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Lot 2531, Auction  127, Sagittarius, Caspar, Brief an Johannes Lader. 1675

Sagittarius, Caspar
Brief an Johannes Lader. 1675
Los 2531

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Sagittarius, Caspar, Barock-Schriftsteller, bedeutender Historiker deutscher Landschaften, Professor an der Universität Jena (1643-1694). Eigh. Brief m. U. "Caspar Sagittarius". 21/2 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegel. 4to. Jena 5.II.1675.
Umfangreicher Brief an den Theologen und Historiker Johann Lader am Hochstift zu Naumburg, dem er seine neueste Veröffentlichung, Exercitatio historicae de Eccardo I., Misniae marchione, Jenae anno MII. sepulto (Jena 1675), übersendet und ausführliche Erörterungen zum Inhalt des Werkes (über Ekkehard I., Markgraf von Meißen und seinen Nachfolger Ekkehard II.) und den benutzten Quellen beifügt. Nennt verschiedene Autoren und ihre Beiträge zur Frühgeschichte Thüringens, die er ausgewertet hat und nun eingehend kommentiert und kritisiert. "... Bey Beschreibung der Abtei S. Georg vor Naumburg, darin sonst fast so viel errores, als Zeilen, gedenket er eines Raben, der in Stein gehauen. So E. WolEhrw. davon etwas bewußt, bitte umb communication. Auch da denselben etwas bewußt von Thoma Hebenstreit dem Abt selbigs Closters. Da auch sonsten E. WolEhrw. die Mühe auff sich nehmen wollen und was zur Erläuterung der Naumburgischen Historien dient, communiciren, soll es gerühmet werden. Habe auch deßwegen an den H. Syndicum geschrieben ...". - Gleichmäßg gebräunt; kleiner Ausriss durch Öffnen der Versiegelung. - Von großer Seltenheit; kein Nachweis eines Autographs von Sagittarius im JbdApr. 1950 ff.

Lot 2532, Auction  127, Schriftsteller und Publizisten, Mehr als 50 Briefe und Karten. 1959-1988

Schriftsteller und Publizisten
Mehr als 50 Briefe und Karten. 1959-1988
Los 2532

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Schriftsteller und Publizisten. Mehr als 50 Briefe und Karten. 1959-1988.
Großenteils sehr umfangreiche, gehaltvolle Briefe an politisch interessierte und engagierte Leser oder Rundfunkhörer, die kritische Anmerkungen oder Betrachtungen über NS-Vergangenheit oder aktuelle Politik gesandt hatten. Die Durchschläge dieser Gegenbriefe liegen zusätzlich meistens bei. Vorhanden: Jean Améry (eigh. Briefkarte, 1978). - Rudolf Augstein (masch. Brief, 1976). - Hans Bahrs (2 eigh. Briefe, 1976-1977). - Arnulf Baring (masch. Brief, 1971). - Ingeborg Drewitz (2 masch. Briefe, 1 masch. Postkarte, 1976-1978). - Ralph Giordano (2 masch. Briefe, 1986). - Günter Grass (masch. Brief, mit Umschlag, 1971). - Alfred Grosser (eigh. Brief und eigh. Vis.-Karte, 1975). - Joachim Günther (eigh. Brief, 1974). - Peter Hamm (masch. Brief, 1959). - Stephan Hermlin (kurzer masch. Brief, 1980). - Werner Höfer (3 masch. Briefe, 1969-1981). - Yaak Karsunke (3 masch. Briefe, 1967-1988). - Heinar Kipphardt (masch. Brief, 1981). - Arthur Koestler (4 masch. Briefe, 1972-1974). - Eugen Kogon (2 masch. Briefe, 1958-1967). - Joachim Maass (2 masch. Briefe, 1959). - Kurt Marti ( 2 masch. Briefe, 1 eigh. Brief-Karte, 1961-1967). - Fritz J. Raddatz (1 eigh. Brief, 2 eigh. Postkarten, 1 masch. Postkarte, 1976). - Ludwig Renn (2 kurze eigh. Briefe, 1964-1965). - Else Schimmelpfennig (2 eigh. Briefe, 1 masch. Werkverzeichnis, 1979). - Karl Schnog (2 masch. Briefe, 1956-1957). - Peter Scholl-Latour (masch. Brief, 1970). - Carola Stern (masch. Brief, 1961). - George Tabori (eigh. Brief in engl. Sprache, 1971). - Matthias Walden (4 masch. Briefe, 1979-1984). - Inge von Wangenheim (masch. Brief an Wolfgang Harich, 1983). - Aufschlussreiches Material zur Literatur, Geschichte, Öffentlichkeit und Vergangenheitsbewältigung in der Bundesrepublik Deutschland von den 1950ern bis in die 1980er Jahre. Meist mit diversen Beilagen zu den jeweiligen Autoren.





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Stammbuch
des Sebald Welser, Ratsherrn aus Nürnberg. 1575-1580
Los 2533

Schätzung
20.000€ (US$ 22,727)

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Stammbuch des Sebald Welser, Ratsherrn aus Nürnberg. 94 Bl., mit insges. 106 Eintragungen, davon an Aquarellen und Deckfarbenmalerei enthalten: 38 Wappen-Darstellungen (davon 7 mit einem Bild verbunden) und 31 Trachten- und Szenenbilder sowie 1 Kupfertafel und 36 reine Schrift-Beiträge. 8vo (16,9 x 11,5 cm). rehbrauner Lederband des 17. Jhdts (Remboitage; Kanten berieben, Rücken am unteren Ende mit modernem Leder ausgebessert) aus einer päpstlichen Bibliothek, reich vergoldet mit floraler Ornamentik und päpstlichen Symbolen (Tiara, Schlüssel etc.) auf beiden Deckeln, sowie mit Rückenschild „1575“ und modernem Vorsatzpapier. 1575-1580.

Prachtvoll illustriertes und opulent gebundenes Stammbuch des 16. Jahrhunderts, entstanden auf der „Grand Tour“ des Nürnberger Patriziersohnes Sebald Welser (1557-1589), der sich 1582 vermählte, 1587 Ratsherr in Nürnberg und 1589 Gesandter auf dem Reichstag in Ulm wurde, wo er bald verstarb. Aus den vielen Beiträgen des Stammbuchs gehen als - teilweise mehrmals besuchte - Aufenthaltsorte hervor: Padua (1575-1576), Venedig (1575-1576, 1580), Löwen, Antwerpen (1577), Bologna (1579-1580), Florenz (1579), Rom (1579), Neapel (1579). Wie weit auch die jeweils nur einmal genannten Städte Köln, Passau (1576) und Regensburg (1579) als Aufenthalts- oder Durchreise-Orte zu werten sind, ist unklar. Die Beiträger des Bandes entstammen großenteils Adelsfamilien aus dem deutschsprachigen Raum, darunter junge Herren v. Ortenburg, Teuffenpach, Wiespurgk, Bodelschwingh, Borstell, Maltitz, Windischgrätz, Volhaim, Bernstein, Schönberg, Hochberg etc., aber auch viele Studenten aus dem Bürgertum sind vertreten. Die fast immer lateinischen Schrift-Beiträge sind auf den Blättern öfter in der Weise oben und unten platziert, dass in der Mitte Raum für eine Wappendarstellung belassen ist, auch wenn diese dann schließlich nicht erfolgte. Die sehr fein in beachtlicher Qualität ausgeführten Wappen, Trachten- und Szenenbilder scheinen großenteils von ein- und demselben Künstler zu stammen. Wenn sie nicht Sebald Welser selbst zuzuschreiben sind, so ist anzunehmen, dass er einen Reisebegleiter hatte, der in den Städten jeweils die vorherrschenden Trachten mit fast professionell wirkender Akribie und zierlicher Schönheit im Bilde festhielt. Doppelblattgroße Meisterstücke sind die Darstellung einer Papst-Audienz und eine Ausfahrt des Dogen von Venedig 1576 auf dem „Bucentaurus“, dem "navis qua Venetum Dux die Ascensionis Duni institur“. Die Trachten-Darstellungen zeigen alle gesellschaftlichen Schichten, vom Adels-Ornat über Karnevals-Kostüme, Universitäts-Talare und geistliche Roben bis hin zu Bettelmönchen und einem Flagellanten. - Die Blätter weisen naturgemäß Fingerflecken und andere Gebrauchsspuren auf, sind aber, wie der ganze Band, sorgfältig restauriert und bei dieser Gelegenheit mit weißen Blättern durchschossen worden, um die vielen Aquarelle und Gouachen zu schonen. - Sowohl Heraldikern als auch Kulturhistorikern bietet das Stammbuch des Sebald Welser kostbares Material zur Sozialgeschichte und Ikonographie des 16. Jahrhunderts.

Lot 2534, Auction  127, Stammbuch, des Studenten v. Karstedt in Halle. 1767-1804

Stammbuch
des Studenten v. Karstedt in Halle. 1767-1804
Los 2534

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Stammbuch des Studenten v. Karstedt in Halle (Saale). 237 (statt 262) pag. S. und 4 Bl. Register; davon 64 S. beschrieben oder illustriert. Mit 1 Wappenmalerei auf Pergament und 1 Trompe l'Oeil in mehreren Farben. Quer-gr. 8vo. Brauner Lederband d. Z. (stärker berieben und beschabt) mit ornamentalen Bordüren in Goldprägung auf beiden Deckeln und dem Rücken sowie mit goldgepr. Rückenschild "Stamm-Buch", Goldschnitt und marmorierten Vorsätzen. 1767-1804.
Fast alle Eintragungen von adligen Kommilitonen in Halle, viele in Latein oder Französisch. Vertreten sind die Namen D. W. v. Arnim ("aus der Ukermark"), F. H. J. v. Jeetze, August v. Schlabrendorff, Ludwig Wilhelm Graf v. Gessler, E. v. Berlepsch, E. F. Vogt ("aus Berlin, Hofmeister der H. v. Arnim aus Sukow"), August Wilhelm v. Bismarck (aus Berlin), v. Massow, A. v. Hagen, v. Koeckritz, Carl Friedrich v. Berlepsch, J. G. Fritsche (aus Potsdam), C. D. v. Storch, Georg Friedrich Zimmermann, G. O. F. Rappard, F. F. v. Schierstedt, Wilhelm von Querenheimb, v. Sydow, Friedrich Chr. August von Arnim, Franz Carl Ladislaus v. Mosel, N. C. F. v. Burghausen, C. L. Curtius, Jean Thornton (aus London), v. Krosigk, Kircheisen (Jurist), Joh. Friedrich Lorenz, G. F. L. v. Uslar, Johann Andreas Riedel, G. A. und J. A. v. Schropp (aus Schlesien), F. H. Matthießen (1768 "von der Insul Sylt, aus Dännemark"), L. Hermann aus Dessau, Baron v. Dürckheim, v. Alvensleben, Ernst Ludwig Heim und viele andere. - Leider fehlen gemäß Paginierung 25 Blatt.

Lot 2535, Auction  127, Stammbuch, eines "Heggi" Kaufmann aus Bern (Schweiz) 1809--1815 + Beilagen

Stammbuch
eines "Heggi" Kaufmann aus Bern (Schweiz) 1809--1815 + Beilagen
Los 2535

Schätzung
220€ (US$ 250)

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Stammbuch eines "Heggi" Kaufmann aus Bern (Schweiz). 61 Bl., davon 39 S. beschrieben oder illustriert. Mit 7 Aquarellen bzw. Gouachen und 4 kolorierten Kupferstichen. Quer-8vo. Geflammter brauner Lederband d. Z. (Deckel leicht gewölbt; Kanten berieben) mit goldgepr. Bordüren und Darstellung von Pfeil und Bogen nebst Köcher auf beiden Deckeln sowie Rückenvergoldung und Goldschnitt. 1809-1815.
Die Beiträge von Verwandten und Freunden in Bern, Burgdorf und Langenthal. Die farbigen Illustrationen zeigen Denkmäler der Freundschaft und ländliche Idyllen; eine Deckfarbenmalerei zeigt eine Ansicht von Burgdorf, signiert "J. D. Zürcher, Januar 1810". - Über einer Eintragung von einem Eduard Pillischody aus dem Jahr 1809 hat der Inhaber des Stammbuchs am 17. Sept. 1814 einen Nachruf hinzugefügt: "Dieser edle Jüngling verlohr sein Leben durch eine Kanonenkugel von dem Fort Erie in Kanada, wo er mit seinen übrig gebliebenen Gefährten den Amerikanern eine Batterie wieder wegnahm." - Etwas stock- und fingerfleckig. - Lose beiliegend eine Grisaille-Zeichnung, ein kolorierter Kupferstich und eine kuriose, überaus dilettantische Beschreibung des Stammbuchs aus einem Antiquariatskatalog. - Ferner beiliegend: Stammbuch-Kassette einer jungen Dame aus dem schlesischen Gottesberg. 19 lose Bl., davon 21 S. beschriftet. Innendeckel mit 2 kolor. Kupferstichen. Quer-kl. 8vo. Halbleder-Kassette mit reicher Tinsel-Vergoldung (minimal defekt) auf beiden Deckeln, Rückenbeschriftung "Amitié 1848" sowie imitiertem Goldschnitt. 1854-1865. - Die Beiträge von Verwandten und Freundinnen, meist in Schreiberhau, ferner Hermsdorf und Rochlitz (alle Schlesien).

Lot 2536, Auction  127, Stammbuch, einer jungen Dame in Merseburg. 1811-1820

Stammbuch
einer jungen Dame in Merseburg. 1811-1820
Los 2536

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Stammbuch einer jungen Dame in Merseburg. Ca. 71 Bl., davon 28 S. beschrieben oder illustriert. Mit 6 Aquarellen. Quer-8vo. Ziegelroter Pappband d. Z. mit schwarzem Rücken und der Aufschrift "pour mes amies"; Deckel und Rücken mit goldgeprägten Bordüren und Eckfleurons, die Deckel mit grünem ovalen Mittelstück, gleichfalls mit floraler Goldprägung. Goldschnitt und marmorierte Vorsätze. In marmoriertem Karton-Umschlag (dieser beschabt). 1811-1820.
Fast alle Eintragungen von Freundinnen und Freunden in Merseburg. Eines der Aquarelle zeigt eine hübsche farbige Gesamtansicht von Merseburg, gefertigt vom "Bruder Friedrich Volckmann" der Stammbuch-Inhaberin. Ein anderes Blatt enthält eine Landschaft mit einer Vase im Mittelpunkt, darüber eine aus den Wolken kommende Hand, die eine Waage mit den Schalen "Liebe" und "Schmerz" hält. Die anderen reizvollen Malereien, teils mit Deckfarben, zeigen Blumengebinde. - Lose beiliegend 1 Blatt mit Aquarell von 1820, ferner 2 vielleicht nicht hierzu gehörige Blätter mit einer Blumenstickerei bzw. einem kolor. Kupferstich. - Stellenweise leicht gebräunt, sonst gut erhalten.

Lot 2537, Auction  127, Stammbuch, des Carl Felix Colberg aus Berlin 1812-1814 + Beigabe

Stammbuch
des Carl Felix Colberg aus Berlin 1812-1814 + Beigabe
Los 2537

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Stammbuch des Carl Felix Colberg aus Magdeburg oder Berlin, wo die Mehrzahl der Verwandten wohnte. Ca. 73 Bl., davon 41 S. beschrieben oder illustriert. Mit 7 aquarellierten Federzeichnungen und 3 kolorierten Kupferstichen. Quer-8vo. Brauner Lederband d. Z. (berieben, das Kapital etwas defekt) mit goldgepr. Bordüren auf beiden Deckeln, Rückenvergoldung mit Rückenschild "Der Freundschaft geweiht" sowie Stehkantenvergoldung und Goldschnitt. 1812-1814.
Reizvoll illustriertes Stammbuch, das zwar nur drei (politisch bewegte) Jahre umfasst, den Inhaber jedoch auf einige Reisen begleitet. Die Beiträge stammen von Eltern, Geschwistern und anderen Verwandten vornehmlich in Berlin, ab 1812 aber bereits Magdeburg, wo der Vater und Freunde wohnen, dann Strehlen, Leipzig (?), Hamburg und 1814 nur noch Neuwied. Die hübschen Illustrationen zeigen ein Bauernhaus, idyllische Schäfer-Szenen, Tempel und Denkmäler der Freundschaft, Blumengebinde sowie 1 Blatt mit farbigen Symbolen einer Leipziger Burschenschaft. - Dabei: Stammbuch der Ida Hiege aus Stendal. 34 Bl., davon 17 S. beschrieben oder illustriert. Mit 4 kolorierten Kupfertafeln und 1 mit Goldschrift bedruckten Titelblatt. Quer-8vo. Ziegelroter Halblederband d. Z. mit goldgeprägten Bordüren und Vignetten auf beiden Deckeln sowie Rückenvergoldung und Aufdruck "Denkmal der Freundschaft". Goldschnitt. 1837-1842. - Die Eintragungen von Verwandten und Freundinnen. Nur der früheste Beitrag in Stendal, die weiteren in Potsdam und Angermünde. Die reizvollen kolorierten Kupfer zeigen Liebes- und Harmonie-Szenen, sind nummeriert und scheinen aus der Berliner Werkstatt von C. Schauer zu stammen.

Lot 2538, Auction  127, Stammbuch, der Anna Mayer in Heidelberg. 1859-1860

Stammbuch
der Anna Mayer in Heidelberg. 1859-1860
Los 2538

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Stammbuch der Anna Mayer in Heidelberg. 63 Bl., davon 32 S. beschrieben oder illustriert. Mit 5 Farblithographien, 1 Stahlstich, 4 Photographien (teils nach Gemälden), 2 ornamentalen Schriftdrucken und 2 getrockneten Blüten. Quer-4to (17 x 23 cm). Lederband d. Z. (unteres Kapital etwas defekt) mit Gold- und Blindprägung auf beiden Deckeln sowie dem vergoldeten Aufdruck "Album" und Goldschnitt. 1859-1860.
Fast alle Beiträge (meist Gedichte) von Verwandten, Freundinnen und Freunden in Heidelberg. Die Abbildungen, darunter zwei schöne Farblithographien mit Ansichten nicht bezeichneter Gebäude (in oder bei Heidelberg?), waren früher oftmals ins Blatt gesteckt, sind jetzt aber z. T. gelöst. - Gleichfalls lose beiliegend 8 Briefe eines Oheims der Anna Mayer aus dem Zeitraum 1878-1882, geschrieben in Ingolstadt, Landshut und Gößweinstein.

Lot 2539, Auction  127, Stammbuch, eines Buchbinders aus Zürich. 1864-1871

Stammbuch
eines Buchbinders aus Zürich. 1864-1871
Los 2539

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Stammbuch eines Buchbinders aus Zürich. Ca. 127 Bl., davon ca. 115 S. beschrieben oder illustriert. Mit ca. 84 Abbildungen in Lithographie, Stahlstich, Bleistiftzeichnung oder Photographie, dazu 2 Bl. mit getrockneten Pflanzen. Quer-gr. 4to (20,5 x 28 cm). Lederband d. Z. (Kanten bestoßen; vom Deckel-Dekor mit 8 Perl-Knöpfen fehlt 1 Knopf) mit Goldprägung, aufmontierter farbiger Ansicht als Mittelstück und goldgepr. Aufdruck "Erinnerung an die Schweiz". 1864-1871.
Die ersten Eintragungen (meist Gedichte) stammen aus Aarau und Zürich im Sommer 1864, wo der Inhaber des reichhaltigen Albums anscheinend eine Buchbinderlehre beginnt. Etwa nach der Hälfte des Bandes, 1867, beginnen bis 1871 andauernde Eintragungen in Chemnitz, wo sich wieder Buchbinderkollegen einschreiben, und es folgt eine Reihe von lithographischen und photographischen Ansichten aus Deutschland. Mehr als 30 Lithographien, Stahlstiche und kleine Photos nach Lithographien zeigen Schweizer und Südtiroler Ansichten, wobei die großen und kleinen farbigen Stücke zum Teil reizvoll und dekorativ sind. Die farbigen Ansichten bewegen sich zwischen 12,5 x 18,5 cm und 7,5 x 11 cm. Auch die schönen lithographischen und Stahlstich-Ansichten aus Deutschland (Elgersburg, Gotha, Coburg, Schwarzburg, Aachen und Neckarsteinach, letzteres in prächtiger Farblithographie) tragen zum Wert des Albums bei. Sogar eine gefaltete Gesamt-Ansicht von Hamburg aus der Vogelschau (17,5 x 32 cm) ist vorhanden. Die 37 Photos, darunter 15 Porträts, mit ihren Reproduktionen von Graphiken und Gemälden bewegen sich meist im Visit-Format, während die Original-Lithographien mit Ansichten öfter Blattgröße erreichen. - Einige lose Schrift-Beilagen.

Lot 2540, Auction  127, Poesie-Album, eines jungen Mädchens aus schlesischem Adel. 1854-1858

Poesie-Album
eines jungen Mädchens aus schlesischem Adel. 1854-1858
Los 2540

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Poesie-Album eines jungen Mädchens aus schlesischem Adel. 36 Bl., davon 54 S. beschrieben. Goldschnitt. Quer-gr. 4to. Brauner Lederband d. Z. (berieben) mit Gold- und Blindprägung sowie vergold. Aufdruck "Album". Sorau und Neisse 1854-1858.
Umfangreiche Gedicht- und Prosa-Zitate, eingetragen von Freundinnen in Sorau und Neisse. Im März 1854 in Sorau beginnend, stammen die Beiträge großenteils von jungen Mädchen aus Adelsfamilien. Am 22. März, "Sorau 14 Tage vor Deiner Confirmation", trägt sich als ihr "Seelensorger" der "Archidiaconus" M. Kirchner ein. Als erste hatte sich Cäcilie v. Schlicht im Album verewigt; es folgen Clementine v. Goldammer, Clothilde v. Schwarzkoppen, Agathe v. Bredow, Thekla Deutsch, geb. v. Horn, Elise, Ida und Eveline v. Gallwitz, Carola, Marie, Jenny und Auguste v. Sobbe, Wilhelmine v. Prondzynska, Toni und Minna v. Triebenfeld, Elisabeth v. Diezelski, Emma v. Kriegstein, Lina v. Schickfuß, Anna v. Besserer. 3 Eintragungen stammen nicht aus Sorau oder Neisse: 1855 Onkel und Tante v. Goldbeck in Hamm sowie 1858 Louise v. Borcke in Berlin. Ferner ein Anzahl bürgerlicher Familien. Zitiert werden längere Passagen aus Werken von Jean Paul, Matthisson, Uhland, Leopold Schefer, Lenau, Geibel, Heine, Victor Hugo und anderen. - Beiliegend handschriftliche Notizen eines Johannes Meyer in Berlin zur Provenienz des Albums, das angeblich einst auch eine Eintragung des Dichters Joseph von Eichendorff enthielt, wozu Meyer notiert: "habe ich für 7,50 Mk West verkauft." - Eichendorff starb 1857 in Neisse.

Lot 2541, Auction  127, Stammbuch-Kassette, eines jungen Herrn Zehme aus Kreypau bei Leuna. 1806-1819

Stammbuch-Kassette
eines jungen Herrn Zehme aus Kreypau bei Leuna. 1806-1819
Los 2541

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Stammbuch-Kassette eines jungen Herrn Zehme aus Kreypau bei Leuna. 26 lose Bl. mit Goldschnitt, davon 31 S. beschrieben oder illustriert. Mit 3 Blumenstickereien und 2 Kupferstich-Ansichten. Quer-gr. 8vo. Braune Leder-Kassette d. Z (Rücken und Kanten beschabt) mit goldgepr. Amphoren-Darstellungen auf beiden Deckeln sowie imitiertem Grünschnitt. Mit marmoriertem Papp-Schuber (dieser defekt). 1806-1819.
Die Beiträge von Verwandten, Freunden und Freundinnen in Kreypau, Leipzig, Merseburg, Schandau und Bautzen, meist im Jahr 1819. Die beiden gestochenen Ansichten zeigen in und bei Merseburg das Schloß und "Beyers Caffeehaus".

Lot 2542, Auction  127, Thiess, Frank, 170 Briefe an ihn. 1923-1928

Thiess, Frank
170 Briefe an ihn. 1923-1928
Los 2542

Schätzung
1.800€ (US$ 2,045)

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Thiess, Frank, Schriftsteller, Publizist, Dramaturg, Regisseur, Kritiker und Literaturhistoriker, Mitglied zahlr. literar. Gesellschaften, Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes und anderer Auszeichnungen, prägte den Begriff "Innere Emigration" (1890-1977). Sammlung von mehr als 170 Briefen und Postkarten an Frank Thiess. Großenteils mit den Umschlägen. 1923-1928.
Große Sammlung literarischer Schreiben deutschsprachiger Autorinnen und Autoren an den ungemein fruchtbaren und vielseitigen, in vielen Bereichen engagierten Frank Thiess; meist umfangreiche eigenhändige Briefe. Darunter: Vicki Baum, Walter Bloem (3), Bernhard Diebold, Otto Flake (14), Georg von der Gabelentz, Paul Gurk, Friedrich Holthaus, Arno Holz, Klabund, Rolf Lauckner (11), Elfriede Lauckner-Thum (Lauckners Ehefrau, Malerin, 7), Florence Losey (Thiess' Ehefrau, Opernsängerin, 62), Walter von Molo (2), Thassilo von Scheffer (3), Otto Wirz (28), Arnold Zweig. - Ferner ca. 35 Briefe und Karten weiterer Personen, großenteils zu Thiess' und eigener literarischer Tätigkeit, darunter Autoren aus Skandinavien und dem Baltikum. Dazu eine Anzahl teils gedruckter Schriftstücke zu verschiedenen Themen. - Reiches Material, mit vielen Einblicken in den deutschen Literaturbetrieb der 1920er Jahre - eine wichtige Ergänzung zu Thiess' Nachlass, der in der Hessischen Landesbibliothek Darmstadt aufbewahrt wird.

Tucholsky, Mary
36 Briefe und Karten an Claus und Katharina Clauberg. 1960-1982
Los 2543

Schätzung
1.500€ (US$ 1,705)

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Tucholsky, Mary (geb. Gerold), Kurt Tucholskys zweite Ehefrau und Nachlaß-Verwalterin, Gründerin des Kurt Tucholsky-Archivs in Rottach-Egern, Herausgeberin zahlreicher Einzelwerke, Briefe und Tagebücher Tucholskys sowie der 10bändigen Ausgabe Gesammelter Werke (1898-1987). Sammlung von 36 Briefen und Brief-Karten m. U. "Mary Tucholsky" sowie 29 Briefumschlägen und mehreren Beilagen. Rottach-Egern 1960-1982.
Reichhaltige Sammlung von masch. Briefen und Brief-Karten (davon 4 handschriftlich) an den Komponisten Claus Clauberg (1890-1963) und seine Witwe, die Sängerin Katharina Witt. Clauberg hatte eine Reihe von Texten Kurt Tucholskys bereits zu dessen Lebzeiten vertont und war trotz sozialistischer Gesinnung nach 1933 in Deutschland sowie nach 1945 mit seiner Ehefrau in der DDR verblieben. Die Briefe (und 5 Durchschriften von Gegenbriefen der Adressatin) handeln von den Tucholsky-Kompositionen Claubergs und von Veranstaltungen mit Texten Tucholskys in der DDR sowie ausführlich von den unermüdlichen Bemühungen Katharina Witt-Claubergs, das Andenken an ihren Mann zu beleben, seine Kompositionen im Rundfunk und auf Veranstaltungen unterzubringen sowie Tantiemen und andere Erlöse zu erwirken. Mary Tucholsky hilft ihr nach Möglichkeit und läßt ihr auch kleine DM-Spenden zukommen. Ihre Äußerungen über das Tucholsky-Archiv geben auch Aufschlüsse über die Entwicklung des Archivs im Verlauf der 22 Jahre.

Lot 2544, Auction  127, Verne, Jules, Billet an einen Herrn in Neuchâtel (Schweiz). 1885

Verne, Jules
Billet an einen Herrn in Neuchâtel (Schweiz). 1885
Los 2544

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Verne, Jules, franz. Schriftsteller, weltberühmter Verfasser utopischer Romane (1828-1905). Eigh. Brief (Billet) m. U. "Jules Verne". 1/2 S. Doppelblatt. Mit eigh. Umschlag. Kl. 8vo. O. O. 17.V. 1885.
An einen Herrn in Neuchâtel (Schweiz). "... Je ne pas trouve rien de mieux a vous transmettre en une phrase que mes remerciments pour votre aimable lettre et l'avarance de toute ma consideration ...". - Mit eigenhändigem Umschlag, bei dem leider der Name des Adressaten überstempelt ist und später auch die Briefmarke ausgeschnitten wurde.

Lot 2545, Auction  127, Vesper, Guntram, Signiertes Manuskript einer Gedichtsammlung. 1959

Vesper, Guntram
Signiertes Manuskript einer Gedichtsammlung. 1959
Los 2545

Schätzung
180€ (US$ 205)

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Vesper, Guntram, Lyriker und Erzähler (1941-2020). Eigh. Manuskript einer Gedichtsammlung mit Unterschrift "Guntram Vesper" am Schluß. 18 Bl., davon 19 S. beschrieben. Bräunliches, büttenartiges Papier mit Fadenheftung. 8vo. O. O. 1959.
"Die Erinnerung an die Erinnerung. Documentagedichte 1959." Kurze Einleitung über Vespers Documenta-Besuch in Kassel, dann 15 Gedichte, jeweils eines pro Blatt, dann ein zweiseitiger, von Vesper kommentierter Bericht aus der Bild-Zeitung über einen Mann, der aus Mordlust nachts auf die Weiden ging und Rinder schlachtete. - An mehreren Stellen Wörter oder Sätze geändert oder getilgt.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.


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