153050

Lose pro Seite


Stundenbuchminiaturen
Horae BMV. 2 Einzelblätter aus einem niederländischen Stundenbuch mit 2 Miniaturen
Los 1013

Zuschlag
1.000€ (US$ 1,149)

Details

Stundenbuchminiaturen. - Horae BMV. 2 Einzelblätter aus einem niederländischen Stundenbuch mit 2 Miniaturen. Lateinische Handschrift auf Pergament. Miniaturgröße ca. 8,3 x 5,7 cm Blattgröße 14,4 x 9 cm bzw. 14,6 x 9,8 cm. Mit 2 3-zeiligen Initialen in Pinselgold und Farben sowie 2 kleinen Initialen in Blattgold und jeweils einer breiten, dreiteiligen belebten Bordüre. Mit Passepartout unter Glas in vielfach profilierter, üppig vergoldeter Holzleiste gerahmt 31,5 x 36 cm. Wohl westliche Niederlande um 1440.
Zwei christologisch bedeutende Szenen aus dem Leben des Heilands Jesus Christus. Verkündigung an die Hirten: Drei Hirten in blauen und grünen Wämsern lagern anbetend auf einem grünen Hügel, als ihnen der Engel über der Stadtsilhouette von Bethlehem erscheint. In der breiten Bordüre sind zwei braune Fantasietiere mit lustigem Schopf bzw. Hut, umgeben von rotem und blauen Akanthus auf Pinselgold dargestellt. Die zweite Miniatur zeigt die Kreuzigung Christi, zur Rechten des Heilands Marie mit Johannes, rechts der Hauptmann Longinus mit dem Speer, begleitet von Soldaten. – Teilweise etwas knapp über die Rahmenlinie beschnitten (kaum Bordüreverlust), nur unwesentlicher Oberflächenabrieb, insgesamt sehr dekorativ und hübsch gerahmt.

Johannes von Neumarkt
Mystische Sammelhandschrift. Deutsche Handschrift auf Papier. Nürnberg, St. Katharina, 2. Drittel des 15. Jahrhunderts. - Umfangreiche spätmittelalterliche Sammelhandschrift
Los 1014

Zuschlag
15.000€ (US$ 17,241)

Details

Spätmitelalterliche Sammlung mystischer deutscher und lateinischer Gebete an Maria,
die Trinität und die Heiligen

Johannes von Neumarkt et al. Mystische Sammelhandschrift. Reichhaltige deutsche Sammelhandschrift auf Papier mit wenigen lateinischen Texten, aus mindestens drei gleichzeitigen Faszikeln zusammengesetzt. 150 nn. Bl. 18-22 Zeilen. Schrift: Bastarda und Cursiva von verschiedenen Händen. Schriftraum: ca. 8-9 x 6 cm. Format: 11,2 x 7,2 cm. Mit durchgehender Rubrizierung, Initialen, Überschriften, Hervorhebungen, Unterstreichungen in Rot. Alte Lagensignatur VIII (Bl. 14r) bis XX (Bl. 145r). Moderner schlichter Leinenband um 1950 (etwas streng gebunden). Wohl Nürnberg, St. Katharina, 2. Drittel des 15. Jahrhunderts.
Besonders umfangreiche, reichhaltige spätmittelalterliche deutsche Sammelhandschrift mit Texten der deutschen Mystik, die wohl aus dem Nürnberger St. Katharinenkloster stammt. Enthalten sind u.a.:

1)
Lateinische Weihnachtsgebete und -gesänge mit deutschen Einsprengseln (Bl. 1r-9r), darunter ein Lied zur Krippe Jesu (Bl. 6r-7r), nach dieser Hs. von G. Eis ediert in Altgermanistische Beiträge zur geistl. Gebrauchslit. (1974), S. 162-164.

2) Sieben Freuden von Maria
(Bl. 9r-13v).

3)
Dt. und lat. Gebete und Gesänge zu Palmsonntag (Bl. 13v- 16v), Karfreitag (Bl. 16v-20v), Ostersamstag (Bl. 20v-21v) und Ostern (Bl. 21v-26v).

4)
Dt. Betrachtung (Gebet) über sieben biblische Wörter (Rufe) Jesu (Bl. 26v-28r).

5)
Dt. Lieder und Reimgebete an Maria (Bl. 28r-30v).

6)
Lat. Officium für das Osterfest (Bl. 30v-34r).

7)
Dt. Gebet an Maria (Bl. 34rv), lat. Gebete und Gesänge an Maria (Bl. 35r-39r), weitere lat. liturgische Gebete (Bl. 39r-44r), lat. Gebete und Gesänge an Maria (Bl. 44v-48v), weitere dt. Gebete und Betrachtungen (Bl. 48v-53v), darunter Spruch der Engel (Bl. 52v), vgl. 2VL 9, Sp. 184.

8)
Lat. liturgische Gebete und Gesänge (Bl. 54v-59r), darunter lat. Chunradus zugeschriebene Reimsprüche, vgl. 2VL 5, Sp. 110.

9)
Dt. Betrachtungen (Bl. 60r-81v), darunter 'Marien Rosenbaum' (Bl. 79r-80v), nach dieser Hs. von Eis ediert in Germanisch-romanische Monatsschrift n. F. 17 (1967), S. 98-100.

10) 'Kunigundengürtel'
(Bl. 82r-85r), nach dieser Hs. v. Eis ediert in Zs. f. Religions- und Geistesgeschichte 12 (1960), S. 263-265.

11)
Dt. Leidensbetrachtung (Bl. 85r-87r).

12)
Dt. Gebet von dem Heiligen Wilhelmus (Bl. 88r-91v), an die Heilige Katharina (Bl. 91v-94r), nach dieser Hs. von G. Eis ediert in Altgermanistische Beitr. z. geistlichen Gebrauchslit., S. 160-162.

13)
Gebet an den Heiligen Geist (Bl. 95r-98r).

14) Johannes von Neumarkt
: ‚Summe sacerdos‘ (dt.) (Bl. 98v-108r), nach dieser Hs. v. Eis ediert in Ders., Altgermanistische Beitr. zur geistlichen Gebrauchslit., S. 184-189.

15)
Dt. Gebet an Maria (Bl. 109r-116r), weitere dt. Gebete (Bl. 116v-120v), dt. Betrachtung der fünf Wunden Christi und der fünf Ausflüsse Christi (Bl. 121r-129r).

16) Dt. Gebete an die Trinität (Bl. 129r-133v), an das süße Herz Christi (Bl. 133v-136v), weitere, meist kurze dt. Gebete (Bl. 136v-150v), darunter ein dt. Gebet, das an Maria zugeschrieben wird, nach dieser Hs. von G. Eis ediert in Euphorion 53 (1959), S. 441-442.

Unter den zahlreichen Aufsätzen und Artikeln, die über diese bedeutsame Sammelhandschrift und ihre einzelnen Partitionen erschienen, nennen wir hier u. a. Gerhard Eis, Geistliche Lyrik des späten Mittelalters aus unbekannten Handschriften, in: Euphorion 53 (1959), S. 441-455, hier S. 441f. - Gerhard Eis, Zur Überlieferung von 'Unser vrouwen klage', in: Germanisch-Romanische Monatsschrift N.F. 17 [48] (1967), S. 98-100. - Rainer Rudolf, Konrad, in: 2VL 5 (1985), Sp. 110. - Rolf Bergmann, Katalog der deutschsprachigen geistlichen Spiele und Marienklagen des Mittelalters (Veröffentlichungen der Kommission für Deutsche Literatur des Mittelalters der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), München 1986, S. 489. - Edgar Büttner, Die Überlieferung von "Unser vrouwen klage" und des "Spiegel" (Erlanger Studien 74), Erlangen 1987, S. 18. – Teils etwas gebräunt, kaum fleckig, erste und letzte Blätter mit kleinen Randläsuren, jedoch keinerlei wesentlicher Textverlust, insgesamt sehr gut erhalten und klar lesbar.

Provenienz
: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 136, der die Sammelhandschrift in dieser Form 1958 im Wiener Antiquariat Heinrich Hinterberger erwarb (vgl. Eis in Euphorion 53 (1959), S. 441 Anm. 6). Möglicherweise enthielt sie vor seinem Erwerb noch weitere Teile. Vorsatz mit hs. Eintrag "Cod. 136" und mit blauem Stempel des "Univ.-Prof. Dr. Gerhard Eis. Neckargemünd bei Heidelberg Saarstraße 3". Fliegender Nachsatz mit zahlreichen eigenhändigen Literaturangaben des Herrn Gerhard Eis (1908-1982).

Horae BMV
Großes Fragment eines französischen Stundenbuchs des Spätmittelalters
Los 1015

Zuschlag
2.200€ (US$ 2,529)

Details

Horae BMV. Großes Fragment eines lateinischen Stundenbuchs des Spätmittelalters mit reicher Blattgold-Illumination und Ergänzungen des 16. Jahrhunderts. Lateinische Handschrift auf Pergament. Textualis von 2 oder 3 Händen. 94 S. auf 47 Bl. 18 Zeilen. Schriftraum 11,3 x 7,8 cm. Format 17 x 13 cm. Mit ca. 200 1-4-zeiligen Blattgold-Initialen auf Farbgrund mit Federwerk sowie einer Zierseite mit großer Initiale "D" in Gold und Farben (Bl. 10r), Blattgoldbordüren mit Feder- und Blattwerk sowie Goldpunkten. Hellbrauner Schweinslederband (kaum fleckig, Gelenke leicht schwach). Flandern (vermutlich Gent) um 1450.
Großes Stundenbuch-Fragment, bestehend aus den jeweils stark abgekürzten Horen des hl. Kreuzes (Bl. 1r-2v), des hl. Geistes (Bl. 3r-3v) und der Jungfrau Maria (Bl. 10r-32v). Es folgen die Bußpsalmen (Bl. 35r-40r), eine kurze Heiligenlitanei und die am Ende unvollständige Totenvigil (Bl. 44r-47v). Die Anrufung von St. Bavo in der Litanei verweist auf Gent als mutmaßlicher Herkunftsort der Handschrift. Alle Teile sind reich illuminiert mit Initialen in Rot, Blau und schimmerndem Blattgold. Hervorzuheben ist die erheblich jüngere handschriftliche Fortführung auf mehreren weißgebliebenen Pergamentstellen (unter dem Text) und auf hinzugefügten oder leer gebliebenen Blättern (Bl. 4r-9v, 33r-34v, 41r-43v). Hier finden sich Gebete (u. a. an die hl. Anna) sowie andere lateinische und französische Texte, die im späteren 16. Jh. von mindestens drei Händen hinzugefügt wurden. Die nachgetragenen Texte belegen, dass die Handschrift ca. 100 Jahre nach ihrer Entstehung noch aktiv benutzt wurde. – Teils etwas wellig und knittrig, leicht fleckig bzw. minimal fingerfleckig, insgesamt aber sehr frisch und wohlerhalten, kaum Abrieb, lediglich die Schmuckseite mit minimalen Verwischungen.

Dornblattranken-Bordüren
3 Doppellagen aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift
Los 1016

Zuschlag
900€ (US$ 1,034)

Details

Dornblattranken-Bordüren. 3 Doppellagen aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift auf Pergament. 12 S. auf 6 Bl. 20 Zeilen. Textura in Rot und Braunschwarz. Schriftraum 9,2 x 6 cm. Format 16 x 11,8 cm. Mit ca. 100 1-2-zeiligen Blattgold-Initialen in rot und blauem Kasten mit weißem Federwerk, zahlreichen Zeilenfüllern, Absatzmarken, Überschriften und Rubrikation in Rot und 3 Seiten mit gold-, blau- und rot-kontorierten Bordürelinien und jeweils einer großen, 6-zeiligen Blattgoldinitiale mit reichem Flecht- und Federwerk in Rot und Blau, weißen Binnenornamenten und breitem, vierteiligen Bordürerahmen mit Akanthus-, Federwerk, Blumen, Blüten und Blattgold-Dornblattranken. Ile-de-France um 1465.
Ein authentisches Stück Spätmittelalter in leuchtendem, schillernden Blattgold. – Sehr feine, exzellente Bordüregestaltung auf Pergament, minimal angestaubt, vereinzelt unwesentlich fleckig, leicht berieben bzw. etwas Abrieb, ein Blatt unten etwas schräg beschnitten. Sehr dekorativ.

Lot 1017, Auction  127, Nürnberger Dominikanerinnenkloster, St. Katharina. Fragment eines Andachtszettelchens. Textura in Braun und Rot auf Pergament.

Nürnberger Dominikanerinnenkloster
St. Katharina. Fragment eines Andachtszettelchens. Textura in Braun und Rot auf Pergament.
Los 1017

Zuschlag
320€ (US$ 368)

Details

Nürnberger Dominikanerinnenkloster St. Katharina. Fragment eines Andachtszettelchens. Deutsche Handschrift auf Pergament. Textura in Braun und Rot. Schriftraum ca. 8,5 x 3,4 cm. Format ca. 9,4 x 4 cm. Nürnberg zwischen 1472 und 1498.
Ausgelöstes Fragment aus einem Nürnberger Andachtsbuch der Dominikanerinnen von St. Katharina. Inhaltlich geht es wohl um das biblische Konzept der "Mehrung der ewigen Freude des Menschen", dass Gott uns Talente gibt, die wir entfalten und mehren sollen, um ewige Freude zu empfangen: "[...] und dz thust du zu merung aus ewige frewde deß hilf mir mein got, und meines hers das ich mensch eines sey [...]. Hilf mein Gott und mein Herr [...]". Mit dem originalen, hs. beschrifteten Umschlag des Germanisten Gerhard Eis (1908-1982). – Ungerade beschnitten, sonst sehr schön erhalten.

Lot 1018, Auction  127, Blattgold-Initialen, 4 Doppellagen aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift

Blattgold-Initialen
4 Doppellagen aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift
Los 1018

Zuschlag
850€ (US$ 977)

Details

Blattgold-Initialen. 4 Doppellagen aus einem spätmittelalterlichen Stundenbuch in lateinischer Handschrift auf Pergament. 16 S. auf 8 Bl. 15 Zeilen. Saubere, klare Textura in Braunschwarz. Schriftraum 9,4 x 6 cm. Format 18,9 x 12,2 cm. Mit 93 prächtigen 1-2-zeiligen Blattgold-Initialen in schwarzgerahmten Kästen und auf Rot- und Blaugrund mit weißer Federwerk-Dekoration, 57 Zeilenfüllern und 5 schmaleren, aus den großen Initialen herauswachsenden Bordüren sowie 16 breiten, mit Blumen, Blüten, Blättern und Akanthus mit Goldpunkten gefüllten Federwerk-Bordüren. Ile-de-France um 1480.
Aus einem besonders üppig ausgestatteten Stundenbuch: Die leuchtenden Goldinitialen akzentuieren die saubere Textur des biblischen Worte und Heiligenlitaneien und finden einen glänzenden Widerpart in den blitzenden Goldpunkten der breiten Außenstegbordüren, die gefüllt sind mit bunten Blumen und Früchten, Margeriten, Hagebutten, Rosen, Passions- und Fächerblumen, Distelblüten, Blaubeeren oder dicken Erdbeeren. – In sehr guter Erhaltung, erstaunlich breitrandig und in leuchtendem Blattgold - ein authentisches Stück des leuchtenden Mittelalters.

Schwarcz, Ulrich
und Evangelien der Messe. Deutsche Handschrift auf Pergament
Los 1019

Zuschlag
8.000€ (US$ 9,195)

Details

Perikopenregister mit einem spätmittelalterlichem Mariengedicht
Schwarcz, Ulrich. Register der Epistel- und Evangelienlesungen für das ganze Kirchenjahr. Verzeichnis der Bibelstellen, die während der Messe in den Episteln und Evangelien gelesen werden, vom 1. Adventssonntag bis zum Ende des Kirchenjahres. Deutsche (ostfränkische) Handschrift auf Pergament. 12, 2 Bl. 1-2 Spalten. 46-60 Zeilen. Format ca. 35,6 x 18 cm. Flüssige, schnell geschriebene kursive Schrift in Sepiatinte mit roten Auszeichnungen für Einführungen, Überschriften, wichtigen Textpassagen und Registerziffern. Bayern (Franken) 1481.
Frühneuzeitliches ausführliches Registers zum Erschließen einer Perikopenhandschrift von einem Kompilator, der sich namentlich "Ulrich Schwarcz" nennt. Ferner enthalten ein langes Mariengedicht - ein einzigartiges Sprachmonument

S. 3-13. Ausführliches Register der Epistel- und Evangelienlesungen für das ganze Kirchenjahr. Jeder Eintrag verzeichnet das relevante Bibelbuch und die Kapitelnummer (häufig mit einem Textanfang der Lesung), jeweils mit einem Verweis (in roter Tinte) auf die Seiten- oder Blattzahl eines Buches, das diese Lesungen enthält. Dieses Buch ist keine Bibel, da die Seiten- oder Blattzahlen zwar in Blöcken, aber dennoch regelmäßig ansteigen. Vielmehr handelt es sich um ein liturgisches Perikopenbuch, das die Bibellesungen vollständig enthält. Mit Hilfe dieses Registers konnte ein Priester sich auf die Lesungen während der Messe vorbereiten oder eine Predigt konzipieren. Vermutlich hat der Schreiber das Werk für den eigenen Gebrauch angefertigt.
S. 3-13. Das Incipit des Registers lautet: "Hienach vindest du bezaychnett in disem register uber die epistlen und evangelien nach ordnung des Jars und wie man sy list in den empteren nach der zeytt [...]" (S. 3), "Die 4 ewangelienn fachentt an am grönen dorstag [...] und fachentt an im buch Johannes am 13 capittell [...]" (S. 7), "Ostertag" (S. 8). Der Kompilator nennt seinen Namen und das Jahr seiner Arbeit am Ende der Vorrede auf S. 3: "das hann ich selber verczaychnett in dem jar als man zaltt von der gepurd vnsers lieb herren Jhesu Christi 1481. Ulrich Schwarcz".
S. 14-19. Register der Epistel- und Evangelienlesungen für die Heiligenfeste und für die ‚ledigen Tagen‘ (S. 17-18). Auf Bayern verweisen nur die Lesungen für die Festen der Heiligen Vitus, Oswald, Ottmar und Konrad. Die in Franken besonders verehrten Heiligen fehlen.
S. 20-21. Anmerkungen zur Bibel, Sprüche und dicta. Nachträge der Schreiberhand.
S. 22 u. 24. Vier Priamel (Spruchdichtungen). Nach dieser Hs. ediert in G. Eis, ‚Priamelstudien. Interpretationen und Funde‘, Festschrift für Franz Rolf Schröder zu seinem 65. Geburtstage, hg. von Wolfdietrich Rasch, Heidelberg 1959, S. 178-195, hier 187-190. S. auch Gerhard Eis u. Gundulf Keil, "Nachträge zum Verfasserlexikon", Studia neophilologica 31 (1959), S. 219-242, hier S. 228-229. Kommentar zum ersten Priamel mit dem Namenszug Markus Schwarcz und der Datierung1520 auf S. 22. Gedruckt in Eis, ‚Priamelstudien‘, S. 188. Priamel Nr. 4 nachgedruckt in Eva Willms und Hansjürgen Kiepe (Hg.), Gedichte 1300-1500, München 1972, S. 359, 420.
Vorgeschaltet ist auf S. 1 ein langes Mariengebet mit 13, jeweils mit "O" anfangenden Anrufen an die Mutter Gottes: "O du edele davendes (Davids) geschlächtt Maria, wann du mitt mechtigen wort santt gaberhell …". Nach dieser Hs. ediert in Josef Werlin, Ein Mariengebet in Prosa aus dem 15. Jahrhundert, in: Leuvense Bijdragen 52 (1963), S. 86-90.
Der Bleistiftvermerk "Kl. Heilsbr. 5. XII 08", den Merlin (s. oben, S. 86-87) auf dem Nachsatzblatt gelesen hat, ist nicht mehr vorhanden; er verweist wohl auf das zwischen Ansbach und Nürnberg gelegene Kloster Heilbronn. Womöglich stammt die Hs. aus diesem Kloster. – Mit deutlichen Spuren des regen Gebrauchs wie Fingerflecken unten rechts, aber auch einigen dunkleren Flecken am rechten Rand, Tintenflecken, kleinem Berieb, wenigen Wurmlöchlein etc. Eine Seite mit mehreren Streichungen und gewischten Textauslöschungen in Rot von einer zeitgenössischen Hand (S. 12), eine alte Rissnähung (Fol. 13), das letzte Blatt zur unteren Hälfte abgeschnitten.
Aus der bedeutenden Sammlung des Heidelberger Germanisten und Mediaevisten Gerhard Eis (1908-1982) mit dessen Einträgen. Eis‘ Signatur: Hs. 26. Eis erwarb die Handschrift 1957 im Antiquariat Jacques Rosenthal in München. Katalogbeschreibung im Hinterdeckel (Katalog 138, 1956, Nr.151). Eis zitiert hierzu folgende Literatur (handschriftlich auf dem fl. Nachsatz):
Gerhard Eis, Priamelstudien. Interpretationen und Funde, in: Festschrift für Franz Rolf Schröder zu seinem 65. Geburtstage, hg. von Wolfdietrich Rasch, Heidelberg 1959, S. 178-195.
Gerhard Eis und Gundolf Keil, Nachträge zum Verfasserlexikon, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 83 (Tüb. 1961/62), S. 167-226.
Josef Werlin, Ein Mariengebet in Prosa aus dem 15. Jahrhundert, in: Leuvense Bijdragen 52 (1963), S. 86-90.
Gerhard Eis (Hg.), Mittelhochdeutsche Lieder und Sprüche (Germanistische Bücherei 2), München 1949.
George Fenwick Jones, The "Signs of Old Age" In Oswald von Wolkenstein's Ich Sich und hör (Klein No. 5), in Modern Language, Vol. 89, No. 5, German Issue (Oct., 1974), S. 767-786.
Eva Willms und Hansjürgen Kiepe. Gedichte 1300 - 1500, Nach den Handschriften und Frühdrucken in zeitlicher Folge, Nr. 4016, München 1972, S. 359, 420.

Lot 1020, Auction  127, Breidenbach, Bernhard von, Peregrinatio in terram sanctam.

Breidenbach, Bernhard von
Peregrinatio in terram sanctam.
Los 1020

Zuschlag
120€ (US$ 138)

Details

"De Jacobitis et eorum erroribus"
Breidenbach, Bernhard von. Peregrinatio in terram sanctam. 2 Blätter Schriftraum 22,4 x 14,8 cm. Blattgröße 30,6 x 21,6 cm. Mit 2 großen Textholzschnitten und 4 eingemalten roten 3-zeiligen Initialen mit Federwerkschwüngen. Speyer, Peter Drach, 1490.
GW 5076. Hain-Copinger 3957. Goff B-1190. ISTC ib01190000. – Zwei Blätter mit Teilen aus den Beschreibungen der Völkerschaften, die der Mainzer Domherr, Jurist, Schriftsteller und Verleger, Bernhard von Breidenbach (1440-1497), auf seiner berühmten Pilgerreise zusammen mit dem Künstler Erhard Reuwich anfertigte. Mit zwei Holzschnitt-Alphabettafeln und den Passagen "De Jacobitis et eorum erroribus" (über die Irrtümer der Jakobiter, der Juden), "De Nestorianis et eorum erroribus" (über die christliche Glaubensgemeinschaft der Nestorianer und deren Fehler) sowie "De Armenis et eorum erroribus" (über die Armenier und deren Glaubenssätze). – Nur kleine Einrisse, Ränder leicht brüchig, etwas gebräunt oder fleckig.

Lot 1021, Auction  127, Schedel, Hartmann, Liber Chronicarum. 3 Fragmente aus Schedels Weltchronik

Schedel, Hartmann
Liber Chronicarum. 3 Fragmente aus Schedels Weltchronik
Los 1021

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

Schedel, Hartmann. Liber Chronicarum. 3 Fragmente aus Schedels Weltchronik. Holzschnitte. 7 x 7 cm bis 12,5 x 22,5 cm (Darstellung). Nürnberg, Anton Koberger, 1493.
Dargestellt ist einmal Moses, der von Gott auf dem Berg Sinai die Gesetzestafeln erhält, die Stadtansicht von Carthago und Trier. – Etwas stock-, braun- und feuchtfleckig, mit teils hinterlegten kleineren Einrissen. Dekorative Blätter mit kräftigem Kolorit. – Dabei: I. Sebastian Brant. Laurentum. Holzschnitt aus "Strasbourg Vergil". 18 x 15 cm (Darstellung). Straßburg 1502. - II. Sebastian Münster. Fragment mit der Ansicht der Stadt Brügge. Holzschnitt. 5,5 x 10 cm (Darstellung). Münster 1570.

Schedel, Hartmann
Vedute der Stadt Breslau aus dem "Liber chronicarum"
Los 1022

Zuschlag
380€ (US$ 437)

Details

Schedel, Hartmann. Vedute der Stadt Breslau aus dem "Liber chronicarum". Doppelblattgroßes Einzelblatt mit großer Stadtansicht sowie einigen weiteren figürlichen Textholzschnitten. 44 x 62 cm. Unter Glas mit Passepartout in golgeprägter Holzprofilleiste. Nürnberg, Anton Koberger, 1493.
Die Darstellung zeigt die polnische Stadt Breslau unter dem lateinischen Namen "Bressla". – Mit Mittelfalz, etwas braunfleckig. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Ecclesia militans
Stundenbuchminiaturen. 2 Miniaturmalereien in Gold und Farben auf Pergament
Los 1023

Zuschlag
1.100€ (US$ 1,264)

Details

Ecclesia militans. - Stundenbuchminiaturen. 2 Miniaturmalereien in Gold und Farben auf Pergament. 11 x 7 cm und 11,2 x 8,4 cm. Montiert auf feste braune Kartonpappe mit Passepartout 30 x 24 cm. Frankreich Ende des 15. Jahrhunderts.
Zwei eindrucksvolle, besonders fein und künstlerisch sehr gekonnte Miniaturen, die wohl demselben Stundenbuch oder einem Messbuch entstammen, das um das Jahr 1500 in Frankreich entstanden ist. Die Farben sind äußerst nuanciert, der Pinselgoldauftrag sehr sauber gehöht, die Personenauffassung sehr anatomisch durchgebildet. Das eine Blatt zeigt eine große Pinselgoldinitiale, wohl "A" oder "V" auf Schlingwerk-Ornamentgrund und mit einer aufwändigen Binnenszene: Judith enthäuptet den in königlicher Bettwäsche unter dem Baldachin seines Paradebetts schlafenden assyrischen Feldherrn Holofernes, hoher General Nebukadnezars II.

Die zweite Miniatur zeigt Johannes den Täufer mit Buch und Lammattribut, in - wiewohl goldgehöhtem - Lumpenkleid, wie er auf zwei Figuren, möglicherweise auf Herodes Antipas mit seiner jungen Tochter Salome. Johannes hebt seine Rechte belehrend, er kritisiert die Sitten des Tetrarchen von Galiläa, was zu seiner Gefangennahme und schließlich Enthauptung durch Salome führt.
Mit dieser Interpretation der enigmatischen Szene, wäre die Verbindung der beiden Miniaturen gegeben: Die Szenen vereint das Bild einer wehrhaften Kirche, einer "Ecclesia militans", die sich - freilich noch als altestamentarische Synagoge der Feinde des "wahren Glaubens" widersetzt: Judith wehrt sich gegen Holofernes, Johannes gegen Herodes, was freilich zu zwei Ermordungen mit dem Schwert führt, bei denen der eine allerdings einen jüdischen General, der andere einen Propheten Christi trifft. – Sehr sauber und wohlerhalten, kaum Oberflächenbereibungen oder Läsuren, die schon sehr individuellen Personen, aber auch die Hintergründe sind von erstaunlicher Feinheit und durchgearbeiter Präzsion.

Lot 1024, Auction  127, Heinrich zu Hardegg, Erbschaftskunde zur Bestätigung eines Pachtzehnten

Heinrich zu Hardegg
Erbschaftskunde zur Bestätigung eines Pachtzehnten
Los 1024

Zuschlag
280€ (US$ 322)

Details

Heinrich zu Hardegg. Erbschaftskunde zur Bestätigung eines Pachtzehnten. Deutsche Handschrift in Kanzlei-Bastarda auf Pergament. 1 S. auf 1 Bl. Schriftraum ca. 7,5 x 21,5 cm. Mit kalligraphischer Initiale "J", Plika und angehängten Pergamentstreifen (ohne Siegel). Oberösterreich 1500.
Erbschaftskunde zur Bestätigung der Übertragung eines Pachtzinses auf den Besitzungen des Grafen Heinrich zu Hardegg, deren Stammburg die ab 1488 errichtete Schlossanlage zu Greinburg in Oberösterreich war. "Ich Andra Sanndorffer Bekenn in dem offen brief von der als der wolgeborne Herr Herr Heinrich Grave zu Hardegk und im Hochamt Freyherr zu Staremberg ... ein Antheil vom Zehent ... zu großen Neuendorf gelegen grossen und klainen zu wald und zu dorf ... erblich an mich kommen...". Datiert am Schluss: "Geben an Montag nach letare durch Christi geburds fünffzehenhundet Jar". – Beiliegt das Faltblatt mit dem eigenhändigen Vermerk von Gerhard Eis: "Gekauft am 27. Aug. 1971 bei Jacques Rosenthal, Eching". Sowie zahlreiche Blätter mit einer Korrespondenz desselben.

Lot 1025, Auction  127, Geomantia, Eyn kunst des warsagens. Deutsche Handschrift auf Papier. Süddeutschland, frühe Mitte des 16. Jahrhundert

Geomantia
Eyn kunst des warsagens. Deutsche Handschrift auf Papier. Süddeutschland, frühe Mitte des 16. Jahrhundert
Los 1025

Zuschlag
300€ (US$ 345)

Details

Geomantia Eyn kunst des warsagens. Deutsche Handschrift auf Papier. 16 nn. Bl. mit 24 beschriebenen S. Schrift: Bastarda kursiva. Schriftraum: 23 x 16 cm. Format: 30 x 20,8 cm. Mit Zahlentabellen und spiegelübergreifenden Textblöcken. Geheftet (Blätter teils lose). Süddeutschland, frühe Mitte des 16. Jahrhundert.
Geomantie mit der Anleitung zum Deuten des Schicksals aus den Handlinien, laut Gerhard Eis (1908-1982) handelt es sich um eine "Abschrift der 1532 von Peter Jordan von Mainz gedruckten "Geomancia". Ein Exemplar ist in Göttingen vorhanden. Erwähnt von Johann Bolte (Bleistift-Anmerkung vorletzte Seite): "Geomantia: eyn kunst des warsagens, die bey den allten in geheym und grossen wirden gehalten ist worden, durch welche auch vil zukünfftiger ding, es sey zu glück odder zu unfal, eröffnet werden, unnd das alles leychtlich durch rechnunge der Planeten stunden, unnd des menschen namen, der so etwas künfftigs zu wissen begeret : mit beygesetzter Tafeln ... zu lassen sey" (Mainz, Peter Jordan, 1532, vgl. VD16 G 1314). – Wenige Wurmlöchlein, unwesentliche Feuchtfleckchen, sehr schöne, saubere Handschrift. Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 154. – Mit einer ausfürlichen Begutachtung und Beschreibung von Wolfram Sexauer vom 10. Februar 1971, mit paläographischen Ausführungen: "Der Verfasser nennt sich am Ende des Werkes zweimal ein Georgius Fuchs.

Da dessen Name sonst unbekannt ist, und da auch eine Jahresangabe fehlt, bleibt es nur, auf Grund von Schreibeigenheiten die Zeit der Entstehung zu erschließen. Der Verfasser bedient sich einer recht flüssigen Kurrentschrift mit einem mittelstark rechtsgeneigten Duktus. Ober- und Unterlängen sind sehr ausgeprägte, und solche überlangen Buchstaben sind noch auffallender geneigt. Das Schriftbild zeigt im ganzen eine nicht ungeübte Schreiberhand aus der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, möglicherweise aus dem letzten Dritttel. Im allgemeinen schreibt Fuchs deutliche, doch nicht immer mit Sorgfalt. Besonders die letzten Seiten zeigen sichtbar Eile, worunter das Schriftbild zu leiden hat."

Rosarium philosophorum
Alchemistische Sammelhandschrift. Deutsche Handschrift auf Papier.
Los 1029

Zuschlag
4.000€ (US$ 4,598)

Details

"Aristotelles dem Fürsten Allexander" - mit einem deutschen Gedicht auf den "Stein des Weisen"
Rosarium philosophorum. - Alchemistische Sammelhandschrift. Deutsche Handschrift auf Papier. 114 nn. Bl. Kursive Schrift von drei oder vier Schreibern. Format: 21,2 x 15,6 cm. Klappenband d. Z. (leicht abgegriffen, gebräunt, etwas angeschmutzt, gelegentlich stärker berieben, etwas bestoßen, nur winzige Einrisse an Gelenken) mit blindgeprägtem Schweinslederbezug. Schweiz, Ende 16. bis Anfang 17. Jahrhunderts.
"Aristotelles dem Fürsten Allexander" und "Ross gartt der weysen" - Ein umfangreiches Kompendium alchemistischer Werke, die zusammen das alchemistisches Grundwissen ihrer Zeit vermitteln. Enthalten sind folgende Schriften. Besonders hübsch ist auch die kleine Federzeichnung "Hic est furnus sancti thomae de aquino" (S. 84v, alte Zählung "16).

1) Pseudo-Aristoteles
an den Fürsten Alexander über die Alchemie (Bl. 1r-7v)
2) 'Schrift der Verkündung' mit zeitgenössischen Randbemerkungen (Bl. 7v-33v)
3) Pseudo-Arnald von Villanova: Brief an Papst Bonifaz VIII. (Bl. 34r-43r)
4) Arnald von Villanova (?): Rosengaert der Weisen (Bl. 49r-73v)
5) Pseudo-Thomas von Aquin: Etlich Kunst der Philosophie (Bl. 77r-92v), mit einer Federzeichnung des Ofens des Thomas von Aquin auf Bl. 84v.
6) Pseudo-Raymundus Lullus: Lux mercuriorum (dt.), anschließend alchemistische Rezepte (Bl. 94r-100r)
7) Lapis. Dt. Gedicht über den Stein der Weisen (Nachtrag von anderer Hand) (Bl. 103r-105r)

Auf leergebliebenen Blättern (1r-1v, 23v, 43r-46r, 73v. 106v-109v, 113v-114v) wurden im Zeitraum 1650-1694 persönliche und geschäftliche Aufzeichnungen von Mitgliedern der in der Ostschweiz (u.a. Lausanne) ansässigen Familien Krachbeltz, Criblet und Sechaux eingetragen. – Nur ganz vereinzelt etwas fleckig, wenige Randverstärkungen, Vorsätze stärker angestaubt und gedunkelt, wenige Seiten leicht angeschmutzt zum Schluss. Die unbeschriebenen Blätter meist blütenweiß. Der bemerkenswert schöne Klappenband mit reicher Blindprägung im Schweinsleder ist teils leicht abgegriffen und etwas angeschmutzt, zeigt neben Floralvignetten Blindstempel mit Eicheln und jeweils eine elegante Rolle mit den sieben Kardinaltugenden.
Provenienz:
Besitzvermerk des 17. Jhs. ‚Dism Buch ist mein Hans Jacob Maybach‘ (Bl. 7r). Antiquariat Jacques Rosenthal 09/1965. Aus der Sammlung des Heidelberger Germanisten Prof. Dr. Gerhard Eis (1908-1982), hier mit der Signatur Hs. 145. Beiliegend mehrere Briefe und Notizen, teilweise von Gerhard Eis, die Hs. betreffend.

Lot 1030, Auction  127, Dialogus oder gesprech von dem absterben, Friderici Staphyli. Deutsche Handschrift auf Papier. Um 1600. - Abschrift

Dialogus oder gesprech von dem absterben
Friderici Staphyli. Deutsche Handschrift auf Papier. Um 1600. - Abschrift
Los 1030

Zuschlag
80€ (US$ 92)

Details

Ein Dialogus oder gesprech von dem absterben Friderici Staphyli. Deutsche Handschrift auf Papier. 27 nn., 3 unbeschr. Bl. Ca. 23-24 Zeilen. Schrift: Bastarda currens. Format: 19,4 x 15,6 cm. Moderner Kleisterpapier-Umschlag. O. O. um 1600.
Etwas spätere Abschrift einer 1564 erschienenen Schrift über den doppel-konfessionellen lutherisch-protestantischen und römisch-katholischer Theologen Friedrich Staphylus (1512-1564). "Der Beitrag stellt ein Beispiel für den wirksamen Einsatz theatralischer Mittel im Kontext der reformatorischen Polemik vor. Im Jahr 1564 veröffentlichte ein unbekannter protestantischer Autor einen theatralischen Dialog über den Tod von Friedrich Staphylus, einem ehemaligen Protestanten, der konvertiert war und schließlich Superintendent der katholischen Universität Ingolstadt wurde. Der Dialog ist Teil eines längeren Streits über Staphylus und seine gegenreformatorische Lehre sowie über die Frage nach einem angemessenen 'christlichen Tod'. Er bedient sich des Musters von Lukians Dialogen der Toten, um einen 'Augenzeugenblick' in die jenseitige Welt und den Besitz der Wahrheit zu beanspruchen, dem diejenigen, die nur eine 'weltliche' Perspektive haben, nicht widersprechen können" (Cora Dietl, Two Perspectives on a 'Wrong Saint': Ein Dialogus oder Gespreche von dem absterben Friderici Staphyli, 1564, EMD 24 2020, S. 135-164). Vgl. den Druck bei VD16 P 1357. – Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 203. Vorsatz mit Stempel "Prof. Dr. Gerhard Eis" und eigenhändigem Zusatz in Bleistift: "Gekauft am 15. I. 72 von Jacques Rosenthal, Eching". Auf dem letzten weißen Blatt verso weitere umfangreiche Einträge von Gerhard Eis (1908-1982).

Zemirot Israel
Zemirot Israel. Hebräische Handschrift auf Papier.
Los 1031

Zuschlag
3.200€ (US$ 3,678)

Details

Seltenes Judaicum: "Zemirot Israel" - ein handschriftliches Gesangbuch mit Hymnen und Liedern zum Sabbat
Zemirot Israel (hebraice: Gesänge Israels). Hebräische Handschrift mit Luach (Kalenderteil). 83 num. Bl. mit 159 beschriebenen S. 12 Zeilen. Italienisch-jüdische Quadratschrift mit kursiven Elementen. Schriftraum 11,5 x 8,5 cm. Format 15 x 11,2 cm. Pergament d. Z. (kleiner Kratzer, beschabt und Kanten etwas berieben, bestoßen). Ferrara / Norditalien ca. 1750-1760.
"Zemirot Israel" sind traditionelle jüdische Lieder und Gesänge, wie es auf dem Titelblatt-Incipit heißt: "zmirot ysrael yom za yom za mikal yom mechuvar ae hashivt [...]", womit der Text des ersten Sabbatliedes anhebt: "Dieser Tag ist ehrenvoller als alle Tage, denn er ist der Sabbat des Schöpfers der Welten. Sechs Tage sollst du arbeiten, aber der siebte Tag ist ein Sabbat für deinen Gott. Du sollst an ihm keine Arbeit tun".

Die "Zemirot Israel"-Lieder werden gemeinhin vor und während der Sabbat-Mahlzeiten zu Tische angestimmt. Die meisten der Texte stammen aus jüdischen Quellen des Mittelalters, sie feiern den Sabbat, die Schöpfung und auch die sinnlich-kulinarische Genüsse nach den jüdischen Riten. Dabei wird der Esstisch zu einem Altar Jehovas, der die Mahlzeit mit einem privaten Gottesdienst verbindet. Stark war hier auch der Betrag der sephardischen Liedtradition, die sich hier mit aschkenasischen Überlieferungen vermischt, woraus vermutlich die Lokalisierung (die sich durch Papierqualität, Kalzierung, Einband, Kalligraphie zu bestätigen scheint) nach Norditalien ergibt, auch wenn freilich eine wissenschaftlich fundierte Bewertung noch aussteht. Zu den bekanntesten Gesängen zählen "Adon Olam", "Tzur Mishelo", "Yah Echsof"oder das "Anim Zemirot (Shir Hakavod)".

Auf der letzten Seite ein Besitzvermerk eines italienischen Juden "Garo Finzi" in hebräsicher Schrift und italienischer Bezeichnung "questo Zimirot Ysrael è del Sig: Garo Finzi", einzelne hebräische Einträge werden von italienischen Randvermerken begleitet. Damit gehört die Handschrift eindeutig in den Kontext der berühmten jüdischen Familie Finzi aus Ferrara und Norditalien - eine Gelehrten- und Rabbinerfamilie von hoher kultureller und sozialer Bedeutung innerhalb der italienisch-jüdischen Welt des 18. Jahrhunderts. In der Handschrift erscheinen mehrfach Namens- und Besitzvermerke der Familie Finzi, darunter der Name Elisha / Ben Elisha Finzi, was die Überlieferung als Familienexemplar überzeugend stützt und der Handschrift einen ausgeprägt personal-historischen Charakter verleiht.

Die Familie brachte zahlreiche Rabbiner und Talmudgelehrte, Prediger und Gemeindeleiter, Ärzte und Humanisten sowie Bankiers und wirtschaftlich einflussreiche Persönlichkeiten hervor. Einige Finzis waren im 15.-18. Jahrhundert zentrale Figuren des jüdischen Geisteslebens Norditaliens. Besonders hervorzuheben sind etwa: Mordechai Finzi (Mantua, 15. Jh.), Arzt, Mathematiker und Astronom; Hizkija ben Benjamin Finzi (Ferrara), bedeutender Talmudist; Gur Aryeh Finzi, Herausgeber rabbinischer Werke; oder Isaac Raphael ben Elisha Michael Finzi (1728-1813), berühmter Prediger, später Mitglied und Vizepräsident des Pariser Sanhedrin (1806).

Die paläographischen Merkmale, das Papier und die Schriftform sprechen für eine Entstehung um die Mitte des 18. Jahrhunderts (ca. 1750-1760) - zeitlich gut vereinbar mit der Generation der in Ferrara belegten Finzi-Schreiber- und Rabbinerfamilie. Die Zuschreibung an den Familienkreis ist aufgrund der Autornennungen und der internen Eigennotizen auf überzeugende Weise plausibel und macht die Handschrift zu einem kultur- und familiengeschichtlich hochbedeutsamen Zeugnis.

Zum Inhalt:
Die Handschrift enthält eine umfangreiche Sammlung von Zemirot, Pijjutim und liturgischen Gesängen für Sabbat, Festtage und den religiösen Jahreslauf. Zemirot Yisrael (oder: Zemirot Yisra’el) ist der Titel einer traditionellen Sammlung hebräischer Melodien und liturgischer Lieder, die sowohl im synagogalen Kontext als auch im familiären Hausgebrauch gesungen wurden. Die Texte verbinden religiöse Dichtung, Andachtslyrik und gemeinschaftliche Ritualpraxis. Hervorzuheben ist am Ende der Handschrift ein Luach - ein kurzer Kalenderteil, der der praktischen religiösen Orientierung im Jahreslauf diente. Er ist in tabellarischer Form ausgeführt und spiegelt den pragmatischen Gebrauch der Handschrift im Familien- und Gemeindeleben wider. Auch wenn es sich um einen nicht datierenden, immerwährenden Kalender handelt, unterstreicht er den funktionalen Charakter des Buches. So steht die Handschrift in enger Traditionslinie zu jener Gruppe italienisch-jüdischer Zemirot-Manuskripte, die seit dem frühen 18. Jahrhundert - besonders in Ferrara und dem oberitalienischen Raum - nachweisbar sind (vgl. etwa: Sotheby’s, New York, 2025 - Kitzur Zemirot Yisrael, Ferrara 1840, dekorierte Titel- und Familienhandschrift (Victor-Klagsbald-Collection). – Nur wenige Gebrauchsspuren, hin und wieder saubere, alte Papierergänzungen (meist nur unwesentlicher Textverlust), kaum Fingerfleckchen oder sonstige Flecken, in feinster, sauberster Kalligraphie auf bemerkenswert festem, weißen Büttenpapier einer italienischen Mühle mit breitem Siebraster geschrieben. Jüdische "Zemirot"-Handschriften um 1600 sind von großer Seltenheit.

Hostauer Judeneid
Deutsche Handschrift auf Papier. 7 S. auf 4 Bl. 14-18 Zeilen
Los 1034

Zuschlag
800€ (US$ 920)

Details

"So ein Jud einen Ayd schwören wil"
Hostauer Judeneid - Taufzettel. Deutsche Handschrift auf Papier. 7 S. auf 4 Bl. 14-18 Zeilen. Schrift: Deutsche Kurrentschrift. Format: 10,8 x 7 cm. Moderner Pergamentumschlag (unter Verwendung älteren Materials). Hostau in Böhnen 1659-1662.
Sehr kleine, aber sehr gehaltvolle, umfangreiche und engbeschriebene Handschrift, die wohl einem Geistlichen, einem Gerichtsschöffen o. ä. als Vademecum diente. Auf Fol 1v nennt er sich als Wenzeslaus Adelbert Miller aus dem westböhmischen Hostau, dem heutigen tschechischen Hostoun auf halber Strecke zwischen Pilsen und Amberg. Zunächst ein:

"Verzeichnus der Hochlöbl. Bistumümer der Röm. Reichs. Annotiert von mir Wencelslao Adalberts Miller der Zeit wohhafft in der Stadt Hostau: im Königreich Böheimb: am fest s. gregorijy Anno 59". Es folgt Fol 1v ein Register mit Nennung einiger Bistümer des Heiligen Römischen Reichs wie "Straßburg", "Maytz", "Treyer" (Trier), "Cöln".

Hauptteil der kleinen, aller Wahrscheinlichkeit in sich vollständigen Handschrift ist ein ausrührliches Iuramentum Iudaeorum, ein seltener deutscher Judeneid, der ganze vier engbeschriebene Seiten umfasst (Fol 2r-3v). Der Judeneid, auch "More Iudaico", war eine von Stadtherren, Richtern und Kirchenobersten den Juden obligatorisch auferlegter Schwur auf die Gebote Moses und besiegelt mit dem höchsten Gebet "Höre Israel", mit dem sich Juden einer Anklage oder einer Beschuldigung gegenüber zur Wehr setzen konnten. Für Betroffene hatte der Judeneid, der Zwange, sich vor seinem eigenen Gott und dem Propheten Moses zu verantworten eine klar diskriminierende Konnotation und steht somit meist in Verbindung zu Herabwürdigung, Einschüchterung, Verfolgung, Hetze und Pogromen gegen die jüdische Bevölkerung

"Eines Juden Aydt. So ein Jud einen Ayd schwören wil, so sol er bey ihm haben Herrn Moyses buch, darin die Zehen gebot geschrieben stehen, und sol sie rechter Hand bis auf oder an die Knorren auf die Zehen gebot Legen. Und sol ihm der eyd schriefftlich vorgelegt werden, den sol er selbst lesen mit lauter stim: das hab ich nit gethan, und bin des gantz unschuldig, also helf mir gott, der himmel und erden erschaffen hat: und also helf mir die Ee, die gott gebott, die die gab Hern Moysi auf den berg Sinai in Zweiyen Stainen tafeln, mir und aller Juden zu trost:
Es folgt das wichtigste Gebet des Judentums "Schma Jisrael" ("Höre Israel"): "Schem Adanai elohecha laschane ... escher issa et schmo Laschane", gewissermaßen als höchste jüdische Schwurformel.

Der zweite Text (Fol 6, 7r), datiert 1662 in schwarzer Tinte hinzugefügt worden, offenbar war das kleine Heft bis dahin in Gebrauch. Es enthält einen "Taufzettel", datiert "den iij. May 1662" mit einem Taufmahngedicht, ebenfalls in deutscher Sprache, gereimt in 8 Versen zu 16 Zeilen: "Jetz und hir angezaiget ist / daz schöne kindlein Jesu Christ / Bevreyt bist du nun von Sünd / und von den gottes Liebes Kind / So wachs nun auf mit gutem vleis, Sey deinen eltern ehr und preis / ein erb der frohen Seligkeit / Welche hier allzeit ist bereit ..." (ungefähre Lesart mit Fehlern).

Der schon im frühen Mittelalter nachweisbare Judeneid wurde nahezu überall in Europa angewendet und erst im 19. Jahrhundert abgeschafft bzw. verboten (in den preußischen Erbländern am 15. März 1869). – Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 94. Vorderer Innendeckel mit Signatur "Hs. 94" und Stempel "Prof. Dr. Gerhard Eis". Fliegender Vorsatz am Schluss mit eigenhändigen Einträgen der bibliographischen Angaben: "Veröffentlicht: G. Eis. Judeneid aus Hostau in Böhmen, Journal of English and Germanic Philology LII, 1953, S. 86-89", "G. Eis, Mitteilungen aus altdeutschen Handschriften aus dem Sudentenländern, Stifter-Jahrbuch VIII (1964), S. 174-178" und weiteres.

Lot 1035, Auction  127, Fogaccia, Gaetano, Conclusiones physico-metaphysice plurium auctorum

Fogaccia, Gaetano
Conclusiones physico-metaphysice plurium auctorum
Los 1035

Zuschlag
240€ (US$ 276)

Details

Fogaccia, Gaetano. "Conclusiones physico-metaphysice plurium auctorum Soc. Jesu Auditore Caietano Fogaccia Bergomate convictore Collegij Nobilium S. Antonij. Brixiae Anno Domini MDCCVIIII". Lateinische Handschrift auf Papier. Ca. 320 nn. Bl. 20 x 14,5 cm. 29 Zeilen. Kurrent in schwarzbrauner Sepia mit kalligraphischen Auszeichnungen. Braunes Kalbsleder d. Z. (stärker beschab, berieben, nur kleine Fehlstellen) mit Resten von RVergoldung und sprenkelmarmorierter Schnitt. Brescia 1709.
Umfangreiche Kompilationen der wichtigsten Erkenntnisse aus Physik und Metaphysik nach mehreren Autoren der Jesuitenforscher, angefertigt von dem Studenten Gaetano Fogaccia aus Bergamo, der am dortigen St. Antonius-Kolleg "Convictor" war, also "convitto", Student, der in einem jesuitischen Internat (dem Convict oder Kolleg) wohnt. Sein Studium führte ihn dann nach Brescia, wo die vorliegende Mitschrift entstand. – Leicht gebräunt, vereinzelt ein wenig Tintenfraß, geringe Fleckchen, insgesamt sehr sauber und gut lesbar.

Laertius, Diogenes
Ex Läertio de vitis philosophorum.
Los 1037

Zuschlag
100€ (US$ 115)

Details

Laertius, Diogenes. Ex Läertio de vitis philosophorum Anno 1719. Lateinische Handschrift auf Papier. 124 num. S. 16 Zeilen. Schrift: lateinische Kurrent. Format: 10,2 x 8 cm. Pergament (abgegriffen, fleckig) unter Verwendung von Material d. Z. Wohl Tiroler Raum, datiert 1719.
Kleines Breviarium philosophorum, eine Taschenkompilation aus den Viten der Philosophen nach den Schriften des Philosophiehistorikers und Doxographen Diogenes Laertius (3. Jahrhundert n. Chr.), der die Biographien der bedeutendsten antiken Philosophen und deren Lehren zusammenfasste und damit eine unerschöpfliche Quelle für unser heutiges historisches Wissen bildete.
Das interessante an dem Kompendium ist die thematische Zusammenfassung nach alphabetischen Stichwörtern wie "Admonitio", "Adolescens", "Adversa", "Aequanimitas", "Amicitia", "Amare et amor", "Arcana", "Avaritia", "Aulico", "Aurum", um allein den Buchstaben "A" zu zitieren. – Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis (1908-1982), Heidelberg, Hs. 27, mit eigenhändigem Besitzvermerk des Sammlers und dessen Stempel.

Arnhold, Christian
Artzeney Buch Vor vile Jinnerliche, und eusserliche, des
Los 1038

Zuschlag
650€ (US$ 747)

Details

Arnhold, Christian. Artzeney Buch Vor vile Jinnerliche, und eusserliche, des menschlichen Leibes zu stossenden Schwachheiten und Krankheiten, bewerthe Mittel. Deutsche Handschrift auf Papier. 1 Bl., 342 hs. num. S., 7 nn. Bl. Schrift: Kalligraphie und deutsche Kurrent. Text in Sepia mit einigen Unterstreichungen in Rotbraun. 19,5 x 16 cm. Halbleder d. Z. (Rücken mit größeren Fehlstellen, Bezug teils abgeschabt, Gebrauchsspuren, stärker bestoßen). Deutschland (Kohren bei Leipzig) 1725.
Im Jahre 1721 begonnenes, bis 1725 weitergeführtes Arzneibuch aus einer Hand, wohl Autograph von einem Schuldiener mit Namen Christian Arnhold, der über Geburts-, Tauf- und Sterberegister in die sächsische Kleinstadt Kohren zu verorten ist, das heutige Kohren-Sahlis, ein Ortsteil der Stadt Frohburg im Süden des Landkreises Leipzig.
Enthalten sind Hunderte von wertvollen Ratschlägen und Rezepten der Gesundheitsfürsorge und Humanmedizin, darüber hinaus auch ein eindrucksvolle Sprachzeugnis des Barock, das von zahlreichen Germanisten sprachlich und inhaltlich wissenschaftlich bearbeitet wurde:

"Artzeney Buch Vor vile Jinnerliche, und eusserliche, des menschlichen Leibes zu stossenden Schwachheiten und Krankheiten, bewerthe Mittel. Theils aus Eigenerfahrung, und Probä Theils auch aus erfahren, und gelehrter Leute Schrifften zusammen getragen und auffgezeichnet. Vor allein nur arme und Preßhaffte und sehr kränckliche Menschen aus Liebe bemerket, und eingetragen. Benebst einen Vollständigen Register von Christian Arnhold. Derzeit Kirch- und Schull-diener In-Jahrshayn Anno Christi 1725" (Titel).

Veröffentlichungen bzw. Teilveröffentlichung und Nenneng bei:
Gerhard Eis. Späte Paracelsus-Exzerpte aus unbekannten Handschriften, in: Eis, Vor und nach Paracelsus (1965) S. 74-93. - Karl-Heinz Weimann. Paracelsus-Bibliographie 1932-1960 (1963), S. 86. Volker Wendland, Die Gräfin von Mansfeld, eine Verfasserin spätmit-telalterlicher Rezepte, in: Medizinische Monatsschrift 23 (1969), S. 544- 548. – Etwas gebräunt, vereinzelter Durchschlag, insgesamt sehr sauber und kaum Gebrauchsspuren. - Provenienz: Sammlung Prof. Dr. Gerhard Eis, Heidelberg, Hs. 46, mit dessen Fiche mit eigenhändigem Eintrag in Tinte auf dem vorderen Innenspiegel: "Handschrift 46 Christian Anrholdt Rezeptbuch, 1725 im Besitz Doz. Dr. Gerhard Eis" und hs. "Gekauft am 12. Juni 1940 in Dresden bei Paul Alike, lt. Kat. 236, Nr. 1297". Beiliegen mehrere eigenhändige Transkriptionszettel von Eis, ferner 4 gestempelte und unterschriebene Auszüge aus dem "Geburts-, Tauf-, Sterbe-, Aufgebots- und Begräbnisregister der ev.-luth. Kirche zu Kohren", die sich auf den Autor Christian Arnhold beziehen (von 1940).

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge