Déstouches, André Cardinal. Omphale Tragédie. 3 Bl., V, 1 Bl., 51 S. Mit Holzschnitt-Vignette auf den Titel und 7 Holzschnitt-Kopfvignetten. 24 x 18 cm. Broschur d. Z. (stärker lädiert, berieben, knickspurig, mit kleinen Fehlstellen und lichtrandig) in einfacher Fadenheftung. Paris, Christoper Ballard, 1701.
Die französische Barockoper von André Cardinal Déstouches (1672-1749) behandelt die griechische Sage von Herakles, der der Königin Omphale verfällt und ihr als Sklave dient. – Stärker knickspurig, etwas braun- und fingerfleckig sowie vereinzelt mit Wurmgängen sonst wohlerhalten. Selten im Handel.
Fernbach, Ludwig. Der wohl unterrichtete Theaterfreund. Ein unentbehrliches Handbuch für Buchhändler, Leihbibliothekare, Theaterdirektoren, Schauspieler und Theaterfreunde. VI, 366 S., 2 Bl. 21,5 x 13 cm. Neuere Broschur. Berlin, Cosmar und Krause, 1830.
Die seltene erste Ausgabe des grundlegenden, später durch zwei Nachträge erweiterten Werks; bis heute nicht ersetzt. Alphabetisch nach Titeln der Stücke und Stücksammlungen geordnetes, außerordentlich reichhaltiges Verzeichnis deutschsprachiger dramatischer Werke, welche seit dem Jahre 1740 bis zum Jahre 1830 in Deutschland erschienen sind. Unentbehrlich für die Ermittlung eines Verfassers, wenn - wie es häufig vorkommt - in der Literatur nur der Stücktitel genannt ist. – Unbeschnittenes und daher breitrandiges, wenn auch stellenweise etwas braunfleckiges Exemplar.
Fiebig, Ferdinand. The Triumph of Thermopylae. Musical Sketch for The Piano Forte. Humbly Dedicates by Permission To His most Gracious Majesty George IV. 17 gestoch. Bl. Musiknoten. Mit großer gestoch. Titelvignette. 36,5 x 26,5 cm. Roter flexibler Chagrinlederband (berieben; Rücken brüchig und teils eingerissen) mit KGoldschnitt und großem Wappensupralibros und goldgeorägter Bordüre. London, J. Power, (um 1820).
Der Einband mit dem "Coat of arms of the United Kingdom". Titel mit Widmung des "Autors" durch das Kürzel "P.S." dem Komponisten Fiebig nicht zuzuweisen. – Braunfleckig. - Sehr selten.
Widmungsexemplar des venezulanischen Komponisten
Hahn, Reynaldo. Pour bercer un convalescent. Trois pièces pour deux pianos, quatre mains. 11 S. 32,5 x 25 cm. Blauer Karton mit Leinenstreifen und montiertem hs. TSchild. Paris, Ménestrel, o. J. (1933).
Erste Ausgabe der Partitur des Stücks "Zum Beruhigen [wörtlich: Einwiegen, Einlullen] eines Genesenden" mit der Doppelstimme zweier Klaviere. Der Komponist Reynaldo Hahn (1874-1947) wurde in Caracas in Venezuela geboren, lernte in Paris bei Lavignac und Massenet, zusammen mit Maurice Ravel und anderen. – Gering stockfleckig, mit alten Stempeln und eigenhändigem Besitzvermerk des Komponisten auf dem Titel: "à Monsieur Ludwig Bisschopink Hommage cordial Raynaldo Hahn 1933".
Held, Louis. Franz Liszt im Alter von 69 Jahren. Vintage-Silbergelatineabzug. 15,5 x 19,5 cm im Oval. Montiert auf Originalkarton mit blindgepr. Fotografenstempel ("Louis Held Hofphotograph Weimar"). Unter Glas in (späterer) dunkler Holzleiste (32 x 21,5 cm). 1880.
Eines der bekannten Starporträts für Fans (avant la lettre) des allseits verehrten Musiktitanen. Auf dem Karton die eigenhändigen Worte seiner Zofe: "Franz Liszt in Weimar 69 Jahr. Pauline Apel 30jährige Dienerin von Liszt". Den Dienenden flicht man keine Kränze. Immerhin offenbart eine Onlinerecherche das Sterbejahr der Frau: 1926. Die Klassik Stiftung Weimar besitzt ein Foto von ihr, das ebenfalls im Atelier von Louis Held entstanden ist. Darauf sieht man die stattliche Frau mit streng nach hinten gekämmtem Haar, in der linken Hand hält sie einen Schlüsselbund (https://www.klassik-stiftung.de/digital/fotothek/digitalisat/50-2013-0271-1/). Seit ihrem 18. Lebensjahr diente Pauline Apel dem Komponistenvirtuosen. Vom Mai 1887 bis zu ihrem Tod leitete sie das Weimarer Liszt-Museum im Hofgärtnerhaus, dem früheren Wohnhaus des Komponisten. – Wohlerhalten. – Dabei: Louis Held. Franz Liszt in Paris (nach einer Zeichnung von Ary Scheffer). Vintage-Silbergelatineabzug mit blindgepr. Fotografenstempel ("Louis Held Hofphotograph Weimar"). 20,5 x 13,5 cm. Montiert auf Originalkarton. Unter Glas in (späterer) dunkler Holzleiste (32 x 21,5 cm). Um 1920. - Der Untersatzkarton mit der eigenhändigen Expertise von Pauline Apel: "Fr. Liszt in Paris 27 Jahr. Pauline Apel 30jährige Diener [sic] von Liszt". - Der Karton etwas gebräunt, ansonsten tadellos.
Hensel, Fanny
4 Notenbände aus dem Besitz seiner Familie. Ca 1840-1870
Los 454
Zuschlag
280€ (US$ 322)
Hensel, Fanny. 4 Notenbände aus dem Besitz der Familie Mendelssohn Bartholdy. Verschiedene Formate. 19 x 10 cm - 32 x 24,5 cm. Leinen d. Z. mit goldgeprägten Titeln. Im moderner Leinenkassette. Ca 1840-1870.
Vorhanden: G. F. Händel. Das Alexanderfest. Oratorium. HLwd d. Z. Braunschweig, Litolff, o. J. - Vorsatz mit handschriftlichem Besitzvermerk "Fanny Hensel". - W. A. Mozart. Lieder für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung. HLwd d. Z. Leipzig, Peters, o. J. - Vorsatz mit handschriftl. Besitzvermerk "Fanny Hensel". - J. J. Ph. Spitta. Psalter und Harfe. Erste Sammlung christlicher Lieder. 27. Aufl. Lwd d. Z. mit Goldprägung und Goldschnitt. Leipzig 1864. - Vorsatz mit eigh. Widmung von Minna Hensel (5.IV.1865). - Sammelband mit 10 Kompositionen, darunter 2 von Fanny Hensel: 6 Lieder für eine Stimme mit Begleitung des Pianoforte. 1. Heft, op.1. Berlin und Breslau, Bote & Bock, o. J. - Vier Lieder für das Pianoforte. 2. Heft, op. 6. Berlin und Breslau, Bote & Bock, o. J. - Mit hübsch gestochenem Titel. - Ferner ist enthalten: Felix Mendelssohn Bartholdy. Sechs Kinderstücke für das Pianoforte. Op. 72. Leipzig, Breitkopf & Härtel, o. J. - Vorgeheftet eine handschriftliche Widmung: "Dem Fräulein Julie Adelson zur Erinnerung gereicht am neun und zwanzigsten Februar 1848. F. T. L."
Klavierauszüge
Konvolut von vier Klavierauszügen zu Opern von Mozart, Gluck, v. Weber und Spontini
Los 457
Zuschlag
200€ (US$ 230)
Klavierauszüge. Konvolut von vier Opern-Klavierauszügen. Einbände d. Z. Versch. Verlage ca. 1820-1840.
Enthält: I. W. A. Mozart. Don Juan. Oper in Zwey Aufzügen. Nebst einem Anhang von später eingelegten Stücken. Klavierauszug von A. E. Müller. 184 S. Mit gestoch. Titel und TVignette. 24,5 x 34 cm. Halbleder d. Z. (berieben und etwas bestoßen) mit handschr. Titelschild. Leipzig, Breitkopf & Härtel, (um 1820). - Platten-Nr. 2677. - Leicht gebräunt. - II. J. C. von Gluck. Alceste. Oper in drei Akten. Vollständiger Clavierauszug zu zwei Händen ohne Worte. 79 S. 33 x 26,5 cm. Pappband d. Z. (berieben, bestoßen) mit mont. Orig.-Titelschild. Leipzig, Breitkopf & Härtel, o. J. - Platten-Nr. 8248. - III. Carl Maria von Weber. Oberon. Romantische Oper in 3 Acten, eingerichtet für das Pianoforte allein mit Hinweglassung der Worte von Wustrow. 90 S. 25 x 32 cm. OKart. Berlin, Schlesinger, (um 1830). - Platten-Nr. 1392. - IV. Gaspare Spontini. Ouverture zu der großen Oper Olimpia. Für das Piano Forte zu 4 Händen bearbeitet von Carl Klage. Titel, 21 S. 24,5 x 32 cm. Pappband d. Z. mit mont. handschr. Titelschild. Berlin, Schlesinger, (1823). - Platten-Nr. 1157. - Stockfleckig.
Kotzebue, August von. Meine Flucht nach Paris im Winter 1790. Für bekannte und unbekannte Freunde geschrieben. 1 Bl., VIII, 310 S. Mit Titel- und Schlussvignette. 15,5 x 8,5 cm. Moderner Pappband. Leipzig, Paul G. Kummer, 1791.
Goedeke V, 277, 24. Rümann 553. – Erste Ausgabe. Das Werk gilt als die erste umfangreiche autobiografische Schrift von August von Kotzebue (1761-1819). Seite 72 erwähnt Tabak und Spirituosen. – Minimal braunfleckig, sonst gutes Exemplar. Titel mit Katalog Nummer "Ka. 32". Letztes weißes Blatt und Nachsatz mit Bleistiftkritzeleien.
Mozart, Wolfgang Amadeus und Zulehner, Carl
Die Zauberflöte. Clavier-auszug von Carl Zulehner
Los 459
Zuschlag
170€ (US$ 195)
Mozart, Wolfgang Amadeus. Die Zauberflöte. Clavier-Auszug von Carl Zulehner. Nr. 178. Mit Kupfertitel, 135 gestochenen Notenseiten und gestoch. Personenverzeichnis. 23 x 30 cm. Halbpergament d. Z. mit zeitg. VDeckelschild (Ecken bestoßen, etwas berieben). Mainz, B. Schott, (1795).
Köchelverzeichnis 620. – Früher Klavierauszug der Zauberflöte, angefertigt von Carl Zulehner (1770-1841), erschienen bereits kurz nach der Uraufführung. Enthält die wichtigsten Gesangspartien, die Ouvertüre sowie das Finale. – Vereinzelt geringfügig stockfleckig. Schönes Exemplar.
Oginski, Michal Kleofas. Douze Polonaises favorites pour le piano-forte. 27 gestoch. S. Musiknoten. Mit gestoch. TVignette. 25,5 x 32,5 cm. Illustr. (wiederh. gest. Titel) OBroschur (fleckig; stärkere Alters- und Gebrauchsspuren). Wien, Haslinger, (um 1828).
Der polnsich-litauische Fürst Michał Kleofas Oginski (geb. 1765 in Guzow, gest. 15. Oktober 1833 in Florenz) war Politiker und Diplomat und erlangte als Komponist besonders mit seinen Polonaisen große Bekanntheit. Die Illustration zeigt sein Porträt. Polonaise Nr. 11 für 3 Hände, Nr. 12 für 4 Hände. Plattennummern: T.H. 5180-5192. – Braunfleckig.
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