Los 2835

Scheepsnavigatie
Navigationsmanöver von holländischen und französischen Kriegsschiffen

Zuschlag
12.000€ (US$ 12,632)

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Lot 2835, Auction  119, Scheepsnavigatie, Navigationsmanöver von holländischen und französischen Kriegsschiffen

Seeschlacht bei Dünkirchen. - Navigationsmanöver von holländischen und französischen Kriegsschiffen vor Dünnkirchen vor dem Hintergrund der Schlacht bei Bordeaux innerhalb des Französisch-Spanischen Krieges. 6 Tafeln mit lateinischer und niederländischer Handschrift in Sepiatinte auf Papier sowie mit zahlreichen kolorierten Federzeichnungen. 31 x 40 cm. Niederlande nach 1653.
Höchst interessante Dokumentation in Text und Bild einer der den Seekkrieg zwischen Holland und Frankreich entscheidenden Kriegsfinten, mit der es gelang, ein französisches Kriegsschiff in den Hinterhalt zu locken und zu besiegen.

Hintergrund ist der Französisch-Spanische Krieg, der im Rahmen des großen, Europa verwüsteten Dreißigjährigen Krieges und dem zwischen Spanien und den Niederlanden ausgetragenen sogenannten Achtzigjährigen Krieg ("La guerra de Flandes" bzw. der "Tachtigjarige Oorlog") stattfand und seit 1635 ausgetragen wurde. Weit über den Westfälischen Frieden hinaus dauerte der Krieg bis zum Pyrenäenfrieden von 1659, mit dem das 'Goldene Zeitalter' Spaniens - das Siglo de Oro - und dessen europäische Vorherrschaft endgültig enden sollte.

Eine der bedeutendsten kriegerischen Auseinandersetzungen war dabei die Schlacht bei Bordeaux, ein legendäres Seegefecht, das am 20. Oktober 1653 in der Gironde ausgetragen wurde. Die spanische Streitkraft unter dem Flottenkommandanten, dem dritten Marquis von Santa Cruz, Álvaro de Bazán, segelte auf Geheiß Philipps IV. von Spanien gegen Bordeaux, dessen adeligen Stadtväter als Verbündete gegen Ludwig XIV. gewonnen worden waren. Die europäische Tragweite des Krieges wird ersichtlich aus dem Eingreifen des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich, dem es gelang, die Flotte Ludwigs XIV. nach Dunkerque, vor die Küste des flandrischen Dünkirchen zu locken, wo sie stark dezimiert und endgültig geschlagen wurde. Gleichzeitig konnte der Großadmiral von Vendôme am 4. Juli 1653 die Festung von Bourg von den Spaniern einnehmen.

Offensichtlich zeigen die sechs Tafeln einen Ausschnitt aus der Schlacht vor Dünkirchen, bei dem Kriegsschiffskommandanten namens Pieter Tam und Michael Appels ein gewagtes Navigationsmanöver ausführten, um somit die feindlichen Flotten schlagen zu können. So sind die Tafeln jeweils mit lateinischen Überschriften versehen: "Prima cartha figurativa, demonstrans quomodo naves octavo novembris scilicet Petri Tam, Michaelis appels, et ... fuerint", "Secunda Cartha, demonstrans, quomodo istae tres naves per turbinos ingruentes [?] sint dislocatis" etc. Es wird der Kommandant der französischen Flotte, Joannis La Vilette, genannt und unten finden sich umfangreiche niederländische Texte, die das Geschehen detailliert schildern, bis Kapitän Tam am 8. November 1653 wieder anlandet: "Haec Cartha designat, quo modo navis Capitanei Petri Tam, octavo novembris 1653, appulerit."
Neben den Texten wird auf den Tafeln die komplizierte Seeschlacht als Bildergeschichte gezeigt, mit den langen Ankerwürfen, den Schiffspositionen, den Navigationslinien, aber auch mit der Einzeichnung aller relavanten Navigationsboien sowie der hölzernen Warnboien "Battavia Lignea, alias het houte warnboys". "Dit is het vaste Landt van Mar na Düynkercke. An dits is het Schip Van La Vilette, voorhen met twee Bootsgesellen ende eene Soldat, Lebbende twee anckers unde grondt, en noort ancker, ende en Zuytancker, op Welcke twee ankers den achtesten vovember 1653" (etwa: "Dieses ist das feste Land am Meer von Dünkirchen. Dieses ist das Schiff von La Vilette, davor das mit zwei Bootsgesellen und einem Soldat, festgemacht mit zwei Ankern unter Grund, einem Notanker, Ende- und Südanker am 8. November 1653". Am Ufer wird dann auch die Festung "Fort van Mardyck" dargestellt, samt einiger Häuschen im Hinterland. Besonders sinnfällig ist auch der weiße Sandstrand und die mächtige Dünung mit Seegrasbewuchs. – Kleine Knick- und Knitterspuren, teils mit Randläsuren (wenig Buchstabenverlust), etwas angestaubt, aber kaum fleckig oder gebräunt. Ein einzigartiges Dokument, das noch der wissenschaftlich fundierten Auswertung bedarf.

* Alle Angaben inkl. 24% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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