Die Vestalin Tuccia (Alexander auf dem Thron). Kupferstich nach Parmigianino. 27,4 x 35,7 cm. Wohl nicht bei Bartsch, Massari 15. Wz. Marias Namen im Kreis mit Kreuz darüber.
Ausgezeichneter, toniger Druck an die meist sichtbare Plattenkante geschnitten. Etwas alters- und gebrauchsspurig, angestaubt, vertikale geglättete Mittelfalte mit zarten Trockenfältchen, sonst gut erhalten.
Pallas Athena. Kupferstich nach Luca Penni. 18,9 x 12,1 cm. Robert-Dumesnil 23.
Ausgezeichneter, klarer Druck mit schmalem Rand um die Plattenkante. Etwas angestaubt und leichte Gebrauchsspuren, nahezu unsichtbare Ausbesserungen in der unteren rechten Ecke, in der linken Eckenspitze sowie links oben in der Himmelpartie jeweils eine punktuelle Ausbesserung, sonst sehr schön.
Zwei Entwürfe für Salzgefäße und oben mittig drei Entwürfe für Tabletts. Kupferstich. 12,8 x 16,6 cm. Robert-Dumesnil VIII, S. 77, 174, Berliner Ornamentstichkat. 1040. Wz. Bekröntes Wäppchen mit Monogramm PS (vgl. Briquet 9667, Arras, Paris, ab 1539).
Blatt 4 einer neunteiligen Folge mit Entwürfen für verschiedene Metallarbeiten nach Vorlagen von Rosso Fiorentino oder Léonard Thiry. Prachtvoller klarer Druck mit der meist vollen Darstellung, an den Seiten knapp angeschnitten. Etwas fleckig, das oben ehemals im Bogen zugeschnittene Blatt in den oberen Ecken entsprechend zum Rechteck ergänzt, Gebrauchsspuren, sonst gut.
nach. Die drei Parzen. Kupferstich nach Rosso Fiorentino. 27,5 x 16,6 cm. Vgl. Robert-Dumesnil VIII (Boyvin), S. 33, 31, vgl. Zerner P.M.2. Wz. Schild mit Tulpen.
Nach einer Kupferstich-Vorlage, die bei Zerner Pierre Milan zugesprochen, bei Robert-Dumesnil noch unter René Boyvin geführt wird. Zweifellos geht die Bilderfindung auf Rosso Fiorentino zurück. Prachtvoller Druck mit Rand. Rechts Spuren alter Albumbindung, zu den Rändern geringfügig fleckig, Handhabungsspuren, leichte Knitterspuren, sonst original und sehr schön.
Die Hl. Familie: Maria mit dem Kind auf dem Schoß (Die Ruhe auf der Flucht nach Ägypten). Radierung. 9,6 x 7,8 cm. Um 1730. Nagler 5, Le Blanc 5.
Philipp Hieronymus Brinckmann war Hofmaler am kurpfälzischen Hof in Mannheim. Zu Lebzeiten war Brinckmann ein gefragter Maler, wie Goethes lobende Erwähnung in "Wahrheit und Dichtung" beweist. Das druckgraphische Œuvre ist klein und enthält eine Reihe von Blättern im Stile Rembrandts. Prachtvoller, zarttoniger Druck mit Rand um die äußerst markant zeichnende Facette. Geringe Gebrauchsspuren, sonst vollkommen und tadellos schön erhalten. Beigegeben von Jacob Petrus "Die Verkündigung" nach Hans Rottenhammer.
Christus und die Samariterin. Kupferstich nach Annibale Carracci. 28,9 x 40,2 cm. 1610. B. (Annibale Carracci) 7, TIB (Annibale Carracci) .031, B. (Guido Reni) 52, TIB (Guido Reni, Rejected works) .0039xx; TIB (Francesco Brizio, Commentary) .048 S4. Wz. Bekrönter Kreis mit Fleur-de-lis.
In der Literatur ist die Zuschreibung an Guido Reni umstritten. Bartsch und Bellori hatten den Druck noch Reni zugeschrieben, welcher demzufolge ein Sopraportengemälde seines Meisters Carracci im Palazzo Sampieri in Bologna zum Vorbild nahm. Doch sprechen weder Stil noch Linienführung für Reni. Seit Malvasia ordnen mehrere Autoren den Stich nun Francesco Brizio zu. Ganz ausgezeichneter Druck mit zarten Wischspuren und sehr feinem Rändchen um die Plattenkante, teils an diese geschnitten. Verso leichte geglättete Mittelfalte, kleine Montierungsreste verso, sonst tadellos. Beigegeben nach Guido Reni die Radierung "Maria mit dem auf ihrem Schoß schlafendem Kind".
nach. Avaritia. Kupferstich von Pieter van der Heyden. 22,8 x 29,9 cm. 1558. Bastelaer 128, Hollstein (Bruegel) 128, Hollstein (Cock) 239, Riggs 39, Orenstein (New Hollstein) 24 I (von II), Bassens/Grieken 11d I (von II).
Blatt 4 der Folge der Sieben Todsünden. Noch mit der Adresse von Cock. Ausgezeichneter Druck mit schmalem Rand um die Plattenkante. Etwas stockfleckig und gegilbt, oben im weißen Rand Federnummerierung, verso vertikale Trockenfältchen sowie entlang der Ränder montierte Papierstreifen, die Plattenkante partiell mit Feder nachgezogen, sonst schön erhalten.
Bry, Jan Theodor de
Die marschierenden Soldaten mit Munitionswagen
Los 5426
Schätzung
450€ (US$ 517)
Die marschierenden Soldaten mit Munitionswagen. Kupferstich nach Sebald Beham. 6,8 x 27,5 cm. Hollstein 28, Röver-Kann (New Hollstein, Beham) 507, copy.
Ausgezeichneter Druck mit Rändchen, unten mit schmalem Rand, rechts bis an die Plattenkante geschnitten. Insgesamt fleckig, oben am äußersten Rand eine kleine Fehlstelle, vertikale Mittelfalte, diagonale Knickspuren verso, sonst gut erhalten. Aus der Sammlung Katrin und Ulrich Schulz (nicht bei Lugt).
Allegorie der Verführung. Kupferstich. 10,8 x 8,3 cm. Hollstein aus 240-287. Wz. Krone (Fragment).
Aus "Emblemata Saecularia" (Frankfurt, 1596). Das kleine Emblemblatt in einem ganz ausgezeichneten Druck an oder knapp innerhalb der Plattenkante geschnitten, links mit sehr feinem Rändchen. Geringe Gebrauchsspuren, sonst tadellos.
La Petite Passion. 12 Radierungen. Je ca. 5,8 x 5,8 - 6,9 x 5,4 cm. Meaume 19-30, Lieure 537-548 wohl II (von II).
Die vollständige Folge in ausgezeichneten Drucken bis an die Darstellung beschnitten, teils unter leichtem Verlust. Geringfügig angestaubt, die äußerste Eckenspitze unten links von Lieure 548 fehlend, Leimfleckchen verso, weitere Gebrauchsspuren, sonst in guter Erhaltung. Beigegeben vom demselben 13 weitere Radierungen: Lieure 375, 561 ("La Foire de Gondreville"), 579, 665 ("Le Passage de la Mer Rouge") und 6 Blatt aus "Les Fantaisies" (Lieure aus 1372-1384, vor den Nummern), insgesamt 25 Blatt.
Callot, Jacques
La petite thèse (Le triomphe de la vierge/Jubilé de la vierge)
Los 5429
Schätzung
600€ (US$ 690)
La petite thèse (Le triomphe de la vierge/Jubilé de la vierge). Radierung und Kupferstich. 55,7 x 36,5 cm (Blattgröße). 1625. Meaume 100 II, Lieure 562 III. Wz. Schrift.
"Callot a eu le grand mérite de rendre cette composition intéressante en dépit de l'austerité du sujet. C'est une réunion d'images allégoriques et de personnages symboliques" (Lieure S. 57). Das großformatige Thesenblatt entstand für die Franziskaner Brüder André de l'Auge und Étienne Didelot. Ausgezeichneter Druck mit Resten der Einfassungslinie, unten und links teils knapp innerhalb dieser geschnitten. Punktuell stockfleckig, innerhalb der Wolke oben ein graublauer Fleck, geglättete Mittelfalte, im unteren Bereich teils geglättete Knitter- und Falzspuren, winzige Papierläsuren an den Rändern links und rechts, dort in der Mitte rechts ein kleiner Einriss, verso Spuren alter Montierung und punktuelle Bereibungen, sonst gut erhalten. Selten.
Callot, Jacques
La Carrière de Nancy, appelée aussi la Rue Neuve de Nancy
Los 5430
Schätzung
400€ (US$ 460)
La Carrière de Nancy, appelée aussi la Rue Neuve de Nancy. Radierung. 16,8 x 51,5 cm. Meaume 621, Lieure 589 II.
Ausgezeichneter, wenngleich teils minimal auslassender Druck mit breitem Rand. Dieser minimal gegilbt, unten im weißen Rand eine Quetschfalte vom Druck, vertikale Mittelfalte, dort mittig ein Löchlein, weitere geringe Alters- und Gebrauchsspuren, sonst sehr gut.
Vue du Louvre. Kupferstich. 16 x 33,8 cm. Meaume 713, Lieure 667 V. Wz. Taubenschlag (Fragment).
Ausgezeichneter Druck an bzw. auf die Einfassungslinie geschnitten. Geringfügige Alters- und Gebrauchsspuren, sonst tadellos. Beigegeben das Pendant "Vue du Pont Neuf" in einer gleichseitigen Wiederholung (nach Lieure 668).
Les Grands Misères de la guerre. 18 Radierungen inkl. Titel. Je ca. 8,1 x 18,6 cm. 1633. Meaume 564-581, Lieure 1339-1355, je letzter Zustand.
Die bedeutendste Folge Callots hier in einem vollständigen Exemplar. Ausgezeichnete, in den dunklen Partien kräftige Abzüge mit Rändchen um die Plattenkanten, nur das Titelblatt bis an bzw. minimal knapp innerhalb geschnitten. Nur schwach altersspurig, die Ecken meist dünn und punktuell mit montierungsbedingten, geschlossenen Läsuren, etwa bei Nr. 2, 13 und 14, wenige weitere sorgsame Randausbesserungen, Nr. 2 und 9 mit Braunflecken, sonst in schöner und einheitlicher Erhaltung.
La Tentation de St. Antoine (Die Versuchung des hl. Antonius). Radierung und Kupferstich. 35,7 x 47 cm. 1635. Meaume 139 IV, Lieure 1416 V.
Ausgezeichneter Druck oben an die Darstellung geschnitten, mit feinem Rändchen um die Plattenkante bzw. Einfassungslinie, unten mit dem Schriftrand. Dieser teils berieben, verschiedene ausgebesserte Erhaltungmängel und Knickspuren sowie vereinzelte geschlossene Löchlein und Läsuren, diese teils retuschiert, einzelne winzige Wurmlöchlein und dünne Stellen, ganzflächig aufgezogen bzw. hinterlegt, beriebene Stellen sowie Alters- und Handhabungsspuren.
La petite treille. Radierung. 8,2 x 16,2 cm. Meaume 710, Lieure 1428 II (von III).
Die letzte Radierung Callots: "Petite pièce délicieuse, la dernière pensée du maitre avant sa mort" (Lieure, S. 98). Ausgezeichneter Abzug dieses sehr seltenen Blattes (Lieure R.R.R. : "Extrêmement rare"), mit Rändchen und vor den leichten Überarbeitungen der Platte. Leicht gebräunt und fleckig, geringe vertikale Knickspuren rechts, sonst in sehr guter Erhaltung. Beigeben von demselben zwei Blatt aus der Serie "Le Combat à la barrière" (Lieure 583, 584).
Callot, Jacques - nach
Die Geschichte vom verlorenen Sohn
Los 5435
Schätzung
600€ (US$ 690)
nach. Die Geschichte vom verlorenen Sohn. 11 Radierungen einschließlich Titelblatt auf Pergament. Je ca. 6,2 x 8,7 cm. 1635. Vgl. Meaume 53-63, Lieure 1404-1413.
Versiert ausgeführte, gegenseitige Wiederholungen nach der seltenen Suite von Jacques Callot. Prachtvolle, kräftige und trotz des speziellen Trägermaterials sehr klare Abzüge mit jeweils schmalem Rändchen um die Einfassungslinie bzw. die Schrift, die Plattenkante überwiegend sichtbar, ebenso die Hilfslinien im Schriftrand. Geringe Gebrauchsspuren, materialbedingt geringfügig wellig, sonst einheitlich und gut.
nach. Livre de divers Paysages. 18 Radierungen. Je ca. 9 x 17 cm. Meaume 1102, 1106-1113, 1113bis, 1114-1120, 1173bis, nicht bei Lieure. Wz. Bekröntes Wappen mit Posthorn und angehängten Buchstaben.
Aus einer noch nicht vollständig rekonstruierten, laut Meaume 22 Blatt zählenden Serie nach Zeichnungen Callots für Gaston d'Orléans, die sich heute in der Devonshire Collection in Chatsworth befinden. Laut Mariette und Meaume zeichnete François Collignon für die meisten Blätter verantwortlich, womöglich waren auch andere Stecher beteiligt. Im vorliegenden Set fehlen eines der beiden Titelblätter, zwei Blatt Advertissement und drei Landschaften. Sämtlich mit der Adresse von Israël Henriet, vier Blatt vor den Nummern (Meaume 1106-1108, 1113 bis), die restlichen mit einer durchgängigen Nummerierung 6-18, abweichend von der bei Meaume beschriebenen. Ganz ausgezeichnete bis prachtvolle Drucke mit Rändchen. Vereinzelt gering stockfleckig, der Sammlerstempel stellenweise durchschlagend, weitere minimale Gebrauchsspuren, sonst schöne Exemplare. Sehr selten. Aus der Sammlung Heinrich Lempertz Sr. (Lugt 1337). Beigegeben zwei Radierungen von Israël Silvestre "Vue de la Porte de la Conference" und "Vue du Pont-Neuf", beide auf dem gleichen Papier wie oben gedruckt, sowie eine Landschaftsradierung von Stefano della Bella (De Vesme/Massar 751).
Der hl. Hieronymus in der Einöde. Radierung. 22,4 x 16,5 cm. B. 12, TIB (Commentary) .012 S2. Wz. Tier (?) im Kreis.
Ganz ausgezeichneter, lebendiger und toniger Druck überwiegend bis auf bzw. partiell minimal knapp innerhalb der meist sichtbaren Plattenkante geschnitten, stellenweise Spuren eines weißen Rändchens. Leichte Flecken, vornehmlich verso, ebenda geglättete Faltspuren, ein geschlossener Riss im Himmel oben links, eine unmerkliche Randausbesserung unten, wenige dünne Stellen, zwei Nadellöchlein je in Stirn und Bauch des Heiligen, sonst in sehr guter Erhaltung. Beigegeben von Jonas Umbach nach Carpioni "Allegorie des Wassers" (Nagler 134).
Pan und Olymp. Radierung. 21,5 x 11,7 cm. B. 15, Bellini 17, TIB (Commentary) .015 S5. Wz. Fleur-de-lis im Doppelkreis.
Ausgezeichneter Druck mit Rändchen um die Einfassung, meist mit Spuren der Plattenkante. Geringfügig angestaubt und fleckig, geglättete Mittelfalte, alte Federannotation verso, sonst in sehr guter Erhaltung. Beigegeben von demselben "Theseus findet die Waffen seines Vaters" (B. 24) und nach Castiglione "Die Geburt Christi" (TIB .015, wohl C1).
Castiglione, Giovanni Benedetto
Bärtiger Mann mit Federhut (Porträt des Gian Lorenzo Bernini?)
Los 5439
Schätzung
900€ (US$ 1,034)
Bärtiger Mann mit Federhut (Porträt des Gian Lorenzo Bernini?). Radierung. 14,9 x 12,6 cm. B. 31, Bellini 8, TIB (Commentary) .031 S3. Wz. Schrift.
Die Frage nach der Identität des Dargestellten wurde in der Literatur unterschiedlich beantwortet - während Bartsch, Nagler und Le Blanc darin ein Selbstporträt Castigliones sahen, halten Marcenaro und Bellini es für ein Porträt Gian Lorenzo Berninis und datieren es auf das Ende der 1640er Jahre, etwa um die Entstehung der Folge der "Großen Orientalenköpfe". Unverkennbar ist der Einfluss von Rembrandts Selbstbildnissen. Ganz ausgezeichneter Druck auf die Darstellung und die Signatur geschnitten, oben und unten ca. 4 cm, links und rechts ca. 1 cm beschnitten. Leicht angestaubt und schwach fleckig, unten links kleines Rostfleckchen, unten links Federnummerierung sowie schwache Knickspuren, verso Bleistiftannotationen, sonst in guter Erhaltung. Beigegeben von Charles Hutin die Radierung "Die Grablegung" (Baudicour 7).
Kopfstudie nach rechts mit Bart und Fellhut; Kopfstudie im Profil nach rechts mit hohem Hut. 2 Radierungen, aus der Folge der Kleinen Orientalenköpfe, wie auch die folgenden zwei Losnummern. Je ca. 11,1 x 8,2 cm. B. 32 und 47, TIB (Commentary, Bellini) .032 und .047.
Ganz ausgezeichnete Drucke mit sehr feinem Rändchen um die Plattenkante bzw. an diese geschnitten. Minimal angestaubt und schwach fleckig, dünne Stellen und kleine Montierungsreste, die Sammlerstempel sehr zart durchscheinend, B. 47 mit winziger Bestoßung im Rand rechts, sonst einheitlich und gut. Aus der Sammlung Pierre Lallier (Lugt 6241).
Castiglione, Giovanni Benedetto
Bärtiger alter Mann mit schulterlanger Kopfbedeckung
Los 5441
Schätzung
300€ (US$ 345)
Bärtiger alter Mann mit schulterlanger Kopfbedeckung. Radierung. 10,9 x 8,1 cm. B. 36, TIB (Commentary) .036 S2 .
Mit den Ätzflecken auf der Schulter. Ausgezeichneter Druck mit zarten Wischkritzeln, auf bzw. knapp innerhalb der Facette geschnitten. Nur minimal fleckig, unten Spuren einer Federeinfassung, entlang des oberen Randes auf ein Untersatzpapier montiert, Gebrauchsspuren und kleine Bleistiftannotationen verso, sonst gut erhalten.
Kopfstudie mit nach rechts unten schauendem Mann mit Feder am Hut; Kopfstudie eines bärtigen Mannes mit Fellmütze. 2 Radierungen. Je ca. 10,9 x 8,1 cm. B. 43 und 45, TIB (Commentary, Bellini) .043 und .045. Wz. Lilienwappen (Fragment).
Ausgezeichnete Drucke mit schmalem bzw. breitem Rand um die Plattenkante. Schwach fleckig und gebrauchsspurig, sonst einheitlich und sehr gut.
Castiglione, Giovanni Benedetto
Bildnis eines Orientalen im Profil nach rechts
Los 5443
Schätzung
350€ (US$ 402)
Bildnis eines Orientalen im Profil nach rechts. Radierung. 18,6 x 13,3 cm. Um 1650. B. XXI, S. 32, 48, Bellini 41, TIB (Commentary) .048. Wz. Taube auf Dreiberg im Kreis.
Aus der Folge der Großen Orientalenköpfe. Ausgezeichneter, toniger Druck bis auf bzw. teils minimal knapp innerhalb der Plattenkante geschnitten. Etwas fleckig und griffspurig, die Ecke unten rechts mit retuschierter Ergänzung, weitere kleinere Randausbesserungen, geschlossenes Löchlein in der Spitze der Kopfbedeckung, verso geglättete Knitterspuren sichtbar, ebenda eine Rötelskizze, weitere Gebrauchsspuren, sonst gutes Exemplar. Beigegeben von Castiglione zwei kleine Orientalenköpfe (B. 42, 47).
Cavalli, Niccolò
Die gefangene Maus; Junge, der Seifenblasen macht
Los 5444
Schätzung
450€ (US$ 517)
Die gefangene Maus; Junge, der Seifenblasen macht. 2 Kupferstiche nach Antonio Marinetti. Je ca. 44,5 x 34,6 cm. Um 1760. Wz. Bekröntes AS mit Schrift "Oland...".
Prachtvolle, klare und gleichmäßige Drucke mit schmalem Rand um die markant zeichnende Plattenkante. Geringe Alters- und Gebrauchsspuren, sonst vollkommen und tadellos erhalten.
Cleve III, Hendrik van - nach
Ansichten von römischen Ruinen
Los 5445
Schätzung
750€ (US$ 862)
nach. Ansichten von römischen Ruinen. 12 Kupferstiche. Je ca. 17,3 x 24,4 cm. Hollstein 2, 3, 7, 11, 12, 14-16, 20, 29, 35, 24, je I (von II), Seelink/Leesberg (New Hollstein), aus R18 ("Workshop Philips Galle"). Wz. Handschuh.
Aus der 38 Blatt zählenden Folge "Ruinarum Varii Prospectus" (Philips Galle excudit); sämtlich vor der Nummer. Ganz ausgezeichnete, teils kräftige und tonige Drucke mit sehr feinem bis schmalem Rand. Leicht gegilbt sowie etwas angeschmutzt und fleckig, unten rechts fingerfleckig, Hollstein 3 mit Tintenfleck im Schriftrand, Hollstein 14 mit vier Braunflecken in der Darstellung, geglättete Mittelfalten nebst einzelnen zarten Quetschfältchen, diese bei Hollstein 16 oben gerissen und bei Hollstein 29 vollständig gebrochen und hinterlegt, gelegentlich dezente Knitterspuren, weitere Handhabungsspuren, Montierungsreste, sonst insgesamt gute bis sehr gute, unbehandelte Exemplare.
Landschaft mit dem hl. Hieronymus (Hieronymus in der Wildnis). Kupferstich nach Girolamo Muziano. 51,1 x 37,9 cm. 1573. Hollstein 116, Sellink (New Hollstein) 116 wohl II (von IV). Wz. Stern im Kreis (oder Kompass?).
Wie bei Hollstein erwähnt aus einer sieben Blatt umfassenden Folge großer Landschaften mit den heiligen Eremiten. Prachtvoller Druck mit sehr feinem Rändchen um die Einfassungslinie, der Druckzustand aufgrund des fehlenden Schriftrandes nicht eindeutig bestimmbar. Geringfügig fleckig, einzelne ausgebesserte Erhaltungsmängel, dünne Stellen sowie ausgebesserte Knitterspuren und Risschen, im Gesamteindruck gleichwohl sehr schönes Exemplar. Beigegeben von demselben die beiden Kupferstiche "Landschaft mit dem hl. Eustachius" und "Der hl. Hieronymus in der Wüste" (Hollstein 113 und 134).
Grabmal des Lorenzo de' Medici. Kupferstich nach Michelangelo. 41,4 x 27,3 cm. 1570. Bierens de Haan 199, Hollstein 199, Sellink (New Hollstein) 217 I (von II), A. Alberti (La fortuna di Michelangelo nelle stampe del cinquecento, Mailand 2015) 334 I (von II). Wz. Schild mit Buchstabe F über Dreiberg (vgl. Woodward 332 und 333: ca. 1580-1600).
Ganz ausgezeichneter Druck mit sehr feinem Rändchen um die Einfassungslinie, oben an dieselbe, rechts der große Fußzeh angeschnitten, unten mit Spuren der Plattenkante. Horizontale Mittelfalz, verso mit alten Motierungs- oder Albumspuren ebenda, weitere horizontale Falz unten, etwas angestaubt und gegilbt, weitere Gebrauchsspuren, sonst sehr gut.
zugeschrieben. Die Versuchung der Tugend. Kupferstich nach Jacopo Ligozzi. 42,8 x 28,8 cm. Nicht in Hollstein, Giorgio Marini: "Una Virtù moltiplicata: la diffusione dell’Allegoria di Jacopo Ligozzi tramite le stampe", in: La Virtù del Principe. L’Allegoria di Jacopo Ligozzi, Florenz 2015, S. 54. Wz. Gekröntes Lilienwappen.
Die bereits im 19. Jh. vorgeschlagene Identifizierung des anonymen Stechers mit Cornelis Cort (u.a. Weigel) hält Marini für plausibel, wohingegen das British Museum den Druck versuchsweise Johannes Sadeler I zuschreibt. Ausgezeichneter Druck mit feinem Rändchen um die Plattenkante. Angestaubt und griffspurig, leichte Stockflecken, die Mittelfalte partiell gebrochen und hinterlegt, unauffällig geschlossener Riss über dem Kopf der Tugend, vereinzelte Randmängel, hinterlegte Läsur in der Ecke unten rechts, vertikale Knickfalten in den oberen Ecken, weitere Handhabungsspuren, sonst in guter Erhaltung. Selten.
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