153050

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Reuchlin, Johannes
De rudimentis hebraicis
Los 1131

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9.000€ (US$ 10,345)

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Reuchlin, Johannes. De rudimentis hebraicis. 1, 621, 1 S., 2 Bl. (mit dem zusätzlichen halben Einschaltblatt S. 589/90). Mit großer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und großem, halbseitigem koloriertem Wappenholzschnitt, vereinzelter Rubrizierung mit roten und blauen Initialen und Alineazeichen. 28 x 20,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (stärker berieben und vor allem an den Ecken bestoßen) über vier Doppelbünden und auf abgefasten Holzdeckeln (ohne die Schließen). Pforzheim, Thomas Anshelm, 1506.
VD16 R 1252. Adams R-383 od. R-384. Proctor 11754. Panzer VIII, 228,9. Benzing, Reuchlin 90. Knaake II, 920. – Erste Ausgabe des berühmten Werks Johannes Reuchlins (1455-1522) zur Erlernung der hebräischen Sprache in einem besonderen Exemplar: Die zahlreichen handschriftlichen Anmerkungen zeugen von einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Werk. Die gleichmäßig eingemalten Initialen in Druck und Handschrift belegen die planmäßige Entstehung des Kodex. Der Wappenholzschnitt ist sorgfältig altkoloriert. Obwohl das Werk in lateinischer Sprache angelegt ist, läuft die Blattzählung von rechts nach links, wie bei hebräischen Büchern. Das handschriftliche Register A-Z läuft dagegen von links nach rechts.
Reuchlins "De rudimentis hebraicis" gilt als grundlegend für die christliche Hebraistik und wurde unter anderem auch von Martin Luther benutzt. Auch druckgeschichtlich ist das Werk bedeutend, weil es als das erste mit beweglichen hebräischen Lettern gedruckte Buch im deutschen Sprachraum gilt. Der Drucker Thomas Anshelm erscheint 1488 in Straßburg als Drucker, wechselte 1496/ 1500 nach Pforzheim, 1511 nach Tübingen und 1516 schließlich nach Hagenau, wo er wohl bis 1522 druckte. 1523 übernahm Johann Setzer seine Druckerei. Thomas Anshelm gilt neben Johannes Froben als der bedeutendste humanistische deutsche Buchdrucker (Schottenloher, NDB 1, 1953, S. 312).
Der altkolorierte Holzschnitt zeigt das Wappen Reuchlins, welches ihm von Kaiser Friedrich III. bei der Erhebung in den Stand eines Hofpfalzgrafen verliehen wurde. – Spiegel und Vorsätze mit zahlreichen zeitgenössischen und frühen hs. Einträgen, weitere zahlreiche zeitgenössische Marginalien, Unterstreichungen und Anmerkungen passim im Text. Das Vordergelenk mit Makulaturstreifen aus einem Manuskript des 13. Jahrhunderts. Der Buchblock zu Beginn und am Schluss leicht fleckig, teils mit leichtem Feuchtrand. Letzte Blätter mit größerem Wurmgang im Bundsteg, ohne Textverlust. Kleines Wurmloch im Holzschnitt. Zwei Textblätter mit Einriss, ein Textblatt mit Fehlstelle im weißen Fußsteg. Einband mit zeitgenössischem zehnzeiligem hs. Eintrag auf dem Vorderdeckel (weitestgehend unlesbar).
Vorgebunden wurden 42 Blätter, davon 21 mit einem vierspaltigen, rund 50-zeiligen lateinischen Register A-Z mit ca. 8.000 (!) Einträgen in einer sehr ebenmäßigen und sauberen zeitgenössischen Handschrift. Dieses Register wurde von gleicher Hand wie der gedruckte Text mit rot und blau eingemalten Initialen versehen, war also noch vor der Bindung integraler Teil des Buches. Die weiteren Blätter enthalten ein unvollständig gebliebenes lateinisches Register unter hebräischen Kapitelbuchstaben von einer anderen frühen Hand.
Zur Provenienz: Das vorliegendes Exemplar stammt aus dem humanistischen Umfeld des frühen 16. Jahrhunderts, eventuell sogar aus dem direkten Umkreis Reuchlins. Eine wissenschaftliche Untersuchung der handschriftlichen Enträge führt möglicherweise zu einer genaueren Zuschreibung. Unter den zahlreichen Einträgen befindet sich auf dem vorderen Spiegel ein etwa halbseitiger Text unter dem Titel: Ad hebrey lingua studiu(m) exhortatio (Eine Ermahnung zum Studium der hebräischen Sprache). Danach sind zwei Besitzer nachweisbar: M. Christopher Vogel, Theologiestudent, Weißenfels/ Meissen 1664 und C. D. Haßler, Theologiestudent aus Degenfelde-Wartenberg, Leipzig 1822 (beide hs. Einträge auf dem Titel).

Rhazes
Parva Opera [und:] Divisiones Rasis filii Zacharie
Los 1132

Nachverkaufspreis
3.500€ (US$ 4,023)

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(Rhazes. Parva Opera) [und:] Divisiones Rasis filii Zacharie. Viaticum Constantini monachi. CCLXXXIIII num. Bl.; LXVII, 1 Bl. Ohne Titel. 15,5 x 10 cm. Flexibles Pergament d. Z. (berieben, knickspurig und leicht fleckig; ohne die Verschlussbändchen) mit hs. RTitel und spanischen Kanten. Lyon, Gilbert de Villiers, 1511.
STC 321 (Eine Ausgabe von 1510 und 1511). Adams 223 (Nur die Ausgabe 1511). – Wohl zweite Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien laut STC 1510. Der persischer Arzt Rhazes, (865-925) eigentlich Abū Bakr Muḥammad bin Zakaryā ar-Rāzī, verfasste unter anderem ein umfangreiches Sammelwerk der klinischen Medizin. Er konzentrierte sich auf die psychischen Seiten der Medizin und der Heilung, wobei das Verhältnis von Seele und Leib, seiner Meinung nach von der Seele bestimmt wurde. Er vertrat die Theorie, dass ein Mediziner stets als "Seelenartz" agieren sollte. – Titel fehlt. Innengelenk vereinzelt offen. Feucht- und braunfleckig und teilweise knickspurig. Sehr selten.

Santa Maria sopra Minerva und Romae indulgentia
- Ablass Urkunde. Typographischer Druck in schwarzen Kursivlettern auf Pergament
Los 1133

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5.500€ (US$ 6,322)

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Seltene gedruckte Ablassbescheinigung von Santa Maria sopra Minerva in Rom
Rom. - Santa Maria sopra Minerva. Indulgentia - Ablass Urkunde. Typographischer Druck in schwarzen Kursivlettern auf Pergament. Satzspiegel ca. 44 x 31,5 cm. Blattgröße ca. 66 x 45 cm. Mit ausgefüllten Vacat-Stellen, Überschrift in farbigen Versalien und breiter dreiteiliger Bordüre mit Malerei in Pinselgold und Farben. Rom 1594.
Päpstliche Indulgentia ausgestellt unter Clemens VIII. (1536-1605), von der Erzbruderschaft des an der Kirche Santa Maria sopra Minerva und ihrer Titularkirche Santa Maria in Cosmedin. Die bedeutende Kirche gehörte dem "Ordo Praedicatorum", also dem Predigerorden der Dominikaner. Das kalligraphisch-handschriftlich ausgefüllte und prachvoll illuminierte Dokument ist eine notarielle Beglaubigung im Namen der Bischöfe, des Erzbischofs und des Papstes als oberster Pontifex aus Rom, in der die Administratoren der Erzbruderschaft an der Kirche Santa Maria sopra Minerva ein päpstliches Schreiben von Papst Gregor XIII. bestätigen (Transsumpt). Der Papst würdigt darin die Tätigkeit der Bruderschaft und gewährt den Mitgliedern besondere Sündenablässe (Indulgenzen) beim Eintritt in den Orden und an hohen Feiertagen: "In Christi nomine nos Arcanius Columna miseratione divina Santae Mariae in Cosmedin S. R. E. Diaconus Cardinalis Piae & Universalis Archiconfraternitatis Sacratissimi Corporis Nostri Iesu Christi in Ecclesia Domus Beatae Mariae supra Minervam Urbe, ordinis fratrum Praedicatorum erectae .[...]. GREGORIVS Papa Decimustertius, Volens ciu dem Archionfraternitatis Confratres, Indulgentiarum, & gratiarum muneribus prosequi, quasdam eis conceßit literas, quarum tenor de verbo ad verbum fequitur, & est talis. ("Gregor XIII., der die Brüder der Erzbruderschaft mit Ablässen und Gnadengaben begünstigen wollte, gewährte ihnen bestimmte Urkunden, deren Wortlaut wie folgt lautet […] "). Die Jahreszahl folgt unten: "Datum Romae in sacrario ipsius Ecclesiae Beatae Mariae supra Minervam ... Anno à Nativitate D. N. Iesu Christi millesimo quingentesimononagesimo IIII".

Die hübsche Bordürenmalerei zeigt oben drei Tondi mit einer Darstellung der Maria Eleusa, mit zwei Engeln um den Kelch mit der Hostie und dem Spruch "Verbum caro factum est" sowie dem Heiligen Michael als Seelenwäger. Links und rechts die Bischofs- und Kardinalswappen in Ovaltondi. Unten über der Plica mehrere zeitgenössische Unterschriften in blasser Sepiatinte und ein Locus Sigilli mit einem eingemalten Sternsiegel mit Kreuz "NP".

Ausgestellt wurde die Ablassurkunde den Beschützern des Wahren Glaubens ("Protector[es]") und Unterstützern der römisch-katholischen Kirche, einer Gemeinschaft von drei Personen, davon dem Erbischof von Dubrovnik (dem damaligen Ragusa), Paulus Alberus Archiepiscopus Ragusinus (auch Paulo Alveri oder Paolo Álvaro), der den dalmatischen Bischofsitz zwischen 1588 und 1591 innehatte. Der zweite Ablassspender war der Mailänder Geistliche Alfonso Ricci (gest. 26. Februar 1597), einem apostolischen Protonotar und Kleriker der Episkopalkammer ("Alfonsus Riccius, Proton[otarius] ap[ostoli]cus, Cl[er]icus [Camerae]") sowie einem römischen Patrizier mit Namen "Octavius Gabrielius Patritius Romanus". – Etwas stärker wellig, knittrig, mit kleinen Ausbrüchen, Löchlein und Einrissen und Abreibungen nahezu ohne Textverlust, von oben zwei größere Einrisse durch die Bordüre, unten wenige Braunflecke. Vielleicht etwas restaurierungsbedürftig, jedoch insgesamt ein eindrucksvolles Stück für die Ablasswirtschaft der Katholische Kirche auch schon viele Jahre nach Luther. In bibliographischen Katalogen nicht nachweisbar, sehr selten.

Rüxner, Georg
Anfang, Ursprung und Herkommen des Turniers in Teutscher Nation
Los 1134

Zuschlag
1.300€ (US$ 1,494)

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Rüxner, Georg. Anfang, Ursprung und Herkommen des Turniers in Teutscher Nation. CCXIII num. Bl., 4 Bl. Mit Holzschnittdruckermarke am Schluss, 77 (2 ganzseitigen) Wappenholzschnitten und 41 (1 doppelblattgroßen) Textholzschnitten. 31,5 x 22 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (berieben, fleckig, mit Fehlstellen und Einrissen bei den Kapitellen) mit hs. RTitel und zwei Messingschließen und vier Messingbeschlägen. Simmern, Hieronimus Rodlers, 1532.
VD16 R 3542. STC 760. Vgl. Lipperheide Tb 10. Adams II, 877. – Zweite Ausgabe des erstmals 1530 erschienen, berühmten Turnierbuchs mit den schönen Holzschnitten des Herzogs Johann II. von Pfalz-Simmern (1492-1557). Beschrieben werden 36 Turniere, abgehalten in verschiedenen Städten Deutschlands und der Schweiz, mit Nennung aller daran beteiligten Personen, was für die Genealogie des deutschen Adels und für die Heraldik von großer Bedeutung ist. "Rüxner [ist der] Verfasser der vielberufenen Schrift 'Anfang, Ursprung und Herkommen des Thurniers in Teutscher Nation' (Simmern 1530), die durch ihre fabelhaften, lügnerischen Angaben im Gebiete der Genealogie so viel Unheil angerichtet hat" (ADB XXX, 62). – Titel mit hs. Besitzvermerk der Zeit. Papierbedingt gebräunt, braun-, finger- und feuchtfleckig, mit Randläsuren, kleinen Fehlstellen sowie knickspurig.

Rüxner, Georg
Thurnier Buch
Los 1135

Zuschlag
1.200€ (US$ 1,379)

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(Rüxner, Georg). Thurnier Buch. Von Anfang, Ursachen, Ursprung, und herkommen, der Thurnier im heyligen Römischen Reich Teutscher Nation. (Teil 1 von 3). 6 nn., CCXXLIII (recte:CCXXLII), 3 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette, 80 (teils wiederholten) teils kolorierten Textholzschnitten sowie zahlreichen teils kolorierten Wappenholzschnitten von Jost Amman und Hans Bocksberger. Leder d. Z. (Rücken unter Verwendung des Ursprünglichen erneuert, berieben, fleckig) über 5 Bünden mit 2 goldgeprägten DEmblemen. Frankfurt, (Georg Rab für Sigmund Feyerabend und Simon Hüter), 1566.
VD 16 R 3544. Lipperheide 2887 Tb 10 Anm. Adams R 877. STC 760. Fairfax Murray 374. Becker, Amman 47, 8a. – Dritte Ausgabe des berühmten Turnierbuchs, die erste bei Feyerabend mit den Holzschnitten von Jost Amman und Hans Bocksberger ("HB"). Neben der Beschreibung von 36 Turnieren (mit Nennung aller Teilnehmer) sind die Holzschnitte kostümkundlich und kulturgeschichtlich besonders bemerkenswert. Das Werk ist zudem eine wichtige Quelle für Ritterwesen und Heraldik. Die Turniere fanden u. a. in Braunschweig, Göttingen, Konstanz, Nürnberg, Schaffhausen, Stuttgart, Trier und Zürich statt. – Beigebunden: Johannes von Francolin. Thunier Buch. Warhafftige Beschreibunge aller kurtzweil und Ritterspil. 4 Bl., LXXXI (recte: LXXX). Mit großer Holzchnittdrucker-Marke am Schluss, 40 Textholzschnitten, ein doppelblattgroßer teilkolorierter Tafelholzschnitt und 4 Wappenholzschnitte auf Tafeln. Frankfurt 1566. - VD16 F 2208. Nicht im Adams und STC.

Ryff, Peter
Kurtzs Handtbüchlin, und Experiment vieler Artzneyen
Los 1136

Zuschlag
1.400€ (US$ 1,609)

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Ryff, Peter. Kurtzs Handtbüchlin, und Experiment vieler Artzneyen, durch den gantzen Cörper. 8 Bl., 203 S., 1 Bl. Mit zahlreichen kolorierten Text-Holzschnitten. Titel in Rot und Schwarz. Blindgeprägtes Schweinsleder (stark berieben undgebräunt, mit ausgebesserten Fehlstellen) mit 2 Messingschließen. Frankfurt, T. Rebarth und Erben Weygand Hanen, o. J. (1570).
VD16 3958. – Frühe Auflage. Die erste Auflage erschien 1549 in Straßburg in der Offizin von Wendel Rihel. – Vorsätze erneuert. Papierbedingt gebräunt, und ersten acht Blätter mit Japan-Hinterlegungen an dern Stegen. Braun- und fingerfleckig, mit hinterlegten Fehlstellen und Einrissen.

Lot 1137, Auction  128, Sachsenspiegel, Auffs newe ubersehen, mit Summariis und newen Additionen

Sachsenspiegel
Auffs newe ubersehen, mit Summariis und newen Additionen
Los 1137

Nachverkaufspreis
1.500€ (US$ 1,724)

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Sachsenspiegel. Auffs newe ubersehen, mit Summariis und newen Additionen. Durch den Hochgelarten Herrn Christoff Zobel mit besonderm fleis zugericht. 6 nn., DXXVIII num. (recte: 540), 43 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit blattgroßem Wappenholzschnitt, Holzschitt-Druckermarke und Holzschnittvignette am Schluss. 31,5 x 20,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, Rückenbezug mit kleinerem Loch) mit hs. RTitel. Leipzig, Johann Steinmann, 1582.
VD16 D 739. – Vierte der sogenannten Zobelschen Ausgaben. "Der Sachsenspiegel ist nicht nur das älteste umfassende deutsche Rechtsbuch, sondern zugleich auch das erste große Prosawerk in deutscher Sprache und stellt somit ein für seine Zeit einzigartiges Rechts- und Sprachdenkmal dar. Mit ihm beginnt die eigentliche Geschichte des deutschen Rechts und eine deutsche Rechtswissenschaft, und die in ihm niedergelegten Rechtssätze sind so mächtig, daß sie noch nach Jahrhunderten dem eindringenden römischen Recht erfolgreich widerstehen können. Mit ihm beginnt zugleich eine geschriebene deutsche Rechtssprache, welche die bis dahin übliche lateinische schließlich zu verdrängen vermag“ (Kaspers, zitiert nach Sauer-Auvermann, Europäische Rechtsgeschichte, 1972). – Titel mit geglätteten Quetschfalten, zwei Blatt der Vorrede mit Loch im Satzspiegel (etwas Wortverlust). Etwas gebräunt und braunfleckig.

Lot 1138, Auction  128, Sadoleto, Jacopo, Epistolarum libri sexdecim

Sadoleto, Jacopo
Epistolarum libri sexdecim
Los 1138

Zuschlag
140€ (US$ 161)

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Sadoleto, Jacopo. Epistolarum libri sexdecim. Nunc multò quàm antehac unquàm diligentius recogniti, atque in lucem aediti. Eiusdem ad Paulum Sadoletum epistolarum liber unus. His insuper adiectus commentarius Antonij Florebelli vitam autoris eleganter declarans. 8 Bl., 743 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 15,5 x 9,5 cm. Grüngestrichener Pergamentband d. Z. (stärker berieben, ohne Schließbänder). Köln, Peter Horst, 1580.
VD16 S 1261. – Sechster Kölner Druck der gesammelten Briefe des italienischen Kardinals und humanistischen Gelehrten Jacopo Sadoleto (1477-1547). – Stellenweise mit verblassten Feuchtigkeitsrändern.

Lot 1139, Auction  128, Sallustius Crispus, Gaius, De L. Sergii Catilinae coniuratione, ac bello Iugurthino historiae

Sallustius Crispus, Gaius
De L. Sergii Catilinae coniuratione, ac bello Iugurthino historiae
Los 1139

Zuschlag
1.200€ (US$ 1,379)

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Sallustius Crispus, Gaius. De L. Sergii Catilinae coniuratione, ac bello Iugurthino historiae. 186 S. Mit Holzschnittvignette auf dem Titel. 11 x 7 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (Rücken fehlt, mit Fehlstellen und ohne die Messingschließen) über Holzdeckel. Lyon, Godefrid & Marcell Beringos, 1546.
Vgl. STC 392. Adams S 157. Brunet V, 85 (diverse Ausgaben bei S. Gryphius in Lyon), nicht bei Ebert, nicht bei Graesse und Schweiger. – Frühe Ausgabe des mehrfach verlegten Werkes von Gaius Crispus Sallustius (86-13 v. Chr.). – Vorderes Innengelenk offen, Titel mit hs. Besitzvermerken der Zeit. Gebräunt, braun- und fingerfleckig, knickspurig sowie mit hs. Unterstreichungen im Text.

Lot 1140, Auction  128, Schenck v. Grafenberg, Johannes, Observationum medicarum

Schenck v. Grafenberg, Johannes
Observationum medicarum
Los 1140

Zuschlag
180€ (US$ 207)

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Schenck v. Grafenberg, Johannes. Observationum medicarum, rararum, novarum, admirabilium et monstrosarum libri tertii, de partibus naturalibus. Sectio posterior... Teil VI-VII (von 7) in 1 Band. 8 Bl., 607 S., 15 Bl.; 8 Bl., 470 S., 18 Bl. 15,5 x 10 cm. Pergament d. Z. (stark berieben, fleckig und mit Wurmgängen) hs. RTitel und spanischen Kanten. Freiburg, Martin Böckler, 1596.
VD16 S 2599. VD16 S 2601. Vgl. Garrison-M. 2272. Hirsch-Hübotter V, 64. Durling 4116. Wellcome I, 5826. – Erste Ausgabe der Teile VI und VII. Der erste Teil erschien erstmalig 1584. "Schenck was the greatest compiler of his day. His, 'Observationes' from the earliest sourcebook for the pathological observations of Sylvius, Vesalius, and Columbus, and present a life-time of medical reading and experience" (G.-M.). – Innengelenke offen, etwas stock-, finger- und feuchtfleckig. Mit Unterstreichungen und Notizen im Text.

Lot 1141, Auction  128, Serlio, Sebastiano, Regole Generali di Architettura sopra le cinque maniere de gliedifici, cioè, thoscano, dorico, ionico, corintho; e composito, con gliessempi de l' antiquita, che per la maggior parte concordano con la dottrina di Vitruvio

Serlio, Sebastiano
Regole Generali di Architettura sopra le cinque maniere de gliedifici, cioè, thoscano, dorico, ionico, corintho; e composito, con gliessempi de l' antiquita, che per la maggior parte concordano con la dottrina di Vitruvio
Los 1141

Zuschlag
800€ (US$ 920)

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Serlio, Sebastiano. Regole Generali di Architettura sopra le cinque maniere de gliedifici, cioè, thoscano, dorico, ionico, corintho; e composito, con gliessempi de l' antiquita, che per la maggior parte concordano con la dottrina di Vitruvio. 76 römisch numerierte Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und zahlreichen Illustrationen, Auf- u. Grundrissen etc. in Holzschnitt. 32,5 x 23,5 cm. Moderner flexibler Pergament mit goldgeprägtem Mittelstück auf den Deckeln und Schließbändern. Venedig, Francesco Marcolini da Forli, 1540.     
Fowler 314. Kruft 80 ff. – "Second edition. The title page and illustrations are from the original blocks of the 1537 (= first) edition, with new typesetting of text and errors corrected" (Fowler). Serlio hat von seinem mehrteiligen Architekturtraktat zuerst das hier vorliegende IV. Buch veröffentlicht, weil er es für das wichtigste hielt. "Es enthält die Lehre von den fünf Säulenordnungen, die hier zum ersten Mal in der Architekturtheorie systematisiert wird. Die Ordnungen ... werden in ihren Säulenhöhen als ganzzahlige Vielfache ihres unteren Säulendurchmessers festgelegt, ebenso die Postamente. Damit ist der starre Säulenkanon entstanden, den weder die Antike noch das Quattrocento kannten. Die Herausstellung der Lehre von den Säulenordnungen durch Serlio selbst ... und ihre isolierte Publikation begründen eine Tradition, die sich in den zahllosen Säulenbüchern ... im 16. Jahrhundert niederschlägt" (Kruft). – Leicht gebräunt oder braunfleckig, untere Ecke durchgehend fingerfleckig. Num. Bl. 44-45 mit gr. Braunfleck.

Lot 1142, Auction  128, Stephanus, Henricus, Epistolia, dialogi breves, oratiunculae, poematia, Ex variis utriusque

Stephanus, Henricus
Epistolia, dialogi breves, oratiunculae, poematia, Ex variis utriusque
Los 1142

Zuschlag
320€ (US$ 368)

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Stephanus, Henricus. Epistolia, dialogi breves, oratiunculae, poematia, Ex variis utriusque (sc. Graecae et Latinae) linguae scriptoribus. Inter poematia autem est Satyra elegantissima, quae inscribitur Lis, non prius edita. 2 Bl., 276, 120 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 16,5 x 10 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (berieben). (Genf), H. Stephanus, 1577.
Renouard, Estienne 145,4. Brunet II, 1081. Ebert 6854 (unter Epistolia). Schweiger II,779. – Auswahl klassischer Muster für den kurzen und präzisen Ausdruck in den im Titel genannten Literaturgattungen. Der aus Lübeck gebürtige, früh verstorbene Ianus Gulielmus (eig. Wilms od. Wilhelms, 1555-84) war der bedeutendste deutsche Latinist des späten 16. Jahrhunderts. 1583 wandte er sich nach Paris, von den führenden französischen Humanisten wie Scaliger, Puteanus, de Thou u.a. herzlich begrüßt. "In Paris veröffentlichte er 1583 als Frucht seiner eindringenden Beschäftigung mit Plautus seine reifste Arbeit, den 'Plautinarum quaestionum commentarius'" (Bursian 241). – Beide Werke gebräunt und durchgehend etwas wasserrandig und mit teils mehreren Wurmspuren im Satzspiegel. I. gegen Ende auch moderfleckig, die letzten 3 Bl. mit alt überklebten Einrissen und etwas Textverlust. Erster Titel gestempelt (Gymnasium Zittau). – Beigebunden: Ianus Gulielmus. Plautinarum quaestionum commentarius. 16 Bl., 324 S., 5 Bl. Mit Holzschn.-Druckermarke auf dem Titel. Paris, G. Beys, 1583.

Tacitus, Cornelus
Opera Omnia quae Exstant
Los 1143

Zuschlag
170€ (US$ 195)

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Tacitus, Cornelus. Opera Omnia quae Exstant. Quorum index pagina sequenti. I. Lipsius denuò castigauit, & recensuit. 8 Bl., 600 S., 7 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 17 x 11 cm. Leder d. Z. (stark lädiert, Rücken mit großer Fehlstelle, beschabt und bestoßen). Antwerpen, Plantin 1581.
Adams T 32. STC 195. Vgl. Voet 2279B. – "Printed in the Officina Plantiniana in Leiden, but part of the edition received a title-page with Plantin's Antwerp imprint" (Voet). – Vorderes Innengelenk offen, Titel mit hinterlegter Fehlstelle (wohl radierter Besitzstempel) sowie hs. Besitzvermerken. Etwas gebräunt, mit Wurmlöchern und -gängen, knickspurig und mit hs. Unterstreichungen und Notizen im Text.

Tartaglia, Niccolò
La nova scientia con una gionta al terzo libro
Los 1144

Zuschlag
300€ (US$ 345)

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Tartaglia, Niccolò. La nova scientia con una gionta al terzo libro. 6 Bl., 34 fol. Bl., 95 S. Ohne die Holzschnitt-Tafel. 20 x 14 cm. Leder d. 19. Jahrhunderts (stark berieben, Kapitale bestoßen, am unteren Rücken Reste eines Signaturschilds) mit goldgeprägtem RSchild. (Venedig, 1546).
Nicht im KVK. Vgl. Poggendorff 1069 (Erstausgabe von 1537). – Reich illustrierte Ausgabe von Tartaglias (1499-1557) grundlegender Schrift "Nova Scientia", deren Erstdruck 1537 erschien. Es gilt als die erste veröffentlichte Abhandlung zur Ballistik überhaupt und ist somit ein Meilenstein der Bewegungslehre, die später zu den Erkenntnissen Galileis und anderer Wegbereiter führte.

Das Titelblatt zeigt einen großformatigen Holzschnitt mit dem Wappen Francesco Maria II. della Roveres, Herzog von Urbino. Darunter eine beinahe ganzseitige allegorische Darstellung, in der Tartaglia im Zentrum verschiedener - weiblich personifizierter - Wissenschaftsdisziplinen erscheint, umgeben von Autoritäten der Antike wie Euklid, Aristoteles und Platon. – Die fehlende Übersichtsstafel durch Kopie ergänzt. Innenspiegel mit zwei montierten Bibliotheksschildern (eines fast entfernt). Stockfleckig und papierbedingt gebräunt. Die letzten Lagen mit Stauchspuren am Rand. Die letzte Textabbildung mit schmalem Papierstreifen überklebt.

Lot 1145, Auction  128, Ursinus, Fulvius, Familiae Romanae quae reperiuntur in antiquis numismatibus

Ursinus, Fulvius
Familiae Romanae quae reperiuntur in antiquis numismatibus
Los 1145

Nachverkaufspreis
800€ (US$ 920)

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Ursinus, Fulvius. Familiae Romanae quae reperiuntur in antiquis numismatibus ab urbe condita ad tempora divi Augusti. 4 Bl., 403 (recte: 407) S., 6 Bl. (Index). Mit Kupfertitel (in Pag.), Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und 223 Münzkupfern im Text. 34,5 x 23,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, VDeckel mit kleinem Loch) mit ornamentaler Goldprägung auf beiden Deckeln (das Wappensupralibros auf dem VDeckel ausgeschabt) und hs. RTitel. Rom, Erben Franciscus Tramezzino, 1577.
Mortimer 330. Adams U 71. Lipsius 408. Cicognara 3027. – Erste Ausgabe. Geschichte der großen Familien im antiken Rom, mit Münzkupfern reich illustriert. Im Anhang Antonio Agustíns Libro de familiis Romanorum. Selbst aus einer bedeutenden römischen Familie stammend, betrieb Fulvio Orsini (1529-1600) historische Forschungen über antike Gemmen und Münzen. Er war u. a. Bibliothekar von Kardinal Alessandro Farnese. Seine bedeutende Sammlung von Büchern und Handschriften ging nach seinem Tod in die Vatikanische Bibliothek über. – Etwas stockfleckig, am Schluss im oberen Bug etwas feuchtrandig, Titel recto mit gestrichenem Besitzeintrag in Sepia und verso alt gestempelt. Vorderes Vorsatz alt erneuert und angerändert.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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