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Horatius Flaccus, Quintus. Omnia poemata, cum ratione carminum, et argumentis ubique insertis. Interpretibus Acrone, Porphirione etc. 2 nn., 245 (recte: 247) num., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und 10 (9 wiederholten) Textholzschnitten. 30,5 x 21 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Bezug mit kleineren Fehlstellen, Deckel etwas geworfen) mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Hieronymus Scotus, 1544.
Adams H 886. Graesse III, 350. Sander 3465. – Zweispaltiger venezianischer Druck der von zahlreichen namhaften Gelehrten umfangreich kommentierten lyrischen Dichtung Horaz'. Der zu Beginn jedes Buches wiederholte Holzschnitt zeigt Horaz am Schreibpult. – Titel wasserrandig, fleckig, mit Wurmgängen, hs. Besitzvermerk, hs. Schenkungsvermerk und montiertem Bibliotheksschildchen des Kapuzinerklosters St. Jakob zu Köln. Erste und letzte Lagen mit Wurmgängen, teilweise mit geringem Textverlust. Unterschiedlich stark gebräunt und durchgehend wasserrandig.
Los 2062Horatius Flaccus, Quintus
Opera cum novo commentario
Auktion 127
Zuschlag
900€ (US$ 1,034)
Unikales Pergamentexemplar mit frühesten Fotografien
Horatius Flaccus, Quintus. Opera cum novo commentario ad modum Joannis Bond. 6 Bl., XLVI, 299 S. Mit in Rot und Schwarz gedrucktem Kupfertitel mit Bordüre, montiertem photographischen Frontispiz, 2 doppelblattgroßen photographischen Karten, 6 photographischen Ansichten auf Tafeln und 10 montierten photographischen Kopfvignetten. 14 x 8,3 cm. Pergament d. Z. (minimal angestaubt) mit rotem, goldgeprägtem RSchild, in moderner weißer, mit hellbraunem Veloursleder gefütterter Maroquin-Kassette mit intarsiertem Schlangenleder-Ornament. Paris, Firmin Didot, 1855.
Engelmann-Preuss 284. Brunet III, 325. – Wohl unikales Exemplar auf Pergament mit den Seiteneinfassungen in Rotdruck, den zusätzlichen photographischen Ansichten (in der Normalausgage nicht enthalten) und den photographischen Vignetten (in der Normalausgabe sind diese als Holzstiche eingedruckt). Eines der frühesten Beispiele für die Verwendung von Photographien in der Buchillustration. "Charmante édition présentant un exellent texte, un commentaire latin rédigé avec autant de savoir que de goût par M. Dübner, une vie d'Horace en français par M. Noël des Vergers, une préface intéressante de M. Ambroise-Firmin Didot. Le volume est décoré d'un joli frontispice et de vignettes pour chaque livre, par M. Barrias, et des exemplaires ont de plus les plans de la villa d'Horace et des campagnes environnantes, dressés par M. Rosa, et en outre les vues de ses campagnes, dessinées sur les lieux par M. Benouville" (Brunet). Die Ansichten bzw. Pläne zeigen Lage und Umgebung von Horaz' ehemaligem Landhaus. "The editor of the Horace refers to photography as the 'marvel of our century' ... occassionally photographs of engravings were vitilized in books of poems as a vehicle to reproduce drawings or engravings: the 1855 Horace ... In both cases photographs replace engravings, assuming more of a functional than esthetic role" (The truth of lens, N. Y. Grolier Club, 1980 Nr. 179). – Aus der Bibliothek des Felix Durosier, mit dessen gestochenem Exlibris im Innendeckel. Minimale Gebrauchsspuren, teils leicht gewellt, insgesamt von sehr guter Erhaltung
"Das erste ganz in Kupfer gestochene Buch in Europa"
Horatius Flaccus, Quintus. Opera. 2 Bände. 17 Bl., 264 S., 1 Bl.; 12 Bl., 191 S., 7 Bl. (komplett in Kupfer gestochen). Mit 2 gestochenen Frontispices und zahlreichen Textkupfern, Vignetten und Initialen. 22 x 14,5 cm. Kalbsleder d. Z. (mit Handhabungsspuren, berieben und bestoßen) mit RVergoldung und je 2 roten RSchildern sowie DVergoldung. London, John Pine, 1733-1737.
Graesse III, 354. Cohen-Riccie 497-498. Thieme Becker XXVII, 53. – Mit dieser prächtigen Ausgabe, die zahlreiche antike Darstellungen enthält, schuf der Londoner Kupferstecher John Pine (1690-1756) "das erste ganz in Kupfer gestochene Buch in Europa" (Thieme Becker). Pine, Verleger, Graveur und Kartograph, erlangte Bekanntheit durch seinen künstlerischen Beitrag zur Augusteischen Literatur und dem newtonianischen wissenschaftlichen Paradigma, das während der britischen Aufklärung florierend war. – Mit jeweils einem Exlibris auf dem Innenspiegel. Sauberes Exemplar.
Horatius Flaccus, Quintus. Odarum Libri Quatuor: Epodi Carmen Saeculare Porphyrio: Anto. Manci. Ascensio Interpretibus. Eiusdem Ars Poetica. 6 nn. Bl., CCXXXIIII num. Bl. Mit ganzseitiger Holzschnitt-Titelkartusche, 12 (1 drittelseitig) Textholzschnittensowie und Holzschnitt-Zierinitialen. Titel in Rot und Schwarz gedruckt. 30 x 21 cm. Halbleder des 18. Jahrhunderts (berieben und bestoßen sowie Rücken mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Guglielmo da Fontaneto, 1520.
EDIT 16 CNCE 22688. Adams H 866. STC 333.Essling I/2, S. 445, 1168 (mit Abb.). Graesse III, 349. Isaac 13235. Panzer VIII, S. 463, 1040. Sander II, 3464. Schweiger II/1 392. Zu Britannico: Vgl. DBI 14, 342f. – Scholiendruck des Horaz wurde von Giovanni Britannico (gest. nach 1517), der in Brescia eine Rhetorikschule unterhielt, mit einer kurzen Vorrede und Kommentaren von ihm selbst, von Antonio Mancinelli und Jodocus Badius herausgegeben. Die 12 hübschen Holzschnitte wurden aus der 1505 in Venedig bei Pincio gedruckten Edition übernommen. – Vorderes Innengelenk aufgeplatzt. Titel mit breit hinterlegten Außenstegen und stärker fleckig. Etwas feuchtrandig am Fußsteg, teils mit hs. Notizen, zwei Blätter am Innensteg verstärkt, eins mit unfachmännisch ausgebesserter Fehlstelle und Blatt CXXXIX stärker braunfleckig Auf dem Innendeckel illustriertes Exlibris des Bologneser Bankiers Dott. Guido Sanguinetti.
Los 1376Horatius Flaccus, Quintus
Poemata omnia. Centimetrum Marij Servij
Auktion 122
Zuschlag
600€ (US$ 690)
Horatius Flaccus, Quintus. Poemata omnia. Centimetrum Marij Servij. 8 (recte 7; ohne le. w.), 169 num., 3 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und dem letzen Blatt. 15 x 9 cm. Schweinsleder des 18. Jahrhunderts (minimal bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und reicher, floraler Rück- und Deckelvergoldung. Venedig, Erben Aldus Manutius und Andrea Torresano, 1519.
EDIT 16 CNCE 22687. STC, 333. Adams H 864. Ahmanson-Murphy II, 162. Brunet III, 313. Dibdin, Introduction II, 89ff. Ebert 10145. Graesse II, 349. Isaac 12897. Panzer VIII, S. 456, 977. Rahir 462. Renouard 1834, 88, 10. Schweiger II/1, 391f. Staatsbibliothek zu Berlin, Nr. 338. Nicht im VD16. – Frühe Ausgabe der "Poemata omnia" von Quintus Horatius Flaccus (65-27 v. Chr.), die nicht im VD16 erfasst ist (beginnt mit der Ausgabe aus Basel von Andreas Cratander aus dem Jahre 1520). Nachgewiesen vier Exemplare: eins in der Bibliothèque nationale de France, eins in der österreichen Nationalbibliothek, eins in der Universitätsbibliothek in Innsbruck und eins in der Staatsbibliothek in Berlin. – Das letzte weiße Blatt A8 fehlt. Titel leicht fleckig, sonst wohlerhalten und im prachtvollen Einband.
Horatius Flaccus, Quintus. Poemata omnia. 4 Bl., 406 S., 1 Bl. Mit breiter ankolorierter Holzschnitt-Titelbordüre. 16,5 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (oberes Kapital mit Fehlstellen, etwas stärker berieben, gebräunt) über abgefasten Holzdeckeln mit 2 Messingschließen. Basel, Andreas Cratander, 1520 (1521).
VD16 H 4851. Nicht bei Adams, im STC. – Erste Ausgabe. – Titel und vorderer Innenspiegel mit hs. Besitzvermerken. Stellenweise mit längeren hs. Randanmerkungen und Textunterstreichungen. Durchgehend etwas stärker feuchtrandig.
Horatius Flaccus, Quintus. Opera omnia. Faksimile des Cod. 1, Plut. 34 der Bibliotheca Medicea Laurentiana in Florenz. 2 nn., 140 num., 2 nn. Bl. 26,5 x 18 cm. OLeder über Holzdeckeln mit 8 Metalleckbeschlägen und 2 Mittelfeldbeschlägen sowie 2 Metallschließen. Rom, Regia Officina Polygraphia, 1933.
Eines von 500 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage; hier die Nummer 4). Das Original, entstanden am Ende des zehnten oder zu Beginn des elften Jahrhudnerts, befand sich nachweislich im Besitz Francesco Petrarcas. – Wohlerhalten.
Los 1164Horatius Flaccus, Quintus
Opera cum quatuor commentarijs
Auktion 113
Zuschlag
200€ (US$ 230)
Horatius Flaccus, Quintus. Opera cum quatuor commentarijs Acronis, Porphirionis, Mancinelli, Jodoci Badii Ascensii accurate repositis. Cumque adnotationibus Matthei Bonfinist & et Aldi Manutii. 6 Bl., CCLX Bl. Titelin Rot und Schwarz. Mit vierteiliger Holzschnitt-Titelbordüre und Holzschnitt-Druckermarke. 32 x 20,5 cm. Marmorierter HLederband des 19. Jahrhunderts (hinteres Gelenk geplatzt) mit goldgeprägtem RSchild. Paris, Jean Petit für Johannes Parvus, 1528.
Vgl. STC 230. Adams 873 (Ausgabe 1529). – Pariser Druck der reich kommentierten Horaz-Werkausgabe. – Titel gebräunt und fleckig sowie mit Randläsuren, mittig mit geschlossenem Riss, ferner mit einigen, teils gestrichenen Tinteneinträgen. Etwas gebräunt und braunfleckig, stellenweise mit Wasserrand. Das alte fl. Vorsatz mit Exlibriseintrag und Federproben. Schlussblatt (Ausschnitt des typographischen Teils) mit Impressum auf neuerem Papier montiert.
Horatius Flaccus, Quintus. Opera. 2 Bl., Kupfertitel von Mellan nach N. Poussin, 321 S., 1 w. Bl. Mit 15 gestochenen Vignetten und 11 gestochenen Initialen. 37 x 26 cm. Weinroter, englischer Maroquinband d. Z. mit RVergoldung und RTitel, dreifachen Fileten, ornamentaler Innenkantenvergoldung und Goldschnitt. Paris, Typographia Regia, 1642.
Früher Druck der Typographia Regia, welche 1640 durch den Kardinal Rochelieu gegründet wurde. – Papier leicht gebräunt, der typographische Titel braunfleckig. Exemplar des Viscount Mersey in einem typisch-zeitegnössischen englischen Einband.
Los 1070Horatius Flaccus, Quintus
Opera. Lyon, Jean de Tournes, 1561
Auktion 105
Zuschlag
200€ (US$ 230)
Von Schweiger gelobte
neue Rezension des Denis Lambin
Horatius Flaccus, Q(uintus. Opera). 2 Teile in 1 Band. 8 Bl., 493 S., 7 Bl. (le. w.); 543 S., 7 Bl. 21,5 x 15,3 cm. Pergament des 18. Jahrhunderts (etwas fleckig, beschabt und bestoßen) mit Schwarzschnitt. Lyon, Jean de Tournes, 1561.
Adams H 907. STC 231. Schweiger II, 395. – Erste Ausgabe dieser neuen Rezension des französischen Humanisten Denis Lambin (Dionysius Lambinus; 1520-1572). "Neue Recens. nach 10 ital. Mss. (worunter 5 sehr alte Vatican.) Lambin. ist einer der vorzüglichsten Erklärer des H. Er suchte den richtigen Sinn zu erforschen, erläuterte die Geschichte u. Mythen, sowie die Sprache. Schon früher wollte Lambin den Horaz drucken lassen, was aus einem Briefe des Gilbert Cognatus an Simler, datirt Padua Ibid. Decbr. 1558, hervorgeht. Dieser Brief steht in Orelli's Ausg. von Cic. Orat. p. Plancio p. 268 sq. Ein Ex. auf gr. Pap. besitz Baronet Will. Hamilton zu Edinburg, welches von W. Canter eigenhändig geschriebene kurze Erklärungen u. Varr. aus 2 Hdschr. und aus e. Hdschr. des Acro u. Porphyrio enthält" (Schweiger). – Titel mit alten Besiztvermerken, kleinee Bugrisse und Stempelchen, etwas sprenkelfleckig, feuchtrandig und gebräunt, insgesamt ordentlich erhalten. Selten.
Los 1073Horatius Flaccus, Quintus
Ab omni obscoenitate purgatus
Auktion 103
Zuschlag
400€ (US$ 460)
Horatius Flaccus, Quintus. Ab omni obscoenitate purgatus. Ad usum Gymnasiorum Societatis Jesu. Aldi Manutii. De metris Horatianis. 301 S., 1 Bl. 11,5 x 8 cm. Pergamantbändchen d. Z. (leicht fleckig und berieben). Leiden, Peter Michael für Johannes Pillehotte, 1593.
Nicht bei Adams. – Seltener Duodezdruck dieser wohl durch einen Jesuitenpater besorgten Werkauswahl zum Unterrichtsgebrauch an Gymnasien. Im Anhang mit einer poetologischen Untersuchung zur Metrik bei Horaz durch Aldus Manutius. – Etwas braunfleckig. Im Text mit alten Unterstreichungen in Sepia sowie auf dem Titel in Rot und Blau. Titel und fliegender Vorsatz mit altem hs. Exlibris eines Studenten namens Johannes Weiss aus Augsburg, datiert 1645.
Los 539Horatius Flaccus, Quintus
Opera. Venedig, Rainald von Nimwegen
Auktion 100
Zuschlag
11.000€ (US$ 12,644)
Im zeitgenössischen Lederband wohl aus Süddeutschland
Horatius Flaccus, Quintus. Opera. Mit Beigaben von Angelus Politianus. Kommentiert und herausgegeben von Christophorus Landinus. 163 (statt 164; ohne das letzte weiße) nn. Bl. Text von Kommentar umgeben. 56 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 23,6 x 15,8 cm. Format: 32 x 21,6 cm. Mit Initialspatien. Blindgeprägter Kalbslederband d. Z. (Rücken und Ecken brüchig und zusammen mit kleinen Fehlstellen geschickt restauriert, ohne Beschläge und Schließen, minimal berieben) über schweren Holzdeckeln. Venedig, Rainald von Nimwegen, 6. IX. 1483.
Hain-Copinger 8882. GW 13460. Goff H-449. Proctor 4446. Pellechet 6070. Badalic 560. Gspan-Badalic 352. Madsen 2026. 2027. BSB-Ink H-364. CIBN H-278. IBE 2951. IBP 2859. IDL 2393. IGI 4882. ISTC ih00449000. Nicht im BMC. – Dritte Ausgabe der Werke des neben Vergil bedeutendsten römischen Dichter der Augusteischen Epoche Quintus Horatius Flaccus (65-27 v. Chr.) mit dem kanonisch gewordenen Kommentar des Landinus, der erstmals 1482 in Floren erschienen war. Der umfangreiche Kommentar umfängt den etwas größer gesetzten Text in der Mitte. – Leicht gebräunt, minimal fleckig und nur mit wenigen kleinen Papierschäden am Rand. Die obere Ecke des ersten Blattes etwas ausgebessert, teils etwas angestaubt, braun- und fingerfleckig sowie am Anfang und Ende etwas wasserrandig und mit leichten Knickspuren. Mit zahlreichen älteren Marginalien als Interlinear- und Marginalglossen, meist in zierlicher Schrift. Insgesamt sehr breitrandiges Exemplar in einem bemerkenswerten gotischen, wohl süddeutschen Einband mit Palmettenbordüren in den durch vierfache Blindfileten geteilten Deckelspiegeln und Rosetten in den vier Ecken. Die Mittelfelder sind dann mit Rautenranken und Diestelstempeln versehen. Exemplar aus der Bibliothek des "Viscount Mersey, Bignor Park" mit dessen Exlibirs im vorderen Innendeckel.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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