Seibt, Karl Heinrich von
Klugheitslehre, praktisch abgehandelt, in akademischen Vorlesungen
Los 2151
Schätzung
150€ (US$ 170)
Seibt, Karl Heinrich von. Klugheitslehre, praktisch abgehandelt, in akademischen Vorlesungen. 2 Bände. 4 Bl., 412; 392 S., 1 Bl. 19,5 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (stark fleckig und berieben) mit je 2 goldgeprägten RSchildern. Prag, Elsenwanger, 1799.
Goedeke VI, 716, 15. – Erste Ausgabe. Spätschrift und mehrfach aufgelegtes Hauptwerk des böhmischen Pädagogen und katholischen Theologen Karl Heinrich von Seibt (1735-1806). Eine Art "Knigge" mit Beiträgen über Wollust, Ehrgeiz, Habsucht, eheliche Freundschaft, Gönnern etc. – Braun- und stockfleckig, Band II auch mit großem Feuchtigkeitsrand.
Seneca, Lucius Annaeus
Opera quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata
Los 2152
Schätzung
300€ (US$ 341)
Seneca, Lucius Annaeus. Opera quae exstant omnia: a Iusto Lipsio emendata et scholis illustrata. Editio quarta, atque ab ultima Lipsi manu. 8 (statt 10) Bl., XXXVI, 911 S. Mit Kupfertitel, ganzseitigem Portraitkupfer und 3 (2 ganzseitigen) Kupfern. 41 x 25 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Deckel geworfen, ohne Schließbänder) mit reicher Goldprägung und goldgeprägten Wappensupralibros auf beiden Deckeln, Amsterdam, Plantin-Moretus, 1652.
Brunet V, 276f. Dibdin 397. Ebert 20860. Schweiger II, 2, 912 – Vierte und letzte Auflage. "Beste und gesuchteste der von Lipsius besorgten Ausgaben" (Ebert). Amsterdamer Schulpreisexemplar mit dem Stadtwappen auf beiden Deckeln und in den Eckfleurons sowie zusätzlich eingeschaltetem Widmungsblatt für den Schüler Cornelius van den Bogaerde, ebenfalls mit gestochenem Stadtwappen, datiert Oktober 1706. – Es fehlt die Widmung an Papst Urban VIII. Innengelenke und Innenspiegel unfachmännisch verstärkt, die Deckel dadurch etwas verzogen und stärker geworfen. Etwas gebräunt oder fleckig.
Shakespeare, William. Dramatische Werke. Übersetzt und erläutert von Johann Wilhelm Otto Benda. 19 Bände. 12 x 10 cm. Pappbände d. Z. (etwas berieben, Ecken leicht bestoßen) mit RVergoldung und rotem goldgeprägten RSchildern (teils etwas lädiert). Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1825-1826.
Goedeke X, 131, 43, 3 und XVI, 1037, 20. – Erste Ausgabe dieser mit Anmerkungen versehenen Übertragung, hier in einem Exemplar im Sedezformat. Benda, ein Berliner Regierungsrat (1775-1832), übersetzte auch Werke von Scott und Byron. – Etwas gebräunt und teils auch etwas braunfleckig.
Shakespeare, William
The Works - Complete set of William Shakespeare black leather bound miniature books
Los 2153a
Schätzung
380€ (US$ 432)
Kleinste Ausgabe der größten Werke der Weltliteratur
Shakespeare, William. (The Works - Complete set of William Shakespeare black leather bound miniature books). 40 Bände mit je ca. 300 S. OLeder mit RVergoldung (nachgedunkelt, minimale Bestoßungen und Bereibungen, kaum größere Gebrauchsspuren) in OHolz-Präsentationsregal (mit winziger restaurierter Fehlstelle). (London, Allied Newspapers LTD, 1932).
Der Miniatur-Shakespeare aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in dem passenden Originalregal. – Geringe Gebrauchsspuren. Komplette Werkausgabe.
silberne Spiegel, Der
oder Schäfer-Erzhelungen aus denen Thälern am Fuße der Allgeuer-Gebürge
Los 2154
Schätzung
300€ (US$ 341)
Der silberne Spiegel, oder Schäfer-Erzhelungen aus denen Thälern am Fuße der Allgewer-Gebürge. 160 S. (recte: 158). Mit Holzschnitt-Vignette auf dem Titel. 16,5 x 9,5 cm. Moderner Pappband. Allgew, In der Hütte neben Lucindors Quelle, (d. i. Augsburg, Stage), 1774.
Erste Ausgabe. Von uns konnte nur ein weiteres Exemplar in der Staatsbibliothek Berlin bestimmt werden. – Es fehlt das Frontispiz. Stock- und fingerfleckig und mit wenigen Randläsuren. Selten.
Spieß, Christian Heinrich
Hans Heiling, vierter und letzter Regent der Erde-, Luft-, Feuer- und Wassergeister
Los 2155
Schätzung
200€ (US$ 227)
Spieß, Christian Heinrich. Hans Heiling, vierter und letzter Regent der Erde-, Luft-, Feuer- und Wassergeister. Ein Volksmärchen des zehnten Jahrhunderts. 4 Teile in 1 Band. 17 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (berieben, beschabt und bestoßen) mit dezenter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Frankfurt und Leipzig 1800.
Vgl. NDB XXIV, 694f. – Nachdruck der Leipziger Erstausgabe von 1798 bis 1799. Der Schauspieler und Schriftsteller Christian Heinrich Spieß (1755-1799) verfasste zahlreiche Dramen und Romane und "verstand es ausgezeichnet, in seinen Ritter-, Räuber- und Geisterromanen seine Leser mit Schauder zu erfüllen, da er in der Erfindung und Ausführung von gräßlichen und widrigen Stoffen eine wahre Virtuosität besaß… Bei seinen Romanen macht sich der Einfluß von Schiller's 'Geisterseher' bemerklich" (NDB). – Etwas stock- und braunfleckig.
Staël-Holstein, Anne-Louise-Germaine
De l'influence des passions sur le bonheur des Individus et des nations
Los 2156
Schätzung
100€ (US$ 114)
Staël-Holstein, Anne-Louise-Germaine. De l'influence des passions sur le bonheur des individus et des nations. 376 S., 1 Bl. 19 x 11,5 cm. Pappband d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Lausanne, Jean Mourer, 1796.
Erste Ausgabe. – Titel, wenige Blätter und letztes Blatt mit schwarzer Ankolorierung sowie teils feuchtrandig.
(Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von). Der 42jährige Affe. Ein ganz vermaledeites Märchen! Aus dem Französischen. 2 Teile in 1 Band. 250 S., 2 Bl.; 240 S., 2 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 gestochenen Titelvignetten. 16 x 11 cm. Moderner marmorierter Pappband. Berlin (d. i. Prag, Schönfeld) 1784-1786.
Goedeke V, 349, 8 (nur Teil I). Hayn-Gotendorf I, 31 (nennt einen Band II mit der Jahreszahl "1784" und bezeichnet den Druck von 1786 als zweite Auflage). – Erste Ausgabe, hier mit dem seltenen Teil II, der den Bibliographen vielfach unbekannt blieb oder irrtümlich als "nicht von Steinsberg" angesehen wurde. "Diese scharfe und pikante Satyre wurde bisher sonderbarerweise als gegen Voltaire gerichtet bezeichnet, während sie in Wirklichkeit unverkennbar auf Joseph II., der damals 42 Jahre alt war, sich bezieht" (H.-G.). Ein Affe erzählt seine Erlebnisse bei den Menschen; Kritik an verlogener Tugend, Bestechung, Hurerei (mit freien Schilderungen von Verführungen), Unterbewertungen deutscher Dichter ("ein Lessing, Leibniz, Wieland oder Geßner sind unbekannt"), Dummheit und Borniertheit des Adels usw. Der böhmische Theaterdichter und Journalist Ritter von Steinsberg (1757-1817) ist nach Wurzbach "eine der eigenthümlichsten Gestalten aus den besten Tagen der Josephinischen Periode". Mit Seitenhieben auf Preußen, das als "Hungerland" bezeichnet wird, während Österreich das "Fettland" sei (vgl. ausführlich Bodi, Tauwetter in Wien, S. 337). – Etwas fleckig, Titel von Teil I gering knickspurig, Teil II stellenweise mit Wurmspur im unteren Bug.
(Steinsberg, Karl Franz Guolfinger von). Der 42jährige Affe. Ein ganz vermaledeites Märchen! Aus dem Französischen. Band I (von 2). 250 S., 2 Bl.. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochener Titelvignette. 17 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (stärker berieben, Ecken bestoßen, Gelenke beschabt, unteres Kapital mit Fehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Berlin (d. i. Prag, Schönfeld) 1784.
Goedeke V, 349, 8 (nur Teil I). Hayn-Gotendorf I, 31 (nennt einen Band II mit der Jahreszahl "1784" und bezeichnet den Druck von 1786 als zweite Auflage). – Erste Ausgabe des ersten Bandes. "Diese scharfe und pikante Satyre wurde bisher sonderbarerweise als gegen Voltaire gerichtet bezeichnet, während sie in Wirklichkeit unverkennbar auf Joseph II., der damals 42 Jahre alt war, sich bezieht" (H.-G.). Ein Affe erzählt seine Erlebnisse bei den Menschen; Kritik an verlogener Tugend, Bestechung, Hurerei (mit freien Schilderungen von Verführungen), Unterbewertungen deutscher Dichter ("ein Lessing, Leibniz, Wieland oder Geßner sind unbekannt"), Dummheit und Borniertheit des Adels usw. Der böhmische Theaterdichter und Journalist Ritter von Steinsberg (1757-1817) ist nach Wurzbach "eine der eigenthümlichsten Gestalten aus den besten Tagen der Josephinischen Periode". Mit Seitenhieben auf Preußen, das als "Hungerland" bezeichnet wird, während Österreich das "Fettland" sei (vgl. ausführlich Bodi, Tauwetter in Wien, S. 337). Der zweite, hier nicht vorhandene Band blieb den Bibliographen vielfach unbekannt oder wurde irrtümlich als "nicht von Steinsberg" angesehen. – Wohlerhalten.
Steller, Johann
Rede am Grabe des Herrn Johannes Simon Jeremias Wagner
Los 2159
Schätzung
200€ (US$ 227)
Leichenpredigt - Nicht im KVK
Steller, Johann. Rede am Grabe des Herrn Johannes Simon Jeremias Wagner, Kaufmanns aus Nürnberg, auf dem Gottesacker zu Linz den 27. August 1815. 16 S. 20 x 12 cm. Geheftet (ohne Einband). Nürnberg, G. P. J. Bieling, 1816.
Seltener einziger Druck der Leichenpredigt für den aus Weyden in der Oberpfalz stammenden und später in Nürnberg tätigen Kaufmann Johannes Simon Jeremias Wagner, der biographisch lediglich durch ein vierstrophiges Gedicht im Stammbuch seines Freundes Johann Tobias Schöner nachweisbar ist (datiert: 19. Februar 1795; Nürnberger Stadtblibliothek. Signatur: Nor. H. 1586). Der evangelisch-lutherische Theologe Johann Steller (1768-1857) studierte u. a. in Tübingen, übernahm 1805 eine Stelle als Rektor der Trivialschule in Georgenberg und wurde noch im selben Jahr Prediger der evangelischen Gemeinde in Hartfeld in Galizien. Ab 1813 wirkte er als Pfarrer im Toleranzbethaus im oberösterreichischen, in der Nähe von Linz gelegenen Thening. – Titel leicht fleckig, sonst wohlerhalten. Kein bibliothekarischer Standortnachweis über den KVK.
Stolberg-Stolberg, Luise zu
Psychorama eines Scheintodten
Los 2160
Schätzung
150€ (US$ 170)
(Stolberg-Stolberg, Luise zu). Psychorama eines Scheintodten. VIII, 263 S. 21 x 14 cm. Späterer Halbleinenband (Kanten berieben, Deckel etwas gebogen, Rücken ausgeblichen). Leipzig, Theodor Thomas, 1847.
Kosch XX, 330. – Einzige Ausgabe der seltenen Lyriksammlung. – Stockfleckig.
Storm, Theodor. Sommer-Geschichten und Lieder. VIII, 150 S. 16,5 x 10,5 cm. Leinen d. Z. (etwas fleckig und berieben, leicht bestoßen, Rücken schwach ausgeblichen) mit goldgeprägtem RTitel und Romantiker-RVergoldung. Berlin, Alexander Duncker, 1851.
Teitge 1 und 633. – Erste Ausgabe von Storms erster Buchveröffentlichung, seiner Frau Constanze gewidmet. Auf den Seiten 45 bis 99 die zweite Fassung seiner Novelle Immensee. Der 1837 gegründete Berliner Verlag von Alexander Duncker ging 1870 in den Besitz der Brüder Elwin und Hermann Paetel, wo er zu Storms Stammverlag avancierte. – Titel minimal fleckig, sonst wohlerhalten.
Sue, Eugène. Die Geheimnisse von Paris. Übersetzt von A. Diezmann. 8 Teile in 4 Bänden. Mit 34 Holzschnitt-Tafeln von Theodor Hosemann. 15,5 x 10,5 cm. Halbleder d. Z. (Ecken und Kanten etwas bestoßen) mit Romantiker-RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Berlin, Meyer und Hoffmann, 1843.
Rümann 1009. Brieger 93. Vgl. Vicaire VII, 683. Carteret III, 569f. – Erste deutsche Ausgabe, zugleich die erste Ausgabe mit den Illustrationen Hosemanns. Eugene Sues (1804-1857) berühmter Feuilleton-Roman Mystères de Paris erschien von Juni bis Oktober 1843 fast täglich in der (eher konservativen) Tageszeitung "Le Journal des Débats" und machte seinen Verfasser schlagartig berühmt. Seine Schilderung der sozialen Probleme der Zeit machte auch auf Friedrich Engels Eindruck: "Der wohlbekannte Roman von Eugène Sue, die Geheimnisse von Paris, hat auf die öffentliche Meinung, ganz besonders in Deutschland, tiefen Eindruck gemacht; die eindringliche Art, in der dieses Buch das Elend und die Demoralisierung darstellt, die in großen Städten das Los der 'unteren Stände' sind, mußte notwendig die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Lage der Armen im allgemeinen lenken." Im selben Jahr erschienen noch vier Supplementbände. – Ein Band mit verblasstem schmalem Feuchtigkeitsrand, sonst wohlerhalten. Dekorativ gebundenes Exemplar.
Suetonius Tranquillus, Gaius
Philomusen verdeutschter Suetonius
Los 2163
Schätzung
240€ (US$ 273)
Suetonius Tranquillus, Gaius. Philomusen verdeutschter Suetonius uber die zwölf erste Römische Käisere. 1 (statt 8) Bl., 652 S., 2 Bl. (Errata). Mit gestochenem Frontispiz. 15 x 9,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und brieben). Kopenhagen, Georg Lamprecht, 1663.
VD17 18:729560K. Schweiger 983. – Erster von zwei im VD17 nachgewiesenen Drucken der seltenen deutschen Barockübertragung der Kaiserviten Suetons. "Der Übersetzer ist der Graf Detlef von Holk, der sie im Gefängnisse schrieb und dem Dänenkönige Friedrich III. dedicierte" (Schweiger). – Es fehlen die sieben Blatt Vorstücke, dafür mit dem im VD 17 nur für den zweiten Druck verzeichneten gestochenen Frontispiz. Etwas braunfleckig.
Thomson, James. The works. With his last corrections and improvements. To which is prefixed an account of his life and writings. (Ed. by A. Murdoch). 2 Bände. 2 Bl., 23 S., 4 Bl., 468 S.; 2 Bl., 524 S. Mit 2 gestochenen Portraits und 14 Kupfertafeln von W. Kent und J. Miller. 29,5 x 22,5 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (etwas bestoßen, Gelenke und Kapitale restauriert) mit RVergoldung, je 2 goldgeprägten RSchildern, Deckelbordüre sowie Steh- und Innenkantenbordüre. London, A. Millar, 1762.
Lowndes 2670. Brunet V, 835. – Erste illustrierte Gesamtausgabe. Enthält u. a. die schöne Kupferfolge mit den Jahreszeiten von W. Kent. Druck im großzügigen Quartformat, 1766 erschien ebenda ein vierbändiger Nachdruck in Oktav. – Etwas stockfleckig.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2024 Galerie Gerda Bassenge
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5A
14193 Berlin
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag, 10–18 Uhr,
Freitag, 10–16 Uhr
Telefon: +49 30 8938029-0
Fax: +49 30 8918025
E-Mail: info (at) bassenge.com
Impressum
Datenschutzerklärung
© 2022 Galerie Gerda Bassenge