Los 246

Newton, Sir Isaac
Philosophiae naturalis principia mathematica

Ergebnis
172.200€ (US$ 191,333) *

Los 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 0 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 1 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 2 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 3 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 4 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 5 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 6 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 7 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 8 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 9 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 10 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 11 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 12 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 13 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 14 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 15 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 16 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 17 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 18 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 19 - thumbLos 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica - 20 - thumb

Los 246 - Newton, Sir Isaac - Philosophiae naturalis principia mathematica

Erster Druck der ersten Ausgabe des "bedeutendsten Werks in der Geschichte der Naturwissenschaft"
Newton, Sir Isaac. Philosophiae naturalis principia mathematica. Autore JS. Newton, Trin. Coll. Canab. Soc. Matheseos Professore Lucasiano, & Societatis Regalis Sodali. Imprimatur S. Pepys, Reg. Soc. Praeses. Julii 5. 1686. 4 Bl., 510 S., 1 Bl. (Errata). Mit zahlreichen typographischen Tabellen im Text, 208 Holzschnitt-Diagrammen im Text und gefalteter Kupfertafel. 24 x 18,5 cm. Dunkelbraunes geglättetes Kalbsleder d. Z. (Bezug etwas brüchig an Kanten, berieben, bestoßen, Rücken um 1900 mit hellerem Kalbsleder erneuert) mit rotem goldgeprägten RSchild und geprägten Verlagsangabe sowie dem Eignernamen "F. Dobe" (und kleinem blindgeprägten Wappensupralibos auf den VDeckel). London, Joseph Streater für Samuel Pepys und die Royal Society, 1687.
Babson 10. Gray 7. Horblit 78. PMM 161. DSB X, 93. Wing N-1048. Dibner 11. Sparrow 151. Lownes VI, 1672. Brunet IV, 49: "Ouvrage immortel". Graesse IV, 662. Darmstaedter 151. – Erster Druck der ersten Ausgabe von Isaak Newtons (1642-1727) 'Magnum opus', eines der bedeutendsten Werke der wissenschaftlichen Weltliteratur, das auf Betreiben und mit der finanziellen Unterstützung des Astronomen Edmond Halley (1656-1742) im Jahr 1687 erschienen war.

"First issue of the first edition. Re re-issue was publisheed in the same year with a new title, having a different imprint. This second issue is somewhat less rare than the above although copies of either are practically unprocurable ... The interest of the first edition of what probably constitutes the most important printed work on exact science ever published need hardly be emphasised" (Sotheran II, 12501, von 1921).

Zur Bedeutung des Werkes
"Aufbauend auf den wegbereitenden Forschungen Galileis über die Bewegung und deren mathematische Analyse, über die wichtigsten Beiträge von Descartes und Huygens, gipfelte die wissenschaftliche Revolution des 17. Jahrhunderts in den gewichtigen Ausführungen Newtons über Dynamik, Gravitation und Astronomie.

Keplers Gesetze der Planetenbewegung wurden in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts allmählich anerkannt, und man versuchte vergeblich, sie mit Hilfe einer Zentralkraft, die von der Sonne ausgehen sollte, mathematisch zu erfassen … Schließlich fuhr im August 1684 Halley nach Cambridge und legte das Problem Newton vor, der sofort antwortete, daß er zeigen könne, wie aus diesem Gesetz die Bewegung eines Planeten in einer Ellipse mit der Sonne als einem ihrer Brennpunkte folge. Da er den Beweis für dieses Ergebnis verlegt hatte, verbürgte er sich, die Berechnung Halley zuzuschicken. Da dieser weiter drängte, war Newton schließlich damit einverstanden, die Einzelheiten seiner mathematischen Analyse der Royal Society vorzulegen. Als Halley das Ergebnis seines Drängens sah, übernahm er die Drucklegung des Werkes und bezahlte sie, da die eigenen Mittel der Royal Society erschöpft waren.

Die Mathematischen Prinzipien der Naturlehre sind in drei Bücher eingeteilt. Das erste Buch enthält die Theorie der Dynamik, die grundlegend für das ganze Werk ist … Das zweite Buch ist im wesentlichen eine Abhandlung über die Mechanik von Flüssigkeiten einschließlich der Bewegung von Körpern in einem Medium mit Reibung … Das dritte Buch schließlich ist der Astronomie gewidmet und zeigt, wie alle bekannten Erscheinungen des Sonnensystems aus der Grundannahme universaler Gravitätskräfte und der allgemeinen Theorie der Dynamik, wie sie aus dem ersten Buch hervorgeht, vorhergesagt werden können. Unter den anderen wichtigen Themen findet man die Kometenbahnen sowie die Erklärung der Gezeiten mit Hilfe der Gravitation. Vielleicht das Bemerkenswerteste in diesem Buche ist die tour de force, mit der Newton die Präzession der Äquinoktien erklärt.

Die Principia werden allgemein als das bedeutendste Werk in der Geschichte der Naturwissenschaft bezeichnet. Sicher wiesen Kopernikus, Galilei und Kepler den Weg; doch wo sie Erscheinungen beschrieben, die sie beobachteten, erklärte Newton die zugrunde liegenden Naturgesetze. Die Principia brachten nun die große Zusammenschau des Kosmos und beweisen endgültig seine physikalische Einheit. Newton zeigte, daß die wichtigsten und dramatischen Naturerscheinungen, die dem umfassenden Gesetz der Gravitation unterstehen, in mathematischen Begriffen einer einzigen physikalischen Theorie ausgedrückt werden konnten.

Mit ihm verschwand die Unterscheidung zwischen natürlichen und übernatürlichen, zwischen irdischen und überirdischen Welten. Überall gelten die gleichen Bewegungsprinzipien und das gleiche Gravitationsgesetz. Zum ersten Mal konnte ein einfaches mathematisches Gesetz ebensogut die Bewegungen auf der Erde wie die Himmelserscheinungen beeinflussen.

Diese großartige Weltsicht führt zu einer allgemeinen Umwälzung im menschlichen Denken, vergleichbar höchstens mit den Folgen von Darwins Ursprung der Arten. Es war der endgültige, unwiderrufliche Bruch mit einer mittelalterlichen Vorstellung, die noch auf der griechisch-römischen Kosmologie aufgebaut, einem scholastischen System, das aus der mittelalterlichen Interpretation von Aristoteles entwickelt worden war" (Carter-Muir 302, 161)

Mit den Titelangabe zu Autor, Verleger und Drucker: "Autore JS. Newton, Trin. Coll. Canab. Soc. Matheseos Professore Lucasiano, & Societatis Regalis Sodali. Imprimatur S. Pepys, Reg. Soc. Praeses. Julii 5. 1686. Jussu Societatis Regiae ac Typis Josephi Streater. Prostat apud plures Bibliopolas". Blatt 2 mit der Widmung "Illustrissimae Societati Regali a Serenissimo Rege Carolo II.", es folgt der "Praefatio ad lectorem" und das Widmungsgedicht von Halley für Newton: "In viri praestantissimi D. Isaaci Newtoni". Das letzte Blatt mit den "Errata Sensum turbantia sic Emenda". – Das Errata-Blatt ist an die Stelle des herausgenommenen letzten weißen Blattes (Ooo4) gebunden. Die Paginierung springt nach Seite 383 auf 400, S. 384-399 wurden also im Druck ausgelassen. Mit dem Paginierungsfehler "262" statt "261". Wie üblich ist der Textdruck wegen der Papierqualität (schon damals war das Papier heterogen gewellt) teils minimal flauer, die von Holzstöcken eingedruckten Diagramme meist in sehr gutem kraftvollen Abdruck. Wenige Lagen gelockert, nur ganz vereinzelte winzige Papierläsuren, lediglich ein Blatt (S. 271/272) mit drei etwas größeren, alt hinterlegten Ausrissen (ohne Text- oder Darstellungsverlust), kaum fleckig, vereinzelte kleine Bleistiftannotationen. Die nach S. 496 eingebundene längliche Kupfertafeln ist dreifach geknickt und misst 15,5 x 34 cm.

Innengelenke leicht offen, Vorsätze mit alten und älteren Einträgen, etwas leimschattig und braunfleckig, mit Montageresten und kleinen Rasuren, Tintenflecken. Titel und letzten Blätter von oben teils unwesentlich gebräunt, nur mit äußerst blassen, kaum ins Gewicht fallenden Feuchträndern, die ersten Blätter mit ganz leichten Säureflecken oben links und am Bug, Titel mit winzigem Titelnümmerchen und minimalem Tintenfleckchen. Der Block etwas gewellt und nur vereinzelt stellenweise mit meist nur insignifikanten Löchlein, kaum Wurmgänge (unwesentlicher Buchstabenverlust).

Provenienz

Der fliegende Vorsatz mit Eintrag des 19. Jahrhunderts "Lib: Ant. Manton Coll. Dio. Johan Cant. Abate" (?). Das Exemplar stammt dann von dem Berliner Büchersammler, dem Kalligraphen, Buchkünstler, Bibliophilen und Anarchisten Friedrich Dobe (1885-1954), der durch seinen Umgang vor allem mit dem Berlin-Charlottenburger Schriftsteller John Henry Mackay (1864-1933) und dem Berliner Verleger Paul Steegemann (1894-1956) bekannt ist. Auf dem Vorsatz der eigenhändige Eintrag Dobes "Fridericus Dobe, a. d. XII. Id. Mart. MCMVII. Univ. litter. Friderico-Guilelmiae Berol." Mit dem Jugenstil-Exlibris von Dobe. Danach in Berliner Privatbesitz.

* Alle Angaben inkl. 23% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2020 Galerie Gerda Bassenge


Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr

Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com

Impressum
Datenschutzerklärung
© 2020 Galerie Gerda Bassenge