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Lot 7330, Auction  128, Kühlewein, Bernhard, Ende März

Kühlewein, Bernhard
Ende März
Los 7330

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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"Ende März"
Öl auf Hartfaser.
28 x 45 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Blau signiert "Kühlewein", verso mit Faserstift in Schwarz nochmals signiert und betitelt.

Kühlewein, ausgebildet an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Hermann Kaspar und Franz Xaver Fuhr, schildert die frühlingshafte Landschaft in leuchtenden Kontrasten von Lila, Gelb und Grün, die Birkenstämme akzentuiert er zudem durch weiße und schwarze Partien und lässt stellenweise den braunen Grund der Platte effektvoll hindurchschimmern.

Provenienz: Privatbesitz Bayern

Lot 7331, Auction  128, Vacossin, Marie-Thérèse, Ecella

Vacossin, Marie-Thérèse
Ecella
Los 7331

Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)

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"Ecella"
Acryl auf Leinwand. 2001.
60 x 60 cm.
Verso mit Faserstift in Blau signiert "vacossin" und datiert, dort auf dem Keilrahmen auf Klebeetikett nochmals signiert, datiert, betitelt, mit den Maß- und Materialangaben sowie bezeichnet "Série A no. 4".

Klar voneinander abgegrenzte, präzise Farbfelder lassen durch feine Nuancierungen der Blauwerte eine visuelle Dynamik und räumliche Tiefenwirkung entstehen. Vacossin setzt sich in ihren Arbeiten im Bereich der konkreten Kunst und Op-Art intensiv mit der optischen Wirkung von Farbräumen, feinsten Nuancen und geometrischen Strukturen auseinander. Ausgebildet an der École des Arts Décoratifs de Paris und der École du Louvre sowie 1951-55 bei Robert Lapoujade, beschäftigt sich Vacossin seit 1973, inspiriert von Ad Reinhardt, mit der geometrischen Abstraktion.

Provenienz: Ehemals Sammlung Grauwinkel, Berlin/Brandenburg (verso auf dem Keilrahmen mit dessen Klebeetiketten, dort bezeichnet)
Privatbesitz Niedersachsen

Lot 7332, Auction  128, Sowa, Michael, Vor 100 Millionen Jahren: Erste primitive Lebensformen entstehen

Sowa, Michael
Vor 100 Millionen Jahren: Erste primitive Lebensformen entstehen
Los 7332

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Vor 100 Millionen Jahren: Erste primitive Lebensformen entstehen
Acryl auf Velin. 2018.
19,5 x 23,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz signiert "SOWA".

Einer apokalyptisch wirkenden Landschaft entsteigen wenig schmeichelhafte Vertreter unserer Gesellschaft. Zwischen lavaglühenden Erdrissen wachsen sie voll bekleidet und mit all ihren Attributen aus der Landschaft empor. Mit Humor und skurrilen Details schildert Sowa die Szene in seiner akkuraten, ein wenig an den realistischen Stil alter Meister erinnernden Malweise. Michael Sowa studierte Kunstpädagogik in Berlin und arbeitet seit 1975 als freischaffender Maler und Zeichner. Er liefert Titelbilder und Blätter für das Satiremagazin „Titanic“ sowie für "Die Zeit" und den „New Yorker“.

Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

Lot 7333, Auction  128, Fuchs, Ernst, Mein Einhorn Pegasus

Fuchs, Ernst
Mein Einhorn Pegasus
Los 7333

Schätzung
2.000€ (US$ 2,299)

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Mein Einhorn Pegasus
Bronze mit dunkelbrauner und goldener Patina auf Bronzeplinthe, auf schwarze Marmorplinthe montiert. 2003.
33 x 18 x 34 cm.
An der Bronzeplinthe im Guss signiert "E. Fuchs" und datiert sowie mit dem (undeutlichen) Gießerstempel "STRASSACKER". Auflage 300 num. Ex.

Die zwei Fabelwesen Einhorn und Pegasus verschmilzt Ernst Fuch zu einer Bronze. "Die beiden Mythen aber haben sich in meinem Schaffen vereinigt, selbst das Horn ist in seiner Ähnlichkeit mit dem Lohengrin'schen Schwan zum Zeichen seiner Ankunft vom Grale her erkennbar geworden. Mein Einhorn Pegasus ist das Symbol einer neuen Dimension meiner Künste und deren Zusammenfassung im Gesamtkunstwerk." (Ernst Fuchs, zit. n.: edition-strassacker.de, Zugriff 27.07.2026). Die Edition erschien bei Ernst Strassacker, Süßen. Ausgezeichneter Guss mit expressiver Patina. Gesamthöhe mit Marmorplinthe: 35 cm.

Lot 7334, Auction  128, Bruni, Bruno, Candelieri di camera

Bruni, Bruno
Candelieri di camera
Los 7334

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Candelieri di camera
3 Kerzenleuchter. Bronze mit hellbrauner Patina. 1992.
143 x 19 x 19 bzw. 126 x 19 x 19 cm.
Jeweils am Fuß signiert "BRUNI", 1 Leuchter mit dem (undeutlichen) Prägestempel "Venturi Arte". Auflage 150 num. Ex.

Vegetabil-organische Formen winden sich vom runden Standfuß aus schlank empor und münden in einem knospenförmigen Abschluss. Bruno Bruni schuf eine zweite Gruppe vergleichbarer Kerzenständer, nämlich kleinere Tischleuchter. Die Edition erschien bei ARA-Kunst, Dr. Fritz Albrecht, Altrandsberg, hier ohne deren Editionsstempel. Prachtvolle Güsse der hohen Leuchterobjekte.

Lot 7335, Auction  128, Kreutz, Heinz, Tondobild 36

Kreutz, Heinz
Tondobild 36
Los 7335

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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"Tondobild 36"
Öl auf Leinwand. 2002.
70 x 60 cm.
Unten mittig signiert (in die feuchte Farbe geritzt) "Kreutz" und datiert, verso mit Pinsel in Schwarz nochmals signiert, zweifach datiert, betitelt und bezeichnet.

Sphärisch schwebende Farbwolken, die an William Turner denken lassen, ziehen durch die Grundform des Tondos, in dessen Zentrum es wie eine fahle Sonne leuchtet. Seit den 1990er Jahren widmete sich der Künstler zunehmend diesen Farbformationen. Heinz Kreutz gehörte mit Otto Greis, Karl Otto Götz und Bernard Schultze 1952 zu den Gründungsmitgliedern der Künstlergruppe Quadriga, mit der die deutsche Malerei in der Nachkriegszeit den Anschluss an die internationale künstlerische Avantgarde untermauerte. Aus einer ersten gemeinsamen Ausstellung heraus entstand die bedeutende Gruppe noch am Eröffnungsabend in der Zimmergalerie Franck in Frankfurt am Main. Kreutz’ Werke zeichneten sich zum Beginn des Informel durch ihre wilde Formensprache aus, doch seit den späteren 1950er Jahren fand er, insbesondere über das Studium der japanischen Kalligraphie, zu einer konzentrierten und klaren malerischen Sprache.

Provenienz: AD Berlin, Auktion 12.11.2022, Lot 359
Privatbesitz Berlin

Lot 7336, Auction  128, Schade, Titus, Regal - Drei Windmühlen

Schade, Titus
Regal - Drei Windmühlen
Los 7336

Schätzung
5.000€ (US$ 5,747)

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"Regal - Drei Windmühlen"
Acryl auf Holz. 2020/21.
40 x 50 cm.
Verso mit Faserschreiber in Schwarz signiert "Titus Schade", datiert und betitelt, verso auf Klebeetikett der Galerie Eigen+Art typographisch bezeichnet und mit der Werknr. "TS/21/009".

Eine surreale, mystisch wirkende Düsternis umfängt die präzise gearbeitete, minimalistische Komposition. Horizontal teilt Schade das menschenleere Bild in zwei Ebenen, jede wie ein Regalfach kirschholzfarben umrahmt und von schachtelartiger Räumlichkeit, die das Kulissenhafte, Künstliche der Komposition unterstreicht. Das Element der Windmühle, das seit zehn Jahren immer wieder in seinen Gemälden auftaucht, findet sich in dreifacher Reihung als geometrisch-abstrahierte Form auch hier, und steht wie auch die Motive der stilisierten Bäume und der Burg, für eine zeitlose Allgemeingültigkeit der Bildsprache. "Es ist bei meiner Malerei auch ganz wichtig, zu betonen, dass es sich um ein zweites Universum, also um eine Parallelwelt, handelt. Meine Welt funktioniert nach ihren eigenen Regeln, bedient sich aber in ihrer Gegenständlichkeit aus unserer Welt." (Titus Schade im Interview mit Kevin Hanschke, collectorsagenda.com, Zugriff 10.09.2026). Nach seinem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig war Schade Meisterschüler bei Neo Rauch, er arbeitet heute in seinem Atelier auf dem Leipziger Spinnereigelände.

Provenienz: Galerie Eigen+Art, Leipzig/Berlin (dort erworben 2021)
Privatbesitz Berlin

Haase, Volkmar
Woge mit Kugel
Los 7337

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Woge mit Kugel
Edelstahl auf Stahlplinthe, auf schwarzem Granitsockel mit geschwärztem Eisenfuß.
Ca. 28,5 x 53 x 48 cm.
Auf der Plinthe signiert "HAASE" sowie am Fuß an allen vier Ecken nochmals signiert.

Volkmar Haases abstrakte Skulpturen sind insbesondere durch das Spannungsverhältnis zwischen statischer Form und scheinbarer Bewegung geprägt. Charakteristisch ist dabei die Konzentration des gesamten Gewichts auf einen einzigen Punkt, wodurch die Skulpturen trotz ihrer massiven Materialität eine tänzerische Leichtigkeit und Schwerelosigkeit vermitteln. Der Gegensatz zwischen der in sich ruhenden Form und ihrer scheinbaren Bewegung beschreibt ein zentrales Thema in Haases skulpturalem Schaffen. Wie es auf seiner Website heißt, beschäftigte ihn dieser Gegensatz „ein Leben lang unbewusst“ (zit. n. volkmarhaase.de, Zugriff 23.09.2026.). Gesamthöhe mit Sockel: 111 cm.

Provenienz: Privatbesitz Österreich

Lot 7338, Auction  128, Dalí, Salvador, Vénus aux tiroirs

Dalí, Salvador
Vénus aux tiroirs
Los 7338

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Vénus aux tiroirs
Bronze mit grünlicher Patina auf Bronzeplinthe. 1973/95.
Ca. 40 x 10 x 11 cm.
An der Plinthe vorne (im Guss) signiert "Salvador Dalí", seitlich rechts datiert und mit dem Editionsstempel "VALSUANI", verso im Guss mit der alten Datierung und Bezeichnung "1973/93 DEMART". Auflage 1000 num. Ex.

Stirn, Brüste, Bauch und das linke Knie der Venusfigur stattet Dalí mit meist funktionierenden Schubladen aus. "Die 'Venus von Milo mit Schubladen' ist nicht das Ergebnis surrealistischer Traumarbeit. Sie ist das Ergebnis Dalís kritischparanoischer Methode, Sehnsüchte und Begierden der Menschen in skandalöser Weise in die Welt zu schleudern." (Maria Müller, ernst-von-siemens-kunststiftung.de, Zugriff 27.07.2026). Ausgezeichneter Guss der späten Auflage.

Lot 7339, Auction  128, Merz, Gerhard, Inferno

Merz, Gerhard
Inferno
Los 7339

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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Inferno
Offset auf Glas, in Künstlerrahmen. 1988.
177 x 112 cm.

Vor spiegelnder, tiefschwarzer Oberfläche steigen Flammen in hellen Weißtönen vertikal in die Bildmitte auf. Der Titel "Inferno" evoziert Dantes literarische Hölle. Die Reflexionen im Hintergrund lassen die Umgebung mit dem nach einer Fotografie entstandenen Werk verschmelzen, so dass der Betrachter sich selbst und seine Umgebung unweigerlich im „Feuer“ sieht. So entsteht eine spannende Wechselwirkung zwischen Werk und Betrachter. In Gerhard Merz' Arbeiten findet sich oft eine Verbindung aus Architektur und Malerei wieder, in der der Raum selbst zum integralen Bestandteil der Kunst wird. Seine Werke sind häufig ortsbezogene Installationen, die architektonisch gedacht sind und in denen er Bezüge zur Literatur- und Kunstgeschichte wie auch zur politischen Geschichte herstellt. Merz nahm insgesamt viermal an der documenta teil und ist mit Werken in wichtigen öffentlichen Sammlungen vertreten, u. a. in der Pinakothek der Moderne München, dem Museum Ludwig Köln und dem Haus der Kunst in München.

Provenienz: Christie's, London, Auktion 26.10.1995, Lot 109
Privatbesitz Berlin

Lot 7340, Auction  128, Schaberl, Robert, ZF dark blue/Berlin 1998 (130x)

Schaberl, Robert
ZF dark blue/Berlin 1998 (130x)
Los 7340

Schätzung
5.000€ (US$ 5,747)

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ZF dark blue/Berlin 1998 (130x)
Acryl auf Leinwand. 1998.
130 x 130 cm.
Verso auf dem Spannrahmen mit Richtungspfeil.

Monochrome, charakteristische Arbeit aus Schaberls Berliner Zeit. Konsequent führen die Pinselstriche rillenförmig aus dem Mittelpunkt des Bildes nach außen, so dass durch die Borstenspuren eine changierende, beinahe pulsierende Wirkung in der Farbe entsteht. Bereits früh steht im Zentrum von Schaberls Schaffen das Thema der Zentralformen. Die Farb- und Raumwirkung seiner runden Formen verändert und öffnet sich in den unzähligen Farbschichten durch Reflexion und Lichteinfall je nach der Perspektive des Betrachters und regt zur Bewegung vor dem Bild an. So verleitet Schaberl zu einem reflektierten, entschleunigten Sehen. Ausgebildet am Mozarteum in Salzburg, arbeitete er zunächst lange in Berlin und Miami. Mit einem Zertifikat des Künstlers, Wien, vom 14.09.2026.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

Lot 7341, Auction  128, Brunk, Ingbert, Kykladikon

Brunk, Ingbert
Kykladikon
Los 7341

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

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Kykladikon
Grau-weiß marmorierter Marmor, poliert. 1986.
57,5 x 20 x 18,5 cm.

Mit ihrer elegant geschwungenen Form und der virtuos glatt polierten Oberfläche reflektiert die abstrakte Marmorskulptur einfallendes Licht mit einem weichen Schimmern. Gerade und kurvige Formen, Kanten und sanfte Rundungen stehen in ausgewogener, spannungsreicher Balance zueinander, und die ausdrucksvolle, weitgehend vertikal verlaufende Maserung des Marmors mit seinen intensiven Helldunkelkontrasten unterstreicht wie Kraftlinien die anmutige Gestalt der Skulptur. Inzwischen ist es zumeist der weiße, kristalline und durchscheinende Marmor der Insel Naxos, der den an der Universität der Künste in Berlin ausgebildeten Bildhauer inspiriert, aber auch andere Steinarten, getönt oder mit Einschlüssen, bereichern seinen kreativen Prozess.

Provenienz: Off Gallery, Berlin
Privatsammlung Berlin

Lot 7342, Auction  128, Metzkes, Robert, Liegende

Metzkes, Robert
Liegende
Los 7342

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

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Liegende
Terrakotta, engobiert. 2006.
Ca. 41 x 49 x 26 cm.
Am unteren Rand mittig monogrammiert "RM" (ligiert) und bezeichnet "3. Variante".

In sich ruhend lehnt die in ein langes Kleid gehüllte Frau auf einem Divan. Die feinen Gesichtszüge und die gelöste Körperhaltung verleihen der Figur eine erhabene, zugleich entrückte Ausstrahlung. Charakteristisch für Metzkes’ Menschengestalten, scheint auch diese Figur in einem Zustand stiller Reflexion und innerer Konzentration zu verharren. Seit 1985 widmete sich Metzkes verstärkt der farbig engobierten Terrakottaplastik. Den Umgang mit dem Material Ton und die Technik des Einfärbens erlernte er mit Unterstützung seiner Schwester Verena Hann, einer renommierten Keramikerin. Seine überwiegend lebensgroßen Figuren entwickeln aus der Verbindung von körperlicher Präsenz und innerer Versunkenheit eine eigentümlich zeitentrückte Wirkung.

Provenienz: Privatsammlung Berlin

Lot 7343, Auction  128, Wulffen, Amelie von, Mädchen im Mondlicht

Wulffen, Amelie von
Mädchen im Mondlicht
Los 7343

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Mädchen im Mondlicht
Aquarell und Bleistift auf Velin. 2009.
29,5 x 20,5 cm.

"In von Wulffens Bildern werden ästhetische Widersprüche gezielt kontrastiert und verschiedene Malstile der Kunstgeschichte und der Hobbykunst miteinander verwoben, womit deren assoziatives Gewicht lustvoll neu besetzt wird." (kw-berlin.de, Zugriff 18.09.2026). Wulffen studierte an der Akademie der Bildenden Künste München bei Daniel Spoerri und Olaf Metzel.

Provenienz: Galerie Crone, Berlin (mit deren Klebeetikett verso auf der Rahmenabdeckung, dort typographisch bezeichnet)
Privatbesitz Berlin

Lot 7344, Auction  128, Wulffen, Amelie von, Mädchen mit Schal

Wulffen, Amelie von
Mädchen mit Schal
Los 7344

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Mädchen mit Schal
Aquarell und Bleistift auf Velin. 2009.
29,8 x 20,8 cm.

Das dekorative, prominent ausgearbeitete Muster des Halstuchs unten und die orangebraunen Farbkleckse im oberen Bildteil bilden in ihrer gegensätzlichen Wirkung einen spannungsvollen Rahmen für die zart akzentuierten Gesichtszüge im Zentrum der Komposition.

Provenienz: Galerie Crone, Berlin (mit deren Klebeetikett verso auf der Rahmenabdeckung, dort typographisch bezeichnet)
Privatbesitz Berlin

Lot 7345, Auction  128, Holtz, Torsten, Selbst mit Pelzmütze

Holtz, Torsten
Selbst mit Pelzmütze
Los 7345

Schätzung
900€ (US$ 1,034)

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Selbst mit Pelzmütze
Öl auf Leinwand. 2009.
40 x 30 cm.

Markante fuchsrote Haare und ein Rotbart leuchten vor dem zartblauen Himmel, den Blick in die Augen jedoch verweigert Holtz in seinem Selbstbildnis, er kappt jeden Dialog mit dem Betrachter und wirft ihn damit auf sich selbst zurück. "Auf den ersten Blick wirken Torsten Holtz‘ figürliche Darstellungen schnell (be-)greifbar, im Weiteren jedoch irritieren sie eher, geben Rätsel auf. Seine Gestalten schauen, warten, schweigen in stiller Isolation und strahlen dabei eine eigentümliche, distanzierte Emotionslosigkeit aus. (...)" (kunstverein-buchholz.de, Zugriff 31.08.2026). Der ehemalige Meisterschüler von Volker Stelzmann lebt in Berlin.

Provenienz: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen

Lot 7346, Auction  128, Leißner, Andreas, Warten I

Leißner, Andreas
Warten I
Los 7346

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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"Warten I"
Öl auf Nessel, auf MDF-Platte kaschiert. 2013.
103 x 153 cm.
Verso mit Kugelschreiber signiert "Andreas Leißner", datiert und betitelt sowie mit den Materialangaben.

Unerschrocken wächst Breitwegerich aus den Ritzen im Straßenbelag, und fast wie Entsprechungen zu den beiden Pflänzchen sitzen die zwei jungen Männer bei Vollmond auf der Bordsteinkante der sonst menschenleeren Straße. In realistischer Manier schildert Leißner die lebensgroßen Figuren, auf die trotz der nächtlichen Szenerie von vorne links ein helles Licht fällt. Gekonnt setzt er die beiden wie auf einer Bühne theatralisch in Szene, erzeugt aber mit der Wärme dieses Chiaroscuros zugleich eine intime, fast meditative Atmosphäre, die das geschulterte Gewehr des linken Mannes in seiner erschreckenden Wirkung relativiert. Andreas Leißner dokumentiert in formstrengen Bildern vielfach die Vereinzelung des Menschen in der modernen Welt. Anfangs ausgebildet bei André Krigar, studierte Leißner 1999-2004 bei Volker Stelzmann an der Universität der Künste Berlin.

Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

Lot 7347, Auction  128, Kehl, Gerhard, Tanze mit mir in den Himmel hinein

Kehl, Gerhard
Tanze mit mir in den Himmel hinein
Los 7347

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Tanze mit mir in den Himmel hinein
Holz, farbig lackiert. 2001/02.
Ca. 56 x 27,5 x 15,5 cm.

Mit erhobenen Armen dreht sich die Spielfigur zur Melodie des Liedes „Komm, lieber Mai und mache“. Die „Klimperkäst’l-Tanzfigur“ ist ein frühes Holzobjekt des Objekt- und Skulpturenkünstlers Kehl. Seit 2001 entwickelte er nach eigenen Entwürfen gefertigte Holzskulpturen, die er anschließend farbig lackierte bzw. bemalte. Prägend für seine Arbeit wurde die traditionelle Handwerkskunst des Erzgebirges, mit deren Schnitzern und Drechslern er zusammenarbeitete und deren handwerkliche Techniken er in seine eigenständige Formensprache einbezog.

Provenienz: Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam

Kehl, Gerhard
Opera-Singer-Kit (choice of arms) - Bausatz
Los 7348

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

Details

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"Opera-Singer-Kit (choice of arms)" - Bausatz
7 Holzteile, farbig lackiert, auf Pannesamtpolster in hellblau lackiertem Holzkasten. 2002.
18,5 x 45,5 x 32 cm (Kasten).
Unter der Holzdrehscheibe mit Faserstift in Schwarz signiert "KEHL" und datiert. Auflage 5 num. Ex.

Die Skulptur folgt einem Baukastenprinzip. Die Arme der Opernsängerin lassen sich beliebig anordnen und in ihrer Anzahl und Ausrichtung bis ins Absurde steigern. In Kehls Holzfiguren offenbart sich das Prinzip des Samplings und der modularen Zusammensetzung. Individuelle Körpermerkmale werden zu austauschbaren Bausteinen, aus denen immer neue Figurenkonstellationen entstehen können. Das „Opera-Singer-Kit“ führt dieses Prinzip konsequent weiter. Die einzelnen Bestandteile der Sängerin werden in einer samtgefütterten Schatulle präsentiert und dem Betrachter als Bausatz zur individuellen Zusammensetzung überlassen.

Provenienz: Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam

Lot 7349, Auction  128, Hüppi, Johannes, Salomé

Hüppi, Johannes
Salomé
Los 7349

Schätzung
1.500€ (US$ 1,724)

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Salomé
Öl auf Birkensperrholz. 2001.
37 x 28 cm.
Verso mit Pinsel in Braun signiert "Joh. Hüppi" und datiert, mit Pinsel in Grün nochmals datiert und bezeichnet "Miami".

Das traditionelle kunsthistorische Motiv der Salomé transformiert und übersteigert Hüppi zu einem provozierenden Sujet, indem er sie zum abgeschlagenen Haupt noch ein Glas Weißwein servieren lässt. So versetzt er die Szene in die Moderne und trägt dem mit einem geglättet-naturalistischen, farbintensiven Stil Rechnung. "Die Frauen in Johannes Hüppis Bildern sind Repräsentationen des Weiblichen, alle einem Grundtraum des Künstlers entspringend, auch wenn ihre Züge und Eigenschaften variabel sind wie die Liebesgeschichten, die in seiner Malerei erzählt werden. (...) Der romantische Realist Hüppi überlässt dabei das Weiterspinnen der Geschichten stets der Fantasie seines Publikums, das so Teil seines Werks wird." (Belinda Grace Gardner, zit. n. hueppi.de, Zugriff 02.09.2026). Der Sohn von Alfonso Hüppi studierte an der Akademie in Düsseldorf. In den Jahren 2000/2001 lebte er in Miami, Florida, wo das vorliegende Werk entstand. Es ist mit der Nummer KE-10-01 in dem Archiv des Künstlers verzeichnet.

Provenienz: Galerie Cosar, Düsseldorf 2021
Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

Lot 7350, Auction  128, Simmons, Laurie, Lying objects

Simmons, Laurie
Lying objects
Los 7350

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Lying objects
4 Bl. Farboffset auf gestrichenem Papier. Lose in Leinenkartonmappe. 1992.
38,5 x 51 cm.
Jeweils signiert "Laurie Simmons" und datiert. Auflage 50 num. Ex.

Unbelebte Objekte verschränken sich mit makellosen weiblichen Puppenbeinen. Simmons' aufwendig konstruierte, verspielte Bilder kombinieren Requisiten aus verschiedensten Lebensbereichen mit Puppenfragmenten, die als psychologisch aufgeladene menschliche Stellvertreter dienen und mit Rollenklischees spielen. Fotografisch dokumentiert sie diese sorgsam und mit viel Ironie inszenierten Setups. Herausgegeben von Ilene Kurtz, New York 1992. Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand.

Kendrick, Mel
Woodcuts
Los 7351

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Woodcuts
6 Bl. Holzschnitt auf Sekishu-Japan und 1 Titelbl. 1990.
62,2 x 47,6 cm (Blattgröße).
Alle signiert "Mel Kendrick" und datiert. Auflage 30 num. Ex.

Herausgegeben von Ilene Kurtz, New York 1990, in einer Gesamtauflage von 40 Exemplaren. Druck Grenfell Press, Leslie Miller, New York. Die Souveränität des Bildhauers Kendrick im Umgang mit dem Material Holz spiegelt sich in der Raffinesse seiner Umsetzung der Holzschnitte und im Spiel des Künstlers mit der Maserung der Holzstöcke. Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand.

Kendrick, Mel
Untitled
Los 7352

Schätzung
800€ (US$ 920)

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Untitled
2 Bl. Holzschnitt auf Japan. 1990.
Je 120,5 x 120 cm (136 x 120 cm).
Beide signiert "Mel Kendrick" und datiert. Auflage 10 num. Ex.

Komplexes Spiel mit Hell und Dunkel, mit Positiv- und Negativformen. Prachtvolle, großformatige Drucke mit dem vollen Rand.

Lot 7353, Auction  128, Uecker, Günther, Nagelbild

Uecker, Günther
Nagelbild
Los 7353

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Nagelbild
Bleistift auf Velin mit Nagel. In Orig.-Holzkasten mit Deckel und Orig.-Umschlag. 2005.
Ca. 10,5 x 14,5 cm (14,5 x 17,5 x 2,8 cm, Kasten).
Unten rechts mit Bleistift signiert "Uecker" und datiert, auf dem Orig.-Umschlag mit Dankesgruß, dort nochmals signiert und datiert.

Edition des Künstlers zu seinem 75. Geburtstag. Seit Beginn der 1960er Jahre, vor allem ab 1966, nach der Auflösung der Gruppe ZERO und deren letzter gemeinsamer Ausstellung, setzte Uecker Nägel als sein Hauptgestaltungsmittel ein.

Knoebel, Imi
Hommage à Grace Kelly
Los 7354

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Hommage à Grace Kelly
5 Bl. Farbsiebdrucke auf festem Schoellershammer-Velin. 1990.
Je 101,5 x 73 cm (Blattgröße).
1 Bl. monogrammiert "I.K" und datiert sowie bezeichnet "E(preuve d')A(rtiste)", verso typographisch fortlaufend stempelnumeriert.

Die Schönheit und ikonische Ausstrahlung Grace Kellys setzt Knoebel in leuchtenden Farbfeldern, umrahmt von farbigen Balken, in verschiedenen Variationen um, die alle an ein stark schematisiertes menschliches Gesicht erinnern. Die komplette Folge von fünf Farbsiebdrucken, "Hommage à Grace Kelly", unten mit dem Blindstempel "Schoellershammer". Herausgegeben von Achim Kubinski, Stuttgart/Köln, in einer Auflage von 90 numerierten Exemplaren; hier ohne das Portfolio. Prachtvolle Drucke mit dem vollen Rand.

Provenienz: Sammlung Berliner Sparkasse

Lot 7355, Auction  128, Hirst, Damien, Spin Painting

Hirst, Damien
Spin Painting
Los 7355

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Spin Painting
Acryl auf Karton.
27,5 x 22,5 cm.
Verso mit Bleistift signiert "Damien Hirst" und mit dem runden Künstlerstempel.

Kaleidoskopartig wirkt das explosive Spin Painting in intensiver Farbigkeit. Hirst begann 1992 mit den ersten Experimenten zu seiner Spin Paintings-Serie und entwickelte bald, während eines Stipendiums in Berlin, seine rotierende Spin-Maschine, die die Farbe kreisförmig auf Leinwänden oder anderen Materialien verteilte. Die Ergebnisse variierten, abhängig von der Geschwindigkeit und Dauer der Rotation, der Fließfähigkeit des Lacks und der Farbwahl. In seiner energetischen Wirkung veranschaulicht das vorliegende Werk exemplarisch die nur teilweise steuerbare und teils vom Zufall bestimmte Entstehung und die Lebendigkeit der Spin-Gemälde.

Provenienz: Privatbesitz Berlin

Lot 7356, Auction  128, Bisky, Norbert, Springende Figur

Bisky, Norbert
Springende Figur
Los 7356

Schätzung
2.500€ (US$ 2,874)

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Springende Figur
Öl auf versilbertem Teller. 2001.
16,5 cm (Durchmesser).
An der Unterseite mit Faserstift in Schwarz signiert "Bisky" und datiert.

Ein junger blonder Mann in heroischer Pose, braungebrannt, in gleißendem Licht und nur mit einer weißen Hose bekleidet - die allerdings mit dem Weiß des Hintergrundes verschwimmt: Diese zentrale Figur mitten auf dem Silberteller entspricht dem gutaussehenden Typus, den Bisky häufig in seinen Bildern darstellt und der beim Betrachter einen gewissen Voyeurismus hervorruft. Hier scheint er mit weit ausgebreiteten Armen fliegen zu wollen - oder wie mitten im Sprung erfasst. Eine spannungsvolle Miniatur, die den Betrachter mit ihrem Sog anzieht. "Die scheinbaren Helden in ihren selbstbewussten Posen lösen sich in Luft und Licht auf. Ihr offensiver Auftritt in der Natur und ihre tollkühnen Flüge am Himmel wecken die Sehnsucht nach einer reinen, unschuldigen Welt. Die nackten Oberkörper spiegeln den Körperkult und die eitle Selbstverliebtheit unserer Epoche, ohne dass die Bilder moralisierende Botschaften vermitteln." (langmatt.ch, Zugriff 15.09,2026). Aufgewachsen im früheren Ostdeutschland, gehörte Norbert Bisky zu der letzten Generation unter ostdeutschem Totalitarismus. Nach dem Fall der Mauer entschied er sich, Künstler zu werden.

Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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