Los 2041
Forster, Georg
(1754-1794)Sakontala oder der entscheidende Ring
Schätzung
240€ (US$ 273)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Literatur und Buchillustration 17.–19. Jahrhundert
Auktionsdatum 15.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026


Forster, Georg. Sakontala oder der entscheidende Ring ein indisches Schauspiel von Kalidas. Aus den Ursprachen Sanskrit und Prakrit ins Englische und aus diesem ins Deutsche übersezt mit Erläuterungen von Georg Forster. XL, 366 S., 1 Bl. 16 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Ecken bestoßen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Mainz und Leipzig, Johann Peter Fischer, 1791.
Goedeke VI, 248, 43 und VII, 583, 9. Günther-Volginn-Seifert 1128. – Erste deutsche Ausgabe des berühmten alt-indischen Schauspiels, eines sogenannten Na'taks. Kalidasas Sakuntala wurde durch Forster zuerst in Deutschland bekannt gemacht und fand Goethes Beifall. Forster verdankte die Kenntnis des Dramas, das allgemein als das Meisterwerk Kalidasas (um 400 n. Chr.) gilt, dem einstigen britischen Oberrichter in Bombay, William Jones, der Sanskrit studiert und Forster während dessen Aufenthalt in England eine Abschrift seiner englischen Übersetzung überlassen hatte. Forster machte so Kalidasas "Werk früh in Europa bekannt und erregte große Bewunderung" (KNLL), u.a. bei Alexander von Humboldt, den Brüdern Schlegel und nicht zuletzt bei Goethe, der hierdurch auf die indische Sprache und Literatur gewiesen wurde und aus dem indischen Drama die Idee für das 'Vorspiel auf dem Theater' im 'Faust' genommen hat. Herder bemerkt zu Forsters Leistung: "Er, beider Sprachen und der Naturgeschichte Indiens kundig, dabei ein Mann von Geschmack und zartem Gefühl, bereicherte seine Übersetzung mit Erläuterungen, deren das Englische Original entbehret; treffende Erläuterungen auch für andre Poesien der Indier, die ohne Känntniß der Naturgeschichte dortiger Gegend einen großen Theil ihrer Anmuth verlieren". Szenen daraus wurden in Schillers Thalia (1791. Heft 10. Seite 72-88) abgedruckt. Die zweite Auflage ist dann von Herder herausgegeben worden. – Etwas braun- oder stockfleckig.
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