Chodowiecki, Daniel Nikolaus
Minerva überreicht dem Professor Castillon eine Krone, daneben die Halbfigur eines Mannes nach links
Los 6530
Schätzung
600€ (US$ 690)
Minerva überreicht dem Professor Castillon eine Krone, daneben die Halbfigur eines Mannes nach links.
Braune Feder, Bleistift, Rötel, auf Bütten, verso: Bildnis eines Herren im Profil nach links in Rötel. 11,2 x 18,4 cm. Am unteren Rand eigenh. bez. "Der Professor Castilon erhält von Minerva eine Krone. Nicht mir, sagt er, sondern meinem Vaterlande", verso in Bleistift von alter Hand bez. "Frederic Le Grand".
Bei dem geehrten Professor handelt es sich entweder um Johann Castillon, geboren als Giovanni Francesco Mauro Melchiorre Salvemini in Italien (1708-1791), oder dessen Sohn Friedrich Adolf Maximilian Gustav Castillon (1747-1814), die beide als Professoren in Berlin tätig waren. Der Vater als Mathematiker und Astronom, der Sohn als Philosoph und im Bereich der Übersetzung tätig.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
F. A. C. Prestel, Frankfurt a. M., Auktion "Handzeichnungen von Daniel Chodowiecki, Peter von Cornelius ... aus den Nachlässen dieser Künstler" am 29. Mai 1925, Los 156 (Lugt 445b, Katalogausschnitt auf den Untersatz montiert).
Privatsammlung München.
Galerie Bassenge, Berlin, Auktion 74, 1999, Los 5572.
Chodowiecki, Daniel Nikolaus
Die ökonomische Trophäe von Labes
Los 6531
Schätzung
450€ (US$ 517)
Die ökonomische Trophäe von Labes.
Radierung. 27,4 x 34 cm. Im Unterrand eigenhändige Bemerkungen des Künstlers zum Leben von Johannes von Labes "... il demeure actuellement a Zerniko se vouant a la vie rurale". (1770). Engelmann 67, Hirsch, Nachtrag zu Engelmann, 67 (dieses Exemplar beschrieben). Wz. Bekröntes Wappen, Nebenmarke Anker.
Dem tüchtigen Freiherren Johannes von Labes, Großvater des Dichters Ludwig Achim von Arnim, fiel durch eine günstige Heirat das Gut Zernikow nahe Schloss Rheinsberg zu. Er beauftragte Chodowiecki mit dieser allegorischen Darstellung, die der Urbarmachung eines unfruchtbaren Steinackers gedenkt. Ganz ausgezeichneter, kräftiger Druck mit schmalem bis feinem Rändchen, oben minimal knapp innerhalb der Plattenkante geschnitten. Minimal angestaubt und nur punktuell stockfleckig, Trockenfalte verso, der obere Rand geringfügig knitterfaltig, ebenda mittig ein hinterlegtes Randeinrisschen, sonst in sehr guter, originaler Erhaltung.
Provenienz: Aus der Sammlung Robert Hirsch (Autor des Nachtrages zu Engelmanns Werkverzeichnis).
Bildnis Wilhelm Louis mit Buch.
Öl auf Leinwand, doubliert. 52 x 45 cm. Unten links signiert und datiert "S. Henry 1819", verso verschiedentliche Annotationen zum Dargestellten.
Das Jugendbildnis des späteren Juristen Wilhelm Sally Louis (1803-1869) ist ein wiederentdecktes Spätwerk, wenn nicht gar eine der letzten Arbeiten der Susanne Henry, die noch im selben Jahr der Entstehung verstirbt.
Provenienz: Sammlung W. D. von Kottwitz, Potsdam (Enkel des Dargestellten).
Im Erbgang seit 1969 Privatsammlung Berlin.
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