Thomas von Aquin. Cathena vere aurea. CCCXVI (ohne Blatt XI), 2 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und einigen Holzschnitt-Initialen. 28 x 20 cm. Leder d. Z. (beschabt, bestoßen, stellenweise brüchig, Rücken restauriert unter Verwendung des alten Rückens, hinteres RGelenk offen, insg. mit mehreren Fehlstellen) mit goldgeprägtem Deckel-Emblem. Paris, Jean Petit, 1517.
Adams A 1472. Moreau 1714. – Bereits in der Inkunabelzeit öfter aufgelegt. Schöner zweispaltiger Druck von Jean Petit. Die "Catena aurea" wurde 1262/1263 von Papst Urban IV. bei Thomas von Aquin in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine Sammlung exegetischer Zitate der Kirchenväter in Form einer fortlaufenden Kommentierung der Evangelientexte. Schon Thomas' Zeitgenossen erkannten den Wert dieses Werkes, das später den Titel "Goldene Kette" erhielt. – Es fehlt Blatt XI mit der Foliierung bIII. Innengelenke etwas geöffnet, Titel papierbedingt gebräunt, insgesamt braun- und fingerfleckig, teilweise etwas feuchtrandig, und vereinzelt mit hs. Notizen. Titel mit hs., 14-zeiligen Besitzvermerk von "Colleg. Paul 1830" und hs. 1-zeiligem Besitzvermerk von "F. Conrad Glandorff".
Valerius Maximus
Dictorum factorumque memorabilium exempla. Lyon, Sebastian Gryphius, 1546 - Weitverbreitete Anekdotensammlung
Los 1206
Schätzung
240€ (US$ 273)
Valerius Maximus. Dictorum factorumque memorabilium exempla. Adiecto indice propriorum nominum, rerumque memoria dignarum locupletissimo. 410 S., 11 Bl. (l. 2 w.). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 16,5 x 10,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne die Schließbänder). Lyon, Sebastian Gryphius, 1546.
Vgl. Adams V 110 (Ausgabe ebenda 1547). Nicht im STC. – Lyoneser Druck der weit verbreiteten Anekdotensammlung des Valerius Maximus (um 20 v. Chr.-50 n. Chr.) aus der Herrschaftszeit des Kaisers Tiberius (14-37 n. Chr.), kompiliert aus den Schriften des Cicero, Livius, Sallust, Pompeius Trogus, Marcus Terentius Varro und anderer. Die Kaiser Tiberius gewidmete Sammlung von Denkwürdigkeiten, nach sachlichen Gesichtpunkten geordnet, war als Hilfsmittel für Redner und Schriftsteller gedacht. – Titel verso mit hinterlegter Läsur und mit alten teils gestrichenen Besitzeinträgen, sonst nur etwas fleckig. Fl. Vorsatz mit mehrzeiligem Exlibris eines Andreas Schadwiener, datiert 1549. Möglicherweise der aus Bruck an der Mur stammenden, 1543 an der Universität Ingolstadt nachgewiesene Altist gleichen Namens, der sich in den Folgejahren vergeblich an der Württembergischen Hofkapelle bewarb. Vor allem die Bücher III und IV mit zahlreichen Rand- und Interlinearglosen wohl von dessen Hand.
Valerius Maximus
Dictorum factorumque memorabilium libri IX
Los 1207
Schätzung
150€ (US$ 170)
Valerius Maximus. Dictorum factorumque memorabilium libri IX ... restituti, per Stephanum Pighium. 2 Teile in 1 Band. 400 S.; 96 S., 7 Bl. 16 x 10 cm. Pergament d. Z. (fleckig, leicht geworfen, Rücken mit kleinem Wurmloch) mit blindgeprägten Deckelfieleten, spanischen Kanten und Rotschnitt. Leiden, Plantin, 1594.
Adams V 122. Vgl. Schweiger II, 1109 (Antwerpen). – Mit einem Beitrag von Steven Winand Pigge (1520-1604). – Fl. Vorsatz und Titel mit hs. Beitzvermerk, leicht gebräunt. Gut erhalten.
Vasari, Giorgio
Le vite de’ piu eccellenti pittori scultori e architettori
Los 1208
Schätzung
800€ (US$ 909)
Der bedeutendste Band der "Vite" mit den Biographien Michelangelos, Tizians und Vasaris
Vasari, Giorgio. Le vite de’ più eccellenti pittori scultori e architettori. Secondo, et ultimo volume della terza parte. Nel quale si comprendano le nuove vite dall'anno 1550 al 1567. Teil III (von 3) in 1 Band. 2 Bl., S. 371-1012 (recte 1004), 3 Bl. (le. w.). Mit mehrteililger breiter Holzschnitt-Bordüre, mit integrierter Vedute von Florenz, Holzschnitt-Druckermarke, ganzseitigem Schluss-Holzschnitt in breiter Bordüre sowie 21 3/4-seitigen Holzschnittportäts im Text. 24,5 x 16,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (mit Fehlstellen des Bezugs am Rücken über den Bünden, sonst nur gelegentlich leicht brüchig, teils etwas stärker fleckig, bestoßen und beschabt). Florenz, Giunta, 1568.
Graesse 6,2, 264. Brunet V, 1096 u. 1097. Thieme-Becker XXXIV, 122ff. und XIV, 577. Adams V 296. Mortimer 515. Cicognara 2391. Gamba 1725. PMM 88. Arntzen-Rainwater H48a. – Die zweite, erste illustrierte Ausgabe, die wesentlich wichtiger war, als die Erstausgabe, die 1550 erschien und auch in Carter und Muirs "Printing and the Mind of Man" aufgeführt ist: "Though a painter and architect, Vasari’s most abiding influence is through this work, the first attempt to give scientific, historical accounts of artists and critical appreciation of their art based on documents and personal knowledge. It became a model for subsequent writings on the history of art" (a. a. O.).
Vorliegt hier des dritten Bandes zweiter und letzter Teil, der bedeutendste des Werkes, der die Viten und Porträts enthält von Domenico Baccio Bandinelli, Bassano, Beccafumi, Girolamo da Carpi, Giacopo da Pontormo, Francesco Primaticcio, Francesco Salviati, Giacopo Sansovino, Giovannantonio Sodoma, Taddeo Zucchero, aber vor allem die Viten der beiden bedeutensten Künstler Italiens im 16. Jahrhundert: Die Vita Tiziano Vecellio und die allein 82 Seiten umfassende und damit umfangreichste und erste Künstlerbiographie Michelangelo Buonarrotis. Auch seine eigene Lebensbeschreibung brachte Vasari in diesem Band unter: "Descrizione dell'opere di Giorgio Vasari, pittore, & architetto aretino". – Mit der Namenskorrektur des Verlages von "Girolamo Genga", zwei winzige alte Stegverstärkungen und kleinem Wurmgang im breiten Rand der letzten Lagen, sonst kaum Wurmspuren, Läsuren oder Flecke, insgesamt sehr schönes Exemplar in zeitgenössischem Einband.
Vegetius Renatus, Flavius
Hortus pastorum sacrae doctrinae floribus polymitus
Los 1209
Schätzung
400€ (US$ 455)
Vegetius Renatus, Flavius. De re militari libri quatuor, post omnes omnium editiones, ope veterum librorum correcti, a Godescalco Stewechio. Teil I und II in 1 Band. 8 Bl., 319 S., 8 Bl.; 480 S., 15 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, gefaltetem Tafel-Hozschnitt und zahlreichen Text-Holzschnitten. 17 x 11 cm. Pergament d. Z. (berieben, fleckig und geworfen) mit hs. RTitel. Lyon, Franciscus Raphelengius, 1592.
Adams V 337. STCN 840349254. BM STC, Dutch 204. – Zweite Ausgabe. – Titel mit größeren Fehlstellen und hs. Besitzvermerken. Anfangs etwas feuchtrandig, insgesamt mit kleineren Gebrauchsspuren.
Vegetius Renatus, Flavius. De re militari. Sexti Iulij Frontini consularis de strategematis. Aeliani de instruendis aciebus. Modesti de vocabulis rei militaris. Praeclara opera nunc demum ad multorum vetustissimorum codicum fidei recognita & castigata. Index capiti praefixus est. 3 Teile in 1 Band. 12 nn., 74 (recte: 67) num., 1 nn. Bl.; 73 num. Bl.; 24 (statt 40) nn. Bl. Mit szenischer Holzschnitt-Titelbordüre und einigen Holzschnitt-Initialen. 14,5 x 10 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). (Köln, Johann Soter für Gottfried Hittorp, 1524).
VD16 V 462. – Erster Druck bei Hittorp, Hauptwerk der antiken Kriegskunst. – Es fehlen 16 Blatt am Schluss, darunter das Blatt mit dem Impressum. Etwas feuchtrandig, am Schluss stärker betroffen, und leicht fleckig. Innenspiegel mit unschönem modernem Antiquariatsschild.
Vigo, Giovanni da. La pratica universale in cirugia. Di nuovo ristampata, & ricorretta. 4 Bl., 558 S.Mit kleiner Holzschnitt-Druckermarke und einigen Textholzschnitten. 19,5 x 15 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (Rücken etwas lädiert; ohne Schließbänder). Venedig, Domenico Imberti, 1585.
Vgl. Durling 4628. – Bei Durling nicht genannter früher Imberti-Druck der italienischen Übersetzung vom Hauptwerk des Chirurgen Giovanni da Vigo (um 1450-1525), die lateinische Erstausgabe erschien 1514 in Rom. Da Vigo war ab 1503 Leibarzt von Papst Pius und galt als Spezialist für die Behandlung von Schusswunden. – Titel stärker fleckig, mehrfach gestempelt sowie verso et recto mit mehreren alten Tinteneinträgen. Etwas fleckig, im oberen Bug auch mit verblasstem Feuchtigkeitsrand.
Vislicza, Michael de
Ephemeridiarium Anni Christi 1536.
Los 1212
Schätzung
6.000€ (US$ 6,818)
Polnisches Rarissimum: lateinisch-polnisches Kalendarium von allergrößter Seltenheit
Vislicza, Michael de (Michal z Wiślicy). Ephemeridiarium Anni Christi 1536. per Magistrum Michaelem a Visticza. In celebri studio Cracoviense diligentia ordinatum. 16 nn. Bl. Mit großer Holzschnitt-Titelvignette und 12 Textholzschnitten. Ca. 11 x 7,5 cm. Moderner Pergamentband unter Verwendung eines Handschriftenfragment des 13. Jahrhunderts. (Krakau, Matthias Scharffenberg, 1536 [i. e. 1535]).
Hübsches kleines Kalendarium mit dem Titel "Ephemeridiarium", einer Zusammensetzung aus "Ephemerides" (Zeitberechnung auf Basis der Positionsbestimmungen von Himmelskörpern) und und "Diarium" (Kalender mit Mondphasen, Zodiakus etc.). Nach der "Configurationum Lune cum Sole et planetis ennaratio" folgen die Monate in lateinische und polnischer Sprache "Januarius. Styczeń. habet dies.xxxi.", "Februarius. Luty. habet dies.xxix." etc. Die kleinen Querholzschnitte zeigen typische, den Jahreszeiten zugeordnete Szenen wie Eggen, Aussaat, Mähnen, Pflügen, Weinkeltern, Jagd und winterliches Festmahl. Darunter jeweils der Heiligenkalender mit den prominenten Heiligen der römisch-katholischen Kirche, aber auch vielen polnischen Lokalheiligen wie dem Heiligen Adalbert von Prag (23. April), Stanislaus von Krakau (8. Mai) etc.
Zusammengestellt wurde dieser äußerst seltene Krakauer Kalender für das Jahr 1536 von Michal z Wiślicy, Professor für Astrologie und Theologie an der Krakauer Akademie, und in der Werkstatt von Maciej Szarffenberg (Matthias Scharffenberg) gedruckt, einem der führenden Drucker Krakaus in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Wie andere Almanache und Prognostika jener Zeit wurde er höchstwahrscheinlich bereits im letzten Teil des Vorjahres produziert - in diesem Fall Ende 1535 -, damit Exemplare bereits zu Beginn des Jahres 1536 verfügbar waren, auch wenn das Kolophon selbst "anno Domini 1536" angibt.
Der Titelholzschnitt zeigt den polnischen König Siegismund I. den Alten (Zygmunt I Stary), König von Polen von 1506 bis 1548 und Großfürst von Litauen: "SIGISMUND.I.R[EX] PO(LONIAE) 1532". Die Holzschnitte sind ebenfalls winzig im Stock datiert. Es handelt sich um eine eindrucksvolle und ausgesprochen repräsentative Darstellung des Monarchen, zu Lebzeiten entstanden und eine der bedeutendsten königlichen Bildnisse des frühen polnischen Buchdrucks. Die zwölf Monatsdarstellungen zeigen typische jahreszeitliche Arbeiten und bilden einen kohärenten ikonographischen Zyklus, wie er für die Krakauer Kalendertradition der 1530er Jahre charakteristisch ist.
Der Inhalt folgt der etablierten Struktur der Krakauer Prognostica. Auf der Rückseite der Titelseite findet sich eine Erklärung der astrologischen und typographischen Zeichen. Es folgt ein ausführlicher Überblick über die wichtigsten lunarischen und planetarischen Konstellationen des Jahres, einschließlich der "glücklichen Zahl", günstigen und ungünstigen Tage sowie medizinischer Hinweise wie empfohlene Aderlasszeiten. Der eigentliche Kalender - der zentrale Teil des Büchleins - enthält für jeden Tag die liturgisch relevanten Heiligenfeste, die Mondposition im Tierkreis sowie die bedeutenden planetarischen Aspekte. Kurze Versmaximen beschließen jeden Monat. Das letzte Blatt zeigt ein Diagramm der für 1536 erwarteten Mondfinsternisse mit erklärendem Text sowie das Impressum "In Cracovia, anno Domini 1536". – Das Exemplar wurde ursprünglich als Einbandmakulatur in einem historischen Band genutzt und später vorsichtig entnommen und konserviert. Spuren dieser früheren Verwendung - vereinzelt Klebstoffreste und kleine Randverluste, mehrere Wurmschäden und einige Ausrisse bzw. Löcher und Fehlstellen durch Abrieb (teilweise mit Text und Bildverlusten, meist von den äußeren Rändern her), fleckig, gebräunt und teils mit Randansetzungen und Füllungen sorgsam restauriert. Die Holzschnitte sind insgesamt gut erhalten; kleinere Randverluste an einigen äußeren Rahmen - durch die frühere Verwendung als Einbandmaterial - wurden fachkundig verstärkt und beeinträchtigen weder Lesbarkeit noch Gesamteindruck. - sind noch sichtbar, wurden aber durch Faservestärkung professionell stabilisiert. Alle Blätter sind vollständig, der Druck ist klar, und das Papier hat seine frische Anmutung bewahrt. Heute ist das Werk in ein einzelnes Pergamentfragment des 12. oder 13. Jahrhunderts gebunden, geschrieben in regelmäßiger Rotunda und enthaltend einen Teil des Hieronymus-Kommentars zu Matthäus 15 - ein typisches, historisch stimmiges Beispiel mittelalterlicher Handschriftenmakulatur.
Von allergrößter Seltenheit. So konnte nur ein einziges weiteres Exemplar nachgewiesen werden: in der Kolekcja Krystyny Piórkowskiej der Polnischen Nationatlbibliothek zu Warschau (Biblioteka Narodowa, Magazyn Starych Druków, SD XVI.O.6549). Beide nachweisbaren (vorliegendes und das genannte) stammen aus demselben historischen Einbandfund. Ein Exemplar wurde 2024 in Budapest öffentlich versteigert und gelangte anschließend in die polnische Nationalbibliothek. Das vorliegende Exemplar ist das zweite und einzige weitere vollständige bekannte Stück. Es stellt ein seltenes und bedeutendes Zeugnis der frühen polnischen Druckgeschichte sowie der astrologischen und akademischen Traditionen der Krakauer Akademie dar.
Wecker, Johann Jacob. Antidotarium Speciale. Ex opt. Autorum tam veterum quam recetiorum scriptis fideliter congestum, methodice digestum, & amplius triente auctum: cum duobus Elenchis locupletiss. 6 Bl., 475 S., 12 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 32,5 x 20 cm. Leder d. Z. (stark lädiert, angestaubt und fleckig). Basel, Episcopius, 1588.
VD16, W 1356. Adams W 33. Durling 4706. Vgl. Neu 4286 u. Duveen 612. – Vierte Ausgabe. Die erste Ausgabe erschien im Jahre 1574. Beeindruckendes Rezeptsammlung von "Johann J. Wecker (1528-1586), das in den Folgeauflagen mit seinem "Antidotarium generale" zusammen gedruckt wurde. – Mit Exlibris auf dem Vorsatz. Durchgehend feuchtrandig, teilweise etwas braun- und stockfleckig.
Wild, Johann
Die Parabel oder Gleychnuß von dem verlornen Son
Los 1214
Schätzung
300€ (US$ 341)
Wild, Johann. Die Parabel oder Gleychnuß von dem verlornen Son, kurtz und christlich aufgelegt [und:] Johann Hofmeister. Ein furchtbar unklare Außlegung des schönen Buchs Tobie. 2 in 1 Band. 6 Bl., 134 num. Bl.; 7 Bl., 204 num. Bl., 1 Bl., 1 l. w. Bl. 20 x 14,5 cm. Schweinsleder d. Z. (berieben, bestoßen, etwas fleckig und mit kleinen Fehlstellen) mit 1 (von 2) Messingschließen. Mainz, Franciscus Behem, 1557.
VD16 W 2981. Nicht bei Adams und STC. – Das erste Werk liegt hier in der zweite Ausgabe vor, das zweite wohl in der ersten Ausgabe. – Papierbedingt leicht gebräunt, Innegelenk leicht offen sowie etwas stock- und fingerfleckig.
Witzel, Georg
Winterteil (Sommerteil). Ecclesiasticae demegoriae
Los 1215
Schätzung
1.000€ (US$ 1,136)
Witzel, Georg. Winterteil (Sommerteil). Ecclesiasticae demegoriae. Postill oder gemeyne predig rechter Catholischer lere. 2 Teile in 1 Band. 1 Bl.,180 S., 1 Bl.; 1 Bl., 418 S. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel. 31,5 x 17,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und fleckig, mit kleinen Fehlstellen und kleinen Einrissen an den Kapitalen) über Holzdeckel und über 5 Bünde sowie mit 2 Messingschließen. Köln, Erben Arnold Birckmann, Franz Behem und Gerard Virendunck, 1571.
VD16 W 3950-3952. Nicht im STC und Adams. – Vierte Ausgabe. Der Theologe Georg Witzel (Wicelius, 1501-73) "repräsentirt als eifriger katholischer Ireniker im Zeitalter der Reformation den Standpunkt der Vermittelung zwischen der mittelalterlichen Frömmigkeit und den berechtigten Ansprüchen der lutherischen Reformation. Zwischen Luther und Erasmus schwankend, bei den Reformatoren als verschlagener Katholik verhaßt, bei den Katholiken als ein unsicherer Genosse beurtheilt, hat er sein Leben in rastlosem Eifer ohne bleibenden Erfolg verzehrt …" (ADB XLIII, 657). – Mit hs. Besitzeintrag auf dem Titel und montiertem Buchhandlungsschild auf dem Vorsatz. Etwas stock- und fingerfleckig, vereinzelt mit leichten Feuchträndern. – Vorgebunden: Derselbe. Sommerteil. Homiliarum orthodoxarum. Postillen Außlegung und Erklärung der heyligen Episteln und Evangelien aller Sontagen und hohen Festagen durchs gantze Jar. 4 Bl., 481 S., 2 Bl. Mit zahlreichen Text-Holzschnitten. Mainz, Franz Behem, 1571. - VD16 W 3954.
Zonoras, Johannes
Histoire sacrée touchant l'origine et naissance du peuple de dieu & de son eglise
Los 1216
Schätzung
600€ (US$ 682)
Zonoras, (Johannes). Histoire sacrée touchant l'origine et naissance du peuple de dieu & de son eglise, depuis le commancement du monde iusques à la Monarchie de Cyrus, ensemble les faits & gestes valeureux, tant des anciens Roys d'Assyrie & Babylone, que des Medes & Perfes ... en langage François par Jean de Maumont traducteur & recueilleur d'icelles. 5, 1 w. Bl., 756 S., 2 (von 12?) Bl. Titel in Rot und Schwarz mit Holzschnitt-Druckermarke. 38 x 23,5 cm. Pergament d. Z. (etwas geworfen, fleckig, hs. RTitel) mit spanischen Kanten. Paris, Fédéric Morel, 1597.
Vgl. STC 450. Graesse VI/2 158. Nicht bei Adams. – Zweiter Druck der Übersetzung ins Französische des Hellenisten Jean de Maumont (1505-1584). Die Chroniken des byzantinischen Schriftstellers Johannes Zonoras des 12. Jahrhunderts umfassen die Zeit der Schöpfung der Welt bis 1118. De Maumont beschränkt sich jedoch nur auf die Antike. Die erste Ausgabe erschien 1561 bei Michel de Vascosan mit dessen Druckvermerk auf dem letzten Blatt. – Die erste Ausgabe mit 12 Blatt am Schluss, hier fehlen wohl 10. Innenspiegel und Titel mit Exlibris (ausradiert). Oberhalb etwas sporfleckig, teils kleine Wasserflecken. Breitrandiger Druck und selten.
Zwinger, Theodor. Theatrum humanae vitae. Bände I-III in 1 Band. 20 Bl., 1078 S. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 36 x 22 cm. Flexibles Pergament d. Z. (leicht berieben und gewellt) mit hs. RSchild. Basel, Eusebius Episcopius, 1586.
Adams Z 215. Hirsch-Hübotter V, 1056. Durling 4808 (1586-87). Jöcher IV, 2246. – Frühe Ausgabe dieser Universalencyklopädie, "zu seiner Zeit viel bewundert" (ADB). Theodor Zwinger (1533-1588) "gehörte zu den gelehrten philolog. Medicinern des 16. Jahrh. und war ein ebenso ausgezeichneter Arzt, wie ein tüchtiger Lehrer" (Hirsch-Hübotter). "Sein vornehmstes Buch, so dreymahl gedruckt worden, ist das Theatrum vitae humanae..." (Jöcher). – Titel mit hs. Anmerkungen. Titel und wenige Blätter der ersten Lage mit Fehlstellen im unteren Rand (ohne Textverlust). 2 Blätter der ersten Lage mit Fehlstellen im unteren Rand (ohne Textverlust). 2 Blätter angerändert. Leicht gebräunt und gering braunfleckig.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
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