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Lot 2501, Auction  127, Alexis, Willibald, Brief an Carl von Holtei. 1855

Alexis, Willibald
Brief an Carl von Holtei. 1855
Los 2501

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200€ (US$ 227)

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Alexis, Willibald (d. i. Wilhelm Haering), Berliner Schriftsteller und Publizist, erfolgreicher früher Vertreter des realistischen Romans (1798-1871). Eigh. Brief m. U. "W. Haering". 2 S., eng beschrieben. Gr. 8vo. Berlin 4.V.1855.
An den ihm befreundeten Schauspieler, Bühnenautor und Vortragskünstler Carl von Holtei. Bedankt sich für die Zusendung eines Manuskripts von Holtei, das er zum Abdruck befördern werde. "... Sie hat mir recht gefallen, wird aufgenommen u. wahrscheinlich bald abgedruckt werden. Nur bitte ich zu bemerken, dass ich nur Redacteur bin u. mit dem Honorarpunkt nichts zu thun habe; da einige Dich, wenn Du es nicht schon hast, mit Herrn Barthel. - Hoffentlich wirst Du per 1856 nicht in übler Gesellschaft erscheinen ...". Geht dann ausführlich auf eigene Arbeit ein und nennt mancherlei Schwierigkeiten. "... Hätte ich, als ich anfing, gewußt, wohin Preußen einst kommen würde, hätte ich wohl auch einen andern Weg eingeschlagen ...". Behandelt schließlich noch familiäre Nachrichten.

Lot 2502, Auction  127, Archenholtz, Johann Wilhelm von, Brief an den Verleger Camesina in Wien. 1799

Archenholtz, Johann Wilhelm von
Brief an den Verleger Camesina in Wien. 1799
Los 2502

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180€ (US$ 205)

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Archenholtz, Johann Wilhelm von, preuß. Offizier, Historiker, Schriftsteller und Publizist (1743-1812). Brief m. U. "Ihr ergebenster v. Archenholtz". 21/2 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. Hamburg 15.VIII.1799.
An den Buchhändler Joseph Albert Camesina in Wien, dem er diverse Restbestände seiner Zeitschriften und Reihenwerke mit 50 % Rabatt anbietet. "... Da mein Journal Minerva als das größte Magazin der wichtigsten Schriften und Dokumente zur Geschichte der Revolutions-Epoche anerkannt ist, und also auch noch nach Jahren gelesen werden wird, so glaube ich eine respectable Handlung wie die Ihrige auf diesen Umstand aufmerksam machen zu müssen; da die meisten Jahrgänge dieses Werks jezt noch leicht zu ergänzen sind, und manchen Subscribenten damit gedient wäre, wenn es mit nicht grossen Kosten geschehn könte. Diese zu erleichtern ist meine Absicht. Ich trage Ihnen daher die Jahrgänge 1794, 1795, 1796 und auch 1797 ... mit 50 % Rabat an, Fr: Leipzig, wobey der Zahlungs-Termin nach der Ostermesse 1800, oder auch noch später bestimmt werden kann ...". Bietet dann weitere Restauflagen an: die Brittischen Annalen, die Miscellen zur Geschichte des Tages und Select Pieces in Prose and Verse, "das leztere zum Gebrauch derjenigen, die Englisch lernen ... Im Fall Sie ein compl. Exempl: der Minerva für einen Bücherfreund verlangen, oder auch für Ihre eigne Handlung, die doch wohl ein Ex: eines solchen Werks aufs Lager haben solte, so würden wir uns um den Preis wohl verstehen. - Dieser Brief bleibt übrigens unter uns ...". - Ausrisse mit geringem Buchstabenverlust durch das Öffnen der Versiegelung.

Lot 2503, Auction  127, Assing, Ludmilla, Brief an eine Dame wegen Varnhagens Nachlass. 1859

Assing, Ludmilla
Brief an eine Dame wegen Varnhagens Nachlass. 1859
Los 2503

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Assing, Ludmilla, Schriftstellerin, Biographin, Übersetzerin, Herausgeberin, Journalistin und Künstlerin, Nichte Karl August Varnhagens, Herausgeberin seines und anderer Personen Nachlässe (1821-1880). Eigh. Brief m. U. "Ludmilla Assing". 1 S. Blaues Papier mit weißen Einsprengseln. 8vo. Berlin 20.IV.1859.
An eine Dame, die um bestimmte Briefe unter Varnhagens Papieren gebeten hatte. "... Es freut mich sehr, sie jetzt gefunden zu haben, und ich beeile mich, sie Ihnen zu übersenden. Möchte doch eine geeignete Feder eine Lebensskizze von Doctor Frank entwerfen und dadurch das Andenken an einen so ausgezeichneten und eigenthümlichen Mann in unserer Literatur erhalten bleiben! - Ich sage Ihnen nichts von der traurigen Zeit, die ich durchlebt habe. Für ein so glückliches Zusammenleben, wie es mir eine Reihe von Jahren zu Theil geworden, giebt es keinen Ersatz, und die Erinnerung ist das Beste was übrig bleibt ...". - Ludmillas Oheim Karl August Varnhagen von Ense war am 10. Oktober 1858 verstorben.

Lot 2504, Auction  127, Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de, Brief an einen Redakteur. 1780

Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de
Brief an einen Redakteur. 1780
Los 2504

Schätzung
800€ (US$ 909)

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Beaumarchais, Pierre Augustin Caron de, franz. Schriftsteller, Autor des "Barbier de Seville" und "Le Mariage de Figaro" (1732-1799). Eigh. Brief m. U. "Caron de Beaumarchais". 1 S. 4to. (Paris) 13.I.1780.
Wohl an einen Redakteur. Beaumarchais schreibt im Auftrag des Londoner Publizisten Samuel Swinton, Herausgeber des "Courrier de l'Europe" (erschienen von 1776 bis 1792). Swinton als Beaumarchais' Freund "désire obtenir votre avis par Ecrit sur un mémoire à consulter qu'il aura l'honneur de vous presenter et Il pense que si je joins mon instance à la Sienne Il obtiendra plutôt de vous cette consultation qui le presse un peu ...". Er, Beaumarchais, freue sich, auf diese Weise den Kontakt zu dem Adressaten erneuern zu können. - Am unteren Rand knapp beschnitten; 1 kleiner Einriss.

Lot 2505, Auction  127, Béranger, Pierre-Jean de, Brief an Mad. Roland in Paris. Um 1850

Béranger, Pierre-Jean de
Brief an Mad. Roland in Paris. Um 1850
Los 2505

Schätzung
150€ (US$ 170)

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Béranger, Pierre-Jean, franz. Lyriker und Chansondichter (1780-1857). Eigh. Brief m. U. "Béranger". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und vorphilatelistischen Stempeln. 8vo. O. O. (wohl um 1850).
An eine Madame Roland in Paris, der er in einer "affaire" behilflich sein soll. "... Dans les affaires, il faut être précis. Si je n'etais toujours retenu à la chambre j'aurais été causer de cela avec vous. Ayez donc la complaisance de me donner quelques détails bien claires ... s'il m'est possible de vous être utile, je le ferai avec empressement. Mais à dire vrai, il me semble que vous avez plus appuis qu'il n'enfaut pour soulever ce brin de paille ...".

Lot 2506, Auction  127, Biester, Johann Erich, 2 Schreiben über Buchhandel an Daniel Fr. Parthey. 1813-1814

Biester, Johann Erich
2 Schreiben über Buchhandel an Daniel Fr. Parthey. 1813-1814
Los 2506

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250€ (US$ 284)

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Biester, Johann Erich, Berliner Popularphilosoph, mit Kant befreundet, Bibliothekar, Schriftsteller und Publizist, neben Nicolai und Gedike Hauptvertreter der Berliner Spätaufklärung, Mitherausgeber der "Berlinischen Monatsschrift" und der "Berlinischen Blätter", Direktor der Königlichen Bibliothek in Berlin (1749-1816). 2 Schreiben m. U. "Biester". Zus. 2 S. Kl. 4to. (Berlin) 9.IV.1813 und 4.VI.1814.
An die von Daniel Friedrich Parthey geleitete Nicolaische Buchhandlung, wegen Problemen bei der Abrechnung von Bücherkäufen. "Mein Departement ist sehr förmlich, und darum muß ich Sie noch einmal beschweren. Von den 2 Büchern, die ich aus Halberstadt erhielt, war eines für mich selbst, das andere für die Bibliothek verschrieben. Bei meiner Rechnung über das letztere wird nun verlangt: Daß Sie darauf bemerken mögen, daß Ihnen die 4 (Taler) 6 (Groschen) durch mich bezahlet sind ..." [9.IV.1813]. - Auf eine Mahnung Partheys antwortet Biester: "Ich bitte Ihre eigenhändige Berechnung der zensirten Bücher, nebst dem Betrage der (mir damals geschickten) Gebühren nachzusehen, vom 23 Mai, welche ich quitirt zurückgesandt habe; darunter hatten Sie Selbst bemerkt, daß ich nächstens das Exemplar vom Phädon erhalten solle, welches itzt noch nicht erfolgen könne mit den andern Büchern, und seitdem nicht erfolgt ist. Daß ich nunmehr zwei Exemplare der neuen Ausgabe des Phädon richtig erhalten habe, wird hiedurch bescheinigt ..." [4.VI.1814]. - Die Neuausgabe von Moses Mendelssohns "Phädon oder Über die Unsterblichkeit der Seele" war 1814 im Verlag Nicolai erschienen.

Lot 2507, Auction  127, Billinger, Richard, Briefgedicht zu Silvester 1959

Billinger, Richard
Briefgedicht zu Silvester 1959
Los 2507

Schätzung
120€ (US$ 136)

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Billinger, Richard, österr. Schriftsteller, erfolgreicher Dramatiker (1890-1965). Eigh. Briefgedicht m. U. "Richard". 1 S. Gr. 4to. (Linz ?) Dez. 1959.
Briefgedicht mit Grüßen und Wünschen am Rand. "Zum Neuen Jahre!" 8 Zeilen: "Die Schranken offen frei zur Fahrt! / Sei uns die Zeit von Gott geoffenbart! / Ich schreib' es Dir als Neujahrsgruß. / Mach mit dem alten Jahre Schluß / und was sich drin begeben! / Wir leben ... Wir leben ... / Übers Auf, übers Ab / wächst Rasen, wächsts Grab." Am Rand noch Weihnachtsgrüße und Hoffnung auf baldiges Wiedersehen. - Gering tintenfleckig.

Lot 2508, Auction  127, Chesterfield, Philipp. D. Stanhope Earl of, Brief an Sir Thomas Robinson. Mit Beigabe Lady Stanhope. 1757

Chesterfield, Philipp. D. Stanhope Earl of
Brief an Sir Thomas Robinson. Mit Beigabe Lady Stanhope. 1757
Los 2508

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Chesterfield, Philip D. Stanhope, 4. Earl of, engl. Staatsmann und Schriftsteller, Freund von Pope, Swift und Voltaire (1694-1773). Eigh. Brief m. Namenszug "Lord Chesterfield" am Kopf. 1/4 S. Mit Adresse. 4to. O. O. "Monday Morning" (7.II.1757).
An den Diplomaten und Politiker Sir Thomas Robinson, den späteren Baron Grantham, wegen der Verschiebung einer Einladung. "Lord Chesterfield makes his compliments ... and desires that the appointment with Mr. Wilton may be put off till Thursday morning. He having been very much out of order these two days, and being not yet well enough to venture out today ...". - Eine untere Ecke abgeschnitten. - Dabei: Lady Anne Thistlethwayte Stanhope (1759-1798). Eigh. Brief m. U. "A. Chesterfield". 1 S. O. O. 1798. - Aus ihrem Todesjahr an eine königliche Hoheit, deren Loge im Drury Lane Theatre sie gern benutzen möchte. "... Should your Royal Highness not have disposed of your Box at Drury Lane on Thursday Evening, I shall think myself particularly obliged if you will allow me to make use of it ...".

Lot 2509, Auction  127, Dahn, Felix, Signiertes Manuskript eines Festspiels zu Ehren Moltkes. 1890

Dahn, Felix
Signiertes Manuskript eines Festspiels zu Ehren Moltkes. 1890
Los 2509

Schätzung
600€ (US$ 682)

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Dahn, Felix, Rechtshistoriker, Erzähler und Dramatiker, leidenschaftlicher Erforscher der germanischen Frühgeschichte, Professor in Würzburg, Königsberg und Breslau (1834-1912). Eigh. Manuskript mit Namenszug "Felix Dahn" beim Titel. 24 lose Bl., davon 25 S. beschrieben. Quer-gr. 8vo. O. O. (1890).
"Festspiel zur Feier des neunzigsten Geburtstags des Feldmarschalls Grafen Hellmuth Moltke." Vollständiges Roh-Manuskript eines dreiteiligen Festspiels, dessen Hauptfiguren Hermann der Cherusker, Kaiser Friedrich Barbarossa, Friedrich der Große und Feldmarschall Blücher sind. Mit zahlreichen Änderungen, Streichungen und Verbesserungen, meist von Hand des Autors. Schwärzliche Fingerspuren lassen darauf schließen, dass dieses Manuskript auch als Druckvorlage diente.

Lot 2510, Auction  127, Dahn, Felix, Signiertes Porträtfoto mit 4 Beilagen. 1875-1905

Dahn, Felix
Signiertes Porträtfoto mit 4 Beilagen. 1875-1905
Los 2510

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Dahn, Felix (1834-1912). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Text und Unterschrift "Felix Dahn" unter dem Bild. 14 x 9 cm. (Breslau 31.XII.1905).
"Ja, er ist es. Felix Dahn". Erfüllung eines Autogramm-Wunsches für eine Verehrerin in Purkersdorf bei Wien. Unter dem Foto (Orig.-Abzug) befinden sich, sehr klein gedruckt, 3 Sentenzen des Autors: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Das höchste Gut des Volkes ist sein Staat. Und seine Seele lebt in seiner Sprache." - Leichte Knick- und andere Gebrauchsspuren. - Beiliegend ein eigh. Albumblatt mit dem fast immer verwendeten Spruch Dahns: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Felix Dahn". - Der von der Literaturgeschichte meist unterschätzte Verfasser von "Ein Kampf um Rom" starb nicht in Wroclaw, wie es bei Wikipedia heißt, sondern in Breslau. Von den zahllosen Werken des unglaublich fleißigen Gelehrten gehören seine rund 3000 Seiten umfassenden Memoiren zu den lesenswertesten. - 3 weitere Beilagen: Friedrich Spielhagen, Schriftsteller, erfolgreicher Romancier, Publizist und Literaturtheoretiker (1829-1911). 3 eigh. Briefe m. U. "Friedrich Spielhagen". Zus. 31/2 S. Gr. 8vo. Berlin und Frankfurt a. M. 1875-1890. - An verschiedene Adressaten, über die Aufführung von zwei seiner Stücke sowie ein Treffen wegen eines literarischen Projekts.

Lot 2511, Auction  127, Dehmel, Richard, Brief und Postkarte an eine Verehrerin. Mit 2 Beilagen. 1906-1911

Dehmel, Richard
Brief und Postkarte an eine Verehrerin. Mit 2 Beilagen. 1906-1911
Los 2511

Schätzung
200€ (US$ 227)

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Dehmel, Richard, Dichter, von großem Einfluß auf die Lyrik seiner Zeit (1863-1920). Eigh. Brief m. U. „Dehmel". 3 S. Doppelbl. 8vo. (Hamburg-Blankenese) 11.X.1911.
An eine Verehrerin in Hamburg. "... Entschuldigen Sie, daß ich Ihnen erst heute den 'Michel' für Ihre Moskauer Freunde schicke; ich hatte kein Exemplar mehr hier, musste mir erst eins schicken lassen. Im Buchhandel erscheint die Dichtung übrigens erst am Tag der Première; ich bitte Sie deshalb, Herrn Kowalsky zu schreiben, er möchte den fraglichen Aufsatz keinesfalls vor dem 12.-15. November deutschen Datums veröffentlichen. Es würde doch einen wenig angemessenen Eindruck machen, wenn gerade dies Buch in einer russischen Zeitschrift früher besprochen würde als in Deutschland. Vielleicht wird es Herrn Kowalsky auch interessieren, daß nächstens eine russische Übersetzung meiner 'Gesammelten Werke' von Lydia Lepaschkin zu erscheinen beginnt ...". - Dehmels Komödie "Michel Michael", die 1911 bei S. Fischer erschien, wurde am 11. Nov. im Hamburger Deutschen Schauspielhaus uraufgeführt. - In der Postkarte teilt Dehmel mit, dass er soeben aus Bingen zurückgekehrt sei, wo er den 70. Geburtstag seines Schwiegervaters gefeiert habe. Die Karte an seine Frau konnte noch nicht beantwortet werden, weil "Frau Iri" gleich nach Schwalbach weitergereist sei. "... nun müssen Sie vorkäufig mit mir Einsiedler vorliebnehmen." [22.V.1906]. - Beiliegend ein eigenhändiger Briefumschlag Dehmels, gerichtet an den Wiener Schriftsteller und Burgtheaterdirektor Anton Wildgans, sowie eine Orig.-Photographie (10,8 x 16 cm), die laut rückseitigem Vermerk Richard Dehmel als Leutnant im Schützengraben bei Autrêches im Januar/Februar 1915 zeigt, wie er Eintragungen in ein Notizbuch schreibt. - Zus. 4 Teile.

Lot 2512, Auction  127, Dumas (fils), Alexandre, 10 Briefe, meist an Madame oder Monsieur Laroche. Ca. 1875

Dumas (fils), Alexandre
10 Briefe, meist an Madame oder Monsieur Laroche. Ca. 1875
Los 2512

Schätzung
800€ (US$ 909)

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Dumas (fils), Alexandre, franz. Erzähler und Dramatiker, Verfasser der "Dame aux Camélias", Mitglied der Académie Française und der Ehrenlegion (1824-1895). 10 eigh. Briefe bzw. Briefkarten m. U. "A. Dumas". Zus. 21 S. Verschied. Formate. O. O. (wohl ca. 1875).
Meist an Madame bzw. Monsieur Laroche gerichtet, in verschiedenen Angelegenheiten und Verabredungen, z. B. die Vermittlung von Autographen für die Sammlung ihrer Tochter. - Manche Abweichungen in der Handschrift könnten darauf hindeuten, dass bei einigen Briefen nur die Unterschrift von Dumas' Hand stammt und es nicht ganz auszuschließen ist, dass hier der übrige Text vom Sekretär geschrieben wurde.

Lot 2513, Auction  127, Förster, Paul, 9 Briefe und eine Karte an Rosa von Gerold. 1884-1905

Förster, Paul
9 Briefe und eine Karte an Rosa von Gerold. 1884-1905
Los 2513

Schätzung
450€ (US$ 511)

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Förster, Paul, antisemitischer Publizist und Politiker im Deutschen Kaiserreich und Vorsitzender des "Internationalen Vereins zur Bekämpfung der wissenschaftlichen Thierfolter - Verein gegen die Vivisektion" (1844-1925). 9 eigh. Briefe und 1 Postkarte m. U. Zus. 32 S., teils Doppelblätter. Meist gr. 8vo. Berlin-Friedenau und Wien 1884-1905.
Großenteils umfangreiche Schreiben an die Salonnière Rosa von Gerold (1829-1907) in Wien, teils persönlicher, teils fachlicher Natur. Ein Kondolenzschreiben zum Tod ihres Gatten (des bekannten Verlegers) aus dem Jahr 1884 schließt Förster mit den Worten: "… in der Hoffnung aber, daß es Ihnen gelinge, mit dem eigenen Reichtum an geistiger Kraft über die Schwere des Verlustes hinwegzukommen, verbleibe ich in vorzüglicher Hochachtung - Ihr ganz ergebener ...". Zwei Briefe auf Papier mit gedrucktem Briefkopf des "Internationalen Vereins zur Bekämpfung der wissenschaftlichen Thierfolter (Deutsche Hauptstelle des Weltbundes gegen die Vivisektion)", Dresden, Cranachstraße 18, beziehen sich auf von der Adressatin übersandte Bücher, zu denen Förster Anmerkungen übermittelt. Er bietet an, im Gegenzug eigene Schriften zur Durchsicht zu übersenden - "eine Gegengabe, die ich Ihnen darbieten könnte". In einem weiteren Schreiben (Friedenau, 9. I. 1905) sendet er Neujahrsgrüße, in denen er Zeilen aus Schillers Ode an die Freude ("Freude, schöner Götterfunken") aufgreift und über den Heiligen Geist "Spiritus Sanctus" und den "Spiritus vini" reflektiert, ferner beruft er sich auf eine geistige "Waffenbrüderschaft". – Mit üblichen Faltspuren und vereinzelten Einrissen.

Lot 2514, Auction  127, Gaudy, Franz von, Signiertes Gedichtmanuskript

Gaudy, Franz von
Signiertes Gedichtmanuskript
Los 2514

Schätzung
300€ (US$ 341)

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Gaudy, Franz Frhr von, preuß. Offizier, Dichter und Novellist, befreundet mit Chamisso und vielen anderen Schriftstellern (1800-1840). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Franz Freiherr Gaudy". 5 S. auf 2 Bl. 12mo. 10,3 x 8,5 cm. O. O. (wohl um 1837).
"Sarmatische Monologe". 16 Strophen zu je 4 Zeilen. Scherzgedicht, in dem der Autor am Fenster vergeblich auf die angebetete Dame wartet, so dass ihm der "Versucher" zum Trost ein Viertel frisch eingetroffenen Ungarweins empfiehlt. "An dem Fenster sitzt der Dichter, / saugend an der Pfeifenspitze ...". Am Schluß heißt es: "... Aber nein! ich meide glücklich / Des Versuchers list'ge Schlingen; / Und zum Lohn der Tugend laß ich - / Eine ganze Flasche bringen."

Lot 2515, Auction  127, Genlis, Félicité Comtesse de, 4 interessante Briefe, teils  über Theater. 1811

Genlis, Félicité Comtesse de
4 interessante Briefe, teils über Theater. 1811
Los 2515

Schätzung
250€ (US$ 284)

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Genlis, Félicité Comtesse de, franz. Schriftstellerin von enormer Produktivität, katholisch geprägte Gegnerin Voltaires und der Madame de Stael (1746-1830). 4 Briefe m. U. "Ctesse de Genlis", davon 3 eigenhändig, 1 diktiert. Zus. 4 S. Jeweils Doppelblätter. 4to und 8vo. (Paris) 15.II. und 6.VIII.1811 bzw. o. J.
Interessante Briefe, vorwiegend in Theater-Angelegenheiten: I. In der dritten Person an die Schauspielerin Jeanne Devienne (eigentlich Thévenin, 1763-1841) mit der Bitte um Zusendung von 2 Exemplaren der Comédie-Ballet "La Princesse d'Elide" von Molière. "... Mme de Genlis ne s'excuse point de cette importunité, elle sait que l'amitié fait prendre à mademoiselle de vienne un vif intérêt à cette charmante pièce qui a le plus grand succès et qui le mérite si bien. Mme de Genlis est charmée de saisir cette occasion d'exprimer à Mademoiselle de vienne le plaisir qu'elle a eu si souvent à la voir, à l'admirer; elle n'a point vu de jeu plus rempli de grace et d'un naturel plus parfait, et elle doit à son beau talent le plus agréable souvenir ...". - Jeanne Devienne, die gefeierte Darstellerin von hübschen, gewitzten Kammerzofen etc., gehörte seit 1785 der Comédie Française an. - Gering fleckig. - II. Eigh. Brief m. U. "ctesse de genlis". 2 S. Doppelblatt mit Goldschnitt. 8vo. (Paris) "ce Samédi 13" o. J. - An einen Herrn, den sie eindringlich bittet, sich für ihren Bruder zu verwenden, dem anscheinend Bestrafung droht. "... cette grace dans les circonstances présentes, est bien intéressante pour la fortune de mon frère, d'ailleur il est fait pour y prétendre par sa naissance, et sa conduite depuis deux ans, dont Mr. de Ramsault rendra les témoignages les plus satisfoirant à tous les égards. on ne peut lui reprocher que quelques légères étourderies, avant ce tems, que sa grande jeunesse devoit rendre excusable ...". - III. Brief m. U. "D. Ctesse de Genlis". 1 S. Doppelblatt. 4to. (Paris) o. J. - Wohl an einen Redakteur, bei dem sie sich für einen von ihr protégierten jungen Künstler einsetzt. "... M. Gerono ... va donner au théâtre d'Elèves, situé à la Barrière Rochechouart, une petite pièce intitulée La petite Gouvernante, dont il a fait les paroles et la Musique. Je connois les paroles qui me paroissent fort agréable, Mr. [Jean-François] Lesueur en a entendu la Musique qu'il trouve charmante. Je prend à M. Gerono le plus vif intérêt et je serois bien reconnoissante, ... si vous aviez la bonté d'annoncer toute de suite, en trois lignes, cette petite production avec un mot bienveillant ...". - Entschuldigt sich in einem Nachsatz dafür, dass sie wegen Krankheit nicht eigenhändig schreiben könne. - Ein Streifen vom unteren Rand unregelmäßig abgerissen. - IV. Eigh. Brief m. U. "D. Genlis". 1/2 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. O. O. 6.VIII.1811. - An Jeanne Louise Henriette Campan (1752-1822), Erzieherin und Schriftstellerin, ehemals Kammerfrau der Königin Marie Antoinette, später berühmte Pädagogin, Vorsteherin der kaiserlichen Erziehungsanstalt in Ecouen. Bedankt sich für die Zusendung von Jeanne Campans neuestem Buch "Lettres de deux jeunes amies" (Paris 1811). "Recevez Madame tous mes remercimens de l'ouvrage aussi agréable qu'utile que vous avez bien voulu m'envoyer, je l'ai lu avec le plus grand plaisir. Mon suffrage n'a nulle importance, mais il est dumoins parfaitement sincère et je n'ai jamais eu à me reprocher la fausseté si commune de réserver les louanges pour l'auteur et les critiques pour les conversations ... vos lettres Madame sont charmantes, tout m'en plait et entr'autres toute ce que vous dites d'excellent et de parfait sur les correspondans particulières des jeunes personnes, et le détail plein d'intérêt de la visite de l'Empereur ...".

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