Schnorr von Carolsfeld, Julius
Das Gefolge Kaiser Barbarossas auf Gondeln in Venedig
Los 6670
Schätzung
4.000€ (US$ 4,598)
Das Gefolge Kaiser Barbarossas auf Gondeln in Venedig.
Feder in Braun, grau laviert auf Transparentpapier, alt auf dünnem Karton aufgezogen. 32,1 x 38,1 cm. Unten rechts monogrammiert und zweifach datiert "entworfen 18 JS 36 , beendigt 1868".
Bei der Zeichnung handelt es sich um eine Vorstudie zu dem großformatigen Gemälde "Friedrich Barbarossas Zusammenkunft mit Papst Alexander III. in Venedig", das Schnorr im Auftrag von König Ludwig I. in den Jahren 1835 bis 1842 in den Kaisersälen der Münchner Residenz ausführte. Unsere Studie bereitet die untere rechte Ecke der Komposition mit dem Gefolge Barbarossas mit Musikern und Tänzerinnen in geschmückten Booten vor. In der endgültigen Komposition hat Schnorr jedoch die Haltung verschiedener Figuren weiterentwickelt und modifiziert. Das Treffen Kaiser Barbarossas mit Papst Alexander III. fand im Jahr 1177 auf dem Markusplatz in Venedig statt. Der Friede von Venedig beendete den jahrelangen Konflikt zwischen Kaiser und Papst. Das Motiv stellt die Versöhnung zwischen Reich und Kirche dar und sollte die deutsche nationale Größe symbolisieren.
Blätterzweig.
Scherenschnitt aus Bütten, punktuell auf blauem Untersatz montiert. Ca. 26 x 10,3 cm (Scherenschnitt); 38,5 x 25 cm (Untersatz).
Bereits in seiner Kindheit wurde Runge von seiner älteren Schwester Maria Elisabeth mit der Kunst des Scherenschnitts vertraut gemacht. Schon bald entwickelte er darin eine bemerkenswerte Fertigkeit, die ihn während seines gesamten künstlerischen Schaffens begleitete. In späteren Briefen erwähnte Runge, dass er sich mitunter wünschte, ebenso mühelos mit Stift und Pinsel umgehen zu können. In seinen freien Stunden fertigte er nebenbei Märchenszenen, Porträtsilhouetten sowie insbesondere Blumen- und Pflanzenmotive aus weißem Papier an. Diese kleinen Kunstwerke verschenkte Runge häufig an Freunde, darunter auch an die ihm eng verbundene Familie von Johannes Michael Speckter, aus deren weiterem Nachlass das vorliegende Blatt stammt.
Provenienz: Sammlung Otto Speckter, Hamburg.
Privatbesitz, Norddeutschland.
Literatur: Cornelia Richter: Philipp Otto Runge. "Ich weiß eine schöne Blume". Werkverzeichnis der Scherenschnitte, München 1981, Nr. 179.
Schnorr von Carolsfeld, Veit Hanns
Flora (Junge Frau mit Blumenkorb)
Los 6672
Schätzung
450€ (US$ 517)
Flora (Junge Frau mit Blumenkorb).
Bleistift, schwarze Kreide und Rötel, grau laviert. 17,4 x 9,2 cm. Unten links im Sockel signiert und datiert "Schnorr v. K. / 1793".
Provenienz: Aus der Sammlung Dr. Theodor Loewe, Breslau (laut beiliegendem Etikett).
Janssen, Victor Emil
Draperiestudie eines sitzenden jungen Mannes
Los 6673
Schätzung
600€ (US$ 690)
Draperiestudie eines sitzenden jungen Mannes.
Bleistift auf hellbraunem Papier, auf dünnem, grüngrauem Karton aufgezogen. 24,1 x 16,8 cm. Datiert unten rechts "d: 9ten Mai / 1830.", verso vom Vorbesitzer in Bleistift bezeichnet "Geschenk von / Dr. Winterstein 1968".
Im August 1827 ging Janssen zum Studium an die Münchener Akademie zu Peter von Cornelius und Julius Schnorr von Carolsfeld. Mit Friedrich Wasmann reiste er im Herbst 1833 nach Rom zu Friedrich Overbeck, kehrte aber schon Ende des Jahres nach München zurück. Er litt an Knochentuberkulose. Vor seiner Heimkehr nach Hamburg vernichtete Janssen 1843 die meisten seiner Werke. Entsprechend selten finden sich Arbeiten von ihm auf dem Kunstmarkt. Mehrere eng verwandte Draperie- und Gewandstudien aus den Jahren 1829/30 bewahrt heute das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle auf (Inv.Nrn. 1940-31, 1952-93, 1941-4, 1940-33, 1941-5 und 1941-6).
Führich, Joseph von
Studienblatt mit zwei Figuren, die eine Toga tragen
Los 6674
Schätzung
600€ (US$ 690)
Studienblatt mit zwei Figuren, die eine Toga tragen.
Schwarzer Stift auf gräulich-blassblauem Bütten. 22,9 x 29,1 cm. Unterhalb der größeren Figur unleserlich bez.
Eckersberg, Christoffer Wilhelm
Virginia wird von ihrem Vater getötet
Los 6675
Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)
Virginia wird von ihrem Vater getötet.
Feder in Grau über Bleistift, grau laviert, verso eine weitere Bleistiftstudie. 27,5 x 21,2 cm. Unten links bezeichnet und nummeriert "C. W. Eckersberg Cat. N°136".
Eine ausgearbeitete, signierte Zeichnung des gleichen Motivs befand sich ebenfalls in der Sammlung Wolff. Sie ist auf das Jahr 1804 datiert. Zwischen 1803 und 1810 studierte Eckersberg an der Königlichen Akademie der Schönen Künste in Kopenhagen. Seine erste größere figürliche Komposition, die er im Jahr 1804 an der Akademie ausführte, thematisiert ebenfalls den Tod der Virginia. Es liegt daher nahe, auch unsere Zeichnung in diesen frühen Schaffenszeitraum Eckersbergs zu datieren.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, dessen Auktion 1854, Los 136.
Sammlung Benjamin Wolff, Engelholm (Lugt 420).
Dessen Auktion bei Bruun Rasmussen, Kopenhagen, The Wolff Collection, am 30. Mai 2018, Los 526.
Privatsammlung, Schweden.
Hübner, Julius
Nachdenklicher Knabe am Tisch (Eduard Hübner?); Bildnis des Sohnes Martin
Los 6676
Schätzung
600€ (US$ 690)
Nachdenklicher Knabe am Tisch (Eduard Hübner?); Bildnis des Sohnes Martin.
2 Zeichnungen, ein Blatt in schwarzer Feder, das andere in Bleistift, zusammen auf einen Untersatz montiert. 10,2 x 9,6 cm bzw. 7,5 x 12 cm. Der Knabe oben bezeichnet "ohne Correktur", das Bildnis des Sohnes oben rechts datiert und bezeichnet "21 febr. [18]49 / Martin".
Der Familienhund Ali, schlafend.
Bleistift auf chamoisfarbenem Papier, an den oberen Ecken punktuell montiert. 10,5 x 16,1 cm. Am Oberrand datiert, bezeichnet und monogrammiert "13t März [18]50 / Ali. / JH [ligiert]", oben rechts nummeriert "4.".
Das Hündchen Ali, hier im tiefen Schlummer, muss ein geschätzes Mitglied der Familie Hübner gewesen sein, taucht es doch in Zeichnungen, Drucken und sogar Gemälden des Künstlers auf.
Pauline Hübner (Kopfstudien).
Bleistift auf chamoisfarbenem Papier, an den oberen Ecken punktuell montiert. 15,6 x 13,2 cm. Unten rechts bezeichnet "Pauline".
Bildnis der Ehefrau Pauline, die Hübner 1829 heiratete und die eine Schwester seines Künstlerfreundes Eduard Bendemann war.
Richter, Adrian Ludwig
Partie im Rabenauer Grund mit kleiner Felshöhle
Los 6679
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Partie im Rabenauer Grund mit kleiner Felshöhle.
Bleistift auf Velin. 14,2 x 20,9 cm. Unten rechts monogrammiert, datiert und bez. "L.R." und "Rabenauer Grund Aug. [18]67".
Der südlich von Dresden gelegene Rabenauer Grund inspirierte im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler der Romantik dazu, vor Ort Naturstudien anzufertigen. Der Reiz des waldigen, unberührten Tales, durch das sich die Rote Weißeritz schlängelt, zog bereits um 1822/23 den jungen Ludwig Richter an, der in der Folge immer wieder Zeichnung anfertigte, die dann auch in Gemälden mündeten. Bei vorliegender Zeichnung reizten den Maler ganz offenbar vor allem die von Erosion modellierten bizarren Felsen, die eine kleine Höhle bilden.
Provenienz: Sammlung Eduard Cichorius, Leipzig.
Sammlung Walter Bauer, Fulda.
Literatur: Ausst. Kat. Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten, 1760-1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W. B., Staatliche Kunsthalle Karlsruhe 1967, Nr. 112.
Türcke, Rudolf von
Bildnis des Dresdener Malers Robert Schietzold
Los 6680
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Bildnis des Dresdener Malers Robert Schietzold.
Schwarze Kreide und Kohle, teils gewischt, weiß gehöht, auf graubraunem Papier. 39,6 x 26,3 cm. Unten links signiert "R. v. Türcke fecit bei Abendbeleuchtung", verso bezeichnet "gez. R. v. Türck, Dresden" und "Portrait: Landschaftsmaler Schietzold. (2. Richter Schüler)". Frühe 1860er Jahre.
Dieses eindringliche Bildnis von der Hand Rudolf Türckes hält den Künstlerfreund Robert Schietzold fest. Beide, Türcke und Schietzold, lernten sich in Dresden kennen, wo sie 1860 und 1861 in derselben Gipsklasse nachweisbar sind. Die jugendlichen, fast noch kindlich wirkenden Gesichtszüge des Porträtierten legt nahe, dass die Zeichnung in diesen frühen Akademiejahren entstanden sein muss. Obgleich sich Türcke, wie auch Schietzold, im Verlauf seiner späteren Laufbahn auf die Landschaftsmalerei spezialisierte, zeigt er sich in diesem Frühwerk als außerordentlich talentierter Porträtist mit feinem künstlerischen Gespür für das Wesen seines Gegenübers.
Dresdener Schule
um 1840. Partie in der Sächsischen Schweiz
Los 6681
Schätzung
800€ (US$ 920)
um 1840. Partie in der Sächsischen Schweiz.
Feder in Schwarz, grau und braun laviert. 53 x 38,5 cm. Verso eine alte Zuschreibung an Preller.
Zingg, Adrian
Gebirgige Landschaft mit Landvolk, vorne links ein Wegkreuz
Los 6682
Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)
Gebirgige Landschaft mit Landvolk, vorne links ein Wegkreuz.
Feder und Pinsel in Grau auf Honig-Bütten. 22,6 x 35,5 cm. Wz. "C & I Honig" mit bekröntem Lilienwappen.
Provenienz: Sammlung A. Schaller, Wien.
Sammlung Wilhelm Alexander Freund, Breslau, Straßburg und Berlin (Lugt 954).
Sammlung Carl Heumann, Chemnitz (Lugt 2841a).
Dessen Auktion bei Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, am 29. November 1957, Sammlung Heumann, Chemnitz. Kunst des 18. und 19. Jahrhunders. Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde, Graphik, Los 399 mit Abb. Tafel 6.
Literatur: Ausst. Kat. Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten, 1760-1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W. B., Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, 1967, Nr. 131.
Hammer, Christian Gottlob
Bachlauf mit Mühle in der Sächsischen Schweiz
Los 6683
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Bachlauf mit Mühle in der Sächsischen Schweiz.
Aquarell über schwarzer Feder, weiß gehöht, verso: Baumstudie in rotbrauner Feder. 22,8 x 29,1 cm. Unten mittig signiert und datiert "C. G. Hammer dl. 1859.".
Provenienz: Privatsammlung Hessen.
Dillis, Johann Georg von
Südliche Flusslandschaft mit Sphinx
Los 6684
Schätzung
600€ (US$ 690)
Südliche Flusslandschaft mit Sphinx.
Pinsel in Braun über Bleistift auf Bütten. 15,9 x 22,5 cm. Verso am unteren Rand von alter Hand bez. "G v Dillis".
Provenienz: Sammlung Walter Bauer, Fulda.
Dillis, Johann Georg von
Waldpartie mit Wanderern auf einem Weg
Los 6685
Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)
Waldpartie mit Wanderern auf einem Weg.
Feder und Pinsel in Braun, graubraun laviert über grauem Stift. 39,7 x 50,4 cm. Unten links signiert (?) "G v Dillis f." (in Feder nachgezogen?).
Provenienz: Karl und Faber, München, Auktion 87, 1963, Los 580 mit Abb.
Sammlung Walter Bauer, Fulda.
Literatur: Ausst. Kat. Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten, 1760-1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W. B., Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, 1967, Nr. 18.
Am Thumsee bei Bad Reichenhall.
Schwarze Kreide und Bleistift, gewischt, weiß gehöht, auf grün grundiertem Papier. 21,4 x 27,5 cm. Unten links bezeichnet und datiert "am Dum See bey Reichenhall Juni 1821", verso die gleiche eigenh. Bezeichnung sowie signiert "Cant: Dillis".
Provenienz: Dillis-Nachlass, Sammlung Einsele, Nr. 16 (Stempel verso).
Dillis, Cantius
Die Nösslau Alm am Hochkönig im Salzburger Land
Los 6687
Schätzung
600€ (US$ 690)
Die Nösslau Alm am Hochkönig im Salzburger Land.
Schwarze Kreide, weiß gehöht, auf braunem Papier. 23,7 x 30,6 cm. Unten links bezeichnet und datiert "Nösslau den 20. Octbr. 1832.", verso (von fremder Hand?) bez. "im Nößlauer=Thal".
Provenienz: Dillis-Nachlass, Sammlung Einsele, Nr. 45 (Stempel verso).
Vollmondnacht.
Feder und Pinsel in Braun, graubraun laviert, über Bleistift, partiell weiß gehöht auf blauem Papier. 22,3 x 30,2 cm. Verso von fremder Hand bez. "Dominique Quaglio".
Provenienz: Karl und Faber, München, Auktion 243 am 27. April 2012, Los 297.
Alter Friedhof bei Vollmond.
Bleistift, teils gewischt, weiß gehöht, auf bräunlichem Velin. 14,2 x 19,8 cm. Signiert im liegenden Kreuz unten links "Leypold del".
Der in Dresden geborene Carl Julius von Leypold studierte von 1820 bis 1829 an der Dresdener Kunstakademie in der Landschaftsklasse bei Johan Christian Clausen Dahl. Ab Mitte der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts wurde der Einfluss von Caspar David Friedrich immer spürbarer und zwar in einem solchen Maße, dass einige von Leypolds Werken lange Zeit als Arbeiten von Friedrich galten.
Metz, Friedrich
Gebirgslandschaft mit Waldsaum und ruhendem Gewässer
Los 6690
Schätzung
450€ (US$ 517)
Gebirgslandschaft mit Waldsaum und ruhendem Gewässer.
Bleistift auf blauem Papier, verso: eine Skizze von zwei Hirschen. 29,5 x 44,7 cm. Unten rechts signiert "Fr. Metz".
Beigegeben von demselben eine weitere Bleistiftzeichnung "Römische Campagna mit Palazzi und Pinien".
Dillis, Johann Georg von
Voralpenlandschaft bei Dietramszell
Los 6691
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Voralpenlandschaft bei Dietramszell.
Feder in Schwarzbraun über Bleistift, verso: Landschaftstudie in Bleistift. 13,2 x 18 cm. Unten links in brauner Feder bez. "Dietramszell".
Provenienz: Aus dem Nachlass der Künstlers.
Sammlung Einsele (mit Inv.Nr. 201).
Sammlung Arturo Cuellar.
Privatsammlung Hessen.
Hummel, Carl Maria Nikolaus
Tal im Hochgebirge mit einer Tannengruppe
Los 6692
Schätzung
750€ (US$ 862)
Tal im Hochgebirge mit einer Tannengruppe.
Kohle, teils weiß gehöht, auf blauem Papier. 69,5 x 94 cm.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (verso mit dem Nachlassstempel).
Privatbesitz Berlin.
Koekkoek, Barend Cornelis
Pfad durch eine dichte Waldlandschaft
Los 6693
Schätzung
400€ (US$ 460)
Pfad durch eine dichte Waldlandschaft.
Bleistift. 25,4 x 26,7 cm. Links unten monogrammiert (ligiert) und datiert "BCK. 1828.".
Der aus der holländischen Künstlerfamilie Koekkoek stammende Barend Cornelis studierte ab 1822, dank eines Stipendiums der Königlichen Regierung, an der neu eröffneten Königlichen Akademie der Bildenden Künste in Amsterdam. 1826 verließ Koekkoek Amsterdam und zog, als angehender Landschaftsmaler, hinaus in die Natur. Auf seiner Wanderschaft begegnete er seinem ersten Schüler, Willem Bodeman, der sich ihm anschloss. Die nächsten zwei Jahre verbrachte Koekkoek zunächst in Hilversum, wo sich um Pieter Geradus van Os ein Malerkreis gebildet hatte. 1828 ließ er sich für ein Jahr in Beek bei Nijmegen nieder, kehrte jedoch immer wieder in die Hauptstadt zurück und unternahm im Sommer desselben Jahres Studienreisen in den Harz, an den Rhein und nach Italien.
Cox I, David
Baumbestandene Gebirgslandschaft mit Reisenden
Los 6694
Schätzung
400€ (US$ 460)
Baumbestandene Gebirgslandschaft mit Reisenden.
Aquarell über schwarzer Kreide auf bläulichem Velin. 27 x 23,3 cm.
Sitzender Knabe mit Vogelkäfig.
Bleistift auf Bütten. 21,1 x 17,3 cm. Unten rechts eigenhändig bezeichnet und datiert "Fügen. Aug. 1853.".
Die Zeichnung entstand im Jahr der Übersiedelung von Louis Coblitz nach München, wo er sein bislang autodidaktisches Studium an der Münchner Akademie vertiefen wollte. Im August dieses Jahres führte ihn eine Studienreise nach Tirol. Unterwegs nahm er Quartier im Dorf Fügen im Zillertal und zeichnete ausgiebig die Bauern und ihren Alltag.
Ausstellung: Louis Coblitz (1814-1863) Gemälde und Zeichnungen, Städtisches Reiss-Museum, Mannheim 1984.
Literatur: Marguerite Stahl (Hrsg.): Louis Coblitz (1814-1863) Gemälde und Zeichnungen, Ausst.Kat. Mannheim 1984, S. 178, Kat. Z 13 (Abb.).
Hildebrandt, Ferdinand Theodor
Bildnis des Wilhelm von Knobelsdorff in Galauniform, hinter ihm sein Adjutant mit Pferd
Los 6696
Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)
Bildnis des Wilhelm von Knobelsdorff in Galauniform, hinter ihm sein Adjutant mit Pferd.
Schwarze und weiße Kreide, Graphit auf dunkelbraunem Papier. 41,5 x 29,5 cm. Unten links signiert "Th. Hildebrand. 1827", verso in Bleistift in franz. Sprache bez. "Guillaume ... Knobelsdorf Officier ... Prusse".
Die Zeichnung aus dem Jahr 1827 zeigt den 25-jährigen Wilhelm Anton Adrian Konstantin Baron von Knobelsdorff (1802 Bujukdere bei Konstantinopel - 1880 Hannover). Wilhelm trat am ersten Mai 1821 als Husar in das 8. Husarenregiment der preußischen Armee ein. Von 1821 bis 1824 war er an die Divisionsschule abgeordnet und wurde Mitte April 1825 zum Leutnant befördert. Diese Beförderung bot wohl den Anlass für die Zeichnung, die den jungen Leutnant in prächtiger Galauniform und edlem Schwert zeigt, während im Hintergrund ein Adjutant das feurige Pferd in Zaum zu halten versucht.
Deutsch
um 1820. Blick über die Lange Brücke mit dem Reiterstandbild des Großen Kurfürsten auf das Berliner Stadtschloss
Los 6697
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
um 1820. Blick über die Lange Brücke mit dem Reiterstandbild des Großen Kurfürsten auf das Berliner Stadtschloss.
Aquarell über schwarzer Feder und Bleistift. 24,1 x 31 cm.
Kunsthandel Martin Moeller, Hamburg.
Privatsammlung Berlin.
Schadow, Johann Gottfried - zugeschrieben
Strickende junge Frau mit Haube
Los 6698
Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)
zugeschrieben. Strickende junge Frau mit Haube.
Schwarze Kreide auf Honig-Bütten. 29,6 x 19,7 cm. Wz. "C & I Honig" mit Schild mit Posthorn.
Möglicherweise handelt es sich bei der Dargestellten um Mademoiselle Villaume (geb. 1780), die Gesellschafterin der Familie Schadow und nicht, wie im Karlsruher Katalog geäußert, um Schadows Schwester Lotte. Mademoiselle Villaume ist rechts im Vordergrund der 1795 entstandenen Radierung "Schadow und seine Familie" dargestellt (Mackowsky Nr. 18, Tafel 11).
Provenienz: Aus der Sammlung Walter Bauer, Fulda.
Literatur: Ausst. Kat. Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten, 1760-1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W. B., Staatliche Kunsthalle Karlsruhe 1967, Nr. 114.
Zaleski, Marcin
Biedermeier-Salon im Tyszkiewicz Palast in Warschau
Los 6699
Schätzung
4.500€ (US$ 5,172)
Biedermeier-Salon im Tyszkiewicz Palast in Warschau.
Aquarell und Gouache über Spuren von Graphit, Gummi arabicum. 22,6 x 31,2 cm. Unten rechts signiert "Zaleski".
Detailreiche Schilderung eines Salons in der Bel-Etage des Palais Tyszkiewicz in Warschau, gelegen an der Prachtstraße Krakowskie Przedmiescie. Das große Fenster auf der Nordseite gibt den Blick frei auf die Klosterkirche der Visitantinnen. Das Zimmerbild stammt von der Hand Marcin Zaleskis, der nach Anfängen als Bühnenmaler zu einem der gefragtesten Architekturmaler Polens avancierte. Besonders berühmt waren, neben seinen Stadtansichten, Interieurdarstellungen aus den Residenzen des polnischen Adels und Großbürgertums.
Literatur: Hans Ottomeyer, Axel Schlapka: Biedermeier. Interieurs und Möbel, München 2000, S. 131 ff, Abb. S. 133.
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