Los 7138
Holtz, Karl
(1899 Berlin - 1978 Potsdam)Ruinen in Warschau an der Okopowa
Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Moderne und Zeitgenössische Kunst I
Auktionsdatum 27.11.2026


Ruinen in Warschau an der Okopowa
Gouache und Deckweiß über Bleistift auf leichtem Karton. 1941.
21,8 x 27 cm.
Verso mit dem Nachlaßstempel "Karl Holtz".
KHV 1941.2.
Stilistisch zwischen Neuer Sachlichkeit und Magischem Realismus zu verorten, zeichnet Holtz die Warschauer Ruinen minutiös und zugleich flächig vereinfacht. Der Name an der Mauer, "H. F(E?)TERMAN", verweist dem Karl-Holtz-Archiv zufolge auf Polen, da dieser Nachname sich in der Datenbank von Yad Vashem ausschließlich bei polnischen oder ukrainischen Opfern findet, auch mit dem ehemaligen Wohnort Warschau, wo Holtz im Zweiten Weltkrieg stationiert war. An der Okopowa-Straße befindet sich einer der größten jüdischen Friedhöfe Europas, wo neben den Grabstätten auch Massengräber von ermordeten Bewohnern des Warschauer Ghettos liegen. Verso eine weitere Bleistiftskizze des Künstlers.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Ausstellung: Karl Holtz, Galerie Bodo Niemann, Berlin 1987, Kat.-Nr. 15, S. 29 (mit Abb.)
Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.
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