Luther, Martin. Kirchen Postilla. Das ist: Auslegung der Episteln und Evangelien an Sonntagen und fürnemsten Festen [und:] Dasselbe. Das ist: ... Evangelien von Ostern bis auff das Advent [und:] Dasselbe. Das ist: ... Evangelien an den fürnemsten Festen der heiligen vom Advent bis Oster [und:] Dasselbe. Das ist: ... Evangelien an den fürnemsten Festen der Heiligen von Ostern bis auffs Advent. 4 Teile in 1 Band. Mit 4 gestochenen Holzschnitten auf den Titeln und 100 Text-Holzschnitten. Der 1. und 3. Titel in Rot und Schwarz; Der 2. Titel in Schwarz und Rot. 32 x 20 cm. Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen, mit Fehlstellen und braunfleckig; ohne die Messingschließen) über Holzdeckeln und 4 Bünden mit 4 (von 8) Messingbeschlägen. Wittemberg, Hans Lufft und Hans Kraft, 1557-1559.
VD16 L 5622. VD16 ZV 17688. VD16 L 5624. VD16 L 5623. – Spätere Ausgaben. – Vorderes Innengelenk offen. Erster Titel mit auf Japan aufgezogen. Insgesamt leicht braun- und fingerfleckig mit kleinen Randläsuren.
Luther, Martin. Vom Schem Hamphoras: Und vom Geschlecht Christi. 65 Bl. 19 x 14,5 cm. Marmorierter Halbpergamentband um 1900 (etwas berieben und fleckig). Wittenberg, (Georg Rhau), 1543.
VD16 L 7061-7064. Benzing 3436-3439. – Einer von vier kollationsgleichen Drucken, die im Jahr des Erstdrucks bei Georg Rhau in Wittenberg erschienen. Die zweite von drei erschienenen wirkungsmächtigen Spätschriften Luthers, die von einer stark antijudaistischen Theologie und judenfeindlichen Stereotypen geprägt sind und als sogenannte Kampfschriften gegen das Judentum vielfach ideologisch eingenommen wurden. Schem Hamphoras bildet eine "Zusammenstellung der in 2. Mos. 14, 19-21 enthaltenen 216 Buchstaben. Ihnen wurde, wenn man sie richtig hersage, wunderbare Kraft beigelegt. Bei den Juden war die Mär verbreitet, dass Jesus eben mittels dieses Schem seine Wunder vollbracht habe, bis er zur Strafe gehängt worden sei" (Köstlin-Kawerau II, 590). – Erste zwei Blatt und das Schlussblatt mit kleiner angestückter Ecke, Titel oben mit schmalem Feuchtigkeitsrand, obere Ecke nahezu durchgehend mit zumeist verblasstem Wasserrand, Blatt Ni und Nii dort mit kleinerem Einriss.
Luther, Martin
Widder die hymelischen propheten von den bildern und Sacrament
Los 1158
Zuschlag
1.200€ (US$ 1,364)
Luther, Martin. Widder die hymelischen propheten von den bildern und Sacrament. 44 Bl. Mit großer, figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre. 20 x 13,5 cm. Modernes Leder (minimal berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Wittemberg, o. Dr. und J. (Lukas Cranach und Christian Döring,1525).
VD16 L 7470. – Seltene erste Ausgabe aus der Offizin von Lukas Cranach (1472-1553) und Christian Döring (gest. 1533). Die Holzschnittbordüre von Cranach besteht aus einer antiken Architektur, zwei Putten und der Luther-Rose. – Titel stärker gebräunt, mit größeren Fehlstellen und auf Papier aufgezogen sowie verso mit unleserlichem Besitzstempel. Blatt drei und vier mit hinterlegter fehlenden Ecke. Insgesamt etwas feucht- und braunfleckig, mit Randläsuren und Einrissen.
Mancinelli, Antonio. Omnia opera (Band I von 9). 48 Bl. Mit 2 figürlichen Holzschnitt-Initialen. 20,5 x 15 cm. Etwas späterer Pergamentband (berieben). Venedig, Johannes Tacuinus, 5.VIII.1507.
Nicht bei Adams und im STC. – Seltene Postinkunabel. Der italienische Humanist und Pädagoge Antonio Mancinelli (1452-1506) gehörte zum Kreis der römischen Akademie um Pomponius Laetus (vgl. Jöcher III, 95). Seine Werkausgabe ist noch ganz im Inkunabel-Stil ohne eigenes Titelblatt gedruckt. Nur der vorliegende erste Band ist als Werkausgabe bezeichnet. Unmittelbar unter dem Kopftitel "Omnia opera" folgt eine 1504 datierte kurze Vorrede Mancinellis ("Ad lectorem. Quae olim ca(n)dide lector Adolesce(n)s: Iuvenisve edidera(m) ...") mit einem Verzeichnis seiner Schriften. Der Band selbst enthält: Donati melioris secunda editio; Catonis carmen de moribus; De arte libellus; Catonis commentum. Alle nachfolgenden Bände erschienen als selbständige Einzelbände ohne Hinweis auf die Werkausgabe. – Im unteren Drittel durchgehend wasserrandig, stellenweise auch braunfleckig. Teilweise mit Wurmspuren im Bund und einzelnen kleinen Wurmgängen im Text. Unterer Schnitt mit kleinerer Nagespur, Titel mit gestrichenem Besitzeintrag.
Mathesius, Johannes. Historien, von deß ehrwürdigen in Gott seligen theuren Manns Gottes, D. Martin Luthers, Anfang, Lehre, Leben, standhaffter Bekenntnuß seines Glaubens, vnd sterben, ordentlich der Jarzal nach, wie sich solches alles habe zugetragen, beschrieben. Titel in Schwarz und Rot. 16 nn., 199 (von 200) num. Bl. 19 x 15,5 cm. Späterer Pappband mit Pergamenthandschrift des 15. Jh. (stärker gebräunt, etwas berieben). Nürnberg, Paul Kauffmann, 1600.
VD16 M 1501. Nicht bei Adams, im STC. – Spätere Ausgabe. "Als bleibendes Vermächtnis Mathesius's gelten seine 1566 veröffentlichten 'Luther-Historien', die bis heute nahezu 50 Auflagen erlebten. Dieses erste, aus 17 zwischen 1562 und 1565 gehaltenen Predigten hervorgegangene, prot. Lebensbild des Reformators diente den Lutherbiographen und Reformationshistorikern als Quelle ersten Ranges" (NDB XVI, 369f). Die Pergamenthandschrift enthält einen Auszug aus Augustinus' "Über den Gottesstaat". – Es fehlt das letzte Blatt. Titel im unteren Rand mit hs. Besitzvermerk "Besitzer Joh. Georg Eckart Fürth Lederhaendler". Leicht gebräunt, fleckig und angeschmutzt. Vorsätze erneuert.
Methodius, (Pseudo-). (De revelatione. Mit Kommentar von Wolfgang Aytinger und herausgegeben von Sebastian Brant). 68 Bl. Mit Titelholzschnitt und 60 großen Textholzschnitten (5 wiederholende). 21,4 x 15,6 cm. Halbpergament des 19. Jahrhunderts. (Basel, Michael Furter, 1515).
VD16 M 4935. STC 620. Adams M 1368. Fairfax Murray 289. Hieronymus I, 67. – Vierte illustrierte Auflage mit den Holzschnitten der ersten von 1498. Die Offenbarungen des Pseudo-Methodius mit dem Kommentar des Augsburger Geistlichen Wolfgang Aytinger (um 1465-1513) erschienen erstmals 1496 und wurden ab der zweiten Auflage (1498) auf Bestreben Sebastian Brants (1457 oder 1458-1521) mit zahlreichen Holzschnitten illustriert. "Die Holzschnitte zeigen, mit gewissem Naturalismus, Einflüsse Albrecht Dürers, können teilweise - wie der aus dem Narrenschiff übernommene 'Von vile der pfrunden' - vom Meister des Haintz Narr stammen" (Hieronymus).
Lange nahm man an das die Weltchronik von dem Bischof Methodius von Olympos (gest. 312) verfasst wurde, jedoch enstand das Werk erst im 7. Jahrhundert, sodass der anonyme Autor heute als Pseudo-Methodius bekannt ist. "Written with the idea of exciting the animosity of the Christians against the Turks" (Fairfax Murray). – Zwei Exlibris. Titel am Steg an ein neueres Vorsatzblatt montiert. Die ersten 4 Blättern (einschließlich Titel) mit kleinen Ausrissen (auch in die Darstellungen), diese hinterlegt und mit schwarzer Tinte nachgezeichnet, wenige Blätter mit hinterlegten Einrissen (ohne Textverlust). Vereinzelte hs. Bemerkungen, durchgehende hs. Nummerierung und kleiner Wasserrand oberhalb. Anfangs stärker braun- und sporfleckig, zum Ende hauptsächlich leicht fingerfleckig.
Münster, Sebastian. Florence tres noble cite des Tuscans, figurée comme elle est de nostre temps. Die Stat Florentz. Holzschnitt-Karte aus der "Cosmographiae universalis Lib. VI". Mit französischem Rückentext. 22 x 35,5 cm (Darstellung). Um 1550.
Hübsche Ansicht der Stadt Florenz von Sebastian Münster (1488-1552). – Mit Mittelfalz, etwas braunfleckig und mit verstärkter Fehlstelle.
Ortelius, Abraham
Indiae Orientalis insularumque adiacientium Typus
Los 1169
Zuschlag
1.600€ (US$ 1,818)
Ortelius, Abraham. Indiae Orientalis insularumque adiacientium Typus. Kolorierte Kupferstichkarte aus "Theatrum Orbis Terrarum". 35 x 50 cm (Plattenrand) bzw. 48,5 x 58,5 cm (Blatt). Unter Glas in teils goldgeprägtem Holzprofilrahmen. Antwerpen um 1575.
Die Karte stammt aus der lateinischen Ausgabe von Abraham Ortelius "Theatrum Orbis Terrarum" und zeigt den Pazifischen Ozean mit Japan, China, Indien, Amerika und zahlreiche Inseln. Mit Titelkartusche, bekröntem Wappen Persiens und mystischer Staffage in Form von zwei Meerjungfrauen und Seeungeheuern, die ein Schiff zum Kentern bringen. – Mit Mittelfalz, leicht braunfleckig am Rand sonst sehr gutesExemplar mit farbenprächtiger Kolorierung. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.
Ortelius, Abraham
Reliqua Britannicarum. Kolorierte Kupferkarte
Los 1170
Zuschlag
200€ (US$ 227)
Ortelius, Abraham. Reliqua Britannicarum Insularum. Kolorierte Kupferkarte aus dem "Theatrum Orbis Terrarum", gedruckt von zwei Platten und zusammenmontiert. Blattgröße ca. 38,5 x 55 cm. Unter Passepartout. 50 x 59,5 cm. Antwerpen ca. 1590.
Dekorative, frühe Karte der Britischen Inseln aus Abraham Ortelius’ (1527-1598) AtlasTheatrum Orbis Terrarum. Reich verziert mit kartographischen Schmuckelementen wie einer Widmungskartusche und drei Segelschiffen im Meer. – Stock- und braunfleckig sowie papierbedingt gebräunt.
Ovidius Naso, Publius
Opera, quibus in omnes metamorphoseos fabulas
Los 1172
Zuschlag
190€ (US$ 216)
Ovidius Naso, Publius. Opera, quibus in omnes metamorphoseos fabulas, praeter Lactantij argumenta, quoque accesserunt, Henrici Glareani et Longolij annotationes. Teil I-II in 1 Band. 16 Bl., 589 S.; 1 Bl., 91 S., 1 B. Mit 2 Holzschnitt-Titelbordüren und ganzseitiger Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 14,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (berieben, bestoßen, knickspurig). Basel, Heinrich Petri, 1560.
VD16 O 1533. – Zweite Ausgabe aus der Offizin Heinrich Petri (1508-1579) in Basel. Das letzte Blatt mit einer ganzseitigen Druckermarke in Holzschnitt von Petri. – Vorsatz und Titel mit hs. Besitzvermerk verso und recto. Innengelenk zwischen Blatt neun und zehn geöffnet. Insgesamt etwas stock- und braunfleckig, vereinzelt feuchtfleckig, knickspurig und mit hs. Notizen im Text.
Pausanias
Veteris Graeciae descriptio. Florenz, L. Torrentin, 1551
Los 1173
Zuschlag
400€ (US$ 455)
Pausanias. Veteris Graeciae descriptio. Romulus Amasaeus vertit. 7 Bl., 432 S., 40 Bl. Mit Holzschnitt-Titel und eine große, figürliche Holzschnitt-Initiale. 35 x 22,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (berieben, fleckig und Kapitale mit Einrissen). Florenz, L. Torrentin, 1551.
STC 496. Adams P 524. EDIT 16 CNCE 34583 – Der erste Druck aus der Offizin von L. Torrentin in Florenz. Pausanias (ca. 115-ca. 180) hinterließ mit diesem Werk einen der wichtigsten Reiseberichte über das antike Griechenland. – Titel mit zwei kleinen Wurmlöchlein, Innenstege offen, etwas stock- und fingerfleckig und durchgehend feuchtrandig am Fußsteg.
Petrus Lombardus. Sententiarum libri IIII. 12 Bl., 520 S., 20 Bl. Mit Holzschnittdruckermarke auf dem Titel. Leder d. Z. (Rücken und Deckel mit mehreren Fehlstellen, berieben und bestoßen) mit goldgeprägten floralen Stempeln auf dem Rücken, goldgeprägten Eckfleurons, blindgeprägten Deckelfileten und goldgeprägter ovaler Vignette auf den Deckeln. Löwen, Bartholomäus Grau, 1566.
Adams 911. Nicht im STC. – Zweite, bei Bartholomäus Grau erschienen Auflage. Die Lehrsätze, das Hauptwerk des scholastischen Theologen, Leiters der Kathedralschule von Notre Dame und Pariser Bischofs Petrus Lombardus (um 1095/1100-1160) enthalten in ausgewählten Passagen der Kirchenväter und Kirchenlehrer eine systematische Darstellung der gesamten Theologie und waren seit dem 13. Jahrhundert fester Bestandteil des theologischen Magisterstudiums. Das Werk erschien im 15. und 16. Jahrhundert in unzähligen Ausgaben, in denen der eigentliche Text teils mit überbordenden Kommentaren auf achtbändige Folioausgaben ausgeweitet wurden (z. B. Basel 1486). – Exlibris, der fl. Vorsatz mit kleinem Auriss. Wenig fleckig und gebräunt, seltene Knickspuren. Gutes Exemplar der seltenen Löwner Ausgabe in einem zeitgenössischen französischen Einband.
Pfintzing, Melchior
Die geuerlicheiten und eins teils der geschichten des Ritters Tewrdannkhs
Los 1175
Zuschlag
6.000€ (US$ 6,818)
Eines der schönste deutschen Holzschnittbücher des 16. Jahrhunderts
Pfintzing, Melchior. Die geuerlicheiten und eins teils der geschichten des loblichen streitbaren und hochberumbten helds und Ritters Tewrdannckhs. 289 (von 290; fehlt ein w.) Bl. Mit 118 (davon 27 ankolorierten) nummerierten halbseitigen Textholzschnitten. 34,5 x 22 cm. Halbschweinslederband des späten 19. Jahrhunderts (etwas berieben und bestoßen) mit 2 goldgeprägten RSchildern, RVergoldung und Marmorpapiervorsätzen sowie Sprenkelschnitt in moderner Leinenkassette. Augsburg, Johannes Schönsperger, 1519.
VD16 M 1651. Adams P 963. Fairfax-Murray 330. Lipperheide Cg 12. Dodgson I, 509, 19 und II, 58, 7. Oldenbourg L 120. Hollstein V, 112. Brunet V, 767f. – Zweiter Druck der zweiten Auflage des wohl aufwendigsten deutschen Holzschnittbuches des 16. Jahrhunderts. Während der erste Druck von 1517 von Kaiser Maximilian I. bekanntlich fast ganz zu Geschenkzwecken gebraucht wurde, war die vorliegende zweite Auflage ausschließlich zum Verkauf bestimmt. Für das von Maximilian in Auftrag gegebene und von dem Nürnberger Probst Melchior Pfintzing (1481-1535) poetisch gestaltete Werk, wurde eigens eine Drucktype mit ornamentalen Ober- und Unterschleifen aus der damaligen Kanzleischrift entwickelt, die als Vorläufer der Fraktur gilt (vgl. Arnim, Fünf Jahrhunderte Buchillustration, 70). Das vom kaiserlichen Sekretär Treitzsaurwein geordnete Werk erzählt allegorisch unter der Handlung einer Brautfahrt die Lebensgeschichte des Kaisers Maximilian I., sowie von Turnieren und Festlichkeiten des ausgehenden Mittelalters, welche mit diesem Werk eine kategorische quasi romantische Wiederbelebung erfuhr. – Das leere Blatt P5 fehlt, D1 und D8 verso mit Wasserfleck, keine anderen Blätter betroffen. Blatt a4 vor a3 gebunden. Lediglich 27 der Holzschnitte wurden meist in Violett, selten in anderen Farben ankoloriert, möglicherweise sollte das ganze Exemplar koloriert werden. Durchgehend etwas wurmlöchrig (minimaler Text- und Darstellungsverlust), teils stärker finger- und braunfleckig. Blätter ab und an gebräunt. Der Titel und 7 weitere Blätter hinterlegten Ein- und teils auch Ausrissen. Breitrandig beschnitten, bis auf den Kopfsteg, dieser selten mit minimalem Verlust der oberen Schriftschnörkel.
Plinius Secundus, (Gaius). Naturalis historiae opus, ab innumeris mendis a Iohanne Caesario vindicatum. Teil I und II (von ?) in 1 Band. 56 nn., 162 num.; 1 nn., num. Bl. 163-329. Mit 3 Holzschnittbordüren. Blindgeprägtes Leder d. Z. (fachmännisch restauriert, Rücken und Schließen erneuert). Köln, Cholinus, 1565.
Schweiger II, 786. Vgl. VD16 P 3547. Nicht bei Adams und Welcome. – Seltene Ausgabe, die erste von Caesarius bearbeitete Ausgabe erschienen 1524 in Köln. Wohl unvollständig, vorliegend Buch I-XI. – Etwas gebräunt, teilweise Feuchtigkeitsränder. Titel mit mehreren Stempeln. Etwa 10 Blätter mit kleiner Hinterlegung in der oberen Ecke.
Rabelais, François. Les oeuvres. Contenant cinq livres de la vie, faicts, & dits heroiques de Gargantua, & de son fils Pantagruel. Plus la Pronostification Pantagrueline, avec l'oracle de la dive Bacbue, & le mot de la bouteille. 3 Teile in 1 Band. Mit 4 wiederholten ornamentalen Holzschnitt-Titelbordüren. 11,5 x 6,5 cm. Leder des 17. Jahrhunderts (etwas berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Antwerpen, François Nierg, 1573.
Tchemerzine V, 311. Brunet IV, 1057. Rawles-Screech 67. – Erster Nierg-Druck des unter dem Obertitel "Les Oeuvres" veröffentlichten berühmten Romanzyklus Gargantua und Pantagruel, der Erstdruck erschien in fünf Bänden von 1532 bis 1564. Vorhanden sind alle fünf Bände, die Paginierung gliedert den Druck jedoch in nur drei Teile. Bis auf den Teil IV ist jeder Teil mit einem eigenen Titelblatt ausgestattet (der Teil I beginnt mit dem Haupttitel). "Edition extremement rare, décrite pour la première foit par M. Plan; elle est très bien imprimée, reproduit ligne par l'édition de Peirre Estard. 1571" (Tchemerzine). – Etwas braunfleckig.
Raemon, Florimond de
L'anti-christ et l'anti-papesse. Paris 1599
Los 1180
Zuschlag
200€ (US$ 227)
Raemon, Florimond de. L'anti-christ et l'anti-papesse. 14 nn., 485 num., 17 nn. Bl. Mit Titelkupfer, gestochener Portraittafel (in Pag.) Heinrichs IV. von Thomas de Leu. 23 x 16,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas gewellt, angestaubt und fleckig). Paris, L'Angelier, 1599.
Cioranescu 18809. Balsamo-Simonin 327. – Zweite Ausgabe. Der französische Jurist, ’conseiller du Roy en sa Cour de Parlement de Bourdeaus’, Gegenreformator und Historiker Florimond de Raemon (1540-1601) übt in der vorliegenden Abhandlung zum einen Kritik am "Tractatus de Antichristo" (1576) des Lambert Daneau (1530-1595), einem reformierten Theologen und Professor, zum anderen plädiert er für die Widerlegung der Legende von einer Päpstin namens Johanna, die als Johannes VIII. den Stuhl des heiligen Petrus bekleidete. Letzteres war zu der Zeit und im folgenden Jahrhundert eine ernsthafte Debatte zwischen Katholiken und Protestanten. – Titel und die folgenden Blätter im Rand ergänzend angesetzt. Stellenweise stärker feuchtrandig, vor allem zu Beginn und am Schluss.
Roccha, Petrus
Graecae interrogationes de octo partibus orationis
Los 1183
Zuschlag
190€ (US$ 216)
Roccha, Petrus. Graecae interrogationes de octo partibus orationis, quibus graeco sermone diligens praeceptor quam facillime studiosos discipulos interrogare poterit. 48 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 15 x 9,5 cm. Halbleder des späten 19. Jahrhunderts (etwas berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Venedig, J. A. und P. de Nicolinis de Sabio für A. Arrivabene, 1543.
EDIT 16 CNCE 32384. – Erste Ausgabe des kleinen Lehrbuchs des Griechischen. – Anfangs mit kleinerer Wurmspur im weißen Bug. Etwas fleckig, am Schluss stärker betroffen, dort auch mit bräunlichem Feuchtigkeitsrand und hinterlegten Fehlstellen im Bug.
Rößlin, Eucharius
Kreuterbuch, von natürlichem Nutz, und gründtlichem Gebrauch der Kreutter
Los 1184
Zuschlag
400€ (US$ 455)
(Rößlin, Eucharius. Kreuterbuch, von natürlichem Nutz, und gründtlichem Gebrauch der Kreutter). I-XIII, XV-XVIII, XXI-XXIIII, XXIX, XXXI-XXXIIII, XXXVI-XLI, XLIII-XLVII, L-LXI, LXIII-LXIIII, LXVI-LXXXI, LXXXV-LXXXVI, LXXXVIII-XCII, XCIIII-CXXI, CXXIII-CXXVI, CXXVIII, CXXX-CXXXVII, CXXXIX-CLXVI, CLXVIII-CLXXVIII, CLXXXI-CXCII, CXCIIII-CCXI, CCXIII-CCXXIII, CCXXV-CCLIII, CCLV-CCLXIII, 6 nn Bl. Mit zahlreichen teils kolorierten Text-Holzschnitten. 27,5 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (stark lädiert und VDeckel fehlt). Frankfurt, Christian Egenolff, 1550.
VD 16, ZV 13332. Benzing 235. Schreiber, Kräuterbücher S. 34 f. Nissen, BBI 1669. – Spätere Ausgabe des reich illustrierten Kräuterbuchs, hier in einem teils kolorierten Exemplar. Die zahlreichen Holzschnitte, z. T. von H. S. Beham stammend, zeigen nicht nur Kräuter und Pflanzen aller Art, sondern auch Tiere sowie vielerlei Gefäße, Destillieröfen, eine Edelsteinschleiferei, eine Badestube etc. Die beiden Titelholzschnitte zeigen eine Alchimistenwerkstatt, eine Apotheke nebst medizinischen Anwendungen etc.
Folgende Foliierung ist vorhanden: A6, B2-6, C1,3-6, D3-7, F1-2,4,6, G5, H5, J2-6, K6, L1,3-4,6, M6, N6, O3, P1-2,4-6, Q1-2,4-6, R6, S6, T6, V6, X1, 3-6, Y2,4-6, Z1-5, a6, b6, c1-2,4-6, d6, e2-4,6, f6, g4, h6, i6, k2-6, l6, m6, n6, o6, p1,3-6, q6, r1-2,4-6, s6, t6, v1, 3-6, x11. – Es fehlen der Titel und zahlreiche Blätter. Teils mit großen, manchmal hinterlegten, Fehlstellen. Etwas braun - und feuchtfleckig sowie mit Randläsuren.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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