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Lot 2175, Auction  127, Daniel, Gabriel, Voiage du monde de Descartes

Daniel, Gabriel
Voiage du monde de Descartes
Los 2175

Schätzung
180€ (US$ 205)

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PHILOSOPHIE
(Daniel, Gabriel). Voiage du monde de Descartes. 9 Bl., 437 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette, doppelblattgroßer Holzschntitt-Tafel und einigen Textholzschnitten. 16,5 x 10 cm. Leder d. Z. (berieben und bestoßen, Kapitale defekt) mit RVergoldung (ohne das RSchild). Paris, Simon Benard, 1690.
Cioranescu, 23362. Barbier IV, 1081. De Backer-Sommervogel II, 1796.1. – Erste Ausgabe der kritischen philosophisch-theologischen Abhandlung über die Metaphysik des Descartes, "eine in Form einer Reisebeschreibung gehüllte Widerlegung des cartesischen Systems, die so großes Aufsehen erregte, daß sie in englischen, italienischen und lateinischen Uebersetzungen erschien" (Wetzer-Welte III, 1377) – Gering fleckig.

Lot 2176, Auction  127, Feder, Johann Georg Heinrich, Untersuchungen über den menschlichen Willen, dessen Naturtriebe, Veränderlichkeit, Verhältniß zur Tugend und Glückseligkeit und die Grundregeln, die menschlichen Gemüther zu erkennen und zu regieren

Feder, Johann Georg Heinrich
Untersuchungen über den menschlichen Willen, dessen Naturtriebe, Veränderlichkeit, Verhältniß zur Tugend und Glückseligkeit und die Grundregeln, die menschlichen Gemüther zu erkennen und zu regieren
Los 2176

Schätzung
120€ (US$ 136)

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Feder, Johann Georg Heinrich. Untersuchungen über den menschlichen Willen, dessen Naturtriebe, Veränderlichkeit, Verhältniß zur Tugend und Glückseligkeit und die Grundregeln, die menschlichen Gemüther zu erkennen und zu regieren. Neueste Auflage. 3 Bände. Halbleder d. Z. (Rücken teils mit Läsuren, etwas berieben) mit goldgeprägten RSchildern. Linz, Trattner 1785-1787.
Eisler 168. – Erste Ausgabe, 1794 erschien bei Trattner noch ein vierter Band. Wissenschaftliches Hauptwerk des Kant-Kritikers Feder (1740-1821), das unter anderem eine der ersten psychologischen Typenlehren enthält. Der Verfasser betont die fundamentale Bedeutung der Psychologie für die Philosophie, die er unter praktischen und empirischen Gesichtspunkten betrachtet. – Vorsätze mit alten Sepia-Eintragungen, die entfernt und teils durch Tintenflecken überdeckt sind.

Lot 2177, Auction  127, Hartmann, Eduard von, Philosophie des Unbewussten

Hartmann, Eduard von
Philosophie des Unbewussten
Los 2177

Schätzung
120€ (US$ 136)

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Hartmann, Eduard von. Philosophie des Unbewussten. Versuch einer Weltanschauung. IV, 678 S., 1 Bl. 21,5 x 14 cm. Halbleder d. Z. (Kapital beschädigt) mit goldgepr. RTitel. Berlin, Duncker, 1869.
Kosch VII, 406. – Erste Ausgabe. – Durchgehend gebräunt.

Lot 2178, Auction  127, Hobbes, Thomas, Opera philosophica. Amsterdam, J. Blaeu, 1668. – Erster Druck der ersten Gesamtausgabe

Hobbes, Thomas
Opera philosophica. Amsterdam, J. Blaeu, 1668. – Erster Druck der ersten Gesamtausgabe
Los 2178

Schätzung
1.200€ (US$ 1,364)

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Hobbes, Thomas. Opera philosophica, quae Latinè scripsit, omnia. Ante quidem per partes, nunc autem, post cognitas omnium objectiones, conjunctim & accuratius edita. 8 Teile in 2 Bänden. Mit gestochenem Portrait, 30 (statt 31) teils gefalteten Kupfertafeln mit Diagrammen, 14 Textkupfern und einigen schematischen Textholzschnitten. 20 x 15 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen, Kapitale lädiert, Gelenke teils gering angeplatzt) mit RVergoldung (diese stärker berieben). Amsterdam, Johann Blaeu, 1668.
MacDonald-Hargreaves 104. Sotheran 9339. Brunet III, 239. Wellcome III, 280. Vgl. Wing 2252a. – Erster Druck der ersten Gesamtausgabe, ein zweiter kollationsgleicher Druck erschien im gleichen Jahr mit der zusätzlichen Verlegeradresse von C. Bee in London. Enthält die erste lateinische Fassung des Leviathan, ferner je etwa zur Hälfte staatswissenschaftliche und naturwissenschaftlich-medizinische Werke. – Es fehlt eine Tafel. Portrait im unteren Bug etwas gelöst, Blatt Cii mit kleinem Randeinriss, Band I anfangs mit kleiner Wurmspur im Bug. Etwas braunfleckig, stellenweise papierbedingt etwas stärker gebräunt, mit gelegentlichen Anstreichungen. Vorsätze leimschattig.

Lot 2179, Auction  127, Kant, Immanuel, Critik der practischen Vernunft

Kant, Immanuel
Critik der practischen Vernunft
Los 2179

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1.500€ (US$ 1,705)

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Kant, Immanuel. Critik der practischen Vernunft. 292 S. 19,5 x 12 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Riga, Johann Friedrich Hartknoch, 1788.
Warda 112. Adickes 67. – Erste Ausgabe von Kants zweiter Kritik, die seine Theorie der Moralbegründung enthält. Bis heute eines der wichtigsten Werke der Praktischen Philosophie überhaupt. Mit dem kategorischen Imperativ: "Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne." – Etwas stärker leimschattig, sonst schön und wohlerhalten. Innenspiegel mit altem Besitzeintrag.

Lot 2180, Auction  127, Kant, Immanuel, Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre [und:] Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre

Kant, Immanuel
Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre [und:] Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre
Los 2180

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Kant, Immanuel. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre. XII, 235 S. 20 x 12 cm. Moderner Pergamentband (signiert: "Irmgard Smidt") mit RTitel. Königsberg, Friedrich Nicolovius, 1797.
Die Metaphysik der Sitten I. Warda 171. Adickes 90. – Erste Ausgabe. Mit dem Impressum auf Seite 235 "Leipzig, gedruckt bey Christian Friedrich Solbrig." und verso dem Druckfehlerverzeichnis. – Gering fleckig. Ohne die beiden bei Warda genannten Obertitel. – Beigebunden: Derselbe. Metaphysische Anfangsgründe der Tugendlehre. 1 Bl., X, 190 S., 1 Bl. (Errata). Ebenda 1797. - Warda 176. - Erste Ausgabe des zweiten Teils der Metaphysik der Sitten, hier allerdings nur mit dem ersten der beiden bei Warda genannten Obertitel. - Gering fleckig.

Lot 2181, Auction  127, Kant, Immanuel, Zum ewigen Frieden

Kant, Immanuel
Zum ewigen Frieden
Los 2181

Schätzung
240€ (US$ 273)

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Kant, Immanuel. Zum ewigen Frieden. Ein philosophischer Entwurf. 104 S. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (stärker berieben und bestoßen, Rücken mit schwachen Schabspuren). Königsberg, Friedrich Nicolovius, 1795.
Warda 155. Carter-Muir 226. Vgl. Goedeke V, 3, 18. – Zweiter Druck der ersten Ausgabe, mit dem bei Warda genannten Kennzeichen (Kustode "welt" auf Seite 3). "In der politischen Schrift 'Zum ewigen Frieden', die bei ihrem Erscheinen starke Beachtung fand, stellte Kant sechs Präliminarartikel und drei Definitivartikel zum ewigen Frieden der Staaten auf ... Der ewige Friede ist nicht ein utopisches Ideal, sondern die Idee einer moralisch-praktischen Aufgabe für die Politik, die innere und äußere" (Ziegenfuß). – Etwas stockfleckig. Es fehlt das Erratablatt am Schluss, das nicht allen Exemplaren beigebunden wurde.

Lot 2182, Auction  127, La Porte, Joseph de, Observations sur l'esprit des loix

La Porte, Joseph de
Observations sur l'esprit des loix
Los 2182

Schätzung
150€ (US$ 170)

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La Porte, Joseph de. Observations sur l'esprit des loix, ou l'art de lire ce livre, de l'entendre et d'en juger. 198 S. 16 x 10 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (leicht berieben, gering beschabt und bestoßen) mit reicher RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Stehkantenvergoldung. Amsterdam, Pierre Mortier, 1751.
Vgl. Barbier III, 615. Nicht bei De Backer-Sommervogel. – Eine von zwei im Jahr des Erstdrucks erschienenen Ausgaben. Interpretationshilfe zu Montesquieus geschichtsphilosophischem und staatstheoretischem Hauptwerk Vom Geist der Gesetze, das 1748 in Genf erschien. – Gering gebräunt, fl. Vorsatz mit hs. Besitzvermerk.

Lot 2183, Auction  127, Lipsius, Justus, Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres

Lipsius, Justus
Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres
Los 2183

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Lipsius, Justus. Manuductionis ad Stoicam philosophiam libri tres: L. Annaeo Senecae, aliisque scriptoribus illustrandis. Editio secunda, atque ab ultima auctoris manu. 6 Bl., 212 S., 2 Bl. Mit gestochener Druckermarke. 27 x 17,5 cm. Moderner Pergamentband. Antwerpen, Plantin-Moretus, 1610.
Ziegenfuß II, 64. – Zweite Ausgabe der zuerst ebenda 1604 erschienenen philosophischen Schrift über den Stoizismus. Justus Lipsius (1547-1616) wirkte als Professor in Löwen. – Gleichmäßig etwas gebräunt, erstes Blatt der Widmung mit unbedeutender kleiner Fehlstelle im oberen Rand.

Lot 2184, Auction  127, Locke, John, De intellectu humano

Locke, John
De intellectu humano
Los 2184

Schätzung
220€ (US$ 250)

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Locke, John. Libri IV de intellctu humano. Novissima editio ... cura Gotthelff Henr. Thiele. 7 Bl., 79 S., 23 Bl., 1 w. Bl., 1000 S. 17 x 10,5 cm. HPergament d. Z. (fleckig und etwas beschabt) mit handschr. RTitel. Leipzig, Th. Georg, 1741.
Spätere Ausgabe der lateinischen Übersetzung des 1690 zuerst erschienenen "Essay Concerning Humane Understanding", des Klassikers der empiristischen Erkenntnistheorie. – Ohne das gestoch. Frontispiz. Titel mikt Besitzvermerk von alter Hand; gebräunt.

Lot 2185, Auction  127, Mably, Gabriel Bonnot de, Gespräche des Phocion über die Beziehung der Morale mit der Politik

Mably, Gabriel Bonnot de
Gespräche des Phocion über die Beziehung der Morale mit der Politik
Los 2185

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Mably, Gabriel Bonnot de. Gespräche des Phocion über die Beziehung der Morale mit der Politik. Aus dem Griechischen des Nicocles. Mit Anmerkungen aus dem Französischen des Herrn Abt Mably übersetzt (von Hanns Conrad Vögelin). 2 Bl., 295 S. 17 x 10 cm. Pappband. Zürich, Heidegger und Comp., 1764.
Hamberger-Meusel IV,94. Fromm IV,15674. Vergl. Winter, Compendium Utopiarium 183F und Ziegenfuß II,94 (beide nur die franz. Ausgabe). – Erste Ausgabe. Eine moralphilosophische Utopie des 18. Jahrhunderts. "Mably trat für eine sozialistische Ordnung der Gesellschaft ein und verlangte Gleichheit und Wohlwollen als ihre Grundlagen. Die Übersetzung aus dem Griechischen ist fingiert. Mit dem gestochenen Exlibris "Emanuel Wetzel" (Lehrer und Friedensrichter aus Brugg, der in Kontakt mit Pestalozzi stand). – Titel und ersten drei Blätter etwas braun- und fingerfleckig sowie leicht knickspurig.

Lot 2186, Auction  127, Meiners, Christoph, Vermischte philosophische Schriften

Meiners, Christoph
Vermischte philosophische Schriften
Los 2186

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Meiners, Christoph. Vermischte philosophische Schriften. 3 Bände. Mit 3 gestochenen Titelvignetten. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (Ecken minimal bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Weygand, 1775-1776
Vgl. Ziegenfuß II, 143. – Erste Ausgabe der Schriftenauswahl des umstrittenen Göttinger Schriftstellers und Kantgegners Christoph Meiners (1747-1810), der eine Reihe popularphilosophischer Arbeiten verfasste und bei seinen akademischen Kollegen Georg Forster und Georg Christoph Lichtenberg kein hohes Ansehen genoss, wie auch die ADB kritisch bemerkt: "Es trieb ihn eine Monomanie, die Mitwelt über alles Mögliche geschichtlich aufzuklären und so gelangte er zu einer hastigen Vielschreiberei, bei welcher neben manchem Richtigen durch flüchtige Benutzung des zerstreuten Materials sich mehrfach voreilige Annahmen ergaben, an welchen er aber eigensinnigst in öfteren Wiederholungen festhielt". Trotzallem wurde er 1775 zum ordentlichen Professor der Philosophie ernannt. – Sehr schönes Exemplar im dekorativen Einband einer zeitgenössischen Adelsbibliothek, mit entsprechendem montierten Wappenexlibris.

Lot 2187, Auction  127, Nietzsche, Friedrich, Die Geburt der Tragödie

Nietzsche, Friedrich
Die Geburt der Tragödie
Los 2187

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Nietzsche, Friedrich. Die Geburt der Tragödie. Oder: Griechenthum und Pessimismus. Neue Ausgabe mit dem Versuch einer Selbstkritik. XVIII, IV, 144 S. 22 x 14,5 cm. Moderner Halblederband (illustrierter beschnittener OVorderumschlag eingebunden) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig, E. W. Friztsch, (1886).
WNB 25. – Erster Druck der erweiterten Fassung. Die ersten 18 Seiten und der Zwischentitel auf leicht abweichendem Papier, bei den Seiten III/IV (Vorwort an Richard Wagner) und den Seiten 1-144 handelt es sich um die Druckbogen der zweiten Auflage von 1874. Nach Abschluss des Zarathustra konnte sich Nietzsche der Neuausgabe und Überarbeitung bereits erschienener Werke widmen. So veranstaltete er mit seinem wiedergewonnenen Verleger Fritzsch unter Verwendung noch vorhandener Restbogen sogenannte Titelauflagen. Bei Die fröhliche Wissenschaft und Die Geburt der Tragödie wurden jedoch nicht nur die Titelblätter erneuert, Nietzsche verfasste zudem bedeutende Vorreden, die hier erstmals im Druck erschienen. Seine wirkungsmächtige Basler Frühschrift über das Dionysische und das Apollinische erschien zuerst im Mai 1872. "Unter dem Zauber des Dionysischen schließt sich nicht nur der Bund zwischen Mensch und Mensch wieder zusammen: auch die entfremdete, feindliche oder unterjochte Natur feiert wieder ihr Versöhnungsfest mit ihrem verlorenen Sohne, dem Menschen." Nietzsches Schrift über Entstehung und Niedergang der griechischen Tragödie wurde von der etablierten Philologie aufgrund seiner intuitiven und irrationalen Schlüsse nicht ernst genommen und weitgehend ignoriert. Lediglich der junge Wilamowitz-Möllendorff, mit dem Nietzsche gemeinsam in Schulpforta die Schulbank drückte, wagte einen öffentlichen Tadel: "herr Nietzsche tritt ja nicht als wissenschaftlicher forscher auf: auf dem wege der intuition erlangte weisheit wird teils im kanzelstil, teils in einem raisonnement dargeboten, welches dem journalisten nur zu verwandt ist." Erwin Rohde sprang seinem Freund Nietzsche zur Seite und veröffentlichte seine Erwiderungsschrift Afterphilologie, in der er Nietzsches Thesen verteidigt und gegen Wilamowitz polemisiert. – Durchgehend mit Unter- und Anstreichungen in Bleistift.

Lot 2188, Auction  127, Sanchez de Liçaraço, Pedro Gerónimo, Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius

Sanchez de Liçaraço, Pedro Gerónimo
Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius
Los 2188

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Raimundus Lullus. - Sanchez de Liçaraço, P. G. Generalis et admirabilis methodus ad omnes scientias facilius, et scitius addiscendas: in qua eximij & piissimi Doctoris Raimundi Lullji ars brevis, explicatur: & multis exemplis, variisque quæstionibus, circa facultates, quæ in scholis docentur. 24 Bl., 426 S., 1 Bl. (Errata). Mit Holzschnitt-Druckermarke und 1 (statt 2) Volvellen. 19,5 x 14,5 cm. Halbpergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, Innenspiegel modern erneuert). Tarazona, Carlos de Labáyen für Juan de Bonilla, 1619.
Brüning, Bibliographie der alchemistischen Literatur 1296. – Zweite Auflage des zuerst 1613 ebenda erschienenen umfangreichen methodischen Traktas zum Erlernen aller Wissenschaften, verfasst von dem aus dem spanischen Aragonien stammenden Theologen Pedro Gerónimo Sanchez de Liçaraço (gest. 1614), der an der Kathedrale von Tarazona als Dekan wirkte. Auf Grundlage der Lehren des mallorquinischen Philosophen und Mystikers Raimundus Lullus (1232-1315), die hier auch erläutert werden. Die eine der beiden vorhandenen Volvellen illustriert eine Art "Begriffskombinations-Maschine". – Es fehlt eine der beiden Volvellen (auf Seite 65). Blatt D2 mit Eckabschnitt (ohne Textverlust), Titel zur Hälfte gelöst, vorderes Innengelenk geplatzt. Insgesamt etwas gebräunt und braunfleckig. Zweispaltiger Druck.

Lot 2189, Auction  127, Saint-Martin, Louis Claude de, Irrthümer und Wahrheit

Saint-Martin, Louis Claude de
Irrthümer und Wahrheit
Los 2189

Schätzung
200€ (US$ 227)

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(Saint-Martin, Louis Claude de). Irrthümer und Wahrheit, oder Rückweiß für die Menschen auf das allgemeine Principium aller Erkenntniß. Aus dem Französischen übersetzt von Matthias Claudius. XVI, 614 S. 22,5 x 15 cm. Moderner marmorierter Halblederband. Breslau, Gottlieb Löwe, 1782.
Goedeke IV/1, 980, 17. Ziegenfuß I, 401. Fromm 23138. Wolfstieg 43100. – Erste deutsche Ausgabe. Das Werk erschien zuerst 1775, angeblich als Polemik gegen Boulangers L'antiquité dévoilée, dem Saint-Martin seinen Glauben an die schöpferische Kraft des Menschen entgegensetzte. Listig-charmant argumentiert er, dass der Mensch nicht nur der eigentliche Zweck der Weltschöpfung sei, sondern auch deren Herr und Meister. Die Kritik an verschiedenen Thesen der katholischen Kirche hatte zur Folge, dass das Buch auf den Index gesetzt wurde. – Etwas fleckig, am Schluss auch mit stellenweise deutlichem Feuchtigkeitsrand. Unbeschnittenes und breitrandiges Exemplar.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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