Rietmann, Friedrich. Charades etc. Notizen. Deutsche Handschrift auf Bütten-Papier. 45 Bl., davon 2 vacat. Schrift: Kurrent-Schrift. 21,5 x 17 cm. Pappband d. Z. (Rücken etwas lädiert). (Schweiz, um 1850).
Enthält in einer sauberen, gut lesbaren Handschrift mehrere Gedichte (Die äolische Harfe, Das Gewitter, Die Erscheinung, Meiner L. u. ä.) und in einem zweiten umfangreicheren Teil ca. 40 Rätsel und Scharaden sowie ein Palindrom und ein Abschlussblatt mit Auflösungen. Eines der Gedichte ist dem "Schützenmeister C. E. Rietmann in St. Gallen" gewidmet, das einem Eintrag im Historischen Familienlexikon der Schweiz folgend, auf den Verfasser Friedrich Adolf Rietmann schließen lässt, der 1804 in St. Gallen geboren wurde. – Teils minimal stockfleckig, insgesamt wohlerhalten.
Nicht im KVK
Robert, Clementine. Die Gräfin von Lussan. S 3-215. 15 x 11 cm. Blindgeprägter Leinenband d. Z. (berieben, Ecken bestoßen, Rücken mit Einriss am oberen Kapital) mit goldgeprägtem RTitel. Duisburg, F. H. Nieten, 1862.
Nicht bei Fromm (vgl. 22075f.) – Erste deutsche Ausgabe der anonym erschienenen Übertragung aus dem Französischen. Die aus Mâcon in der Nähe von Lyon stammende Schriftstellerin Antoinette Henriette Clémence Robert (1797-1872) gilt gemeinsam mit Virginie Ancelot als die beliebteste Autorin des französischen Volksromans in den Jahren zwischen 1855 und 1870. Sie verfasste verschiedene historische Romane, Gedichte und Theaterstücke. Gemeinsam mit Camille Leynadier gab sie eine Biograpie von Guiseppe Garibaldi heraus, ihr bekanntestes Werk ist eine Kurzgeschichte über den preußischen Offizier Friedrich von der Trenck. – Es fehlt das erste Blatt (wohl der Vortitel; Text komplett). Etwas gebräunt, Titel mit Fehlstelle im weißen Rand. Erste Lage gelockert, Block verschoben. Über den KVK lediglich ein Standortnachweis der ein Jahr später erschienenen Ausgabe, die als Band II in der Reihe Novellen-Bibliothek in Bockenheim bei Strauß erschien. Der vorliegende deutsche Erstdruck ist bibliographisch nicht nachweisbar.
Rost, Johann Christoph. Zwey Schäfer-Spiele. Neue verbesserte Auflage. 93 S. 16,5 x 10 cm. Moderner Pappband. Kempten, Frankfurth und Leipzig, Carl G. B. Fritsch, 1775.
Nicht im Goedecke und Brunet. – Seltenes Werk in zweiter Auflage. Enthalten sind die beiden Theaterstücke "Doris, oder die zärtliche Schäferin" und "Der versteckte Hammel" von Johann Christoph Rost (1717-1765). – Etwas braun- und fingerfleckig, durchgehend mit kleinen Wurmlöchern.
Rousseau, Jean-Jacques. Émile, ou de l'éducation. 4 Bände. Titel in Rot und Schwarz. Mit 5 Kupfertafeln nach Eisen. 19 x 12,5 cm. Marmorierte Kalbslederbände d. Z. (etwas beschabt und berieben) mit ornamentaler RVergoldung, je 2 goldgeprägten RSchildern (Band II fehlt eines) und dreifachen Deckelfileten. "A La Haye, Chez Jean Néaulme" (d. i. Paris, Duchsene), 1762.
McEachern, L'édition originale de l'Émile, in: Bulletin du Bibliophile, 1987-1, S. 20ff (Nr. 1A). – Erster Druck der ersten Oktavausgabe. Rousseau (1712-1778) ließ den Erstdruck des Émile in zwei verschiedenen Formaten (12mo und 8vo) von ein und demselben Stehsatz herstellen. Die strittige Frage nach der Priorität beider Drucke beantwortet McEachen durch den Vergleich von Druckfehlern und Auswertung von Rousseaus Korrespondenz mit dem Ergebnis, dass der Text der Ausgabe in Duodez vor dem der Oktavausgabe gedruckt wurde. Titel und Vorstücke wurden jedoch zuerst in Oktavo gesetzt und gedruckt, so dass die Oktavausgabe, trotz späteren Drucks, zuerst an die Öffentlichkeit gelangte.
"Im Sommer 1762 erschien kurz vor dem Contrat Social Rousseaus Emile oder über die Erziehung. Der Roman löste einen europaweiten Skandal aus. In Paris wurde der Emile sogleich verboten und selbst in Genf wurde das Werk kurz danach, am 19. Juni 1762, auf den Index gesetzt und öffentlich verbrannt. Sein Autor, der sich auf dem Titelblatt stolz als 'citoyen de Genève' bezeichnet hatte, war hier wie in Frankreich mit Verhaftung bedroht, der er nur durch rasche Flucht in die Schweiz entgehen konnte. Sicherheit fand er schließlich in der preußischen Enklave Neuchâtel. Gegen den zentralen Vorwurf, der Emile, vor allem sein IV. Buch mit dem 'Glaubensbekenntnis des savoyischen Vikars' und dem Plädoyer für natürliche Religion, versündige sich gegen Religion und Kirche, verteidigte sich Rousseau 1763 in dem ausführlichen und rhetorisch meisterhaften 'Brief an Herrn von Beaumont', den Erzbischof von Paris, Christoph de Beaumont, der ihn 1762 öffentlich verurteilt hatte. Das blieb zunächst ohne Erfolg, auch in Genf galt er weiterhin als gefährlicher Denker, so dass Rousseau, tief enttäuscht, auf sein Bürgerrecht verzichtete" (Kindler). – Es fehlt in Band III das Vakat-Blatt nach Seite 357. Breitrandiges und kaum fleckiges Exemplar.
Runge, Philipp Otto. Hinterlassene Schriften. Herausgegeben von dessen ältestem Bruder (J. D. Runge). 2 Bände. 2 Bl., 435 S.; XII, 554 S., 1 Bl. (Errata). Mit einem Selbstbildnis von Runge, lithographiert von Speckter, zusammen 7 (1 gefaltet) lithographischen Illustrationen nach Runge von Speckter und gefalteter Musikbeilage. 215 x 13,5 cm. Neuerer marmorierte Pappbände mit goldgeprägtem RSchild. Hamburg, Perthes, 1840-1841.
Goedeke VI 48, 2. Ehmcke-Hobr. 18. Rümann 2177. Borst 1961. – Erste Ausgabe dieser wichtigen Quellensammlung zu Runges Leben und Werk sowie seinen Kontakten zu den deutschen Romantikern. Enthält die beiden plattdeutschen Märchen vom Machandelboom und vom Fischer und syne Fru. Der zweite Teil mit der Korrespondenz enthält auch den Briefwechsel mit Goethe über dessen Farbenlehre. Die ornamentalen Lithographien zählen zu den bedeutendsten Zeugnissen romantischer Symbolsprache. Die Musikbeilage enthält die "Hymne" der Romantiker, Die Blume der Blumen mit Text von Runge zu einer Melodie von Luise Reichard. Mit dem Subskribentenverzeichnis in Band II und dem Erratablatt. – Mal mehr, mal weniger stockfleckig.
Saint-Pierre, Jacques-Henri Bernardin de
Paul et Virginie. Konvolut von 6 kolorierten Kupferstichen
Los 2141
Schätzung
800€ (US$ 909)
Saint-Pierre, Jacques-Henri Bernardin de. Paul et Virgine. Konvolut von 6 kolorierten Kupferstichen von J. Duthé nach Michel Lambert. 32,5 x 38,5 cm (Plattenrand). Unter Glas in goldgeprägter Holzprofilleiste. Paris, Tessari, um 1840.
Wunderbare Stiche zu der Tragödie von Jacques-Henri Bernardin de Saint-Pierre (1737-1814). Mit den Szenen "Le Naufrage de Virgine", "Les adieux de Virgine", "Paul et Virginie surpris par la pluie", "Le repos de Virgine", "Paul et Virginie avec l Gouverneur" und "Paul et Virginie retrouvés". – Teils etwas lichtrandig, braunfleckig und minimal feuchtrandig. Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.
Sammelband
mit 6 Ausgaben verschiedener Frankfurter Mundartstücke
Los 2142
Schätzung
250€ (US$ 284)
Sammelband mit 6 Ausgaben verschiedener Frankfurter Mundartstücke. 16 x 10 cm. Moderner Pappband mit goldgeprägtem RSchild. Frankfurt, verschiedene Verlage, 1833-1838.
I. (Karl Malss). Die Entführung oder der alte Bürger-Capitain. Ein frankforter heroisch-borgerlich Lustspiel in zwei Aufzügen. Vierte vermehrte Auflage. XV S., 1 Bl., 133 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1833. - II. (Derselbe). Herr Hampelmann oder die Landparthie nach Königstein. Frankfurter Lokal-Skizze in vier Bildern. Dritte Auflage. VI S., 1 Bl., 80 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Ebenda 1836. - III. (Friedrich Wilhelm von Hoven). Hampelmann's Bad- und Reiseabentheuer. Lokal-Posse in zwei Abtheilungen. 2 Bl., 118 S. Frankfurt, Döring, 1839. - IV. (Karl Malss). Die Jungfern Köchinnen. Lokalposse in einem Act. XII, 81 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Frankfurt, Franz Varrentrapp, 1836. - V. (Wilhelm Sauerwein). Der Gräff, wie er leibt und lebt. Eine wahrhaftige Schulscene, aus den Papieren eines Erstklässers. Dritte vermehrte Auflage. 35 S. Mit lithographischer Tafel. Frankfurt, Carl Körner, 1834. - VI. Gräff und die Schuljugend im Grünen. Ein Seitenstück zum Gräff wie er leibt und lebt. 68 S. Mit kolorierter lithographischer Tafel. Ebenda 1838. – Teils etwas fleckig.
Schiller, Friedrich
Kleinere prosaische Schriften. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1792-1802. - Erste Buchausgabe
Los 2143
Schätzung
240€ (US$ 273)
Schiller, Friedrich. Kleinere prosaische Schriften. Aus mehreren Zeitschriften vom Verfasser selbst gesammelt und verbessert. 4 Bände. 17 x 10 cm. Halbleder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit floraler RVergoldung und je 2 goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1792-1802.
Goedeke V, 150, 1. Marcuse 123, 187, 199, 222. – Erste Buchausgabe der philosophischen und ästhetischen Schriften Schillers, enthält u. a. die bedeutenden Abhandlungen Über die ästhetische Erziehung des Menschen, Über das Erhabene und Über Anmut und Würde. – Leimschattig, sonst nur vereinzelte geringe Flecken. Dekorativ gebunden.
Schiller, Friedrich
Sammlung von 4 Musenalmanachen für die Jahre 1796 bis 1800. Verschiedene Orte und Verlage, 1795-1799
Los 2144
Schätzung
450€ (US$ 511)
Schiller, Friedrich. Sammlung von 4 Musenalmanachen für die Jahre 1796 bis 1800. 4 Bände. Klein-Oktavo. Verschiedene Einbände, verschiedene Orte und Verlage, (1795-1799).
I. Musen-Almanach für das Jahr 1796. Mit gestochenem Frontispiz und 8 gefalteten Musikbeilagen. Etwas späterer Halbleinenband (berieben und bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung. Neustrelitz, Michaelis, (1795). - Etwas stockfleckig, die erste Musikbeilage stärker betroffen. - II. Musen-Almanach für das Jahr 1797. Mit gestochenem Frontispiz und 8 gefalteten Musikbeilagen. Halbleder d. Z. (berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Tübingen, Johann Georg Cotta, (1796). - Mit Gedichten von Goethe, Schiller, Kosegarten u.a. sowie am Schluss mit den "Xenien". - Wohlerhalten. - III. Musen-Almanach für das Jahr 1799. Mit gestochenem Frontispiz. Halbleder d. Z. (stärker berieben). Ebenda (1798). - Mit Erstdrucken u. a. von Schiller (Das Glück, Die Bürgschaft, Des Mädchens Klage u.a.), Goethe (Die Metamorphose der Pflanzen, Amyntas, Euphrosyne u.a.) und Hölderlin (Sokrates und Alcibiades, An unsere Dichter). - Titel mit gelöschtem Besitzeintrag, einige Lagen stärker gebräunt. - IV. Musen-Amanach für das Jahr 1800. Mit 5 Kupfertafeln. Illustrierter OPappband (Rücken etwas lädiert). Ebenda (1799). - Mit Erstdrucken von Amalie von Imhof, Kosegarten, Herder, Schiller (Lied von der Glocke, Spruch des Konfuzius, Die Erwartung) u. a. - Titel und Schlussblatt etwas gebräunt.
Constant de Rebecque, B. de und Schiller, Friedrich von
Wallstein, tragédie en cinq actes et en vers
Los 2145
Schätzung
180€ (US$ 205)
Schiller, F. - Constant de Rebecque, B. (de). Wallstein, tragédie en cinq actes et en vers, précédée de quelques réflexions sur le théatre allemand, et suivie de notes historiques. 2 Bl., LII, 214 S., 1 Bl. 22 x 14 cm. Interimsbroschur d. Z. (mit Gebrauchsspuren) in moderner Pappkassette mit goldgeprägtem RSchild. Genf, J. J. Paschoud, 1809.
Courtney (Constant) 9 a. Cioranescu 20699 (Pariser Adresse). – Erste Ausgabe der Bearbeitung, gleichzeitig auch bei Paschoud in Paris erschienen. Seltsamerweise ist Schillers Name auf dem Titelblatt nicht genannt, obwohl die historisch-kritische Einleitung keinen Zweifel daran ließ, dass das Werk eine Bearbeitung der deutschen Bühnendichtung sein sollte und wollte. Aber unbewusst hatte Constant damit an seiner Arbeit selbst die richtigste Kritik geübt; denn unschillerischer kann nicht leicht etwas sein als dieser dramatische Wechselbalg deutschen und französischen Bühnenstils. – Lage 5 (S. 67-82) irrtümlich nach S. 98 eingebunden. Gering fleckig, unbeschnitten.
Schlegel, Friedrich von. Philosophie des Lebens. In funfzehn Vorlesungen gehalten zu Wien im Jahre 1827. 2 Bl., 482 S., 1 Bl. 19,5 x 13 cm. Pappband d. Z. (Ecken etwas bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Wien, Carl Schaumburg, 1828.
Goedeke IV/1, 26, 36. Borst 159. – Erste Ausgabe seines Spätwerks. – Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.
Schlichtegroll, Friedrich von
Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen
Los 2147
Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)
Schlichtegroll, Friedrich von. Nekrolog auf das Jahr 1790(-1799). Enthaltend Nachrichten von dem Leben merkwürdiger in diesem Jahre verstorbener Personen, (ab Jg. 5:) verstorbener Deutschen. Jg. 1-8, 10 und 1 Supplementband (für 1790-1793) in zusammen 19 Bänden. 16 x 9,5 cm. Pappbände d. Z. mit roten RSchildern (gering bestoßen, Deckel etwas berieben, bis Jg. VII/1 die illustr. OU. eingebunden). Gotha 1791-1805.
ADB XXXI, 185. Wolffheim II, 578. – Der ursprüngliche Gedanke, "die hervorragenden Männer aller Culturvölker berücksichtigen zu wollen" (ADB), erwies sich bald als undurchführbar; Schlichtegroll beschränkte sich daher auf Deutschland. Erschien bis 1805. In Jg. II/2, S. 82-112, findet sich die erste Biographie Mozarts - "Sehr seltene Quellenschrift, der erste biograph. Versuch" (Wolffheim). – Vereinzelt gering gebräunt. Provenienz: Dekorativ gebundenes Exemplar aus der Bibliothek des Grafen von Schönborn-Buchheim, mit entsprechendem gestochenen Exlibris auf den Innenspiegeln und Signaturenschild auf dem Vorderdeckel.
Schnorr von Carolsfeld, Julius
Sechs Bilder aus Ariosto's Rasendem Roland
Los 2148
Schätzung
350€ (US$ 398)
Schnorr von Carolsfeld, Julius. Sechs Bilder aus Ariosto's Rasendem Roland. 3 Bl. (Erläuterungen). Mit gestochenem Titel, gestochenem Widmungsblatt und sechs lithographischen Tafeln von Joseph Völlinger nach Julius Schnorr. 41 x 53 cm. Halbeder d. Z. (leicht fleckig und berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild, Deckelbordüre und kleinen goldgeprägten Kronen als Eckfleurons. Karlsruhe, Johannes Velten, (1833).
Seltene einzige Ausgabe der im Querfolioformat erschienenen prächtigen Illustrationsfolge. – Die Erläuterungsblätter etwas stockfleckig, die Tafeln nahezu fleckenfrei. Sehr schönes und dekorativ gebundenes Exemplar.
Schöchlin, Karl. Satyr's weibliche Tafelrunde. Charaktere und Bilder aus der Frauenzimmerwelt. 70 S., 1 Bl. (Errata). 18 x 11 cm. OBroschur (leichte Knickspuren, vordere rechte Ecke defekt, mit hs. RSchild). Karlsuhe, Th. Gerbracht, 1852.
Kosch XVI, 13. – Einzige Ausgabe der zwölf sarkastisch-fiktiven Portraits verschiedener "Frauentypen" der 48er Revolutionsgesellschaft, sämtlich in Versen. Darunter Thekla Prahler, die Künstlerin, Sophie Denker, das gebildete Mädchen oder Theudelinde Rappelmüller, die Demokratin ("den ganzen Tag spricht sie nur von der Linken ... aufs Volkswohl möchte sie mit Hecker trinken"). Letztes bei Kosch verzeichnetes Werk des biographisch nur spärlich bekannten Geschichtenschreibers und Dramatikers Karl Friedrich Schöchlin (1820-1870; Geburtstage und -orte jeweils unbekannt), der zeitweilig als Redakteur beim Badischen Beobachter angestellt war. Im Anhang "Die zwölf Monate als Frauenzimmer". – Etwas stockfleckig, Titel mit Stempel der Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen. Über den KVK nur ein Exemplar in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe nachweisbar.
Ein Künstlerleben auf 650 cm
Schwind, Moritz von. Die Lachner-Roller. 13 S. Textheft. Erläuternder Text von Otto Weigmann. 13 S. (Begleitheft) und teilkoloriertes Leporello (Maße: 15 x ca. 650 cm, vollständig auf Gaze montiert). Broschur und OHalbleinenband mit goldgeprägtem Deckeltitel. München, Franz Hanfstaengl, (1904).
Weigmann, Schwind 444ff. – Einzige Ausgabe dieser außergewöhnlichen Hommage an den Münchner Hofkapellmeister und Komponisten Franz Lachner (1803-1890). Moritz von Schwind übergab selbigem zu dessen 25jährigen Amtsjubiläum als Präsent eine gezeichnete Papierrolle, auf der er "mit ergötzlichem Behagen die einzelnen Episoden seines Lebens, von der Wiege bis zur Gegenwart, zu einem reizvollen poesieverklärten Gesamtbild verwoben" hatte, ein curriculum vitae, "wie es so lebendig und warmherzig keinem seiner literarischen Biographen gelingen konnte" (Begleitheft S. 3). Die monumentale Papierrolle im Format von 22,5 cm x 1250 cm ist hier etwa auf die halbe Originalgröße verkleinert und als Leporello gestaltet, was den imposanten Eindruck in aufgefalteter Form aber kaum schmälert. – Titel vom Begleitheft leicht fleckig, insgesamt wohlerhalten.
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