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Paradin, Claude
Devises Heroiques. Lyon, Jean de Tournes, 1551. - Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen
Los 1175

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600€ (US$ 682)

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Paradin, Claude. Devises héroiques. 126 S. Mit 116 (von 118) ganzseitigen Textholzschnitten und Titelholzschnitt-Druckermarke. Ca. 12,5 x 7,5 cm. Modernes Halbpergament (etwas fleckig, leicht geworfen). Lyon, Jean de Tournes, 1551.
Praz 444. Vgl. Adams P 291. STC 336. Landwehr, Emblem Books Low Countries 469. Brunet IV, 358 (spätere Ausgaben). – Erste Ausgabe der ersten Sammlung von Sinnbildern, die zur Erklärung verschiedener Embleme dienen. "The first illustrated volume of devices with explanatory text ... A book which played a very important role in the European emblem tradition" (Landwehr). Claude Paradin (1510-1573) war französischer Historiker, Genealoge und Emblem-Sammler, der die ersten Ausgaben seiner beliebten "Devises Heroiques" bei der Offizin Jean de Tournes’ (1504-1564) herausgab. Ab 1561 übernahm der Humanist und Verleger Christoph Plantin (1520-1589) in Antwerpen die Publikation, er vermehrte die Holzschnitte und übersetzte den Text 1563 ins Niederländische, 1591 wurde er erstmals in englischer Sprache in London veröffentlicht. Unter den bekannten Persönlichkeiten, die Paradins Werk kannten und verwendeten, gehörte auch Maria Stuart (1542-1587) dazu, die das Emblem Ingenii Largitor für eine gewebte Bildwirkerei nutzte. – Blatt h1 fehlt. Leicht bis stärker wasserrandig, Bindung gebrochen. Vier Holzschnitte mit hs. Anmerkungen. Etwas fleckig und gebräunt. Sehr selten im Handel.

Lot 1176, Auction  127, Paulus Diaconus, Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum

Paulus Diaconus
Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum
Los 1176

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450€ (US$ 511)

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(Paulus Diaconus). Homilie hoc est Conciones populares sanctissimorum ecclesie doctorum. 2 Teile in 1 Band. 172 num. Bl.; 75 (statt 78) num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und blattgroßem Textholzschnitt. 30,5 x 21 cm. Holzdeckelband d. Z. (bestoßen, mit Fehlstellen und Wurmgängen, Deckel gelöst; ohne Bezugsmaterial) mit 2 Messingschließen. Basel, Johannes Froben, 1516.
VD16 P 1053. – Zweite bei Froben erschienene Ausgabe der Sammlung berühmter Predigten der Kirchenväter. Der Titelholzschnitt von Teil II zeigt zwölf kleine Einzelbilder von Kirchenvätern, verteilt auf zwei Leisten. Im zentralen Hauptbild sind alle Kirchenväter unter der Taube des Heiligen Geistes vereint. – Es fehlen in Teil II die Blatt J3 und J4 sowie das Schlussblatt N6 mit dem Register. Titel lose, stärker fleckig und mit Radläsuren, erste Lage aus der Bindung gelöst und im unteren Bug leicht sporfleckig, Blatt N1 ebenfalls lose. Vier Blatt in Teil I im Bug alt verstärkt, dort auch mit Wurmspuren. Ohne Vorsätze. Durchgehend etwas fleckig und mit alten Annotationen, stellenweise mit Feuchtigkeitsrändern.

Lot 1177, Auction  127, Pflacher, Moses, Christliche Predig von dem unkraut des Zwinglischen unnd Caluinischen Irrthumbs

Pflacher, Moses
Christliche Predig von dem unkraut des Zwinglischen unnd Caluinischen Irrthumbs
Los 1177

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300€ (US$ 341)

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Pflacher, Moses. Christliche Predig von dem unkraut des Zwinglischen unnd Calvinischen Irrthumbs. 38 Bl. Mit Holzschnittinitialie. 19,5 x 14,5 cm. Flexibles Pergament (fleckig, knickspurig und geworfen sowie ohne die vier Verschlussbändchen). Regensburg, Johann Burger, 1584.
VD16 P 2383. Nicht im Adams und STC. – Erste Ausgabe. – Innengelenk am Titel offen, Titel mit größerem Einriss, insgesamt mit Randläsuren, braun- und fingerfleckig sowie feuchtrandig am Fußsteg.

Lot 1178, Auction  127, Piccolomini, Alessandro, L'institution morale

Piccolomini, Alessandro
L'institution morale
Los 1178

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500€ (US$ 568)

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Piccolomini, Alessandro. L'institution morale. Mise en François, par Pierre de Larivey. 10 nn., 482 (statt 483) num., 1 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 23 x 17 cm. Leder d. Z. (stärker berieben, Deckel mit Kratzspuren, oberes Kapital restauriert) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägter Arabeske mit ornamentalen Eckzwickeln, doppelter Filete und Goldschnitt. Paris, Abel l'Angelier, 1581.
Graesse V, 281. Nicht bei Adams und im STC. – Erste französische Ausgabe der auf Aristoteles' Nikomachischer Ethik basierenden Morallehre des aus Siena stammenden Dichters, Philosophen und Astronomen Alessandro Piccolomini (1508-1578); der Erstdruck erschien 1542 in Venedig. Die vorliegende Übertragung aus dem Toskanischen fertigte der seinerzeit berühmte französische Komödiendichter Pierre de Larivey (1541-1619). – Es fehlt ein Blatt. Titel und erste Blatt mit kleinen Randläsuren in der oberen rechten Ecke, Titel auch mit teils gestrichenen Sepianotaten, anfangs auch mit schmalen Feuchtigkeitsrändern, sonst sauber. Das Schlussblatt mit dem Druckprivileg mit Randeinriss. Durchgehend mit rötlichbrauner Sepiatinte regliert.

Lot 1179, Auction  127, Piccolomini, Francesco, Universa philosophia de moribus

Piccolomini, Francesco
Universa philosophia de moribus
Los 1179

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600€ (US$ 682)

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Piccolomini, Francesco. Universa philosophia de moribus. Nunc primum in decem gradus redacta, & explicata. 10 Bl., 596 S., 22 Bl. (Index). Mit Holzschnitt-Druckermarke. 32,5 x 21 cm. Pergament des 19. Jahrhunderts (vorderes Gelenk angeplatzt). Venedig, Francesco de' Franceschi, 1583.
Adams P 1124. Nicht bei Graesse und im STC. – Seltene erste Ausgabe. Philosophisches Hauptwerk des aus Siena stammenden Gelehrten Francesco Piccolomini (1523-1607), der Naturphilosophie an der Universität von Padua lehrte und sich hier mit Fragen der Ethik und Politik im Spannungsfeld von kirchlichem Aristotelismus und philosophischem Platonismus auseinandersetzt. Piccolomini war Anhänger des Averroisten Zimara und Gegner der Logik des Zabarella (vgl. Ziegenfuß II, 275). Ein zweiter Druck erschien ebenda 1594. – Schwach gebräunt oder braunfleckig, die letzten Blatt vom Index mit Wursmspuren (minimaler Buchstabenverlust), Titel ebenfalls mit unbedeutenden Wurmspuren, am Schluss auch mit kleinem Feuchtigkeitsrand im unteren Bug. Insgesamt wohlerhalten.

Lot 1180, Auction  127, Pighius, Albertus, Controversiarum praecipuarum

Pighius, Albertus
Controversiarum praecipuarum
Los 1180

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150€ (US$ 170)

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Pighius, Albertus. Controversiarum praecipuarum in comitijs Ratisponensibus tractatarum, et quibus nunc potissimum exagitatur Christi fides et religio, diligens, et luculenta explicatio. 4 nn., 283 num. Bl. 16,5 x 10,5 cm. Flexibles Pergament vom Ende des 17. Jh. (leicht angestaubt und gewellt, kleine Wurmspur auf dem Vorderumschlag, vom Block gelöst) mit hs. RTitel. Paris, C. Guillard, 1549.
STC 351. Jöcher III, 1562. Vgl. Adams P 1183 (Ausgabe 1542). – Spätere Ausgabe. Autor ist der niederländische römisch-katholische Theologe Albertus Pighius (1490-1542), ein "bekannter Widersacher Lutheri[s] ... Er war ein grosser Verfechter des römischen Stuhls, behauptete, daß Kayser und Könige auch in weltlichen Dingen ihre Gewalt vom Pabste hätten, und von demselben abgesetzt werden könnten" (Jöcher). – Titel im oberen Rand mit hs. Besitzvermerk. Gering gebräunt. Mit gestochenem Exlibris.

Lot 1181, Auction  127, Pighius, Albertus, Hierarchiae ecclesiasticae assertio

Pighius, Albertus
Hierarchiae ecclesiasticae assertio
Los 1181

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1.800€ (US$ 2,045)

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Im einstigen Kettenband der Franziskaner-Bibliothek zu Bad Tölz
Pighius, Albertus. Hierarchiae ecclesiasticae assertio. 8 nn., 344 num. Bl. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 30 x 20 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken mit weißem Papier überklebt und mit 2 hs. RSchildern, kleinem Bibliotheksschildchen, etwas beschabt und bestoßen, VDeckel mit abgeriebenem älteren Titelschild) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit 2 intakten punzierten und ziselierten Messingschließen). Köln, Johannes Birckmann, 1558.
VD16 P 2756. ADB XXVI, 125f. Jöcher III, 1563. – Fünfte Kölner Ausgabe der wichtigen "Kirchenhierarchie" des Albert Pigge, latinisiert zu Albertus Pighius, der zwischen 1490 und 1542 nachweisbar ist und als aus Kampen stammender katholischer Theologe u. a. unter dem berühmten Adrian Florisz. an der Universität zu Löwen studiert hatte. Neben seinen theologischen Studien befasste er sich vor allem mit Mathematik und Astronomie: "Papst Paul III. ließ sich von ihm in der Mathematik unterweisen und verlieh ihm als Anerkennung dafür 1535 die Propstei von St. Johann zu Utrecht nebst einer bedeutenden Geldsumme. Dennoch gerieth er, infolge eines langwierigen und kostspieligen Processes mit dem Utrechter Magistrat, wobei es sich um die herrschaftlichen Rechte seiner Propstei handelte, in finanzielle Bedrängniß. Nicht nur als Mathematiker und Astronom, sondern auch als Vertheidiger des katholischen Glaubens und besonders der kirchlichen Hierarchie, hatte er große Verdienste. Seine Hauptarbeit auf diesem Gebiete ist die 'Hierarchie ecclesiasticae assertio', welche zu Köln 1538, 1544, 1558 und 1572 in einem Folioband erschien und vom englischen Theologen John Leland in seiner 'Amphilarchia in Alb. Pighium' widerlegt worden ist."
Pigge selbst hatte sich in seinem Paul III. gewidmeten Werk vehement gegen die Abkehrung Heinrichs VIII. von der katholischen Kirche und dem Papstum gewandt, auch kämpfte er gegen die lutherische Glaubenslehre als einer der frühen Vertreter der sich formierenden Gegenreformation. – Stellenweise papierbedingt etwas gebräunt, Fol. 11-119 etwas braunfleckig, Fol. 57 mit Stempel, die letzten vier Blätter mit Tintenfleck im Rand. – Vorgebunden: Clemens Alexandrinus. Opera, quae quidem extant opera. Gentiano Herveto interprete. 3 nn., 162 num., 6 nn. Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. Basel, (Isengrin), 1556. - VD16 C 4069. Übersetzung der Werke des östlichen Kirchenvaters Clemens von Alexandria (150-215) durch den französischen Humanisten Gentien Hervet (1490-1884) aus dem Griechischen ins Lateinische. - Titel mit altem hs. Besitzvermerk und Stempel. Titel und das folgende Blatt im unteren Drittel etwas wurmstichig, mit minimalstem Buchstabenverlust. Text anfangs mit einem kleine Wurmloch. Fols. 31 und 12 gestempelt, sowie der obere Schnitt mit Monogramm. - In bemerkenswert festem Einband, gutes Exemplar aus der aufgelassenen Franziskanerbibliothek zu Bad Tölz. Der hs. (durchgestrichene) Vermerk lautet "Monasterij ad S. S. Franciscanos pro Bibl. Tölzius". Der Band gehört also zu den wenigen, die die Zerstörung der Bibliothek im Zuge der Säkularisation 1802 überstanden und im Handel kursierend bewahrt werden konnten.

Der bemerkenswert schöne Einband mit reicher Blindprägung zeigt eine Erlöserrolle mit König David bis zu Christus mit Kreuz. Auf dem Rücken oben sieht man noch einen einst festen Eisenstift, der einst einen Ring aufwies, an dem eine Kette den Band mit dem Lesepult verband, um ihn vor Diebstahl zu sichern und gleichzeitig dem Leser zur Verfügung zu stellen.

Lot 1182, Auction  127, Plinius Caecilius Secundus, Gaius, Historaiae mundi libri XXXVII

Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Historaiae mundi libri XXXVII
Los 1182

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300€ (US$ 341)

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Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Historiae mundi libri XXXVII. 49 Bl., 409 S., 116 Bl. Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 11,5 x 7,5 cm. Schweinsleder d. Z. (stark lädiert, stark berieben, Rücken fehlt und mit mehreren Wurmgängen) über Holzdeckel mit zwei Messingschließen. Lyon, Jacob Iunta, 1561.
Adams P 1576. – Späterer Nachdruck der zuerst 1510 erschienenen Ausgabe. – Vorderes Innegelenk offen. Titel mit Bibliotheksstempel "Franziskaner Kloster Dettelbach" und hs. Besitzvermerk der Zeit. Vereinzelt leicht braun- und fingerfleckig sowie etwas feuchtfleckig und -randig.

Lot 1183, Auction  127, Plinius Secundus, Gaius d. Ä., Historiae mundi libri triginta septem

Plinius Secundus, Gaius d. Ä.
Historiae mundi libri triginta septem
Los 1183

Schätzung
750€ (US$ 852)

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Plinius Secundus, Gaius d. Ä. Historiae mundi libri triginta septem. 14 nn. Bl., 976 Spalten, 82 nn. Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 33 x 21 cm. Pergament d. Z. (berieben und bestoßen, mit einigen Fehlstellen, unteres Kapital fehlt und Rückengelenk mit Einriss). Lyon, Marcel Bering, 1548.
Adams P 1571. Nicht im VD16 (nicht die Ausgabe aus dem Jahr 1548) und nicht im STC. Vgl. Schweiger 788. Graesse V, 340. – Französischer Druck der klassischen naturwissenschaftlichen Enzyklopädie des Altertums in 37 Büchern, mit den Kommentaren des böhmischen Gelehrten Sigismund Gelenius (1497-1554). Plinius der Ältere (23 - 79 n. Chr.) durchlief eine militärische Beamtenkarriere und war u. a. als Kommandant des Flottenstützpunktes in Misenum und als Prokurator für Vespasian tätig. Er kam beim Ausbruch des Vesuv ums Leben. Von seinen vielen Schriften ist eigentlich nur die vorliegende Naturgeschichte erhalten geblieben. Sein großes Geschichtswerk mit der Darstellung der Geschichte von ca. 47 bis zur Regierungszeit von Vespasian ist verloren; Tacitus hat diese Ausgabe zwar kritisiert, aber auch ausgiebig benutzt. In der vorliegenden Ausgabe, einer Enzyklopädie unterschiedlichster Themen überliefert er uns weite Bereiche des antiken Wissens, oft auch eine Kompilation aus bedeutenden Werken anderer Autoren. Das Werk ist in Sachgebiete unterteilt. Nach einer allgemeine Beschreibung folgen eine Länder- und Völkerkunde, Anthropologie und Physiologie des Menschen, Zoologie, Botanik, Heilmittel aus Pflanzen und Tieren, Mineralogie, Metallurgie. Gerade in den letzten Abschnitten auch mit Hinweisen zu dern Verwendbarkeit in der Malerei und Plastik. Zum Schluss mit Kapiteln über Gold, Silber, Edelsteine und Farben. Auch heute noch eine Fundgrube für alle Sachgebiete. Nach der Überlieferung hat Plinius etwa 2000 Bücher durchgearbeitet und für seine Texte verwendet. – Titel und zweites Blatt kleben aneinander, beide mit stärkeren Wurmfras. Insgesamt braun-, stock- und fingerfleckig.

Lot 1184, Auction  127, Plutarch, Opuscoli Morali. Diuisi in due parti principali

Plutarch
Opuscoli Morali. Diuisi in due parti principali
Los 1184

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Plutarch. Opuscoli Morali. Divisi in due parti principali. Tradotti in volgare dal sign. 2 Bände. 12 Bl., 754 S., 1 w. Bl.; 15 Bl., 1 w. Bl., 368 num. Bl. 20,5 x 15,5 cm. Pergament des 17. Jahrhunderts (stark fleckig, Bezüge mit stärkeren Gebrauchsspuren, Einbände beinahe vom Block gelöst) mit goldgeprägtem RTitel. Venedig, Fioravante Prati, 1598.
EDIT16 CNCE 36021. – Zweibändiger venezianischer Druck der philosophischen Schrift Plutarchs, gedruckt Fioravante Pratis. – Vereinzelt alte Sepiamarginalien, zahlreiche neuere Bleistiftanstreichungen. Teilweise etwas gebräunt.

Lot 1185, Auction  127, Quintin, Jean, Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can

Quintin, Jean
Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can
Los 1185

Schätzung
800€ (US$ 909)

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Hauptwerke zur Definition, wer zu den Häretikern gehört
Quintin, Jean. Haereticorum catalogus, & historia qualem Gratianus post Isidorum digessit in Can. Quidam autem. xxiiij. Quæst. iii. [und:] Quintus Septimus Florens Tertullianus. Tertvlliani liber adversvs haereticos. 2 Werke in 1 Band. 27 S.; 134 S., 1 w. Bl. Mit 2 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken. 22,4 x 17,2 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas wellig und sprenkelfleckig). Paris, Andreas Wechel, 1560 und 1561.
STC 417. Adams Q 74 und T 418. – Die beiden einflussreichen Schriften über Häresie und Häretiker von dem französischen Priester und Johannes-Ordensritter Johannes Quintinus, vulgo Jean Quintin (1500-1561), in dem dieser die bedeutensten Abweichler der orthodoxen Kirchenlehre seit der Antike bis in die Gegenwart bei Namen nennt. Angefangen von dem Magier Simon, über Menadros, die "Cathari, propter mundiciam ita se nominaverunt. Gloriantes enim de suis meritis, negant paenitentibus veniam preccatorum [...]", die "Manichaei, à quodam Persa extiterunt, qui vocatus est Manes [...]" und viele mehr, die mit Beschreibung ihren Irrlehren verzeichnet sind.
Es schließt sich Tertullians Traktat "liber adversus haereticos" an, seine Prozessreden gegen die Häretiker mit dem Urteil, dass Häretiker keinen Anspruch auf die Heilige Schrift hätten, weil sie die Schriften nicht von den Aposteln geerbt hätten. Er argumentierte, dass die wahre Lehre durch die apostolische Nachfolge gesichert sei, die nur in der katholischen Kirche existiere. – Kleine ältere Rasur auf dem ersten Titel, leicht gewellt und knickspurig, letzten Seiten alt angstaubt, insgesamt im Block aber wohlerhalten und frisch, in herrlicher Typographie. Vorsatz mit hs. Eintrag und mit Makulaturstück einer Handschrift des 15. Jahrhunderts.

Lot 1186, Auction  127, Ravenna, Petrus von, Compendium pulcherrimum Juriscanonici

Ravenna, Petrus von
Compendium pulcherrimum Juriscanonici
Los 1186

Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)

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Ravenna, Petrus von. Compendium pulcherrimum juriscanonici clarissimi juris utriusque Doctoris et Equitis Petri Ravennatis. In quo innumerabilia aurea et elegantia dicta continentur. Teil I-III in 1 Band. 67 (von 85), 130, 109 nn. Bl. Mit teilkolorierter Holzschnitt-Vignette auf dem Titel und Druckermarke am Schluss. 31 x 21 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit hs. RTitel und zwei Messingschließen. Wittenberg, Wolfgang Stöckel, 1504.
VD16 T 1533, T 1534 und T 1538. – Erste Ausgabe des juristischen Werkes von Petrus von Ravenna (1448-1508) in drei Teilen in einem Band. – Es fehlen im ersten Teil die Lagen A6-D5, Titel mit hs., teils radiertem Besitzvermerk und Bibliotheksstempel "F. Loew. Ros. Canzlei-Bibliothek". Insgesamt mit Wurmgängen (mit kleinem Textverlust), teilweise braun- und fingerfleckig, papierbedingt gebräunt, mit Randläsuren und mit hs. Notizen d. Z. am Rand. Mit radiertem Exlibris auf dem Vorsatz.

Reineck, Reiner
Historiae Iuliae, sive syntagmatis heroici
Los 1187

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Reineck, Reiner. Historiae Iuliae, sive syntagmatis heroici. Teil II und III (von 3) in 2 Bänden. 8 Bl., 603 S., 10 Bl., 59 S.; 6 Bl., 595 S., 10 Bl., 70 S. Mit zwei Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 32 x 19 cm. Blindgeprägtes Halbschweinsleder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, mit Wurmlöchern sowie leicht geworfen) mit Deckelbezügen aus grün gefärbter makulatur Handschrift. Helmstedt, J. Lucius für A. Kirchner, 1595-1597.
VD16 R 887-888 und VD16 R 860. – Jeweils erste Ausgaben. Der fehlende erste Band erschien ebenda im Jahre 1594. – Papierbedingt gebräunt, etwas stockfleckig, teilweise mit Wurmlöchern und -gängen sowie leicht knickspurig. Teil 2 mit losen weißen Blatt. Beide Vorsätze mit gestochenem Exlibris.

Lot 1188, Auction  127, Reineck, Reiner, Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss

Reineck, Reiner
Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss
Los 1188

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Reineck, Reiner. Origines illustriss. stirpis Brandeburgicae, seu historiae expositiones geminae de nobiliss. et antiquiss. Welforum prosapia: e Germanica lingua in Latinam conversae. Item commentarius de Marchionum & Electorum Brandeburg etc. ... familia. 81 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und Buchschmuck in Holzschnitt. 33,5 x 20 cm. Pergament d. Z. (oberes Kapital eingerissen, gebräunt, fleckig und abgegriffen, mit kleinen Defekten am Rücken; vorderes Innengelenk grob durch Leinenstreifen verstärkt) mit goldgeprägtem Filetenrahmen auf den Deckeln sowie blindgeprägten Rollenstempeln von Johann Georg von Brandenburg. Frankfurt am Main, A. Wechel, 1581.
VD 16 R 860. Wegele 436. Haebler I, 182, X. – "Wesentliche Förderung" dieses Forschungsgebietes. Erste lateinische Ausgabe, erschien ein Jahr nach der deutschen Geschichte Brandenburgs mit Gewichtung auf den Übergang an das Haus Hohenzollern" (Wegele). – Die Spiegel erneuert, vorderer Vorsatz mit Besitzstempel. Papierbedingt gebräunt und braunfleckig. Titel mit kleinem Stück Papier am Rand restauriert. Letztes Blatt mit größerem Randeinriss.

Lot 1189, Auction  127, Reinicken Fuchs, Von und Solis, Virgil, Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel...

Reinicken Fuchs, Von und Solis, Virgil
Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel...
Los 1189

Schätzung
350€ (US$ 398)

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Von Reinicken Fuchs. Ander Theil deß buchs Schimpff und Ernst, welches nit weniger kurtzweilig denn Centum Nouella, Esopus, Eulenspiegel, Alte weisen, Weise Meister, und alle andere kurtzweilige Bücher. 198 fol. Bl. Mit 42 Textholzschnitten. 14,5 x 10 cm. Pergamentband des 17. Jahrhunderts (etwas fleckig) in modernem Leinenschuber. Frankfurt, ohne Dr., 1566.
Goedeke II, 322, 3. Brunet IV, 1226 (frühere und spätere Ausgaben). Thieme-Becker XXXI 251 (spätere Ausgabe). Vgl ADB II, 590. – Nach Thieme-Becker, der allerdings ein späteres Erscheinungsjahr angibt, stammen die Holzschnitte von Virgil Solis (1514-1562). Ein Holzschnitt (Bl. 165 verso) ist mit VS monogrammiert. – Fester Innenspiegel mit montiertem Exlibris. Einige Holzschnitte von alter Hand ankoloriert. Registerseiten fehlen. Seltene Ausgabe eines der bekanntesten Volksbücher.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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