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Lot 456, Auction  126, Forkel, Johann Nicolaus, Allgemeine Litteratur der Musik

Forkel, Johann Nicolaus
Allgemeine Litteratur der Musik
Los 456

Zuschlag
150€ (US$ 170)

Details

MUSIK UND THEATER
Forkel, Johann Nicolaus. Allgemeine Litteratur der Musik oder Anleitung zur Kenntniß musikalischer Bücher. Systematisch geordnet, und nach Veranlassung mit Anmerkungen und Urtheilen begleitet. XXIV, 540 S. 23,5 x 14 cm. Pappband d. Z. (stark berieben und beschabt). (Leipzig, Schwickert, 1792).
Eitner IV, 29. – Erste Ausgabe. Der Göttinger Organist und Musikforscher Forkel (1749-1818) gilt als einer der Begründer der historisch orientierten Musikwissenschaft und schrieb die erste Biographie von Johann Sebastian Bach. Als bibliografisches Nebenprodukt seiner Arbeit an einer groß angelegten Musikgeschichte gab Forkel 1792 das hier vorliegende 3000 Titel umfassende Werk heraus, das vor allem wegen der ausführlichen Beschreibungen und treffenden Beurteilungen bis heute als Nachschlagewerk geschätzt wird. – Gebräunt und etwas stockfleckig.

Lot 457, Auction  126, Giamberti, Guiseppe, Antiphonae et Motecta Festis Omnibus Propria, et Communia Iuxta formam Breviarii Romani

Giamberti, Guiseppe
Antiphonae et Motecta Festis Omnibus Propria, et Communia Iuxta formam Breviarii Romani
Los 457

Zuschlag
400€ (US$ 455)

Details

Giamberti, Giuseppe. Tenor. Antiphonae et Motecta Festis Omnibus Propria, et Communia Iuxta formam Breviarii Romani. Una cum plurimis, quae Dominicis per Annum aptari possunt, Binis, Ternis, Quaternisque Vocibus Concinenda. 176 S., 2 Bl. Mit großer figürlicher Titelbordüre und mehreren Holzschnitt-Initialen. 23 x 17 cm. Pergament d. Z. (leicht berieben und etwas fleckig). Rom, G. B. Robletti, 1650.
RISM A/I/3, G 1831. TNG VII, 347. Eitner IV, 234. Fétis III, 477. MGG V, 78. Nicht bei Hirsch und Wolffheim. – Erste Ausgabe. Vokalmusik (Antiphonen und Motetten) der römischen Schule aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Das bedeutendste Sammelwerk von Giamberti (um 1600-1663, u. a. Kapellmeister von Santa Maria Maggiore in Rom), dessen Kirchenmusik weiteste Verbreitung fand. Enthält über 200 geistliche Gesänge, komponiert für die Kirchen in Rom. "Sein hohes Ansehen drückt sich in der Tatsache aus, daß er berufen wurde, das römische Antiphonar herauszugeben" (MGG). Als Schüler von Giovanni Bernardino Nanino und Paolo Agostini vorzüglich im polyphonen Stil ausgebildet, war Giamberti sowohl dem Erbe Palestrinas verpflichtet wie auch offen für den neuen Stil des 17. Jahrhunderts. – Moderne Vorsätze. Teilweise gebräunt oder etwas braunfleckig, erste 2 Blatt mit Wasserrand. Titel mit hinterlegtem Ausriß (etwas Textverlust), das letzte Blatt mit kleinen hinterlegten Papierfehlern im weißen Rand.

Lot 462, Auction  126, Linike, Johann Georg, Saitenmesser. Drahtstärkenmessgerät für Tasteninstrumentsaiten

Linike, Johann Georg
Saitenmesser. Drahtstärkenmessgerät für Tasteninstrumentsaiten
Los 462

Zuschlag
7.000€ (US$ 7,955)

Details

Der Saitenmesser des Komponisten und Librettisten Georg Friedrich Händels
Linike, Johann Georg. Saitenmesser. Drahtstärkenmessgerät für Tasteninstrumentsaiten (Cembalo etc.). Stahlkorpus ca. 14 x 3,5 x 0,4 cm mit Bohrlöchern und Seitenauslässen in verschiedenen Stärken und an drei Kupferstiften befestigte gravierte Messingskala 12,8 x 1,7 cm. Gravursigniert "J. G. Lienike Anno 1729". (Mecklenburg-Strelitz) 1729.
Ein für den Bau von Saiteninstrumenten, vor allem für vielsaitige Tasteninstrumente wie das Spinett, Cembalo, Hammerklavier, aber auch Zupfinstrumente wie Zither, Harfe, Laute und sogar für mit weniger Saiten ausgestattete Streichinstrumente unverzichtbares Werkzeug, das der Instrumentenbauer immer bei sich hatte und das er an einem Lederband, das durch das obere Loch gezogen werden konnte, an seiner Weste trug. Auch Musiker selbst, Konzertmeister und Hofmusikus brauchten dieses nützliche Instrument, um schnell eine Saite zu ersetzen und Stimmungen zu überprüfen.

Der Saitenmesser des Johann Georg Linike (Lienecke, Linicke etc.; ca. 1680-1762) misst 24 Saitenstärken auf einer handgravierten Messingskala, die recto wie verso aufgebracht wurde und die händisch eingravierten Ziffern "1.", "2.", "3.", "4." bis "24." tragen, recto findet sich zwischen zwei Skalenbalken die Signatur "J. G. Lienike Anno 29".

Johann Georg Linike stammte aus einer bekannten brandenburgischen Musikerfamilie und arbeitete als Komponist, Violinist und Kapellmeister für mehrere Höfe. "Schüler Johann Theile's zu Berlin [trat er] 1711 als Violinist mit 200 Thlr. Gehalt in die Königliche Kapelle zu Berlin. Beim Regierungsantritt des preußischen Soldatenkönigs wurden 1713 sämtliche Kapellmitglieder entlassen und Linike fand am Weißenfelsischen Hofe 1718 als Konzertmeister Unterkunft. Darauf hielt er sich mehrere Jahre in England auf, trat dann 1725 als Vorspieler ins Hamburger Theaterorchester und schrieb dort zu Händels Opern der Wettstreit der Poesie und Julius Caesar die Recitative." (Eitner VI, 182)

Nach seinem Englandaufenthalt wirkte Linike als "stellvertretender Leiter der Hamburger Oper am Gänsemarkt", die von Reinhard Keiser geleitet wurde, unter Georg Philipp Telemann, bis er dann 1728 die Stelle des herzoglichen Kapelldirektors in Mecklenburg-Strelitz antreten konnte. Aus dieser Zeit stammt der Saitenmesser.

Lot 463, Auction  126, Marpurg, Friedrich Wilhelm, Anleitung zur Musik überhaupt, und zur Singkunst besonders

Marpurg, Friedrich Wilhelm
Anleitung zur Musik überhaupt, und zur Singkunst besonders
Los 463

Zuschlag
380€ (US$ 432)

Details

Marpurg, Friedr(ich) Wil(helm). Anleitung zur Musik überhaupt, und zur Singkunst besonders, mit Uebungsexempeln erläutert und den berühmten Herren Musikdirect. und Cantoribus Deutschlands zugeeignet. 6 Bl., 171 S. mit zahlreichen Notenbeispielen im Text. 19 x 11 cm. Moderner Pappband. Berlin, A. Wever, 1763.
RISM B VI/2, 541 f. TNG XI, 698. Eitner VI, 340. Gregory-Bartlett 167. MGG VIII, 1670. Hirsch I, 362. Wolffheim I, 806. – Erste Ausgabe. Marpurg (1718-1795) gehörte zu den wichtigsten Musiktheoretikern der Aufklärung. Sein Bemühen um Systematik und eine präzise Terminologie kommen auch hier zum Tragen; das Werk diente dem praktischen Unterricht. – Unbeschnitten. Gebräunt und etwas wasserrandig. Titel stärker fleckig und mit alter Hinterlegung.

Lot 464, Auction  126, Mayer, Wilhelm Benjamin, Der alte Garten. Romanze von J. v. Eichendorff in Musik gesetzt

Mayer, Wilhelm Benjamin
Der alte Garten. Romanze von J. v. Eichendorff in Musik gesetzt
Los 464

Zuschlag
180€ (US$ 205)

Details

Eichendorff-Vertonung
Mayer, Wilhelm Benjamin. "Der alte Garten. Romanze von J. v. Eichendorff in Musik gesetzt und der hochwohlgeborenen Frau Amalie Curtius als Zeichen der höchsten Verehrung zugeeignet". Deutsche Notenhandschrift in Sepia auf lithographischem Vordruck. 23 x 29 cm. O. O., August 1854.
Eigenhändige, wohl nicht im Druck erschienene Vertonung des 1837 entstandenen spätromantischen Gedichts von Eichendorff durch den Prager Komponisten und Pianisten Wilhelm Benjamin Mayer (1831-1898), für Klavier und eine Singstimme (Sopran). Mayer veröffentlichte seine Arbeiten später unter dem Pseudonym W. A. Rémy, als Schüler an der Prager Orgelschule bildete er gemeinsam mit A. W. Ambros und E. Hanslick einen jungromantischen Freundeszirkel. Geschenkgabe für die 1829 in Berlin geborene und von dem 23jährigen Jurastudenten Mayer offenbar umschwärmte Amalie Curtius geb. Reichhelm, spätere Ehefrau des Philologen Georg Curtius (1820-1885). Curtius lehrte von 1845 bis 1849 an der Berliner Universität, sein älterer Bruder war der berühmte Archäologe und Althistoriker Ernst Curtius. Am Schluss von Mayer eigenhändig signiert und datiert. – Ecken mit schwachen Knickfalten, sonst wohlerhalten.

Lot 465, Auction  126, Moore, Thomas und Stevenson, John Andrew, A Selection of Irish Melodies

Moore, Thomas und Stevenson, John Andrew
A Selection of Irish Melodies
Los 465

Zuschlag
200€ (US$ 227)

Details

Seltene erste Ausgabe in monumentalen Folianten der "Irischen Melodien" in Chagrinleder
Moore, Thomas, und John Andrew Stevenson. A Selection of Irish Melodies. 8 (von 10) Teile in 2 Bänden. Mit 8 Kupfertiteln mit Vignetten, 8 gestochenen Widmungsblättern, Kupfertafel, Notendruck durchgehend gestochen. 38 x 26,5 cm. Weinrotes Chagrin d. Z. (VDeckel von Band I lose, Ecken und Kanten berieben und beschabt) mit üppiger ornamentaler Rücken- und Deckelvergoldung, sowie Stehvergoldung und Innenkantenenfileten (signiert: "Dickenson Binder Cambridge"). London, J. Power, (1807-1821).
MGG IX, 548. RISM S 6119. Eitner IX, 286 (nur Nr.1-3, vgl. auch ebenda Ausgabe 13. Dublin 1813) – Seltene erste Ausgabe. "Die Irish Melodies von Moore und Stevenson erwiesen sich als sehr volkstümlich und wurden das 19. Jhdt hindurch immer wieder in verschiedenen Ausgaben veröffentlicht ... Thomas Moore vereinte die seltene Doppelbegabung eines Dichters und Komponisten mit einem besonders glücklichen und freundlichen Wesen ... seine eigene Generation (hielt) ihn für einen der besten romantischen Dichter; sogar Männer wie Berlioz stellten Moore auf die gleiche Stufe wie Byron" (MGG). Aufgrund von Differenzen zwischen Moore und Stevenson wurde der 8. Teil von Henry Bishop bearbeitet.

Vorhanden sind hier Teile 1-8, laut Eitner (a.a.O.) sind wohl zehn Teile erschienen. Zur Kollation: Teil I (Plattennummer 50) 2 Bl., 63 S. Mit Kupfertitel und gestochener Widmung. - Teil II. (Plattennummer 50) 2 Bl., S. 64-116. Mit Kupfertitel und gestochener Widmung. - Teil III. (Plattennummer 51) 2 Bl., 60 S. Mit Kupfertitel, gestochener Widmung und Kupfertafel. - Teil IV. (Plattennummer 51) 2 Bl., S. 60-113. Mit Kupfertitel und gestochener Widmung. - Teil V. (Plattennummer 210) 2 Bl., 63 S. Mit Kupfertitel und gestochener Widmung. - Teil VI. (Plattennummer 210) 2 Bl., S. 52- 113. Mit Kupfertitel und gestochener Widmung. - Teil VII. (Plattennummer 404) 2 Bl., 66 S. Mit Kupfertitel und gestochener Widmung. - Teil VIII. (Plattennummer 404) 2 Bl., S. 67-135, 4 S., 8 S. Mit Kupfertitel und gestochener Widmung. – Stellenweise etwas stockfleckig, Der zweite Band stellenweise etwas stärker braunfleckig. Sonst wohlerhaltenes und selten so komplettes Exemplar.

[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.

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