Los 5278
Piranesi, Giovanni Battista
(1720 Venedig - 1778 Rom)Raccolta di alcuni disegni del Barberi da Cento detto Il Guercino
Schätzung
7.500€ (US$ 8,621)
Abgabe von Vorgeboten möglich
Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 25.11.2026


mit Francesco Bartolozzi (1730 Florenz - 1813 Lissabon) u.a. Raccolta di alcuni disegni del Barberi da Cento detto Il Guercino. Radierter Titel und 31 Radierungen auf 27 Tafeln (3 doppelblattgroß, 1 mehrfach gefaltet). Ca. 58,5 x 43,5 cm (Maße Einband). Pappband d. Z. (Rücken alt erneuert und mit altem Rückenschild, Kanten beschabt und bestoßen). Ohne Ort, G. G. Salomoni. (1764). Hind S. 86; Focillon 983-986.
Vollständiges Exemplar der äußerst lebendigen Radierfolge mit geistlichen, weltlichen und mythologischen Darstellungen und Porträtstudien, die erstmals 1764 in Rom bei Salomoni erschien. „Das Besondere an dieser Folge von Piranesis Radierungen ist die Weichheit des Strichs, mit der er versucht, den lavierten Zeichnungen Guercinos gerecht zu werden und die so ganz anders ist als in seiner bisherigen Graphik. Neu ist auch die Verwendung von zwei Druckfarben, Rotbraun und Schwarz, mit der die Radierer der Folge, einschließlich Piranesi, offenbar bemüht sind, Rötel und schwarze Kreide des Originals in den Druck umzusetzen. In vielen Abbildungen ist der obere Teil stets Rotbraun und geht dann von der Mitte langsam in Schwarz über. Vermutlich gaben die in England gerade in Mode gekommenen Mezzotinto-Blätter Anregungen zu dieser Form des Drucks“ (Höper, Giovanni Battista Piranesi 312). Die Tafelsammlung wurde von Giovanni Battista Piranesi aus den Stücken seiner eigenen Sammlung oder denen von Freunden herausgegeben. Unter den verschiedenen, meist venezianischen Sammlungen finden sich die des Konsuls John Smith, von Giovanni Battista Tiepolo und Anton Maria Zanetti. Die meisten der Tafeln nach Guercino da Cento. Tafel 2 (Kupfertitel), 16, 22 und 23 gestochen von Giovanni Battista Piranesi, Tafel 3, 6, 7, 8, 9, 10, 12, 13, 14, 17, 18, 19 und 26 (Doppelblatt) von Francesco Bartolozzi, Tafel 4, 5 und 24 (4 Stiche) von Giacomo Nevay, Tafel 11 (2 Kupferstiche), 15, 20 und 21 von Giovanni Ottaviani, Tafel 25 und 28 (Doppelblatt) von Tommaso Piroli, Tafel 27 (Doppelblatt) von J. B. Buratto und Tafel 29 (großformatig, mehrfach gefaltet) von Aureliano Milani. Die Bildunterschriften teils italienisch (Tafel 4, 5, 23 und 26), teils lateinisch (Tafel 3, 6-22 und [29]) und teils französich (Tafel [25] und [28]). Sämtlich prachtvolle, lebendige Drucke mit Rand auf den originalgroßen Bögen. Teils etwas stockfleckig, kundige Bleistiftannotationen eines Vorbesitzers, geringe Alters- und Gebrauchsspuren, sonst in vorzüglicher Erhaltung. Mit den Buchschildern „Tessier, Rue de la Harpe, Paris“ und „C. E. Rappaport, Libri rari Roma“, ferner mit dem gestochenen Wappen- Exlibris „Bibliotheca Schubert“ des Militär-Kartographen Friedrich Theodor Schubert (1789-1865). Der typographische Titel mit Vignette und die Tafel von G. Ottaviani nach Guercino (doppelt nummerierte Tafel 26) wurden wohl auch nur der Ausgabe von 1764 beigebunden, das Exemplar der Berliner Staatsbibliothek ist identisch mit dem vorliegenden Exemplar.
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