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Lot 2181, Auction  127, Kant, Immanuel, Zum ewigen Frieden

Kant, Immanuel
Zum ewigen Frieden
Los 2181

Zuschlag
800€ (US$ 920)

Details

Kant, Immanuel. Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf. 104 S. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (stärker berieben und bestoßen, Rücken mit schwachen Schabspuren). Königsberg, Friedrich Nicolovius, 1795.
Warda 155. Carter-Muir 226. Vgl. Goedeke V, 3, 18. – Zweiter Druck der ersten Ausgabe, mit dem bei Warda genannten Kennzeichen (Kustode "welt" auf Seite 3). "In der politischen Schrift 'Zum ewigen Frieden', die bei ihrem Erscheinen starke Beachtung fand, stellte Kant sechs Präliminarartikel und drei Definitivartikel zum ewigen Frieden der Staaten auf ... Der ewige Friede ist nicht ein utopisches Ideal, sondern die Idee einer moralisch-praktischen Aufgabe für die Politik, die innere und äußere" (Ziegenfuß). – Etwas stockfleckig. Es fehlt das Erratablatt am Schluss, das nicht allen Exemplaren beigebunden wurde.

Lot 2183, Auction  127, Lipsius, Justus, Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres

Lipsius, Justus
Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres
Los 2183

Zuschlag
100€ (US$ 115)

Details

Lipsius, Justus. Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres: L. Annaeo Senecae, aliisque scriptoribus illustrandis. Editio secunda, atque ab ultima auctoris manu. 6 Bl., 212 S., 2 Bl. Mit gestochener Druckermarke. 27 x 17,5 cm. Moderner Pergamentband. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1610.
Ziegenfuß II, 64. – Zweite Ausgabe der zuerst ebenda 1604 erschienenen philosophischen Schrift über den Stoizismus. Justus Lipsius (1547-1616) wirkte als Professor in Löwen. – Gleichmäßig etwas gebräunt, erstes Blatt der Widmung mit unbedeutender kleiner Fehlstelle im oberen Rand.

Lot 2186, Auction  127, Meiners, Christoph, Vermischte philosophische Schriften

Meiners, Christoph
Vermischte philosophische Schriften
Los 2186

Zuschlag
360€ (US$ 414)

Details

Meiners, Christoph. Vermischte philosophische Schriften. 3 Bände. Mit 3 gestochenen Titelvignetten. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (Ecken minimal bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Weygand, 1775-1776
Vgl. Ziegenfuß II, 143. – Erste Ausgabe der Schriftenauswahl des umstrittenen Göttinger Schriftstellers und Kantgegners Christoph Meiners (1747-1810), der eine Reihe popularphilosophischer Arbeiten verfasste und bei seinen akademischen Kollegen Georg Forster und Georg Christoph Lichtenberg kein hohes Ansehen genoss, wie auch die ADB kritisch bemerkt: "Es trieb ihn eine Monomanie, die Mitwelt über alles Mögliche geschichtlich aufzuklären und so gelangte er zu einer hastigen Vielschreiberei, bei welcher neben manchem Richtigen durch flüchtige Benutzung des zerstreuten Materials sich mehrfach voreilige Annahmen ergaben, an welchen er aber eigensinnigst in öfteren Wiederholungen festhielt". Trotzallem wurde er 1775 zum ordentlichen Professor der Philosophie ernannt. – Sehr schönes Exemplar im dekorativen Einband einer zeitgenössischen Adelsbibliothek, mit entsprechendem montierten Wappenexlibris.

Nietzsche, Friedrich
Die Geburt der Tragödie
Los 2187

Zuschlag
260€ (US$ 299)

Details

Nietzsche, Friedrich. Die Geburt der Tragödie. Oder: Griechenthum und Pessimismus. Neue Ausgabe mit dem Versuch einer Selbstkritik. XVIII, IV, 144 S. 22 x 14,5 cm. Moderner Halblederband (illustrierter beschnittener OVorderumschlag eingebunden) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig, E. W. Friztsch, (1886).
WNB 25. – Erster Druck der erweiterten Fassung. Die ersten 18 Seiten und der Zwischentitel auf leicht abweichendem Papier, bei den Seiten III/IV (Vorwort an Richard Wagner) und den Seiten 1-144 handelt es sich um die Druckbogen der zweiten Auflage von 1874. Nach Abschluss des Zarathustra konnte sich Nietzsche der Neuausgabe und Überarbeitung bereits erschienener Werke widmen. So veranstaltete er mit seinem wiedergewonnenen Verleger Fritzsch unter Verwendung noch vorhandener Restbogen sogenannte Titelauflagen. Bei Die fröhliche Wissenschaft und Die Geburt der Tragödie wurden jedoch nicht nur die Titelblätter erneuert, Nietzsche verfasste zudem bedeutende Vorreden, die hier erstmals im Druck erschienen. Seine wirkungsmächtige Basler Frühschrift über das Dionysische und das Apollinische erschien zuerst im Mai 1872. "Unter dem Zauber des Dionysischen schließt sich nicht nur der Bund zwischen Mensch und Mensch wieder zusammen: auch die entfremdete, feindliche oder unterjochte Natur feiert wieder ihr Versöhnungsfest mit ihrem verlorenen Sohne, dem Menschen." Nietzsches Schrift über Entstehung und Niedergang der griechischen Tragödie wurde von der etablierten Philologie aufgrund seiner intuitiven und irrationalen Schlüsse nicht ernst genommen und weitgehend ignoriert. Lediglich der junge Wilamowitz-Möllendorff, mit dem Nietzsche gemeinsam in Schulpforta die Schulbank drückte, wagte einen öffentlichen Tadel: "herr Nietzsche tritt ja nicht als wissenschaftlicher forscher auf: auf dem wege der intuition erlangte weisheit wird teils im kanzelstil, teils in einem raisonnement dargeboten, welches dem journalisten nur zu verwandt ist." Erwin Rohde sprang seinem Freund Nietzsche zur Seite und veröffentlichte seine Erwiderungsschrift Afterphilologie, in der er Nietzsches Thesen verteidigt und gegen Wilamowitz polemisiert. – Durchgehend mit Unter- und Anstreichungen in Bleistift.

Lot 2188, Auction  127, Sanchez de Liçaraço, Pedro Gerónimo, Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius

Sanchez de Liçaraço, Pedro Gerónimo
Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius
Los 2188

Zuschlag
180€ (US$ 207)

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Raimundus Lullus. - Sanchez de Liçaraço, P. G. Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius, et scitius addiscendas: in qua eximij & piissimi Doctoris Raimundi Lullji ars brevis, explicatur: & multis exemplis, variisque quæstionibus, circa facultates, quæ in scholis docentur. 24 Bl., 426 S., 1 Bl. (Errata). Mit Holzschnitt-Druckermarke und 1 (statt 2) Volvellen. 19,5 x 14,5 cm. Halbpergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, Innenspiegel modern erneuert). Tarazona, Carlos de Labáyen für Juan de Bonilla, 1619.
Brüning, Bibliographie der alchemistischen Literatur 1296. – Zweite Auflage des zuerst 1613 ebenda erschienenen umfangreichen methodischen Traktas zum Erlernen aller Wissenschaften, verfasst von dem aus dem spanischen Aragonien stammenden Theologen Pedro Gerónimo Sanchez de Liçaraço (gest. 1614), der an der Kathedrale von Tarazona als Dekan wirkte. Auf Grundlage der Lehren des mallorquinischen Philosophen und Mystikers Raimundus Lullus (1232-1315), die hier auch erläutert werden. Die eine der beiden vorhandenen Volvellen illustriert eine Art "Begriffskombinations-Maschine". – Es fehlt eine der beiden Volvellen (auf Seite 65). Blatt D2 mit Eckabschnitt (ohne Textverlust), Titel zur Hälfte gelöst, vorderes Innengelenk geplatzt. Insgesamt etwas gebräunt und braunfleckig. Zweispaltiger Druck.

Lot 2190, Auction  127, Volney, Constantine-Francois de Chasseboef Comte de, Die Ruinen

Volney, Constantine-Francois de Chasseboef Comte de
Die Ruinen
Los 2190

Zuschlag
180€ (US$ 207)

Details

Volney, C.-F. de Chasseboef Comte de. Die Ruinen. Aus dem Französischen (von M. S. Forkel. Mit einer Vorrede von Georg Forster). 1 Bl., XVI, 272, 78 S. Mit gestochenem Frontispiz und 2 gefalteten Kupfertafeln. 18,5 x 11 cm. Marmorierter neuerer Halblederband mit goldgeprägtem RTitel und ornamentaler RVergoldung. Berlin, Friedrich Vieweg d. Ä., 1792.
Goedeke VI, 249, 55. Ziegenfuß II, 806. – Erste deutsche Ausgabe des zuerst 1791 in Genf erschienenen Hauptwerks des französischen Aufklärungsphilosophen und Orientreisenden Volney (1757-1820). – Durchgehend etwas stärker stockfleckig, Titel mit montiertem Monogrammschildchen.

Lot 2192, Auction  127, Wieland, Ernst Carl, Versuch über die natürliche Gleichheit der Menschen

Wieland, Ernst Carl
Versuch über die natürliche Gleichheit der Menschen
Los 2192

Zuschlag
170€ (US$ 195)

Details

Wieland, Ernst Carl. Versuch über die natürliche Gleichheit der Menschen: Nebst einem Anhange über das Recht der Wiedervergeltung. 4 Bl., 135 S. 20 x 12 cm. Pappband aus dem 19. Jahrhundert (lichtrandig, berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Paul Gotthelf Kummer, 1782.
VD18 11399988. – Der Professor der Philospophie zu Leipzig Ernst Carl Wieland (1755-1828) behandelt in seinem Werk die "natürliche" Gleichheit der Menschen. Diese analysiert er zum Beispiel anhand des Triebes zur Selbsterhaltung, das Begehrungsvermögen, moralische Gesetze, Grenzen der natürlichen Freiheit, Genzen des natürlichen Rechts, Ursprung des Pflichtgefühls etc. – Knickspurig und leicht fleckig sonst gutes Exemplar. Sehr selten im Handel. – Dabei: Ueber die Gefahr, die den Thronen, den Staaten und dem Christenthume den gänzlichen Verfall drohet. Mit Datis und Urkunden belegt aus dem Archiv unsers Jahrhunderts. 1 Bl., 106 S. Mit gestochener Titel-Vignette. 17 x 9,5 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen und leicht geworfen) mit TSchild. O. O. (München), o. Dr., 1791.

Lot 2199, Auction  127, Pestalozzi, Johann Heinrich, Léonard et Gertrude

Pestalozzi, Johann Heinrich
Léonard et Gertrude
Los 2199

Zuschlag
260€ (US$ 299)

Details

(Pestalozzi, Johann Heinrich). Léonard et Gertrude ou les moeurs villageoises, telles qu'on les retrouve à la Ville & à la Cour. Histoire morale. Traduite de l'allemand (par L. E. Pajot de Moncet). XVI S., 6 Bl., 416 S., 1 Bl. Mit 12 Kupfertafeln von Daniel Chodowiecki. 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas stärker berieben) mitgoldgeprägtem RSchild. Berlin, G. J. Decker, 1783.
Engelmann 444ff. Israel I, 7, 2. – Erste französische Ausgabe und erste Ausgabe mit der schönen Kupferstich-Folge von Chodowiecki. "Die 12 von Chodowiecki gezeichneten und gestochenen Bilder sind sehr charakteristisch ... Pestalozzi schrieb am 6. November 1781 über diese Kupfer an Iselin: 'sie sind das Angenehmste, was mir mit diesem Buche hätte widerfahren können'" (Israel). – Stärker gebräunt und braun- bzw. stockfleckig.

Lot 2200, Auction  127, Bürkner, Hugo, Bilder aus dem Familienleben

Bürkner, Hugo
Bilder aus dem Familienleben
Los 2200

Zuschlag
200€ (US$ 230)

Details

KINDER- UND JUGENDBÜCHER
Bürkner, Hugo. Bilder aus dem Familienleben in vierzehn Original-Radirungen. Text von Franz Bonn. 15 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 14 radierten Tafeln. 28 x 36,5 cm. Roter Halbkaliko-Leinenband mit Goldfileten und VDeckeltitel (Bezug leicht fleckig, dieser und Rücken mit wenigen Fehlstellen). Leipzig, Alphons Dürr (1874).
Rümann 161. Thieme-Becker V, 198. Wegehaupt II, 445. Seebaß 298. – Erste Ausgabe. Meisterliche Darstellungen spätbiedermeierlicher Familienidylle und von Kinderszenen. Die Bilder aus dem Familienleben zeigen Motive aus Hugo Bürkners (1818-1897) eigenem Familienkreis. Die reizende Folge zeigt Kinder, im Sujet ähnlich den Darstellungen Ludwig Richters, für den Bürkner auch als Holzschneider tätig war. Bürkners Kinder wirken jedoch bei aller Anmut natürlicher und realistischer. Die Nähe zur Düsseldorfer Schule ist unverkennbar. – Bindung leicht gelockert, minimale Gebrauchsspuren. Kaum fleckiges, sehr schönes Exemplar, die Seidenhemdchen sind vorhanden, die Tafeln bemerkenswert frisch.

Lot 2203, Auction  127, Gerlach's Jugendbücherei, Drei Bände der Reihe

Gerlach's Jugendbücherei
Drei Bände der Reihe
Los 2203

Zuschlag
150€ (US$ 172)

Details

Gerlach's Jugendbücherei. Hrsg. von H. Fraungruber. 3 Bde der Reihe (von 34). Mit zahlr. teils farb. Illustrationen. 15 x 14 cm. OLeinenbände. Wien und Leipzig, Gerlach & Wiedling, (1901-1924).
Vgl. Heller S. 156f. Doderer IV 220. – Vorhanden: Bd 1. Brüder Grimm. Kinder- und Hausmärchen. Mit Bildern von Ign. Taschner. (1901). - Bd. 20. Cl. Brentano. Gockel, Hinkel und Gackeleia. Bilder und Buchschmuck von Fr. Wacik. (1908). - Die Nibelungen dem deutschen Volke wiedererzählt von Franz Keim. Bilder und Ausstattung von C. O. Czeschka. 1924 - Titelauflage der 2. Auflage. – Frische, sehr schöne Exemplare.

Lot 2204, Auction  127, Gleitsmann, Margarete, Familie Klatschmohn (mit 2 Orig.-Entwürfen)

Gleitsmann, Margarete
Familie Klatschmohn (mit 2 Orig.-Entwürfen)
Los 2204

Zuschlag
300€ (US$ 345)

Details

Gleitsmann, Margarete. Familie Klatschmohn. 8 Bl. Mit einigen farbigen Textillustrationen und 2 Orig.-Illustrationsentwürfen. 25,5 x 31 cm. Farbig illustrierte OBroschur (Rücken etwas lädiert, minimale Randknicke). Breslau, Priebatsch, (1911).
Vgl. Schug 497. Nicht bei Klotz. – Einzige Ausgabe der überaus phantasievoll illustrierten "Mohnpuppenkinder" (Nachwort) der biographisch nicht nachweisbaren Illustratorin Margarete Gleitsmann, wohl ihr zweites und letztes Kinderbuch nach den Lustigen Pilzfamilien, die 1909 bei Dietrich in München erschienen (vgl. Schug). Beides herausragende Beispiele der sich allmählich etablierenden naturpoetisch-märchenhaften Bilderbuchproduktion in der Nachfolge Ernst Kreidolfs: "Wenn sie auch künstlerisch hinter Kreidolfs Vorbild zurückbblieb, so liefert sie doch mehr oder minder glückliche Beiträge zu einer Beseelung des Naturreichs. Darin steht sie im Gegensatz zum sachlich-pädagogischen Anliegen der sogenannten Anschauungsbilderbücher, wie sie das 18. und 19. Jahrhundert hervorgebracht hat. Aber wenn auch pädagogisch umstritten, so bedienen sich diese Bücher doch der zutiefst kindlichen Sehweise, die sichtbare Welt mit menschlichen Empfindungen auszukleiden. Tatsächlich führt eine solche Animation zu einer tieferen Einfühlung in die Umwelt, wie sie weder dieser, noch den Kindern zum Scheiden gereicht" (Schug). Die beiden lose beiliegenden, getuschten und für die finale Veröffentlichung nicht realisierten Entwürfe zeigen einen Kaffeeklatsch in illustrer Runde bzw. die Familie Klatschmohn beim Schlafen unter dem Mondhimmel, ein Blatt verso auch mit dem Entwurf zu einer Schlussvignette, jeweils mit dazugehörigen Versen. – Über den KVK nur ein Standortnachweis in der Internationalen Jugendbibliothek München, das Exemplar dort ist mit zehn Blatt kollationiert, wobei der illustrierte Umschlag wohl mitgezählt ist. Das Exemplar der Berliner Stabi gilt als Kriegsverlust. – Dabei: Ein zweites Exemplar, jedoch nur als Fragment (lädierte Einbandbroschur mit jeweils zwei wiederholten Doppelblatt, diese im Seitenrand unbeschnitten).

Grumbach, Karl
Unterhaltungs-Bibliothek für Söhne und Töchter gebildeter Familien
Los 2205

Zuschlag
360€ (US$ 414)

Details

Nicht im KVK
Grumbach, Karl. Unterhaltungs-Bibliothek für Söhne und Töchter gebildeter Familien; ein Beitrag zur Bildung und Veredelung des Geistes und Herzens. 148 S., 4 Bl. 15 x 9,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben, Rücken und Gelenke beschabt). Berlin, E. H. Schröder, (1836).
Klotz II, 2147/18. Kosch VI, 946. – Einzige Ausgabe. Spätwerk des überaus produktiven, aus Merseburg stammenden Privatlehrers und Predigers Karl Heinrich Grumbach (1790-nach 1851), der ab 1811 eine ganze Reihe moralisch-erbaulicher Jugendschriften verfasste (vgl. Klotz und Kosch). Enthält zwölf Erzählungen und Balladen, darunter Titel wie "Die Nachbarskinder", "Rachsucht und Edelmuth", "Mahnung der Muse an gute Jünglinge und Jungfrauen" oder "Stolz und Demuth. Prämienexemplar für die Drittklässlerin Auguste Ohle aus Nauen, datiert den 9. April 1839. Mit entsprechendem mehrzeiligen Geschenkeintrag auf dem fl. Vorsatz. – Etwas braunfleckig, sonst wohlerhalten. Kein Nachweis über den KVK.

Hildebrandt, Lily
Klein-Rainers Weltreise. München, G. W. Dietrich, 1918.
Los 2206

Zuschlag
2.100€ (US$ 2,414)

Details

"Eines der bedeutendsten Beispiele für das experimentelle Bilderbuch"
Hildebrandt, Lily. Klein-Rainers Weltreise. 16 Bl. Mit 14 chromolithographischen Illustrationen von Lily Hildebrandt. 26 x 32 cm. Farbig illustrierter OPappband. München, Georg W. Dietrich, 1918.
Dietrichs Münchener Künstler-Bilderbücher 33. Schug 604. Ihme III, 141. Vollmer II, 444. Brüggemann II,139, 389. Hoffmann-Thiele 199. – Erste Ausgabe. "Eines der bedeutendsten Beispiele für das experimentelle Bilderbuch" (LKJ). "Ein Bilderbuch, das die moderne Ausdruckstechnik in den Dienst des Kindes stellt und dessen originelle Rhythmen von Farbzusammenstellungen erzieherisch auf das Auge des Kindes wirken" (Liebert). "Die Bilder wirken wie aus Buntpapierstücken zusammengesetzt und erzielen ihre Wirkung durch geometrisierte, farbenfrohe großflächige Formen" (Hoffmann-Thiele). Lily Hildebrandt (1887-1974) zog 1913 nach Stuttgart und wurde an der dortigen Akademie Meisterschülerin bei Adolf Hölzel. Ein Jahr später wurde ihr Sohn Rainer Hildebrandt geboren, für den sie dieses Buch anfertigte. Bald darauf entstanden erste Hinterglasbilder, deren flächige und farbenreiche Strukturen auch in den Farblithographien dieses Buches zu erkennen sind. Ab 1935 schuf sie zahlreiche Glasfenster, noch im selben Jahr wurden ihre Arbeiten allerdings für "entartet" erklärt. Nachdem sie im privaten Kreis noch weitere Wand- und Glasmalereien schuf, brach sie ihre künstlerische Tätigkeit um 1943 ab. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar.

Lot 2208, Auction  127, Kapff, Wilhelm, Sechs alte Mährchen für die Jugend

Kapff, Wilhelm
Sechs alte Mährchen für die Jugend
Los 2208

Zuschlag
120€ (US$ 138)

Details

Kapff, W(ilhelm). Sechs alte Mährchen für die Jugend. IV, 305 S. Mit 6 kolorierten lithographischen Tafeln. 15 x 9,5 cm. Halbleinen d. Z. (stärkere Gebrauchsspuren). Reutlingen, Fleischhauer und Spohn, 1846.
Kosch II, 3249/2. – Einzige Ausgabe. Zweites von nur zwei bei Kosch genannten Jugendbüchern des biographisch nicht nachweisbaren Verfassers Wilhelm Kapff. Enthält die sechs Märchen: Die drei Schwestern im Zauberwalde. Rolands Knappen. Sagen von Rübezahl. Der Kaufmann von Bremen. Der Schätzgräber. Der Bisamapfel. – Stärker fleckig, einige Blatt im Bug verstärkt (minimaler Buchstabenverlust), Block verschoben. Über den KVK nur ein Standortnachweis in Stuttgart.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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