Paradin, Claude
Devises Heroiques. Lyon, Jean de Tournes, 1551. - Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen
Los 1175
Zuschlag
800€ (US$ 920)
Paradin, Claude. Devises héroiques. 126 S. Mit 116 (von 118) ganzseitigen Textholzschnitten und Titelholzschnitt-Druckermarke. Ca. 12,5 x 7,5 cm. Modernes Halbpergament (etwas fleckig, leicht geworfen). Lyon, Jean de Tournes, 1551.
Praz 444. Vgl. Adams P 291. STC 336. Landwehr, Emblem Books Low Countries 469. Brunet IV, 358 (spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen. "The first illustrated volume of devices with explanatory text ... A book which played a very important role in the European emblem tradition" (Landwehr). Claude Paradin (1510-1573) war französischer Historiker, Genealoge und Emblem-Sammler, der die ersten Ausgaben seiner beliebten "Devises Heroiques" bei der Offizin Jean de Tournes’ (1504-1564) herausgab. Ab 1561 übernahm der Humanist und Verleger Christoph Plantin (1520-1589) in Antwerpen die Publikation, er vermehrte die Holzschnitte und übersetzte den Text 1563 ins Niederländische, 1591 wurde er erstmals in englischer Sprache in London veröffentlicht. Unter den bekannten Persönlichkeiten, die Paradins Werk kannten und verwendeten, gehörte auch Maria Stuart (1542-1587) dazu, die das Emblem Ingenii Largitor für eine gewebte Bildwirkerei nutzte. – Blatt h1 fehlt. Leicht bis stärker wasserrandig, Bindung gebrochen. Vier Holzschnitte mit hs. Anmerkungen. Etwas fleckig und gebräunt. Sehr selten im Handel.
Paulus Diaconus
Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum
Los 1176
Zuschlag
320€ (US$ 368)
(Paulus Diaconus). Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum. 2 Teile in 1 Band. 172 num. Bl.; 75 (statt 78) num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und blattgroßem Textholzschnitt. 30,5 x 21 cm. Holzdeckelband d. Z. (bestoßen, mit Fehlstellen und Wurmgängen, Deckel gelöst; ohne Bezugsmaterial) mit 2 Messingschließen. Basel, Johannes Froben, 1516.
VD16 P 1053. – Zweite bei Froben erschienene Ausgabe der Sammlung berühmter Predigten der Kirchenväter. Der Titelholzschnitt von Teil II zeigt zwölf kleine Einzelbilder von Kirchenvätern, verteilt auf zwei Leisten. Im zentralen Hauptbild sind alle Kirchenväter unter der Taube des Heiligen Geistes vereint. – Es fehlen in Teil II die Blatt J3 und J4 sowie das Schlussblatt N6 mit dem Register. Titel lose, stärker fleckig und mit Radläsuren, erste Lage aus der Bindung gelöst und im unteren Bug leicht sporfleckig, Blatt N1 ebenfalls lose. Vier Blatt in Teil I im Bug alt verstärkt, dort auch mit Wurmspuren. Ohne Vorsätze. Durchgehend etwas fleckig und mit alten Annotationen, stellenweise mit Feuchtigkeitsrändern.
Piccolomini, Alessandro. L'institution morale. Mise en François, par Pierre de Larivey. 10 nn., 482 (statt 483) num., 1 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 23 x 17 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, Deckel mit Kratzspuren, oberes Kapital restauriert) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägter Arabeske mit ornamentalen Eckzwickeln, doppelter Filete und Goldschnitt. Paris, Abel l'Angelier, 1581.
Graesse V, 281. Nicht bei Adams und im STC. – Erste französische Ausgabe der auf Aristoteles' Nikomachischer Ethik basierenden Morallehre des aus Siena stammenden Dichters, Philosophen und Astronomen Alessandro Piccolomini (1508-1578); der Erstdruck erschien 1542 in Venedig. Die vorliegende Übertragung aus dem Toskanischen fertigte der seinerzeit berühmte französische Komödiendichter Pierre de Larivey (1541-1619). – Es fehlt ein Blatt. Titel und erste Blatt mit kleinen Randläsuren in der oberen rechten Ecke, Titel auch mit teils gestrichenen Sepianotaten, anfangs auch mit schmalen Feuchtigkeitsrändern, sonst sauber. Das Schlussblatt mit dem Druckprivileg mit Randeinriss. Durchgehend mit rötlichbrauner Sepiatinte regliert.
Pighius, Albertus. Controversiarum praecipuarum in comitijs Ratisponensibus tractatarum, et quibus nunc potissimum exagitatur Christi fides et religio, diligens, et luculenta explicatio. 4 nn., 283 num. Bl. 16,5 x 10,5 cm. Flexibles Pergament vom Ende des 17. Jh. (leicht angestaubt und gewellt, kleine Wurmspur auf dem Vorderumschlag, vom Block gelöst) mit hs. RTitel. Paris, C. Guillard, 1549.
STC 351. Jöcher III, 1562. Vgl. Adams P 1183 (Ausgabe 1542). – Spätere Ausgabe. Autor ist der niederländische römisch-katholische Theologe Albertus Pighius (1490-1542), ein "bekannter Widersacher Lutheri[s] ... Er war ein grosser Verfechter des römischen Stuhls, behauptete, daß Kayser und Könige auch in weltlichen Dingen ihre Gewalt vom Pabste hätten, und von demselben abgesetzt werden könnten" (Jöcher). – Titel im oberen Rand mit hs. Besitzvermerk. Gering gebräunt. Mit gestochenem Exlibris.
Plutarch. Opuscoli Morali. Divisi in due parti principali. Tradotti in volgare dal sign. 2 Bände. 12 Bl., 754 S., 1 w. Bl.; 15 Bl., 1 w. Bl., 368 num. Bl. 20,5 x 15,5 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (stark fleckig, Bezüge mit stärkeren Gebrauchsspuren, Einbände beinahe vom Block gelöst) mit goldgeprägtem RTitel. Venedig, Fioravante Prati, 1598.
EDIT16 CNCE 36021. – Zweibändiger venezianischer Druck der philosophischen Schrift Plutarchs, gedruckt Fioravante Pratis. – Vereinzelt alte Sepiamarginalien, zahlreiche neuere Bleistiftanstreichungen. Teilweise etwas gebräunt.
Reineck, Reiner. Historiae Iuliae, sive syntagmatis heroici. Teil II und III (von 3) in 2 Bänden. 8 Bl., 603 S., 10 Bl., 59 S.; 6 Bl., 595 S., 10 Bl., 70 S. Mit zwei Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 32 x 19 cm. Blindgeprägtes Halbschweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, mit Wurmlöchern sowie leicht geworfen) mit Deckelbezügen aus grün gefärbter makulatur Handschrift. Helmstedt, J. Lucius für A. Kirchner, 1595-1597.
VD16 R 887-888 und VD16 R 860. – Jeweils erste Ausgaben. Der fehlende erste Band erschien ebenda im Jahre 1594. – Papierbedingt gebräunt, etwas stockfleckig, teilweise mit Wurmlöchern und -gängen sowie leicht knickspurig. Teil 2 mit losen weißen Blatt. Beide Vorsätze mit gestochenem Exlibris.
Reineck, Reiner
Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss
Los 1188
Zuschlag
160€ (US$ 184)
Reineck, Reiner. Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss. et antiquiss. Welforum prosapia: e Germanica lingua in Latinam conversae. Item commentarius de Marchionum & Electorum Brandeburg etc. ... familia. 81 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und Buchschmuck in Holzschnitt. 33,5 x 20 cm. Pergament d. Z. (oberes Kapital eingerissen, gebräunt, fleckig und abgegriffen, mit kleinen Defekten am Rücken; vorderes Innengelenk grob durch Leinenstreifen verstärkt) mit goldgeprägtem Filetenrahmen auf den Deckeln sowie blindgeprägten Rollenstempeln von Johann Georg von Brandenburg. Frankfurt am Main, A. Wechel, 1581.
VD 16 R 860. Wegele 436. Haebler I, 182, X. – "Wesentliche Förderung" dieses Forschungsgebietes. Erste lateinische Ausgabe, erschien ein Jahr nach der deutschen Geschichte Brandenburgs mit Gewichtung auf den Übergang an das Haus Hohenzollern" (Wegele). – Die Spiegel erneuert, vorderer Vorsatz mit Besitzstempel. Papierbedingt gebräunt und braunfleckig. Titel mit kleinem Stück Papier am Rand restauriert. Letztes Blatt mit größerem Randeinriss.
Reinicken Fuchs, Von und Solis, Virgil
Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel...
Los 1189
Zuschlag
570€ (US$ 655)
Von Reinicken Fuchs. Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel, Alte weisen, Weise Meister, und alle andere kurtzweilige Bücher. 198 fol. Bl. Mit 42 Textholzschnitten. 14,5 x 10 cm. Pergamentband des 17. Jahrhunderts (etwas fleckig) in modernem Leinenschuber. Frankfurt, ohne Dr., 1566.
Goedeke II, 322, 3. Brunet IV, 1226 (frühere und spätere Ausgaben). Thieme-Becker XXXI 251 (spätere Ausgabe). Vgl ADB II, 590. – Nach Thieme-Becker, der allerdings ein späteres Erscheinungsjahr angibt, stammen die Holzschnitte von Virgil Solis (1514-1562). Ein Holzschnitt (Bl. 165 verso) ist mit VS monogrammiert. – Fester Innenspiegel mit montiertem Exlibris. Einige Holzschnitte von alter Hand ankoloriert. Registerseiten fehlen. Seltene Ausgabe eines der bekanntesten Volksbücher.
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