Die untreue Ehefrau und ihr Galan. Kupferstich. 29,6 x 34,5 cm. "Philippe Huar excud.". Wz. Traube und Nebenmarke.
Die junge Dame reicht dem Alten spöttisch eine Brille, damit er sieht, dass seine Zeit für die Liebe ("le jeu de Cypris") vorbei ist und er den Platz räumen soll. Ein Stich, der einen Mann zeigt, der hinter einer Frau steht und ihr eine Rose an die Brust steckt. Sie reicht einem älteren Mann auf der rechten Seite ein Lupe, damit er die „Blume“ betrachten kann. Die drei Textspalten erläutern das Thema dieses Stiches als „Leben und Impotenz“. Das Haar des jungen Paares wurde durch die Liebe „auf dieselbe Weise frisiert“. Ausgezeichneter Druck mit Rändchen. Geglättete Mittelfalte, oben und unten gesprungen und hinterlegt, etwas stockfleckig, Montierungsreste verso, weitere geringe Altersspuren. Aus der Sammlung Eduard Fuchs, Zehlendorf bei Berlin (nicht bei Lugt). Selten.
Die Gräfin Albrizzi (Une dame vénitienne feuilletant un album). Radierung. 15,5 x 10 cm. IFF 275, TIB Part 1 .126.
Das seltene Blatt in einem ausgezeichneten, fein abgestuften Druck mit dem vollen Rand. Minimale Altersspuren, sonst makellos erhalten.
Die Nymphe Syrinx wird von Pan beobachtet. Kupferstich nach Giulio Romano. 26,4 x 17,1 cm. B. XIV, S. 245, 325, Delaborde (Raimondi) II (von IV), Shoemaker 64. Wz. Anker im Kreis.
Mit den Blättern über Pans Geschlecht und der Adresse Salamancas. Das früher Raimondi zugeschriebene Blatt in einem ganz ausgezeichneten, kräftig scharfen Druck mit leichtem Plattenton und sehr feinem Rändchen um die Facette. Unbedeutend angestaubt, weitere minimale Gebrauchsspuren, sonst in vorzüglicher Erhaltung.
1520. Auf dem Kalvarienberg. Kupferstich. 31,3 x 26 cm. "1520. Sculpta haec est effigies gratia venerandi domini Caspari Kindelman Abbatis religiosissimi in Ottenbeim". Passavant IV, S. 272, Nr. 174 b.
Ganz ausgezeichneter, wenngleich späterer Abzug dieses seltenen Blattes mit schmalem bzw. breitem Rand um die Plattenkante, diese oben rund. Nur schwach angestaubt, kleines Fleckchen unten rechts, geringe Handhabungsspuren, sonst sehr gut.
Die Grablegung. Kupferstich aus der Kupferstichpassion, wie auch die folgende Losnummer. 11,6 x 7,3 cm. 1512. B. 15, Meder 15 c-d (von e).
Blatt 13 der Folge. Ausgezeichneter, kräftiger Druck mit sehr feinem Rändchen, unten teils knappp an die Darstellung. Minimale Alters- und Gebrauchsspuren, im feinen weißen Rand Spuren von Rötel, dünne bzw. berieben Stellen oben links, sonst gut.
Dürer, Albrecht
Petrus und Johannes heilen den Lahmen
Los 5454
Schätzung
3.500€ (US$ 4,023)
Petrus und Johannes heilen den Lahmen. Kupferstich. 11,6 x 7,2 cm. 1513. B. 18, Meder 18 c.
Blatt 16 der Folge. Ausgezeichneter Druck mit Spuren eines Rändchens, sonst meist mit der vollen Darstellung. Etwas angestaubt und fleckig, in den Rändern vor allem oben teils ergänzte Stellen, dort mit Federretuschen, verso zart hinterfasert, weitere Altersspuren, sonst gut.
Die Jungfrau mit dem Wickelkind. Kupferstich. 14,2 x 9,6 cm. 1520. B. 38, Meder 40 d-e (von e).
Sehr guter Druck mit sehr feinem Rändchen, überwiegend an die Plattenkante geschnitten. Fleckig und etwas verbräunt, oben haarfeine Quetschspur, verso oben leichte geglättete Knickspur, winzige punktuelle Ausbesserung unten rechts an der Steinstufe, oben links winzige dünne Stelle, kleine Montierungsreste verso, weitere Altersspuren, sonst noch gut. Verso mit einer bisher unbekannten Sammlermarke (wohl nicht bei Lugt) sowie laut Untersatzpapier aus einer Sammlung Fr. Müller, München 1921/22.
Die Beweinung Christi. Holzschnitt. 38,4 x 28,1 cm. Um 1497-1500. B. 13, Meder 122, Ausgabe nach 1511, ohne Text, c. Wz. Ziffer 4 über Buchstaben C und M.
Blatt 10 aus der Großen Holzschnittpassion. Ausgezeichneter, stellenweise kräftiger Druck mit der Einfassung. Leicht angestaubt, verso Mittel- und Diagonalfalte, sowie leichte Quetschfältchen, weitere Knitter- und Gebrauchsspuren, die untere linke Ecke ausgebessert und ergänzt, weitere leichte Ausbesserungen in den äußeren Rändern sowie Randbestoßungen, mittig links ein kurzer Randeinriss, oben rechts diagonale Quetschspur hinterfasert, oben links geschlossener Randeinriss, weitere Altersspuren, sonst im Gesamteindruck gleichwohl gut.
Der Schmerzensmann. Holzschnitt aus der Kleinen Holzschnittpassion, wie auch die folgenden drei Losnummern. 14,1 x 10,1 cm. (1511). B. 16, Meder 125 II.
Das Titelblatt der Folge in einem ganz ausgezeichneten Druck mit feinem Rändchen um die volle Darstellung, der Text unten rechts mit kleinem Verlust. Schwach fleckig, die untere rechte Ecke sowie Teile des unteren Randes erneuert, die unteren beiden Textzeilen dort sorgfältig ergänzend retuschiert, weitere hinterfaserte Ausbesserungen im Unterrand, die Eckenspitze oben links ebenfalls ergänzt und retuschiert, weitere sorgsame Ausbesserungen, sonst in guter Erhaltung. Aus der Sammlung Heinrich Anton Cornill-d'Orville (Lugt 529).
Die Verkündigung. Holzschnitt. 12,6 x 9,8 cm. Um 1510. B. 19, Meder 128, weitere Ausgabe ohne Text.
Blatt 4 der Folge. Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit schmalem Rand um die Einfassungslinie. Schwach gebräunt, die Lücken in der Einfassung mit verblassten Federeinzeichnungen, Ausbesserungen und sorgsame Retuschen in der oberen rechten Darstellungsecke, über dem Monogramm und rechts in der Einfassung, drei unauffällige retuschierte Stellen rechts in den Wurmlöchern um Mariens linkem Arm, der Gesamteindruck dennoch sehr gut.
Dürer, Albrecht
Vertreibung der Händler; Christus in der Vorhölle
Los 5459
Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)
Vertreibung der Händler; Christus in der Vorhölle. 2 Holzschnitte. Je ca. 12,5 x 9,6 cm. Um 1509-1511. B. 23 und 41, Meder 131, wohl weitere Ausgaben ohne Text, und 150, ohne Text d.
Blatt 7 und 26 der Folge. Ausgezeichnete, nur partiell auslassende Drucke an die Einfassung geschnitten. Geringfügig angestaubt und fleckig, B. 23 mit geglätteter Knickspur und zwei winzigen Ausbesserungen verso, B. 41 in den Ecken hinterfasert, die untere linke Ecke ergänzt, beide verso alte Leimspuren, insgesamt nur unmerkliche Gebrauchsspuren, sonst gut.
Veronika zwischen St. Peter und Paul. Holzschnitt. 12,5 x 9,7 cm. 1510. B. 38, Meder 147, weitere Ausgabe ohne Text. Wz. Nebenmarke(?).
Blatt 23 der Folge. Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit schmalem Rand um die Einfassungslinie. Leimfleckchen im Außenrand, blasse Spuren von Federeinzeichnungen in den Lücken der Einfassung, diese unten partiell retuschiert, weitere Retusche in der Eckenspitze oben rechts, Federeinzeichnungen im Wurmloch in Veronikas Rock, weitere geringe Gebrauchsspuren, sonst in sehr guter Erhaltung.
Die Jungfrau erscheint Johannes. Holzschnitt aus der Apokalypse, wie auch die folgende Losnummer. 19,9 x 20,7 cm. (1511). B. 60, Meder 163 b, lateinische Ausgabe von 1511.
Das Titelblatt der Apokalypse, erstmals in der Ausgabe von 1511 erschienen. Prachtvoller, klarer Druck mit Rändchen um die Darstellung, oben bis an die Strahlen geschnitten. Geringe Gebrauchsspuren, der Text leicht durchscheinend, sonst tadellos. Aus den Sammlungen Friedrich Quiring (Lugt 1041c) und Pierre Sentuc (Lugt 3608).
Marter des Evangelisten Johannes. Holzschnitt. Um 1496-1498. B. 61, Meder 164, lateinische Ausgabe von 1511.
Das erste Blatt der Folge in einem ausgezeichneten, in manchen Partien etwas auslassender Druck mit schmalem Rand an drei Seiten, dieser unten breiter. Zu den Außenrändern hin fleckig, unten rechts fingerfleckig, blass lichtrandig, einzelne geschlossene Randeinrisse, rechts einer bis in die Darstellung, weitere kleine Randmängel, die weiße Eckenspitze unten links fehlend, verso umlaufend Montierungsreste, sonst in sehr guter Erhaltung.
Der kleine Kalvarienberg. Holzschnitt. 21,6 x 14,9 cm. 1503-04. B. 59, Meder 180, 1. Zustand, f.
Das Einzelblatt in einem ausgezeichneten, minimal ungleichmäßigen, leicht grauen Abzug an drei Seiten an die Einfassung geschnitten, unten knapp in die Darstellung. Etwas fleckig vor allem verso, altersspurig, unten unauffällig angerändert und mit dezenten Retuschen, kleine Ausbesserungen unten links, ebenso unauffällig angerändert entlang des oberen Randes (nur die Einfassung betreffend), teils kleine unauffällig ausgebesserte Läsuren, weitere leichte Gebrauchsspuren, sonst noch gut.
Die Verkündigung. Holzschnitt. 29,8 x 21,2 cm. Um 1503. B. 83, Meder 195, weitere Ausgabe ohne Text f. Wz. Schild mit Schrägbalken.
Blatt 8 aus dem Marienleben. Ausgezeichneter, klarer Druck mit regelmäßigem, ca. 3 cm breitem Rand. Ein Stockfleck oben im weißen Rand, wenige weitere winzige Stockfleckchen, schwache diagonale Knickspur in der Ecke unten rechts, sonst in sehr schöner Erhaltung.
Anbetung der Könige. Holzschnitt. 29,2 x 22 cm. 1511. B. 3, Meder 208 g-h (von i). Wz. Kleines Stadttor.
Ausgezeichneter Druck mit den Spuren eines Rändchens. Etwas gebräunt und altersspurig, verschiedene Randschäden, unterhalb des Monogramms fixierter Randschaden, verso geglättete Mittelfalte, die beiden gesprungenen Enden geschlossen, weitere Erhaltungmängel, sonst noch gut.
Die Hl. Familie mit den Hasen. Holzschnitt. 39,3 x 28,1 cm. Um 1498. B. 102, Meder 212 i.
Ausgezeichneter Druck mit sehr feinem Rändchen um die teils ausgebrochene Einfassung. Diese teils ergänzt, nur schwach fleckig etwa in der unteren Ecken (Montierungsreste von verso), winzige wohl ölhaltige Fleckchen links oben, links mittig kurzer Randeinriss, winziges Löchlein mittig auf der Brust der Jungfrau, einzelne sorgsam ausgebesserte Erhaltungsmängel, verso schwache Trockenfältchen, sonst im Gesamteindruck sehr gut.
Dürer, Albrecht
Die heiligen Stephan, Sixtus und Lorenz
Los 5467
Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)
Die heiligen Stephan, Sixtus und Lorenz. Holzschnitt. 21,2 x 14,2 cm. Um 1504/05. B. 108, Meder 235 wohl d (von f).
Oben mit zwei kleinen Lücken sowie Lücke in der Bergkontur. Ganz ausgezeichneter, kräftiger Druck mit feinem Rand um die Einfassung. Minimal angestaubt und fleckig, oben mittig kleine, wohl ölhaltige Fleckchen, Montierungsreste verso, die Lücken oben retuschiert, geringe Alters- und Gebrauchsspuren, sonst gut erhaltenes Exemplar. Verso mit einer unbekannten Sammlermarke M (wohl nicht bei Lugt).
Die drei Schweine bei der Hecke. Radierung. 12,1 x 14,9 cm. B. 16, Hollstein 16 I (von II). Wz. Schellenkappe.
Vor der Nummer. Ganz ausgezeichneter Frühdruck mit leichtem Ton, Sulphurspuren und Rändchen um die Einfassungslinie, sowie Spuren des Plattenrandes oben und unten. Ganz minimal fleckig, sonst sehr gut erhalten. Aus der Sammlung Charles Howard Hodges (Lugt 552). Beigegeben von Nicolaas Verkolje nach Wouwerman "Das pissende Pferd" (Wurzbach 37) sowie weitere Tierdarstellungen von Karel Dujardin (B. 6), Johann Heinrich Roos (B. 25), Adriaen van de Velde (B. 15, mit illustrer Provenienz: Gervaise, Haden, Marshall, Rodenacker, Lugt 1227, 1078, 1494, 2438), ein Schabkunstblatt von Johann Adam Klein "Pferde im Stall" (Jahn 323) sowie von Antonio Tempesta "Das Einhorn am Teich" (B. 919), insgesamt 7 Blatt.
Eingang zur Grotta di Pozzuoli, Platte XVI. aus William Hamiltons Campi Phlegraei. Umrissradierung, alt koloriert und gouachiert, Einfassungslinie in Schwarz, grau lavierter Rand, alt aufgezogen auf dünnen Karton. 21,5 x 39,5 cm (Darstellung); 26,4 x 43,2 cm (Blatt). Unterhalb der Darstellung von fremder Hand mit Graphitstift betitelt "Entrée de la Grotte de Pausilipe". (1776-1779).
Der britische Diplomat William Hamilton (1730-1803), hielt sich für längere Zeit in Neapel auf und beobachtete dort vulkanische Aktivitäten. Seine präzisen Beobachtungen veröffentlichte er in einer zwei Bände und Anhang umfassenden bilingualen Ausgabe unter dem Titel Campi Phlegraei für die Royal Society und engagierte den in England geborenen, jedoch hauptsächlich in Neapel tätigen Pietro Fabris für die Herstellung der Illustrationen. Insgesamt 59 Gouachen fertigte Fabris an, die wiederum als Drucke umgesetzt und von Hand koloriert wurden. Die Platte XVI. zeigt den Eingang zu einem Tunnel im Stadtteil Posillipo in Neapel. Neben diesem Tunnel, auch Crypta Neapolitana oder Grotta di Posillipo genannt, soll sich nach Legenden das Grab des berühmten Dichters Vergil (70-19 v. Chr.) befinden. Prachtvoller Druck mit Rand und zeichnungshafter, zeitgenössischer Kolorierung. Verschiedentlich, leichte Bereibungen und Bestoßungen, minimal fleckig, etwas gebräunt, winzige Ausbesserung an der unteren Darstellungskante, insgesamt noch gut.
Bildnis des Martin Johann Schmidt - Portrait du Celebre Peintre Martin Schmidt. Radierung nach Paul Haubenstricker. 15 x 10 cm. Um 1778. Nicht bei Nagler, Feuchtmüller (Martin Johann Schmidt), S. 571, F 11.
Nagler verweist auf die malerische Manier der Radierkunst Koloman Fellners. Nagler kannte das Bildnis Martin Schmidt indes nicht, informiert uns jedoch über die Tatsache, dass sich Fellner bei Schmidt in Wien im Zeichnen, Malen und Radieren weiterbildete, später dann das Kupferstechen unter Schmutzer erlernte. Ausgezeichneter Druck mit Rändchen. Minimale Altersspuren, sonst tadellos. Aus einer unbekannten Sammlung PS (nicht bei Lugt). Beigegeben zwei Radierungen von Paul Haubenstricker nach Martin Johann Schmidt "S. Hieronymus" und "S. S. Paulus et Antonius Erem:" (Feuchtmüller, S. 573, Ha 4 und Ha 5).
17. Jh. Die Verkündigung. Radierung. 19,3 x 14,2 cm. Unten rechts in Feder bez. "MEMI 1608". Wohl unbeschrieben.
Eine bisher wohl unbeschriebene Verkündigung, die wir nicht weiter nachweisen konnten. Ausgezeichneter, etwas trockener, jedoch in allen Details klarer Abzug mit sehr feinem Rändchen, links teils bis an die Darstellung geschnitten. Leicht fleckig, zwei vertikale Quetschfalten von unten, weitere Handhabungs- und Knitterspuren verso, sonst gut. Selten.
Florentinisch
um 1490. Inferno - Das Höllenfresko im Camposanto in Pisa
Los 5472
Schätzung
300€ (US$ 345)
wohl um 1490. Inferno - Das Höllenfresko im Camposanto in Pisa. Kupferstich nach Buonamico Buffalmacco. 22,2 x 28,3 cm. "Questo Elinferno del Chaposan To +di Pisa+". Hind A.I.20, TIB (Commentary) .028. Wz. Schrift Van Gelder.
Das Blatt zeigt ein Detail aus dem Fresko "Das Jüngste Gericht und die Hölle" im Camposanto in Pisa, das ursprünglich Andrea di Cione, genannt Orcagna, zugeschrieben wurde, heute aber als ein Meisterwerk des Florentiners Buonamico Buffalmacco gilt. Der Kupferstecher unseres Blattes, wohl ein florentinischer Künstler, bleibt indes unbekannt, dürfte jedoch aus dem näheren Umfeld von Baccio Baldini stammen. Ausgezeichneter, teils noch kräftiger, wenngleich später Druck mit schmalem Rand. Angestaubt, die Ränder bestoßen und mit Knickspuren, in den weißen Ecken oben Montierungsreste, unten hinterlegter Randeinriss, Knitter- und Gebrauchsspuren, sonst gut.
Florentinisch oder Lombardisch
um 1490-1510. Christus mit der Dornenkrone und Heiligenschein
Los 5473
Schätzung
750€ (US$ 862)
um 1490-1510. Christus mit der Dornenkrone und Heiligenschein, ornamental gerahmt. Kupferstich. 18,1 x 14,4 cm. Hind V, S. 78, 6, TIB 2411.023, S. 86.
Das seltene Blatt ist nur in späteren Abzügen wie dem vorliegenden bekannt. Der Druck wurde von Kristeller und später Hind dem Giovanni Pietro da Birago zugewiesen - von Hind unter einigem Vorbehalt. Er identifizierte Birago mit dem sogenannten "Meister des Sforza-Stundenbuchs". Diese Zuschreibung verwarf Sheehan (Early italian engravings, Washington 1973, S. 273), jedoch nicht den auch von M. Zucker (TIB) angenommenen Ursprung in der Mailänder oder lombardischen Schule des späten 15. oder frühen 16. Jh. Ganz ausgezeichneter Druck mit sehr feinem Rändchen um die Einfassung. Geringfügig vergilbt und fleckig, feine diagonale Quetschspur von unten links, sonst sehr gut.
Fontana, Giovanni Battista
Das trojanische Pferd, im Vordergrund Laokoon mit seinen Söhnen
Los 5474
Schätzung
600€ (US$ 690)
Das trojanische Pferd, im Vordergrund Laokoon mit seinen Söhnen. Kupferstich. 29,6 x 43,5 cm. B. XVI, S. 233, 53. Wz. Dreiberg mit Vogel im Kreis.
Die Adresse von Giovanni Francesco Camocio getilgt. Ausgezeichneter, überwiegend gleichmäßiger Druck, ringsum geringfügig knapp an bzw. auf die Darstellung geschnitten, der untere Rand etwas unregelmäßig. Verso schwach geglättete vertikale Mittelfalte, geglättete diagonale Quetschspur rechts, lediglich leichte Alters- und Gebrauchsspuren, sonst insgesamt sehr gut erhalten.
Fossati, Antonio David
Architekturcapriccio mit antiken Ruinen und Staffage
Los 5475
Schätzung
350€ (US$ 402)
Architekturcapriccio mit antiken Ruinen und Staffage. Radierung nach Marco Ricci. 25 x 35,8 cm. (1743). Nagler, aus 6. Wz. AS.
Prachtvoller, lebendig leuchtender Druck mit Rand. Der weiße Rand mit vereinzelten Knick- und Knitterspuren, kleiner hinterlegter Einriss im unteren weißen Rand, etwas angestaubt, Bleistiftannotation unten rechts, sonst in guter Erhaltung.
Die Kreuztragung. Radierung. 25,4 x 33,7 cm. B. XVI, S. 123, 11 I (von II).
Vor der venezianischen Adresse. Ganz ausgezeichneter, klarer und feinzeichnender Druck mit zartem Ton und feinem Rändchen um die Plattenkante. Vertikale Falzspur rechts, diagonale Quetschfalte unten links, etwas fleckig vor allem verso, weitere leichte Knitter- und Gebrauchsspuren, Montierungsreste verso, sonst sehr gut. Aus den Sammlungen Carl von Guérard (Lugt 1109) und Carl Wiesböck (Lugt 2576) sowie mit einer bisher nicht identifizierten Sammlermarke AT (Lugt 183).
Der Drehleierspieler. Radierung wohl nach Leonardo da Vinci. 14,3 x 11,8 cm. Um 1530. B. XVI, S. 139, 60.
Nach einer grotesken Zeichnung, die Leonardo da Vinci zugesprochen wird. Ausgezeichneter, leicht trockener Druck an allen Seiten knapp an bzw. in die Darstellung geschnitten. Etwas angestaubt, dünne Stellen, dort teils ausgebessert oder hinterfasert, die linke untere Ecke ausgedünnt, weitere Alters- und Gebrauchsspuren, sonst sehr gut.
Drei Blatt mit Hunden. 3 (von 8) Radierungen. Je ca. 17,3 x 22 cm. 1642. B. 10, 11 und 15, Hollstein 10, 11 und 5, je II (von VI). Wz. Wappen mit Winkel und drei Halbmonde mit Palmen.
Vor den späteren Adressen. Ausgezeichnete bis ganz ausgezeichnete, lebendige Drucke an die Einfassungslinie bzw. die Darstellung geschnitten. Geringfügige Alters- und Gebrauchsspuren, teils fleckig, dünne Stellen, sonst sehr gut erhalten. Jeweils aus der Sammlung Dr. Julius Hofmann (Lugt 4532) und dem Cabinet Brentano-Birckenstock (Lugt 345). Beigegeben ein weiteres Exemplar von B. 11, dieses aus der Sammlung Carl Ritter von Zepharovich (Lugt 2675), von Cornelis de Wael die Radierung "Die Fischverkäufer" (Hollstein 57 I von II) sowie von Anthonie Waterloo die Radierung "Zwei Männer bei einem Teich" (Hollstein 56).
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