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Jans, Edouard de
Bildnis einer eleganten Dame in Weiß mit Fächer und Straußenfeder Boa
Los 6210

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Bildnis einer eleganten Dame in Weiß mit Fächer und Straußenfeder Boa.
Öl auf Leinwand. 132,5 x 106 cm. Unten rechts signiert und datiert ""E. D. Jans / 1901", verso auf dem Keilrahmen die Antwerpener Adresse des Künstlers handschriftl. notiert "41 rue Schul" und der Stempel eines Malereibedarfs.


Biedermann-Arendts, Hermine
Zwei Dackelwelpen inspizieren misstrauisch ein Fuchsfell
Los 6211

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Zwei Dackelwelpen inspizieren misstrauisch ein Fuchsfell.
Öl auf Leinwand. 43,7 x 68,9 cm. Unten links signiert "H. Biedermann / Arendts".

Die Tiermalerin Hermine Arendts begann 1870 als Autodidaktin. Ab 1875 war sie private Schülerin von Heinrich von Zügel. Sie gründete in München eine Malschule für Frauen. 1878 wurde sie anlässlich einer Kunstausstellung im Londoner Crystal Palace mit einer Silbernen Medaille ausgezeichnet. Sie war Mitglied der Münchner Künstlergenossenschaft und des Münchner Kunstvereins. 1898 nahm sie an einer Ausstellung des Vereins der Berliner Künstlerinnen teil. Ihre Tierbilder kamen in die Kunstsammlungen der Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn und des Prinzregenten Luitpold von Bayern.

Friedländer, Friedrich
Alte Kameraden beim Kartenspiel; Vertrautes Gespräch
Los 6212

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Alte Kameraden beim Kartenspiel; Vertrautes Gespräch.
2 Gemälde, je Öl auf Holz. Je ca. 26,1 x 20 cm. Beide unten rechts signiert und datiert "Friedr. Friedländer [18]83".


Geissler, Wilhelm
"Streichhölzer gefällig?" - Der Bauchladenverkäufer im Wirtshaus
Los 6213

Schätzung
2.800€ (US$ 3,218)

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"Streichhölzer gefällig?" - Der Bauchladenverkäufer im Wirtshaus.
Öl auf Leinwand. 66 x 55 cm. Unten rechts signiert und datiert "Wilhelm Geissler Berlin 1898".

Beigegeben die bronzene Auszeichnungsmedaille des Londoner Crystal Palace für das vorliegende Gemälde Geisslers "Do you want a light".

Veith, Eduard
Der Vogelhändler im Park
Los 6214

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Der Vogelhändler im Park.
Öl auf Holz, verso eine Ölskizze: Orientalische Nacht mit Harfenspieler. 57 x 72 cm. Oben rechts signiert "E. Veith. Wien".

Galante Szene nach dem Vorbild von Nicolas Lancrets (1689-1743) "Der Vogelkäfig".

Provenienz: Sammlung Prof. Ernst Fuchs, Wien.

Veith, Eduard
Die Gänsemagd
Los 6215

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Die Gänsemagd.
Öl auf Holz. 25 x 41,5 cm. Unten links signiert "E Veith.".



Provenienz: Sammlung Prof. Ernst Fuchs, Wien.

Veith, Eduard
Bildnis eines Mädchens mit gelber Haarschleife vor grünem Grund
Los 6216

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Bildnis eines Mädchens mit gelber Haarschleife vor grünem Grund.
Öl auf Karton. 35,5 x 31 cm. Unten rechts mit mehrfacher Stempelsignatur "E. Veith Wien", diese zweimal verwischt.



Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (verso mit dessen Nachlassstempel).
Sammlung Prof. Ernst Fuchs, Wien.

Reich, Josef
Blick auf den Stephansdom von Westen gesehen, mit belebter Straßenszene
Los 6217

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Blick auf den Stephansdom von Westen gesehen, mit belebter Straßenszene.
Öl mit Mischtechnik auf Holz. 39,7 x 34 cm. Unten rechts signiert und datiert "Josef Reich 1906".


Rothaug, Alexander
Stillleben mit Fuchspelz, Samthut und blauem Brokatrock
Los 6218

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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oder Leopold Rothaug (1868-1959, Wien). Stillleben mit Fuchspelz, Samthut und blauem Brokatrock.
Öl auf Leinwand. 31 x 51,5 cm. Unten rechts signiert und datiert (in die nasse Farbe geritzt) "Rothaug 28/9".



Provenienz: Sammlung Prof. Ernst Fuchs, Wien.

Rothaug, Alexander
Mädchen im weißen Kleid mit Ball auf einer Wiese
Los 6219

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

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Mädchen im weißen Kleid mit Ball auf einer Wiese.
Öl auf Leinwand, auf eine weitere Leinwand kaschiert. 17,5 x 28 cm. Oben rechts signiert (in die nasse Farbe geritzt) "Rothaug A".



Provenienz: Privatsammlung Wien.

Friedrich, Otto
Dame in Schwarz
Los 6220

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Dame in Schwarz.
Öl auf Leinwand. 100,5 x 70,5 cm. Unten links monogrammiert "OF", verso auf dem Keilrahmen Stempel mit der Künstleradresse im IX. Bezirk, Servitengasse 5, Wien. Um 1911.

Friedrich absolvierte seine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei August Eisenmenger und Leopold Carl Müller. Nach einem Aufenthalt in Paris und Studienreisen durch die Bretagne, Spanien und Nordafrika in den Jahren von 1891-1894, siedelte er 1896 nach Wien über und wurde dort Mitgegründer der Secession. Er widmete sich hauptsächlich lockeren Studien, Genreszenen und Portraits. Die Dame in Schwarz dürfte dort entstanden sein.

Provenienz: Privatsammlung, Wien.

Ausstellung: München 1911/1912, Winter-Ausstellung der Münchner Secession.

Literatur: Ausst. Kat.: Wiener Secession und Gedächtnis-Ausstellung Hubert von Heyden, Winter-Ausstellung, 15. Dezember 1911 - 4. Februar 1912, Königliches Kunstausstellungsgebäude am Königsplatz, Münchner Seccession, Nr. 30.

Diefenbach, Karl Wilhelm - zugeschrieben
Die reuige Maria Magdalena in einer Felsgrotte
Los 6221

Schätzung
15.000€ (US$ 17,241)

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zugeschrieben. Die reuige Maria Magdalena in einer Felsgrotte.
Öl auf Leinwand. 213 x 122 cm. Um 1890-1910.

Die Figur der Maria Magdalena ist eine jener ambivalenten Heiligengestalten, die in der europäischen Kunstgeschichte zwischen Sinnlichkeit, Reue, Askese und mystischer Versenkung immer wieder neu interpretiert wurde. Die vorliegende, Karl Wilhelm Diefenbach zugeschriebene Darstellung zeigt dabei eine eigentümliche Verbindung aus symbolistischer Innerlichkeit und visionärer Figurenauffassung.
Die schlanke, aus der Dunkelheit hervortretende Gestalt der Magdalena wird zum eigentlichen Zentrum der Komposition. Ihr Gesicht und der Oberkörper scheinen sich nur allmählich aus dem tiefen, nahezu schwarzen Grund der angedeuteten Felsgrotte herauszulösen. Besonders bemerkenswert ist dabei die außerordentlich zarte Modellierung der Figur, bei der der Maler weitgehend auf harte Konturen verzichtet und Licht und Schatten in feinsten Übergängen ineinanderfließen läßt. Dieses nuancierte Sfumato verleiht dem Antlitz Magdalenas eine eigentümliche Entrücktheit. Die Grenzen zwischen Inkarnat, dem roten Haar und dem dunklem Hintergrund lösen sich stellenweise auf; die Figur erscheint dadurch weniger als körperlich greifbares Gegenüber denn als eine aus dem Dunkel auftauchende Vision.
Das Gemälde ist auch im Kontext von Diefenbachs lebenslangem Interesse an spirituellen und symbolistischen Bildvorstellungen von besonderem Interesse. Der Künstler entwickelte eine eigenständige Bildsprache, in der Natur, Mythos, Religion und die Suche nach einer geistigen Erneuerung ineinandergreifen. Die reuige Magdalena fügt sich in diese Vorstellung von Kunst ein, die nicht allein abbilden, sondern einen Zustand innerer Erfahrung sichtbar machen will.

Ausstellung: Forli, Musei San Domenico, 27. März - 10. Juli 2022.

Literatur: Cristina Acidini, Gianfranco Brunelli, Fernando Mazzocca, Paola Refice (Hrsg.): Maddalena. Il mistero e l'immagine, Ausst.Kat. Forli, Musei San Domenico, Mailand 2022, S. 391, Nr. 10.3 (als Karl Wilhelm Diefenbach zugeschrieben) mit ganzseitiger Abb. S. 390.

Roeder, Max
Herbstliche Parklandschaft mit Wasserspiegel
Los 6222

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Herbstlicher Park mit Wasserspiegel.
Öl auf Leinwand. 101 x 154,5 cm. Unten rechts signiert und datiert "MAX RODER ROMA [19]03".


Hirémy-Hirschl, Adolf
Die Seelen am Ufer des Acheron
Los 6223

Schätzung
28.000€ (US$ 32,184)

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Die Seelen am Ufer des Acheron.
Öl auf Leinwand, randdoubliert. 46,8 x 80 cm. Um 1898.

Kompositionsstudie zu Hirémy-Hirschls malerischem Hauptwerk Die Seelen am Ufer des Acheron von 1898 in der Österreichischen Galerie Belvedere, Wien (215 x 340 cm. Inv.Nr. 942. Angekauft 1908 im Künstlerhaus, Wien). Die Seelen der Toten haben sich in Menschengestalt am Ufer des Acheron niedergelassen. Begleitet vom Seelengeleiter Hermes Psychopompos warten sie ruhelos auf die Überfahrt in die Unterwelt. Am Fluss nähert sich bereits der Kahn des Fährmanns Charon. Diese Erzählung aus der griechischen Mythologie zeigt Adolf Hirémy-Hirschl mit emotionaler Intensität und einer Vorliebe für die Expressivität von Pose, Geste und Mimik. Sie umfassen ein breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten, das von innerer Ruhe bis panischem Schrecken reicht. Die realistische Darstellung der nackten, blassen, teils verschleierten Körper basiert im vollendeten Gemälde auf fotografischen Vorlagen. Sie fördert - trotz pathetischer Inszenierung - die schauerliche Wirkung des Werks. Dunkelheit, Leid und Tod stehen exemplarisch für den Stil der Schwarzen Romantik, dem sich der Künstler hier verschreibt.
Adolf Hirémy-Hirschls Erfolg beruhte vor allem auf seinen dramatischen Historiengemälden. Zu jedem dieser Werke fertigte er eine Vielzahl von Studien an, welche ihren Entstehungsprozess schrittweise dokumentieren. Um die Anordnung der Figuren im Bildraum sowie die Wirkung des Kolorits zu erproben, schuf der Künstler zunächst Ölskizzen. Unsere Kompositionsstudie enthält dabei bereits alle wesentlichen Elemente der finalen Bildfassung. Sobald er den Aufbau eines Gemäldes festgelegt hatte, wandte er sich dessen einzelnen Elementen zu. Dies bedeutete vor allem das Anfertigen von Zeichnungen nach Modellen und Gewändern, ein äußerst akribisch vollzogener Arbeitsschritt.

Tschirch, Egon
Die Nixe und der Fischer an der Felsenküste
Los 6224

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Die Nixe und der Fischer an der Felsenküste.
Öl auf Leinwand. 45,5 x 40 cm. Unten links signiert und datiert "E Tschirch 1912".

Das Werk stammt aus der Frühzeit des Künstlers, als er von 1911-1912 in der Werkstatt Anton von Werners an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Berlin studierte.

Provenienz: Privatsammlung Potsdam.

Französisch
um 1900. Frau mit rotem Haar, ihr Spiegelbild in einem Brunnen betrachtend
Los 6225

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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um 1900. Frau mit rotem Haar, ihr Spiegelbild in einem Brunnen betrachtend.
Öl auf Leinwand. 46 x 35 cm.


Erler, Fritz
"Aufziehender Sturm"
Los 6226

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

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"Aufziehender Sturm".
Öl auf Leinwand. 110,5 x 141 cm. Unten rechts signiert "Erler", verso betitelt und abermals signiert.

Fritz Erler studierte die schroffen Felswände der bretonischen Küste im Jahr 1893 während seiner Zeit in Paris. Die rauhe, ursprüngliche Landschaft und das Gefühl der Einsamkeit hinterließen einen bleibenden Eindruck auf den Künstler, der zu den Mitbegründern der Künstlergruppe Die Scholle zählte. Die in der Bretagne gefertigten Entwürfe dienten Erler in Paris und noch viele Jahre später zu Hause als Grundlage für großformatige Gemälde (vgl. Christina Schroeter: Fritz Erler. Leben und Werk, Hamburg 1992, S. 22-25).

Provenienz: Vom Künstler erworben, seither in Familienbesitz.

Baierl, Theodor
Pallas Athene auf einem Löwen reitend
Los 6227

Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)

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Pallas Athene auf einem Löwen reitend.
Mischtechnik auf Leinwand, auf Holz kaschiert. 47,3 x 43 cm. Am rechten Rand unterhalb des Löwenkopfes undeutlich signiert "Th Baierl". Um 1910.

Baierl studierte an der Münchner Akademie bei Carl von Marr und Franz von Stuck. Er war Mitglied der Münchner Sezession. Seine Faszination für die Kunst des Spätmittelalters, dem Quattrocento, drückt sich in seiner malerischen Technik wie auch in seiner Bildwahl aus. Durch die Beherrschung der altmeisterlichen Techniken war Baierl lange auch als Freskenmaler äußerst beliebt. Die strenge Profilansicht der Pallas Athene auf einem Löwen reitend könnte als Vorstudie für eine Wandmalerei an einem Profanbau gedient haben, wofür auch der ornamentale Charakter des gewellten Bodens und der Würfelfries an den Bildkanten spräche.

Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.

Lot 6228, Auction  128, Gurschner, Gustav, Vase

Gurschner, Gustav
Vase
Los 6228

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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Vase.
Bronze, patiniert. 14,7 x 6,8 x 12,3 cm. Unten die gestempelte Signatur "Gurschner", auf der Unterseite noch mehrmals mit dem Signaturstempel in unterschiedlichen Größen. Um 1905.

1885 ging Gurschner auf die Bozner Fachschule für Holz- und Steinbearbeitung, 1888 wechselte er an die Kunstgewerbeschule nach Wien. Nach kurzem Aufenthalt in München, wo er sich in der Großplastik fortbilden wollte, reiste ér 1897 nach Paris. Hier entdeckte er seine Begeisterung für den Jugendstil. Maßgeblich inspiriert wurde er von Künstlern des Art Nouveau wie Alexandre Charpentier, der ihn auch zur Gestaltung von Gebrauchsgegenständen und Kleinplastiken animierte. Diese Zeit markiert einen wichtigen Wendepunkt in seinem künstlerischen Werdegang, da er einen eigenen Stil entwickelt und damit internationale Anerkennung erlangt. 1897 heiratet Gustav Gurschner in Wien die Bankierstochter Alice Pollak, was ihm große finanzielle Möglichkeiten eröffnet. Durch großzügige Spenden für den Bau des Secessionsgebäudes wird Gurschner Stiftungsmitglied der Wiener Secession. In den Jahren 1899/1900 nimmt Gurschner erfolgreich an verschiedenen bedeutenden Ausstellungen teil, darunter in Wien und Paris, was ihm diverse Auszeichnungen einbringt. Die Teilnahme an Ausstellungen der Wiener Secession festigen seine Position in der Wiener Kunstszene. Seine Arbeiten werden von Kritikern gelobt und von Kunstsammlern geschätzt, was seine Reputation als führender Bildhauer und Kunsthandwerker konsolidiert. 1938 belegt ihn die Reichskammer der bildenden Künste mit Berufsverbot als Bildhauer, da er mit der Tochter eines jüdischen Bankiers verheiratet ist. Konsequent tritt er aus der Gesellschaft bildender Künstler aus. - Unsere um 1905 entstandene Bronze verzeichnet der Künstler mit seiner eigenen Modellnummer GGA; in den Katalogen der K.K. Kunst-Erzgießerei Wien trägt sie die Modellnummer KKKEA; im chronologischen Archiv Nikolaus Kolhammer ist sie mit "Gustav Gurschner Nr. 0252" nummeriert.

Literatur: Gurschner. Gustav Gurschner Digital Archive, https://gustav-gurschner.art/de/object/mod-nr-a/

Gurschner, Gustav
Schale mit zwei Putti
Los 6229

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Schale mit zwei Putti.
Bronze, patiniert. 9,2 x 21,4 x 7,5 cm. Seitlich mittig im Tuch mit Stempelsignatur "[G]urschner", auf der Unterseite mit der gestempelten Modellnummer "532" und der Signatur "[Gu]rschn[er]".

Die um 1908 entstandene Bronzeschale entwarf Gurschner als dekoratives Gefäß oder Visitenkartenablage. Die Schale zeigt zwei Kinder oder Putti, die ein Tuch an den Enden halten, wodurch ein flaches, schalenförmiges Objekt entsteht. Die Drapierung des Tuchs ist in der Bronze modelliert, so dass die Falten klar erkennbar sind. Die Schale besteht aus zwei identischen, miteinander verbundenen Teilen. - Gustav Gurschners eigene Modellnummer GG131; K.K. Kunst-Erzgießerei Wien Modellnummer: KKKE532; Archiv Nikolaus Kolhammer - Gustav Gurschner Nr. 0415.

Literatur: Gurschner. Gustav Gurschner Digital Archive, https://gustav-gurschner.art/de/object/schale-mit-zwei-putti/

Wrba, Georg
Diana auf der Hirschkuh
Los 6230

Schätzung
6.000€ (US$ 6,897)

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Diana auf der Hirschkuh.
Bronze, dunkelbraun patiniert. Höhe 75 cm (mit Sockel). Auf der Plinthe signiert "Wrba" und mit dem Gießerstempel "Guss C. Leyrer München". (Entwurf 1899).



Literatur: Günther Kloss: Georg Wrba 1872-1939: Ein Bildhauer zwischen Historismus und Moderne, Petersberg 1998, WVZ 12.1.

Steppes, Edmund
"Löwenzahn" - Frühlingslandschaft im Jura
Los 6231

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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"Löwenzahn" - Frühlingslandschaft im Jura.
Tempera auf Leinwand, vom Künstler auf Spanplatte aufgezogen. 37,8 x 60,3 cm. Unten rechts signiert und datiert "E Steppes / 1928", verso grün grundiert und in rotbrauner Farbe eigenhändig bezeichnet sowie malerisch verziert "Löwenzahn/ 1928 / Edmund Steppes / München / Franz-Josefstr. 27", sowie mit Bleistiftannotationen.



Provenienz: Privatsammlung Süddeutschland.

Volkmann, Artur
Jüngling hinter Pferd stehend neben einer Reitergruppe
Los 6232

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Jüngling hinter Pferd stehend neben einer Reitergruppe.
Öl und Tempera auf Holz. 89 x 113 cm. Unten links monogrammiert, verso zwei Fragmente von Ausstellungsetiketten.


Kronberg, Julius
Studie eines lächelnden Bacchanten mit Thyrsos und Kylix
Los 6233

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Studie eines lächelnden Bacchanten mit Thyrsos und Kylix.
Öl auf Malkarton. 41,6 x 53,2 cm. Verso unleserlich bezeichnet.

Julius Kronberg wird bereits als Vierzehnjähriger in die Kunstakademie Stockholm aufgenommen. Ein Reisestipendium führt ihn über Kopenhagen, Düsseldorf und Paris durch Europa. Längere Zeit verbringt er in München. 1877 schließlich lässt er sich in Rom nieder. Kronberg lernte in München und Rom mehrere nordische Künstler und Schriftsteller kennen, unter anderen Henrik Ibsen, von dem er auch ein bekanntes Porträt fertigt. Von 1895 bis 1898 wird er als Professor an die Kunstakademie Stockholm gerufen. In seiner spektakulären Salonmalerei finden sich häufig Motive aus der antiken Mythologie.

Maennchen, Albert
Weibliche Allegorie, auf Wolken thronend
Los 6234

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Weibliche Allegorie, auf Wolken thronend.
Öl auf Leinwand. 82,5 x 63 cm. Unten links signiert und datiert "Albert Maennchen 1916", verso auf der Leinwand signiert "Albert Maennchen", sowie handschriftl. bez. "Albert Maennchen / Berlin Steglitz / Plantagenstr. 23 Mädchen in Wolken No 3".

Studie zu einer der weiblichen Figuren für das großformatige Deckenbild Maennchens im Plenarsaal des Berliner Kammergerichts, das von 1909-13 auf dem Gelände des früheren Botanischen Gartens errichtet wurde und in der Folge u.a. mit Wand- und Deckengemälden Maennchens ausgestattet wurde.

Pottner, Emil
Blumenstillleben mit blauer und gelber Iris
Los 6235

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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Blumenstillleben mit blauer und gelber Iris.
Öl auf Leinwand. 66 x 52 cm. Unten rechts signiert "E. Pottner", verso (eigenhändig?) bezeichnet "E. Pottner / Iris" und mit einem Nummernetikett "740".

Emil Pottner wurde als Kind einer jüdischen Schauspielerfamilie in Salzburg geboren und studierte ab 1891 an der Münchner Akademie, schloss sein Studium aber an der Akademie in Berlin ab. Ab 1904 war er Mitglied der Berliner Secession und zählte bald zum engeren Kreis um Max Liebermann. Innerhalb der Secession galt er neben Struck, Spiro u. a. als eigentlicher Vertreter impressionistischer Prinzipien. Pottner war vor allem als Maler, Graphiker und Keramiker aktiv und pendelte zwischen seinem Keramik-Atelier in Berlin-Charlottenburg und seinem Landhaus in Petzow an der Havel bei Potsdam. Nachdem ihm schon 1933 von den Nationalsozialisten ein Arbeitsverbot auferlegt wurde, wurde er 1942 nach Theresienstadt deportiert und vermutlich anschließend im Vernichtungslager Maly Trostinez bei Minsk ermordet. Seine Biographie und sein Werk gerieten dadurch über Jahrzehnte in Vergessenheit.

Nissl, Rudolf
Odaliske
Los 6236

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Odaliske.
Öl auf Leinwand. 50,4 x 66 cm. Unten links signiert "R. NISSL", verso mit altem Etikett auf der Leinwand, bezeichnet und betitelt "Professor Rudolf Nissl / München / 'Odaliske'", auf dem Keilrahmen handschriftlich in Blau bezeichnet "#4264".

Rudolf Nissl, Sohn eines Gastwirts aus dem Zillertal, studierte von 1887 bis 1889 in der Malklasse von Ludwig Schmid-Reutte und seit 1888 als immatrikulierter Student an der Münchner Akademie. Ab 1895 war er Mitglied der Münchner und Wiener Secession, später auch Mitglied des Deutschen Künstlerbundes. 1911 wurde ihm der Professorentitel verliehen. Beigegeben:

Ausstellung: Ständige Kunst-Ausstellung der Münchener Künstler-Genossenschaft im Gebäude des alten Nationalmuseums, Maximilianstraße (ohne Jahr, verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).

Delpech, Hermann
"Après-midi": Liegender weiblicher Akt
Los 6237

Schätzung
2.800€ (US$ 3,218)

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"Après-midi": Liegender weiblicher Akt.
Öl auf Leinwand. 54 x 75 cm. Unten links signiert und datiert "Hermann Delpech 1911".



Provenienz: Privatsammlung Paris.

Waagner, Alfred
Stillleben mit japanischen Puppen, Buddha und exotischen Stoffen
Los 6238

Schätzung
2.800€ (US$ 3,218)

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Stillleben mit japanischen Puppen, Buddha und exotischen Stoffen.
Öl auf Leinwand. 61 x 76 cm. Unten links signiert "A. Waagner". Um 1928.

Alfred Waagner studierte zunächst Chemie und Ingenieurwissenschaften an der Technischen Hochschule in Wien, bevor er 1907 an die Wiener Kunstgewerbeschule wechselte. Zwischen 1909 und 1912 besuchte er die Klasse von Berthold Löffler, einem der Mitbegründer der Werkstätte „Wiener Keramik“. 1913 stellte Waagner erstmals in der Wiener Secession aus. Weitere Ausstellungen im In- und Ausland folgten sowie seine erste Einzelausstellung 1924 in Wien.

Provenienz: Sammlung Prof. Jürgen Schmidt, Wien.

Ausstellung: Herbst-Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler "Kunstgemeinschaft" im Wiener Glaspalast, November 1928 (Klebeetikett verso).

Französisch
2. Hälfte 20. Jh. Liegender weiblicher Akt auf einem Diwan
Los 6239

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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2. Hälfte 20. Jh. Liegender weiblicher Akt auf einem Diwan.
Öl auf Leinwand, teils mit Resten von Karton verso. 74 x 96 cm. Unten rechts bez. "J. Majorelle / Maraskech".


[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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