Epinay, Louise Florence Pétronille Tardieu d'Esclavelles d'
Mémoires et correspondance
Los 2031
Schätzung
120€ (US$ 136)
Epinay, (L. F. P. Tardieu d'Esclavelles d'). Mémoires et correspondance, où elle donne des détails sur ses liaisons avec Duclos, J.-J. Rousseau, Grimm, Diderot, le Baron d'Holbach, Saint-Lambert. Ouvrage renfermant un grand nombre de lettres inédites de Grimm, de Diderot et de J.-J. Rousseau. 3 Teile in 1 Band. 20 x 13 cm. Halbleder d. Z. mit RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Paris, Brunet, 1818.
Brunet II, 1018. Cioranescu 27755. Gay-Lemonier III, 168. Hoefer XVI, 157. – Einer von drei Drucken im Jahr der Erstausgabe. "Ces 'Mémoires' sont extraits d'un roman autobiographique ... Mme. d'Épinay s'est trouvée être le chroniqueur authentique des moeurs de son siècle" (Hoefer). – Titel von Teil I mit hs. Besitzvermerk. Wohlerhaltenes Exemplar.
Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Adagiorum epitome. Editio novissima
Los 2032
Schätzung
150€ (US$ 170)
Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Adagiorum epitome. Editio novissima. 12 Bl., 622 S., 36 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 13,5 x 8 cm. Amsterdam, Louis Elzevier, 1650.
Willems 1109. – Erster Elzevier-Druck der Auswahl von Erasmus' Adagia, seiner zuerst 1539 erschienenen Sammlung und Kommentierung antiker Weisheiten und Sprichwörter, von denen Erasmus insgesamt mehrere Tausend zusammentrug und die er nach und nach in verschiedenen, im Umfang stetig zunehmenden Ausgaben veröffentlichte. "Cette première édition elzevirienne de l'abrégé est très bien imprimée" (Willems). – Titel mit Tinteneintrag. Im Rand etwas gebräunt, sonst wohlerhalten.
Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Lob der Narrheit. Aus dem Lateinischen übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von Wilhelm Gottlieb Becker. 14 Bl., 396 S. Mit 83 Holzschnitt-Vignetten nach Holbein (ohne das gestochene Portrait). 17,5 x 13 cm. Halbleinen des 19. Jahrhunderts (etwas bestoßen). Basel, Johann Jacob Thurneysen, 1780.
Rümann 239. Ebert 6879. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. Die 83 Holzschnitte nach Holbein stellen das Hauptwerk des Basler Formschneiders Heinrich Heitz (1750-1835) dar und wurden 1829 in Basel nochmals separat herausgegeben. – Es fehlt das gestochene Portrait. Fl. Vorsatz mit hs. besitzeintrag. Etwas fleckig und gebräunt.
Fröhlich, Carl
Tyll Eulenspiegels wunderbare und seltsame Historien
Los 2034
Schätzung
240€ (US$ 273)
Eulenspiegel, Till. - Fröhlich, Carl. Tyll Eulenspiegels wunderbare und seltsame Historien. Neu umgearbeitet, verbessert und vermehrt. IV, (S. 3)-149. Mit Holzschnitt-Titelvignette und einigen Textholzschnitten. 17 x 10,5 cm. Neuere Broschur mit hs. RSchild. Reutlingen, Fleischhauer und Spohn, 1848.
Seltene erste Ausgabe der Bearbeitung durch den aus Stralsund stammenden Sillhouettenschneider, Buchdrucker und Jugendschriftsteller Karl Fröhlich (1821-1898). Über den KVK sind lediglich Exemplare der zweiten Auflage von 1873 nachweisbar. – Vereinzelte Stockflecken und anfangs schwach knickspurig. Titel verso mit Stempel der Hofbibliothek Donaueschingen.
Herzberg, Friedrich
Leben und Meynungen des Till Eulenspiegel
Los 2035
Schätzung
300€ (US$ 341)
Eulenspiegel, Till. - (Herzberg, Friedrich). Leben und Meynungen des Till Eulenspiegel. Volks Roman. Neue Auflage. 2 Teile in 1 Band. 1 Bl., 286 S., 1 Bl.; 1 Bl., 204 S. Mit 2 gestochenen (wiederholten) Titelvignetten, gestochenem Portrait, 4 (statt 6; davon 2 gefaltet) Kupfertafeln, 2 Textkupfern und 16 gefalteten Notenblättern (in Pag.). 15 x 9 cm. Moderner Lederband mit RVergoldung und RSchild. O. O. u. Dr. (Breslau, Korn), 1784-1789.
VD18 90363477 und 90363469. Hayn-Gotendorf IV, 66. Hinz, Eulenspiegel 711. Lappenberg 71. Rümann 249. – Zweite Ausgabe des zuerst 1779 ebenda erschienenen "interessanten modernisirten Eulenspiegels" (H.-G.). Seltene Bearbeitung des Volksbuchstoffes durch den Breslauer Oberlandschaftsrendanten Friedrich Herzberg (gest. 1780). Das Frontispiz zeigt ein fiktives Eulenspiegel-Bildnis. Der Band II enthält als Teil des Romans auf den Seiten 59-101 einen dramatischen Text mit dem Titel "Maler Eulenspiegel ein Drama mit Gesang in einem Aufzuge". – Etwas braunfleckig.
Eulenspiegel, Till. - Simrock, Karl. Ein kurzweilig Lesen von Till Eulenspiegel geboren aus dem Lande Braunschweig. Was er seltsamer Possen betrieben hat seine Tage, lustig zu lesen. Neulich aus sächsischer Sprache auf Hochdeutsch verdolmetscht. Nach den ältesten Ausgaben. XX, 182 S. Mit einigen Textillustrationen auf Tafeln von Hans Thoma. 17 x 11 cm. Moderner marmorierter Pappband (OBroschur eingebunden). Frankfurt, Christian Winter, (1878).
Seltene Textbearbeitung durch Karl Simrock mit den schönen Illustrationen von Hans Thoma. – Papierbedingt etwas gebräunt, vereinzelte Blatt im Seitenrand fachmännisch hinterlegt.
Fontane, Theodor. Irrungen, Wirrungen. Roman. 2 Bl., 284 S. 18 x 12,5 cm. Brauner OLeinenband (minimal berieben) mit Schwarz-, Gold- und Blauprägung. Leipzig, F. W. Steffens (1888).
Schobeß 172. – Erster Druck der ersten Buchausgabe. "Der Vorabdruck in der 'Vossischen Zeitung' hatte bei Fontanes Berliner Verlegern Emil Dominik und Wilhelm Hertz offenbar kein Interesse an einer Buchausgabe geweckt. Der Autor überließ deshalb die Rechte der jungen Leipziger Firma von Fr. W. Steffens, in der Anfang 1888 die Erstausgabe ohne Jahreszahl erschien. Als Steffens nur ein Jahr später seine Verlagsrechte an einen Königsberger Verlag (Heinrich Matz) verkaufte, waren die meisten Exemplare von 'Irrungen, Wirrungen' noch am Lager und wurden mit dem Titelblatt der neuen Firma versehen. Wieder ein Jahr später erwarb Friedrich Fontane, der Sohn des Dichters, die Restauflage (immerhin noch rund 500 Exemplare) und sorgte mit wieder neuen Titelblättern für eine zweite Titelauflage" (Philobiblon 1986, H. 2). Das Werk erregte seinerzeit einiges Aufsehen, weil Fontane die unstandesgemäße Liebe zwischen dem Adligen Botho und Lene, einem Mädchen des vierten Standes, als "einfach und natürlich" bezeichnete und damit den herrschenden Moralcodex verletzte. – Vortitel mit Besitzvermerk; nur leicht gebräuntes, insgesamt sehr gutes Exemplar.
Fontane, Theodor. Stine. 1 Bl., 175 S. Neuerer marmorierter Pappband (etwas berieben) mit lederverstärkten Stehkanten und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Friedrich Fontane, 1890.
Slg Borst 3847. Schobeß 260. – Erste Ausgabe des Berliner Romans, der besonders von der Atmosphäre der Großstadt und dem Dialekt des zeitgenössischen Berlin geprägt ist. Der tragische Ausgang wird als Kritik an der wilhelminischen Gesellschaft gesehen. – Wohlerhaltenes Exemplar.
Fontane, Theodor. Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Teile I-IV (von V) in 4 Bänden. 20 x 13 cm. OLeinen (berieben und leicht bestoßen, vereinzelt mit angebrochenen Gelenken, kleinen Einrissen an den Kapitalen und mit lichtrandigem Rücken) mit goldgeprägtem Rücken- und DTitel. Berlin, Wilhelm Hertz, 1862-1882.
Enthält: I. Wanderungen durch die Mark Brandenburg. - II. Das Oderland. Barnim. Lebus. - III. Ost-Havelland. Die Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg. - IV. Spreeland Beestow-Storkow und Barnim-Teltow. – Papierbedingt gebräunt, vereinzelt mit kleinen Braunflecken, Teil II etwas gewellt.
Forster, Georg. Erinnerungen aus dem Jahr 1790 in historischen Gemälden und Bildnissen von D. Chodowiecki, D. Berger, Cl. Kohl, J. F. Bolt und J. S. Ringck. 238 S., 1 Bl. Mit 18 Kupfertafeln. 18,5 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (stärker fleckig, berieben und beschabt) mit modernem RSchild. Berlin, Voss, 1793.
Goedeke VI, 249, 59. Engelmann, Nachtrag S. 63 Nr. 4-7 und S. 108, 109. Sander 280. – Erste Ausgabe der berühmten Beschreibung seiner Reise in das revolutionäre Paris und der Betrachtungen über zeitgenössische Herrscher und Politik, geprägt vom Geiste der Französischen Revolution und einer demokratisch-republikanischen Gesinnung. Forster selbst war wenig später unter den Gründern der "Rheinischen Republik" in Mainz. – Etwas stockfleckig, Vorsatz mit zwei alten Besitzeinträgen. Mit dem seltenen Blatt "An die Herren Buchbinder" am Schluss.
Forster, Georg. Sakontala oder der entscheidende Ring ein indisches Schauspiel von Kalidas. Aus den Ursprachen Sanskrit und Prakrit ins Englische und aus diesem ins Deutsche übersezt mit Erläuterungen von Georg Forster. XL, 366 S., 1 Bl. 16 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Ecken bestoßen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Mainz und Leipzig, Johann Peter Fischer, 1791.
Goedeke VI, 248, 43 und VII, 583, 9. Günther-Volginn-Seifert 1128. – Erste deutsche Ausgabe des berühmten alt-indischen Schauspiels, eines sogenannten Na'taks. Kalidasas Sakuntala wurde durch Forster zuerst in Deutschland bekannt gemacht und fand Goethes Beifall. Forster verdankte die Kenntnis des Dramas, das allgemein als das Meisterwerk Kalidasas (um 400 n. Chr.) gilt, dem einstigen britischen Oberrichter in Bombay, William Jones, der Sanskrit studiert und Forster während dessen Aufenthalt in England eine Abschrift seiner englischen Übersetzung überlassen hatte. Forster machte so Kalidasas "Werk früh in Europa bekannt und erregte große Bewunderung" (KNLL), u.a. bei Alexander von Humboldt, den Brüdern Schlegel und nicht zuletzt bei Goethe, der hierdurch auf die indische Sprache und Literatur gewiesen wurde und aus dem indischen Drama die Idee für das 'Vorspiel auf dem Theater' im 'Faust' genommen hat. Herder bemerkt zu Forsters Leistung: "Er, beider Sprachen und der Naturgeschichte Indiens kundig, dabei ein Mann von Geschmack und zartem Gefühl, bereicherte seine Übersetzung mit Erläuterungen, deren das Englische Original entbehret; treffende Erläuterungen auch für andre Poesien der Indier, die ohne Känntniß der Naturgeschichte dortiger Gegend einen großen Theil ihrer Anmuth verlieren". Szenen daraus wurden in Schillers Thalia (1791. Heft 10. Seite 72-88) abgedruckt. Die zweite Auflage ist dann von Herder herausgegeben worden. – Etwas braun- oder stockfleckig.
Glave-Kolbielski, Karol Fryderyk
Getreue Darstellung des Auflaufes in Wien
Los 2042
Schätzung
120€ (US$ 136)
Glave-Kolbielski, Karol Fryderyk. Getreue Darstellung des Auflaufes welchen die französische Bothschaft durch Aushängung einer dreyfärbigen Fahne den 13. Aprill 1798 in Wien veranlasset hat. Von einem Augenzeugen. 30 S. 16 x 10 cm. Geheftet (ohne Einband). O. O. u. Dr. 1798.
VD18 90066545. Holzmann-Bohatta I, 10607. – Einer von zwei im VD18 verzeichneten unfirmierten Drucken der seltenen Flugschrift. Sensationsgeleitete Darstellung der Empörung, die General Bernadotte unter den Wienern hervorrief, als er die Tricolore aus einem Fenster der französischen Botschaft hängen ließ. Jean Baptiste Jules Bernadotte (1763-1844), später unter dem Namen Karl XVI. Johann, König von Schweden, war von Januar bis Mai 1798 Botschafter in Wien, wo der aus Ostpreußen stammende Verfasser Karl Glave (1752-1831) zur selben Zeit lebte. – Titel und Schlussblatt etwas stärker fleckig, Titel auch mit kleinen Eckläsuren.
Görres, Joseph von. Europa und die Revolution. 1 Bl., 356 S., 1 Bl. 19,4 x 11,3 cm. Modernes Halbleder mit rotem RSchild. Stuttgart, J. B. Metzler, 1821.
Goedeke VI 205, 29. Borst 1358. – Erste Ausgabe. "Da Görres auch seine alten Anschauungen über die Neuordnung des Staatswesens wiederholte, so wurde auch dieses Buch in Preußen verboten" (ADB). In seiner Schrift wendet sich Görres dezidiert gegen den Polizeistaat und spricht sich für Rede- und Pressefreiheit, die Selbstverwaltung der Gemeinden sowie für gleiche Rechte und Pflichten aller Bürger aus. – Papierbedingt gebräunt und etwas stockfleckig.
Goethe, Johann Wolfgang von
Herrmann und Dorothea. Neue Ausgabe
Los 2044
Schätzung
150€ (US$ 170)
Goethe, Johann Wolfgang von. Herrmann und Dorothea. Neue Ausgabe. 235 S., 2 w. Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Titel mit Vignette und 9 Kupfertafeln von Bolt und Kohl nach Catel. 15,5 x 9,5 cm. Roter strukturgeprägter Pappband d. Z. (etwas berieben, Rücken leicht ausgeblichen) mit dezenter RVergoldung und Deckelfilete. Braunschweig, Friedrich Vieweg, 1808.
Goedeke IV/3, 334, 68, 16. – Zuerst 1797 erschienen. Mit dem Nebentitel "Neue Schriften". Die schönen Kupfer mit Miniaturdarstellungen und Allegorien der Musen im Sockel. – Nur vereinzelte schwache Flecken.
Goethe, Johann Wolfgang von
Leben des Benvenuto Cellini. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1803
Los 2045
Schätzung
240€ (US$ 273)
Goethe, (Johann Wolfgang von). Leben des Benvenuto Cellini, florentinischen Goldschmieds und Bildhauers, von ihm selbst geschrieben. Übersetzt und mit einem Anhange herausgegeben von Goethe. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 316 S.; 1 Bl., 334 S. Mit gestochenem Titel und gestochenem Frontispiz. Moderner marmorierter Halbpergamentband mit montiertem RSchild. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1803.
Goedeke IV/3, 316, 46a. Hagen 286. Kippenberg I, Nr. 380. Hirzel A 248. Speck 2308. – Erste vollständige Buchausgabe. Zunächst 1797 als Folge in den Horen erschienen, hier erstmals in erneuter Überarbeitung und mit dem ergänzenden "Anhang zur Lebensbeschreibung des Benvenuto Cellini, bezüglich auf Sitten, Kunst und Technik". Benvenuto Cellinis zwischen 1558 und 1566 entstandene Autobiographie erschien erstmalig 1728 nach einer handschriftlichen Kopie. Goethes Übersetzung beruht auf der englischen Ausgabe von Thomas Nugent. – Leicht stockfleckig. Schönes Exemplar.
Goethe, J(ohann) W(olfgang von). Stella. Ein Schauspiel für Liebende in fünf Akten. 2 Bl., 115 S. 15,5 x 9,5 cm. Pappband des 19. Jahrhunderts (stärker berieben, bestoßen und mit Einrissen am oberen Kapital, beide Kapitale mit Fehlstellen) mit modernem hs. RSchild. Berlin, August Mylius, 1776.
Goedeke IV/3, 131, 113. Hagen 121. Hirzel A 76/77. Kippenberg I, 353. Speck 1446. Brieger 716. – Erste Ausgabe seines überaus erfolgreichen Stücks, von dem noch im gleichen Jahr sechs Raubdrucke erschienen. Eine Dreiecksgeschichte, die zur Empörung der Zeitgenossen zu einem guten Ende führt. In Berlin wurde es nach zehn Vorstellungen verboten. – Vereinzelt leicht stockfleckig, Seiten 101-104 lose. Beide Titel verso mit Bibliotheksstempel "Burggrafen zu Dohna Bibliothek" und "Vend. ex Bibl Univ. Berolin". – Beigebunden: Stella Nummer Zwei. Oder Fortsetzung des Göthe'schen Schauspiels. 96 S. Frankfurt und Leipzig, o. Dr., 1776. - VD18 1062077x. - Erste und einzige Ausgabe. Parodie auf das Stück von Goethe von einem unbekanntem Verfasser.
Goethe, Johann Wolfgang von
Winkelmann und sein Jahrhundert
Los 2047
Schätzung
250€ (US$ 284)
Goethe, Johann Wolfgang von. Winkelmann und sein Jahrhundert. In Briefen und Aufsätzen. XVI, 496 S. 19,5 x 12 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. (schwach berieben) mit 2 goldgeprägten RSchildern. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1805.
Goedeke IV/3, 376, 125 und IV/1, 300, 1d. Hagen 295. Hirzel A 256. Kippenberg I, 383. Speck 2063. Brieger 732. – Erste Ausgabe von Goethes Winckelmann-Biographie. – Etwas stockfleckig. Schönes Exemplar im dekorativen Halblederband.
Goethe, J. W. v. - Humboldt, Wilhelm von. Ästhetische Versuche. Erster Theil (alles Erschienene). Über Göthe's Herrmann und Dorothea. XXX S., 1 Bl., 360 S. 20 x 12 cm. Neuerer Pappband im Stil d. Z. mit goldgeprägtem RSchild. Braunschweig, Friedrich Vieweg, 1799.
Goedeke IV/3, 346, D3 und XVI, 557, 692. Brieger 1169. Borst 839. – Erste Ausgabe dieser ersten fundierten Untersuchung zu Goethes Epos. Veröffentlicht mit einem "doppelten Zweck, an diesem einen Gedichte die Gesetze der epischen, ja aller Poesie zu entwickeln und zugleich Goethes individuellen Dichtercharakter zu schildern, (was Humboldt) in einer für den letzteren äußerst schmeichelhaften Weise verfolgt und erreicht. Ein Werk umstreitig von höchster kunstwissenschaftlicher Gediegenheit" (ADB XIII, 346). – Gering stockfleckig und mit vereinzelten Anstreichungen, sonst wohlerhalten.
Grimm, Jacob. Deutsche Mythologie. XXX, 1 Bl., 710 S., 1 Bl., CLXXVII S. 21 x 13 cm. Pappband d. Z. (berieben und bestoßen, Block leicht verschoben) mit hs. RSchild. Göttingen, Dieterich, 1835.
Borst 1749. Brieger 840. Graesse III, 155. NDB VII, 78. – Erste Ausgabe. "Weit über Grimms bescheidene Zielsetzung hinaus, mit seinem Werk 'einen Anfang weiterer Forschungen' zu eröffnen, war seine Untersuchung bahnbrechend. Mögen spätere Arbeiten im einzelnen genauer und kenntnisreicher sein, hier wird zum erstenmal ein umfassendes, klares Bild vom Glauben der Germanen entworfen und ihm innerhalb der geistigen Bildung der Nation sein geschichtlicher Ort zugewiesen" (KLL II, 1057). – Titel gestempelt und mit kleinem hinterlegtem Loch, vorderes Innengelenk etwas angeplatzt.
Grimm, Jacob und Wilhlem. Über seine Entlassung. 42 S. 22 x 14,5 cm. Privater graugestrichener Holzdeckelband (berieben). Basel, Schweighauser, 1838.
Borst 1870. Müllenhoff 484. Houben II, 249. – Erste Ausgabe. Im Ausland gedruckte Rechtfertigungsschrift Jacob Grimms nach der Entlassung der Göttinger Sieben in Folge ihrer Protestation gegen Ernst August von Hannover 1837. "Die Protestaktion gehört zugleich in den größeren Zusammenhang der Verfassungskämpfe in Deutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts" (Deneke). – Etwas stockfleckig, Titel stärker betroffen. Obere rechte Ecke teils angestückt.
Grimm, Wilhelm. Die Deutsche Heldensage. VI S., 1 Bl., 425 S. 19,5 x 12 cm. Pappband d. Z. (etwas fleckig und berieben, Gelenke auch leicht beschabt) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Göttingen, Dieterich, 1829.
Hirschberg 177. Borst 1585. Neufforge 107. Bibl. Grimm 126. – Erste Ausgabe des wissenschaftlichen Hauptwerks. "Mit seiner Deutschen Heldensage hat Wilhelm Grimm einen der wichtigsten Beiträge zur deutschen Sagenforschung geleistet" (KLL II,1051). – Etwas stockfleckig, anfangs und am Schluss gebräunt. Innenpiegel mit montiertem Exlibris und Tintenabklatsch.
Gryphius, Christian. Poetische Wälder. 7 Bl., 866 S. (le. Bl. fehlt). Titel in Rot und Schwarz. Mit koloriertem und gestochenem Frontispiz. 17 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (fleckig). Frankfurt und Leipzig, Christian Bauch, 1698.
Dünnhaupt III, 1885, 1.1. Weyrauch III, 860. Goedeke III, 271, 6. Jantz 1234. Faber du Faur 1641 und 1642. – "Erste Sammelausgabe, ohne Index und Register; enthält geistliche Gedichte, Epicedien, weltliche Dichtungen auf zahlreiche zeitgenössische Persönlichkeiten und Ereignisse. In der Vorrede distanziert sich Gryphius ausdrücklich vom schwülstigen Stil seiner Zeit; dennoch sind seine Gedichte formal noch an Opitz und der Formenwelt des Barock orientiert. Dabei eine Prosaabhandlung über den Kuckuck" (Dünnhaupt). Dünnhaupt nennt als Frontispiz ein Portrait des Verfassers; hier jedoch wie meist ein allegorisches Kupfer mit Darstellung eines jungen Baumes in südlicher Landschaft und darüber einem Spruchband ("Transit in propaginem"). – Ohne das meist fehlende Errata-Blatt. Innenspiegel mit hs. Besitzvermerk von 1742. Papier altersbedingt etwas gebräunt, leicht fleckig.
Günther, Johann Christian
Sammlung von bis an hero herausgegebenen Gedichten
Los 2053
Schätzung
200€ (US$ 227)
Günther, Johann Christian. Sammlung von bis an hero herausgegebenen Gedichten, auf das neue übersehen, und in einer bessern Wahl und Ordnung. Nebst des Autoris Leben und einer Vorrede von den Eigenschafften der Poesie. Vierte Auflage. 23 Bl., 1178 S., 15 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und gestochener Titelvignette. 19,5 x 12 cm. Leder d. Z. (stärker berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Breslau und Leipzig, Michael Hubert, 1746.
Goedeke III, 351, 16. Dünnhaupt III, 2.I.4. Hayn-Gotendorf II, 700. – Zweite Gesamtausgabe der Gedichte, in der die vier Teile der früheren Edition in einem Band zusammengefasst sind. – Schwach braunfleckig.
Heiberg, Johan Ludvig. De poësos dramaticae genere Hispanico, et prasertim de Petro Calderone de la Barca, principe dramaticorum. Dissertatio inauguralis aesthetica, quam pro summis in philosophia honoribus conscriptam. 5 Bl., 158 S. 16, 5 x 10 cm. Schlichter moderner Pappband. Kopenhagen, Popp, 1817.
Seltene erste Ausgabe der Dissertation des dänischen Dichters an der Universität Kopenhagen. – Anfang und Schluss gering stockfleckig.
Heine, Heinrich. Romanzero. VI, 313 S. 17,5 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (schwach berieben) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RTitel sowie Goldschnitt. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1851.
(Gedichte von H. Heine, Band III). Goedeke VIII, 561, 89. Wilhelm-Galley 559. Borst 2429. – Erste und einzige von Heine durchgesehene Ausgabe, hier in einem Exemplar des zweiten Drucks mit dem Druckvermerk von Hotop in Kassel auf dem Schlussblatt verso (der erste Druck dort mit der Angabe "Voigt's Buchdruckerei in Wandsbeck"; vgl. J. E. Walsh. In: Philobiblon XXV, Heft 3, S. 182). – Es fehlt der Vortitel "Gedichte Dritter Band". Ganz vereinzelte Stockflecken, insgesamt sauber und wohlerhalten.
Im Prachteinband
(Heliodor). Amours de Theagenes et Chariclee. Histoire ethiopique. 2 Bände. X, 213 S.; 1 Bl., 190 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 gestochenen Frontispices, 2 gestochenen Titelvignetten, 10 Kupfertafeln und 10 gestochenen Textvignetten. 16,5 x 10 cm. Dunkelgrüne Maroquinbände d. Z. (etwas berieben, oberes Kapital von Band I etwas bestoßen) mit überaus reicher Goldprägung auf Rücken, Deckeln und und Innenkanten sowie Goldschnitt. London, o. Dr., 1743.
Brunet III, 89. – Französischer Druck des in unzähligen Ausgaben überlieferten erotischen Romans Heliodors, der das Schicksal der äthiopischen Königstochter Chariklea und des Thessaliers Theagenes erzählt. Exemplar der Pariser Auflage von Coustelier, hier mit dem Londoner Impressum (vgl. Brunet). – Nur vereinzelte schwache Flecken. Wohlerhaltenes Exemplar im Prachteinband.
(Heliodor). Amours de Theagenes et Chariclee. Histoire ethiopique. 2 Bände. X, 213 S.; 1 Bl., 190 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 Kupfertitel, 2 gestochenen Titelvignetten, 10 Kupfertafeln und 10 gestochenen Textvignetten. 15 x 9,5 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (gering berieben, ein Rückenfeld mit Wurmspur) mit ornamentaler RVergoldung, je 2 roten goldgeprägten RSchildern und dreifacher Deckelfilete. Paris, Coustelier, 1743.
Brunet III, 89. – Französischer Druck des in unzähligen Ausgaben überlieferten erotischen Romans Heliodors, der das Schicksal der äthiopischen Königstochter Chariklea und des Thessaliers Theagenes erzählt. Parallel erschien eine kollationsgleiche Auflage mit Impressum "London" (vgl. Brunet). – Nur vereinzelte schwache Flecken. Wohlerhaltenes Exemplar im dekorativem Lederband.
Herder, Johann Gottfried
Sämmtliche Werke (Taschenausgabe)
Los 2058
Schätzung
150€ (US$ 170)
Herder, Johann Gottfried. Sämmtliche Werke. Herausgegeben von Johann Georg Müller. 36 Bände. 13 x 8,5 cm. Pappbände d. Z. (Kapitale etwas bestoßen, wenige Rücken mit kleineren Schabspuren) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1827-1830.
Goedeke IV/1, 737, 122. Schulte-Strathaus 67, 8. Günther-Volgina 7. – Zweite Gesamtausgabe, die im Unterschied zur ersten von 1805ff. im handlicheren Taschenformat erschien. Vorhanden sind: "Zur Religion und Theologie" (12 Bände), "Zur Philosophie und Geschichte", (11 Bände statt 12; ohne Teil IX), "Zur schönen Literatur und Kunst" (12 Bände) sowie der Supplementband mit der Biographie Herders von Heinrich Döring. – Etwas fleckig.
Herder, J(ohann) G(ottfried). Gott. Einige Gespräche. VIII, 252 S. 15 x 9 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und bestoßen). Gotha, Karl Wilhelm Ettinger, 1787.
Goedeke IV/1, 731, 83. Schulte-Strathaus 56, 53a. Günther-Volgina 565. Borst 549. – Erste Ausgabe. "Herder schrieb das Büchlein in der Erinnerung an die Gespräche, welche er, oft im Beisein seiner Gattin, mit Goethe in den Jahren 1784 und 1785 über die Philosophie Spinozas geführt hatte, angeregt durch Fr. H. Jacobis Streit mit Moses Mendelssohn über Lessings Spinozismus. Von den drei Personen ist Theophron Herder selbst, Theano soll Caroline sein, mit Philolaus ist Goethe gemeint" (Schulte-Strathaus). Eine zweite, vermehrte Auflage erschien 1800 mit dem Zusatz "Einige Gespräche über Spinoza's System, nebst Shaftesbury's Naturhymnus". – Etwas braunfleckig, Titel mit neuerem Stempel, vorderes Innengelenk angeplatzt.
Hoffmann, E. T. A. Fantasiestücke in Caillot's Manier. Blätter aus dem Tagebuche eines reisenden Enthusiasten. Mit einer Vorrede von Jean Paul. 4 Teile in 2 Bänden. Mit 2 gestochenen Titelvignetten von C. Frisch nach Hoffmann. 19 x 11 cm. Neuere Halblederbände mit goldgeprägtem RTitel und Deckelfilete. Bamberg, C. F. Kunz, 1814-1815.
Goedeke VIII, 486, 16. Salomon 41. – Erste Ausgabe von Hoffmanns erster Erzählsammlung, u. a. mit dem Erstdruck von Der goldene Topf, dem wohl schönsten Märchen der Romantik, ferner im Erstdruck Der Magnetiseur, Die Abenteuer der Sylvesternacht und die Kreisleriana. – Mit altem Besitzeintrag, Innenspiegel mit montiertem Exlibris, Band I am Schluss mit Abklatsch auf dem Vorsatz durch montierten Katalogausschnitt. Sehr schönes und sauberes Exemplar, zweiseitig unbeschnitten.
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