Pierre, Jean-Baptiste Marie
Studie eines geborstenen Baumstammes
Los 6563
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
875€ (US$ 1,006)
Studie eines geborstenen Baumstammes.
Pinsel in Grau und Schwarz, grau, braun und gelb laviert. 18,2 x 25,2 cm. Unten rechts signiert "Pierre".
Jean-Baptiste Pierre war Schüler von Charles-Joseph Natoire an der Académie Royale de Peinture et de Sculpture. Von 1770 bis 1789 war er Premier Peintre du Roy.
Provenienz: Sammlung des Frankfurter Historikers und Malers Friedrich Phillip Usener, siehe anliegendes Gutachten der Kunsthandlung J.P. Schneider jr.
Delamarre, Jacques Barthelemy - nach
Pompon: Der Schoßhund Marie Antoinettes
Los 6567
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.000€ (US$ 4,598)
nach. Pompon: Der Schoßhund Marie Antoinettes.
Pastellkreiden auf blauem Papier. 19,2 x 30,2 cm. Spätes 18. oder 19. Jh.
Die Zeichnung folgt einer der Gemäldefassungen Jacques Barthelemy Delamarres, die den Lieblingshund der französischen Königin Marie Antoinette zeigen. Die Königin besaß im Laufe der Jahre verschiedene dieser Zwergpudel, deren Fell aufwändig frisiert und gestutzt wurde und die stets auf den Namen "Pompon" hörten. Die Gegenüberstellung des Tiers mit dem Tintenfass und der Feder sowie dem Billett zeigen den miniaturhaften Wuchs des Vierbeiners. Am Hof gab es einen speziellen Diener, der eigens für die Versorgung Pompons mit Hühnchen verantwortlich war.
Provenienz: Privatsammlung Monte Carlo.
Französisch
um 1770. Kinderbildnis mit einem Geschwisterpaar und ihrem Hund beim Spiel mit Karten
Los 6568
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
12.500€ (US$ 14,368)
um 1770. Kinderbildnis mit einem Geschwisterpaar und ihrem Hund beim Spiel mit Karten.
Pastell auf blauem Papier, alt auf Leinwand kaschiert. 60,5 x 50 cm.
Das bezaubernde Pastell zeigt ein Geschwisterpaar, das gefaltete Spielkarten wie bei einem Dominospiel auf einem Tisch arrangiert. Die beiden Kinder tragen vornehme Kleider. Das Mädchen in einem rostroten Kleid mit Spitzenbesatz und einem Halsband in derselben Farbe hat ihre Hand liebevoll auf die Schulter des jüngeren Bruders gelegt. Der Knabe trägt eine blaue, mit Litzen versehene Uniformjacke und eine entsprechend blaue Zipfelmütze. Es ist ein charakteristisches Portrait des späten 18. Jahrhunderts, bei dem die Kinder wie Erwachsene dargestellt werden, lediglich die Karten verweisen auf den Spieltrieb der beiden jungen Menschen.
Deutsch
um 1790. Römische Campagna: Edelmann zu Pferde mit seinem Begleiter vor Ruinen.
Los 6570
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 862)
um 1790. Römische Campagna: Edelmann zu Pferde mit seinem Begleiter vor Ruinen.
Gouache auf Bütten, mit goldener Einfassungslinie, auf einen Untersatz montiert. 22,7 x 32,6 cm. Auf dem Untersatz ein wohl unbekanntes Sammlersignet in Bleistift "[Davidstern mit Buchstaben I] F.W.H."
Dietrich, Christian Wilhelm Ernst
Allegorie auf die Bildhauerei: Frau mit Skulptur und zwei Kindern in einer Fensternische
Los 6572
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.250€ (US$ 1,437)
Allegorie auf die Bildhauerei: Frau mit Skulptur und zwei Kindern in einer Fensternische.
Feder und Pinsel in Schwarz, Grau und Weiß auf bräunlichem Papier, alt montiert. 28,1 x 21,5 cm. Oben links signiert "C.W.E. Dietrich.".
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Deutsch
18. Jh. Actäon als Hirsch wird von seinen Hunden angefallen
Los 6573
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
350€ (US$ 402)
18. Jh. Actäon als Hirsch wird von seinen Hunden angefallen.
Feder in Schwarz und Grau, grau laviert. 19,3 x 24,8 cm. Ausführlich bez. "Histoires de L'Ovides. Histtoirre. de Acttéon qui fût Mettamorphosez en Cerf par Dianne. // Acttéon petit fils de Cadmüs a êttes dévoréz par se Chiéns pur avoir vü Dianne qui se bainnies avez se Nymphes, [sic!]".
Provenienz: Aus einer unbekannten Sammlung "+B im Kreis" (nicht bei Lugt).
Französisch
18. Jh. Blick über ein verfallenes Gehöft auf die Kuppel des Invalidendoms in Paris
Los 6575
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
125€ (US$ 144)
18. Jh. Blick über ein verfallenes Gehöft auf die Kuppel des Invalidendoms in Paris.
Schwarze Kreide auf Bütten, alt montiert. 13,8 x 21,5 cm.
Le Prince, Jean-Baptiste
Gehöft mit Bauern und einem Karren
Los 6576
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)
Gehöft mit Bauern und einem Karren.
Pinsel in Rotbraun, über Spuren von schwarzer Kreide, weiß gehöht, mit schwarzer Feder gerändert, auf alter Sammlermontage. 15 x 23,4 cm.
Le Prince studiert bei François Boucher und geht 1758 im Alter von 24 Jahren für fünf Jahre nach Russland. In Sankt Petersburg ist er wesentlich an der Innendekoration des kaiserlichen Palastes beteiligt. Auf ausgedehnten Reisen durch Russland fertigt er zahlreiche Skizzenbücher mit Sepiazeichnungen an. Laut der älteren Literatur erfindet er zu deren Vervielfältigung nach seiner Rückkehr nach Paris zwischen 1765 und 1768 die Aquatintatechnik.
Französisch
18. Jh. Männlicher Akt, sitzend nach links gewandt
Los 6577
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.750€ (US$ 3,161)
18. Jh. Männlicher Akt, sitzend nach links gewandt.
Schwarze Kreide, Rötel, weiß gehöht, auf blauem Papier, alt aufgezogen. 53,6 x 36,2 cm.
Provenienz: Sotheby's, London, Auktion am 6. Juli 2005, Los 185 (als "attributed to Charles Joseph Natoire").
Privatsammlung, Rheinland.
Deutsch
18. Jh. Blumenbouquet mit Mohn und Rosen in einer Glasvase
Los 6578
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 862)
18. Jh. Blumenbouquet mit Mohn und Rosen in einer Glasvase.
Aquarell und Deckfarben auf Karton. 28,5 x 22 cm.
Reinhold, Johann Friedrich Leberecht
Bildnis eines Mannes im grünen Rock.
Los 6580
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 575)
Bildnis eines Mannes im grünen Rock.
Gouache auf Bütten, auf einen Malkarton aufgezogen. 29,7 x 23,8 cm.
Dunker, Balthasar Anton
Gebirgslandschaft mit Wanderern bei einem Steinbrunnen
Los 6585
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
875€ (US$ 1,006)
Gebirgslandschaft mit Wanderern bei einem Steinbrunnen.
Aquarell, Feder in Schwarz und Pinsel in Grau, alt montiert. 31,2 x 23,2 cm. Am Unterrand signiert "Dunker.".
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Troll, Johann Heinrich
Landschaft mit Wanderern
Los 6586
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 575)
Landschaft mit Wanderern.
Feder in Schwarz, grau laviert, auf Sammlermontierung aufgezogen. 22,7 x 32,9 cm. Unten rechts signiert und datiert "Troll 1781".
Waser, Anna
Profilporträt einer jungen Frau in antiker Tracht
Los 6587
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
11.875€ (US$ 13,649)
Profilporträt einer jungen Frau in antiker Tracht.
Silberstift- und Pinselzeichnung auf Pergament. 15,6 x 10,6 cm. Eigenhändig bezeichnet und datiert "Anna Wasera Figurina faciebat Ao 1704".
Die Miniaturmalerin und Radiererin Anna Waser entstammte einer angesehenen Zürcher Familie. In jugendlichem Alter erhielt sie eine vorzügliche wissenschaftliche Ausbildung und bewies neben ihrer Begabung für Latein und die französische Sprache auch ihre künstlerischen Talente. Ihren ersten Malunterricht erhielt sie vor Ort bei Johann Sulzer, unter dessen Leitung das anrührende Selbstbildnis der Zwölfjährigen entstand, das sich heute im Kunsthaus Zürich befindet. Im Frühjahr 1692 ging Anna bei Joseph Werner in Bern in die Lehre, in dessen Werkstatt sie bis 1696 als einzige weibliche Schülerin verblieb. Nach ihrer Ausbildung widmete sie sich in Zürich selbstständig der Miniaturmalerei und erwarb sich in dieser Disziplin ein derartiges Renommée, dass sie 1699 als Hofmalerin an den Gräflich Solms-Braunfelsischen Hof berufen wurde. 1702 kehrte die zeit ihres Lebens unverheiratete Künstlerin nach Zürich zurück, wo sie eine sehr erfolgreiche und vielbeachtete Tätigkeit entwickelte, bis sie 1714 im Alter von erst fünfunddreißig Jahren frühzeitig verstarb. Die fein durchgeführte Zeichnung zeigt eine in klassischer Profilpose dargestellte junge Frau mit kurzen lockigen Haaren und über die Schultern gelegter Draperie. In der klaren Linienführung, der plastischen Modellierung des Gesichts und der idealisierten Ruhe des Ausdrucks verbindet sich akademische Strenge mit empfindsamer Beobachtung.Während die kurzgehaltene Frisur und die klassische Toga auf die traditionelle Ikonographie antiker Herrscherporträts verweisen, erinnern die zarte Physiognomie und die weiche Modellierung an das weibliche Schönheitsideal des frühen 18. Jahrhunderts. Das kostbare, kleine Blatt ist ein sehr seltenes Beispiel des zeichnerischen Schaffens einer Künstlerin des späten 17. Jahrhunderts.
Nathe, Christoph
Gedenkstein unter einer mächtigen Eiche
Los 6588
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,293)
Gedenkstein unter einer mächtigen Eiche.
Pinsel in Braun über Bleistift. 23 x 18,5 cm. Auf dem Stein bez. "Fametyni/Iludi/Histrmbo/Nabreli", verso von fremder Hand bez. "Nathe del.". Wz. Vanderley.
In Nathes Werk gibt es eine Reihe erfundener Ideallandschaften, die einen idyllischen und häufiger noch einen elegisch-arkadischen Charakter tragen. Damit reagierte er auf Anregungen aus dem Leipziger Kreis um seinen Lehrer Adam Friedrich Oeser, der seinerseits wieder von Salomon Gessner angeregt war. In trauernden Gestalten an Urnen, Denkmälern und Sarkophagen in abgeschiedenen Waldeinsamkeiten spiegelt sich nicht nur der Zeitgeist mit seinem Hang zu malerisch inszenierter Melancholie, sondern zugleich auch Nathes individuelle, melancholische Gemütslage, wie sich sich auch in seinen Briefen ausdrückt. Etwa acht vergleichbare Sujets des Künstlers mit Grab- und Gedenkmonumenten verzeichnet Anke Fröhlich in ihrer Monographie zu Nathe (Einer der denkendsten Künstler unserer Zeit. Christoph Nathe. 1753-1806, Bautzen 2008, Z51-Z58).
Provenienz: Aus einer unbekannten Sammlung "BS" (Lugt 414b) sowie einer weiteren unbekannten Sammlung S (nicht bei Lugt).
Karl & Faber, München, Auktion 86, 1963, Los 442.
Sammlung Walter Bauer, Fulda.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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