Los 2204
Gleitsmann, Margarete
(keine Lebensdaten bekannt)Familie Klatschmohn (mit 2 Orig.-Entwürfen)
Schätzung
450€ (US$ 511)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Literatur und Buchillustration 17.–19. Jahrhundert
Auktionsdatum 15.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026


Gleitsmann, Margarete. Familie Klatschmohn. 8 Bl. Mit einigen farbigen Textillustrationen und 2 Orig.-Illustrationsentwürfen. 25,5 x 31 cm. Farbig illustrierte OBroschur (Rücken etwas lädiert, minimale Randknicke). Breslau, Priebatsch, (1911).
Vgl. Schug 497. Nicht bei Klotz. – Einzige Ausgabe der überaus phantasievoll illustrierten "Mohnpuppenkinder" (Nachwort) der biographisch nicht nachweisbaren Illustratorin Margarete Gleitsmann, wohl ihr zweites und letztes Kinderbuch nach den Lustigen Pilzfamilien, die 1909 bei Dietrich in München erschienen (vgl. Schug). Beides herausragende Beispiele der sich allmählich etablierenden naturpoetisch-märchenhaften Bilderbuchproduktion in der Nachfolge Ernst Kreidolfs: "Wenn sie auch künstlerisch hinter Kreidolfs Vorbild zurückbblieb, so liefert sie doch mehr oder minder glückliche Beiträge zu einer Beseelung des Naturreichs. Darin steht sie im Gegensatz zum sachlich-pädagogischen Anliegen der sogenannten Anschauungsbilderbücher, wie sie das 18. und 19. Jahrhundert hervorgebracht hat. Aber wenn auch pädagogisch umstritten, so bedienen sich diese Bücher doch der zutiefst kindlichen Sehweise, die sichtbare Welt mit menschlichen Empfindungen auszukleiden. Tatsächlich führt eine solche Animation zu einer tieferen Einfühlung in die Umwelt, wie sie weder dieser, noch den Kindern zum Scheiden gereicht" (Schug). Die beiden lose beiliegenden, getuschten und für die finale Veröffentlichung nicht realisierten Entwürfe zeigen einen Kaffeeklatsch in illustrer Runde bzw. die Familie Klatschmohn beim Schlafen unter dem Mondhimmel, ein Blatt verso auch mit dem Entwurf zu einer Schlussvignette, jeweils mit dazugehörigen Versen. – Über den KVK nur ein Standortnachweis in der Internationalen Jugendbibliothek München, das Exemplar dort ist mit zehn Blatt kollationiert, wobei der illustrierte Umschlag wohl mitgezählt ist. Das Exemplar der Berliner Stabi gilt als Kriegsverlust. – Dabei: Ein zweites Exemplar, jedoch nur als Fragment (lädierte Einbandbroschur mit jeweils zwei wiederholten Doppelblatt, diese im Seitenrand unbeschnitten).
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