Los 51

Jameson, James Sligo
(1856–1888)Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut

Schätzung
220€ (US$ 250)

Abgabe von Vorgeboten möglich

Los 51 - Jameson, James Sligo - Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut  - 0 - thumb

Aus dem Katalog
Geschichte, Geographie und Reisen
Auktionsdatum 14.4.2026

Aus dem Katalog
Wertvolle Bücher, Dekorative Graphik und Autographen
Auktionsdatum 14.–15. April, 2026

Lot 51, Auction  127, Jameson, James Sligo, Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut

Jameson, James S(ligo). Forschungen und Erlebnisse im ''Dunkelsten Afrika''. Geschichte der Nachhut der Emin-Pascha-Expedition. XIX, 432 S. Mit 98 teils ganzseitigen Abbildungen und 1 Faltkarte. 23 x 15 cm. Reich illustriertes, in Gold und Silber geprägtes OLeinen (kaum bestoßen, etwas berieben) mit Rotschnitt. Hamburg, Verlagsanstalt und Druckerei Actien-Gesellschaft, 1891.
Kainbacher 194. – Erste deutsche Ausgabe der Reiseberichte des James Sligo Jameson (1856-1888), posthum erschienen, der heute mit im Zentrum der Kolonialdebatte steht, so dass berichtet wird: Als "Henry Morton Stanley ... 1871 am Tanganjikasee, Zentralafrika, den verschollenen Missionar David Livingstone fand und mit den ikonischen, symbolisch für das sogenannte 'Jahrhundert der Entdecker' stehenden Worten 'Doctor Livingstone, I presume?' begrüßte", war der, "so die 'New York Times' vom 2. Juli 1872, der Kolonialismus am Höhepunkt. Im Lauf seiner späteren Streifzüge im Sold des belgischen Königs Leopold II. hatte Stanley bald einen Ruf, der ihn heute zum Serial Killer stempelt ('Er schießt auf Schwarze, als wären sie Affen' usw.). Außerdem hatte er einen Vize. Der hieß James Sligo Jameson, war Ururenkel von John Jameson, dem Gründer des irischen Whiskey-Imperiums, und sah sich als Naturforscher. Letzterer ging mit ihm wohl durch, als er laut Bericht (wieder 'New York Times', 14. 11. 1890) eine zehnjährige Sklavin erstand (Preis: sechs Taschentücher) und das Mädchen einer Gruppe Kannibalen überließ, um Augenzeuge so eines Prozesses zu werden. Das wurde er, wie er in seinem Tagebuch ausführlich beschrieb (Zitat: 'Das Mädchen machte keinen Mucks.'). Außerdem fertigte er sechs Zeichnungen vom Geschehen an, die er später mit Wasserfarben bemalte" (en.wikisource.org/wiki/Jameson,James_SligoDNB00 Wiener-online.at 08.02.22). – Innenspiegel mit zwei montierten Exlibris. Nahezu tadellos gut erhaltenes Zeugnis für den Kolonialismus und Rassismus. Innengelenke angebrochen.


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