153050

Lose pro Seite


Lot 325, Auction  126, Acta eruditorum, Jahrgang 1703 und 1704

Acta eruditorum
Jahrgang 1703 und 1704
Los 325

Zuschlag
260€ (US$ 295)

Details

NATURWISSENSCHAFTEN
Acta eruditorum. Jahrgang 1703 und 1704. 2 Teile in 1 Band. 1 Bl., 582 S.; 1 Bl., 592 S. Mit 12 gefalteten Kupfertafeln. 21 x 16,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen und fleckig) über Holzdeckel mit goldgeprägtem Monogramm auf dem VDeckel "F" sowie 2 Messingschließen. Leipzig, Christian Goez, 1703-1704.
Vgl. Ravier 156, 158-159, 235-239. – Frühe wissenschaftliche Zeitschrift mit meist Artikeln von dem Mathematiker und Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716). – Papierbedingt gebräunt und minimal fleckig sonst gutes Exemplar.

Beyer, Johann Hartmann
Stereometriae inanium nova et facilis ratio
Los 328

Zuschlag
800€ (US$ 909)

Details

Beyer, Johann Hartmann. Stereometriae inanium nova et facilis ratio, geometricis demonstratio nibus confirmata. 6 Bl., 267 S., 19 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und zahlreichen Textholzschnitten und mathematischen Tabellen. 19 x 15,5 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben, mit neuerem papierrückenschild). Frankfurt, Zacharias Palthenius für Jonas Rose, 1603.
Poggendorff I, 183. Tomash-Williams, The Erwin Tomash Library on the History of Computing, B 149. Witthöft, Deutsche Bibliographie zur historischen Metrologie, S. 88 (deutsche Ausgabe). NDB II, 204. – Lateinische Ausgabe von Ein newe und schöne Art der Vollkommenen Visier-Kunst. Beide Ausgaben erschienen 1603, und die Dedicatio ist in beiden, obwohl unterschiedlich im Text, auf den 12. September datiert. Bedeutende Arbeit zur Volumenberechnung von Behältern, ein Vorläufer von Keplers "Nova Stereometria", die zwölf Jahre später erschien und auch auf Beyer Bezug nahm. "An early basic work on gauging, with emphasis on the calculation of the volume contained in various solid geometric figures. Beyer also discusses the extraction of cube roots, gives practical examples of gauging and includes tables for such things as the circumference and area of circles having diameters from 0.1 to 108 units in steps of 0.1 unit” (Tomash-W.). "Daß er die Dezimalbrüche in Deutschland eingeführt hat, erkennt auch ausdrücklich der Wittenberger Professor der Mathematik Aegidius Strauch in seinen 1662 veröffentlichten 342 Aphorismen 'De numerorum doctrina' an" (NDB). – Blatt Eeii mit Blattabriss im unteren Rand (etwas Bildverlust), anfangs im oberen Bug mit verblasstem Feuchtigkeitsrand, Titel gestempelt. Sonst schönes und wohlerhaltenes Exemplar. Innenspiegel mit modernem Exlibris von Erwin Tomash, dessen Bibliothek 2018 von Sotheby's versteigert wurde.

Lot 329, Auction  126, Bion, Nicolai, Neu-eröffnete mathematische Werck-Schule

Bion, Nicolai
Neu-eröffnete mathematische Werck-Schule
Los 329

Zuschlag
300€ (US$ 341)

Details

Bion, Nicolai. Neu-eröffnete mathematische Werck-Schule, oder gründliche Anweisung, wie die mathematische Instrumenten nicht allein schicklich und recht zu gebrauchen, sondern auch zu verfertigen sind. Zweyte Auflage. 3 Teile in 1 Band. 8 Bl., 394 S.; 4 Bl., 48 S.; 6 Bl., 176 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, je einer Tietlvignette in Holz- und Kupferstich und zusammen 60 gefalteten Kupfertafeln. 20,5 x 16 cm. Pergamentband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben) mit RTitel. Nürnberg, Monath, 1717-1721.
Graesse I, 428f. Poggendorff I, 195. Vgl. Fromm 3274. – Zweite deutsche Ausgabe dieser Schrift über den Gebrauch und die Konstruktion mathematischer Instrumente, die zuerst 1713 unter dem Titel Traité de la construction et des principaux usages des instruments de mathématiques erschien und zahlreiche Auflagen und Übersetzungen erlebte. Die deutsche Übertragung besorgte der Nürnberger Astronom Johann Gabriel Doppelmayr (1677-1750). Die Kupfer zeigen mathematische, geodätische und nautische Instrumente aller Art, der seltene dritte Band befasst sich nur mit astronomischen Instrumenten. Entsprechend zeigen die Tafeln astronomische Globen, Himmelskarten, Uhren, Sextanten und verschiedene Messgeräte. Jeder Teil mit eigenem Titelblatt. – Etwas fleckig, Gelenke angeplatzt, die Faltkupfer mit Quetschfalten und kleineren Randläsuren, eine Tafel in Teil III auch mit tieferem Falzriss. Titel fingerfleckig und mit kleinem Eckabschnitt.

Lot 332, Auction  126, Darwin, Charles, The Descent of Man

Darwin, Charles
The Descent of Man
Los 332

Zuschlag
300€ (US$ 341)

Details

Darwin, Charles. The Descent of Man, and Selection in Relation to Sex. Seventh thousand. 2 Bände. VIII, 423 S., 16 S.; VIII, 475 S., 16 S. Mit 76 Textholzstichen. 19 x 12 cm. OLeinen (kaum bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. London, Murray, 1871.
Garrison-Morton 170. Freeman 939. – Vierter Druck der ersten Ausgabe. Eines der wichtigsten Bücher der modernen Anthropologie. "This is really two works. The first demolished the theory that the universe was created for Man, while in the second Darwin presented a mass of evidence in support to his earlier hypothesis regarding sexual selections" (Garrison-Morton). "Die Theorie, daß der Mensch mit dem Affen irgendwelche entfernte Vorfahren gemeinsam habe, volkstümlich 'missing link' genannt , wurde erst mit Huxleys 'Man's Place in Nature' und Darwins 'Descent of Man' klar dargelegt" (Carter-Muir 316). – Beide Titel gestempelt. Band II teils unaufgeschnitten und fleckig. Papier leicht vergilbt. Von guter Gesamterhaltung.

Lot 334, Auction  126, Fichtel, Johann Ehrenreich von, Nachricht von den Versteinerungen des Großfürstenthums Siebenbürgen

Fichtel, Johann Ehrenreich von
Nachricht von den Versteinerungen des Großfürstenthums Siebenbürgen
Los 334

Zuschlag
1.400€ (US$ 1,591)

Details

Fichtel, Johann Ehrenreich von. Nachricht von den Versteinerungen des Großfürstenthums Siebenbürgen, mit einem Anhange und beygefügter Tabelle über die sämmtlichen Mineralien und Foßilien dieses Landes. Herausgegeben von der Gesellschaft Naturforschender Freunde zu Berlin. 158 S., 1 Bl. (Errata). Mit 7 gefalteten Kupfertafeln. 23,5 x 19,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen, Rücken beschabt) mit Rvergoldung, goldgeprägtem RSchildu und 2 späteren Signaturenschildchen. Nürnberg, Gabriel Nikolaus Raspe, 1780.
Poggendorff I, 743. – Einzige Ausgabe der Spezialabhandlung des aus Bratislava stammenden Juristen und autodidaktischen Mineralogen Johann Ehrenreich von Fichtel (1732-1795). "Wahrscheinlich durch seinen Freund, den Mathematiker und Mineralogen Johann Fridwalszky (†1784), Abt und Kanonikus zu Zips, angeregt, befaßte sich Fichtel neben seinen Berufsgeschäften auch mit den Naturwissenschaften. Im Rahmen von Reisenotizen beschrieb er unter genauer Fundortangabe Fossilien, fertigte Tabellen an mit der Beschreibung vornehmlich vulkanischer und metamorpher Gesteine und gab genaue Aufzeichnungen über Nichterze und Erze, dabei besonders auf Salz- und Goldvorkommen eingehend. Als vortrefflicher und kenntnisreicher Beobachter - seine Sammlung war in bezug auf Golderze eine der damals vollständigsten der Monarchie - verfaßte er umfangreiche Arbeiten, die ihn zum Begründer der mineralogischen, geologischen und paläontologischen Erforschung des Gebietes Siebenbürgen-Karpaten machen" (NDB V, 126). – Es fehlt der Haupttitel ("Beytrag zur Mineralgeschichte von Siebenbürgen" Teil I). Mit einigen im Rand beschnittenen Annotationen. Eine Falttafel mit sehr kleinem Randeinriss. Sehr schönes und sauberes Exemplar, Druck des Textes und der Tafeln auf sehr festem Bütten. – Beigebunden: Derselbe. Geschichte des Steinsalzes und der Steinsalzgruben im Großfürstenthum Siebenbürgen, mit einer, das Streichen des unterrirrdischen Salzstockes, durch mehrere Länder andeutenden Karte. 134 S., 1 Bl. (Errata). Mit 2 (statt 4) kolorierten gestochenen Faltkarten. Ebenda 1780. - Einzige Ausgabe, ebenfalls ohne den Haupttitel ("Beytrag zur Mineralgeschichte von Siebenbürgen" Teil II). Es fehlen zudem zwei Kupfer, eines der Kupfer mit Papierläsur in der Darstellung, sonst sehr schönes und sauberes Exemplar, der Druck ebenfalls auf sehr festem Bütten.

Lot 335, Auction  126, Gallitzin, Demetrius von, Sendschreiben an die kaiserliche Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg. Münster und Leipzig, Philipp Heinrich Perrenon, 1780. - Erste deutsche Ausgabe

Gallitzin, Demetrius von
Sendschreiben an die kaiserliche Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg. Münster und Leipzig, Philipp Heinrich Perrenon, 1780. - Erste deutsche Ausgabe
Los 335

Zuschlag
200€ (US$ 227)

Details

Gallitzin, Demetrius von. Sendschreiben an die kaiserliche Akademie der Wissenschaften zu St. Petersburg über einige Gegenstände der Electricität. 56 S. Mit gestochener Portrait-Silhouette und 3 gefalteten Kupfertafeln. 19,5 x 12 cm. Modernes Halbpergament (mit winzigen Gebrauchsspuren) mit geprägtem Rückentitel, Marmorpapierbezug und goldgeprägter Deckelfileten. Münster und Leipzig, Philipp Heinrich Perrenon, 1780.
VD18 11492767. Ronalds 180. Wheeler Gift 491. Zum Verfasser vgl. Mottelay 242 f. und Poggendorff I, 836 f. – Erste deutsche Ausgabe. Enthält insgesamt drei kleine Abhandlungen zu den damals ausgiebig erforschten Phänomenen der statischen Elektrizität. Das erste Schreiben datiert vom 2. Februar 1777 und erschien als "Lettre sur quelques objets d'Electricite" zuerst 1778 in Den Haag, im gleichen Jahr in russischer Sprache in St. Petersburg. Das zweite Schreiben (6. Juli 1778) ist betitelt mit: "Anmerkungen über die Wetterableiter, Spitzen u.s.w. an die Akademie der Wissenschaften und schönen Künste in Brüssel". Der dritte Teil (25. September 1778) ist wieder an die Petersburger Akademie gerichtet: "Beobachtungen über die natürliche Electricität welche geschieht vermittelst eines fliegenden Drachens...". Der Verfasser bezieht sich u. a. auf Erkenntnisse von Franklin, geht auch auf Hypothesen von Euler ein, und vergleicht diese mit Schlussfolgerungen aus seinen eigenen Versuchen und Beobachtungen. Fürst Gallitzin (1734-1803) war russischer Gesandter in Den Haag, machte sich aber vor allem als Naturwissenschaftler einen Namen. Er besaß eine große Mineraliensammlung und einen der größten elektrostatischen Generatoren jener Zeit. 1778 wurde er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg, später auch Mitglied in der Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina und der Royal Society. – Unbeschnittenes Exemplar. Innen gebräunt und stellenweise etwas braunfleckig.

Lot 339, Auction  126, Humboldt, Alexander von, Ansichten der Natur. Stuttgart und Tübingen, Cotta, 1849. - Maßgebliche dritte Auflage

Humboldt, Alexander von
Ansichten der Natur. Stuttgart und Tübingen, Cotta, 1849. - Maßgebliche dritte Auflage
Los 339

Zuschlag
100€ (US$ 114)

Details

Humboldt, Alexander von. Ansichten der Natur, mit wissenschaftlichen Erläuterungen. Dritte verbesserte und vermehrte Ausgabe. 2 Teile in 1 Band. XVIII, 362 S.; 2 Bl., 407 S. 17,5 x 11 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen und mit Schabspuren, Vorderdeckel mit gebrochener Ecke) mit Romantiker-RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Stuttgart und Tübingen, Johann Georg Cotta, 1849.
Goedeke VI, 261, 10. Löwenberg 181. Griep-Luber I, 0644. Sabin 33703. Poggendorff I, 1158. Vgl. Fischer, Cotta 648 und 1618. – Maßgebliche dritte Auflage, in der Humboldt noch in hohem Alter Ergebnisse seiner Reisen wesentlich veränderte und um die Erkenntnisse einer 1829 ins nördliche Asien unternommenen Expedition erweiterte. Bd. I. Ueber die Steppen und Wüste, Bd. II. Ideen zu einer Physiognomik der Gewächse. "Humboldt nennt seine 'Ansichten' sein Lieblingswerk, 'ein rein auf deutsche Gefühlsweise berechnetes Buch'." "Diese Sammlung ist der Ertrag einer fast sechsjährigen Forschungsreise, die Humboldt über Teneriffa nach Venezuela, Kolumbien, Ekuador, Mexiko und in die USA führte: eine der umfassendsten und bedeutendsten Forschungsreisen der Geschichte, die das Natur- und Erdbild - und in weiterem Umfang auch die Kultur Mittel- und Südamerikas erschloß" (KLL 1063). – Etwas stockfleckig, Titel mit zwei Besitzeinträgen, fl. Vorsatz mit weiterem altem Besitzeintrag sowie modernem Kugelschreibernotat.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2024 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2022 Galerie Gerda Bassenge