um 1500. Vera Icon.
Öl auf Holz. 46 x 36,5 cm (Tafel).
Maria mit Kind.
Eiche, rückseitig gehöhlt, beriebene polychrome Fassung. Höhe 81 cm.
Unter dem sogenannten Meister von Osnabrück, der seinen Notnamen 1910 bekam, werden in der Zwischenzeit acht verschiedene, ebenfalls mit Notnamen bezeichnete Bildhauer des niedersächsischen Raumes der Zeit Anfang des 16. Jahrhunderts unterschieden. Es dürfte sich also weniger um eine konkrete Künstlerperson als um einen Sammelbegriff handeln. Das beiliegende dendrochronologische Gutachten des Deutschen Archäologischen Institutes vom 4. Juni 2012 nennt ein Fälldatum des Holzes um oder kurz nach 1483.
Provenienz: Neumeister, München, Auktion 359 am 27. März 2013, Los 355.
Literatur: Vgl. Hermann Beenken: Bildwerke Westfalens, Bonn 1923, Abb. 64, 65.
Flämisch
um 1580. Christus am Kreuz mit Maria, Johannes und Maria Magdalena
Los 6002
Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)
um 1580. Christus am Kreuz mit Maria, Johannes und Maria Magdalena.
Öl auf Leinwand, doubliert. 59,5 x 46,5 cm. Unten rechts signiert (?) "IAN SAIVRE".
Umkreis. Ecce Homo.
Öl mit Goldhöhungen auf Kupfer. 14,2 x 11,1 cm.
Nach einer Vorlage von Hans von Aachen, die in einer druckgraphischen Übersetzung im Gegensinn von Lucas Kilian (Hollstein 17) überliefert ist. Stimmt das Kupferbild in der Figurenanlage weitgehend mit dem Stich überein, so entsprechen einige Details wie der architektonische Hintergrund und die von Christus in der Linken gehaltenen Rute eher der Zeichnung von Aachens im Metropolitan Museum in New York (Inv. 2001.191). Diese zeigt die Schaustellung in einer erweiterten, vielfigurigen Szene.
Flämisch
um 1600. Tableau mit der Traumdeutung Josephs und acht weiteren Szenen aus dem Alten Testament
Los 6004
Schätzung
4.000€ (US$ 4,598)
um 1600. Tableau mit der Traumdeutung Josephs und acht weiteren Szenen aus dem Alten Testament.
Öl auf Kupfer. 40 x 34 cm.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Niederländisch
um 1630. Bildnis eines Astronomen mit Armillarsphäre
Los 6005
Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)
um 1630. Bildnis eines Astronomen mit Armillarsphäre.
Öl auf Kupfer. 8,5 x 6,9 cm.
Venne, Jan van de - zugeschrieben
Der kleine Scharfrichter
Los 6006
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
zugeschrieben. Der kleine Scharfrichter.
Öl auf Eichenholz. 19 x 16,5 cm. Verso das Fragment eines Etiketts mit einer alten Zuschreibung an den Künstler.
Storck, Jacobus
Ansicht von Bonn mit dem Alten Zollhaus
Los 6007
Schätzung
8.000€ (US$ 9,195)
Ansicht von Bonn mit dem Alten Zollhaus.
Öl auf Leinwand, doubliert. 71 x 106 cm. Unten links auf dem Kahn Reste der Signatur, verso Etikett eines Pariser Transporteurs.
Eine weitere Version des Bildes aus dem Jahr 1674 befindet sich in der Städtischen Kunstsammlung in Bonn.
Provenienz: Galerie Julia Kraus, Paris, 1976.
Sotheby's/Mak van Waay, Amsterdam, Auktion am 18. November 1975, Los 200.
Seither Privatsammlung Rheinland.
Englisch oder Französisch
um 1670. Bildnis eines Herrn mit langem braunem Haar, in Harnisch mit roter Schleife und weißer Spitzenhalsbinde
Los 6008
Schätzung
350€ (US$ 402)
um 1670. Bildnis eines Herrn mit langem braunem Haar, in Harnisch mit roter Schleife und weißer Spitzenhalsbinde.
Öl auf Metall. 7,5 x 5,7 cm (oval).
Beigegeben eine weitere Bildnisminiatur des 17./18. Jh. auf Metall: Bildnis eines Mannes im Harnisch mit weißem Spitzenkragen (3,6 x 3 cm, oval).
Französisch
17./18. Jh. Bildnis eines jungen Mannes mit langen braunen Haaren in blauem Gewand mit weißer Halsbinde und Jabot
Los 6009
Schätzung
300€ (US$ 345)
17./18. Jh. Bildnis eines jungen Mannes mit langen braunen Haaren in blauem Gewand mit weißer Halsbinde und Jabot.
Öl auf Kupfer. 7,5 x 4,9 cm (oval).
Nordeuropäisch
2. Hälfte 16. Jh. Bildnis eines Mannes mit Halsberge, rot-weißem Doublet und Spitzenkragen
Los 6010
Schätzung
300€ (US$ 345)
2. Hälfte 16. Jh. Bildnis eines Mannes mit Halsberge, rot-weißem Doublet und Spitzenkragen.
Öl auf Kupfer. 6,8 x 5,3 cm (oval).
Flämisch oder Spanisch
um 1600. Bildnis eines Mannes in Prunkrüstung und weißer Halskrause, mit Goldkette mit großem Schmuckstein
Los 6011
Schätzung
300€ (US$ 345)
um 1600. Bildnis eines Mannes in Prunkrüstung und weißer Halskrause, mit Goldkette mit großem Schmuckstein.
Öl auf Kupfer. 11,4 x 8,9 cm.
Nordeuropäisch
17. Jh. Bildnis einer Dame im schwarzen Kleid mit breitem Spitzenkragen und Schleier
Los 6012
Schätzung
350€ (US$ 402)
17. Jh. Bildnis einer Dame in schwarzem Kleid mit breitem Spitzenkragen und Schleier.
Öl auf Metall. 7,7 x 6,7 cm.
Beigegeben eine weitere Ölminiatur des 17. Jh. auf Metall: Bildnis eines Herrn im schwarzen Gewand mit weißem Kragen (4,8 x 4,5 cm).
Niederländisch
17. Jh. Bildnis eines nachdenklichen Mannes
Los 6013
Schätzung
1.800€ (US$ 2,069)
17. Jh. Bildnis eines nachdenklichen Mannes.
Öl auf Holz. 52 x 48 cm.
Rembrandt Harmensz. van Rijn - nach
Bildnis Rembrandts mit Barett im roten Mantel
Los 6014
Schätzung
600€ (US$ 690)
nach. Bildnis Rembrandts mit Barett im roten Mantel.
Öl auf Leinwand, doubliert, nach Rembrandt. 59,7 x 48 cm. Unten links bezeichnet, unleserlich signiert und datiert "Copie n. Rembrandt D[ß] fec. (18)78".
Qualitätvolle Kopie nach dem berühmten, um 1645/1648 entstandenen Selbstbildnis Rembrandts, das sich, 1761 von Karoline Luise von Baden erworben, heute in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe befindet.
Provenienz: Badische Privatsammlung.
Cordua, Joannes de - zugeschrieben
Der Astronom in seinem Studierzimmer
Los 6015
Schätzung
800€ (US$ 920)
zugeschrieben. Der Astronom in seinem Studierzimmer.
Öl auf Leinwand, doubliert. 81 x 64 cm.
Provenienz: Charlotte Stark, Görlitz (lt. Klebeetikett auf dem Keilrahmen).
Berliner Privatsammlung.
Velde, Peter van den
Südlicher Hafen mit einlaufenden Schiffen
Los 6016
Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)
Südlicher Hafen mit einlaufenden Schiffen.
Öl auf Leinwand, doubliert. 68,5 x 87,5 cm.
Für eine fast identische Fassung des Motivs vgl. die Online-Datenbank RKD Images, Nr. 681637.
Michau, Theobald - Umkreis
Italianisante Landschaft mit Ruine und reicher Staffage
Los 6017
Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)
Umkreis. Italianisante Landschaft mit Ruine und reicher Staffage.
Öl auf Holz. 44 x 55 cm.
Velde, Adriaen van de - nach
Hirten und Herde in baumreicher Landschaft.
Los 6018
Schätzung
800€ (US$ 920)
nach. Hirten und Herde in baumreicher Landschaft.
Öl auf Leinwand, doubliert. 27 x 33,5 cm.
Adriaen van de Velde begeisterte im 17. Jahrhundert mit seinen idyllischen Landschaften und Szenen des alltäglichen Lebens, die er als Gemälde, Zeichnungen und Radierungen umsetzte. Das fein gearbeitete Gemälde, möglicherweise nach einer Vorlage van de Veldes geschaffen, zeigt Rinder, Esel und Schafe sowie zwei Bäuerinnen in einer Landschaft zwischen Gebäuden und Bäumen. Noch in den letzten Stunden des Tageslichts vollbringen die beiden Frauen ihre täglichen Arbeiten wie das Melken der Ziege und Abschirren des Esels.
Niederländisch
um 1700. Südliche Flusslandschaft mit Landvolk und rastendem Vieh
Los 6019
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
um 1700. Südliche Flusslandschaft mit Landvolk und rastendem Vieh.
Öl auf Leinwand, doubliert. 82 x 136 cm.
Provenienz: Privatsammlung Potsdam.
Kavalleristen bei der Rast.
Öl auf Leinwand. 31,5 x 39,5 cm. Unten rechts signiert und datiert "Querfurt fec. 1758".
Beim Hufschmied.
Öl auf Holz. 23,8 x 34,6 cm. Unten links unleserlich monogrammiert, verso auf einem Klebezettel von alter Hand bezeichnet "Querfurt".
Wouwerman, Philips - Umkreis
Landschaft mit Reitern und einem kleinen Trek mit Planwagen
Los 6022
Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)
Umkreis. Landschaft mit Reitern und einem kleinen Trek mit Planwagen.
Öl auf Leinwand, doubliert. 47 x 41,5 cm.
Provenienz: Galerie Internationale, Den Haag (1928).
Sammlung Kurt Rohde (1882-1950) und Frieda Hinze (1902-1991), Berlin.
Sammlung Elisabeth Rohde (1915-2013), Berlin.
Villa Grisebach, Berlin, Auktion am 3. Juli 2015, Los 3081.
Berliner Privatsammlung.
Allegorie des Sommers.
Öl auf Leinwand, doubliert. 53 x 62 cm. Um 1680.
Johann Heiss erhielt seine Ausbildung sowohl von Hans Conrad Sichelbein (1581-1669) als auch von Johann Sichelbein (1648-1719) in Augsburg, wobei er sich insbesondere von den Werken italienischer Meister wie Veronese, Tintoretto und den italienischen Nachfolgern Poussins inspirieren ließ. Seine Karriere begann er schließlich als Hofmaler von Herzog Eberhard III. von Württemberg (1614-1674). Heiss entwickelte sein eigenes, unverwechselbares malerisches Idiom, das sich in vielfigurigen mythologischen Szenen, historischen Themen und vor allem Allegorien zeigt. Besonders die Darstellung von Allegorien der Jahreszeiten und der Elemente faszinierte Heiss (siehe Peter Königfeld: Der Maler Johann Heiss. Memmingen und Augsburg 1640-1704, Weißenhorn 2001, Nr. B 4 und B 53). Unser Werk lässt sich leicht als eine Allegorie des Sommers entschlüsseln. Die Sternzeichen Löwe, Krebs und Zwilling, die das sommerliche Firmament zieren, sind ein eindeutiger Hinweis auf den Sommer, dazu kommen reife Pfirsiche, Wassermelonen, Gartenfrüchte und goldenes Getreide, die als weitere Requisiten dieser Jahreszeit anzusehen sind. Peter Königfeld bestätigt die Autorschaft von Johann Heiss (E-Mail vom 14. Juni 2013).
Provenienz: Privatsammlung Berlin.
nach. Das Bacchanal der Andrianer.
Öl auf Leinwand, doubliert. 177 x 195 cm. Unten links von späterer Hand bezeichnet "Hdri Goovaerts Copie Après Titien", am Kragen der unten mittig liegenden Frau im roten Kleid "Ticiano F.", verso auf dem Keilrahmen ein schwer leserlich bezeichnetes Papieretikett "No 18 ...". Wohl 17. oder 18. Jh.
Eine maßgleiche, exakte Kopie von alter Hand nach Tizian Meisterwerk von 1523-1526 für Alfonso d'Este I., heute im Prado in Madrid.
Kopf eines Engels.
Öl auf Papier, auf Leinwand kaschiert. 31 x 26 cm. Um 1616.
Roberto Longhi war der Erste, der die Bedeutung der Ölskizze im Werk Giulio Procaccinis herausstellte. In seinem grundlegenden Aufsatz "L'inizio dell'abbozzo autonomo" (in: Paragone, Nr. 195, 1966) geht er auf Procaccinis Ölstudien als eigenständige Kunstwerke ein. Bei unserer Studie eines Engelkopfes handelt es sich jedoch um eine der viel seltener vorkommenden, vorbereitenden Studien, die im Hinblick auf ein Gemälde entstanden sind. Hugh Brigstocke erkennt in dem vorliegenden Werk eine Vorstudie zu dem Kopf des links von Maria stehenden Engels im Altarbild "Madonna mit Kind und Heiligen" in S. Afra in Brescia (mdl. gegenüber dem Vorbesitzer), das um 1616 entstanden ist. Dieser zweifellos nach einem Modell entstandene Engelskopf zeigt stilistisch deutlich den Einfluss von Correggio und Leonardo, denen Procaccini künstlerisch verpflichtet war. Der kräftige Pinselduktus im Bereich der Locken, das volle, rötliche Haar und das cherubenhafte Gesicht mit den rötlichen Wangen sind charakteristisch für Procaccini. Derartige Engelsköpfe kommen in vielen Altarbildern des Künstlers vor, etwa in der Vision der hl. Teresa in Santa Maria della Grazia in Pavia, der Mystischen Vermählung der hl. Katharina in der Pinacoteca di Brera in Mailand oder etwa in der Hl. Familie im Kunsthistorischen Museum in Wien.
Die Steinigung des hl. Stephanus.
Öl auf Leinwand, doubliert. 33 x 42 cm. Verso auf dem Keilrahmen ein Lacksiegel mit Wappen und ein Zollstempel aus Rom.
Filippo Lauri variierte das Martyrium des hl. Stephan mehrfach, eine weitere Fassung befindet sich im Burghley House bei Stamford (Inv. PIC051I). Lauris Bildfindungen wurden von Zeitgenossen wie Francecso Trevisani aufgegriffen, von dem ein Kupferbild gleichen Themas in Rom in der Galleria Nazionale d'Arte Antica im Palazzo Corsini erhalten ist (Inv. 479).
Provenienz: Kunsthaus am Museum, Köln, Auktion am 26. Februar 1964, Los 1198 (als "Francesco Trevisani"), Abb. Taf. 28.
1984 Kunsthandel R.-M. Kuball, Hamburg.
Privatsammlung Hamburg.
um 1700. Studienblatt mit weißen Lilien.
Öl auf Bütten. 42 x 32,8 cm.
Provenienz: Kunsthandel Bellinger, München (um 2005).
Privatsammlung New York.
17. Jh. Madonna mit Kind.
Öl auf Leinwand, wohl doubliert. 45 x 56 cm.
17. Jh. Das Haupt Christi.
Öl auf loser Leinwand. 42,2 x 31,5 cm.
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