Brillat-Savarin, J.-A.
Physiologie des Geschmacks. Braunschweig, Friedrich Vieweg und Sohn, 1865
Los 391
Schätzung
300€ (US$ 341)
GASTROSOPHIE
Brillat-Savarin, (Jean Anthelme). Physiologie des Geschmacks oder physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse. Übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Carl Vogt. XL, 423 S. 16,5 x 11 cm. Etwas späterer marmorierter Halblederband mit RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Braunschweig, Friedrich Vieweg und Sohn, 1865.
Horn-A. 389. Weiss 504. Vgl. Drexel 761. Georg 496. Mueller 30. – Erste deutsche Ausgabe. "Das berühmteste Buch, das je über die Gastronomie geschrieben wurde" (Schraemli 78 zur illustrierten französischen Ausgabe von 1864). Der Erstdruck erschien in Frankreich bereits 1825 in 500 Exemplaren. – Vorderes Innengelenk angeplatzt, sonst wohlerhalten.
Collingwood, Francis und Woollams, John
Neues Londner Kochbuch
Los 392
Schätzung
500€ (US$ 568)
Collingwood, Francis und John Woollams. Neues Londner Kochbuch oder allgemeiner Englischer Küchen-Wirthschafter für Stadt und Land enthaltend vollständige Anweisungen zur Zubereitung aller Arten von Speisen und Tafelgetränke, zur Tafelbäckerey, Conditorey, zum Einmachen und Einlegen der Früchte. 1 Bl., XII, 611 S., 15 Bl. Mit 2 gestochenen Frontispizen und 12 Kupfertafeln. 20,5 x 12 cm. Leder d. Z. (etwas berieben und bestoßen sowie mit Fehlstelle am RDeckel) mit goldgeprägtem RSchild, Rückenvergoldung und goldgeprägter DFilete und Stehkanten. Leipzig, Friedrich Gotthelf Baumgärtner 1794.
Weiss 634. Horn-Arndt 238. VD18 10210598. Vgl. Vicaire 189. – Erste deutsche Ausgabe. Seltenes Kochbuch von Francis Collingwood und John Woolams, die beide Oberküchenmeister im Kron-Hotel waren. – Teils stock- und braunfleckig, sonst gutes Exemplar.
Goullon, François le
Der neue Apicius oder die Bewirthung vornehmer Gäste
Los 393
Schätzung
300€ (US$ 341)
Goullon, François le. Der neue Apicius oder die Bewirthung vornehmer Gäste so wie es die feinere Kochkunst und der Geschmack des 19. Jahrhunderts gebietet. X, 206 (von 210) S. Mit 5 mehrfach gefalteten Kupfertafeln. 15 x 9,5 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und bestoßen, hs. RSchild) mit RSchild. Weimar, (Selbstverlag), 1829.
Weiss 2246. – Erste Ausgabe. "Selten und gesucht" (Weiss), sonst nicht in den gängigen Bibliographien zu finden. François le Goullon (1757-1839) war Großherzoglich Sächsisch-Weimarischer Mundkoch am Hofe der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach von 1777 bis zu ihrem Tode 1807. Zwei Jahre später eröffnete er das "Hôtel de Saxe" in Weimar, das in mehreren Briefen Goethes erwähnt wird. In diesem humorvoll verfassten Werk geht le Goullon vor allem auf die Gestaltung von Tischgesellschaften, Tafeleinrichtungen sowie die Zusammenstellung von Speisen, Hauptgerichten und Zutaten ein. – Die Seiten 137-140 fehlen. Exlibris. Kaum fleckiges, schönes Exemplar.
Kartoffelbüchlein
und Kartoffel-Kochbuch für Reich und Arm
Los 394
Schätzung
120€ (US$ 136)
Kartoffelbüchlein und Kartoffel-Kochbuch für Reich und Arm oder die Kartoffel in ihrer mehrhundertfältigen erprobten Anwendung zu den mannichfaltigsten Suppen, Gemüsen, Zuspeisen, Salaten, Mehlspeisen, Backwerken und andern schmackhaften Zubereitungen für die Tafel ... Zweite sehr vermehrte Auflage. XXII, 131 S., 1 Bl. 14 x 8 cm. Modernes Halbpergament (berieben) unter Verwendung einer Makulatur mit arabischer Schrift. Weimar, Bernhard Friedrich Voigt, 1840.
Vgl. Weiss 3977. – Zweite Ausgabe eines Kochbuches rund um die Kartoffel von einem "Menschenfreund" verfasst. Enthält "Winke über Kultur der Kartoffeln" mit der optimalen Bepflanzung, Ratschläge zur Benutzung der Kartoffel für zum Beispiel den Viehstand oder den Haushalt sowie mit zahlreichen Rezepten. – Etwas stock- und braunfleckig, vereinzelt feuchtrandig, sonst wohlerhalten.
Kochbücher. Konvolut von 4 Kochbüchern. 17,5 x 10,5 cm. 2 Halblederbände (1 Band mit größerem Wurmfraß, beide berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild; 2 Pappbände d. Z. (etwas bis stärker berieben, 1 Band mit modernem RSchild). Verschiedene Orte und Verlage, 1778-1824.
Vorhanden sind: I. Schreger, Odilo. Der vorsichtige und nach heutigem Geschmacke wohlerfahrene Speismeister. Sammt einer Anweisung zum Kochen, Trenchiren und einigen sonderheitlichen Complimenten. 15 Bl., 484 S., 13, 1 w. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz und Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Augsburg, Söhne Matthäus Rieger, 1778. - Weiss 3484. - II. (Morgenstern-Schulze, Johanna Catharina). und Oekonomie nach systematischer Ordnung. Teil I (von 2) 1 Bl., 564 S., 16 Bl. Danzig, Heinrich Carl Brückner, 1785. - Weiss 3007. - III. Knopf, J. D., und J(ohann) Chr(istian) Förster. Braunschweigisches Kochbuch für angehende Köche, Köchinnen und Haushälterinnen, nebst einer Anleitung zu der so unentbehrlichen Wissenschaft des innern Haushalts. Dritte verbesserte Auflage. XV, 664 S. Mit 3 gefalteten Kupfertafeln. Pappband d. Z. (stark berieben und bestoßen). Braunschweig, Schulbuchhandlung, 1812. - Dittmar 1455. Vgl. Weiss 1079. Georg 1261. nicht bei Horn/Arndt. - IV. Woltersdorf, E(rnst) G(abriel). Das Ganze der Brot-, Semmel-, Kuchen- und Pfefferkuchenbäkkerei, nebst vollständiger Anweisung, alle Arten Nudeln, Oblaten, Küchenbakkwerk, Honigkuchen zu bereiten, Obst zu darren und die vorzüglichsten stellvertretenden Nahrungsmittel zu erzeugen ... für Bäkker von Profession, Wirthschaftsvorsteher und sorgsame Hausmütter. X, 568 S., 3 Bl. Pappband d. Z. (etwas berieben, modernes RSchild). Ilmenau, Bernhard Friedrich Voigt, 1824. - Horn-Arndt 624. Georg 402. Weiss 4291. – Papierbedingt gebräunt, teils stock- und braunfleckig sowie vereinzelt feuchtrandig und mit weiteren kleinen Gebrauchsspuren.
Nürnbergisches Kochbuch
Der aus dem Parnasso ehmals entlauffenen vortrefflichen Köchin
Los 396
Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)
Nürnbergisches Kochbuch. Der aus dem Parnasso ehmals entlauffenen vortrefflichen Köchin ... 6 Bl., 1018 S., 32 Bl. Mit gestochenem Frontispiz, mit 8 (von 15) gefalteten Tabellen und 1 (von 2) Kupfertafel. 20 x 15,5 cm. Pergament d. Z. (berieben, etwa geworfen, Kapitale mit größeren Einrissen und ohne die Messingschließen). Nürnberg, Wolfgang Moritz Endters, 1691.
Weiss 921. Georg 96. Horn-A. 102. – Erste Ausgabe. "Soll von der Gattin des Verlegers zusammengestellt worden sein. Da es mehrere Auflagen erlebte darf man annehmen, dass seine Rezepte dem Geschmack der Zeit entsprachen" (Schramli, Schloß Jegenstorf No. 62). – Vortitel mit größer Fehlstelle ebenso die Kupfertafel, die nur noch als Fragment vorhanden ist. Papierbedingt gebräunt, braun- und fingerfleckig, teilweise feuchtrandig am Kopfsteg.
Parmentier, Antoine Auguste und Chaptal, Jean Antoine Claude
Die Kunst alle Arten Branntwein und Essig zu verfertigen.
Los 397
Schätzung
180€ (US$ 205)
Parmentier, A. A. und J.-A.-C. Chaptal. Die Kunst alle Arten Branntwein und Essig zu verfertigen. XIV, 216 S. Mit einer gefalteten Kupfertafel mit 3 Kupferstichen. 17 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (an den Gelenken und Kanten berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und Deckel-Goldfileten. Leipzig, Supprian, 1802.
Deutsche Ausgabe des populären französischen Werks über Weine, das unter dem Titel "Traité théorique et pratique sur la culture de la vigne" 1801 in Paris erschienen war. Autor ist der Jean-Antoine-Claude Chaptal, der es in Zusammenarbeit mit Antoine Augustin Parmentier (1737-1813) herausgab, um es dann von Karl Wilhelm Boeckmann (1773-1821) ins Deutsche übersetzt zu wissen. – Titel beidseitig gestempelt. Wohlerhalten.
Troppau und Jäg, Eleonora Maria Rosalia Herzogin zu
Freywillig auffgesprungener Granat-Apffel deß christlichen Samaritas
Los 398
Schätzung
600€ (US$ 682)
Troppau u. Jäg, Eleonora M. R. Herzogin zu. Freywillig auffgesprungener Granat-Apffel deß christlichen Samaritas [und:] Ein gantz neues und nutzbares koch-Buch. 2 Teile in 1 Band. 2 Bl., 499 S.; 1 Bl., 120 S., 5 Bl. 1. Titel in Schwarz und Rot. 20,5 x 14,5 cm. Halbleder des 20. Jahrhunderts (etwas berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Wien, Leopold Voigt, 1697.
Weiss 2300. Vgl. VD 17 23:749661D und 23:242595G (nur aus dem Jahr 1699). Ferchl S. 141. Ferguson I, 235 f. Schelenz 515 f. Wellcome II, 518. – Erster Teil in erste Ausgabe hier in der Offizin von Leopold Voigt und nicht bei Erben Widmanstetter. Eines der berühmtesten Beispiele eines Hausschatzes der volkstümlichen Medizin. Mit ca. 1750 Rezepte zu allerlei Krankheiten, darunter zahlreiche diätische Vorschriften für Frauen- und Kinderkrankheiten, aber auch für die Pest, Augen- und Ohrleiden etc. Der mit eigenem Titelblatt versehene Kochbuch-Anhang im ersten Teil enthält 431 Rezepte für u. a. Suppen, Knödel, Gebratenes, Backwerk. "Sehr bekanntes Buch seiner Zeit. In zahlreichen Auflagen erschienen ... Das Kochbuch hatte nach den zahlreichen Auflagen zu schliessen, grossen Erfolg" (Horn-Arndt). Enthält sowohl das medizinische Werk als auch das Kochbuch, dieses wohl auch in der ersten Ausgabe, der Herzogin Eleonora M. R. Troppau und Jäg (1647-1703). – Mit Exlibris auf dem Vorsatz und diese leicht leimschattig. Etwas braunfleckig und insgesamt leicht feuchtrandig am Fußsteg, sonst wohlerhalten.
Warg, Christina
Schwedisches Koch- und Haushaltungs-Buch nebst einem Unterricht auf Seide, Wolle und Leinen zu färben, zum Nutzen junger Frauenzimmer entworfen. Der deutschen Uebersetzung zweyte Auflage.
Los 399
Schätzung
450€ (US$ 511)
Warg, Christina. Schwedisches Koch- und Haushaltungs-Buch nebst einem Unterricht auf Seide, Wolle und Leinen zu färben, zum Nutzen junger Frauenzimmer entworfen. Nach der vierten Auflage des Originals aus dem Schwedischen übersetzt. 6 Bl., 984 S., 8 Bl. 17 x 9,5 cm. Halbpergament d. Z. (etwas fleckig) mit RTitel. Frankfurt und Leipzig, o. Dr., 1777.
VD18 12960829 . Vgl. Weiss 4073 (datiert die 2. Auflage 1788, Kollation: 670 S., 1 Bl.). Nicht bei Horn-Arndt, Vicaire, Simon. – Das beliebte Werk der schwedischen Köchin Christina Warg (1703-1769), es wurde mehrfach verlegt und ins Dänische, Deutsche, Estnische sowie Finnische übersetzt. Die erste deutsche Ausgabe erschien im Jahr 1772 in der Ofizin von A. F. Röse. Dieses hier ist wohl die zweite deutsche Auflage, übersetzt nach der vierten Auflage des Originals. – Titel stärker gebräunt, insgesamt leicht stockfleckig, vereinzelt mit kleinen Wurmgängen (Text leicht betroffen) und minimal knickspurig sonst wohlerhalten. Vorsatz mit Widmung: "Zur Erinnerung an heitere und trübe Stunden. Otto Hasenjaeger 28/8 1922". Selten in dieser Ausgabe im Handel.
wohl-unterwiesene Köchin, Die
lehret wie man allerley herrliche und geringe Speisen delicat zubereiten kan
Los 400
Schätzung
750€ (US$ 852)
Die wohl-unterwiesene Köchin lehret wie man allerley herrliche und geringe Speisen delicat und künstlich bey Gastereyen und Hochzeiten, auch sonsten insgemein für Gesunde und Krancke zubereiten kan, nebst einem Unterricht allerhand Confect, Latwergen, Säfft und andere eingemachte Sachen zuzurichten, Mit einem vollständigen Register versehen. 11 Bl., 528 S., 36 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit gestochenem Frontispiz. 13 x 8 cm. Halbpergament d. Z. (starke Gebrauchsspuren). Nürnberg, Erben Johann Hoffmann und Witwe Streck, 1712.
VD18 1166990X. Weiss 4277 (ohne Bindestrich im Titel) – "Sehr seltenes Nürnbeger Kochbuchs mit 820 alphabetisch geordneten Rezepten von 'Aal braten' bis 'Zucker-Zelten zu machen'. Das Werk wurde später als 'Nürnbergische wohlunterwiesene Köchin' weitergeführt (Weiss). – Sechs Blatt der Lage M mit unfachmännisch überklebtem Riss, dort durch Abklatsch stärker gebräunt. Anfangs etwas gebräunt und braunfleckig sowie mit Feuchtigkeitsrand, vereinzelte Flecken.
Zückert, Johann Friedrich
Allgemeine Abhandlung von den Nahrungsmitteln, von den Speisen aus dem Thierreich, von den Speisen aus dem Pflanzenreich
Los 401
Schätzung
600€ (US$ 682)
Zückert, Johann Friedrich. Allgemeine Abhandlung von den Nahrungsmitteln, von den Speisen aus dem Thierreich, von den Speisen aus dem Pflanzenreich. Teil I-II in 1 Band. XIII, 329 S.; 4 Bl., 176 S. Mit Holzschnitt-Titelvignette und 2 Holzschnittvignetten im Text. 20 x 11,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen, Rückengelenk restauriert) mit goldgeprägten RSchild. Berlin, Mylius August, 1775.
Vgl. Hirsch-Hübotter V, 1051ff. Weiss 4358 (nur 2. Teil). – Erste Ausgabe des ersten und zweiten Teils. Behandelt die Ernährung, Verdauung, Zubereitung der Nahrungsmittel, Küchen- und Tischgeschirre und diätische Regeln über den Genuss der Nahrungsmittel, etc. – Etwas stockfleckig und minimal knickspurig, sonst gutes Exemplar.
Des Churbayerischen
Hohen Ritterordens S. Georgii Wappen-Calender
Los 402
Schätzung
300€ (US$ 341)
HERALDIK UND NUMISMATIK
Des Churbayerischen Hohen Ritterordens S. Georgii Wappen-Calender. 19, 1 l. w. Bl. Mit 2 gestochenen Titeln, 1 Kupferstich, 2 gestochene Texttafeln, 14 gestochene Porträts auf Tafeln und 77 gestochenen Wappen auf Tafeln. 15 x 9,5 cm. Leder d. Z. (berieben, bestoßen, mit kleineren Fehlstellen sowie etwas geworfen). München, Akademische Buchdruckerei, 1770.
Vgl. Pfister I, 2732. Bernd 2409. – Bayrischer Wappenkalender aus dem Jahre 1770 mit zahlreichen Kupferporträts und -Wappen. – Vorderes Innengelenk offen, braun- und fingerfleckig, feuchtrandig, mit Randläsuren und mit wenigen Einrissen.
Jobert, Louis
Einleitung zur Medaillen- oder Münz-Wissenschafft
Los 403
Schätzung
200€ (US$ 227)
Jobert, Louis. Einleitung zur Medaillen- oder Münz-Wissenschafft, zum Unterricht ... nach der letzten Pariser-Edition, welche durch den Herrn Auctorem wieder übersehen, verbessert, und vermehrt heraus gekommen, aus dem Französischen ins Teutsche übersetzet. 15 Bl., 488 S., 12 Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochenem Frontispiz, 2 Textkupfern und 11 Kupfertafeln. 16,5 x 10 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Peter Conrad Monath, 1718.
Lipsius 202. Fromm 13123. Holzmann-Bohatta II, 380. – Erste deutsche Ausgabe der Münzkunde des Jesuitenpredigers und Numismatikers Louis Jobert (1637-1719). Mit einem Anhang: "Neue Entdeckungen in der Medaillen- und Münz-Wissenschaft". Das Frontispiz zeigt zwei Sammler vor einem geöffneten Münzschrank. – Erste Lage mit schmalem Feuchtigkeitsrand, sonst nur gelegentlich etwas fleckig. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.
Schmeizel, Martin. Einleitung zur Wappen-Lehre ... Nebst der vollständigen Blasonirung des völligen Königl. Preußischen Wappens. Zweyte Edition. 10 Bl., 273 (recte 253) S., 1 Bl. Mit doppelblattgr. gestoch. Frontispiz und 37 (1doppelblattgroß) gefalteten Kupfertafel. 17 x 9,5 cm. Halbpergament d. Z. (berieben und etwas bestoßen) mit hs. RTitel. Jena, Melchior, 1734.
Henning-Jochums, Bibl. zur Heraldik S. 14. – "Bei sehr großem Fleiße, hat S. namentlich durch seine Vorlesungen über Geschichte, Geographie und Heraldik sehr nützlich gewirkt ..." (ADB XXXI, 634). Das Frontispiz mit 4 Kostümdarstellungen; die übrigen Tafeln mit zahlreichen Wappen. – Vorsatz mit Besitzvermerk des deutschen Sprachwissenschaftlers Carl Friedrich Aichinger (1717-1782) datiert 1750. Fl. Vorsatz mit montierter Auktionsbeschreibung. Leicht gebräunt.
Ditmar, Theodor Jakob
Geschichte der Israeliten bis auf den Cyrus
Los 405
Schätzung
150€ (US$ 170)
JUDAICA
Ditmar, Theodor Jakob. Geschichte der Israeliten bis auf den Cyrus, zur Ehre und Vertheidigung der Bibel und zur Berichtigung des Wolfenbüttelschen Fragmentisten. 1 Bl., X, 498 S. 17,5 x 10 cm. Moderner Pappband. Berlin, Friedrich Maurer, 1788.
VD18 10674225. – Wohl erste Ausgabe. – Vorsätze leimschattig, Innengelenke verstärkt, Papierbedingt gebräunt und leicht braunfleckig. Selten im Handel.
Josephus, Flavius. Sämmtliche Wercke, als zwantzig Bücher von den alten Jüdischen Geschichten ... Mit vielen Anmerkungen, wie auch accuraten Registern versehen und ausgefertiget von Johann Friedrich Cotta. 3 (statt 4) Bl., 735 S.; 212 S.; 178 S.; 34 S. Titel in Schwarz und Rot. Mit Kupfertitel, 8 (1 gefaltet) Kupfertafeln und gefalteter Kupferstichkarte. 35 x 24 cm. Leder d. Z. (stark berieben) mit schlichter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1736.
Graesse III, 482. – Erste von dem Tübinger Theologen Johann Friedrich Cotta (1701-1779) herausgegebene Ausgabe. – Es fehlt der Vortitel. Die Faltkarte mit verso überklebtem Randeinriss. Leicht fleckig.
Der Weinjude oder Nachricht an das betrogene Publikum. 40 S. 14,5 x 9 cm. Pappband des späten 19. Jahrhunderts (berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Wien, Joseph Edlen von Kurzbeck, 1781.
Wohl erste und einzige Ausgabe dieses antisemitischen Traktats, verfasst von einem "Menschenfreund", der jüdische Weinhändler grundlos der Betrügereien beschuldigt und damit die christliche Gemeinde vor "Fälschungen" warnt. Von uns konnten nur vier weitere Exemplare in Bibliotheken bestimmt werden: Staatsbibliothek München, Staatliche Bibliothek Neuburg an der Donau, Staats- und Stadtbibliothek Augsburg und die Wienbibliothek im Rathaus. – Papierbedingt gebräunt, Titel am Innensteg verstärkt.
Bassaget, Pierre-Numa
Le thou-bohu plaisant" und "Béranger illustré". Album mit 80 Tafeln
Los 408
Schätzung
12.000€ (US$ 13,636)
KULTUR- UND SITTENGESCHICHTE
Meisterwerk der französischen Lithographiekunst zwischen Humorismus, Erotik und Genredarstellungen
Bassaget, Pierre-Numa, Pierre Jean de Beranger, und Frank Teichel. Le Tohu-Bohu Plaisant [und:] Béranger illustré. 2 Werke in 1 Band. Album mit zus. 80 kolorierten getönten Lithographien von Bettannier Frères nach Pierre-Numa Bassaget und Frank Teichel. 54 x 36 cm. Grünes breites Halbleder d. Z. (Kapitale leicht lädiert, etwas stärker beschabt und bestoßen, berieben) mit goldgeprägtem Rückentitel und Namen "Le tohu-bohu plaisant - Béranger illustré" sowie mit marmorierten Deckelbezügen (diese teils mit großen Fehlstellen, Wellungen, Läsuren). Paris, Lemercier für Bulla Frères und Jouy, Berlin, Friedrich Ebner, London, E. Gambart und New York, Emile Seitz, o. J. (um 1850).
Überaus seltenes Meisterwerk der französischen Lithografiekunst zwischen Humorismus, Erotik und Genredarstellungen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, herausgegeben von der produktiven Firma Bulla Frères, die die Lithographien nach Entwürfen von Pierre-Numa Bassaget, Pierre Jean de Beranger und Frank Teichel in der lithographischen Anstalt von Bettannier Frères in Paris auf den Stein bringen ließ, um sie dann unter der Verwendung von Tonplatten-Unterdruck fein kolorieren und teils mit Eiweiß höhen zu lassen.
Das hier vorliegende Album vereint zwei lithographische Folgen: "Le thou-bohu plaisant" mit dem "Béranger illustré". "Le Tohu-Bohu Plaisant", etwa "Das freudvolle Durcheinander" oder, wie der Band auf Englisch übersetzt wurde "The Chaos and Pleasantries of Human Relationships", ist eine visuelle Fantasie aus grotesken Begebenheiten, chaotischen Haushaltspannen und komischen Katastrophen, mit zahlreichen entzückenden Nacktdarstellungen und schlüpfrigen Szenen, dargestellt in der pikanten Sprache der Karikatur. Stilistisch verbunden mit den "Histoires en estampes" eines Rodolphe Töpffer und dem proto-sequenziellen Humor von Grandville, schwelgen Bassagets und Teichels Illustrationen in wirbeligen Erzählszenen, dicht bevölkert mit skurrilen Figuren in intimen Darstellungen.
In "Je ne trouve plus ma rosette!" lässt das hübsche Mädchen den Kavalier ihr Mieder absuchen, während das eine, züchtig gekleidete Mädchen in ein Buch schaut, arbeitet das andere nackte an seinem Putz: "Chacun prend son plaisir où il le trouve". Neckisch spritzt der Liebhaber seiner Verehrten den ganzen Schaumwein ins Decolleté, "Hör doch auf, du machst mich ja ganz feucht" ("Finis donc! tu me mouilles"). In Les loisirs du Bain" rauchen zwei halbnackte Frauen genüsslich und neckisch ihre Zigaretten am Ufer eines Baches, "La Chatte" gegrüßt nicht nur die spärlich bekleidete Jungfrau ihren durchs Fenster einsteigenden Galan, sondern auch eine das weibliche Geschlechtsteil symbolisierende Katze und was gleich auf dem Heuboden in "Le Genier" passieren wird, bleibt der Fantasie des Betrachters vorbehalten.
"Le Tohu-Bohu Plaisant" ist in institutionellen Beständen so gut wie nicht nachweisbar. Es gibt keine Exemplare in OCLC, BnF, CCFr oder Standardbibliografien (Gumuchian, Cohen-De Ricci usw.). Die erhaltenen Exemplare scheinen sich in der Anzahl der Tafeln und ihrer Zusammensetzung zu unterscheiden, was auf einen unregelmäßigen oder nicht standardisierten Herausgabeprozess hindeutet. – Das feste, weiße Lithographiepapier ist papierbedingt teilweise etwas sprenkelfleckig, die Darstellungen sind jedoch nur ausnahmsweise betroffen, sie sind in bemerkenswert nuancierter Farbigkeit handkoloriert auf bestem Druck. Kein vollständiges Exemplar in der Bibliothèque Nationale in Paris.
Große Mittelmeerfahrt 1935
2 Fotoalben mit über 800 Postkarten und Vintage Fotoabzügen
Los 409
Schätzung
300€ (US$ 341)
Große Mittelmeerfahrt 1935. 2 Fotoalben mit über 800 Postkarten und Vintage Fotoabzügen einer Mittelmeerreise im Frühjahr 1935, teils betitelt. 1. Teil: Venedig (Abreise 11. 3. 1935) bis Jerusalem (24. 3. 1935) - 2. Teil: Beirut (Abfahrt 25. 3. 1935) bis Genua (Ankunft 3. 4. 1935). Montiert auf festem Kartonpapier in blauem Originalleinen mit goldgeprägtem Deckeltitel. 33 x 34,5 cm. 1935.
Die Alben dokumentieren eine ausgedehnte Reiseroute durch das östliche Mittelmeer mit Stationen in Italien, Griechenland, der Türkei, Syrien, dem Libanon, Palästina und Ägypten.
Zu sehen sind Ansichten aus Venedig, Korfu, den Dardanellen und Konstantinopel (Istanbul) mit Galata und der Hagia Sophia, weiter über Beirut, Damaskus (Omajaden-Moschee) und Baalbek (Ruinen von Heliopolis) bis nach Jerusalem, Bethlehem, Nazareth und an den See Genezareth.
In Ägypten Aufnahmen aus Port Said, Kairo, Gizeh, Memphis, Sakkara und Theben, darunter die Pyramiden sowie eine Gruppenaufnahme der dreizehnköpfigen Reisegesellschaft auf Kamelen vor den Pyramiden. Die Rückreise führte über Taormina, Neapel mit dem rauchenden Vesuv-Vulkan, Pompeji und Genua bis nach Zürich.
Die Fotografien zeigen eine große motivische Vielfalt: Landschaften, Tempel- und Ruinenansichten, Hafen- und Straßenszenen, Innenräume, Skulpturen und Alltagsszenen, ergänzt durch Momentaufnahmen der Reisenden an Bord und unterwegs, im Speisesaal, beim Wandern.
Guevara, Albertinus de
Erster (Ander - Dritter schönster und letzter) Theil der guldenen Sendtschreiben
Los 410
Schätzung
500€ (US$ 568)
Guevara, Antonio de. Erster [und] Ander [sowie] Dritter schönster und letzter Theil der guldenen Sendtschreiben. Durch A. Albertinum auß der Hispanischen in die Teutsche Sprach auffs fleissigst verwendt. 3 Teile in 1 Band. 4 nn., 216 num., 4; 2 nn., 246 num., 4; 2 nn., 198 num., 4 nn. Bl. Mit 3 ganzseitigen Holzschnitt-Druckermarken, Titel in Schwarz und Rot. 21 x 16,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (2 obere Kapitaleinrisse, fleckig, stärker berieben, Gelenke brüchig bzw. minimal eingerissen) über abgefasten Holzdeckeln und 3 Bünden mit 2 hs. RSchildern, 2 intakten (davon eine mit Einriss) ziselierten Messingschließen. München, Adam Berg, 1607.
Dünnhaupt, 198, 3.4 (unter Albertinus). Goedeke II, 580. Gemert 298. Nickisch 54-56. – Vierte Auflage. Bei dem hier übersetzten Werk handelt es sich um die "Epistolas familiares" von Antonio de Guevara (1480-1545), eines bekannten spanischen Schriftstellers und Historikers, 1539 erstmals pupliziert. Diese Übersetzung von Aegidus Albertinus (1560-1620) erschien erstmals 1600 und wurde mehrfach veröffentlicht.
Die einzelnen Teile bestehen aus kürzeren Kommentaren, Abhandlungen, Anmerkungen und Überlegungen zu einer Vielzahl erbaulicher, historischer, philosophischer, sozialer und rechtlicher Themen. Das Kapitel "Frauen" wird recht ausführlich behandelt (I, S. 109 ff.), mit nicht ganz zeitgemäßen Bemerkungen und Anweisungen zum Verhalten von Frauen, wie "Das ein Weib nicht züchtig und nicht geschwetzig sein soll" oder "Das ein Weib eingezogen und behuetsamb gehen sol", andererseits ermahnt er den Mann "... gegen ihren Weibern nicht gar streng zu sein".
Doch auch ungewöhnliche Themen werden behandelt, so etwa über die "Erfindung der Galeeren" oder über die Seefahrt (II, S. 232 ff.). Heutzutage vielleicht am interessantesten die Kommentare zum Tanz (II, S. 68 ff.). – I. Titel mit hs. Bestitzvermerken, II. und III. Titel mit kleiner Hinterlegung (ohne Textverlust), leicht gebräunt und fleckig, gutes Exemplar.
Laistner, Ludwig
Das Rätsel der Sphinx. Berlin, Wilhelm Hertz, 1889
Los 411
Schätzung
240€ (US$ 273)
Laistner, Ludwig. Das Rätsel der Sphinx. Grundzüge einer Mythengeschichte. 2 Bände. XXIV, 343 S.; 1 Bl., VI, 471 S. 22 x 14 cm. OLeinen mit Gold- und Schwarzprägung. Berlin, Wilhelm, Hertz, 1889.
Erste Ausgabe der Schrift des Tübinger Kultur- und Literaturhistorikers Ludwig Laistner (1845-1896). "Unter dem Einfluß seines Landsmanns und Freundes W. Hertz wandte er sich immer mehr auch der Sagenforschung zu und versuchte, die Entstehung der Mythen aus realen, natürlichen Vorgängen abzuleiten: Aufsteigende Nebel werden in der Sage unter anderem als das Kochen der Zwerge gedeutet (Nebelsagen, 1879), der Alptraum wird als Drücken der Alpgeister erklärt (Das Rätsel der Sphinx, Grundzüge einer Mythengeschichte, 2 Bde., 1889). Indem Laistner die Mythenbildung mit Hilfe etymologischer Konstruktionen ausschließlich auf das Traumerlebnis zurückführen will, überschätzt er die Bedeutung der Traumphantasie. Trotz dieser Schwächen gehört er zu den bedeutendsten und eigenständigsten Sagenforschern seiner Zeit" (NDB XIII, 423). – Sehr schönes und wohlerhaltenes Exemplar.
Mallefille, Felicien. Die Memoiren des Don Juan. Deutsche vollständige Ausgabe. Neu bearbeitet von G. von Jonelli. 5 Bände. Mit zahlreichen Illustrationen auf Tafeln von Coeurdame. 21,5 x 15 cm. Illustrierte OHalbleinenbände (etwas fleckig und berieben, Gelenke etwas gelockert). Leipzig, Prag und Wien, Alois Hynek (1914-1915).
Erste Ausgabe dieser Übersetzung, die erste deutsche Ausgabe erschien 1848. Félicien Mallefille (1813-1868) kam bei der Abfassung dieses seinerzeit sehr erfolgreichen Romans seine Affäre mit George Sand zugute - vielleicht auch der Roman der Affäre. – Etwas fleckig, ein vorderes Innengelenk geplatzt.
Menage, (Gilles). Menagiana, ou bons mots, rencontres agreables, pensées judicieuses et observations curieuses. (Hrsg. von A. Galland, Goulley, Faydit und La Monnoye. Mischaufl.). 4 Bände. Mit 3 gestochenem Frontispiz. 14 x 8,5 cm. Pergament des 19. Jahrhunderts (etwas fleckig, berieben und bestoßen) mit alten RSchildern. Amsterdam (und Paris), Braakman, (Delaulne und de Coup, 1693)-1716.
Goldsmith M 849 und 850.Vgl. Cioranescu 46814 (EA von 1693). – Brunet III, 1616 " ... un des meilleurs recueils en ce genre qui aient encore paru…". Band I Nachdruck der Pariser Ausgabe aus demselben Jahr, Band II wohl in erster Ausgabe Paris 1695, Bände III und IV aus Amsterdam 1716. Die "Menagiana gehören zu den interessantesten Schriften ihrer Art, in so fern sie die unterhaltendsten Notizen zur Geschichte des damaligen gelehrten und geselligen Lebens in Paris enthalten. Beides kannte Ménage, der zu gleicher Zeit prahlhafter Pedant, süsslicher Stutzer und kriechender Schmarotzer war, besser, als vielleicht irgend einer seiner Zeitgenossen" (Ebert 13768). – Titel von Band I unten angerändert (Verlust des Druckjahres), es fehlen in diesem Band die letzten 3 Blätter der Vorstücke. Frontispiz von Band II eingerissen. Unterschiedlich gebräunt und braunfleckig.
(Oxenstierna, J. T. von). Recueil de pensées sur divers sujets. 3 Teile in 1 Band. 124 S., 2 Bl.; 4 Bl., 102 S., 2 Bl.; 4 Bl., 109 S., 1 Bl. Mit 3 (wdh.) gestoch. Titelvignetten. 16,8 x 10,5 cm. Pergament d. Z. mit goldgepr. Rückentitel. Frankfurt a. M., A. Henscheit, 1721.
Erste französische Ausgabe. Später mehrfach aufgelegte und auch ins Deutsche übersetzte Betrachtungen des großen Axel Oxenstierna (1666-1733), aufgezeichnet von seinem Neffen, Johann Thuresson Oxenstierna. - Die Gedanken und Reflexionen drehen sich u.a. um: Freundschaft, Faulheit, Karneval, Italien, Freude, Trauer, Tanz, Polen, Schicksal, Gottesdienst, die Jagd, Komplimente, Leidenschaften, Brutalität, das irdische Paradies, Neapel, das Landleben, das Theater, die Jahreszeiten, Erziehung, Schönheit, Philosophie, Wein, Gesundheit, Alter, Freiheit, Tränen, plötzlichen Tod, die Blindheit einer Mutter für die Fehler ihres Sohnes, Einsamkeit, Gesundheitspflege, Strafen, Unschuld, Gerechtigkeit, Astronomie und vieles mehr. - Selten, im KVK in Deutschland nur Nachweise in Berlin und München. - Hin und wieder leicht gebräunt.
Rémusat, Claire Élisabeth Jeanne Gravier d
A selection from the letters to her husband
Los 415
Schätzung
100€ (US$ 114)
Rémusat, Claire Élisabeth Jeanne Gravier de. A selection from the letters to her husband and son 1804-1813. Published by her grandson P. de Rémusat. Translated by C. Hoey & J. Lillie. 3 Bde. Mit zusammen 53 zusätzlich eingebundenen Tafeln (meist Porträts) in Stahlstich und Lithographie. 22 x 14,5 cm. Halbleder d. Z. (signiert: L. Broca) mit ornamentaler RVergold. und RTiteln (Band 3: Vorderdeckel gelöst, insgesamt Gelenke brüchig). London 1880-1881.
Vgl. Vicaire VI, 109. – Band I in vierter, Band II in dritter, die Letters in erster englischer Ausgabe. Intimberichte vom Hof Napoléons, französisch erstmals 1880 veröffentlicht. Vorliegendes Exemplar mit zeitgenöss. Porträts und einigen Ansichten ausgestattet, teilweise auf eingebundenen Passepartouts montiert. – Bei alle ndrei Bänden ist der Block teils vom Einband gelöst. Titel gestempelt, das Frontispiz der Letters eingerissen.
Tissot, Wilhelm (d. i. F. A. A. Kritzinger). Das curiöse Buch für Menschen, die Kenntnisse von ihrem Körper, und von der Erzeugung der Menschen suchen, auch lange leben wollen. 16,5 x 9,5 cm. Leder d. Z. (etwas beschabt und leicht bestoßen) mit reicher RVergoldung. O. O. 1785.
Weller 567. Jöcher Erg. bd. III, 888f. – Erste Ausgabe des in sechs Teilen hochgradig geschwätzig allerlei "curiöse" Mitteilungen verbreitenden Buches, mit langen Abschnitten über den Beyschlaf, den Genuss der Speisen, die Temperamente etc. pp. Der Leipziger Autor, Buchhändler, Antiquar, Verleger, französischer Sprachmeister und Übersetzer Friedrich Adolph Kritzinger (1726-1793), der sich in Anlehnung an den berühmten Schweizer Arzt Tissot nannte, verfasste eine Unmenge Schriften zum Zeitvertreib. Sie enthielten Historisches, halbseiden Medizinisches und immer wieder durchaus Seriöses, z. B. eine Abhandlung zur Kulturgeschichte des Kaffees. – Etwas gebräunt und teils leicht fleckig.
Wedekind, Karl Ignaz. Geist der Zeit, in einer pragmatischen Darstellung der merkwürdigsten Ereignisse in der physischen, moralischen, litterärischen und politischen Welt. 4 Bände. 20 x 12,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (etwas berieben) mit dezener RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Freiburg und Konstanz, Herder, 1810-1814.
Komplette Folge der interessanten Chronik über die Jahre 1808 bis 1811 und deren komprimiert geschilderten Hauptbegebenheiten in Medizin, Naturwissenschaft, Religion, Pädagogik, Staatskunst, Erfindungen und Entdeckungen und in der Kunst. U. a. über den Code Napoléon und den französischen Handelscodex in Deutschland, über Fellenberg, Pestalozzi, Judenemanzipation, Kanalbau, Institutseröffnungen usw. Die Bände 1808, 1809 und 1811 jeweils mit Verzeichnissen der bedeutendsten Verstorbenen und der wichtigsten Schriften (aus allen Gebieten) des jeweiligen Jahres. – Gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten.
aufmerksame Freymäurer, Der
in und um Deutschland sowohl im Feld, als am Hof
Los 418
Schätzung
500€ (US$ 568)
MASONICA
Der aufmerksame Freymäurer in und um Deutschland sowohl im Feld, als am Hof. 8 Teile in 1 Band. Mit 8 Holzschnitt-Titelvignette (meist wdh.). 16,5 x 9,5 cm. Halbpergament d. Z. (leicht berieben und bestoßen). Frankfurt und Leipzig, (Görlitz, Richter), 1743-1744.
Wolfstieg 502: "Selten". Kirchner 6593. Kirchner, Dt. Zeitschriftenwesen I, 107. – Seltene, vollständige Zeitschrift über die ethischen und philosophischen Grundsätze der Freimaurerei. "Die Zeitschrift bringt, wie alle andern Journale zur politischen Zeitgeschichte, ausführliche Berichte über die politischen und kriegerischen Ereignisse, die in Europa durch den Tod Karls VI. heraufbeschworen wurden .. In den Text verwobene Wendungen .. zeigen, daß beabsichtigt ist, dem Leser dieser Monatsschrift eine gute Meinung von den Arbeiten und Verbindungen des Freimaurerordens zu geben" (Kirchner). – Vorderes Innengelenk offen, vereinzelt minimal braunfleckig und Innegelenk beim Titel des sechsten Teils offen.
Augustin und Numa
und die Ritter des bessern Zeitalters. Ein wichtiger Aufschluß über die jezzige Tendenz der geheimen Gesellschaften und der Frei-Maurerei
Los 419
Schätzung
190€ (US$ 216)
Augustin und Numa, und die Ritter des bessern Zeitalters. Ein wichtiger Aufschluß über die jezzige Tendenz der geheimen Gesellschaften und der Frei-Maurerei insbesondere. Aus Original-Schriften. 103 S. 16,5 x 10 cm. Halbleinen um 1850. Cairo, gedruckt unter den Pyramiden 5797 (d. i. Köthen, Aue, 1797).
Wolfstieg 2031. – "Briefwechsel eines jungen Frmrs Augustin mit dem Großmeister aller Numa (Logen), d. Zwecke des Bundes betr., nebst Normal z. Errichtung des Tempels f. d. Ritter d. bessern Zeitalters, enth. Konstitution, Ritual, Katechismus" (Wolfstieg). – Titel beidseitig gestempelt und mit altem Besitzvermerk. Einige Textblätter ebenfalls gestempelt. Leicht stock- und fingerfleckig, Kanten bestoßen.
Bérange
Les plus secrets mysteres des hauts grades de la maçonnerie dévoilés
Los 420
Schätzung
120€ (US$ 136)
(Bérange). Les plus secrets mysteres des hauts grades de la maçonnerie dévoilés, ou le vrai rose-croix. Traduit de l'Anglois; suivi du Noachite, traduit de l'Allemand. XVI, 152 S. Mit gestochenem Frontispiz und gestochener Falttafel. 17,5 x 11 cm. Interimsbroschur d. Z. (lädiert). "Jérusalem" (d. i. Berlin, Haude und Spener), 1767.
VD18 13942697. Vgl. Wolfstieg 29989. Weller, Druckorte I, 101. Holzmann-Bohatta II, 795. – Erste französische Übersetzung aus dem Englischen. Die erste deutsche Ausgabe erschien im Folgejahr ebenda unter dem Titel Allerneueste Entdeckung der verborgensten Geheimnisse der hohen Stuffen der Freimäurerei, oder der wahre Rosencreutzer. Als mutmaßlicher Verfasser wird im VD18 auch Carl Friedrich Koeppen (1734-1798) genannt. – Kaum braunfleckig, unbeschnitten und mit Randknicken.
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