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Lot 5359, Auction  128, Jettmar, Rudolf, Bau der Höllenbrücke

Jettmar, Rudolf
Bau der Höllenbrücke
Los 5359

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Bau der Höllenbrücke. Radierung auf Velin. 36,8 x 27,8 cm. (1899). Hofstaetter RW 31.

Illustration zu Miltons "Paradise Lost", erschienen im Verlag der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien. Ganz ausgezeichneter Druck mit Rändchen. Ganz minimal stockfleckig und knickfaltig, leichte Lagerungsspuren, verso links Montierungsreste, sonst gut erhalten.

Lot 5360, Auction  128, Jettmar, Rudolf, Felsschlucht

Jettmar, Rudolf
Felsschlucht
Los 5360

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Felsschlucht. Radierung auf Similijapan. 40,3 x 26,7 cm. Signiert. 1902. Hofstaetter RW 49.

Aus der Jahresmappe 1906 der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst in Wien sowie Teil der vierteiligen Folge "Felslandschaften". Prachtvoller Druck mit Rand. Leichte Oberflächenbereibungen im unteren weißen Rand, sonst in sehr guter Erhaltung.

Jettmar, Rudolf
Stunden der Nacht
Los 5361

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Stunden der Nacht. 12 Radierungen, teils mit Aquatinta, Kaltnadel und Roulette. (1901-1905). Hofstaetter RW 53-RW 64.

Jettmar zählt zu den wichtigsten Vertretern des europäischen Symbolismus. Neben seiner Radierfolgen "Prometheus" und "Lord Byrons Kain" zählt "Stunden der Nacht" zu seinen wichtigsten graphischen Werken. Die komplette Folge, die erstmals in der XXIII. Secessionsausstellung von 1905 gezeigt wurde, in ausgezeichneten bis prachtvollen Drucken, sämtlich mit Rändchen bis Rand. Teils etwas vergilbt und stockfleckig, mit kleineren Knickspuren, weitere geringe Gebrauchsspuren und teils Montierungsreste, insgesamt in guter Erhaltung.

Lot 5362, Auction  128, Jettmar, Rudolf, Luzifer überläßt Kain seinem Schicksal

Jettmar, Rudolf
Luzifer überläßt Kain seinem Schicksal
Los 5362

Schätzung
500€ (US$ 575)

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Luzifer überläßt Kain seinem Schicksal. Radierung mit Kaltnadel auf Velin. 28 x 22,6 cm. Signiert. (1919/20). Hofstaetter RW 90.

Aus der Serie "Acht Radierungen zu Byrons Kain", 1920 erschienen im Verlag der Gesellschaft für vervielfältigende Kunst, Wien. Ganz ausgezeichneter, toniger Druck mit breitem Rand. Etwas angestaubt, minimal stockfleckig, im weißen Rand leicht knitterfaltig, oben zwei Knickspuren, links ein braunes Fleckchen (gebleicht), sonst gut erhalten.

Lot 5363, Auction  128, Klinger, Max, Siesta I; Sterbender Wanderer; Siesta II (dolce far niente). Blatt 3, 7 und 8 aus "Radierte Skizzen (opus I).

Klinger, Max
Siesta I; Sterbender Wanderer; Siesta II (dolce far niente). Blatt 3, 7 und 8 aus "Radierte Skizzen (opus I).
Los 5363

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Siesta I; Sterbender Wanderer; Siesta II (dolce far niente). 3 Radierungen mit Aquatinta auf gewalztem China. 8vo-4to. Singer 18 IV, 22 VI, 23 V.

Aus Max Klingers frühester, sehr seltener Folge "Radirte Skizzen (opus I)". Druck von Alexander Danz, Leipzig. Ganz ausgezeichnete Drucke auf den vollen Bögen. Nur in den äußersten Rändern minimal angestaubt und vereinzelt fleckig, sonst in guter, einheitlicher Erhaltung. Verso mit Sammlerstempel "DB" (nicht in Lugt).

Lot 5364, Auction  128, Klinger, Max, Rettungen ovidischer Opfer

Klinger, Max
Rettungen ovidischer Opfer
Los 5364

Schätzung
2.400€ (US$ 2,759)

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Rettungen ovidischer Opfer, Opus II. Typogr. Titelblatt und 15 Radierungen, meist mit Aquatinta, auf Similijapan. Gr.-Folio. Lose Blatt in Orig.-Passepartout in Orig.-Halbpergament-Mappe mit drei Flügelklappen (leicht beschabt). 1879. Singer 25-39, nach V. Ausgabe.

Die sechste Ausgabe, erschienen 1922 bei Amsler & Ruthardt in Berlin. "In der Literaturgeschichte besonders Lessing mit seinen Rettungen (des Cardan, des Lemnius) bekannt - also die Wiederherstellung des guten Rufes eines Mannes, dem die Geschichte unverdienten Schaden zugefügt hat. Klinger nimmt an, dass auch Ovid der wahre Ruf verschiedener seiner Helden zum Opfer gefallen ist, und er unternimmt es, sie zu retten. In einer Satyre kommen sie aber bei einer solchen Rettung viel schlechter weg, als bei Ovid" (Singer 1909, S.11). Ganz ausgezeichnete Drucke auf den vollen Bögen, teilweise mit Schöpfränder. Ganz vereinzelte Stockflecken in den äußersten Rändern, sonst in ganz vorzüglicher und originaler Erhaltung.

Klinger, Max
Eva und die Zukunft
Los 5365

Schätzung
3.000€ (US$ 3,448)

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Eva und die Zukunft,Opus III. 6 Radierungen mit Aquatinta auf Japan. Gr.-Folio. (1880). Singer 43 IV (von VIII), 44 III (von VII), 45 V (von IX), 46 IV (von VIII), 47 III (von VII). 48 IV (von IX), je 2. Ausgabe (von 6).

Die vollständige Folge ohne Titelblatt und Mappe, mit dem roten Monogrammstempel der zweiten Ausgabe (Lugt 1882, verblasst). Ganz ausgezeichnete bis prachtvolle Drucke mit breitem Rand. Minimal gegilbt und die Ränder leicht gebräunt, etwas stockfleckig und knitterfaltig, vereinzelt Faltspuren bzw. Quetschfältchen, Singer 46 unten rechts mit Wasserrand, punktuell minimale Randläsuren, sonst gut erhalten.

Lot 5366, Auction  128, Klinger, Max, Amor und Psyche (Opus V b, Mappe II)

Klinger, Max
Amor und Psyche (Opus V b, Mappe II)
Los 5366

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Amor und Psyche. Radierungen zu Apulejus' Märchen (Opus V b, Mappe II). 9 Radierungen mit 32 Vignetten, auf gewalztem China. 9,2 x 15,8 cm bis 20,4 x 31,2 cm. Lose in OHalbleinen-Mappe mit typographischem Titel und graphischer Bordüre (kaum merkliche Kratzer). (1880). Singer 65, 69, 80, 86 und 111, je I (von II); 74, 89, 94 und 98, je II (von IV); 72, 92, 95 und 99, je II (von III); 68, 88, 90, 106, je III (von IV); 79, 84, 87 und 101, je I (von II); 71, 78, 93, 103, je II (von III); 66, 76, 77 und 108, je I (von II); 70 und 109, je II (von III); 83.

Die erste Folge der Radierungen, ohne Text und vor den Beschneidungen der Buchausgabe bei Theo Stroefer in Nürnberg erschienen. Die radierten Vignetten in ausgezeichneten Drucken mit breitem Rand um die markanten Plattenränder. Leicht angestaubt, die Außenkanten partiell leicht bestoßen sowie minimal fleckig, sonst sehr schön erhalten.

Lot 5367, Auction  128, Klinger, Max, Dramen

Klinger, Max
Dramen
Los 5367

Schätzung
750€ (US$ 862)

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Dramen, Opus IX. 9 (von 10) Radierungen mit Aquatinta auf Imperial Japan, zzgl. 2 Blatt mit Titel und Inhaltsverzeichnis auf Kupferdruckpapier. Folio. Singer 147 nach X, 148 nach VII, 150 nach IX, 151-152 nach VII, 153 nach VIII, 154-156 nach VII.

Die sechste Ausgabe, gedruckt 1922 von O. Felsing in Berlin. Die annähernd komplette Folge in ganz prachtvollen, gratigen Drucken mit dem vollen Rand. Die Blätter "In Flagranti" (Singer 147) und "Märztage III" (Singer 156) mit stärkeren Erhaltungsmängeln, die übrigen Blätter teils mit winzigen Wasserrändern im weißen Rand und mit marginalen Altersspuren, Titel und Inhalt mit Gebrauchsspuren, insgesamt jedoch gut.

Lot 5368, Auction  128, Klinger, Max, Titelblatt "Radirungen" Muse auf der Platte tanzend

Klinger, Max
Titelblatt "Radirungen" Muse auf der Platte tanzend
Los 5368

Schätzung
300€ (US$ 345)

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Titelblatt "Radirungen" Muse auf der Platte tanzend. Radierung in Dunkelbraun auf gewalztem China. 15,2 x 9,4 cm (Plattenrand); 44,6 x 31,6 cm (Blattgröße). (1881) Singer 283 III.

Vollendeter Probedruck von der verkleinerten Platte, mit dem roten Monogrammstempel (Lugt 1882) und der gestempelten Nummerierung "4". Von Max Klinger verworfener Entwurf für die Luxusausgabe des Kataloges zur 13. Sonderausstellung der Nationalgalerie in Berlin. Prachtvoller, gratiger Druck mit breitem Rand. Im weißen Rand vereinzelte und verso zahlreiche Stockflecken, minimale Gebrauchsspuren, sonst jedoch tadellos schön erhalten. Aus der bedeutenden Klinger-Sammlung Georg Hirzel (mit dessen Blindstempel unten rechts), dessen Auktion bei Villa Grisebach, Berlin, 4. Juni 1993, Los 41. Mit unbekanntem Sammlerstempel "DB" (nicht in Lugt).

Klinger, Max
Menukarte zum Ball der Studierenden der Academie der Künste Berlin
Los 5369

Schätzung
450€ (US$ 517)

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Menukarte zum Ball der Studierenden der Academie der Kuenste Berlin. Lithographie auf festem Velin. 31,4 x 22,3 cm (Blattgröße). Verso mit eigenh. Widmung des Künstlers, signiert und datiert "Max Klinger, Berlin, den 28. Febr.[18]78". 1878. Singer 317.

Ausgezeichneter Druck mit der Tonkante wie bei Singer beschrieben. Etwas angestaubt, leicht gebräunt und fleckig, Kanten minimal bestoßen, verso leichte Handhabungsspuren und knitterfaltig, sonst gut erhalten. Vom Künstler direkt an den Vorfahren der jetzigen Eigentümer übergeben.

Lot 5370, Auction  128, Klinger, Max, Ehrenurkunde für wissenschaftliche Mitarbeit an der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911

Klinger, Max
Ehrenurkunde für wissenschaftliche Mitarbeit an der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911
Los 5370

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Ehrenurkunde für wissenschaftliche Mitarbeit an der Internationalen Hygiene-Ausstellung Dresden 1911. Radierung auf schwerem Van Gelder Zonen-Bütten mit entsprechendem Wz. 61,4 x 37,9 cm. 1912. Beyer 416 III (von IV).

Klinger hat mit diesem Blatt von 1912 etwas Visionäres geschaffen. Zwei Jahre vor Ausbruch des 1. Weltkrieges stellt er ein Stück Erde mit heiteren, spielenden, tanzenden jungen Menschen dar. Darunter hat sich bereits ein Titan erhoben und droht diese Welt umzustürzen und zu vernichten. Ganz ausgezeichneter Druck auf dem vollen Bogen. Etwas angestaubt und minimal gebräunt. Am unteren Rand leicht griffspurig sowie mit leichten bräunlichen Spuren einer alten Montierung, sonst in guter, einheitlicher Erhaltung. Mit unbekanntem Sammlerstempel "DB" (nicht in Lugt), unten links mit dem Blindstempel "Emil Richter Copyright Dresden".

Lot 5371, Auction  128, Klinger, Max, Stehender weiblicher Akt im Profil

Klinger, Max
Stehender weiblicher Akt im Profil
Los 5371

Schätzung
350€ (US$ 402)

Details

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Stehender weiblicher Akt im Profil. Radierung. 1914. 42 x 24,7 cm. Beyer 418 III.

Verwendet als Titelblatt für die "Zwanzig Studien" (1914). Ausgezeichneter Druck mit dem Druckvermerk (Giesecke & Devrient) sowie dem Namen Klingers in der Platte im Unterrand. Vereinzelt minimal stockfleckig, kleine Druckstelle im weißen Rand links, minimal griffspurig. Mit unbekanntem Sammlerstempel "DB" (nicht in Lugt).

Lipinsky, Sigmund
Radierte Bilder zu Homer's Odyssee
Los 5372

Schätzung
6.000€ (US$ 6,897)

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Radierte Bilder zu Homers Odyssee. Acht Radierungen auf chamoisfarbenem Holland-Velin. Je ca. 23,9 x 15 cm (Plattenrand); 50,3 x 33,3 cm (Blattgröße). Lose Blatt in originaler Einschlagmappe mit typographischem Titel und signiertem Druckvermerk innen, die Mappe in der originalen HL-Verlagsmappe mit goldgepr. Titel (51 x 34,5 cm). Sämtlich in Bleistift unterhalb der Darstellung nummeriert "15/60" sowie rechts signiert "S. Lipinsky Rom". Auflage 60 num. Ex. 1929. Vgl. Lipinsky 19-22, 25-28, Abb. 9-16.

Die Odyssee entstand 1923 bis 1929 in Rom und Anacapri, dessen Landschaft und Vegetation Lipinsky in einigen Tafeln aufgreift. Das Projekt sollte ursprünglich noch weitere Episoden der Odyssee umfassen, diese sind jedoch nur als Studien erhalten geblieben und wurden nie als Druckgraphik veröffentlicht. Nichtsdestotrotz gilt die Serie einhellig als eine der bedeutendsten künstlerischen Leistungen Lipinskys in seinem Radierwerk. Die komplette Folge in ganz ausgezeichneten, teils schön tonig gewischten Drucken mit den vollen Rändern. Geringfügig angestaubt, schwach stockfleckig sowie geringe Altersspuren, sonst in vorzüglicher und einheitlich originaler Erhaltung.

Lot 5373, Auction  128, Rops, Félicien, Les Chansons de Collé

Rops, Félicien
Les Chansons de Collé
Los 5373

Schätzung
300€ (US$ 345)

Details

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Les Chansons de Collé. Heliogravüre auf festem Japan. 13,8 x 8,5 cm. Unterhalb der Darstellung signiert "Félicien Rops". Mascha 789 V, Exteens 497 V.

Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand. Geringfügig angestaubt, das Papier im Bereich der Darstellung leicht gewellt, an drei Ecken montiert, dort knitterfaltig, sonst in sehr guter Erhaltung. Beigegeben von demselben "Chez les Trappistes" (Mascha 223) und "La Grande Lyre" (Mascha 894) sowie nach Rops eine Heliogravüre "Parallèlement ou La Sphynge" (vgl. Mascha 881).

Lot 5374, Auction  128, Schuster, Franz, Sterben

Schuster, Franz
Sterben
Los 5374

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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"Sterben". Farbradierung gedruckt à la poupée auf Bütten. 26 x 34,7 cm. Signiert und unten links nummeriert "No 3", im Unterrand mit gedrucktem Text von Felix Dörmann. (18)99.

Das enigmatische Blatt zeigt ein Mädchen in einer Schlafkammer im Schoß des Todes ruhend, während ihr nicht leiblicher Körper bereits von himmlischen Wesen in Empfang genommen wird. Prachtvoller, farbintensiver Druck mit dem vollen Rand. Etwas gebräunt und stockfleckig, kleinere Knitterspuren im weißen Rand, leichte Altersspuren, sonst gutes Exemplar.

Lot 5375, Auction  128, Schwimbeck, Fritz, Das Lichtweib

Schwimbeck, Fritz
Das Lichtweib
Los 5375

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Das Lichtweib. Radierung und Kaltnadel auf gewalztem China. 19,5 x 16,2 cm. Signiert. 1912.

Ganz ausgezeichneter, samtiger Druck auf dem vollen Bogen. Vergilbt, der rechte Außenrand schwach wellig, Knickfalte mit Einrisschen rechts oben, weitere minimale Randbestoßungen, sonst gutes und harmonisches Exemplar.

Schwimbeck, Fritz
Phantasien über ein altes Haus
Los 5376

Schätzung
1.200€ (US$ 1,379)

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Phantasien über ein altes Haus. 8 Radierungen, 4 in Blau, auf chamoisfarbenem Japan, und 6 Bl. Beiheft mit Titel, Text von Hans Ludwig Held, Inhaltsverz. und Druckvermerk. 45 x 32 cm (Blattgröße). Lose in der Orig.-Mappe (schwach lichtrandig). Jeweils signiert, ebenso im Druckvermerk, dort zugeeignet. Auflage 150 num. Ex. 1918.

Der "alte Schwabinger Wasserturm" im Englischen Garten in München inspirierte Schwimbeck zu dem vorliegenden Zyklus. "In den achtteiligen Grafikzyklus wird das alte Haus zum Leben erweckt. Das Leblose wird beseelt." (Alice Arnold-Becker: Unheimlich. Die Kunst von Fritz Schwimbeck, Friedberg 2023, S. 34). Mit effektvoll eingesetzten Lichtquellen und bewegten Schattengestalten verleiht Schwimbeck seinen graphischen Blättern ihren geheimnisvollen, unheimlichen Charakter.
Herausgegeben von Parcus & Co, München, gedruckt von Heinrich Wetteroth, München, in einer Gesamtauflage von 150 nummerierten Exemplaren, von denen 25 auf Kaiserlichem Japan gedruckt wurden. Prachtvolle, wirkungsreiche Drucke mit vollen Rändern aus der Vorzugsausgabe. Minimal vergilbt, sonst vorzüglich.

Lot 5377, Auction  128, Schwimbeck, Fritz, Fledermäuse

Schwimbeck, Fritz
Fledermäuse
Los 5377

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Fledermäuse. Radierung mit Kaltnadel auf gewalztem China. Signiert. Auflage 50 num. Ex. (1919).

Aus der sechsteiligen Folge "Fieber". Prachtvoller, wirkungsreicher Druck auf dem vollen Bogen. Vergilbt und minimal angestaubt, Diagonalknick in der Eckenspitze oben links, das Chinapapier am rechten Außenrand kaum merklich gewellt, dennoch gut und harmonisch in der Gesamtwirkung.

Lot 5378, Auction  128, Schwimbeck, Fritz, Wolkenpferde

Schwimbeck, Fritz
Wolkenpferde
Los 5378

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Wolkenpferde. Radierung und Kaltnadel auf gewalztem China. 20,2 x 13,9 cm. Signiert. Auflage 50 num. Ex. (1919).

Aus der sechsteiligen Folge "Fieber". Ausgezeichneter, toniger Druck, das Chinapapier mit schmalem, überstehenden Rändchen, dieses nicht auf das breitrandige Untersatzpapier gewalzt. Das feine Papier im Ober- und Unterrand etwas knitterfaltig, sonst in schöner Erhaltung.

Lot 5379, Auction  128, Schwimbeck, Fritz, Gestorbene Erinnerungen

Schwimbeck, Fritz
Gestorbene Erinnerungen
Los 5379

Schätzung
600€ (US$ 690)

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Gestorbene Erinnerungen. Radierung mit Kaltnadel auf gewalztem China. 17,4 x 14,2 cm. Signiert. Auflage 50 num. Ex.

Aus der sechsteiligen Folge "Fieber". Prachtvoller, markanter Druck, das Chinapapier mit schmalem, überstehenden Rändchen, dieses nicht auf das breitrandige Untersatzpapier gewalzt. Ebenda das feine Papier etwas knitterfaltig, blasser Fleck auf dem Untersatzpapier unten rechts, sonst in schöner Erhaltung.

Lot 5380, Auction  128, Short, Sir Frank, Sunrise, Ramsgate

Short, Sir Frank
Sunrise, Ramsgate
Los 5380 [*]

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Sunrise, Ramsgate. Schabkunstblatt auf feinem Japan. 20,2 x 27,7 cm. Unten links bez. "Trialproof" und unten rechts signiert "Frank Short Eng.". Um 1904. Hardie 140.

Ganz ausgezeichneter Druck mit Rand. Schwache Alters- und Gebrauchsspuren, im weißen Rand oben rechts sowie links schwache Wasserränder, sonst tadellos schön.

Lot 5381, Auction  128, Smart, Douglas Ion, An der Themse

Smart, Douglas Ion
An der Themse
Los 5381

Schätzung
300€ (US$ 345)

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An der Themse. Radierung und Kaltnadel. 12,5 x 21, 2 cm. Signiert.

Wohl aus der Reihe "Thames Barges". Prachtvoller, leicht toniger Druck mit Rand. Etwas stockfleckig und angestaubt, minimal lichtrandig, sonst sehr schön erhalten.

Lot 5382, Auction  128, Ubbelohde, Otto, Die Pest von Bergamo II, die Prozession

Ubbelohde, Otto
Die Pest von Bergamo II, die Prozession
Los 5382

Schätzung
400€ (US$ 460)

Details

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Die Pest von Bergamo II, die Prozession. Radierung. 18,9 x 13,3 cm. Unterhalb der Darstellung signiert "Otto Ubbelohde" sowie eigenhändig bez. "aus No. 1-12 / eigenhändiger Druck / 20.5.1920". Graepler 88. Wz. Schriftzug J.W. Zanders.

Aus einer insgesamt zwölf Illustrationen umfassenden Folge, die für die gleichnamigen Novelle des dänischen Dichters Jens Peter Jacobsen entstanden. Ganz ausgezeichneter Druck mit Rand um die Facette. Nur schwache Handhabungsspuren, sonst vollkommen und tadellos schön erhalten. Beigegeben aus derselben Folge die Radierung "Die Pest in Bergamo I", unten voll signiert sowie zusätzlich vom Drucker "Heinrich Wetterod, München gedr." (Graepler 76).

Uhl, Joseph
Per aspera...; Ad Astra
Los 5383

Schätzung
400€ (US$ 460)

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Per aspera...; Ad Astra. 2 Radierungen mit Kaltnadel und Aquatinta in Braunschwarz auf Velin. Je ca. 35,8 x 35 cm. Signiert. (1921). Matuszak 4667, 4668. Wz. Blume.

Pendants aus der in 50 Exemplaren erschienen Serie "Per aspera ad astra (Erster Teil)". Ganz ausgezeichnete, nuancierte Drucke mit schmalem Rand, links mit Schöpfrand. Jeweils minimal angestaubt, "Per Aspera" mit diagonaler Knickspur unten links, jeweils rückseitig mit kleinen Montierungsresten in den oberen Ecken, diese minimal durchdrückend, sonst in sehr schöner Erhaltung. Beigegeben von Max Klinger die Radierung "Simplicius am Grabe des Einsiedlers".

Lot 5384, Auction  128, Uhl, Joseph, Die Schande!

Uhl, Joseph
Die Schande!
Los 5384

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

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"Die Schande!". Radierung, Kaltnadel und Aquatinta auf Similijapan. 32 x 39,5 cm. Signiert, nummeriert "36." und unten links eigenhändig betitelt, unterhalb der Darstellung im weißen Rand vom Verleger signiert "Heinr. Wetteroth München gdr". Vor 1911. Siehe Eugen Kalkschmidt, "Joseph Uhl. Ein neuer Radierer", in: Zeitschrift für bildende Kunst, 1911, S. 102.

Schon Arthur Dobsky erkennt "Die Schande!" als "eines der vollkommensten [Blätter], die aus der Werkstatt Uhls hervorgegangen sind." (A. Dobsky: "Joseph Uhl", in: Die Graphischen Künste, 36, 1913, S. 65-71, hier S. 70). Nicht nur kompositorisch, sondern auch technisch handelt es sich um eines der ausgewogensten Blätter in Uhls Frühwerk, in dem er die Aquatinta als Stilmittel für sich erprobt. Es nimmt thematisch das Blatt "Tanz der Gemeinheit" aus der Folge 'Ein Liebesmysterium' vorweg. Prachtvoller, nuancierter Druck mit breitem Rand, oben und rechts mit dem vollen Schöpfrand. Vereinzelte winzige Stockflecken, ein kleiner Wasserrand an der unteren Blattkante, die obere linke Ecke minimal knittrig, sonst in sehr schöner Erhaltung. Beigegeben von demselben ein Probedruck der Radierung "Susanna im Bad" (signiert, betitelt und bez.).

Lot 5385, Auction  128, Uhl, Joseph, Bauernbegräbnis

Uhl, Joseph
Bauernbegräbnis
Los 5385

Schätzung
450€ (US$ 517)

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"Bauernbegräbnis". Radierung und Aquatinta auf Similijapan. 30 x 28,5 cm. Signiert, nummeriert "30." und unten links eigenhändig betitelt, unterhalb der Darstellung im weißen Rand vom Verleger signiert "Heinr. Wetteroth München gdr". Vor 1911. Siehe Eugen Kalkschmidt, "Joseph Uhl. Ein neuer Radierer", in: Zeitschrift für bildende Kunst, 1911, S. 107.

Arthur Dobsky beurteilte die idyllische Landschaft Uhls "technisch wie auch inhaltlich gern als eines seiner schönsten Blätter" (A. Dobsky: "Joseph Uhl", in: Die Graphischen Künste, 36, 1913, S. 65-71, hier S. 66). Nur in wenigen Darstellungen des Künstlers ist die Landschaft bei Bergen so sehr zur Protagonistin geworden wie hier. Das eigentliche Ereignis - die Darstellung einer Beerdigung - ist erst auf den zweiten Blick auszumachen. Ganz einzigartig ist auch die Erforschung und der Facettenreichtum in der Umsetzung unterschiedlicher Naturoberflächen mit den technischen Möglichkeiten der Radierung wiederzugeben. Prachtvoller Druck mit breitem Rand, rechts und unten mit dem vollen Schöpfrand. Vereinzelt stockfleckig, die Blattkanten schwach knittrig und leicht bestoßen, oben links kurze Knitterspur, sonst sehr schön und original erhalten. Selten.

Uhl, Joseph
Frage an das Schicksal
Los 5386

Schätzung
400€ (US$ 460)

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"Frage an das Schicksal". Radierung und Aquatinta auf Similijapan. 26,5 x 41 cm. Signiert, nummeriert "30." und unten links wohl eigenhändig betitelt, unterhalb der Darstellung im weißen Rand vom Verleger signiert "Heinr. Wetteroth München gdr". Vor 1913.

Das menschliche Bedürfnis die eigene Zukunft vorausgesagt zu bekommen, wird hier verhandelt. Monolithisch und übergroß wird das Schicksal in Form der verhüllten Gestalt gezeigt, die linke Hand erhoben. Noch scheint die Frage der jungen Frau nicht beantwortet, sie verharrt in einem Moment zwischen Hoffnung und Bitte, gerahmt wird die Szene von der gleich zweifach dargestellten Figur der Sorge, die über ihre Schulter blickt. Ausgezeichneter Druck mit breitem Rand, links und unten mit Schöpfrand. Minimal stockfleckig und zart knittrig im weißen Rand, die Blattkanten leicht bestoßen, verso oben links ein kleiner Fleck, Annotationen in Bleistift, insgesamt schön. Selten. Beigegeben von demselben die Radierung "Greis mit Stock im Ährenfeld - Die Sorge" von 1909, signiert - wahrscheinlich handelt es sich um eine bislang unbekannten Version von "Die Sorge", wohl eine erste Bildidee.

Lot 5387, Auction  128, Uhl, Joseph, Epilog, "So geht der Mensch zu Ende..."

Uhl, Joseph
Epilog, "So geht der Mensch zu Ende..."
Los 5387

Schätzung
600€ (US$ 690)

Details

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"Epilog" ('So geht der Mensch zu Ende...was ihm erhaben schien und wünschenswert ...'). Radierung, Aquatinta und Kaltnadel auf Similijapan. 26,5 x 26,5 cm. Signiert, nummeriert "14." und betitelt, unterhalb der Darstellung im weißen Rand vom Verleger signiert "Heinr. Wetteroth München gdr". Um 1913.

Das Motiv des schwebenden, von einer Hand gequetschten Herzen über dem weiten, bewegten Meer bildet gemeinsam mit dem zitierten Vers eine Kontemplation auf das Leben. Die vier Zeilen aus Friedrich Schillers "Die Jungfrau von Orleans" (3. Akt, 3. Aufzug, 6. Auftritt) unterstreichen die Frage, die das tränende Herz aufruft: Wofür leben und vor allem leiden wir zeit unseres Daseins auf der Erde? Das Blatt ist ein besonders prägnantes Beispiel für Uhls, deutlich von Max Klinger inspirierter "Weltironie" (vgl. Eugen Kalkschmidt, "Joseph Uhl. Ein neuer Radierer", in: Zeitschrift für bildende Kunst, 5, NF 22, 1911, S. 101). Der vom Künstler eigenhändig angebrachte Titel "Epilog" lässt einen Zusammenhang zu einer Druckfolge vermuten. Stilistisch und aufgrund der vierzeiligen Inschrift wäre eine Nähe zum 1913 veröffentlichten "Liebesmysterium" denkbar, integrierte Uhl doch auf deren ersten Blatt ein Zitat von Friedrich Hebbel. Ganz ausgezeichneter, toniger und gratiger Druck mit breitem Rand, an zwei Seiten mit dem vollen Schöpfrand. Leicht stockfleckig und im Randbereich minimal bestoßen, sons tadellos. Selten.

Lot 5388, Auction  128, Uhl, Joseph, Amors Huldigung

Uhl, Joseph
Amors Huldigung
Los 5388

Schätzung
750€ (US$ 862)

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"Amor's Huldigung". Radierung, Kaltnadel und Aquatinta auf Similijapan. 30,5 x 33,5 cm. Signiert, nummeriert "31." und betitelt. Um 1913.

Die dynamische Szene wird von dem starken Hell-Dunkel-Kontrast, dem im Wind wehenden Vorhang und der intensiven Blickbeziehung der Protagonisten bestimmt. Amor mit seinem Köcher schwebt auf einer kleinen Wolke oberhalb der Fensterbank und ist im Begriff, die vor ihm stehende Frau mit Blumen zu schmücken. Der eigenhändig angebrachte Titel unten links benennt das Motiv klar als "Amor's Huldigung". Ein Motiv mit diesem Titel ist Teil der 1913 veröffentlichte, 12-teiligen Suite Ein Liebesmysterium, zeigt jedoch eine gänzlich andere Umsetzung des Themas. Bei vorliegendem Blatt dürfte es sich sodann wohl um eine verworfene Bildidee handeln, die es nicht in die Auflage schaffte. Signifikant ist außerdem, dass es auf demselben Papier abgezogen ist, wie die Drucke außerhalb der nummerierten Auflage (siehe Los 5389). Prachtvoller, konstraststarker und äußerst harmonischer Druck mit zart gewischtem Plattenton, mit breitem Rand, an zwei Seiten mit dem vollen Schöpfrand. Vereinzelte, kleine Stockflecken, leichte Quetschspuren im Randbereich links und unten, die äußeren Ränder marginal wellig, sonst in tadelloser und orginaler Erhaltung. Selten.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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