POLITIK 20. JAHRHUNDERT
Bauer, Elvira. Ein Bilderbuch für Groß und Klein (Deckeltitel: Trau keinem Fuchs auf grüner Heid und keinem Jud bei seinem Eid!). 4. Auflage 51. - 60. Tausend. 22 Bl. Mit 21 ganzseitigen Farbillustrationen und Text in Sütterlinschrift in Rot und Schwarz. 20 x 25 cm. Illustrierter OHalbleinenband (gering berieben). Nürnberg, Stürmer, (1936).
Schug 1933. Slg. Hobrecker 445-446. Ziersch 135. Hürlimann 140. – Berüchtigtes Dokument der nationalsozialistisch-antisemitischen Jugendverhetzung. "Das grauenhafteste Dokument, das menschlicher Sadismus je in Bilderbuchform hervorgebracht hat" (Hürlimann). "Auf keinen Fall vermögen die beruhigenden Aussagen mancher Bibliothekare, Erzieher oder Kindergärtnerinnen, die ... versicherten, dieses Buch ... sei nie in die Hände von Kindern gelangt, darüber hinwegtrösten, daß im sogenannten Volk der Dichter und Denker ein derartig monströses Pamphlet für Kinderhand erdacht, geschrieben und illustriert worden ist" (Doderer). Die aus Nürnberg stammende Kindergärtnerin Theodolinde Elvira Bauer (geb. 1915) verfasste diesen "Prototyp nationalsozialistischer Gestaltungsversuche" (Pete Ahley) selbst im noch jugendlichen Alter von nur 18 Jahren, ihre Spur verliert sich 1943. – Wohlerhalten.
Frankl, Viktor E.
Ein Psycholog erlebt das Konzentrationslager. Wien 1946
Los 483
Zuschlag
460€ (US$ 523)
Frankl, Viktor E. Ein Psycholog erlebt das Konzentrationslager. 130 S. 20 x 14 cm. Illustrierte OBroschur (Knickspuren, oberes Kapital etwas bestoßen). Wien, Verlag für Jugend und Volk, (1946).
Österreichische Dokumente zur Zeitgeschichte, Band 1. Erste Ausgabe. Der Umschlagentwurf stammt von Leo Friedrich. – Papierbedingt gebräunt.
Hadol, Paul. Nouvelle carte d'europe dressée pour 1870. Chromolithographie. 24 x 38 cm (Darstellung) bzw. 40 x 57 cm (Blatt). Paris 1870.
Satirische Karte Europas von dem französischen Karikaturisten Paul Hadol (1835-1875). Die Karte erlangte Bekanntheit durch, die Originalität ihrer anthropomorphen Ausführung und ihres vorausschauenden Charakters in Bezug auf den Deutsch-Französischen Krieg. – Mit Knickspuren, Randläsuren, etwas berieben und minimal fleckig. Selten im Handel.
(Meinhof, Ulrike). Rote Armee Fraktion: Das Konzept Stadtguerilla. 7 Bl. 42 x 30 cm. Klammerheftung. Amsterdam, Niemec Verlag, (1971).
Die in der Gründungsphase der RAF wichtigste, von Ulrike Meinhof (nach Vorgaben von A. Baader und G. Ensslin) im Untergrund verfasste Schrift rechtfertigt den bewaffneten Kampf der "Stadtguerilla" aus der Illegalität heraus. Meinhof betont, dass nur die Anwendung von Gewalt ein erfolgversprechendes Mittel zur Umgestaltung der Gesellschaft sein kann. Der "US-Imperialismus" müsse in allen Gegenden der Welt bewaffnet bekämpft werden. In diesem ersten längeren programmatischen Statement taucht zum ersten Mal die Bezeichnung "Rote Armee Fraktion" auf. Das Deckblatt mit dem Symbol der RAF (Maschinenpistole mit RAF-Schriftzug) und einem Zitat von Mao Zedong. – Deckblatt stark fleckig und mit Randläsur, ebenso das nachfolgende Blatt. mittig mit Knickfalte; papierbedingt stärker gebräunt.
Ostendorf Franz und Johannes. Fünfzig Jahre Kolonie: Nova Topola (Windthorst) 1879-1929, Alexandrovac (Rudolfstal) 1880-1930 in Bosnien in Jugoslawien. 272 S. 22,5 x 14 cm. Rote OBroschur (etwas lichtrandig und fleckig) mit DTitel. Vechta in Oldenburg, Vechtaer Druckerei u. Verlags GmbH, 1930.
Genealogisches Werk zu den "Kolonisten-Familien" in Bosnien und Jugoslawien. "Im Norden Bosniens findet man eine Anzahl deutscher Ansiedelungen. Sowohl wirtschaftlich als auch der Zahl nach ist der Kern dieses Deutschtums das Urbastal von Banjaluka bis an die Save, und hier sind es wiederum die beiden ältesten Kolonien Nova Topola (Windthorft) und Alexandrovac (Rudolstal)" (Vorwort). – Titel etwas stockfleckig, insgesamt in der Bindung gelockert, sonst wohlerhaltenes Exemplar. Sehr selten.
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