Los 5167

Parmigianino, Francesco
(eigentl. Mazzola, 1503 Parma - 1540 Casal Maggiore)Die Heilung des Lahmen an der Tempelpforte

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 5167 - Parmigianino, Francesco - Die Heilung des Lahmen an der Tempelpforte - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts
Auktionsdatum 25.11.2026

Lot 5167, Auction  128, Parmigianino, Francesco, Die Heilung des Lahmen an der Tempelpforte

Die Heilung des Lahmen an der Tempelpforte. Radierung mit zwei Tonblöcken in Ocker und Hellbraun nach Raffael. 26,9 x 40,7 cm. B. XVI, S. 10, 7 II, Mistrali 1 III, Gnann 32, Takahatake 38, Jenkins (The Renaissance of Etching, Ausst.Kat. New York 2019) Nr. 58 IV (von V), Jenkins ("States of Francesco Parmigianinos Etchings: A New Catalogue", in: Print Quartely, XLIII, 2, 2026) Nr. 18 IV (von V).

In dieser experimentellen Arbeit kombiniert Parmigianino erstmals die beiden Medien Radierung und Holzschnitt miteinander. Insgesamt erscheint die Radiertechnik im Vergleich mit anderen Blättern des Meisters etwas summarisch und vereinfacht, was Jenkins und Takahatake aber dadurch erklären, dass von Beginn an eine Ergänzung des Tiefdrucks mit Farbblöcken geplant war. Die Tonblöcke wurden vermutlich von Antonio da Trento oder Ugo da Carpi geschnitten. Mit den Grabstichelarbeiten auf der Linienplatte, darunter die Vertikalen hinter dem Kopf der Frau mit Kind links und die verstärkten Schatten in Petrus' Gesicht. Ausgezeichneter, wie für diesen Zustand beschrieben farblich kräftiger und dabei ausgewogener Druck mit der vollen Darstellung. Leicht angestaubt, Risse und Läsuren vornehmlich in der linken Blatthälfte, etwa ein vertikaler Riss zwischen Petrus und Johannes sowie ein weiterer in der weißen Lichtpartie in der Säule, ferner mehrere Risse und kleinere Fehlstellen in der Figurengruppe links und dem darunterliegenden Randbereich, zwei weitere Randeinrisse rechts und eine kleine Fehlstelle neben der gedrehten Säule, Retuschen in all diesen Bereichen, aufgezogen und mit schwarzer Feder eingefasst, weitere Alters- und Gebrauchsspuren, im Gesamteindruck gleichwohl gut.


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