Los 5248
Herz, Johann Daniel
(1693-1754, Augsburg)Die Geburt Chrsiti
Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 25.11.2026


Die Geburt Christi (Die Anbetung der Magier). Kupferstich von einer Platte. 87 x 64,6 cm. Um 1723. Nagler wohl 3, Le Blanc wohl 1. Wz. Initialen MW und Schriftkartusche.
Eine vollständige Auflistung des umfangreichen druckgraphischen Werkes des aus Augsburg stammenden Kupferstechers und Verlegers Johann Daniel Herz steht aus, sein Schaffen ist bisher nur unzureichend erfasst. Angaben bei Nagler bleiben bedauerlicherweise nur summarisch. Eine Ursache dafür dürfte in der Tatsache bestehen, dass die Differenzierung eigenhändiger Arbeiten und Verlagsarbeiten des Künstlers oft recht schwierig ist. Herz war ein sehr produktiver Kupferstecher, der an namhaften Großprojekten wie Paul Deckers monumentaler Architectura civilis (1711-16) und der Neuen Reitkunst des Johann Elias Ridinger mitgewirkt hat. Die außerordentlich eindrucksvolle Darstellung der Geburt Christi ist von größter Seltenheit und in ihrer reichen Vielfalt und stilistischen Variation der verschiedenen Taillen und Kreuzschraffuren zudem eine technische Meisterleistung. Auch handelt es sich um eine einzelne Platte, die hier abgezogen wurde; Herz hatte sich in Augsburg offenbar auf die Herstellung großformatiger Blätter spezialisiert, wie eine Reihe von vergleichbaren Stichen nahelegt. Laut der unten links angebrachten Inschrift handelt es sich um eine eigene Invention des Künstlers. Ob mit der Bezeichnung "Anbetung der Magier" bei Nagler unser Blatt gemeint ist, bleibt fraglich; ikonographisch ist die Geburt Christi links im Vordergrund sowie die Verkündigung an die Hirten rechts im Mittelgrund dargestellt.
Prachtvoller, kräftiger und wirkungsreicher Abzug mit schmalem Rändchen an allen Seiten. Geringfügig fleckig, einzelne kurze Randeinrisse, diese teils geschlossen, verso vertikale und horizontale Falz, diese rechts gesprungen und geschlossen, mittig winziges Löchlein unterhalb des schwebendes Engels, weitere Alters- und Gebrauchspuren, verso ganzflächig hinterlegt bzw. auf feinem Papier aufgezogen, sonst - auch in Anbetracht der Abmessungen des Blattes - ein sehr schönes Exemplar. Von großer Seltenheit, wir konnten kein anderes Exemplar nachweisen.
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