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Lot 8090, Auction  128, Orlik, Emil, Arnold Rosé mit Geige

Orlik, Emil
Arnold Rosé mit Geige
Los 8090

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Arnold Rosé mit Geige
Bleistift auf halbtransparentem Velin.
24,3 x 15 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Orlik".

Der aus Rumänien stammende Meisterviolinist Arnold Rosé, ein Schwager Gustav Mahlers, war bis zu seiner Emigration nach England im Jahr 1938 jahrzehntelang Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Das von ihm gegründete Quartett erlangte nach 1905 Weltruhm. Orlik, gesuchter Portraitist und bekannt für seine Bildnisse von Schauspielern und anderen Berühmtheiten, zeichnet das Bildnis des großen Geigers mit besonderer Delikatesse im Bereich des Antlitzes.

Provenienz: Privatbesitz Frankreich

Lot 8091, Auction  128, Orlik, Emil, Dirigent Erich Kleiber

Orlik, Emil
Dirigent Erich Kleiber
Los 8091

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Dirigent Erich Kleiber
Kreide in Schwarz auf Skizzenbuchpapier. 1920er Jahre.
20 x 13 cm.
Seitlich rechts mit Bleistift signiert "Orlik" sowie unten rechts mit Farbstift in Rot bezeichnet "Kleiber".

Die schnelle Zeichnung Orliks zeigt eine Momentaufnahme des Berliner Kulturlebens der Roaring Twenties und die Begegnung zweier seiner bedeutenden Vertreter. In diesen Jahren wirkte Kleiber als Generalmusikdirektor an der Staatsoper Unter den Linden, während Orlik als Professor an der Berliner Kunstgewerbeschule lehrte. Orlik zeichnete den Dirigenten mehrfach.

Provenienz: Roseberys, London, Auktion 09.07.2025, Lot 407
Privatbesitz Frankreich

Lot 8092, Auction  128, Orlik, Emil, Mädchen mit Haube

Orlik, Emil
Mädchen mit Haube
Los 8092

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Mädchen mit Haube
Radierung mit Kaltnadel und Roulette auf Velin. 1898.
9,8 x 13,8 cm (20 x 23,6 cm).
Signiert "Orlik" und datiert. Auflage 100 num. Ex.
Voss-Andreae R 82.

Erschienen in einer Gesamtauflage von 120 Exemplaren. Ganz ausgezeichneter Druck mit dem vollen Rand. Beigegeben: Eine weitere signierte Radierung des Künstlers "Weiblicher Halbakt mit kleinem Halsband", 1917 (Voss-Andreae R 350).

Lot 8093, Auction  128, Orlik, Emil, Die Nacht

Orlik, Emil
Die Nacht
Los 8093

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Die Nacht
Farbholzschnitt auf Velin. 1902.
14,3 x 13,1 cm (18,2 x 14,8 cm).
Wohl signiert "Emil Orlik".
Voss-Andreae H 78.

Von der japanischen Holzschnittkunst inspiriertes Einzelblatt, gedruckt in Schwarz und Orange, noch ohne den typographischen Text im Unterrand. Der Holzschnitt mit dem Text erschien in: XIV. Ausstellung der Vereinigung bildender Künstler Österreichs Secession Wien, 1902. Prachtvoller Druck mit kleinem Rand. Äußerst selten, Voss-Andreae sind lediglich drei Einzelblätter bekannt; das Vorliegende dort erwähnt.

Provenienz: Privatsammlung Frankreich

Lot 8094, Auction  128, Orlik, Emil, Ein Schneider (Japanischer Schneider)

Orlik, Emil
Ein Schneider (Japanischer Schneider)
Los 8094

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Ein Schneider (Japanischer Schneider)
Farbradierung mit Roulette auf Velin. 1902.
20,3 x 19,7 cm (24 x 24 cm).
Signiert "Emil Orlik", datiert und bezeichnet "Probedruck". 1902.
Voss-Andreae R 106.

Erschienen als Blatt 15 der Mappe "Aus Japan". Brillanter, differenzierter und wunderbar gratiger Probedruck mit dem vollen Rand. Selten.

Lot 8095, Auction  128, Orlik, Emil, Der Zoologe Ernst Haeckel an Bord der Kiautschou

Orlik, Emil
Der Zoologe Ernst Haeckel an Bord der Kiautschou
Los 8095

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Der Zoologe Ernst Haeckel an Bord der Kiautschou
Kaltnadel mit Roulette und Aquatinta auf BSB-Bütten. 1909/10.
25,2 x 20,2 cm (40 x 32,3 cm).
Signiert "Emil Orlik" und datiert.
Voss-Andreae R 186.

Im unteren linken Plattenrand mit der Bezeichnung "1901 Insulinde", entstanden als Erinnerung Orliks an die gemeinsame Reise mit dem Jenenser Zoologen und Philosophen. Prachtvoller, kontrastreicher Druck mit dem wohl vollen Rand, unten und links mit dem Schöpfrand.

Lot 8096, Auction  128, Orlik, Emil, Selbstbildnis

Orlik, Emil
Selbstbildnis
Los 8096

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Selbstbildnis
Radierung mit Kaltnadel und Roulette in Braun auf Velin. 1910.
24,7 x 20,9 cm (40,5 x 30 cm).
Signiert "Orlik" sowie bezeichnet "1. Zust.".
Voss-Andreae R 184.

Das wunderbare Selbstportrait Orliks im Alter von 40 Jahren zeigt ihn im strengen Profil mit Brille und Bart. Damit erinnert es fast an die klassischen, römischen Kaiserporträts antiker Münzen. In demselben Jahr unternimmt er eine Reise nach Florenz, wo er Gelegenheit hatte, sich mit antiken Kunstwerken auseinanderzusetzen. Im vorliegenden prägnanten und Voss-Andreae unbekannt gebliebenen Zustandsdruck stellt Orlik sein Talent als Radierer, der virtuos mit der Kaltnadel Konturen herausarbeitet und Flächen mit Roulette plastisch füllt, unter Beweis. Prachtvoller, wunderbar ausdrucksvoller und gratiger Druck mit differenziertem Plattenschmutz, deutlich zeichnender Plattenkante und mit dem wohl vollen Rand, rechts und unten mit dem Schöpfrand.

Lot 8097, Auction  128, Orlik, Emil, Portrait Gerhart Hauptmann (Kopf im Profil nach rechts)

Orlik, Emil
Portrait Gerhart Hauptmann (Kopf im Profil nach rechts)
Los 8097

Schätzung
240€ (US$ 276)

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Portrait Gerhart Hauptmann (Kopf im Profil nach rechts)
Radierung in Braun auf Similijapan. 1912/13.
23 x 18,5 cm (41 x 31,5 cm).
Signiert "Orlik", datiert "1913" und zudem vom Drucker Otto Felsing signiert.
Voss-Andreae R 256 d.

Abzug des endgültigen Zustandes. Prachtvoller Druck von der beschnittenen Platte, mit delikatem Plattenton und breitem Rand.

Lot 8098, Auction  128, Orlik, Emil, Portrait Arthur Nikisch

Orlik, Emil
Portrait Arthur Nikisch
Los 8098

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Portrait Arthur Nikisch
Kaltnadel mit Roulette auf JWZanders-Bütten. Um 1920.
23,6 x 17,8 cm (40 x 29 cm).
Signiert "Emil Orlik". Auflage 100 num. Ex.
Voss-Andreae R 418.

Ausgezeichneter Druck mit zartem, ebenmäßigem Plattenton und dem vollen Rand, rechts mit dem Schöpfrand.

Lot 8099, Auction  128, Pankok, Bernhard, "Salome"

Pankok, Bernhard
"Salome"
Los 8099

Schätzung
800€ (US$ 920)

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"Salome"
Aquarell mit Goldhöhung auf Velin, mit zusätzlichen Goldhöhungen auf einer fest darüber montierten Kunststofffolie, in Passepartout montiert. 1916.
49,8 x 30 cm (Passepartoutausschnitt).
Signiert "Pankok", datiert und betitelt.

Der deutsche Maler, Zeichner, Graphiker, Bildhauer und Architekt Bernhard Pankok war auch als Designer und Bühnenbildner erfolgreich. Nach Studien in Düsseldorf und Berlin arbeitete er seit 1892 in München autodidaktisch. Ab 1895 erhielt er die ersten Aufträge für die Zeitschriften Pan und Jugend, die seinen Namen bekannt machten. Erste Möbelstücke wurden im Münchener Glaspalast ausgestellt, ab 1900 erhielt er erste Architekturaufträge samt Inneneinrichtung. Ab 1903 war er Professor in Stuttgart. In seinem vielseitigen Schaffen wurde er u. a. auch für die Entwürfe von zahlreichen Bühnenbildern und Kostümen für verschiedene Opern und Theaterstücke beauftragt. Hier vorliegend ein Entwurf für das opulent bestickte Kleid der Salomé. Besonders ungewöhnlich ist, dass Pankok einen Teil der Goldverzierungen auf einer durchsichtigen Kunststofffolie anfertigte, die er an den Ecken über dem Aquarell montierte.

Lot 8100, Auction  128, Pechstein, Hermann Max, Kopf eines Seemannes (Fischerkopf)

Pechstein, Hermann Max
Kopf eines Seemannes (Fischerkopf)
Los 8100

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Kopf eines Seemannes (Fischerkopf)
Holzschnitt auf dünnem Japan. 1922/23.
40 x 29,7 cm (49,2 x 43,8).
Unten rechts mit Bleistift signiert "HMPechstein" und datiert "(19)23".
Krüger H 269.

Das Blatt erschien ursprünglich in einer Auflage von 100 numerierten Exemplaren zum Mappenwerk "Deutsche Graphiker. Arno Holz und sein Werk - Deutsche Stimmen zu seinem 60. Geburtstage". Darüber hinaus sind dem Werkverzeichnis 38 Exemplare für die mitarbeitenden Künstler und den Verlag Gurlitt, sowie eine unbekannte Zahl unnumerierter Drucke bekannt, diese wohl jedoch meist, entgegen dem hier vorliegendem Exemplar, mit dem Trockenstempel des Verlages. Prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.

Lot 8101, Auction  128, Pechstein, Hermann Max, Wartende

Pechstein, Hermann Max
Wartende
Los 8101

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Wartende
Farblithographie auf Velin. 1946.
44,1 x 25,4 cm (53 x 39,2 cm).
Signiert "HMPechstein".
Krüger L 413.

Ohne den rückseitigen Stempel des Graphik-Verlages Dr. Heinrich Mock. Prachtvoller Druck in Ocker und Schwarz mit kleinem, wenngleich wohl dem vollen Rand.

Lot 8102, Auction  128, Pudlich, Robert, Zirkuswagen

Pudlich, Robert
Zirkuswagen
Los 8102

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Zirkuswagen
Öl auf Leinwand, auf Hartfaser kaschiert. 1935.
24,3 x 32,3 cm.
Unten links mit Pinsel in Dunkelgrün signiert "Pudlich" und datiert.

Pudlich, der der Verschollenen Generation zugerechnet wird, ist in seiner Kunst vom Stil der Neuen Sachlichkeit geprägt. Bald nach seinem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf gehörte er zum Umfeld der Kunsthändlerin Johanna Ey, war Mitglied der Rheinischen Sezession, der Rheingruppe und des Deutschen Künstlerbundes.

Provenienz: Remmert & Barth, Düsseldorf, Überblick 1992, Kat.-Nr. 163
Privatbesitz Hessen

Lot 8103, Auction  128, Pudlich, Robert, Zirkuspaar

Pudlich, Robert
Zirkuspaar
Los 8103

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Zirkuspaar
Öl auf Leinwand, auf Spanplatte kaschiert. 1936.
40,5 x 29,5 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "Pudlich" und datiert.

Die Welt des Zirkus, der herumreisenden Artisten und Akrobatinnen, der Tänzerinnen und des Theaters faszinierte Pudlich und beschäftigte ihn als Motiv immer wieder im Laufe seines Schaffens. Im Jahr 1934 fand seine erste Ausstellung in der Galerie Alex Vömel, Düsseldorf, statt, und der Künstler pflegte seitdem eine enge Verbindung zu dem Galeristen.

Provenienz: Lempertz, Köln, wohl Auktion 815, 04.12.2001, Lot 450 (lt. Annotationen verso)
Privatbesitz Hessen

Lot 8104, Auction  128, Pudlich, Robert, Zirkusleute

Pudlich, Robert
Zirkusleute
Los 8104

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Zirkusleute
Öl auf Leinwand, auf Spanplatte kaschiert. 1947.
Ca. 26 x 36 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Dunkelbraun signiert "Pudlich" und datiert.

Der dünne Farbauftrag in stimmiger Palette lässt immer wieder die Leinwandstruktur durchscheinen und verleiht der Zirkusszene die transparent-luftige Anmutung einer Phantasieerscheinung.

Provenienz: Henry, Schifferstadt, Auktion Herbst 2018, Kat.-Nr. 10-06154 (lt. Klebeetikett verso)
Privatbesitz Hessen

Lot 8105, Auction  128, Rágóczy, Joachim, Hockender Akt vor Waschschüssel

Rágóczy, Joachim
Hockender Akt vor Waschschüssel
Los 8105

Schätzung
350€ (US$ 402)

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Hockender Akt vor Waschschüssel
Aquarell und Feder in Schwarz auf Velin.
26,8 x 27,4 cm.
Verso mit dem roten Nachlaßstempel.
Niemann 19.

Linear gezeichneter Frauenakt mit zarter Aquarellierung. Der lange weitgehend unbekannt gebliebene Künstler studierte seit 1913 bei Emil Orlik und diente seinem Lehrer bis zu dessen Tod 1932 als Assistent und Privatsekretär. Es boten sich ihm kaum Möglichkeiten, von seiner Kunst zu leben. Erst nach seinem Tode erwarb die Berlinische Galerie eine Auswahl des künstlerischen Nachlasses, 1989 schließlich fand eine verdienstvolle Ausstellung in der Galerie Bodo Niemann, Berlin, statt.

Provenienz: Privatbesitz Frankreich

Lot 8106, Auction  128, Rágóczy, Joachim, Schlafendes Mädchen

Rágóczy, Joachim
Schlafendes Mädchen
Los 8106

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Schlafendes Mädchen
Kaltnadel auf Similijapan. 1920.
20 x 15 cm (27,5 x 22 cm).
Verso mit dem schwarzen Nachlaßstempel.
Niemann 86.

Ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand, oben und links mit dem Schöpfrand.

Lot 8107, Auction  128, Rágóczy, Joachim, Ruhende Katze (grün)

Rágóczy, Joachim
Ruhende Katze (grün)
Los 8107

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Ruhende Katze (grün)
Farbholzschnitt auf hauchfeinem Japanbütten. 1953.
13,5 x 28,5 cm (23,8 x 30 cm).

Ausdrucksstarkes Tiermotiv des Katzenliebhabers Rágóczy. Holzschnitt von drei Platten in Schwarz, Grau und Grün. Ganz ausgezeichneter, partiell etwas trockener Druck, an drei Seiten mit Rand.

Lot 8108, Auction  128, Rágóczy, Joachim, Ruhende Katze (braun)

Rágóczy, Joachim
Ruhende Katze (braun)
Los 8108

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Ruhende Katze (braun)
Farbholzschnitt auf weichem Japan. 1953.
13,5 x 28,5 cm (28 x 36 cm).

Holzschnitt von drei Platten in Schwarz, Grau und Rotbraun. Ganz ausgezeichneter, stellenweise etwas verwischter Druck mit breitem Rand, unten mit dem Schöpfrand.

Lot 8109, Auction  128, Rágóczy, Joachim, Akt mit Katze

Rágóczy, Joachim
Akt mit Katze
Los 8109

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Akt mit Katze
Holzschnitt auf Japan.
13 x 35,3 cm (18,5 x 51 cm).
Niemann 57.

Ganz prachtvoller, klar zeichnender Druck mit ausdrucksvoll zeichnender Holzmaserung und Relief, mit Rand, links und rechts mit dem Schöpfrand. Äußerst selten.

Lot 8110, Auction  128, Reuter-Raabe, Ellinor, Wittenbergplatz Berlin

Reuter-Raabe, Ellinor
Wittenbergplatz Berlin
Los 8110

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Wittenbergplatz Berlin
Öl auf Leinwand. Wohl 1920er/30er Jahre.
69,5 x 60 cm.
Unten links mit Pinsel in Schwarz signiert "E.Reuter-Raabe.", verso auf der Leinwand mit Farbstift in Blau bezeichnet "S." und auf dem Keilrahmen mit Bleistift bezeichnet "Reuter Wittenbergplatz" sowie mit altem Garderoben-Etikett.

Über die Künstlerin Ellinor Reuter-Raabe ist bislang nur wenig bekannt. Im Handbuch des Kunstmarktes von 1926 ist sie jedoch mit der Adresse „Wittenbergplatz 3 a“ verzeichnet. Es ist also davon auszugehen, dass Reuter-Raabe die hier vorliegende Ansicht auf den Berliner Wittenbergplatz von ihrem Fenster aus gestaltet hat. Ausschnitthaft erfasst sie die urbane Szenerie, wobei der dunkel und prägnant ins Bild gesetzte Baum ein vertikales Gegengewicht zur streng horizontal gestaffelten Stadtansicht bildet. Die zeittypischen Automobile im Vordergrund verleihen der Darstellung zugleich den Charakter eines unmittelbaren Zeitdokuments und geben einen lebendigen Eindruck vom Berliner Stadtbild der 1920er bzw. 30er Jahre. Rarissimum auf dem Kunstmarkt.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

Lot 8111, Auction  128, Riester, Rudolf, Straße in Marseille

Riester, Rudolf
Straße in Marseille
Los 8111

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

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"Straße in Marseille"
Aquarell und Zimmermannsbleistift auf Aquarellpapier. 1929.
31,2 x 47,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Riester" und datiert, verso nochmals datiert, betitelt und bezeichnet "124".

Riester eignete sich früh die Mittel der formalen Ökonomie der Moderne an und setzte in seinen Kompositionen breite Pinselzüge und akzentuierende Striche in freiem Fluss nebeneinander. Er ging 1924 erst zu Karl Caspar an die Münchner Akademie, zog aber im Herbst nach Berlin, das seine zweite Heimat wurde und wo er 1925 auf die veristische Zeitströmung traf. 1928 wurde Riester Meisterschüler bei Hans Meid. Bereits früh reiste er nach Paris und in den Süden Frankreichs, wo das vorliegende Aquarell entstand.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

Lot 8112, Auction  128, Riester, Rudolf, Landschaft bei Buchholz

Riester, Rudolf
Landschaft bei Buchholz
Los 8112

Schätzung
300€ (US$ 345)

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"Landschaft bei Buchholz"
Aquarell auf genarbtem, festem Aquarellpapier. 1984.
40,5 x 59,5 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Riester" und datiert, verso nochmals datiert, betitelt, bezeichnet "1414" und mit den Maßangaben.

Reizvolles, souverän gestaltetes spätes Aquarell des Badischen Künstlers.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

Lot 8113, Auction  128, Rouault, Georges, Bon électeur

Rouault, Georges
Bon électeur
Los 8113

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Bon électeur
Aquatinta und Roulette auf festem Arches-Bütten. 1928/32.
27 x 17,6 cm (43,2 x 31,8 cm).
Chapon/Rouault 13 e.

Exemplar des endgültigen Zustandes mit der Jahreszahl "1928" unten links, aus der Folge "Réincarnations du Père Ubu", erschienen 1932 bei Ambroise Vollard, Paris, in einer Gesamtauflage von 320 Exemplaren, von denen einige Exemplare der Suite Chapon/Rouault zufolge unsigniert blieben. Ausgezeichneter Druck mit Rand.

Lot 8114, Auction  128, Rudofsky, Bernard, Jahrmarkt an der Spree

Rudofsky, Bernard
Jahrmarkt an der Spree
Los 8114

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

Details

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Jahrmarkt an der Spree
Aquarell und Kreide in Schwarz auf Velin. 1929.
Ca. 34 x 38 cm.
Unten rechts mit Feder in Braun signiert "RUDOFSKY" und datiert, verso mit Bleistift nochmals datiert und bezeichnet "BERLIN" sowie gestempelt "unverkäuflich".

Zügig und mit sicherer Hand ausgeführtes Aquarell der am Spreeufer, möglicherweise an der Berliner Fischerinsel, aufgereihten Rummelwagen mit lockeren Konturen und einer spannungsreichen Komposition. Der österreichische Architekt, Autor, Kritiker, Kurator und Designer Rudofsky arbeitete zwischen 1928 und 1930 im Architekturbüro Otto Rudolf Salvisberg in Berlin. Während dieser Zeit entstand die vorliegende Aquarellskizze vom Spreeufer. Berühmt wurde der Künstler für seine unorthodoxen Modeentwürfe und die von ihm konzipierte MoMA-Ausstellung „Architecture without Architects“ (1964).

Provenienz: Privatbesitz Hessen

Lot 8115, Auction  128, Schiffer, Marcellus, Die Tänzerin Nina Hard

Schiffer, Marcellus
Die Tänzerin Nina Hard
Los 8115

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Die Tänzerin Nina Hard
Lithographie, aquarelliert, auf Velin. 1920.
23,5 x 17 cm (27,6 x 24,2 cm).

Schiffer, bei Emil Orlik zum Maler, Illustrator und Graphiker ausgebildet, lernte dort im Sommer 1921 die Ausdruckstänzerin Nina Hard, auch „Ada“ genannt, kennen, die auch Ernst Ludwig Kirchner als Modell diente und mit der Schiffer bald eine Liaison hatte (vgl. adk.de, Zugriff 28.09.2026). Schnell fand er seine Berufung im Texten von Persiflagen, Couplets und Chansons. Er entwickelte eine in Berlin neue Form der literarischen Revue, kreierte mit dem Komponisten Mischa Spoliansky neue Formen eines geistreichen, musicalähnlichen Musiktheaters, und arbeitete 1922-25 in den Berliner Cabarets Wilde Bühne, Rampe, Tütü, Größenwahn und Katakombe. Sein Nachlass und der seiner Frau Margo Lion liegt heute in der Akademie der Künste in Berlin. Beigegeben: Zwei weitere Lithographien des Künstlers.

Provenienz: Ehemals Nachlass Joachim Ragoczy (Schüler von Emil Orlik)

Lot 8116, Auction  128, Schmidt, Kurt, Farbkomposition

Schmidt, Kurt
Farbkomposition
Los 8116

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Farbkomposition
Gouache über Bleistift auf festem, bräunlichen Velin. 1923.
31,6 x 25,6 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "Kurt Schmidt", datiert und bezeichnet "VII".

Flüchtige, konstruktivistische Farbkomposition aus der Bauhaus-Zeit. Nach seinem Studium an der Kunstgewerbeschule in Hamburg studierte Kurt Schmidt 1920-25 am Staatlichen Bauhaus in Weimar bei Johannes Itten, Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und ab 1923 auch bei Oskar Schlemmer, in dessen Bühnenwerkstatt er das "Mechanische Ballett" entwickelte.

Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland

Lot 8117, Auction  128, Schmidt-Rottluff, Karl, Russische Landschaft mit Sonne

Schmidt-Rottluff, Karl
Russische Landschaft mit Sonne
Los 8117

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Russische Landschaft mit Sonne
Lithographie auf Velin. 1919/75.
32,3 x 39,5 cm (36,7 x 42 cm).
Vgl. Schapire H 237.

Verkleinerte lithographische Umsetzung des Holzschnitts von 1919. Ausgezeichneter Druck mit kleinem Rand.

Lot 8118, Auction  128, Schürmann, Herbert, Komposition

Schürmann, Herbert
Komposition
Los 8118

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Komposition
Aquarell auf genarbtem Velin. 1938.
39 x 29 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "H. Schürmann" und datiert.

Seltene, farbige Papierarbeit Schürmanns, der in den 1930er Jahren vor allem als Fotograf und Gebrauchsgraphiker tätig war. 1931 kam Schürmann ans Bauhaus in Berlin, wo er neben den typischen Vorkursen ein Jahr lang Fotografie bei Walter Peterhans studierte.

Provenienz: Nachlass Galerie Wolfgang Wangler, Köln
Schoppmann & Partner, Düsseldorf, Auktion 16, 28.11.1992, Lot 393
Privatbesitz Süddeutschland

Literatur: Wolfgang Wangler, Bauhaus-Malerei, Köln 1988, Abb. S. 42

Lot 8119, Auction  128, Seliger, Max, Kopf eines Kriegers

Seliger, Max
Kopf eines Kriegers
Los 8119

Schätzung
700€ (US$ 805)

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Kopf eines Kriegers
Öl auf Leinwand. 1908.
60 x 50 cm.
Oben links mit Pinsel in Violett signiert "M. Seliger" und datiert, verso mit montiertem Künstleretikett.

Heroische Darstellung des jungen römischen Kriegers aus der Untersicht. Das Gemälde entstand während Seligers Zeit als Direktor der Königlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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