Bowl, from: Domestic Tranquility
Farblithographie auf Velin. 1974.
30,5 x 38,3 cm (46 x 56,5 cm).
Signiert "Edward Ruscha" und datiert. Auflage 65 num. Ex.
Engberg 74.
Herausgegeben von Multiples, Inc., New York, und Castelli Graphics, New York, in einer Gesamtauflage von 89 Exemplaren. Druck Cirrus Editions, Los Angeles. Ganz prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
Clock, from: Domestic Tranquility
Farblithographie auf Velin. 1974.
27,5 x 43 cm (50,5 x 66 cm).
Signiert "Edward Ruscha" und datiert. Auflage 65 num. Ex.
Engberg 75.
Herausgegeben von Multiples, Inc., New York, und Castelli Graphics, New York, in einer Gesamtauflage von 89 Exemplaren. Druck Cirrus Editions, Los Angeles. Ganz prachtvoller Druck mit dem vollen Rand.
Then came an ox and drank the water
Farbige Lithographie, Linolschnitt und Serigraphie, collagiert und koloriert, auf T.H. Saunders-Velinkarton. 1984.
137 x 132 cm.
Signiert "F. STELLA" und datiert sowie bezeichnet "A.(rtist's)P.(roof) IV".
Axsom 177.
Opulente, handkolorierte und dicht komponierte Collage in leuchtender Farbigkeit und monumentalem Format. Herausgegeben von Waddington Graphics, London, in einer Auflage von 60 Exemplaren. Tafel 7 aus Stellas Had Gadya-Serie, einer zwölfteiligen Kompositionsfolge nach El Lissitzkys 1919 entstandenen, avantgardistischen Illustrationen zu dem traditionellen jüdischen Pessachlied Had Gadya. Stellas energetische, in leuchtenden Farben umgesetzte Folge basiert auf El Lissitzkys Gouachen und entstand zwischen 1982 und 1984. Jedes Blatt aus Stellas Serie widmet sich einer Zeile des Liedes mit hoffnungsvoll leuchtenden Kompositionen.
Ohne Titel (Erotische Zeichnung)
Bleistift auf Velin, aufgezogen auf Unterlagekarton. Ca. 1972.
Ca. 20,3 x 25,2 cm.
Unten rechts mit Bleistift signiert "de Kooning".
Mit wild überlagerten, gestisch expressiven Bleistiftlinien formt de Kooning Umrisse einer menschlichen Orgie. Seine Arbeiten gelten als Metamorphose der sichtbaren Realität und seiner eigenen Innenwelt. Dabei gelingt es ihm, das Gleichgewicht zwischen entfesselter Expressivität und ausgewogener Bildkomposition genauso zu wahren, wie das Gleichgewicht zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Willem de Kooning wurde 1904 in Rotterdam geboren, studierte in den Niederlanden und zog 1926/27 in die USA, wo er sich in New York etablierte. Er galt als führendes Mitglied des Abstrakten Expressionismus und wurde berühmt für seine gestische Malerei und die späten Woman-Serien, die Figur und Abstraktion verbinden.
Provenienz: Horst Hoetzer, New York (ca. 1972 direkt vom Künstler erhalten)
Ketterer, München, Auktion 443, 10.06.2016, Lot 544
Privatsammlung Rheinland
Shellac on a hand
Radierung, Kaltnadel und Farbquatinta mit Acryl und Schellack auf Velin. 1986.
121 x 90 cm (146,5 x 101,5 cm).
Signiert "J dine" und datiert. Auflage 30 num. Ex.
Das Herz findet sich als zentrales Element in zahlreichen Arbeiten Dines. Herausgegeben in kleiner Auflage, die Druckplatten mit Acryl und Schellack von Hand überarbeitet, vom Graphicstudio der University of South Florida, Tampa. Prachtvoller Druck der großformatigen Komposition, mit dem vollen Rand.
Sliced Violin
Bronze, teils poliert, mit goldener bzw. dunkelbrauner Patina, auf schwarzem Marmorsockel. 1994.
63 x 20 x 17 cm.
Signiert "Arman". Auflage 100 num. Ex.
Die Dekonstruktion von Musikinstrumenten fasziniert Arman, und insbesondere die elegant geschwungenen Konturen der Violine regen ihn zum Zerlegen und neu Konstruieren an. Die aufgespaltenen Teile des in seiner Länge zerschnittenen, aufrecht stehenden Instruments bilden eine dynamische neue Komposition, die sich mit dem Geigenbogen zusammen nach oben hin in alle vier Himmelsrichtungen streckt. Die Bewegung und Energie des Violinspiels erforscht und verbildlicht Arman damit, und er verstärkt die Tiefenwirkung der Skulptur durch die unterschiedlich patinierten Elemente der Bronze. Erschienen in der Edition Diego Strazzer, Verona. Gegossen von der Fonderia Bonvicini, Verona. Die Edition wird bei den Arman Studio Archives, New York unter der Nummer APA# 8401.94.075 geführt. Ausgezeichneter Guss mit spannungsreich variierender Patina. Gesamthöhe mit Sockel: 69 cm.
Dora Maar Visitada I-V
5 Bl. Farblithographie mit Zinkographie auf festem Velin. 1986.
65 x 50 cm (Blattgröße).
Jeweils signiert "SAURA". Auflage 140 num. Ex.
Weber-Caflisch/Cramer 420-424.
Die komplette Folge von Lithographien, herausgegeben in einer Gesamtauflage von 160 Exemplaren vom Atelier Clot, Paris, mit dessen Blindstempel unten rechts. Gedruckt bei Clot, Bramsen & Georges, Paris. Im Jahr 1983 entstand Sauras erster Dora-Maar-Zyklus, ausgestellt in der Galerie Stadler, Paris, dem die vorliegenden Portraitlithographien folgten. Die Kompositionen zeigen sich auch als Hommage an Picasso. Ganz prachtvolle, farblich schön abgestimmte Drucke der formatfüllenden Kompositionen.
Assemblage
Gouache, Zement und Glühbirne, gefüllt mit Alufolie, über Offset, mittig gefalzt, aufgezogen auf dicken Karton und fest in Objektrahmen montiert. 1995.
Ca. 39,4 x 54,4 x 7,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Schwarz monogrammiert "V" und datiert.
Typische Assemblage aus den frühen 1990er Jahren mit einer für Vostell charakteristischen Verbindung von Alltagsobjekt, Collage und gestischer Übermalung: Die plastisch hervortretende Glühbirne ebenso wie die haptische Oberflächenstruktur der mit dem Pinsel aufgetragenen grauen Masse durchbrechen die streng zweidimensionale Darstellung und verleihen der Arbeit eine eigentümlich irritierende, objekthafte Präsenz. Vostell ist einer der Pioniere des Environments, der Videokunst, des Happenings und der Fluxus-Bewegung. Im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit der Realität und der Wirkung der Massenmedien. Unmittelbar auf das aktuelle Weltgeschehen reagierend, thematisierte er gesellschaftliche Mißstände und setzte sich insbesondere mit der Verdrängung und dem Vergessen von Krieg und Gewalt auseinander. Wir danken Rafael Vostell, Malpartida, für freundliche Hinweise vom 23.09.2026.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Vertikaler Fluss
Edelstahl auf Stahlplinthe, auf graue Marmorplinthe montiert. 1998/99.
53 x 14 x 8 cm.
Auf der Plinthe signiert "HAASE".
Weichere Akzente, Kurven und Schwingungen ergänzen seit den 1980er Jahren den bis dahin von geometrischen, kantigen Elementen bestimmten Formenkanon von Volkmar Haase und treten auch in dieser Skulptur prägnant hervor. Die fließenden Übergänge der Formen erzeugen eine lebendige Dynamik, die im Zusammenspiel mit der klaren Materialität des Edelstahls eine besondere Spannung entfaltet. Die vorliegende Skulptur aus Edelstahl verdeutlicht eine Weiterentwicklung seines künstlerischen Schaffens, das seit den späten 1950er Jahren den öffentlichen Raum prägt. Gesamthöhe mit Plinthe: 53,2 cm. Selten.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
"Black Series III"
18-teilige Folge von Zeichnungen. Öl auf verschiedenen Papieren. 1991.
24 x 34 cm.
Jeweils verso mit Bleistift signiert "HFederle", monogrammiert "HF", datiert, bezeichnet "Wien" und numeriert sowie mit dem Künstlerstempel, dort betitelt und bezeichnet.
Die aus 18 Einzelblättern bestehende "Black Series III" umfasst eine Folge streng linear angeordneter gleichgroßer Zeichnungen, welche sich, von einem einzelnen horizontalen Balken ausgehend, in kontinuierlicher Zugabe weiterer Balken zu einer immer dichter werdenden Gitterstruktur entwickeln. Einem strengen Additionsprinzip folgend, sind die Blätter identisch mit ihrer eigenen Zählung und beziffern gleichsam ihre Position innerhalb der Reihung. Der Schweizer Maler Helmut Federle thematisiert in mehrfacher Hinsicht das Verhältnis zwischen Bild und Zahl. „Federles Darstellungsweise (kommt) den Stäbchenziffern der chinesischen Zahlenschrift am nächsten, die auf der strikten Alphabetisierung senkrechter und waagrechter Striche beruht. Im Jahr 1985 bereist Federle China, von dessen Kultur er sich besonders angezogen fühlt. Berührungen mit der chinesischen Kunst schlagen sich sowohl in einer Reihe neuer Schwarzweiß-Bilder als auch in der Auseinandersetzung mit fernöstlicher Kalligraphie nieder.“ (Helmut Federle, Ausst.-Kat. Kunsthaus Bregenz, Bregenz 1999, S.113) Im gesamten Oeuvre von Helmut Federle nehmen das Zeichnerische und Arbeiten auf Papier einen hohen Stellenwert ein. Seine Zeichnungen zeugen von der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit geometrischen Formen und ihren Balanceverhältnissen auf der Bildfläche. Seine Werke sind in zahlreichen Museumssammlungen vertreten, darunter die Tate Modern, London, und das Centre Pompidou, Paris. 1997 vertrat er die Schweiz auf der Biennale in Venedig.
Provenienz: Galerie Susanne Kulli, St. Gallen (verso mit deren Klebeetikett, dort mit den Werkangaben)
Galerie nächst St. Stephan, Wien (dort erworben 1995)
Privatbesitz Berlin
"Die Gegenwart kennt keinen Raum"
Aquarell und Zimmermannsbleistift auf genarbtem Velinkarton. 1999.
13,5 x 19 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Walther" und datiert, in der Darstellung betitelt.
In einer harmonischen Balance von Linie und Fläche und subtiler Komposition zeichnet Walther mit leichter Hand die dicht gedrängte Ansammlung von bauchigen Gefäßen, deren Titel die Bedeutung vertieft. Zur Entstehungszeit des vorliegenden Blattes hatte Walther eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg inne. Zu seinen bekanntesten Schülern gehörten u.a. Rebecca Horn, Martin Kippenberger und Jonathan Meese.
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Ohne Titel
Öl auf festem Velin. 2002.
18 x 13,3 cm.
Verso mit Bleistift signiert "HFederle" und datiert sowie bezeichnet "Wien".
In horizontalen Bewegungen zieht der Künstler mit schwunghafter Gestik die Farben über den Karton, so dass sich subtile Nuancierungen von Rosa und Gelbgrün ergeben. Die Arbeit entstand während Federles Zeit als Professor für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf von 1999 bis 2007. "Sein Interesse an der Abstraktion ist (...) ein genuines, dem er im Spannungsfeld zwischen gestischer und streng geometrischer Malweise nachgeht." (kunstmuseumbasel.ch, Zugriff 08.09.2026).
Provenienz: Privatbesitz Nordrhein-Westfalen
Ohne Titel
Prägedruck auf handgeschöpftem, dickem Velin. 1992.
44,5 x 71,5 cm (63 x 90 cm).
Signiert "Castellani" und datiert. Auflage 30 röm. num. Ex.
Das ausgeprägte Relief der Papieroberfläche erzeugt eine deutliche Licht- und Schattenwirkung. Castellani, italienischer Reliefkünstler und Vertreter der Konzeptkunst, zog nach seinen Studien an der Akademie in Brüssel nach Mailand, wo er künstlerische Kontakte zu den Vertretern der damaligen Avantgarde knüpfte, dabei u.a. Lucio Fontana und Piero Manzoni. Er nahm nahm 1957 und 1958 an den berühmten Abendausstellungen in Düsseldorf teil, organisiert von Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker.
Ohne Titel (Figuren)
Farbige Kreiden auf bräunlichem Velin. 1983.
29,5 x 21 cm.
Verso mit Farbstift in Blau signiert "Leiko Ikemura" und datiert.
Lebendige figurative Komposition in leuchtender Farbigkeit, die die menschlichen Gestalten, eine tanzende weibliche Figur und zwei Zuschauer, in expressiven Lineaturen auflöst. Leiko Ikemura studierte spanische Literatur in Japan und wanderte nach Spanien aus, um 1973-78 Malerei und Bildhauerei in Sevilla zu studieren. Anschließend lebte sie in der Schweiz, wo sie in der Zürcher Kunstszene der frühen 1980er Jahre ihre ersten markanten Spuren hinterließ. Im Bonner Kunstverein fand 1983 ihre erste Einzelausstellung statt, bald darauf in der Kunsthalle Nürnberg. Während dieser Zeit entstand die vorliegende ausdrucksvolle Zeichnung.
Provenienz: Privatbesitz Niedersachsen
Krieger
Edelstahl, poliert bzw. gebürstet, auf Stahlplinthe. 1995.
48,5 x 40 x 19 cm.
Hinten rechts auf der Plinthe in ovalem Bronzesiegel signiert "ar.penck". Auflage wohl 37 Ex.
Der Krieger wird zu einem symbolhaften Bildzeichen, einem für den Künstler charakteristischen Kürzel, entstanden aus der Beschäftigung mit ethnologischen und archäologischen Werken, das bei Penck für einen archaischen Aspekt des Menschseins steht. Prachtvolles Exemplar.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Fetting, Rainer
Bildnis eines jungen Mannes mit rotem Kopftuch
Los 7315
Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)
Bildnis eines jungen Mannes mit rotem Kopftuch
Gouache auf Fabriano-Velin. 1983.
70,5 x 50 cm.
Unten mittig rechts mit Bleistift signiert "Fetting" und datiert.
Mit expressivem, grobem Strich des breiten Pinsels erfasst Fetting das Bildnis des jungen Mannes mit langem rotem Kopftuch. Rainer Fetting studierte von 1972 bis 1978 bei Hans Jaenisch an der Hochschule der Künste in Berlin. 1977 gründete er mit Helmut Middendorf, Salomé, Bernd Zimmer und anderen die Galerie am Moritzplatz. Seine Themen sind immer wieder Stadtmotive (oft Berlin) sowie Portraits, Akte und Stilleben, alle meist in leuchtender Farbigkeit und dynamischer Expressivität gestaltet. So ist auch in diesem energievollen Bildnis der junge Mann in einem spannungsreichen Farbkontrast aus kräftigem Gelb, Grün und Rot in gestischem, großzügigem Duktus gestaltet. Seit 1983 lebte der Künstler in New York, wo möglicherweise die vorliegende Zeichnung entstand, die sich gut in die im selben Jahr geschaffene Reihe von der arabischen Kultur inspirierter Darstellungen einfügt (vgl. u.a. "Arab und Kamel II" von 1983, "Nackt - 30 Jahre Galerie Deschler Berlin", Ausstellung Galerie Deschler, Berlin 2025, online eingesehen am 05.10.2026).
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Ohne Titel
Collage. Farbige Ölkreiden und Kugelschreiber in Schwarz und Grün auf drei unterschiedlichen Papieren, verso mit Tesafilm zusammengefügt. 1981.
Ca. 26,5 x 29 cm.
Unten mittig mit Kugelschreiber in Schwarz signiert "Bohrmann" und mit Bleistift datiert.
Für seine Collagen verwendete Bohrmann bereits gebrauchte Papiere, oft in unterschiedlichen Farben, mit Mustern oder diversen haptischen Elementen, mal zufällig geknickt, mal unregelmäßig gerissen. Diese schichtet er hier in drei Ebenen und evoziert so eine gestaffelte Landschaft aus Vorder-, Mittel- und Hintergrund. Eine Strandlandschaft mit Sand, Meer und Himmel, aber ohne Vegetation oder Figuren. Dafür überrascht er mit zwei Fahnenmasten links und rechts und gibt der Komposition somit den erforderlichen Rahmen.
Provenienz: Privatbesitz Süddeutschland
"Gefühltes Glück"
Gouache und Deckweiß auf Lederpappe auf Hartfaserplatte aufgezogen. 1972.
71,3 x 101,5 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "H Prem" und datiert sowie verso betitelt und bezeichnet "1100".
Dornbacher 606.
Nach einem Malereistudium an der Münchener Akademie der bildenden Künste und einem Studium der Bildhauerei an der Berliner Hochschule für bildende Künste bei Ernst Schumacher gründete Heimrad Prem 1958 mit H.P. Zimmer, Lothar Fischer und Helmut Sturm die avantgardistische Gruppe "Spur", eine Arbeits- und Lebensgemeinschaft, die durch ihre anarchistischen Proklamationen gegen Staat und Gesellschaft rebellierte. Das Jahr 1972 fiel in eine biografische wie künstlerische Umbruchs- und Übergangsphase seines Lebens. Nachdem er Ende der 1960er Jahre intensiv mit LSD und anderen Rauschmitteln experimentiert hatte und 1971 nach einem Selbstmordversuch im Krankenhaus lag, markierte das Jahr 1972 für ihn einen künstlerischen und mentalen Neuanfang. Prem nutzte das Jahr 1972, um sich formal zu sammeln, indem er alte, vertraute Motive künstlerisch neu bewertete und weiterentwickelte. Dynamische Kompositionen wie die unsere, in denen Formen in einer leuchtenden, kraftvollen und kontrastreichen Farbpalette ineinandergreifen, blieben ein Kernmerkmal seiner Bildsprache.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Harlekin
Bronze, farbig gefasst, auf Holzsockel. 2003.
22 x 13 x 14,5 cm.
Auf der Bodenplatte monogrammiert mit dem Künstlersignet "ml" und bezeichnet "E.(preuve d')A.(rtiste)" sowie mit dem Gießerstempel "SCHMÄKE DÜSSELDORF".
In expressiver Formensprache, treffend abstrahiert, zeigt Lüpertz den sitzenden Harlekin in sich versunken, in nachdenklicher Pose. Im Gesamtwerk des Künstlers ist der Harlekin ein wiederkehrendes Motiv. Eine große Fassung (ca. 150 cm hoch) für einen bronzenen Harlekin, mit etwas längeren Beinen auf einem höheren Sockel sitzend, wurde bereits im Jahre 1984 entworfen und befindet sich seit 1997 als zentrale figürliche Plastik im Karlsruher Narrenbrunnen, der die dortigen Karnevalsvereine würdigt. Erschienen in einer Auflage von 65 Exemplaren bei Misereor, Aachen, zudem 25 Künstlerexemplare, entstanden im Wachsausschmelzverfahren. Jede Skulptur wurde vom Künstler eigenhändig farbig gefasst, wodurch Lüpertz einen gewissen Unikatcharakter erzielt; neben den Fassungen in Rot/Grün existieren auch Varianten in Blau/Weiß. Prachtvoller Guss, effektvoll farbig gefasst. Gesamthöhe mit Sockel: 25 cm.
Ohne Titel
Acryl auf Leinwand. 1990.
60 x 65 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Blau signiert "W. LEBER", verso mit Kreide in Schwarz nochmals signiert, datiert und bezeichnet "Acryl".
Senkrechte Geraden teilen das Bild in Drittel, kantige Farbflächen setzen Lebers Spiel mit Perspektivverschiebungen und Überschneidungen fort. Wie in einem Spiegelkabinett des städtischen Lebens scheint die anonymisierte Figur gefangen. Der Künstler studierte ab 1957 in der Graphikklasse der Meisterschule für das Kunsthandwerk Berlin-Charlottenburg und ab 1961 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. Die Fortführung des Studiums blieb ihm durch den Bau der Berliner Mauer verwehrt. Von 1962 bis 1964 arbeitete er als Graphiker an der Volksbühne Berlin.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Floating world
5 Bl. Farbholzschnitt auf Hosho-Japanbütten sowie Titelbl. Lose in Leinwandkartonmappe. 1990.
34 x 47 cm.
Die Holzschnitte jeweils verso signiert "MEL BOCHNER" und datiert. Auflage 40 num. Ex.
Mit der Serie bezieht sich Bochner auf japanische Ukiyo-e und verbindet asiatische Holzschnitt- mit zeitgenössischer Konzeptkunst. In seinen abstrakten Kompositionen beleuchtet er die vergängliche und oft illusionäre Natur von Wahrnehmung und Realität. Gedruckt von Keiji Shinohara und herausgegeben von Editions Ilene Kurtz, New York 1990. Bochner, Konzeptkünstler, Zeichner, Maler und Kunsttheoretiker, studierte Malerei am Carnegie Institute of Technology in Pittsburgh und Philosophie an der Northwestern University in Evanston.
Komposition (Berge und Rosen)
Mischtechnik auf Karton. 1993.
61 x 47 cm.
Unten links mit Bleistift signiert "Sigrid Kopfermann" und datiert.
Harmonische Komposition in fein abgestimmter Farbigkeit und expressivem Duktus. Sigrid Kopfermann erhielt 2001 den großen Preis der Darmstädter Sezession für ihr Lebenswerk.
Provenienz: Privatbesitz Hessen
"Berlin"
Acryl auf Leinwand. 1998.
58 x 67 cm.
Unten links mit Pinsel in Grünbraun signiert "S. Kopfermann", verso mit Faserstift in Schwarz nochmals signiert "Sigrid Kopfermann", datiert, betitelt und gewidmet.
Leuchtendes Grün, Gelb und Blau lässt immer wieder das Weiß der Grundierung durchscheinen, so dass eine luftige, lichte und zugleich hochdynamische Impression entsteht. "Diese Bilder kommen aus einer Überfülle von Farbe. Farbe quillt und sprudelt und strömt in diesen Bildern hervor, als wäre hier ihr unversiegbarer Quell, als würde Farbe hier und jetzt, in dem wir hinschauen, ständig aufs Neue entstehen" (Wieland Schmied, Katalog Retrospektive Sigrid Kopfermann, Orangerie Hannover, 1983). Im Jahr 1998 hielt sich Kopfermann in Berlin auf; in dieser Zeit entstand das vorliegende Gemälde.
Provenienz: Privatbesitz Hessen
Raps im blauen Krug
Gouache und Pigmente auf Aquarellpapier. 1990.
22,8 x 29,5 cm.
Unten rechts mit Kreide in Hellgrau signiert "Fu" und datiert.
Das sonniggelbe Leuchten der Rapsblüten durchzieht als Motiv das Schaffen Fußmanns über die Jahre, ob als leuchtendes Feld in norddeutscher Landschaft oder wie hier, strahlend und kompakt, als Strauß mit krümeliger Stofflichkeit im fein kontrastierenden hellblauen Krug vor einem tiefdunklen schwarzgrünen Hintergrund. "Die Farben der Blumen übertreffen unsere Erwartungen bei weitem. Sie sind nicht nur strahlender als in unserer Vorstellung, sondern auch raffinierter in den Valeurs." (Klaus Fußmann, zit. n. klausfussmann.com, Zugriff 28.07.2026). Indem er das hochformatige Motiv in ein Querformat presst und oben und unten beschneidet, erhöht der Künstler die Spannung in der ausgewogenen Komposition.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Blaue Blumen
Gouache und Pigmente auf Makulaturpapier. 1990.
24 x 31 cm.
Unten rechts mit Kreide in Hellbraun signiert "Fußmann" und datiert, verso mit Kugelschreiber in Schwarz gewidmet, dort nochmals signiert "Klaus" und datiert.
Vor dem unruhigen grau-schwarzen Hintergrund auf dem Kartondeckel eines Skizzenblocks bringt Fußmann das leuchtende Blau der Blüten zum Strahlen, während weiß-rosa Tupfen und körnige Pigmentstrukturen die Farbfläche in ein lebhaftes Flimmern versetzen. In Fußmanns Themenrepertoire spielen Blumen und Stilleben eine bedeutende Rolle. Er selbst sagt dazu: "Die Blume, die zerfällt, ist die höchste Form der Trauer über das Vergehen des Lebens." (klausfussmann.com, Zugriff 28.07.2026). Präsentationen seines Werkes fanden u.a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin, auf der Mathildenhöhe Darmstadt, in der Kunsthalle Emden, der Kunsthalle Bremen, im Museum am Ostwall Dortmund und im Museum Barberini Potsdam statt.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
Mohn
Gouache und Pigmente auf Aquarellpapier. 2014.
21 x 30,5 cm.
Unten rechts mit Pinsel in Rot signiert "Fußmann" und datiert.
Dieses charakteristische Blumenaquarell von Klaus Fußmann fasziniert durch seine abstrakte Lebendigkeit und die Komposition starker Farbkontraste. In einer markanten Nahsicht verschmelzen rote und blaue Mohnblumen zu einem üppigen Blütenmeer, dessen Leuchtkraft durch die intensiv grünen Blütenstängel gesteigert wird. Der künstlerische Fokus liegt dabei ganz auf dem dynamischen Zusammenspiel der leuchtenden Farben.
Provenienz: Privatsammlung Berlin
Rapsfeld mit Baum
Pastell auf Velin. 2006.
23,7 x 30,8 cm.
Unten rechts mit Kreide in Weiß signiert "Fußmann" und datiert.
Ein strahlend gelbes Rapsfeld dominiert die Komposition von Klaus Fußmann und entfaltet eine intensive Leuchtkraft, die von der freistehenden Silhouette eines Baumes wirkungsvoll kontrastiert wird. Durch den für Fußmann charakteristischen, spontanen Farbauftrag verbindet das Werk landschaftliche Realität mit abstrakten Elementen. Der Fokus liegt ganz auf dem meisterhaften Einfangen von Licht und sommerlicher Farbatmosphäre.
Provenienz: Privatsammlung Berlin
"Sommer im Bayerischen Wald"
Öl auf Hartfaser.
31 x 36 cm.
Oben links mit Pinsel in Blau signiert "Kühlewein", verso mit Faserstift in Schwarz nochmals signiert und betitelt.
In der Ästhetik eines zeitgenössischen Expressionismus kantig abstrahiert und in kraftvollem, pastosem Duktus schildert Kühlewein die sommerliche Gartenlandschaft. Der Künstler löst sich immer wieder von der Lokalfarbe, indem er zwar natürliche Farbwerte als Ausgangspunkt sieht, sie aber übersteigert und zugunsten einer lebendigen Kontrastwirkung verschiebt.
Provenienz: Privatbesitz Bayern
Sprotte, Siegward
Ateliergespräche von Qumran bis Kampen
Los 7328
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
"Ateliergespräche von Qumran bis Kampen"
Aquarell auf CM Fabriano-Velin. 1985.
56 x 76 cm.
Unten links mit Feder in Schwarz signiert "S. Sprotte", datiert und betitelt.
Einen großen Bogen von der antiken Grabungsstätte zum Leben auf Sylt schlägt Sprotte mit seinem Bildtitel, der die Zeitlosigkeit des Naturbildes unterstreicht. Sprotte verbrachte ab 1945 die Hälfte des Jahres in Kampen auf Sylt. Dort entstanden zahlreiche Aquarelle in äußerst reduzierter, gestischer, kalligraphisch anmutender Pinselführung. Hier finden kurze, stakkatohaft nebeneinandersitzende Pinselhiebe einen stimmigen Zusammenklang mit den anmutig geschwungenen Linien der Dünengräser, und sommerlich leuchtende Farben ergänzen sich mit tiefdunklen Kontrastwerten.
Provenienz: Privatbesitz Berlin
"Citronen und Sonnenblumen"
Öl auf Hartfaser.
64 x 40 cm.
Oben links mit Pinsel in Blau signiert "Kühlewein", verso mit Faserstift in Schwarz nochmals signiert und betitelt.
Der Kontrast von Blau und Gelb bestimmt die Komposition des süddeutschen Malers, deren kraftvolle, energetische Ausstrahlung durch die breiten Akzente und Konturen in Schwarzblau noch verstärkt wird.
Provenienz: Privatbesitz Bayern
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2026 Galerie Gerda Bassenge