May, Karl. - Wild-West-Bilder. Bearbeitung und Vorwort von Patty Frank. 19 Bl. Mit 100 montierten farbigen Sammelbildchen (komplett). 17,5 x 26 cm. Farbig illustrierte OBroschur. Radebeul, Karl May-Museum, (um 1935).
Seltenes Karl-May-Sammelbilderalbum der Zigarettenmarke "Gold Dollar". – Ausgesprochen frisch und wohlerhalten.
Meißner, A(ugust) G(ottlieb). Bianca Capello. Neue Ausgabe. 2 Bände. 390 S., 1 w. Bl.; 342 S., 1 w. Bl. Mit 2 gestochenen Titeln mit Vignette und 2 gestochenen Frontispices von Geyser nach Schubert. 18 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Dyk, 1798.
Goedeke IV/1, 601, 23. – Neuauflage des zuerst 1785 ebenda erschienenen historischen Romans. – Schönes und wohlerhaltenes Exemplar aus der Bibliothek der Grafen von Schönborn-Buchheim, mit entsprechendem Wappenexlibris auf dem Innenspiegel und Bibliotheksschildchen auf dem Vorderdeckel.
Merckwürdiges Leben, Exilium
Exilium und neulicher Abschied aus Franckreich Sr. Eminentz Emanuelis Theodosii de la Tour d'Auvergne, Cardinals von Bouillon
Los 2123
Schätzung
200€ (US$ 227)
Merckwürdiges Leben, Exilium und neulicher Abschied aus Franckreich Sr. Eminentz Emanuelis Theodosii de la Tour d'Auvergne, Cardinals von Bouillon. 112 S. 15,5 x 10 cm. Modernes dunkelblaues Leinen. Leipzig, Theodor Boetius, 1710.
"Wobey zugleich die wegen seines Exilii von ihm nach Hofe, oder von Hofe an ihn geschriebene Briefe, nebst denen deßwegen ergangenen Urtheln und Verordnungen des Parlaments zu Paris zu befinden". – Ecke des Titels verso mit Papierstück hinterlegt.
Mey, Johann Heinrich
Charakterzüge, Anekdoten und besondere Lebensumstände der heiligen Elisabeth
Los 2124
Schätzung
150€ (US$ 170)
Mey, Johann Heinrich. Charakterzüge, Anekdoten und besondere Lebensumstände der heiligen Elisabeth, einer ungarischen Königstochter und vormaliger Landgräfin von Thüringen und Hessen. Während ihres Aufenthaltes auf Wartburg, bey Werda und in Marburg. VIII, 104 S. 20 x 11,5 cm. Interimsbroschur d. Z. (Gebrauchsspuren). Eisenach, Selbstverlag, 1822.
Einzige Ausgabe der frühen Biographie der Elisabeth von Thüringen, auch Elisabeth von Ungarn (1207-1231), verfasst von dem biographisch nicht weiter nachweisbaren Lehrer am Eisenacher Großherzoglichen Gymnasium Johann Heinrich Mey (1766-1842). Elisabeth war eine Tochter des Königs Andreas II. und Gertruds von Andechs und durch Heirat Landgräfin von Thüringen. Seit 1235 wird sie von der katholischen Kirche als Heilige verehrt, ferner gilt sie als Landespatronin von Thüringen und Hessen. – Stärker fleckig, anfangs auch etwas feuchtrandig. Unbeschnittenes Exemplar.
Möllhausen, Balduin. Illustrierte Romane. Herausgegeben von Dietrich Theden. 29 (statt 30) Bände. 1.-3. Serie. Mit zahlreichen Illustrationen im Text und auf teils farbigen Tafeln. 20 x 13,5 cm. Farbig illustrierte OLeinenbände (Kapitale etwas bestoßen) mit goldgeprägtem Deckel- und RTitel. Leipzig, Paul List, (1906-1913).
Kosch X, 1191. NDB XVII, 655. – Die ein Jahr nach dem Tod des bekannten Reise- und Abenteuerschriftstellers begonnene Reihe umfasst 30 Bände mit den gesammelten Romanen, die mit ihren "stilistisch herausragenden poetisierenden Naturschilderungen in der Tradition A. v. Humboldts" (NDB) noch immer lesenswert sind und belegen, dass Möllhausen ganz zu Unrecht im Schatten Karl Mays steht. – Es fehlt Band VI der Serie II. Papierbedingt gebräunt, ein Band mit etwas stärkeren Gebrauchsspuren. Band III der Serie III als Dublette beigegeben.
Nicht im KVK
(Montpezat de Redern, Henriette). Corisande von Mauleon oder Bearn im XV Jahrhundert. Aus dem Französischen übersetzt von F. Riedel. 2 Teile in 1 Band. S. III-VI, 221 S.; VI, 238 S. 17,5 x 10,5 cm. Blindgeprägter Halbleinenband d. Z. (Ecken etwas bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Potsdam, Ferdinand Riegel, 1836.
Fromm IV, 18514, – Einzige deutsche Ausgabe, nach Fromm auch die einzige deutsche Übersetzung eines der wenigen Werke der französischen Romanschriftstellerin Henriette de Trémolet de Montpezat (1739-1827), über die kaum biographische Details bekannt sind. – Es fehlt der Vortitel zu Teil I. Etwas stockfleckig, Innenspiegel mit kleinem Berliner Buchhändlerschildchen. Über den KVK kein bibliothekarischer Standortnachweis (das Exemplar der Berliner Stabi gilt als Kriegsverlust).
Moritz, Karl Philipp. Anthousa (graece) oder Roms Alterthümer. Ein Buch für die Menschheit. Die heiligen Gebräuche der Römer. XX, 427 S.; XVI, 460 S. Mit kolorierter gestochener Titelvignette und 17 Abbildungen nach antiken Gemmen auf 10 in Schwarz und Sepia kolorierten Kupfertafeln. 16,5 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas stärker berieben und mit schwachen Schabspuren, oberes Kapital bestoßen) mit RVergoldung und (etwas lädiertem) RSchild. Berlin, Friedrich Maurer, 1791.
Goedeke V, 491, 8, 14. Rümann 763. Borst 654. – Erste Ausgabe von Moritz' altertumskundlichem Hauptwerk, in welchem er die Sitten und Gebräuche der Römer schildert und das auf seine sonntäglichen Vorlesungen als Professor in Berlin zurückgeht. Eine der wesentlichsten Schriften für die Herausbildung des ästhetischen Klassizismus in Deutschland. Die dekorativen Kupfer sind nach antiken geschnittenen Steinen und anderen Denkmälern des Altertums in der Art der griechichen Vasenbilder in verschiedenen Ockertönen auf schwarzem Grund koloriert. 1796 erschien noch ein zweiter, von Moritz nicht vorgesehener und posthum herausgegebenen Teil, verfasst von Friedrich Rambach. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, Innenspiegel mit modernem Exlibris.
Obscuranten-Almanach auf das Jahr 1800
Herausgegeben von Georg Friedrich Rebmann
Los 2128
Schätzung
120€ (US$ 136)
Obscuranten-Almanach auf das Jahr 1800. (Herausgegeben von Georg Friedrich Rebmann). XVI, 4 Bl., 355 S., 2 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und gestochenem Titel mit Vignette. Illustrierter OUmschlag (Randknicke, Rücken etwas lädiert). Paris, Gérard Fuchs, (1799).
Köhring 92. Lanckoronska-R. 200f. Goedeke V 547, 6, 13. Hayn-Gotendorf V 443f. – Der letzte der in drei Jahrgängen erschienenen Rebmannschen Obscuranten-Almanache. Wie seine Vorgänger ein Meisterwerk der politischen Agitation. Mit Berichten über die Mainzer Republik und literarische Fehden mit dem Großverleger Bertuch. Ferner über das reaktionäre Österreich etc. – Unbeschnitten, daher mit stärkeren Randknicken, die letzten 2 Blatt unaufgeschnitten. Frontispiz recto mit hs. Nummerierung und kleinem Wasserfleck. Insgesamt kaum gebräunt und braunfleckig, wohlerhalten in dem Original-Umschlag.
(Pezzl, Johann). Marokkanische Briefe. Aus dem Arabischen. 232 S. Mit gestochener Titelvignette. 17 x 10,5 cm. Leder d. Z. (berieben) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung. Frankfurt und Leipzig (d. i. Wien) 1785.
Goedeke V, 506, 7, 2 (dort irrig unter dem Titel Maccaronische Briefe). Kosch XI, 1165. Hayn-Gotendorf I, 464. ADB XXV, 578. Holzmann-Bohatta I, 7958. – Seltene zweite Ausgabe der zuerst 1784 erschienenen satirisch-moralisierenden Schrift, "mit Ausfällen gegen Mönchsthum, Jesuiten, Ohrenbeichte, Recensenten-Unwesen etc." (H.-G.). Der Wiener Schriftsteller und radikale antiklerikale Aufklärerer Johann Pezzl (1756-1823 in Wien) wuchs als Sohn als Klosterbäckers auf und verbrachte angeblich einige Zeit als Benediktinernovize im Kloster. Aus dieser Zeit stammen seine vom Josephinischen Geist durchwehten Briefe aus dem Noviziat (Zürich 1780-83), in denen er auf schärfste satirische Weise das Mönchsleben schildert. "In demselben freisinnigen Geiste verfaßt sind des Autors 'Marokkanische Briefe. Aus dem Arabischen' (Frankfurt und Leipzig 1784), in welchen nicht nur gegen das Mönchthum geeifert wird, sondern worin auch viele andere Einrichtungen und sociale Zustände im Staate, welche dem Wesen des Zeitgeistes zuwider sind, lächerlich gemacht und mit beißender Satyre behandelt werden. Montesquieu’s 'Lettres Persanes' scheinen Pezzl bei der Abfassung dieser Briefe vorgeschwebt zu haben, welche als von einem Mitgliede der im Jahr 1783 in Wien anwesenden marokkanischen Gesandtschaft verfaßt in der Vorrede erklärt werden" (ADB). – Innenspiegel mit montiertem Exlibris. Titel gestempelt. Vor allem am Anfang und am Schluss stockfleckig.
Phaedrus. Liberti fabularum Aesopiarum libri V. Notis illustravit in usum serenissimi principis Nassauii David Hoogstratanus. 15 Bl., 160 S., 42 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel von P. Boutats nach J. Goerée, gestochener Titelvignette, gestochenem Portrait von P. van Gunst nach B. Vaillant, 17 Kupfertafeln, 9 gestochenen Initialen sowie 37 gestochenen Textvignetten von Jan van Vianen. 26,5 x 19,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, etwas geworfen sowie ohne die Verschlussbändchen) mit goldgeprägtem Emblem auf den Deckeln. Amsterdam, François Halma, 1701.
Sander 1543. Ebert 16589. Dibdin II, 280. Bodemann 94.1. Landwehr 247. – Erste Ausgabe. Kat. Fabula docet 42: "Prachtausgabe von 94 Phaedrus-Fabeln und als Anhang fünf Fabelbearbeitungen des Polyhistors Marquard Gude (1635-1689). Der von seinem Herausgeber, dem Rotterdamer Schriftsteller David Fransz van Hoogstraten (1658-1724) äusserst kostbar gestaltete Band ist dem nassauischen Prinzen Johann Wilhelm Friso (1687-1711) gewidmet, dessen Bildnis als Faltkupfertafel der Widmungsvorrede vorausgeht." – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Etwas braun- und fingerfleckig, vereinzelt mit Randläsuren, sonst wohlerhalten.
Pope, Alexander. Essai sur l'homme. Traduction françoise en prose par M. S(ilhouette). Nouvelle edition. Avec l'original anglois. XXIV, 116 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz (in Pag.), gestochener Titelvignette, gestochenem Portrait, 4 Kupfertafeln und 15 gestochenen Vignetten. 25 x 21,5 cm. Halbleder d. Z. (Rücken berieben, Deckelbezüge erneuert) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Lausanne und Genf, Marc-Michel Bousquet, 1745.
Cohen-Ricci II, 815f. Sander 1592. BMC XX, 683, 122. – Frühe Prosa-Ausgabe mit englisch-französischem Paralleltext. Prächtig illustriertes Rokokowerk mit den großformatigen Kupfern und Vignetten nach Delamonce von Soubeyran und Gallimard sowie dem Portrait des Markgrafen Karl Friedrich von Baden, gestochen von Wille nach Gillibaud und dem Portrait des Verfassers als Titelvignette von Wille nach Kneller. – Anfangs und am Schluss im Bug mit kleiner Wurmspur. Wenige Blatt etwas gebräunt, vereinzelte geringe Flecken. Großzügiger Druck auf festerem Bütten, mit gestochenem Wappenexlibris auf dem Innenspiegel.
Rache der Untreue [und:] Der Pantherjäger
Zwei Bänkelgesänge als Einblattdrucke
Los 2132
Schätzung
350€ (US$ 398)
Nicht im KVK
Rache der Untreue, oder die schreckliche Begebenheit von dem spaniolischen Grafen Don Leo Harto, welcher seine Geliebte, ihren Bräutigam, ihren Vater und sich in der Kirche am Traualtar erschossen hat, am 23. Juni 1862. [Und:] Der Pantherjäger aus den letzten Ereignissen der Greuelscenen in Syrien. 4 S. (gefalzter Foliobogen; ohne Einband). Mit 2 Holzschnittvignetten. 30,5 x 23 cm. Landshut, J. F. Rietsch, (um 1865).
Zwei seltene Bänkelgesänge als Einblattdrucke, die hier noch zusammen auf einem gefalzten Foliobogen aus der Landshuter Winkeldruckerei von J. F. Rietsch vorliegen, verfasst im typisch sensationsgeleiteten Duktus des Genres. Am Schluss des ersten Drucks mit zwei sechs- bzw. dreistrophigen Moritaten, in denen die dramatische Handlung besungen wird. – Mit schwachen Randknicken und kleinen Einrissen, des erste Blatt mit unbedeutender Fehlstelle im Falz (ohne Textverlust). Kein bibliothekarischer Standortnachweis der beiden Drucke im KVK.
Recke, Elisa von der
Nachricht von des berüchtigten Cagliostro Aufenthalte in Mitau + Beigabe
Los 2133
Schätzung
250€ (US$ 284)
Recke, Elisa von der. Nachricht von des berüchtigten Cagliostro Aufenthalte in Mitau im Jahre 1779, und von dessen dortigen magischen Operationen. XXXII, 168 S. 18,5 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (berieben und etwas fleckig) mit 2 Papier-RSchildern. Berlin und Stettin, Friedrich Nicolai, 1787.
VD18 11359455. Goedeke V, 456, 3. – Erste Ausgabe der berühmten Enthüllungsschrift, in der Elisa von der Recke (1754-1833) den berüchtigten Hochstapler, Glücksritter, Spieler und Betrüger Graf Cagliostro (1743-1795) attackierte und die weit über Deutschland hinaus Beachtung fand. Cagliostro gilt heute als eine der schillerndsten Personen seiner Zeit, dem es auf seinen zahlreichen Reisen quer durch Europa gelang, das Vertrauen vieler einflussreicher Persönlichkeiten zu gewinnen und diese mit hochstaplerischen Schaumschlägereien zu betrügen. – Titel verso alt gestempelt (Stempel der 1805 gegründeten, bis 1933 bestehenden Leipziger Freimaurerloge "Apollo"; teils etwas fleckig. – (Stefano Antonio Marcello). Kurzgefaßte Beschreibung des Lebens und der Thaten des Joseph Balsamo oder sogenannten Grafen Kagliostro, gezogen aus dem wider ihn zu Rom 1790 angestellten Prozesse: zur Beleuchtung der wahren Beschaffenheit der Freimaurersekte. 4 Teile in 1 Band. 86,40, 112, 23 S. 17,5 x 11 cm. Pappband d. Z. (lädiert, fleckig, ohne Rücken, starke Gebrauchsspuren). Augsburg, Johann Nepomuk Styr, 1791. - VD18 10684107. - Wohl die erste deutsche Ausgabe der von Stefano Antonio Marcello verfassten zeitgenössischen Biographie des berüchtigten Hochstaplers. - Titel gestempelt und zur Hälfte gelöst. Fleckiges Exemplar.
Reisen eines Königs von N***. 2 Bl., 278 (recte: 274) S., 1 Bl. 16,5 x 9,5 cm. Schlichter Pappband d. Z. (etwas fleckig) mit goldgeprägtem RSchild. "Im Syrius" (d. i. Hirschberg, Ussner, 1791).
VD18 10183159. Weller I, 149. Nicht bei Holzmann-Bohatta. – Seltene einzige Ausgabe des anonymen staatskritischen Schlüsselromans, laut Vorrede eine Übersetzung aus dem Französischen. Beschreibt die Reisen und Erlebnisse des Königs Meles durch sein Land Lydien. – Etwas gebräunt oder braunfleckig.
Retcliffe, John (d. i. H. O. F. Goedsche). Historisch-politische Romane. Durchgesehen und herausgegeben von Ernst Goetz. 36 Bände (statt 40; es fehlen die Bände XIX-XXII). 18,5 x 12,5 cm. OLeinen (berieben und bestoßen, einige Bände mit etwas stärkeren Gebrauchsspuren) mit reicher Gold- und Braunprägung mit Jugendstil-Ornamentik. Berlin, Karl Voegel bzw. Verlagsgesellschaft, (um 1920). - Papierbedingt gebräunt, teils mit Gebrauchsspuren.
Rietmann, Friedrich. Charades etc. Notizen. Deutsche Handschrift auf Bütten-Papier. 45 Bl., davon 2 vacat. Schrift: Kurrent-Schrift. 21,5 x 17 cm. Pappband d. Z. (Rücken etwas lädiert). (Schweiz, um 1850).
Enthält in einer sauberen, gut lesbaren Handschrift mehrere Gedichte (Die äolische Harfe, Das Gewitter, Die Erscheinung, Meiner L. u. ä.) und in einem zweiten umfangreicheren Teil ca. 40 Rätsel und Scharaden sowie ein Palindrom und ein Abschlussblatt mit Auflösungen. Eines der Gedichte ist dem "Schützenmeister C. E. Rietmann in St. Gallen" gewidmet, das einem Eintrag im Historischen Familienlexikon der Schweiz folgend, auf den Verfasser Friedrich Adolf Rietmann schließen lässt, der 1804 in St. Gallen geboren wurde. – Teils minimal stockfleckig, insgesamt wohlerhalten.
Nicht im KVK
Robert, Clementine. Die Gräfin von Lussan. S 3-215. 15 x 11 cm. Blindgeprägter Leinenband d. Z. (berieben, Ecken bestoßen, Rücken mit Einriss am oberen Kapital) mit goldgeprägtem RTitel. Duisburg, F. H. Nieten, 1862.
Nicht bei Fromm (vgl. 22075f.) – Erste deutsche Ausgabe der anonym erschienenen Übertragung aus dem Französischen. Die aus Mâcon in der Nähe von Lyon stammende Schriftstellerin Antoinette Henriette Clémence Robert (1797-1872) gilt gemeinsam mit Virginie Ancelot als die beliebteste Autorin des französischen Volksromans in den Jahren zwischen 1855 und 1870. Sie verfasste verschiedene historische Romane, Gedichte und Theaterstücke. Gemeinsam mit Camille Leynadier gab sie eine Biograpie von Guiseppe Garibaldi heraus, ihr bekanntestes Werk ist eine Kurzgeschichte über den preußischen Offizier Friedrich von der Trenck. – Es fehlt das erste Blatt (wohl der Vortitel; Text komplett). Etwas gebräunt, Titel mit Fehlstelle im weißen Rand. Erste Lage gelockert, Block verschoben. Über den KVK lediglich ein Standortnachweis der ein Jahr später erschienenen Ausgabe, die als Band II in der Reihe Novellen-Bibliothek in Bockenheim bei Strauß erschien. Der vorliegende deutsche Erstdruck ist bibliographisch nicht nachweisbar.
Rost, Johann Christoph. Zwey Schäfer-Spiele. Neue verbesserte Auflage. 93 S. 16,5 x 10 cm. Moderner Pappband. Kempten, Frankfurth und Leipzig, Carl G. B. Fritsch, 1775.
Nicht im Goedecke und Brunet. – Seltenes Werk in zweiter Auflage. Enthalten sind die beiden Theaterstücke "Doris, oder die zärtliche Schäferin" und "Der versteckte Hammel" von Johann Christoph Rost (1717-1765). – Etwas braun- und fingerfleckig, durchgehend mit kleinen Wurmlöchern.
Rousseau, Jean-Jacques. Émile, ou de l'éducation. 4 Bände. Titel in Rot und Schwarz. Mit 5 Kupfertafeln nach Eisen. 19 x 12,5 cm. Marmorierte Kalbslederbände d. Z. (etwas beschabt und berieben) mit ornamentaler RVergoldung, je 2 goldgeprägten RSchildern (Band II fehlt eines) und dreifachen Deckelfileten. "A La Haye, Chez Jean Néaulme" (d. i. Paris, Duchsene), 1762.
McEachern, L'édition originale de l'Émile, in: Bulletin du Bibliophile, 1987-1, S. 20ff (Nr. 1A). – Erster Druck der ersten Oktavausgabe. Rousseau (1712-1778) ließ den Erstdruck des Émile in zwei verschiedenen Formaten (12mo und 8vo) von ein und demselben Stehsatz herstellen. Die strittige Frage nach der Priorität beider Drucke beantwortet McEachen durch den Vergleich von Druckfehlern und Auswertung von Rousseaus Korrespondenz mit dem Ergebnis, dass der Text der Ausgabe in Duodez vor dem der Oktavausgabe gedruckt wurde. Titel und Vorstücke wurden jedoch zuerst in Oktavo gesetzt und gedruckt, so dass die Oktavausgabe, trotz späteren Drucks, zuerst an die Öffentlichkeit gelangte.
"Im Sommer 1762 erschien kurz vor dem Contrat Social Rousseaus Emile oder über die Erziehung. Der Roman löste einen europaweiten Skandal aus. In Paris wurde der Emile sogleich verboten und selbst in Genf wurde das Werk kurz danach, am 19. Juni 1762, auf den Index gesetzt und öffentlich verbrannt. Sein Autor, der sich auf dem Titelblatt stolz als 'citoyen de Genève' bezeichnet hatte, war hier wie in Frankreich mit Verhaftung bedroht, der er nur durch rasche Flucht in die Schweiz entgehen konnte. Sicherheit fand er schließlich in der preußischen Enklave Neuchâtel. Gegen den zentralen Vorwurf, der Emile, vor allem sein IV. Buch mit dem 'Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars' und dem Plädoyer für natürliche Religion, versündige sich gegen Religion und Kirche, verteidigte sich Rousseau 1763 in dem ausführlichen und rhetorisch meisterhaften 'Brief an Herrn von Beaumont', den Erzbischof von Paris, Christoph de Beaumont, der ihn 1762 öffentlich verurteilt hatte. Das blieb zunächst ohne Erfolg, auch in Genf galt er weiterhin als gefährlicher Denker, so dass Rousseau, tief enttäuscht, auf sein Bürgerrecht verzichtete" (Kindler). – Es fehlt in Band III das Vakat-Blatt nach Seite 357. Breitrandiges und kaum fleckiges Exemplar.
Runge, Philipp Otto. Hinterlassene Schriften. Herausgegeben von dessen ältestem Bruder (J. D. Runge). 2 Bände. 2 Bl., 435 S.; XII, 554 S., 1 Bl. (Errata). Mit einem Selbstbildnis von Runge, lithographiert von Speckter, zusammen 7 (1 gefaltet) lithographischen Illustrationen nach Runge von Speckter und gefalteter Musikbeilage. 215 x 13,5 cm. Neuerer marmorierte Pappbände mit goldgeprägtem RSchild. Hamburg, Perthes, 1840-1841.
Goedeke VI 48, 2. Ehmcke-Hobr. 18. Rümann 2177. Borst 1961. – Erste Ausgabe dieser wichtigen Quellensammlung zu Runges Leben und Werk sowie seinen Kontakten zu den deutschen Romantikern. Enthält die beiden plattdeutschen Märchen vom Machandelboom und vom Fischer und syne Fru. Der zweite Teil mit der Korrespondenz enthält auch den Briefwechsel mit Goethe über dessen Farbenlehre. Die ornamentalen Lithographien zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen romantischer Symbolsprache. Die Musikbeilage enthält die "Hymne" der Romantiker, Die Blume der Blumen mit Text von Runge zu einer Melodie von Luise Reichard. Mit dem Subskribentenverzeichnis in Band II und dem Erratablatt. – Mal mehr, mal weniger stockfleckig.
Saint-Pierre, Jacques-Henri Bernardin de
Paul et Virginie. Konvolut von 6 kolorierten Kupferstichen
Los 2141
Schätzung
800€ (US$ 909)
Saint-Pierre, Jacques-Henri Bernardin de. Paul et Virgine. Konvolut von 6 kolorierten Kupferstichen von J. Duthé nach Michel Lambert. 32,5 x 38,5 cm (Plattenrand). Unter Glas in goldgeprägter Holzprofilleiste. Paris, Tessari, um 1840.
Wunderbare Stiche zu der Tragödie von Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737-1814). Mit den Szenen "Le Naufrage de Virgine", "Les adieux de Virgine", "Paul et Virginie surpris par la pluie", "Le repos de Virgine", "Paul et Virginie avec l Gouverneur" und "Paul et Virginie retrouvés". – Teils etwas lichtrandig, braunfleckig und minimal feuchtrandig. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.
Sammelband
mit 6 Ausgaben verschiedener Frankfurter Mundartstücke
Los 2142
Schätzung
250€ (US$ 284)
Sammelband mit 6 Ausgaben verschiedener Frankfurter Mundartstücke. 16 x 10 cm. Moderner Pappband mit goldgeprägtem RSchild. Frankfurt, verschiedene Verlage, 1833-1838.
I. (Karl Malss). Die Entführung oder der alte Bürger-Capitain. Ein frankforter heroisch-borgerlich Lustspiel in zwei Aufzügen. Vierte vermehrte Auflage. XV S., 1 Bl., 133 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1833. - II. (Derselbe). Herr Hampelmann oder die Landparthie nach Königstein. Frankfurter Lokal-Skizze in vier Bildern. Dritte Auflage. VI S., 1 Bl., 80 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Ebenda 1836. - III. (Friedrich Wilhelm von Hoven). Hampelmann's Bad- und Reiseabentheuer. Lokal-Posse in zwei Abtheilungen. 2 Bl., 118 S. Frankfurt, Döring, 1839. - IV. (Karl Malss). Die Jungfern Köchinnen. Lokalposse in einem Act. XII, 81 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1836. - V. (Wilhelm Sauerwein). Der Gräff, wie er leibt und lebt. Eine wahrhaftige Schulscene, aus den Papieren eines Erstklässers. Dritte vermehrte Auflage. 35 S. Mit lithographischer Tafel. Frankfurt, Carl Körner, 1834. - VI. Gräff und die Schuljugend im Grünen. Ein Seitenstück zum Gräff wie er leibt und lebt. 68 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Ebenda 1838. – Teils etwas fleckig.
Schiller, Friedrich
Kleinere prosaische Schriften. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1792-1802. - Erste Buchausgabe
Los 2143
Schätzung
240€ (US$ 273)
Schiller, Friedrich. Kleinere prosaische Schriften. Aus mehreren Zeitschriften vom Verfasser selbst gesammelt und verbessert. 4 Bände. 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1792-1802.
Goedeke V, 150, 1. Marcuse 123, 187, 199, 222. – Erste Buchausgabe der philosophischen und ästhetischen Schriften Schillers, enthält u. a. die bedeutenden Abhandlungen Über die ästhetische Erziehung des Menschen, Über das Erhabene und Über Anmut und Würde. – Leimschattig, sonst nur vereinzelte geringe Flecken. Dekorativ gebunden.
Schiller, Friedrich
Sammlung von 4 Musenalmanachen für die Jahre 1796 bis 1800. Verschiedene Orte und Verlage, 1795-1799
Los 2144
Schätzung
450€ (US$ 511)
Schiller, Friedrich. Sammlung von 4 Musenalmanachen für die Jahre 1796 bis 1800. 4 Bände. Klein-Oktavo. Verschiedene Einbände, verschiedene Orte und Verlage, (1795-1799).
I. Musen-Almanach für das Jahr 1796. Mit gestochenem Frontispiz und 8 gefalteten Musikbeilagen. Etwas späterer Halbleinenband (berieben und bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung. Neustrelitz, Michaelis, (1795). - Etwas stockfleckig, die erste Musikbeilage stärker betroffen. - II. Musen-Almanach für das Jahr 1797. Mit gestochenem Frontispiz und 8 gefalteten Musikbeilagen. Halbleder d. Z. (berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Tübingen, Johann Georg Cotta, (1796). - Mit Gedichten von Goethe, Schiller, Kosegarten u.a. sowie am Schluss mit den "Xenien". - Wohlerhalten. - III. Musen-Almanach für das Jahr 1799. Mit gestochenem Frontispiz. Halbleder d. Z. (stärker berieben). Ebenda (1798). - Mit Erstdrucken u. a. von Schiller (Das Glück, Die Bürgschaft, Des Mädchens Klage u.a.), Goethe (Die Metamorphose der Pflanzen, Amyntas, Euphrosyne u.a.) und Hölderlin (Sokrates und Alcibiades, An unsere Dichter). - Titel mit gelöschtem Besitzeintrag, einige Lagen stärker gebräunt. - IV. Musen-Amanach für das Jahr 1800. Mit 5 Kupfertafeln. Illustrierter OPappband (Rücken etwas lädiert). Ebenda (1799). - Mit Erstdrucken von Amalie von Imhof, Kosegarten, Herder, Schiller (Lied von der Glocke, Spruch des Konfuzius, Die Erwartung) u. a. - Titel und Schlussblatt etwas gebräunt.
Constant de Rebecque, B. de und Schiller, Friedrich von
Wallstein, tragédie en cinq actes et en vers
Los 2145
Schätzung
180€ (US$ 205)
Schiller, F. - Constant de Rebecque, B. (de). Wallstein, tragédie en cinq actes et en vers, précédée de quelques réflexions sur le théatre allemand, et suivie de notes historiques. 2 Bl., LII, 214 S., 1 Bl. 22 x 14 cm. Interimsbroschur d. Z. (mit Gebrauchsspuren) in moderner Pappkassette mit goldgeprägtem RSchild. Genf, J. J. Paschoud, 1809.
Courtney (Constant) 9 a. Cioranescu 20699 (Pariser Adresse). – Erste Ausgabe der Bearbeitung, gleichzeitig auch bei Paschoud in Paris erschienen. Seltsamerweise ist Schillers Name auf dem Titelblatt nicht genannt, obwohl die historisch-kritische Einleitung keinen Zweifel daran ließ, dass das Werk eine Bearbeitung der deutschen Bühnendichtung sein sollte und wollte. Aber unbewusst hatte Constant damit an seiner Arbeit selbst die richtigste Kritik geübt; denn unschillerischer kann nicht leicht etwas sein als dieser dramatische Wechselbalg deutschen und französischen Bühnenstils. – Lage 5 (S. 67-82) irrtümlich nach S. 98 eingebunden. Gering fleckig, unbeschnitten.
Schlegel, Friedrich von. Philosophie des Lebens. In funfzehn Vorlesungen gehalten zu Wien im Jahre 1827. 2 Bl., 482 S., 1 Bl. 19,5 x 13 cm. Pappband d. Z. (Ecken etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Wien, Carl Schaumburg, 1828.
Goedeke IV/1, 26, 36. Borst 159. – Erste Ausgabe seines Spätwerks. – Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.
Schlichtegroll, Friedrich von
Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen
Los 2147
Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)
Schlichtegroll, Friedrich von. Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen, (ab Jg. 5:) verstorbener Deutschen. Jg. 1-8, 10 und 1 Supplementband (für 1790-1793) in zusammen 19 Bänden. 16 x 9,5 cm. Pappbände d. Z. mit roten RSchildern (gering bestoßen, Deckel etwas berieben, bis Jg. VII/1 die illustr. OU. eingebunden). Gotha 1791-1805.
ADB XXXI, 185. Wolffheim II, 578. – Der ursprüngliche Gedanke, "die hervorragenden Männer aller Culturvölker berücksichtigen zu wollen" (ADB), erwies sich bald als undurchführbar; Schlichtegroll beschränkte sich daher auf Deutschland. Erschien bis 1805. In Jg. II/2, S. 82-112, findet sich die erste Biographie Mozarts - "Sehr seltene Quellenschrift, der erste biograph. Versuch" (Wolffheim). – Vereinzelt gering gebräunt. Provenienz: Dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek des Grafen von Schönborn-Buchheim, mit entsprechendem gestochenen Exlibris auf den Innenspiegeln und Signaturenschild auf dem Vorderdeckel.
Schnorr von Carolsfeld, Julius
Sechs Bilder aus Ariosto's Rasendem Roland
Los 2148
Schätzung
350€ (US$ 398)
Schnorr von Carolsfeld, Julius. Sechs Bilder aus Ariosto's Rasendem Roland. 3 Bl. (Erläuterungen). Mit gestochenem Titel, gestochenem Widmungsblatt und sechs lithographischen Tafeln von Joseph Völlinger nach Julius Schnorr. 41 x 53 cm. Halbeder d. Z. (leicht fleckig und berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild, Deckelbordüre und kleinen goldgeprägten Kronen als Eckfleurons. Karlsruhe, Johannes Velten, (1833).
Seltene einzige Ausgabe der im Querfolioformat erschienenen prächtigen Illustrationsfolge. – Die Erläuterungsblätter etwas stockfleckig, die Tafeln nahezu fleckenfrei. Sehr schönes und dekorativ gebundenes Exemplar.
Schöchlin, Karl. Satyr's weibliche Tafelrunde. Charaktere und Bilder aus der Frauenzimmerwelt. 70 S., 1 Bl. (Errata). 18 x 11 cm. OBroschur (leichte Knickspuren, vordere rechte Ecke defekt, mit hs. RSchild). Karlsuhe, Th. Gerbracht, 1852.
Kosch XVI, 13. – Einzige Ausgabe der zwölf sarkastisch-fiktiven Portraits verschiedener "Frauentypen" der 48er Revolutionsgesellschaft, sämtlich in Versen. Darunter Thekla Prahler, die Künstlerin, Sophie Denker, das gebildete Mädchen oder Theudelinde Rappelmüller, die Demokratin ("den ganzen Tag spricht sie nur von der Linken ... aufs Volkswohl möchte sie mit Hecker trinken"). Letztes bei Kosch verzeichnetes Werk des biographisch nur spärlich bekannten Geschichtenschreibers und Dramatikers Karl Friedrich Schöchlin (1820-1870; Geburtstage und -orte jeweils unbekannt), der zeitweilig als Redakteur beim Badischen Beobachter angestellt war. Im Anhang "Die zwölf Monate als Frauenzimmer". – Etwas stockfleckig, Titel mit Stempel der Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen. Über den KVK nur ein Exemplar in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe nachweisbar.
Ein Künstlerleben auf 650 cm
Schwind, Moritz von. Die Lachner-Roller. 13 S. Textheft. Erläuternder Text von Otto Weigmann. 13 S. (Begleitheft) und teilkoloriertes Leporello (Maße: 15 x ca. 650 cm, vollständig auf Gaze montiert). Broschur und OHalbleinenband mit goldgeprägtem Deckeltitel. München, Franz Hanfstaengl, (1904).
Weigmann, Schwind 444ff. – Einzige Ausgabe dieser außergewöhnlichen Hommage an den Münchner Hofkapellmeister und Komponisten Franz Lachner (1803-1890). Moritz von Schwind übergab selbigem zu dessen 25jährigen Amtsjubiläum als Präsent eine gezeichnete Papierrolle, auf der er "mit ergötzlichem Behagen die einzelnen Episoden seines Lebens, von der Wiege bis zur Gegenwart, zu einem reizvollen poesieverklärten Gesamtbild verwoben" hatte, ein curriculum vitae, "wie es so lebendig und warmherzig keinem seiner literarischen Biographen gelingen konnte" (Begleitheft S. 3). Die monumentale Papierrolle im Format von 22,5 cm x 1250 cm ist hier etwa auf die halbe Originalgröße verkleinert und als Leporello gestaltet, was den imposanten Eindruck in aufgefalteter Form aber kaum schmälert. – Titel vom Begleitheft leicht fleckig, insgesamt wohlerhalten.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2024 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2022 Galerie Gerda Bassenge