Los 2519

Halbe, Max
(1865-1944)2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Los 2519 - Halbe, Max - 2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891 - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Autographen
Auktionsdatum 15.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026

Lot 2519, Auction  127, Halbe, Max, 2 Briefe an die Wiener "Moderne Rundschau". 1890-1891

Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). 2 eigh. Briefe m. U. "Max Halbe". Zus. 5 S. 8vo und gr. 8vo. Berlin 30.X.1890 bzw. Friedenau bei Berlin 6.X.1891.
Wohl beide Briefe an die Redaktion der Wiener Zeitschrift "Moderne Rundschau", der er Beiträge verschiedener Art anbietet und später das Honorar für einen gedruckten Beitrag anmahnt. "... Anbei gestatte ich mir, Ihnen zwei lyrische Producte, das eine im Hymnenstil, das andre ein lyrisches Intermezzo, zu übersenden ... Zugleich möchte ich Sie anfragen, ob Ihnen vielleicht mal ein Berliner Theaterbrief von mir erwünscht wäre. Für letzteren könnte ich freilich auf Honorar nicht verzichten. Die Zeiten sind zu schlecht. Na, aber abgesehen davon, wenn Sie also in dieser Richtung noch nicht versehen sind, aber, gesetzt Sie seien es, auch mal einen Andern zu Worte kommen lassen wollen, so stände ich Ihnen gern zur Verfügung. Bei drei 'freien' und 14 unfreien Bühnen ist der Stoff schier unerschöpflich. Ich könnte Ihnen stattdessen vielleicht auch mit dramatischer Kritik oder dem Ähnlichen aufwarten ..." [1890] - Im Oktober 1891 muß Halbe die Zahlung des Honorars für seinen im August erschienenen Beitrag "Weltstadtstimmungen" anmahnen. "... Ich thue dies um so zuversichtlicher, als ich unmöglich voraussetzen kann, daß 'die einzige östreichische Revue großen Stils', wie sich die 'Moderne Rundschau' mit Recht bezeichnen kann, geneigt sein sollte, sich ihren Honorarverpflichtungen zu entziehen." Erinnert an den hohen Anspruch und die Seriosität des Auftretens der Zeitschrift und fährt fort: "... Zum Ueberfluß endlich erinnere ich mich, bei einem Sommerbesuche in Hamburg von Herrn Baron von Liliencron [d. i. Detlef von Liliencron] als bestimmt u. ihm selbst brieflich versichert vernommen zu haben, daß die 'Mod. Rundschau' einen Honorarsatz von 8 Mk. pro Seite in Anrechnung bringt. Ich darf wohl anehmen, daß dies der 'übliche Honorarsatz' ist ..." [1891]. - Offenbar befand sich die 1890 unter dem Titel "Moderne Dichtung" gegründete Halbmonatsschrift in finanziellen Schwierigkeiten, denn 1892 stellte sie ihr Erscheinen ein.


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