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Lose pro Seite


Fairnington, Mark
Specimen 3 (Gottesanbeterin frontal)
Los 6391

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.250€ (US$ 2,586)

Details

Specimen 3 (Gottesanbeterin frontal).
Öl auf Leinwand. 92,5 x 76 cm. Um 2000.

Aus der Serie "Fabulous Beasts".

Provenienz: Sammlung Wolfgang Joop und Edwin Lemberg, Potsdam.

Chodowiecki, Daniel Nikolaus
Hochzeitsgebräuche bei verschiedenen Völkern
Los 6394

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
688€ (US$ 790)

Details

Hochzeitsgebräuche bei verschiedenen Völkern.
12 Radierungen. Je ca. 8,8 x 4,8 cm. 1780. Engelmann 356 III. Wz. Fragment.

Diese charmanten Illustrationen zu den Hochzeitsriten verschiedener Kulturen entwarf Chodowiecki für den Gothaischen Hofkalender für das Jahr 1781. Die künstlerische Hinwendung zu fremden Kulturen verbindet sich hier mit einer durchaus bürgerlich westlichen Vorstellung des Eherituals. - Die vollständige Folge in ausgezeichneten Drucken mit Rändchen um die Einfassungslinien. Minimale Alters- und Gebrauchsspuren, Nr. 4 mit zarten Trockenfältchen, sonst sehr schön und einheitlich erhalten. Beigegeben von Chodowiecki "Die sechs Türken zu Pferde" (Engelmann 25) und die komplette 12-teilige Folge "Heiratsanträge. Erste Folge" (Engelmann 345).

Fächer
Faltfächer mit höfischen Figuren in Palästen und Gärten (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso)
Los 6395

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
750€ (US$ 862)

Details

Faltfächer mit höfischen Figuren in Palästen und Gärten (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso).
Blatt aus Seide, beidseitig mit reicher Deckfarbenbemalung, die Kleidung der Figuren applizierte Seidenstücke, die Köpfe reliefierte Applikationen, das asymmetrische Gestell aus schwarz lackierten Holzstäben mit zweifarbigem, figuralem Goldlackdekor, Seidenquasten mit Zierknoten. Spannweite 30 x 51 cm. China (wohl Kanton), 19. Jh.


Fächer
Faltfächer mit Szenen einer Umwerbung (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso)
Los 6396

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
450€ (US$ 517)

Details

Faltfächer mit Szenen einer Umwerbung (recto) und Blumen mit Schmetterlingen (verso).
Blatt aus Papier, beidseitig mit Farblithographien, recto teils handkoloriert und goldgehöht, das Gestell aus schwarz lackierten Holzstäben mit Chinoiserie-Dekor in Gold. Spannweite 28 x 51,5 cm. Kontinentaleuropa, um 1900.


Deutsch, wohl Sächsisch
1. Hälfte 18. Jh. Figurine eines Chinese mit Kegelhut und Laterne
Los 6397

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
3.250€ (US$ 3,736)

Details

1. Hälfte 18. Jh. Figurine eines Chinese mit Kegelhut und Laterne.
Holz, geschnitzt, farbig gefasst und mit Resten von Vergoldung auf dem Bolusgrund. Höhe 49,5 cm.



Provenienz: Berliner Privatsammlung.

Lot 6402, Auction  127, Boucher, François, Figures chinoises

Boucher, François
Figures chinoises
Los 6402

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
500€ (US$ 575)

Details

Figures Chinoises: POÏ NOU ou Servante Chinoise; Femme de MATSMEY à la terr d'Ieço.
2 Radierungen nach Antoine Watteau. Je ca. 21,3 x 15,5 cm. (1731). Dacier-Vuaflart 235 und 237.

Die vorliegenden Radierungen, Blatt 2 und 4, gehören zu einer größeren, insgesamt 30 Blatt umfassenden Folge mit chinesischen Kostümstudien, die beide auch als Teil einer eigenständigen, zwölfteiligen Suite Diverses Figures Chinoises et Tartares publiziert wurden. Die Motive entstanden wohl im Zusammenhang mit den Dekorationen von Antoine Watteau im Château de la Muette. Watteaus Arbeiten gehen vermutlich auf Zeichnungen jesuitischer Missionare zurück, welche die Zeichnungen nach Frankreich brachten.
Ausgezeichnete Drucke mit Rand. Lediglich leichte Altersspuren und minimal vergilbt, jeweils mit winzigem Braunfleckchen, verso kleine Montierungsreste, sonst tadellos.

Lot 6405, Auction  127, Trapp, Hede von, Chinoiserie

Trapp, Hede von
Chinoiserie
Los 6405

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
188€ (US$ 216)

Details

Chinoiserie.
Radierung in Grün auf gelber Platte, auf Similijapan. 20 x 15,3 cm. 1913. Signiert und bez. "Probedruck / zu Chinoiserie".

Ganz ausgezeichneter Druck mit dem wohl vollen Rand. Minimal angestaubt, zarte Quetschfältchen vom Druck, sonst sehr schön.

Pillement, Jean-Baptiste - nach
Petits Parasols Chinois
Los 6410

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
425€ (US$ 489)

Details

nach. "Petits Parasols Chinois".
4 Radierungen von Jean-Jacques Avril. Je ca. 23,7 x 16 cm. 1773-1774. Le Blanc, aus 86-103.

Der chinesische Sonnenschirm (Parasol Chinois) war als Element in den Landschaftsgärten des ausgehenden 18. Jahrhunderts sehr verbreitet und ist als Ausdruck der Sehnsucht nach fernen Kulturen zu verstehen. Pillements phantastische Erfindungen zeigen daher keine tragbaren Sonnenschirme, sondern kleine in Gartenarchitekturen (Follys), die dem Schutz vor dem Wetter dienten. Mit der französischen Revolution wurden auch die "Parasol Chinois" als Wahrzeichen der untergehenden, aristokratischen Kultur angesehen und teils zerstört (Eremitage Arlesheim, Kanton Basel). - Aus einer 18-teiligen Folge. Prachtvolle, kräftige Drucke mit breiten Rändern, teils mit den originalen Schöpfrändern. Heftspuren im linken weißen Rand, vereinzelt schwache Knickspuren, leicht angestaubt, sonst sehr schöne Exemplare.

Lot 6412, Auction  127, Kuhnert, Wilhelm, Pandabär im Bambuswald

Kuhnert, Wilhelm
Pandabär im Bambuswald
Los 6412 [*]

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.500€ (US$ 1,724)

Details

Pandabär im Bambuswald ("Bambusbär").
Schwarzer und grauer Stift, Pinsel in Grau, Deckweißhöhungen. 33,8 x 24 cm. Unten rechts signiert "W. Kuhnert", oben links in Bleistift bez. "Bambusbär ailuropus melanoleucus", sowie oben links "H. 300" und Maßangabe in rotem Stift. Vor 1901.

Vorzeichnung zu der Illustration "Bambusbär" auf S. 376 im 2. Band (Das Thierleben Asiens, Amerikas und Australiens) von Wilhelm Haacke und Wilhelm Kuhnert: Das Thierleben der Erde, Berlin 1901.

Lot 6416, Auction  127, Menzel, Adolph von - nach, Japanischer Stickkünstler

Menzel, Adolph von - nach
Japanischer Stickkünstler
Los 6416

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)

Details

nach. Japanischer Stickkünstler.
Heliogravure. 23,9 x 33,2 cm. Unten rechts mit der eigenhändigen Signatur von Adolph Menzel "A v. Menzel. / 28ten Jan. [18]87". Boetticher 102.

Auf ihrer europäischen Tournee machten im Jahr 1885 über hundert japanische Handwerker mit ihren Familien Halt in Berlin und München. War der Anblick japanischer Kunst und Objekte zu der Zeit vielen Menschen mittlerweile vertraut, hatte die Begegnung mit den Herstellern im späten 19. Jahrhundert noch das Zeug zur absoluten Sensation. Quartier bezogen die fernöstlichen Besucher in den „Japanischen Dörfern“, wo sie in nachgebauten Straßenzügen und Werkstätten ihre Fähigkeiten demonstrierten. Alle traditionellen Handwerkkünste waren vertreten, für die das kaiserliche Reich bekannt geworden war, darunter Seidensticker, Elfenbeinschnitzer und Porzellanmaler. Wie für tausende andere Besucher war die Vorführung künstlerischer und handwerklicher Fertigkeiten auch für Menzel von besonderem Interesse. Zeugnis davon legt eine Bleistiftzeichnung in der National Gallery in Washington (inv. 1971.61.2) ab, die einen Sticker bei der Arbeit in Begleitung seiner Familie zeigt. Die Zeichnung entstand für den Münchner Verlag F. Bruckmann, der die Heliogravüre verbreitete - hier vorliegend in einem vom Künstler eigenhändig signierten Exemplar.

Japan
Landschaften und Porträts aus Japan
Los 6417

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)

Details

Fotografen: Adolfo Farsari (1841-1898) und weitere. Porträts und Landschaften aus Japan.
22 handkolorierte Albuminabzüge. Jeweils ca. 21 x 27 cm. Teilweise mit Titeln und Nummern im unteren Negativrand. 1890er-Jahre.

Diese gut erhaltene Gruppe handkolorierter Albuminabzüge vermittelt ein lebendiges Bild Japans der Meiji-Zeit und verbindet Landschaftsansichten mit einer Vielzahl von Porträtmotiven. Zu den Höhepunkten zählen Außenszenen mit Geishas in traditioneller Kleidung, aufgenommen in Gartenanlagen oder Tempelhöfen, ebenso wie formalere Studioaufnahmen. Besonders hervorzuheben ist eine Darstellung von Kabuki-Schauspielern in einer theatralischen Nachstellung des historischen Rituals des Seppuku, ein Motiv, das auf die Bildwelten verweist, mit denen das vormoderne Japan für den westlichen Betrachter inszeniert wurde. Für den Exportmarkt produziert, sind die Abzüge exemplarisch für die feine Kolorierung und sorgfältige Komposition der Yokohamaer Ateliers um Adolfo Farsari.

Lot 6419, Auction  127, Berg, Albert, Friedhof in Nagasaki auf Kyushu in Japan

Berg, Albert
Friedhof in Nagasaki auf Kyushu in Japan
Los 6419

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)

Details

Friedhof in Nagasaki auf Kyushu, Japan.
Schwarze Kreide auf festem Velin. 27,9 x 37,8 cm. Unten links betitelt und datiert "Nagasaki [18]61", unten rechts Annotationen in Rötel und Bleistift.

Bei dem Blatt handelt es sich um die vor Ort entstandene Vorzeichnung für die Tafel 8 in Bd. 2 von "Die Preußische Expedition nach Ost-Asien. Ansichten auf Japan, China und Siam, Berlin 1864".

Japanisch
1900. Zwei Ansichten des Toshogu-Schreins in Nikko
Los 6420

Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
4.375€ (US$ 5,029)

Details

1900. Zwei Ansichten des Toshogu-Schreins in Nikko.
2 Zeichnungen, je Aquarell über schwarzer Kreide auf Whatman-Velin, hinter Passepartout montiert. Je ca. 34 x 51 cm. Ein Blatt unten rechts signiert "S. Suzuki / Nikko", das andere unten links "Nikko / Y. Yoshisawa", auf den Passepartouts vom ehem. Besitzer signiert und datiert "ARickmers 1 May 1900" (wohl Andreas Rickmers) sowie bez. "Jyeyasu Tempel in Nikko / Japan" bzw. "Tempel der heiligen Tänzerinnen / Jyeyasu Tempel / Nikko (Japan)", verso dieselben Annotationen sowie auf Japanisch bezeichnet oder signiert.

Die Firmengeschichte der norddeutschen Schiffsbauer- und Reederfamilie Rickmers ist eng mit Ostasien verbunden. Nachdem der Reishandel zwischen den Vereinigten Staaten und Europa infolge des amerikanischen Bürgerkrieges stark eingeschränkt war, begann die Familie Rickmers, mit eigenen Schiffen Reis aus Asien zu importieren. 1895 wurde ein regelmäßiger Liniendienst nach Ostasien aufgenommen, der Japan über Shanghai und Hong Kong ansteuerte. Für das Frühjahr 1900 - der auf unseren Zeichnungen annotierten Datierung - ist der Frachter Mabel Rickmers in Japan nachweisbar. Er löschte im April in Kobe eine Ladung Petroleum aus Amerika und setzte nach fünfwöchiger Ankerzeit wieder Segel. In dieser Zeit wurde in der Familie der Reishandel von Andreas Rickmers übernommen, dessen Beziehung zu Japan deshalb besonders eng gewesen sein dürfte. Ob er im Mai 1900 selbst geschäftlich in Japan war oder ihm die vorliegenden Aquarelle von der Besatzung der Mabel Rickmers zurückgebracht wurden, muss offen bleiben.
Die beiden Blätter zeigen je eine Ansicht des berühmten Tempel-Schrein Komplexes von Nikko aus dem 17. Jahrhundert rund um das Mausoleum des ersten Tokugawa Shoguns. Die erste Ansicht zeigt den Aufgang zur Schreinanlage, die man oben durch das Yomeimon-Tor betritt. Ist dieses durchschritten, gelangt man in den Innenhof, der auf der zweiten Vedute zu sehen ist. Auf dieser ist links vorne das Gebäude festgehalten, in dem die rituellen Tänze (Kagura) stattfinden.

Provenienz: Womöglich Sammlung Andreas Rickmers (1835-1924), Bremen.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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