Kolportage. - Kraft, Robert. Wir Seezigeuner. Illustrierte Ausgabe. 5 Bände. Mit zahlreichen Textillustrationen. 18 x 12 cm. Illustrierte OHalbleinenbände (etwas fleckig und berieben). Dresden-Niedersedlitz, Gustav Haring, (1927).
Braatz 58.5. Vgl. Kosch-Nagl 1460. – Erste Ausgabe mit dem Impressum von Gustav Haring, die Erstausgabe der "Erlebnisse des Steuermanns Richard Jansen aus Danzig" (so der Untertitel der parallel erschienenen Broschurausgabe) erschien in Lieferungen 1907 bei Münchmeyer. Robert Kraft (1869-1916), in Leipzig geborener Abenteurer und Weltreisender, verfasste im Auftrag des Dresdner Münchmeyer-Verlags ab etwa 1896 etliche Kolportageromane, später folgte eine Vielzahl von phantastischen sowie Kriminal- und Abenteuerromanen. Die schönen Verlagseinbände mit dem Segelschiff in schwerer See auf den Vorderdeckeln und dem Signet Anker mit Tampen auf den schwarzen Leinenrücken. – Papierbedingt gebräunt, Blöcke etwas verschoben. Titel und Innenspiegel mit Besitzstempel des Züricher Journalisten und Illustrators Karl Schaffner.
Kolportage. - Mylius, Otfried (d. i. K. Müller). Neue Londoner Mysterien. Ein Sittengemälde der Gegenwart. 4 Bände. 20 x 13,5 cm. Leinen d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, Rücken mit Spuren alter Etiketten). Stuttgart, Emil Ebner, 1867.
Kosch-Nagl 903 – Erste Ausgabe. Mylius' "im Gartenlaubenstil verfaßte Novellen und Romane fanden bei dem Leserkreis der von ihm redigierten Zeitschriften viel Beifall" (ADB XVIII, 436). – Etwas gebräunt und stockfleckig
Kolportage. - Pitawall, Ernst (d. i. E. H. v. Dedenroth). Die schwarze Dame von Pest und des großen Börsenkrachs Opfer oder Die blutigen und unblutigen Gauner auf und außerhalb der Wiener Weltausstellung. Roman aus der Jetztzeit. 1439 S. (statt 1440). 20,5 x 12,5 cm. Halbleinen d. Z. (fleckig und berieben) mit hs. RSchild. Berlin, Werner Große, (1874).
Kosch-Nagl 1175. – Erste Ausgabe des historischen Sensationsromans. – Es fehlt das Schlussblatt, wohl mit Verlagsanzeigen. Der Text ist komplett. Titel mit vertikaler Quetschfalte, das Schlussblatt breit hinterlegt. Papierbedingt gebräunt.
Kolportage. - Reinfels, C. (d. i. E. A. König). Pistole u. Feder oder: Ein Kampf auf Tod und Leben. Romantische Erzählung der Gegenwart. 1152 S., 1 Bl. 23,5 x 14,4 cm. Halbleder d. Z. (stärkere Gebrauchsspuren). Köln, Gustav Düster, (1874).
Kosch-Nagl 953. – Erste Ausgabe des seltenen Kolportageromans. Der Verfasser Ewald August König (1833-1888) gilt als einer der ersten modernen deutschen Krimiautoren. – Papierbedingt etwas gebräunt und stockfleckig, letzte Lage lose und mit kleineren Randläsuren.
Nicht im KVK
Kolportage. - Retcliff, (E.). Mara die schöne Bulgarin oder Geheimnisse von Sofia. Historischer Roman aus der Gegenwart. 1924 S. in 2 Bänden. 22 x 15 cm Halbleinen d. Z. (etwas berieben und angestaubt). Dresden, Adolph Wolf, (1866-1867).
Kosch-Nagl 810. – Einzige Ausgabe des seltenen Kolportageromans. – Papierbedingt etwas gebräunt und stockfleckig, Band I anfangs mit Tintenklecks. Kein Nachweis über den KVK.
Kyaw, Friedrich Wilhelm (Pseud. Gregander). Merckwürdiges Leben und Thaten des weltberühmten Königl. Pohln. und Churfürstl. Sächsischen General-Lieutenants bey der Infanterie, und Commendanten der Vestung Königstein, Friedrich Wilh(elm) Frey-Herrns von Kyau. Mischauflage. 3 Teile in 1 Band. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Portrait und 6 Kupfertafeln. 17,5 x 10 cm. Leder d. Z. (gering berieben und bestoßen) mit reicher ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Cölln (d. i. Eisenach, Wittekind) 1735-1751.
Hayn-Gotendorf III, 647. ADB XVII, 445. Vgl. Estreicher XVII, 349. Weller 78. Faber du Faur 1689, – Mischauflage der zunächst in zwei Teilen, in späteren Ausgaben um einen dritten Band erweiterten anekdotenreichen Vita des für seinen Humor berühmten Satirikers und sächsischen Generalleutnants von Kyaw (1654-1733), der nach verschiedenen Stationen ab 1696 als Günstling am Hof Augusts des Starken wirkte und dort seine Späße trieb. Später "wurde er Commandant des Königstein, wo er vieles noch jetzt Bestehende schuf, eine ausgedehnte Gastfreundschaft übte und seine Besucher durch seine nie versiegende Laune und seine Späße unterhielt; daß letztere zuweilen etwas derb waren, lag im Charakter der Zeit. Mit seinem Gönner August blieb er in vielfachem Verkehr. Unvermählt starb er am 19. Januar 1733 auf dem Königsstein. Mit Unrecht ist er häufig den lustigen Räthen zugezählt worden; dazu stand seine Persönlichkeit zu hoch, war sein Charakter zu edel angelegt. Von den zahlreichen Anekdoten und Schwänken, welche die über Kyaw erschienenen Schriften von ihm erzählen, werden viele auf fremde Rechnung gehören" (ADB). Teil I enthält einen ausführlichen Bericht über den Alchimisten J. H. Klettenberg, der 1719 unter Kyaus Aufsicht in die Gefangenschaft auf dem Königstein kam und 1720 enthauptet wurde. Ferner mit einer Beschreibung der Festung Königstein, einem Langgedicht des gleichnamigen Vetters auf Kyaus 76. Geburtstag u. a. – Fl. Vorsatz mit Blattabschnitt. Etwas braunfleckig oder gebräunt, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar mit dem seltenen Teil III, dekorativ gebunden.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Opera Omnia, nunc primum collecta, in classes distributa, praefationibus & indicibus exornata, studio Ludovici Dutens. 11 Teile in 6 Bänden. Mit gestochenem Portrait, 41 gefalteten Kupfertafeln, einigen schematischen Textholzschnitten und typographischer Falttabelle. 24,5 x 19,5 cm. Pergament d. Z. (4; etwas fleckig und berieben, Deckel schwach geworfen) mit goldgeprägtem RSchild bzw. modernes Bibliotheksleinen (2). Genf, Frères de Tournes, 1768.
Brunet III, 950: "Collection très recherchée". DSB 8, 166. Ravier 473. Faber du Faur 1544. Roller-G. II, 93. Cantor IV, 17. – Erste Gesamtausgabe, besorgt durch den Historiker und Mathematiker Louis Dutens (1730-1812). Die Tafeln zeigen Versteinerungen, geometrische Figuren, die berühmte Rechenmaschine etc. – Stellenweise leicht fleckig oder schwach gebräunt. Titel mit dezentem Besitzstempel.
Leibniz, Gottfried Wilhelm. Theodicee, das ist, Versuch von der Güte Gottes, Freyheit des Menschen, und vom Ursprunge des Bösen, bey dieser vierten Ausgabe durchgehends verbessert, auch mit verschiedenen Zusätzen und Anmerkungen vermehrt von Johann Christoph Gottsched. 12 Bl., 64, 843 S., 25 Bl. Mit gestochenem Portrait und gestochenem Faltkupfer. 18 x 11,5 cm. Schlichter etwas späterer Interims-Pappband (stärker fleckig und beschabt, mit hs. RTitel). Hannover und Leipzig, Erben Nicolaus Förster, 1744.
Goedeke III, 361, VI, 34. Fromm 23816. – Erste von Gottsched besorgte Ausgabe, der die ältere Übersetzung von G. Richter nach der zweiten französischen Ausgabe überarbeitete und besonderen Wert auf die Präzision des sprachlichen Ausdrucks legte. "Eines der wichtigsten und einflussreichsten Werke des Hochbarock" (Seebaß-Kistner). Die Kupfertafel illustriert die Beschreibung der von Leibniz erfundenen Rechenmaschine. – Schwach braunfleckig, Innengelenke leicht angeplatzt, Titel mit modernem Namensstempel.
(Leisewitz, Johann Anton). Julius von Tarent. Ein Trauerspiel. 109 S., 1 w. Bl. 16,5 x 9,5 cm. Etwas späterer marmorierter Pappband um 1900 mit hs. RSchild. Leipzig, Johann Friedrich Weygand, 1776.
Goedeke IV/1, 1083, 2. Borst 331. KLL 5077f. – Erste Ausgabe dieses Hauptwerks des Sturm und Drang, "das Lessing so bewunderte, daß er zunächst sogar Goethe für den Autor hielt" (KLL), zumal es zwei Jahre nach dessen Werther im selben Verlag erschien. Das Drama, am 19. Juni 1776 in Berlin uraufgeführt, blieb eines der beliebtesten Repertoirestücke der siebziger und achtziger Jahre und "wirkte nachhaltig noch auf Schillers Die Braut von Messina" (KLL). Noch heute zählt es zu den bedeutendsten Theaterstücken des Sturm und Drang. Beim vorliegenden Exemplar handelt es sich um den seltenen ersten von sieben erschienenen Drucken im Jahr der Erstausgabe (erkennbar u. a. am Lorbeerkranz als Kolumnenschmuck und dem unkorrigierten Druckfehler "nur" statt "nun" auf Seite 6, Zeile 3). Mit dem weißen Schlussblatt. – Etwas gebräunt und braun-oder stockfleckig, sonst wohlerhalten. Vorsatz mit hs. Tinteneinträgen.
Leopold, Johann Gottlob
Bey dem am 27sten des Hornungs, 1760 fruehzeitig erfolgten hochseeligen Ableben des Grafen und Herrn Seyyfrieds
Los 2107
Zuschlag
170€ (US$ 195)
Leichenpredigt
Leopold, Johann Gottlob. Bey dem am 27sten des Hornungs, 1760 fruehzeitig erfolgten hochseeligen Ableben des Grafen und Herrn Seyfrieds, Grafen von Promnitz, freyen Standes-Herrn zu Pleß in Schlesien, auf Sorau, Triebel und Naumburg, Herrn der Herrschafften Klitschdorff und Drehna, wie auch auf Betschau, Peterswalde, Kreppelhoff und Janowitz etc. Bezeigte sein tiefes Betrübnis etc. 2 Bl. 28 x 19,5 cm. Moderner Umschlag. Sorau, Witwe Johann Gottlieb Roth, (1760).
Einziger Druck der barocken zwölfstrophigen Leichenpredigt auf den Tod des bereits im Alter von 26 Jahren am 27. Februar 1760 gestorbenen Adligen Seyfried von Promnitz, Besitzer der Herrschaften Klitschdorf in der Oberlausitz und Drehna in der Niederlausitz sowie von Vetschau. – Papierbedingt etwas gebräunt, sonst wohlerhalten. Über den KVK lediglich ein Nachweis in der BSB München, dort allerdings nur als Reproduktion (das Original befindet sich in der Biblioteka Uniwersytecka Breslau).
Lessing, Gotthold Ephraim. Analekten für die Litteratur (herausgegeben von Johann Georg Heinzmann). 4 Teile in 3 Bänden. Mit 4 gestochenen Titelvignetten von Dunker. 17,5 x 11 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben, beschabt und bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Bern und Leipzig, Haller, 1785-1786.
Goedeke IV/1, 351, 67. Muncker 480-81 und 485-86. Rümann 634. Lessing-Katalog Wolfenbüttel 253. – Erste Ausgabe der Sammlung von kleineren Schriften Lessings, darunter die Freimaurergespräche Ernst und Falk, Streitschriften zu Goeze, Aufsätze über das Theater, die Literaturbriefe sowie zahlreiche Kritiken, darunter auch einige von Nicolai, Mendelssohn und Weiße, die der Herausgeber irrtümlich Lessing zugeschrieben hatte. Die Bände III und IV enthalten die Hamburgische Dramaturgie, parallel zur ersten rechtmäßigen Buchausgabe. – Titel von Band I etwas fleckig. Exemplar auf besserem Papier.
Lessing, Gotthold Ephraim. Von dem Zwecke Jesu und seiner Jünger. Noch ein Fragment des Wolfenbüttelschen Ungenannten (H. S. Reimarus). 6 Bl., 276 S. Mit TVignette. 18 x 11,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen und oberes Kapital fehlt) mit RVergoldung und RSchild. Braunschweig, (Waisenhaus), 1778.
Goedeke IV/1, 448, 162. Seifert 1762. – Erste Ausgabe. Das Werk des Hamburger Philosophen Reimarus rief im sogenannten Fragmentenstreit, in dem auch Lessing heftig Partei ergriff, zahlreiche Apologeten ins Feld, mit deren Schriften die Arbeit der wissenschaftlichen Theologie am "Leben Jesu" in Deutschland begonnen hat. – Papierbedingt etwas gebräunt, leicht braunfleckig und durchgehend mit einem Feuchtrand am Fußsteg.
Lucius, Georg Ignaz. Die Hanseade. Vermehrte Auflage. 144 S. 16 x 10 cm. Moderner marmorierter Pappband. (Frankfurt, Brönner), 1770.
Goedeke IV/1, 631, 7, 1. – Zweiter Druck des zuerst 1768 erschienenen komisch-prosaischen Gedichts. Erstlingswerk des aus dem hessischen Wächtersbach stammenden Georg Ignaz Lucius (1736-1800). – Gering fleckig.
Marmontel, Jean François. Belisaire. 2 Bl., X S., 1 Bl., 340 S., 2 Bl. Mit gestochenem Frontispiz und 3 Kupfertafeln nach Gravelot.16,5 x 9,5 cm. Leder d. Z . (Kapitale eingerissen, etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägter RVergoldung und Deckelfileten. Paris, Merlin 1765 (recte: 1767).
Sander 1295. – Erste Ausgabe dieses Staatsromans, in dem Marmontel durch den General des Kaisers Justinian die Ideen der Aufklärung, namentlich der Toleranz, vertreten lässt. – Etwas stockfleckig, teils etwas wasserrandig. Ein Blatt mit Einriss.
Nicht im KVK
(Martini, Selma). Wege und Ziele. Roman von Martin Bauer (Pseudonym). 361 S. 18 x 12,5 cm. Halbleinen d. Z. (stärker fleckig und berieben, Gebrauchsspuren) mit RTitel. Ried, E. Langhans, 1899.
Vgl. Kosch X, 502. – Einzige Ausgabe des als "Gratis-Beilage zum Rieder Sonntags-Blatt" (Untertitel) erschienenen Romans der aus Rochow in Schlesien stammenden Schriftstellerin Selma Martini (geb. 1853), die später in Groß Strehlitz und ab 1894 in Breslau lebte. Ein Todesdatum ist nicht bekannt. Kosch verzeichnet einige ihrer Schriften aus den Jahren 1885 bis 1907, nicht aber den vorliegenden Roman, der auch über den KVK nicht nachweisbar ist. – Etwas fleckig, das säurehaltige Papier gebräunt, im Seitenrand auch braunfleckig. Block etwas verschoben.
May, Karl. - In Prärie und Urwald. Bearbeitung und Vorwort von Patty Frank. 44 S. Mit 3 Farbtafeln und 100 montierten farbigen Sammelbildchen (komplett). 17,5 x 25 cm. Farbig illustrierter OHalbleinenband. Radebeul, Karl May-Museum, (um 1935).
Seltenes Karl-May-Sammelbilderalbum der Zigarettenmarke "Gold Dollar". – Ausgesprochen frisch und wohlerhalten.
Mit Karl May im Wilden Westen. Eine Erzählung
Seine Abenteuer und Erlebnisse in 120 Bildern
Los 2119
Zuschlag
100€ (US$ 115)
May, Karl. - Mit Karl May im Wilden Westen. Eine Erzählung. Seine Abenteuer und Erlebnisse in 120 Bildern. 17 Bl. Mit 120 montierten farbigen Sammelbildchen (komplett). 22 x 24,5 cm. Farbig illustrierte OBroschur (etwas fleckig und berieben, kleinere Randknicke). Bremen, C. E. Schünemann, (1942).
Seltenes Karl-May-Sammelbilderalbum, herausgegeben von dem im ostfriesischen Norden ansässigen Teeproduzenten Onno Behrends anlässlich Karl Mays 100. Geburtstags. – Papierbedingt etwas gebräunt. – Dabei: Zwei weitere Sammelbilderalben: Die schönsten Karl-May-Geschichten. Unseren jungen Freunden zugedacht. Mit 90 montierten farbigen Sammelbildchen (komplett). 20,5 x 15 cm. Farbig illustrierte OBroschur. (um 1950). - Kiddy-Sammelheft Nr. 1. Sioux-Indian. Mit 56 montierten farbigen Sammelbilderalben (komplett). Illustrierte OBroschur (mit schwacher vertikaler Knickfalte). Köln, Kiddy-Kaugummi-Company, (1950).
May, Karl. - Der Schatz im Silbersee (das Vermächtnis des alten Indianers). Teile I und II. 34 S.; 34 S. Mit jeweils 64 montierten farbigen Sammelbildchen (komplett). 21 x 15 cm. Farbig illustrierte OBroschuren (etwas fleckig und berieben). Hamburg-Altona, Kaugummifabrik Schuma, (um 1965).
Seltene Karl-May-Sammelbilderalben des Hamburger Kaugummiherstellers "OK". – Papierbedingt schwach gebräunt, mit schwachen Knickspuren.
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