Los 6228
Gurschner, Gustav
(1873 Mühldorf am Inn - 1970 Wien )Vase
Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister mit Portraitminiaturen
Auktionsdatum 26.11.2026


Vase.
Bronze, patiniert. 14,7 x 6,8 x 12,3 cm. Unten die gestempelte Signatur "Gurschner", auf der Unterseite noch mehrmals mit dem Signaturstempel in unterschiedlichen Größen. Um 1905.
1885 ging Gurschner auf die Bozner Fachschule für Holz- und Steinbearbeitung, 1888 wechselte er an die Kunstgewerbeschule nach Wien. Nach kurzem Aufenthalt in München, wo er sich in der Großplastik fortbilden wollte, reiste ér 1897 nach Paris. Hier entdeckte er seine Begeisterung für den Jugendstil. Maßgeblich inspiriert wurde er von Künstlern des Art Nouveau wie Alexandre Charpentier, der ihn auch zur Gestaltung von Gebrauchsgegenständen und Kleinplastiken animierte. Diese Zeit markiert einen wichtigen Wendepunkt in seinem künstlerischen Werdegang, da er einen eigenen Stil entwickelt und damit internationale Anerkennung erlangt. 1897 heiratet Gustav Gurschner in Wien die Bankierstochter Alice Pollak, was ihm große finanzielle Möglichkeiten eröffnet. Durch großzügige Spenden für den Bau des Secessionsgebäudes wird Gurschner Stiftungsmitglied der Wiener Secession. In den Jahren 1899/1900 nimmt Gurschner erfolgreich an verschiedenen bedeutenden Ausstellungen teil, darunter in Wien und Paris, was ihm diverse Auszeichnungen einbringt. Die Teilnahme an Ausstellungen der Wiener Secession festigen seine Position in der Wiener Kunstszene. Seine Arbeiten werden von Kritikern gelobt und von Kunstsammlern geschätzt, was seine Reputation als führender Bildhauer und Kunsthandwerker konsolidiert. 1938 belegt ihn die Reichskammer der bildenden Künste mit Berufsverbot als Bildhauer, da er mit der Tochter eines jüdischen Bankiers verheiratet ist. Konsequent tritt er aus der Gesellschaft bildender Künstler aus. - Unsere um 1905 entstandene Bronze verzeichnet der Künstler mit seiner eigenen Modellnummer GGA; in den Katalogen der K.K. Kunst-Erzgießerei Wien trägt sie die Modellnummer KKKEA; im chronologischen Archiv Nikolaus Kolhammer ist sie mit "Gustav Gurschner Nr. 0252" nummeriert.
Literatur: Gurschner. Gustav Gurschner Digital Archive, https://gustav-gurschner.art/de/object/mod-nr-a/
Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.
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