft Jacob Christoffel Le Blons) 444 I (von II), Nicht in Ausst. Kat. Carlo Lasinio Incisioni, Florenz 2004. Wz. Große Wappenkartusche mit Inschrift "Colle in Toscana".
Carlo Lasinio darf als einer der letzten Künstler gelten, der die von Jakob Christoph Le Blon zu Beginn des 18. Jahrhunderts entwickelte, kunstvolle Technik des Vierfarbendrucks anwandte und beherrschte. Wenn bis dahin das händische Einfärben der Druckplatten die einzige Möglichkeit gewesen war tonale, malerische Wirkungen auf druckgraphischem Wege zu erzeugen, bestand Le Blons revolutionäres Verfahren darin, zunächst drei, dann vier geschabte Platten, die jeweils mit den drei Primärfarben und später Schwarz eingerieben wurden, in transparenten Schichten übereinander zu drucken. Sein Schüler und später größter Konkurrent auf diesem Gebiet wurde Jacques-Fabien Gautier-Dagoty, der Vater des hier portraitierten Édouard. Nach Le Blons Tod 1741 erlangte dessen Familie eine regelrechte Monopolstellung in der Herstellung mehrfarbiger Blätter und es verwundert daher kaum, dass Edouard als Erfinder dieser bravourösen Technik galt, als er diese in Italien einführte. Von ihm erlernte sie auch Lasinio 1783, der seinen Lehrer auf dem vorliegenden Bildnis überschwänglich als den "inventeur de la gravure en couleurs" verewigt. Lasinios Hommage ist gleichzeitig eines seiner Hauptwerke und stellt sowohl in technischer als auch künstlerischer Hinsicht zweifellos einen Höhepunkt dieser virtuosen Schabkunsttechnik dar.
Das gesuchte Blatt in einem einem ganz prachtvollen, ungewöhnlich farbsatten und wunderbar malerischen Abzug; das reiche Kolorit durch die virtuose Abstufung blauer und rötlicher Töne vor allem das Inkarnat und den changierenden Stoff herrlich zur Geltung bringend. Die eigenhändigen Pinselarbeiten wie das blaue Schließband der Mappe oder die Iris in den Augen verleihen dem Blatt Unikatcharakter. Unten teilweise mit Spuren der Plattenkante, sonst bis 1,5 cm innerhalb derselben beschnitten. Geringfügig berieben und mit wenigen, oberflächlichen Kratzspuren, etwa duch die linke Hand und den Hut, ein diagonales Quetschfältchen rechts über den Pinseln, ein schwacher, vertikal verlaufender Fleck entlang des rechten Randes (Wasserrand?), blindgedruckte Haarlinien auf Hutkrone und am unteren Rand im Ärmel wohl original retuschiert, eine kurze horizontale Retusche im Oberrand, zwei Stockfleckchen im Kragen, weitere Stockflecken verso, weitere minimale Gebrauchsspuren, in der Gesamtwirkung sonst herrliches Exemplar. Ein Rarissimum von unnachahmlicher Farbpracht. Provenienz: 1892 C. G. Boerner (Bezeichnung verso), Sammlung Adalbert Freiherr von Lanna (Lugt 2773), dessen Auktion bei R. Lepke, Berlin, 22. Mai 1911, Los 1201 (mit Abb., "Prachtvolles und höchst seltenes Blatt"), für 2900 Mk. verkauft.
Moles i Coronas, Pasqual Pere
Die Jungfrau mit dem Kind als Hirtin
Los 5254
Schätzung
450€ (US$ 517)
Die Jungfrau mit dem Kind als Hirtin umgeben von Lämmern. Radierung nach Francesco Tramulles. 16,4 x 11,3 cm. 1763. Nicht bei Nagler.
Als Sohn des Buchhändlers Salvador Moles erfuhr Pasquale seine Ausbildung bei José Vergara und Vicent Galcerà in seiner Heimatstadt Valencia. 1759 wurde er von Francesco Tramulles in Barcelona, nach dessen Vorlage die vorliegende Radierung entstand, weiter in der Malerei unterwiesen. Nach Reisen und Weiterbildungen in Paris, u.a. bei Charles-Nicolas Cochin kehrte Moles nach Barcelona zurück und wurde im folgenden Jahr zum ersten Direktor der "Escuela Gratuita de Diseño" (heute bekannt als Escola de la Llotja) ernannt. Er folgte dem akademischen Stil Anton Raphael Mengs' und stellte sich gegen die Zünfte der Maler und Bildhauer. Nach einer Phase psychischer Instabilität nahm sich Moles 1797 das Leben, indem er sich aus einem hohen Fenster der Llotja stürzte. Ganz ausgezeichneter, transparenter Druck mit Rand. Insgesamt etwas angestaubt und fleckig, Falz- und Knickspuren, weitere Handhabungsspuren, hinterlegter Einriss im liegenden Lamm rechts, verso Federannotationen, sonst gut. Selten.
Baumlandschaft mit Hirtenstaffage. Radierung auf festem Velin. 14,2 x 17,7 cm. 1775. Unverricht 20, Sattel Bernardini/Schlegel R20. Wz. H. Blum.
Prachtvoller, lebendiger und zarttoniger Druck mit Rand. Dort schwach stockfleckig, sonst tadellos schön erhalten.
Kleiner Satyr mit Panskind auf den Schultern; Der Faun mit seinen Kindern. 2 Radierungen auf einem Bogen, festes Velin. 8,3 x 5,5 cm; 8,8 x 5,3 cm. (1774). Sattel Bernardini/Schlegel R26 und R 27.
Vermutlich selbstständige Illustrationen des Künstlers für eine 1775 veröffentliche Idylle "Der Faun", die in Mannheim in der Schreibtafel erschien. Prachtvolle, kräftige Drucke mit akzentuierendem Plattenton und einigen Wischkritzeln, jeweils mit Rand. Dieser nur schwach stockfleckig und geringfügig altersspurig, sonst tadellos erhalten. Selten.
Müller, Gustav Adolph
Chrsitus nach der Versuchung gestärkt; Jesus in einer Landschaft von Engeln gestärkt
Los 5257 [*]
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Jesus Christus in einer Landschaft von Engeln umgeben; Jesus Christus nach der Versuchung gestärkt. 2 Kupferstiche mit Radierung, wohl jeweils nach Brandt. 41,3 x 62,7 cm bzw. 65,2 x 50,1 cm. Nagler 6 und 8, Le Blanc 3 und 4. Wz. Schrift.
Es ist unklar, ob Müller in Augsburg oder Wien geboren wurde, in Wien jedenfalls begründete er seinen Ruhm und wurde bereits 1727 Hofkupferstecher. Manches Mal wird er auch als Georg Andreas geführt, ansonsten ist recht wenig über seine Künstlerpersönlichkeit bekannt. Seine druckgraphischen Blätter, insbesondere die geätzten, sind sehr selten. Ganz ausgezeichnete, harmonische Drucke mit sehr feinem Rändchen um die Darstellung, jeweils unten mit der Plattenkante. Lediglich geringfügig angestaubt, in den Ecken nur vereinzelt montierungsbedingt knitterspurig, sonst tadellos und original erhalten. Von großer Seltenheit. Jeweils aus der Sammlung der Fürsten zu Liechtenstein, auf deren Untersatzmontierung.
Selbstbildnis. Radierung in Crayonmanier. 20,4 x 15,3 cm. 1765. Wurzbach 3.
Bei vorliegender Darstellung mit Staffelei und Radierwerkzeugen handelt es sich um eines von insgesamt drei radierten Selbstbildnissen des Künstlers. Das Blatt trägt eine ähnliche Federannotation wie mindestens zwei Exemplare im Rijksprentenkabinet in Amsterdam: "Door Corn. van Noorde na 't Leeven geteekend en in 't koper gebragt. 1765." Ein Vergleich mit diesen ermöglicht die Identifizierung des vorliegenden zweiten Etats, mit der Schrift doch vor der Verkleinerung der Platte. Beigefügt ist ein Contre-Épreuve desselben Zustandes. Ganz ausgezeichneter, herrlich abgestufter Druck mit feinem weißen Rändchen um die Darstellung, unten mit dem Schriftrand und der Jahreszahl. Minimale Gebrauchsspuren, sonst tadellos.
Drei Brokatpapiere. Goldgeprägte Drucke, zwei auf farbig gestrichenem Bütten. Folio.
1. Johann Lechner (um 1790-1839, Fürth). Schachbrettmuster mit Würfelfünf und Rosette. Goldprägung auf Bütten. 36 x 42,7 (Blattgröße). Haemmerle 97. - 2. Remondini. Bilderbogen mit sechzehn Heiligen in hochrechteckigen Feldern mit Ornament. Goldprägung auf grün gestrichenem Bütten. 42,3 x 35 cm (Blattgröße). Nicht bei Haemmerle. - 3. Renner und Abel (um 1826/50 tätig in Nürnberg). Rautenförmiges Fliesenmuster mit Zweigen gefüllt. Geprägter Goldgrund auf blau gestrichenem Bütten. 34 x 39 cm (Blattgröße). Haemmerle 384.
Drei Brokatpapiere. Goldgeprägte Drucke, auf farbig gestrichenem Bütten bzw. Velin. Folio.
1. Johann Lechner (um 1790-1839, Fürth). Bilderbogen mit Reiter, Fischer, Soldaten, Gartenszenen etc. Goldprägung auf rot gestrichenem Velin. 34,8 x 39,1 cm (Blattgröße). Haemmerle 93. - 2. Remondini. Bilderbogen mit sechzehn Heiligen in hochrechteckigen Feldern mit Ornament. Goldprägung auf grün gestrichenem Bütten. 42,2 x 35,4 cm (Blattgröße). Nicht bei Haemmerle. - 3. Anonym, 18. Jh. Dichtes Rankenornament mit Blumen und Früchten. Goldprägung auf grünlich gestrichenem Bütten. 30 x 41,8 cm (Blattgröße). Wohl nicht bei Haemmerle. - Beigegeben von Johann Carl Munck ein goldgeprägtes Brokatpapier (Fragment linke Blatthälfte) mit Bilderbogen. Haemmerle 224.
Papierantiquitäten
18. Jh. Zwei Illustrationen aus der älteren Geschichte
Los 5261
Schätzung
400€ (US$ 460)
Französisch, 18. Jh. Papiertapete: Zwei Illustrationen aus der älteren Geschichte. 2 Clairobscur-Holzschnitte in verschiedenen Grautönen, im Oktogon, teils mit rotem, ornamentalem Rand. Je ca. 36,3 x 36 cm. Ein Blatt unten links in Feder bez. "H Füger".
Papierantiquitäten
um 1820. Papier Peint: Wanddekoration mit Amphore, Thyrsosstäben, Früchten
Los 5262
Schätzung
450€ (US$ 517)
Französisch, um 1820. Papier Peint: Wanddekoration mit Amphore, Thyrsosstäben, Früchten und Weinlaub. Holzmodeldruck in verschiedenen Grau- und Brauntönen auf braunem Grund mit montierter gedruckter Bordüre, auf Leinwand aufgezogen. 120 x 85 cm.
Papierantiquitäten
um 1820. Antike Szene mit einem von Kentauren gezogenen Triumpwagen mit siegreichem Feldherrn
Los 5263
Schätzung
600€ (US$ 690)
Französisch, um 1820. Papier Peint: Antike Szene mit einem von Kentauren gezogenen Triumphwagen mit siegreichem Feldherrn. Holzmodeldruck in verschiedenen Grau- und Brauntönen auf grauem Grund auf Papier. 55,5 x 83,5 cm.
Picart, Bernard
Bildis des holländischen Admirals Michiel Adriaensz de Ruyter
Los 5264
Schätzung
400€ (US$ 460)
und Johann Caspar Lavater. Bildnis des holländischen Admirals Michiel Adriaensz de Ruyter. Kupferstich, altmontiert auf Lavaters blauem Sammlerkarton mit Rotschnitt, auf dem Sockel mit brauner Feder betitelt "Admiral Ruyter." sowie unten auf einem gedruckten Klebeetikett weiterhin mit handschrift. Notiz von Lavater vom 6. November 1797 "Rohes, derbes Gesicht; ein Mann von / entschlossener Thatkraft- / voll gesunden Verstands, sich kräftig / beschränkend auf Eins nur / L(avater).". 26,6 x 18,4 cm. (1728). Muller 4638 I (von II).
Vor der Schrift und der Adresse. Prachtvoller, atmosphärischer Frühdruck, die Plattenkante teilweise sichtbar. Schwache Gebrauchsspuren, sonst tadellos. In der originalen Sammler-Montierung von Johann Caspar Lavater eingefasst und mit Goldrahmung.
Pierre, Jean-Baptiste Marie
Jungfrau mit dem Kind auf dem Schoß bgleitet von einem Dudelsackspieler
Los 5265
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Die Anbetung der Hirten (Die Jungfrau mit dem Kind auf dem Schoß, im Vordergrund ein Dudelsackspieler). Radierung. 25,4 x 17,5 cm. Um 1740. Le Blanc 1, Ausst. Kat. Artists and Amateurs. Etching in 18th-century France, hrsg. v. Perrin Stein, New York 2013-14, S. 111, Nr. 63.
Die Anbetung der Hirten besticht durch ihre ungewöhnliche mise-en-page und Interpretation einer eigentlich christlichen Szene, die Pierre gewissermaßem dem italienischen Volksleben entnommen zu haben scheint, ganz im Stile der Bamboccianti. Prachtvoller Druck mit feinem, unten mit schmalem Rändchen um die scharf zeichnende Facette. Leicht stockfleckig, schwache Bleistiftannotationen verso, in den Eckenspitzen teils dünn, unten rechts kleine überfaserte Fehlstelle, dort minimal fleckig, sonst sehr schön erhalten. Selten.
Piranesi, Giovanni Battista
Veduta di Piazza di Spagna
Los 5266
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Veduta di Piazza di Spagna. Radierung aus den Vedute di Roma, wie auch die folgenden acht Losnummern. 40,5 x 59,9 cm. (1750). Hind 18 IV (von VIII). Wz. Lilie im Doppelkreis.
Mit der Verlegeradresse, aber noch vor Löschung des Preises. Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Leicht angestaubt und minimal lichtrandig, vertikale Mittelfalte, in den oberen weißen Ecken etwas stärker braunfleckig und mit Resten eines Klebebandes, sonst in guter Erhaltung.
Piranesi, Giovanni Battista
Veduta dell'Atrio del Portico di Ottavia
Los 5267
Schätzung
600€ (US$ 690)
Veduta dell'Atrio del Portico di Ottavia. Radierung. 39,8 x 60,5 cm. (1760). Hind 58 V (von VII).
Mit dem gelöschten Preis, aber noch vor den Nummern. Ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand. Leicht angestaubt und im Himmel leicht braunfleckig, vertikale Mittelfalte, diese verso noch mit Papierresten der alten Buchbindung, verso in den äußersten Ecken Leimspuren einer alten Montierung, diese teils auf die weißen Ecken recto leicht durchschlagend, kleine Annotation in brauner Feder in der rechten unteren Ecke, Bleistiftnummerierungen in den Rändern, sonst in guter Erhaltung.
Piranesi, Giovanni Battista
Veduta del tempio della Sibilla in Tivoli
Los 5268
Schätzung
750€ (US$ 862)
Veduta del tempio della Sibilla in Tivoli. Radierung. 42,5 x 63,7 cm. (1761). Hind 61 III (von V).
Vor den Nummern oben rechts. Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Leichte übliche Mittelfalte, dort verso Spuren alter Albumbindung, leicht stockfleckig, entlang des oberen Randes Montierungsreste sowie entlang der Seitenränder ebenfalls Spuren alter Montierung (?), sonst sehr gut.
Piranesi, Giovanni Battista
Sepolcro di Cecilia Metella
Los 5269
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Sepolcro di Cecilia Metella. Radierung. 45,3 x 62,7 cm. (1762). Hind 67 II (von V). Wz. Lilie im Doppelkreis.
Ganz ausgezeichneter Druck mit schmalem, links mit feinem Rand, vor allen Nummern. Im weißen Rand etwas fleckig, Gebrauchsspuren, Spuren von Rotschnitt, links der Rand verlängert, geglättete Mittelfalte, oben dort kurze Quetschfalte, sonst gut erhalten. Aus einer Sammlung H. A. Wolf, Bensheim (nicht bei Lugt).
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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