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Lot 2165, Auction  127, Thomson, James, Jahreszeiten

Thomson, James
Jahreszeiten
Los 2165

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Thomson, James. Jahrszeiten aus dem Englischen nach der neuesten Ausgabe übersezt von Johann Franz von Palthen.14 Bl., 142 S. Mit gestochener Titelvignette und 4 Kupfertafeln von G. L. Crusius. 22,5 x 16 cm. Kalbsleder d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit reicher ornamentaler RVergoldung und Deckelfilete mit Eckfleurons. Rostock, Kopp, 1758.
Goedeke IV/1, 106, 5, 3. Rümann 1147. Lanckoronska-Oehler I, 65. – Erster Druck der ersten illustrierten deutschen Ausgabe. "Die Popularität der 'Seasons' blieb bis ins 19. Jahrhundert hinein ungebrochen. Bereits 1745 lag Brockes' vollständige Übersetzung vor, und Bodmer, Sulzer, Gleim, Ewald von Kleist, Gessner, Lessing, Wieland, Schubart u. a. befaßten sich, zum Teil enthusiastisch, mit dem Zyklus" (KLL IV, 1035). – Minimal gebräunt, insgesamt wohlerhalten und dekorativ gebunden.

Lot 2166, Auction  127, Tieck, Ludwig, Phantasien über die Kunst

Tieck, Ludwig
Phantasien über die Kunst
Los 2166

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Tieck, Ludwig (Hrsg). Phantasien über die Kunst, für Freunde der Kunst. 1 Bl., IV, 283 S. 16 x 11 cm. Späterer Leinenband (etwas berieben und bestoßen) mit RSchild. Hamburg, Friedrich Perthes, 1799.
Goedeke VI, 36, 37 und 47, 6. Borst 851. Vinet 1187. Holzmann-Bohatta III, 8762. – Erste Ausgabe, herausgegeben aus dem Nachlass Wackenroders, mit eigenen Arbeiten Tiecks. Eine der wichtigsten Schriften zur Kunsttheorie der Romantik, als Weiterführung der 1797 erschienenen Herzensergießungen Wackenroders gedacht. "Eines der am schönsten gedruckten Bücher der Romantik" (G. v. Maassen). Druck in der Unger-Fraktur. Mit der häufig fehlenden Vorrede. – Innenspiegel mit zwei modernem Exlibris (Paul Wallich und Bernhard Stübner) und Inventarschildchen. Sehr schönes und sauberes, nahezu fleckenfreies Exemplar.

Wackenroder, Wilhelm Heinrich
Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders
Los 2167

Schätzung
350€ (US$ 398)

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(Wackenroder, W. H. und Ludwig Tieck). Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders. 275 S. Mit gestochenem Portrait in Sepia von Bollinger. 15 x 10 cm. Blauer Pappband d. Z. (etwas beschabt). Berlin, Johann Friedrich Unger, 1797.
Goedeke VI, 46, 4, 5 und 36, 36. Borst 797. – Erste Ausgabe der bedeutenden kunsttheoretischen Schrift der Frühromantik mit weitreichender Wirkung auf die Malerei des 19. Jahrhunderts. "Das Programmatische der 'Herzensergießungen' liegt in der Konstituierung einer Einheit von Kunst und Religion - und dies im Erscheinungsjahr von Goethes Kunstzeitschrift Propyläen'" (Paulin, Metzler, S. 43). "Diese kleine Veröffentlichung, die zusammen mit den 1799 posthum von Tieck herausgegebenen 'Phantasien über die Kunst' und einem umfangreichen Briefwechsel mit Tieck das Gesamtwerk Wackenroders ausmacht, kann als erstes und im eigentlichen Sinne initiatorisches literarisches Dokument der deutschen Frühromantik bezeichnet werden" (KNLL). – Titel gestempelt und etwas fleckig, sonst sauber.

Lot 2168, Auction  127, Weiße, Christian Felix, Selbstbiographie

Weiße, Christian Felix
Selbstbiographie
Los 2168

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Weiße, Christian Felix. Selbstbiographie. Herausgegeben von dessen Sohne Christian Ernst Weiße und dessen Schwiegersohne Samuel Gottlob Frisch. Mit Zusätzen von den Leztern. VIII, 329 S., 3 Bl. Mit gestochenem Portrait-Frontispiz und gestochenem Titel mit Vignette. 21,5 x 13 cm. Moderner marmorierter Halbleinenband mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Georg Voß, 1806.
Goedeke IV/1, 138 h. Klaiber 78. Westphal 114. Beyer-Fröhlich 178. Borst 1044. – Erste Ausgabe der umfangreichsten Quelle zum Leben Christian Felix Weisses (1726-1804), der "als Singspieldichter und Jugendschriftsteller sich bleibende Verdienste um seine Zeit erwarb. Die Teilnahme für das literarische Leben, für das Theater, die Erziehungsbestrebungen seiner Zeit, ein beachtenswerter Natursinn geben diesen Aufzeichnungen eine größere Fülle des Inhalts, als den eigentlichen Gelehrtenlebensläufen" (Klaiber). Aus den Briefen (u. a. von Hagedorn, Lessing, Uz, Garve, Blankenburg, Rabener, Gellert, Ewald von Kleist) von und an ihn zusammengestellt und mit über Jahre notierten mündlichen Äußerungen des Dichters ergänzt. "Gemütlich und amüsant als Lektüre ist die Selbstbiographie von Christian Felix Weisse. Es ist ein friedlicher Geist in seinen Aufzeichnungen, fern von allem literarischen und wissenschaftlichen Gezänk, leise moralisierend, aber mit sich und der Welt zufrieden. Wertvoll sind seine Berichte vom Berliner Theaterleben und den damaligen Schauspielern" (Beyer-Fröhlich). – Schwach braunfleckig, anfangs im Bug verstärkt. Durchgehend mit drei kleinen Löchern im Bug durch eine frühere Bindung.

Lot 2169, Auction  127, Westenrieder, Lorenz von, Leben des guten Jünglings Engelhof

Westenrieder, Lorenz von
Leben des guten Jünglings Engelhof
Los 2169

Schätzung
250€ (US$ 284)

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(Westenrieder, Lorenz von). Leben des guten Jünglings Engelhof. 2 Bände. 3 Bl., 423 S., 2 Bl; 1 Bl., 376 S. Mit 2 gestochenen Frontispices und 2 gestochenen Titelvignetten. 17,5 x 10,5 cm. Marmoriertes Leder d. Z. (etwas berieben, Deckel gering beschabt und kleinen Wurmspuren) mit reicher RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. München, Johann Baptist Strobl, 1781-1782.
Goed. IV/1, 610, 86. – Erste Buchausgabe, der Erstdruck erschien in Westenrieders Bairischen Beyträgen zur schönen und nützlichen Literatur (1779-81). Über den bedeutendsten bayerischen Roman der Aufklärung schreibt Sigrid von Moisy in dem Münchner Ausstellunghskatalog "Von der Aufklärung zur Romantik" (1984) unter Nr. 39: "In buntem Wechsel von fiktiven Dokumenten, Briefen, Tagebuchblättern und direkter Erzählform entwickelt Westenrieder die Schicksale eines unbemittelten und edelmütigen jungen Juristen auf dem Lande. Mit der Erziehung zweier Grafenkinder betraut, sucht Engelhof gleichzeitig reformierend in Justiz, Armenpflege und Volkserziehung zu wirken. In seiner Aufrichtigkeit und mangelnden Anpassungsfähigkeit an die etablierten Mächte wird er schließlich ein Opfer von Intrigen und Verleumdungen und stirbt jung. Beeinflußt von Rousseau, Goethes Werther`und Richardsons moralischen Romanen, versteht es Westenrieder, hier abseits der traditionellen Typen und Formen des Prüfungsromans oder des empfindsamen Romans einen Roman`zu schreiben, der Empfindsamkeit, Aufklärung und Christentum in sich vereinigt". – Etwas stockfleckig. Beide Titel und Frontispices sowie die ersten Lagen von Band II etwas feuchtrandig.

Lot 2170, Auction  127, Wieland, Christoph Martin, Agathon

Wieland, Christoph Martin
Agathon
Los 2170

Schätzung
300€ (US$ 341)

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"Für den denkenden Kopf von klassischem Geschmack"
(Wieland, Christoph Martin). Agathon. 4 Bände. Mit 4 gestochenen Frontispices und 4 gestochenen TVignetten. 15,5 x 9 cm. Halbleder d. Z. (Deckel fachmännisch restauriert, Ecken leicht bestoßen) mit floraler RVergoldung und 2 goldgeprägten farbigen RSchildern. Leipzig, Weidmanns Erben und Reich, 1773.
Goedeke IV/1, 552, 53. Günther-Zeilinger 574. Deusch 28b. – Zweite verbesserte und ergänzte Ausgabe des zuerst 1766 bis 1767 in Zürich erschienenen Werks, hier in einem Exemplar auf besserem Papier und mit den vier Titelkupfern. "Lessing erkannte sofort die überragende Bedeutung des Werks: 'Es ist der erste und einzige Roman für den denkenden Kopf von klassischem Geschmack' (Hamburgische Dramaturgie)." (Kindler NLL XVII, 640f.). Im Anhang von Teil IV mit dem 40seitigen Subsrkibentenverzeichnis, das neben der Prominenz der Zeit u. a. "Herrn Doctor Göthe, in Frankfurt am Mayn", "Herrn Consistorialrath Herder, in Bückeburg" und die Karschin in Berlin nennt. – Etwas braunfleckig. Auf den Titeln je zwei private Stempel.

Lot 2171, Auction  127, Wieland, Christoph Martin, Der goldne Spiegel

Wieland, Christoph Martin
Der goldne Spiegel
Los 2171

Schätzung
350€ (US$ 398)

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(Wieland, Christoph Martin). Der goldne Spiegel, oder die Könige von Scheschian, eine wahre Geschichte. Aus dem Scheschianischen übersetzt. 4 Bände. Mit 4 gestochenen Frontispices und 4 gestochenen Titelvignetten von Geyser nach Mechau. 16 x 9,5 cm. Halbleder d. Z. (etwas berieben, Ecken leicht bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Leipzig, M. G. Weidmanns Erben und Reich, 1772.
Goedeke IV/1, 555, 66. Günther-Zeilinger 604. Rümann 1927. Deusch 24. Holzmann-Bohatta IV, 3260. – Erste Ausgabe des in der Tradition des antiken philosophisch-didaktischen Staatsromans stehenden Fürstenspiegels, erschienen in einer Auflage von 2500 Exemplaren. "Dieser Fürstenspiegel, mit dem Wieland seine 'Hoffähigkeit' erweisen wollte, an der man nach den frivolen Verserzählungen seiner Jugend zweifelte, trug ihm 1772 die Berufung zum Erzieher Karl Augusts, des Sohnes der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar ein" (KLL III, 978 ff.). – Etwas braunfleckig, Titel mit gestempelten alten Eignerinitialen, fl. Vorsatz mit modernem Exlibris. Dekorativ gebundenes Exemplar.

Lot 2172, Auction  127, Winckelmann, Johann Joachim, Briefe an einen seiner vertrautesten Freunde

Winckelmann, Johann Joachim
Briefe an einen seiner vertrautesten Freunde
Los 2172

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Winckelmann, Johann Joachim. Briefe an einen seiner vertrautesten Freunde in den Jahren 1756 bis 1768 nebst einem Anhange von Briefen an verschiedene andere Personen. 2 Teile in 1 Band. IV, 208 S., 2 Bl., 172 S., 1 Bl. 18,5 x 11,2 cm. Halbleder d. Z. (Kanten bestoßen, sehr kl. Wurmspur im Leder) mit 2 goldgeprägten RSchildern und dezenter RVergoldung mit Fileten um die Bünde herum. Berlin und Stettin, Friedrich Nicolai, 1781.
Goedeke IV/I, 301. Ruppert 21. Raabe, Kat. Nicolai 402. – Erste Ausgabe. Briefe an Freunde Winckelmanns, darunter Heinrich Wilhelm Muzel (1723-1782) und Baron von Stosch (1691-1757). Die Sammlung, kurz nach Winckelmanns Ankunft in Italien begonnen, bietet überwiegend selbstkommentierende Nachrichten zu seinen eigenen Arbeiten; die Briefe des Anhanges enthalten zudem Mitteilungen zu Literatur- und Kunstangelegenheiten, Einblicke in sein häusliches Leben sowie charakterkundliche Züge. – Titel gestempelt "Fürstensteiner Bibliothek". Gering gebräunt und stockfleckig, insgesamt schönes Exemplar.

Lot 2173, Auction  127, Zigler und Kliphausen, Heinrich Anselm von, Asiatische Banise

Zigler und Kliphausen, Heinrich Anselm von
Asiatische Banise
Los 2173

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Zigler und Kliphausen, Heinrich Anselm von. Asiatische Banise, oder blutiges doch muthiges Pegu, in historischer und mit dem Mantel einer Helden- und Liebes-Geschicht bedeckten Wahrheit beruhende. Diesem füget sich bey eine aus dem Italiänischen übersetzte theatralische Handlung, benennet: Der tapffere Heraclius. 7 Bl., 696 S. 16 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (stärker fleckig und berieben). Leipzig, Thomas Fritsch, 1716.
Dünnhaupt VI, 4333, 5.I.5. Goedeke III, 259, 51f. Jantz II, 2803. Hayn-Gotendorf VIII, 646. – Vierter Druck bei Thomas Fritsch, der Erstdruck des "höfisch-historischen Liebes- und Staatsroman(s) par excellence" (Dünnhaupt) erschien 1689 ebenda bei Gleditzsch und erfreuter sich enormer Beliebtheit. Im Jahr 1724 erschien eine bibliographisch eigenständige Fortsetzung des Romans von Johann Georg Hamann. – Es fehlt wohl das Frontispiz. Vorderes Vorsatz modern erneuert, hinteres Gelenk angeplatzt, Buchblock mittig etwas verzogen. Etwas gebräunt, Titel und Schlussblatt auch fleckig. Innenspiegel mit montiertem Exlibris.

Lot 2174, Auction  127, Zindel, Christian Siegmund, Der Eislauf oder das Schrittschuhfahren

Zindel, Christian Siegmund
Der Eislauf oder das Schrittschuhfahren
Los 2174

Schätzung
2.000€ (US$ 2,273)

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Ein Tanz auf Silberkristallen
Zindel, Christ(ian) Siegm(und). Der Eislauf oder das Schrittschuhfahren, ein Taschenbuch für Jung und Alt. Mit Gedichten von Klopstock, Göthe, Herder, Cramer, Krummacher etc. IV, 180 S. Mit gestochenem Frontispiz und 5 Kupfertafeln von Adam Klein. 17,5 x 9,5 cm. Illustrierter OPappband (gebräunt und etwas berieben) mit Grünschnitt. Nürnberg, Campe, 1825.
Goedeke IV/3, 223, 7. Köhring 43. Lanckoronska-Rümann 164. Hayn-Gotendorf VIII, 658. Lipperheide Thb 8. – Einziger Druck dieser ersten deutschen Veröffentlichung, die sich ganz dem Schlittschuhlaufen widmet. Enthält eine Anleitung mit technischen Erläuterungen der Kupfer, Formen der Schritt- und Schlittschuhe, Figuren und Techniken des Eislaufs, Vorsichtsmaßnahmen, ferner über Wettläufe, Schnelligkeitsrekorde, Eisfeste, Pariser Novitäten und Kuriositäten, Kleidung etc. Der umfangreiche Anhang mit zahlreichen poetischen Beiträgen und Briefen zum Thema, u. a. von Klopstock, dem passionierten Schlittschuhläufer Goethe, ferner von Herder, Platen und Ramler ("Wir tanzen, wir schweben auf tönendem Meer, auf Silberkrystallen dahin und daher: Der Stahl ist uns Fittig, der Himmel das Dach, die Lüfte sind eilig und schweben uns nach. So gleiten wir, Brüder! mit fröhlichem Sinn auf eherner Tiefe das Leben dahin." Herder). Das Frontispiz zeigt den Dutzendteich bei Nürnberg mit einer sich auf dem Eis tummelnden Menschenmenge, der illustrierte Einband mit allegorischen Darstellungen auf den Winter. – Die Tafeln gering fleckig. Sehr schönes und sauberes Exemplar auf festem, etwas bläulichem Papier. - Von großer Seltenheit.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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