Epinay, Louise Florence Pétronille Tardieu d'Esclavelles d'
Mémoires et correspondance
Los 2031
Schätzung
120€ (US$ 136)
Epinay, (L. F. P. Tardieu d'Esclavelles d'). Mémoires et correspondance, où elle donne des détails sur ses liaisons avec Duclos, J.-J. Rousseau, Grimm, Diderot, le Baron d'Holbach, Saint-Lambert. Ouvrage renfermant un grand nombre de lettres inédites de Grimm, de Diderot et de J.-J. Rousseau. 3 Teile in 1 Band. 20 x 13 cm. Halbleder d. Z. mit RVergoldung und 2 goldgeprägten RSchildern. Paris, Brunet, 1818.
Brunet II, 1018. Cioranescu 27755. Gay-Lemonier III, 168. Hoefer XVI, 157. – Einer von drei Drucken im Jahr der Erstausgabe. "Ces 'Mémoires' sont extraits d'un roman autobiographique ... Mme. d'Épinay s'est trouvée être le chroniqueur authentique des moeurs de son siècle" (Hoefer). – Titel von Teil I mit hs. Besitzvermerk. Wohlerhaltenes Exemplar.
Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Adagiorum epitome. Editio novissima
Los 2032
Schätzung
150€ (US$ 170)
Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Adagiorum epitome. Editio novissima. 12 Bl., 622 S., 36 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 13,5 x 8 cm. Amsterdam, Louis Elzevier, 1650.
Willems 1109. – Erster Elzevier-Druck der Auswahl von Erasmus' Adagia, seiner zuerst 1539 erschienenen Sammlung und Kommentierung antiker Weisheiten und Sprichwörter, von denen Erasmus insgesamt mehrere Tausend zusammentrug und die er nach und nach in verschiedenen, im Umfang stetig zunehmenden Ausgaben veröffentlichte. "Cette première édition elzevirienne de l'abrégé est très bien imprimée" (Willems). – Titel mit Tinteneintrag. Im Rand etwas gebräunt, sonst wohlerhalten.
Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Lob der Narrheit. Aus dem Lateinischen übersetzt und mit Anmerkungen begleitet von Wilhelm Gottlieb Becker. 14 Bl., 396 S. Mit 83 Holzschnitt-Vignetten nach Holbein (ohne das gestochene Portrait). 17,5 x 13 cm. Halbleinen des 19. Jahrhunderts (etwas bestoßen). Basel, Johann Jacob Thurneysen, 1780.
Rümann 239. Ebert 6879. – Erste Ausgabe dieser Übersetzung. Die 83 Holzschnitte nach Holbein stellen das Hauptwerk des Basler Formschneiders Heinrich Heitz (1750-1835) dar und wurden 1829 in Basel nochmals separat herausgegeben. – Es fehlt das gestochene Portrait. Fl. Vorsatz mit hs. besitzeintrag. Etwas fleckig und gebräunt.
Fröhlich, Carl
Tyll Eulenspiegels wunderbare und seltsame Historien
Los 2034
Schätzung
240€ (US$ 273)
Eulenspiegel, Till. - Fröhlich, Carl. Tyll Eulenspiegels wunderbare und seltsame Historien. Neu umgearbeitet, verbessert und vermehrt. IV, (S. 3)-149. Mit Holzschnitt-Titelvignette und einigen Textholzschnitten. 17 x 10,5 cm. Neuere Broschur mit hs. RSchild. Reutlingen, Fleischhauer und Spohn, 1848.
Seltene erste Ausgabe der Bearbeitung durch den aus Stralsund stammenden Sillhouettenschneider, Buchdrucker und Jugendschriftsteller Karl Fröhlich (1821-1898). Über den KVK sind lediglich Exemplare der zweiten Auflage von 1873 nachweisbar. – Vereinzelte Stockflecken und anfangs schwach knickspurig. Titel verso mit Stempel der Hofbibliothek Donaueschingen.
Herzberg, Friedrich
Leben und Meynungen des Till Eulenspiegel
Los 2035
Schätzung
300€ (US$ 341)
Eulenspiegel, Till. - (Herzberg, Friedrich). Leben und Meynungen des Till Eulenspiegel. Volks Roman. Neue Auflage. 2 Teile in 1 Band. 1 Bl., 286 S., 1 Bl.; 1 Bl., 204 S. Mit 2 gestochenen (wiederholten) Titelvignetten, gestochenem Portrait, 4 (statt 6; davon 2 gefaltet) Kupfertafeln, 2 Textkupfern und 16 gefalteten Notenblättern (in Pag.). 15 x 9 cm. Moderner Lederband mit RVergoldung und RSchild. O. O. u. Dr. (Breslau, Korn), 1784-1789.
VD18 90363477 und 90363469. Hayn-Gotendorf IV, 66. Hinz, Eulenspiegel 711. Lappenberg 71. Rümann 249. – Zweite Ausgabe des zuerst 1779 ebenda erschienenen "interessanten modernisirten Eulenspiegels" (H.-G.). Seltene Bearbeitung des Volksbuchstoffes durch den Breslauer Oberlandschaftsrendanten Friedrich Herzberg (gest. 1780). Das Frontispiz zeigt ein fiktives Eulenspiegel-Bildnis. Der Band II enthält als Teil des Romans auf den Seiten 59-101 einen dramatischen Text mit dem Titel "Maler Eulenspiegel ein Drama mit Gesang in einem Aufzuge". – Etwas braunfleckig.
Eulenspiegel, Till. - Simrock, Karl. Ein kurzweilig Lesen von Till Eulenspiegel geboren aus dem Lande Braunschweig. Was er seltsamer Possen betrieben hat seine Tage, lustig zu lesen. Neulich aus sächsischer Sprache auf Hochdeutsch verdolmetscht. Nach den ältesten Ausgaben. XX, 182 S. Mit einigen Textillustrationen auf Tafeln von Hans Thoma. 17 x 11 cm. Moderner marmorierter Pappband (OBroschur eingebunden). Frankfurt, Christian Winter, (1878).
Seltene Textbearbeitung durch Karl Simrock mit den schönen Illustrationen von Hans Thoma. – Papierbedingt etwas gebräunt, vereinzelte Blatt im Seitenrand fachmännisch hinterlegt.
Fontane, Theodor. Irrungen, Wirrungen. Roman. 2 Bl., 284 S. 18 x 12,5 cm. Brauner OLeinenband (minimal berieben) mit Schwarz-, Gold- und Blauprägung. Leipzig, F. W. Steffens (1888).
Schobeß 172. – Erster Druck der ersten Buchausgabe. "Der Vorabdruck in der 'Vossischen Zeitung' hatte bei Fontanes Berliner Verlegern Emil Dominik und Wilhelm Hertz offenbar kein Interesse an einer Buchausgabe geweckt. Der Autor überließ deshalb die Rechte der jungen Leipziger Firma von Fr. W. Steffens, in der Anfang 1888 die Erstausgabe ohne Jahreszahl erschien. Als Steffens nur ein Jahr später seine Verlagsrechte an einen Königsberger Verlag (Heinrich Matz) verkaufte, waren die meisten Exemplare von 'Irrungen, Wirrungen' noch am Lager und wurden mit dem Titelblatt der neuen Firma versehen. Wieder ein Jahr später erwarb Friedrich Fontane, der Sohn des Dichters, die Restauflage (immerhin noch rund 500 Exemplare) und sorgte mit wieder neuen Titelblättern für eine zweite Titelauflage" (Philobiblon 1986, H. 2). Das Werk erregte seinerzeit einiges Aufsehen, weil Fontane die unstandesgemäße Liebe zwischen dem Adligen Botho und Lene, einem Mädchen des vierten Standes, als "einfach und natürlich" bezeichnete und damit den herrschenden Moralcodex verletzte. – Vortitel mit Besitzvermerk; nur leicht gebräuntes, insgesamt sehr gutes Exemplar.
Fontane, Theodor. Stine. 1 Bl., 175 S. Neuerer marmorierter Pappband (etwas berieben) mit lederverstärkten Stehkanten und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Friedrich Fontane, 1890.
Slg Borst 3847. Schobeß 260. – Erste Ausgabe des Berliner Romans, der besonders von der Atmosphäre der Großstadt und dem Dialekt des zeitgenössischen Berlin geprägt ist. Der tragische Ausgang wird als Kritik an der wilhelminischen Gesellschaft gesehen. – Wohlerhaltenes Exemplar.
Fontane, Theodor. Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Teile I-IV (von V) in 4 Bänden. 20 x 13 cm. OLeinen (berieben und leicht bestoßen, vereinzelt mit angebrochenen Gelenken, kleinen Einrissen an den Kapitalen und mit lichtrandigem Rücken) mit goldgeprägtem Rücken- und DTitel. Berlin, Wilhelm Hertz, 1862-1882.
Enthält: I. Wanderungen durch die Mark Brandenburg. - II. Das Oderland. Barnim. Lebus. - III. Ost-Havelland. Die Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg. - IV. Spreeland Beestow-Storkow und Barnim-Teltow. – Papierbedingt gebräunt, vereinzelt mit kleinen Braunflecken, Teil II etwas gewellt.
Forster, Georg. Erinnerungen aus dem Jahr 1790 in historischen Gemälden und Bildnissen von D. Chodowiecki, D. Berger, Cl. Kohl, J. F. Bolt und J. S. Ringck. 238 S., 1 Bl. Mit 18 Kupfertafeln. 18,5 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (stärker fleckig, berieben und beschabt) mit modernem RSchild. Berlin, Voss, 1793.
Goedeke VI, 249, 59. Engelmann, Nachtrag S. 63 Nr. 4-7 und S. 108, 109. Sander 280. – Erste Ausgabe der berühmten Beschreibung seiner Reise in das revolutionäre Paris und der Betrachtungen über zeitgenössische Herrscher und Politik, geprägt vom Geiste der Französischen Revolution und einer demokratisch-republikanischen Gesinnung. Forster selbst war wenig später unter den Gründern der "Rheinischen Republik" in Mainz. – Etwas stockfleckig, Vorsatz mit zwei alten Besitzeinträgen. Mit dem seltenen Blatt "An die Herren Buchbinder" am Schluss.
Forster, Georg. Sakontala oder der entscheidende Ring ein indisches Schauspiel von Kalidas. Aus den Ursprachen Sanskrit und Prakrit ins Englische und aus diesem ins Deutsche übersezt mit Erläuterungen von Georg Forster. XL, 366 S., 1 Bl. 16 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Ecken bestoßen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Mainz und Leipzig, Johann Peter Fischer, 1791.
Goedeke VI, 248, 43 und VII, 583, 9. Günther-Volginn-Seifert 1128. – Erste deutsche Ausgabe des berühmten alt-indischen Schauspiels, eines sogenannten Na'taks. Kalidasas Sakuntala wurde durch Forster zuerst in Deutschland bekannt gemacht und fand Goethes Beifall. Forster verdankte die Kenntnis des Dramas, das allgemein als das Meisterwerk Kalidasas (um 400 n. Chr.) gilt, dem einstigen britischen Oberrichter in Bombay, William Jones, der Sanskrit studiert und Forster während dessen Aufenthalt in England eine Abschrift seiner englischen Übersetzung überlassen hatte. Forster machte so Kalidasas "Werk früh in Europa bekannt und erregte große Bewunderung" (KNLL), u.a. bei Alexander von Humboldt, den Brüdern Schlegel und nicht zuletzt bei Goethe, der hierdurch auf die indische Sprache und Literatur gewiesen wurde und aus dem indischen Drama die Idee für das 'Vorspiel auf dem Theater' im 'Faust' genommen hat. Herder bemerkt zu Forsters Leistung: "Er, beider Sprachen und der Naturgeschichte Indiens kundig, dabei ein Mann von Geschmack und zartem Gefühl, bereicherte seine Übersetzung mit Erläuterungen, deren das Englische Original entbehret; treffende Erläuterungen auch für andre Poesien der Indier, die ohne Känntniß der Naturgeschichte dortiger Gegend einen großen Theil ihrer Anmuth verlieren". Szenen daraus wurden in Schillers Thalia (1791. Heft 10. Seite 72-88) abgedruckt. Die zweite Auflage ist dann von Herder herausgegeben worden. – Etwas braun- oder stockfleckig.
Glave-Kolbielski, Karol Fryderyk
Getreue Darstellung des Auflaufes in Wien
Los 2042
Schätzung
120€ (US$ 136)
Glave-Kolbielski, Karol Fryderyk. Getreue Darstellung des Auflaufes welchen die französische Bothschaft durch Aushängung einer dreyfärbigen Fahne den 13. Aprill 1798 in Wien veranlasset hat. Von einem Augenzeugen. 30 S. 16 x 10 cm. Geheftet (ohne Einband). O. O. u. Dr. 1798.
VD18 90066545. Holzmann-Bohatta I, 10607. – Einer von zwei im VD18 verzeichneten unfirmierten Drucken der seltenen Flugschrift. Sensationsgeleitete Darstellung der Empörung, die General Bernadotte unter den Wienern hervorrief, als er die Tricolore aus einem Fenster der französischen Botschaft hängen ließ. Jean Baptiste Jules Bernadotte (1763-1844), später unter dem Namen Karl XVI. Johann, König von Schweden, war von Januar bis Mai 1798 Botschafter in Wien, wo der aus Ostpreußen stammende Verfasser Karl Glave (1752-1831) zur selben Zeit lebte. – Titel und Schlussblatt etwas stärker fleckig, Titel auch mit kleinen Eckläsuren.
Görres, Joseph von. Europa und die Revolution. 1 Bl., 356 S., 1 Bl. 19,4 x 11,3 cm. Modernes Halbleder mit rotem RSchild. Stuttgart, J. B. Metzler, 1821.
Goedeke VI 205, 29. Borst 1358. – Erste Ausgabe. "Da Görres auch seine alten Anschauungen über die Neuordnung des Staatswesens wiederholte, so wurde auch dieses Buch in Preußen verboten" (ADB). In seiner Schrift wendet sich Görres dezidiert gegen den Polizeistaat und spricht sich für Rede- und Pressefreiheit, die Selbstverwaltung der Gemeinden sowie für gleiche Rechte und Pflichten aller Bürger aus. – Papierbedingt gebräunt und etwas stockfleckig.
Goethe, Johann Wolfgang von
Herrmann und Dorothea. Neue Ausgabe
Los 2044
Schätzung
150€ (US$ 170)
Goethe, Johann Wolfgang von. Herrmann und Dorothea. Neue Ausgabe. 235 S., 2 w. Bl. Mit gestochenem Frontispiz, gestochenem Titel mit Vignette und 9 Kupfertafeln von Bolt und Kohl nach Catel. 15,5 x 9,5 cm. Roter strukturgeprägter Pappband d. Z. (etwas berieben, Rücken leicht ausgeblichen) mit dezenter RVergoldung und Deckelfilete. Braunschweig, Friedrich Vieweg, 1808.
Goedeke IV/3, 334, 68, 16. – Zuerst 1797 erschienen. Mit dem Nebentitel "Neue Schriften". Die schönen Kupfer mit Miniaturdarstellungen und Allegorien der Musen im Sockel. – Nur vereinzelte schwache Flecken.
Goethe, Johann Wolfgang von
Leben des Benvenuto Cellini. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1803
Los 2045
Schätzung
240€ (US$ 273)
Goethe, (Johann Wolfgang von). Leben des Benvenuto Cellini, florentinischen Goldschmieds und Bildhauers, von ihm selbst geschrieben. Übersetzt und mit einem Anhange herausgegeben von Goethe. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 316 S.; 1 Bl., 334 S. Mit gestochenem Titel und gestochenem Frontispiz. Moderner marmorierter Halbpergamentband mit montiertem RSchild. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1803.
Goedeke IV/3, 316, 46a. Hagen 286. Kippenberg I, Nr. 380. Hirzel A 248. Speck 2308. – Erste vollständige Buchausgabe. Zunächst 1797 als Folge in den Horen erschienen, hier erstmals in erneuter Überarbeitung und mit dem ergänzenden "Anhang zur Lebensbeschreibung des Benvenuto Cellini, bezüglich auf Sitten, Kunst und Technik". Benvenuto Cellinis zwischen 1558 und 1566 entstandene Autobiographie erschien erstmalig 1728 nach einer handschriftlichen Kopie. Goethes Übersetzung beruht auf der englischen Ausgabe von Thomas Nugent. – Leicht stockfleckig. Schönes Exemplar.
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