Los 6032

Hofmann, Samuel
(1595 Sax, Kanton St. Gallen - 1649 Frankfurt a. Main)Die Anbetung der Könige

Schätzung
6.000€ (US$ 6,897)

Abgabe von Vorgeboten möglich

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Aus dem Katalog
Gemälde Alter und Neuerer Meister mit Portraitminiaturen
Auktionsdatum 26.11.2026

Lot 6032, Auction  128, Hofmann, Samuel, Die Anbetung der Könige

Die Anbetung der Könige.
Öl auf Leinwand. 116 x 86 cm. Unten links signiert und datiert "S. Hoffmann pinxit 1640", verso auf dem Keilrahmen ein altes Etikett in Feder bez. "236 / S. Hoffmann 1640 / bezeichnet".

Samuel Hofmann wurde in Sax im sanktgallischen Rheintal geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung - nach Angaben von Joachim von Sandrart - bei Gotthard Ringgli, einem der führenden Maler Zürichs seiner Zeit. Bereits in jungen Jahren zog es ihn in die aufstrebenden Kunstzentren Antwerpen und Amsterdam, die zu den dynamischsten Orten barocker Malerei zählten. Ein direkter Kontakt zu Peter Paul Rubens, wie gelegentlich vermutet, bleibt ungesichert. Wahrscheinlicher ist, dass Hofmann in Amsterdam in verschiedenen Werkstätten tätig war, bevor er ab 1617/18 als freier Künstler arbeitete - ohne sich allerdings der Lukasgilde anzuschließen. Werke aus dieser frühen Schaffensphase sind nicht überliefert.
Nach Zürich zurückgekehrt, fand Hofmann als Porträtmaler große Anerkennung. Neben seinen Bildnissen widmete sich er sich auch dem Stillleben, das er häufig in großformatigen Küchenstücken und Jagdszenen einbettete, einer Bildgattung, die in der Schweizer Kunstlandschaft damals völlig neuartig war.
Durch seine Prägung in Amsterdam wurde er zu einem bedeutenden Vermittler zwischen der niederländischen und der süddeutschen Malerei. Besonders die sorgfältig aufgebauten Stillleben - inspiriert von Künstlern wie Frans Snyders - zeigen diese Nähe zur flämischen Kunst. Für seine seltenen Historienbilder dienten Rubens und Jacob Jordaens als stilistische Bezugspunkte, was vorliegendes Gemälde eindrücklich vorführt. Es zeigt kompositorische Parallelen zu Rubens Version desselben Motivs, heute in der King's College Chapel in Cambridge, sowie zu Jordaens Altarblatt, das die Kunstsammlung in Kassel verwahrt.
Sein Wirkungskreis ging weit über Zürich hinaus: Aufträge führten ihn nach Breisach, Mailand und Baden-Baden. Zwischen 1640-41 erhielt er von Pietro Dolce, dem venezianischen Gesandten in Zürich, Aufträge - in diese Zeit datiert auch vorliegendes Werk. Ab 1643 war er in Basel tätig und pflegte enge Beziehungen zu den Markgrafen von Baden. 1644 ließ er sich in Frankfurt am Main nieder, wo er 1649 verstarb.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


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