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Lot 6640, Auction  128, Boschmann, H., Bildnis des Predigers Samuel Koenraad de Bruine

Boschmann, H.
Bildnis des Predigers Samuel Koenraad de Bruine
Los 6640 [*]

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Bildnis des Predigers Samuel Koenraad de Bruine.
Pinsel und Feder in Grau, nach Jan Maurits Quinkhard. 39,4 x 29,9 cm. Unten rechts bezeichnet "I: M: Quinkhart pinxs 1741", unten rechts signiert und datiert "H: Boschman del 1745".



Provenienz: Sammlung Alfred Misch, Berlin (Lugt 1816f).

Lot 6641, Auction  128, Waser, Anna, Profilporträt eines Knaben mit lockigem Haar

Waser, Anna
Profilporträt eines Knaben mit lockigem Haar
Los 6641

Schätzung
6.000€ (US$ 6,897)

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Profilporträt eines Knaben mit lockigem Haar.
Silberstift- und Pinselzeichnung auf Pergament. 15,3 x 10,5 cm. Eigenhändig bezeichnet und datiert "Anna Wasera Figurina faciebat Ao 1704".

Die Miniaturmalerin und Radiererin Anna Waser entstammte einer angesehenen Zürcher Familie. In jugendlichem Alter erhielt sie eine vorzügliche wissenschaftliche Ausbildung und bewies neben ihrer Begabung für Latein und die französische Sprache auch ihre künstlerischen Talente. Ihren ersten Malunterricht erhielt sie vor Ort bei Johann Sulzer, unter dessen Leitung das anrührende Selbstbildnis der Zwölfjährigen entstand, das sich heute im Kunsthaus Zürich befindet. Im Frühjahr 1692 ging Anna bei Joseph Werner in Bern in die Lehre, in dessen Werkstatt sie bis 1696 als einzige weibliche Schülerin verblieb. Nach ihrer Ausbildung widmete sie sich in Zürich selbstständig der Miniaturmalerei und erwarb sich in dieser Disziplin ein derartiges Renommée, dass sie 1699 als Hofmalerin an den Gräflich Solms-Braunfelsischen Hof berufen wurde. 1702 kehrte die zeit ihres Lebens unverheiratete Künstlerin nach Zürich zurück, wo sie eine sehr erfolgreiche und vielbeachtete Tätigkeit entwickelte, bis sie 1714 im Alter von erst fünfunddreißig Jahren frühzeitig verstarb. Die anmutige, fein durchgeführte Zeichnung zeigt einen cherubinartigen Knaben mit lockigem Haar. In der klaren Linienführung, der plastischen Modellierung des Gesichts und der idealisierten Ruhe des Ausdrucks verbindet sich akademische Strenge mit empfindsamer Beobachtung. Das kostbare, kleine Blatt ist ein sehr seltenes Beispiel des zeichnerischen Schaffens einer Künstlerin des späten 17. Jahrhunderts.

Lot 6642, Auction  128, Reinhold, Johann Friedrich Leberecht, Die umworbene Haubenstickerin

Reinhold, Johann Friedrich Leberecht
Die umworbene Haubenstickerin
Los 6642

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Die umworbene Haubenstickerin.
Gouache auf Bütten. 47,5 x 38,5 cm.

Der bei dem Zeitzer Maler J. G. Krippendorf ausgebildete Johann Friedrich Reinhold machte sich in Gera vor allem als Maler der Portraits thüringischer Bürgerfamilien und des Adels einen Namen. Bei einem Brand seines Hauses im Jahre 1780 wurde ein Großteil seines Ateliers zerstört, und er war gezwungen, erst nach Schleiz und später nach Neustadt auszuweichen. Erst 1783 kehrte er nach Gera zurück. Er erhielt Aufträge der Fürstenhöfe in Reuß-Gera, sowie aus Thüringen, Franken und Preußen. Seine drei Söhne Friedrich Philipp, Heinrich und Gustav ergriffen ebenfalls das Malerhandwerk.

Lot 6643, Auction  128, Schenau, Johann Eleazar, Mädchenkopf mit Bändern im Haar

Schenau, Johann Eleazar
Mädchenkopf mit Bändern im Haar
Los 6643

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Mädchenkopf mit Bändern im Haar.
Schwarze und weiße Kreide, Pinsel in Grau auf hellbraunem Bütten. 38,4 x 26,2 cm.



Provenienz: C.G. Boerner, Leipzig, Auktion 164, Handzeichnungen alter Meister des XV. bis XVIII. Jahrhunderts aus dem Besitze von Frau Geheimrat Ehlers, Göttingen und andere Beiträge aus Privatbesitz..., vom 9.-10. Mai 1930, Los 388.
Gerd Rosen, Frankfurt a. Main, 37. Auktion vom 11.-13. Oktober 1961, Los 1286 mit Abb.
Sammlung Walter Bauer, Fulda.

Lot 6644, Auction  128, Böhm, Johann, Der Engel erscheint der Hagar in der Wüste

Böhm, Johann
Der Engel erscheint der Hagar in der Wüste
Los 6644

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Der Engel erscheint der Hagar in der Wüste.
Pinsel in Grau mit Spuren von Weißhöhungen über Graphit auf graubraunem Bütten. 32,5 x 26 cm. Am Unterrand signiert und datiert "Joh Boehm [1]797".



Provenienz: Gertrude (Trudi) Thannhauser Beyer (1921-2015, Rochester, NY).


Lot 6645, Auction  128, Rode, Christian Bernhard, Der Prinzenraub: Der Köhler rettet den sächsischen Prinzen von seinem Räuber Kuntz von Kauffungen

Rode, Christian Bernhard
Der Prinzenraub: Der Köhler rettet den sächsischen Prinzen von seinem Räuber Kuntz von Kauffungen
Los 6645

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Der Prinzenraub: Der Köhler rettet den sächsischen Prinzen von seinem Räuber Kuntz von Kauffungen.
Feder in Schwarz, grau laviert auf Velin. 46,8 x 34 cm. Um 1781.

Wohl Vorzeichnung und Entwurf für die 1781 entstandenen Radierung desselben Sujets. "Kunz von Kauffungen, der die Sächsischen Prinzen geraubt hatte, ist vom Pferde gestiegen, und pflückt in seinem Helme einige Erdbeeren zur Erfrischung des kleinen Prinzen; unter dessen sich dieser einem Köhler entdeckt, welcher auf das Bellen seiner Hunde herbey gelaufen war. Der Begleiter des Kauffungen, ein Reiter, scheint die Entdeckung zu bemerken." (siehe Kataloge der Berliner Akademie-Ausstellungen 1786-1850, bearb. Helmut Börsch-Supan, Bd. 1, Berlin 1971).

Lot 6646, Auction  128, Autenrieth, Ludwig Friedrich, Armes Täubchen (Junge Frau, den Tod einer Taube betrauernd)

Autenrieth, Ludwig Friedrich
Armes Täubchen (Junge Frau, den Tod einer Taube betrauernd)
Los 6646 [*]

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Armes Täubchen (Junge Frau, den Tod einer Taube betrauernd).
Feder in Braun, Pinsel in Braun und Grau, aufgezogen auf grün grundiertem Papier, verso montiert: Silhouette der Fanny von Geisberg. Unten rechts signiert und datiert "L. Autenrieth. 1836.".


Lot 6647, Auction  128, Giani, Felice, Die Erziehung Mariens

Giani, Felice
Die Erziehung Mariens
Los 6647

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Die Erziehung Mariens.
Feder in Braun, Pinsel in Grau über grauem Stift. 33,5 x 22 cm. Wz. Lilie.



Provenienz: Galerie Bassenge, Berlin, Auktion am 5.-6. Dezember 1986, Los 4498 mit Abb. S. 123.

Lot 6648, Auction  128, Vallin, Jacques Antoine, Eine sinnende junge Frau, unter einem Baum mit zwei sich neckenden Tauben sitzend

Vallin, Jacques Antoine
Eine sinnende junge Frau, unter einem Baum mit zwei sich neckenden Tauben sitzend
Los 6648

Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)

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Eine sinnende junge Frau, unter einem Baum mit zwei sich neckenden Tauben sitzend.
Bleistift- und Kreidezeichnung, weiß und gelblich gehöht. 28,1 x 22,7 cm. Um 1800.

Der Maler und Zeichner Jacques-Antoine Vallin war ein Protégé des Historienmalers Gabriel Doyen und wurde seit 1779, noch während des Ancien régime, an der Pariser Académie royale ausgebildet. Vallin war regelmäßig auf dem Pariser Salon vertreten und beschickte dessen Ausstellungen zwischen 1791-1827 mit Landschaften und Marinen in der Art Vernets und Bidaulds, sowie mit mythologischen Szenen und Porträts. Nach kurzer Zeit machte der Künstler sich einen Namen mit anmutigen Darstellungen von Nymphen und Bacchanten in lichtdurchfluteten Parklandschaften. Die vorliegende, sensibel erfasste Studie einer sinnenden, in wehmütige Gedanken versunkenen jungen Frau ist charakteristisch für die Ästhetik und Eleganz der Stilepoche des Directoire. Der konzentrierte, delikate Zeichenduktus ist ganz dem gefühlsbetonten Stimmungsgehalt der Szene angemessen. Mit großem Feinsinn hat der Künstler das hübsche Gesicht der Frau und ihre modische Lockenfrisur all'antica charakterisiert.

Kobell, Franz
Vier Federzeichnungen mit Ideallandschaften
Los 6649

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Vier Federzeichnungen mit Ideallandschaften.
Jeweils Feder in Braun. Je ca. 8,7 x 11,2 cm.

Dargestellt sind: Gewitterlandschaft mit Burg; Zwei ruinöse Brückenbögen; Waldrand bei Regen; sowie Felsenküste bei Sonnenaufgang.

Provenienz: Sämtlich aus der Sammlung Bernhard Himmelheber (vgl. Lugt 4035).

Lot 6650, Auction  128, Kobell, Ferdinand, Südliche Ideallandschaft mit Stadt und Ruinen

Kobell, Ferdinand
Südliche Ideallandschaft mit Stadt und Ruinen
Los 6650

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Südliche Ideallandschaft mit Stadt und Ruinen.
Feder in Dunkelbraun. 28,3 x 44,6 cm. Signiert und datiert auf einem Stein unten links "Ferd. Kobell / 1790".



Provenienz: Sammlung Bernhard Himmelheber, Heidelberg (Lugt 4035).

Lot 6651, Auction  128, Morgenstern, Johann Friedrich, Hügelige Landschaft mit einer Herde und schlafendem Hirten bei einer Ruine

Morgenstern, Johann Friedrich
Hügelige Landschaft mit einer Herde und schlafendem Hirten bei einer Ruine
Los 6651

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Hügelige Landschaft mit einer Herde und schlafendem Hirten bei einer Ruine.
Pinsel in Braun, braun laviert über Bleistift, auf Velin, an den Ecken auf alten Untersatz montiert. 28 x 31,8 cm. Verso auf dem Untersatz bezeichnet "H. Roos".



Provenienz: Nachlass Carl Morgenstern.
Privatsammlung Hessen.

Lot 6652, Auction  128, Niederländisch oder Italienisch, 18. Jh. Gebirgslandschaft mit Fluss und Hirten mit ihrem Vieh

Niederländisch oder Italienisch
18. Jh. Gebirgslandschaft mit Fluss und Hirten mit ihrem Vieh
Los 6652

Schätzung
600€ (US$ 690)

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18. Jh. Gebirgslandschaft mit Fluss und Hirten mit ihrem Vieh.
Feder in Braun, teils auf blauem Papier kaschiert. 20 x 34 cm. Verso eine alte Zuschreibung in franz. Sprache "Franz Kobell peintre ... de Baviere".



Provenienz: Gertrude (Trudi) Thannhauser Beyer (1921-2015, Rochester, NY).

Lot 6653, Auction  128, Nathe, Christoph, Flusslandschaft mit kleinem Wasserfall, am Ufer ein Hirte mit seinem Vieh

Nathe, Christoph
Flusslandschaft mit kleinem Wasserfall, am Ufer ein Hirte mit seinem Vieh
Los 6653

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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Flusslandschaft mit kleinem Wasserfall, am Ufer ein Hirte mit seinem Vieh.
Pinsel in Schwarz und Grau auf Velin. 23,8 x 29,8 cm. Auf dem Stein undeutlich in Pinsel bez. "04".



Provenienz: Sammlung Dr. Friedhelm Beuker, Meerbusch (nicht bei Lugt).
Prof. Christian Isermeyer, Hamburg.

Literatur: Anke Fröhlich: Christoph Nathe 1753-1806. Monographie und Werkverzeichnis der Handzeichnungen und Druckgraphik, Bautzen 2008, S. 301, Z 504 mit Abb.

Lot 6654, Auction  128, Kolbe, Carl Wilhelm, Studienblatt mit zwei Kühen

Kolbe, Carl Wilhelm
Studienblatt mit zwei Kühen
Los 6654

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Studienblatt mit zwei Kühen.
Schwarze Kreide auf Bütten. 20,4 x 33,9 cm. Wz. Große Kartusche.

Womöglich entstanden die Studien in Vorbereitung zu Kolbes berühmten Kräuterblättern. Die liegende Kuh zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Tier auf dem Blatt "Die Kuh im Schilf" (Martens 88).

Lot 6655, Auction  128, Kolbe, Carl Wilhelm - zugeschrieben, Felsiger Hang mit rastendem Paar, im Hintergrund eine Ortschaft

Kolbe, Carl Wilhelm - zugeschrieben
Felsiger Hang mit rastendem Paar, im Hintergrund eine Ortschaft
Los 6655

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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zugeschrieben. Felsiger Hang mit rastendem Paar, im Hintergrund eine Ortschaft.
Feder in Dunkelbraun und Grau, braun und grau laviert, über Graphit auf Velin. 22,5 x 32,4 cm. Verso in Bleistift bez. "n. Kolbe".



Provenienz: Phillips, London, Auktion am 11. Dezember 1996, Los 77.
Sammlung Prof. Dr. Friedhelm Beuker, Meerbusch (nicht bei Lugt).

Lot 6656, Auction  128, Morgenstern, Johann Ludwig Ernst, Kircheninterieur: Blick in das Innere einer dreischiffigen Renaissancebasilika

Morgenstern, Johann Ludwig Ernst
Kircheninterieur: Blick in das Innere einer dreischiffigen Renaissancebasilika
Los 6656 [*]

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Kircheninterieur: Blick in das Innere einer dreischiffigen Renaissancebasilika.
Feder in Schwarz auf festem Honig-Bütten. 52,3 x 42 cm. Unten links alt bez. "J. L. E. Morgenstern fecit" unten links in der Darstellung mit Bleistift bez. "Cardinal Fesch, Rom". Um 1793.

Johann Ludwig Ernst Morgenstern war im 18. Jahrhundert insbesondere für seine meisterhaften, detailreichen Architektur- und Kircheninnenräume bekannt, deren Darstellung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine neue Blüte erfährt. Nach den Vorbildern der niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts malt der in Frankfurt angesiedelte Künstler nicht nur faszinierende Architekturen von Phantasiekirchen, sondern auch zeitgenössische Porträts von regionalen Kirchen. Zu vorliegender Zeichnung gab es ein entsprechendes Gemälde sowie ein Pendant mit dem Interieur einer Barockkirche, die sich beide zunächst in der Sammlung Franz Siegert befanden haben, dann in der Galerie des Kardinals Joseph Feschs in Rom; worauf auch die handschriftliche Notiz auf unserer Zeichnung verweist.

Provenienz: Nachlass Carl Morgenstern.

Ausstellung: Raumwunder. Frankfurter Maler entdecken das Kircheninterieur 1750-1850, Frankfurt a. M., 25. Oktober 2024 - 19. Januar 2025.

Literatur: Wolfgang P. Cilleßen, Gerhard Kölsch, u.a. (Hrsg.): Raumwunder: Frankfurter Maler entdecken das Kircheninterieur 1750-1850, Frankfurt a. M. 2024, S. 194, Nr. 5.19 mit Abb.

Lot 6657, Auction  128, Sabatelli, Luigi, Studienblatt mit männlichen Figuren zu "Die Pest in Florenz"

Sabatelli, Luigi
Studienblatt mit männlichen Figuren zu "Die Pest in Florenz"
Los 6657

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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Studienblatt mit männlichen Figuren zu "Die Pest in Florenz".
Feder in Braun auf Bütten. 21,6 x 27,5 cm. Unten links bezeichnet "Sabatelli" (signiert?). Um 1801.

Vorstudien für Sabatellis meisterhafte Radierung Die Pest in Florenz (Nagler 44), die 1802 verlegt wurde und zu den druckgraphischen Hauptblättern des Künstlers zählt. Alle vier Figuren auf vorliegendem Blatt finden eine Entsprechung in der Radierung. Der Mann mit den Armen vor der Brust etwa wurde beinahe unverändert im Gegensinn für den Pesttoten unten links im Massengrab übernommen; das liegende Kopfprofil ist im Druck direkt neben dem Haupt des Erstgenannten zu sehen. Von der intensiven Arbeit an der Bildschöpfung zeugen eigenhändige Briefe Sabatellis und weitere Studienblätter in der Galleria d’arte Moderna in Rom und in der Pinacoteca di Brera in Mailand.

Lot 6658, Auction  128, Maestri, Michelangelo, Venus und Amor in einer Landschaft

Maestri, Michelangelo
Venus und Amor in einer Landschaft
Los 6658

Schätzung
2.800€ (US$ 3,218)

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Venus und Amor in einer Landschaft.
Gouache über einer Umrissradierung auf Bütten, alt montiert. 37,3 x 30,1 cm. Unterhalb der Darstellung bezeichnet, signiert sowie betitelt "Raf. Sanz. Urb. inv. - MichAng. Maestri. fecit in Roma / VENERE FERITA DA CUPIDO".

Maestri war zu Beginn des 19. Jh. als Kupferstecher, Maler und Verleger in Rom tätig, wo er vor allem mythologische Darstellungen nach Raffael schuf. Die vorliegende Darstellung zeichnet sich durch eine ausgesprochen zarte, zurückgenommene Farbgebung aus. Anders als die Kompositionen vor einem schwarzen Grund, für die Maestri sehr bekannt ist, finden sich Venus und Amor in einer idealisierten Landschaft, die noch ganz dem Klassizismus des ausgehenden 18. Jh. zugeordnet werden darf.

Lot 6659, Auction  128, Pinelli, Bartolomeo, Saltarello Tänzerinnen beim Forum Romanum, im Hintergrund das Colosseum

Pinelli, Bartolomeo
Saltarello Tänzerinnen beim Forum Romanum, im Hintergrund das Colosseum
Los 6659

Schätzung
4.500€ (US$ 5,172)

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Saltarello Tänzerinnen beim Forum Romanum, im Hintergrund das Colosseum.
Aquarell über Graphit. 28,8 x 36,8 cm. Unten links signiert und datiert "Pinelli fece Roma 1824".

Mit feiner Beobachtungsgabe hält Pinelli in seinen Aquarellen und Zeichnungen die Trachten, Bräuche und geselligen Szenen der Bevölkerung Roms und seines Umlandes fest. Besonders reizvoll sind dabei seine Darstellungen des Saltarello, eines temperamentvollen italienischen Volkstanzes, dessen Bewegtheit Pinelli mit sicherem Strich und charakteristischer Figurenzeichnung einfängt. Das vorliegende Aquarell zeigt zwei Saltarello-Tänzerinnen in traditionellen Trachten vor der Kulisse des Colosseums und des Titusbogens und verbindet damit das römische Alltagsleben mit zwei der berühmtesten Wahrzeichen der Stadt. Die lebendige Szenerie vermittelt eindrucksvoll das romantische Bild Roms, das Pinellis Werk bis heute zu einem bedeutenden Zeugnis der Stadtkultur seiner Zeit macht.

Bourgeois du Castelet, Constant
Blick auf die Engelsburg; Blick vom Palatin auf den Campanile von Santa Francesca Romana und das Colosseum
Los 6660

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Blick auf die Engelsburg; Blick vom Palatin auf den Campanile von Santa Francesca Romana und das Colosseum.
2 Zeichnungen, je Pinsel in Braun über Bleistift. Je ca. 13,8 x 21,2 cm. Jeweils unten links in Bleistift monogrammiert "CB".


Lot 6661, Auction  128, Epinat, Fleury, Italienische Landschaft mit einer Burganlage und Figuren

Epinat, Fleury
Italienische Landschaft mit einer Burganlage und Figuren
Los 6661

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Italienische Ideallandschaft mit antikisierenden Bauten und Figuren.
Pinsel in Schwarz und Grau über Bleistift auf cremefarbenem Papier. 24,4 x 32,5 cm.

Der aus einer Arbeiterfamilie in Montbrison stammende Maler und Zeichner Fleury Epinat gelangte durch die Protektion des Conseilleur Royal Thoinet de Bigny um 1777 nach Paris und wurde 1780 Schüler Davids, den er 1784 nach Rom begleitete. 1800 ließ er sich in Lyon nieder, wo er sich auf die historische Landschaftsmalerei spezialisierte. Diese verfeinerte Pinselzeichnung einer weiten italienischen Ideallandschaft ist ein typisches Werkbeispiel der Zeichenkunst Epinats und zeigt seine Prägung durch Boissieu und die Lyoner Schule.

Lot 6662, Auction  128, Deutsch, 1806. Blick auf Frascati von der Villa Belvedere

Deutsch
1806. Blick auf Frascati von der Villa Belvedere
Los 6662

Schätzung
450€ (US$ 517)

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1806. Blick auf Frascati von der Villa Belvedere.
Feder in Schwarz, Pinsel in Braun über Graphit auf Bütten. 22,1 x 31,6 cm. Am rechten Unterrand datiert "il 18ten Oct. 1806" und oben rechts betitelt "Il Prospetto di Belvedere a Frascati".


Lot 6663, Auction  128, Bezzuoli, Giuseppe, "Idylle" - Junge Frau mit Kindern in arkadischer Landschaft

Bezzuoli, Giuseppe
"Idylle" - Junge Frau mit Kindern in arkadischer Landschaft
Los 6663

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

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"Idylle" - Junge Frau mit Kindern in arkadischer Landschaft.
Feder in Schwarz und Grau, braun laviert mit Weißhöhungen auf Bütten. 24, x 30,5 cm. Unten rechts signiert "Bezzuoli".


Lot 6664, Auction  128, Olivier, Friedrich, Skizzenbuchblatt mit den Schemen eines Hirtenpaares vor dem Campanile von San Michele in Tivoli, rechts Blick durch einen Torbogen auf Santo Stefano Rotondo in Rom

Olivier, Friedrich
Skizzenbuchblatt mit den Schemen eines Hirtenpaares vor dem Campanile von San Michele in Tivoli, rechts Blick durch einen Torbogen auf Santo Stefano Rotondo in Rom
Los 6664

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Skizzenbuchblatt mit den Schemen eines Hirtenpaares vor dem Campanile von San Michele in Tivoli, rechts Blick durch einen Torbogen auf Santo Stefano Rotondo in Rom.
Bleistift, in der linken Partie auch mit brauner Feder, auf Velin. 18,6 x 24,9 cm. Unten mittig in Bleistift betitelt und datiert "Tivoli, den 30 Mai". Um 1820.

Äußerst typisches, mit sparsamen Mitteln durchgeführtes Skizzenblatt des Künstlers, das vermutlich 1819/20 während Oliviers Italienaufenthalt entstanden sein dürfte. Eine sehr ähnliche Ansicht von S. Stefano Rotondo befindet sich in der Sammlung des Kunstmuseums Düsseldorf (siehe Marianne Bernhard (Hrsg.): Deutsche Romantik Handzeichnungen, Bd. 1, München, 1973. S. 1032).

Lot 6665, Auction  128, Olivier, Friedrich, Blick auf eine römische Klosteranlage, im Hintergrund die Cestiuspyramide

Olivier, Friedrich
Blick auf eine römische Klosteranlage, im Hintergrund die Cestiuspyramide
Los 6665

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Blick auf eine römische Klosteranlage, im Hintergrund die Cestiuspyramide.
Feder in Grau und Schwarz, braun laviert, über Bleistift. 14,5 x 23,6 cm. Um 1818-22.

Inspiriert durch die vom Verleger Cotta initiierten Ansichtenwerke "Die Beschreibung Roms" und "Die Basilikien des christlichen Roms" erwachte Oliviers Interesse an der römischen Sakralarchitektur während seines Aufenthaltes in der Ewigen Stadt zwischen 1818 und 1822. So besuchte Olivier gemeinsam mit seinen Hausgenossen aus dem Palazzo Caffarelli Julius Schnorr von Carolsfeld, Theodor Rehbenitz und Johann Karl Egger oft die Kirche S. Sabina auf dem Aventin. Auch mit dem Historiographen Christian Carl von Bunsen, der an Cottas Ansichtenwerk mitarbeitete, stand Olivier in regem Austausch. In dem römischen Skizzenbuch des Künstlers finden sich u. a. Darstellungen der frühchristlichen Basiliken S. Sabinia, SS. Giovanni e Paolo, S. Stefano Rotondo, S. Balbina, S. Maria in Aracoeli. Olivier bemühte sich dabei die schlichte, blockhafte Außenarchitektur der Baukörper mit sparsamen zeichnerischen Mitteln festzuhalten. Unser Blatt, das höchstwahrscheinlich aus einem Skizzenbuchkontext herausgelöst wurde, fügt sich in seiner künstlerischen Auffassung exakt ein in diese Gruppe von Architekturzeichnungen seiner römischen Periode.

Lot 6666, Auction  128, Bury, Johann Friedrich, Madonna mit Kind und Stifter.

Bury, Johann Friedrich
Madonna mit Kind und Stifter.
Los 6666

Schätzung
4.500€ (US$ 5,172)

Details

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Madonna mit Kind und Stifter.
Aquarell und Gouache wohl auf Velin, auf ein bräunliches Papier kaschiert. 73 x 98 cm. Um 1795.

Die Zeichnung entstand nach einem Fresko im Kloster S. Onofrio in Rom, das heute Giovanni Antonio Boltraffio zugeschrieben wird.

Provenienz: Sammlung Graf zu Münster von Derneburg, Inv.-Verz. Nr. III B 1 (verso auf Rahmenrückseite mit Klebezettel mit handschriftl. Anmerkungen zum Besitzer).
Dorotheum, Wien, Auktion am 5. Juni 2002, Los 149.
Lempertz, Köln, Auktion am 17. Mai 2003, Los 1208.
Sammlung Dr. Friedrich Beuker, Meerbusch (nicht bei Lugt).
Kunsthandel Deutschland.
Privatsammlung Berlin.

Literatur: Katharina Bott (Hrsg.): Der Maler Friedrich Bury (1763-1823). Goethes "zweiter Fritz", Ausst. Kat. Hanau und Weimar 2013, S. 219, WVZ Gr 73.

Lot 6667, Auction  128, Bury, Johann Friedrich, Kurprinzessin Auguste von Hessen-Kassel, die Sixtinische Madonna kopierend

Bury, Johann Friedrich
Kurprinzessin Auguste von Hessen-Kassel, die Sixtinische Madonna kopierend
Los 6667

Schätzung
6.000€ (US$ 6,897)

Details

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Kurprinzessin Auguste von Hessen-Kassel, die Sixtinische Madonna kopierend.
Aquarell und Deckfarben. 23,4 x 18,1 cm. Um 1808.


Der Maler Friedrich Bury lebte und arbeitete zwischen 1782-1799 in Rom, wo er einige Jahre mit Wilhelm Tischbein eine Wohnung teilte und anschließend dem engeren Kreis um Goethe angehörte, dessen Hausgenosse er ebenfalls wurde. In Rom zeichnete Bury viel nach der Antike und wurde durch seine Aquarell-Kopien nach Michelangelo, Raphael und den Carraccis bekannt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er unter anderem mehrere Jahre in Berlin als Historienmaler und Porträtist tätig. Bury verfügte außerdem über exzellente Verbindungen zum preußischen Hofe. Er stand in einer engen Beziehung zu der dargestellten Augusta, geb. Prinzessin von Preußen (1780-1841), einer Tochter König Friedrich Wilhelms II., die seit 1797 mit dem Erbprinzen Wilhelm von Hessen-Kassel verheiratet war. Während der napoleonischen Kriege wurde das fürstliche Paar 1806 von den Franzosen aus Kassel vertrieben und fand am Berliner Hof Zuflucht. Hier erteilte Bury der Prinzessin und ihrer Schwester Wilhelmine von Nassau-Oranien Malunterricht. König Friedrich Wilhelm III. erwarb von Bury eine Kopie der Sixtinischen Madonna Raphaels, die über dem Schreibtisch des Monarchen im Roten Eckzimmer seines Palais hing.
Augusta von Hessen-Kassel, die selbst eine verdienstvolle Malerin war, wurde von Bury wenigsten viermal porträtiert. Unser Aquarell zeigt sie in Halbfigur, vor der Staffelei sitzend, während sie an einer Kopie der Sixtinischen Madonna arbeitet. Die Prinzessin ist bemerkenswert informell dargestellt: sie trägt ein einfaches, dunkles Kleid mit Spitzenkragen, ein weites rotes Umschlagtuch hängt von der Lehne ihres Stuhls und bedeckt ihre Beine. In ihrer linken Hand hält sie die Malerpalette, während ihre erhobene Rechte an den Malstock angelehnt ist. Das Gemälde auf der Staffelei zeigt nur das obere Drittel von Raphaels berühmtem Altarbild, dessen obere Bildkante wiederum von der Spitze der Staffelei überragt wird. Burys Komposition betreibt ein geistreiches, hintergründiges Spiel mit zwei Ebenen, der dargestellten Person und dem Bild im Bild. Der Maler hat Augusta so postiert, daß sie die Madonna größtenteils verdeckt, während das Jesuskind sich an die Prinzessin anzuschmiegen scheint. Sie trägt nunmehr die Aureole Marias und wird durch dieses Attribut zusätzlich geadelt. Burys koloristische Behandlung ist von bestechendem Reiz. Das tiefe Rubinrot des an den Säumen verzierten Tuches bildet einen kraftvollen, sonoren Kontrast zu dem dunklen Kleid und zu den kühlen Grün-und Blautönen des Altarbildes, während das sehr fein modulierte Inkarnat und die sensible Behandlung von Augen, Nase und Mund den Blick des Betrachters auf das schön gebildete Gesicht der Augusta lenken. Das vollkommen farbfrisch erhaltene Blatt dürfte auf Grund des Alters der Prinzessin um 1808 entstanden sein.

Provenienz: Sammlung Werner Strähnz, Leipzig (der Stempel zweimal verso, Lugt 4643).
Kunsthandlung Nicolaas Teeuwisse, Berlin (2006).
Berliner Privatsammlung.

Literatur: Katharina Bott (Hrsg.): Der Maler Friedrich Bury (1763-1823). Goethes "zweiter Fritz", Ausst. Kat. Hanau und Weimar 2013, S. 220, WVZ Gr 100.

Lot 6668, Auction  128, Wach, Karl Wilhelm, Die Madonna mit Kind inmitten von Rankenwerk mit musizierenden Engeln

Wach, Karl Wilhelm
Die Madonna mit Kind inmitten von Rankenwerk mit musizierenden Engeln
Los 6668

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Die Madonna mit Kind inmitten von Rankenwerk mit musizierenden Engeln.
Bleistift auf Bütten, verso in Rötel "Figuren der Antike". 31,7 x 19 cm. Wz. Pro Patria.



Provenienz: Sammlung Carl Heumann, Chemnitz (ohne den Stempel).
Dessen Auktion bei Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, am 29. November 1957, Sammlung Heumann, Chemnitz. Kunst des 18. und 19. Jahrhunders. Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde, Graphik, Los 372.
Sammlung Walter Bauer, Fulda.

Lot 6669, Auction  128, Burne-Jones, Sir Edward - Umkreis, Landschaft mit Maria mit dem Kind, Johannes d. T. und Maria Magdalena

Burne-Jones, Sir Edward - Umkreis
Landschaft mit Maria mit dem Kind, Johannes d. T. und Maria Magdalena
Los 6669

Schätzung
800€ (US$ 920)

Details

Los merken

Umkreis. Landschaft mit Maria mit dem Kind, Johannes d. T. und Maria Magdalena.
Feder in Braun auf Transparentpapier. 11 x 14,2 cm. Unten rechts mit Monogramm "E.B-J", sowie mit Maßangaben in Inches.

Beigegeben eine weitere Zeichnung von derselben Hand "Maria Magdalena" (Feder in Schwarz über Bleistift auf Transparentpapier, 10 x 8,8 cm, unten rechts mit Monogramm "E. B-J").

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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