Goethe, Johann Wolfgang von
Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand (Großoktav)
Los 2031
Zuschlag
340€ (US$ 386)
Goethe, Johann Wolfgang von. Werke. Vollständige Ausgabe letzter Hand. 40 Bände. Großoktav-Ausgabe. Mit 2 Falttabellen. 18 x 11 cm Neuere Halblederbände (etwas fleckig und leimschattig, die Rücken unterschiedlich stark ausgeblichen) mit flächendeckender ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Stuttgart und Tübingen, Johann Georg Cotta, 1827-1830.
Goedeke IV/3, 14 C. Kippenberg I, 342. Hagen 24. – Die Ausgabe letzter Hand, "mit des durchlauchtigsten deutschen Bundes schützenden Privilegien", hier in einem Exemplar der schöneren Ausgabe in Groß-Oktav, die parallel zur sogenannten Taschenausgabe erschien. Ohne die Bände XLI bis LV mit den nachgelassenen Werken und die erst neun Jahre später erschienenen fünf Supplementbände. Mit den beiden Falttabellen in den Bänden XXVII und XXXV. – Vorsätze etwas leimschattig. Sauberes Exemplar in einer dekorativen Reihe mit reicher Rückenvergoldung.
Goethe, Johann Wolfgang von
Herrmann und Dorothea. Neue Ausgabe. Braunschweig 1822. - Im Meistereinband.
Los 2033
Zuschlag
350€ (US$ 398)
Goethe, J(ohann) W(olfgang) von. Herrmann und Dorothea. Neue Ausgabe. 1 Bl., 239 S. Mit 4 Kupfertafeln von Esslinger nach Kolbe. 23 x 15 cm. Dunkelblauer moderner Lederband (sign.: K. Ebert München; Vorder- und Rückdeckel mit geringer Verfärbung) auf 5 unechten Bünden mit goldgeprägtem RTitell, mehrfacher Filetenvergoldung und KGoldschnitt. In Pappschuber mit Ledersaum. Braunschweig, Friedrich Vieweg, 1822.
Goedeke IV/3, 335, 2u. Hagen 257. Kippenberg I, 671. Hirzel A 377. – Prächtige Ausgabe in Royal-Oktav, eine der schönsten deutschen Klassikerausgaben in herrlichem Antiqua-Typendruck mit großzügigem Interlinea und auf festem Vélin. – Etwas stockfleckig, sonst wohlerhaltenes Exemplar in einem Meistereinband.
Goethe, Johann Wolfgang von
Stella. Berlin, A. Mylius, 1776. - Erste Ausgabe
Los 2035
Zuschlag
440€ (US$ 500)
Goethe, J(ohann) W(olfgang von). Stella. Ein Schauspiel für Liebende in fünf Akten. 2 Bl., 115 S. 16 x 9,5 cm. Etwas späterer Halblederband (Kanten beschabt, VDeckel lose) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, August Mylius, 1776.
Goedeke IV/3, 131, 113. Hagen 121. Hirzel A 76/77. Kippenberg I, 353. Speck 1446. Brieger 716. – Erste Ausgabe seines überaus erfolgreichen Stücks, von dem noch im gleichen Jahr sechs Raubdrucke erschienen. Eine Dreiecksgeschichte, die zur Empörung der Zeitgenossen zu einem guten Ende führt. In Berlin wurde es nach zehn Vorstellungen verboten. – Etwas gebräunt und fleckig, anfangs mit schwacher Knickfalte. Innenspiegel mit montiertem Exlibris.
Goethe, Johann Wolfgang von. Ueber Kunst und Alterthum. 18 Hefte (alles Erschienene) in 6 Bänden. Mit 5 (1 mehrfach gefaltet) Kupfertafeln von C. A. Schwerdgeburth und 2 (1 doppelblattgroß, 1 mehrfach gefaltet) Tabellen. 16 x 10 cm. Neuere marmorierte Halblederbände im Stil d. Z. (schwach berieben; alle 18 OLieferumschläge eingebunden, der letzte Vorderumschlag im Bug etwas lädiert und hinterlegt) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Stuttgart, Johann Georg Cotta, 1816-1832.
Goedeke IV/3, 542-571. Hagen 487. Speck 2227. Kippenberg I, 525. Hirzel A 327. Diesch 1644. Kirchner 4115. – Erste Ausgabe. Exemplar mit allen 18 Verlagsumschlägen, die Umschlagzeichnungen der ersten drei Hefte entstanden nach einem Entwurf Goethes. Die Titel der ersten drei Hefte lauten Ueber Kunst und Alterthum in den Rhein und Mayn Gegenden. Die Zeitschrift war mit das wichtigste Publikationsorgan des alten Goethe. Das letzte Heft gaben die Weimarer Kunstfreunde aus dem Nachlass heraus. "Es enthält u. a. zwei Briefe Goethes über den Abschluß des Faust, wovon der eine an W. v. Humboldt gerichtet, am 17. März 1832, dem Tag an den Goethe tödlich erkrankte, geschrieben ist" (Deneke 478). – Eine Tafel in Band V, Heft II lose. Etwas stockfleckig, sonst wohlerhalten.
Goethe, Johann Wolfgang von. Was wir bringen. Vorspiel, bey Eröffnung des neuen Schauspielhauses zu Lauchstädt. 80 S. 17 x 10 cm. Moderner Umschlag (etwas lädiert). Tübingen 1802.
Nachdruck des im selben Jahr erschienenen Erstdrucks. – Leicht fleckig.
Grützner, A. F. und Goethe, Johann Wolfgang von
Große Bronzegußplakette zum 100. Todestag
Los 2040
Zuschlag
100€ (US$ 114)
Goethe, J. W. v. - Grützner, A. F. "Johann Wolfgang von Goethe *28.8.1749 +22.3.1832". Große Bronzegussplakette zum 100. Todestag. Brustbild nach links. Signiert A. F. Grützner Leipzig. 19,3 cm Durchmesser. Mit Aufhängevorrichtung. (1932).
Schöne Personalmedaille des Olympiers mit einer an Klausjürgen Wussow erinnernden haarprächtigen Frisur. – Wenige Stellen mit geringem Flugrost, insgesamt in schöner Erhaltung.
Gotter, Friedrich Wilhelm. Gedichte. 2 Teile in 1 Band. S. III-XII, 1 Bl., 518 S., 1 Bl.; XXII S., 1 Bl., 468 S. Mit 2 gestochenen Titelvignetten und 2 Kupfertafeln von Daniel Chodowiecki. 18 x 10,5 cm. Marmorierter Lederband d. Z. (etwas berieben, Rücken mit kleinen Schabspuren, Rücken mit hs. Ziffernsignatur) mit RVergoldung, 2 goldgeprägtem farbigen RSchildern sowie Deckel- und Stehkantenfilete. Gotha, Carl Wilhelm Ettinger, 1787-1788.
Goedeke IV/1, 660, 31. Engelmann 581 und 590-592. – Erste Auflage, ein die Ausgabe abschließender dritter Band erschien 1802 mit Arbeiten aus dem Nachlass. "In seinen lyrischen Gedichten spricht eine zarte Innigkeit sanfter Gefühle, erhöht durch große Correctheit der Sprache und des Versbaus und eine glückliche Wahl der Bilder den Leser wohlthuend an, namentlich zeichnete er sich durch diese Eigenschaften im Liede und der Epistel vortheilhaft aus" (ADB IX, 450). Friedrich Wilhelm Gotter (1746-1797) war mit Goethe 1772 in Wetzlar bekannt geworden und wurde dessen bevorzugter Freund unter den Tischgenossen der Wetzlarer Rittertafel, einem geselligen Stammtisch, deren Mitglieder Goethe den ritterlichen Beinamen Götz von Berlichingen, den Redlichen gaben. Enthält in Band I Gedichte der Jahre 1769 bis 1787 und in Band II die vier Dramen Elektra, Merope, Alzire und Medea. – Fl. Vorsatz mit zeitgenössischer Widmung, Titel alt gestempelt. Schönes und sauberes Exemplar auf qualitätvollem Bütten.
Die Gräfin als Amazone oder das blutige Haupt. Wahrheit und Dichtung aus dem letzten Polenkriege. 1 Bl., 334 S. Mit lithographischem Portrait. 16 x 9 cm. Pappband d. Z. (stärker berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Ilmenau, Bernhard Friedrich Voigt, 1831.
Hayn-Gotendorf II, 656. – Erste Ausgabe. Das anonym erschienene Werk wird in der Literatur manchmal fälschlich Therese Huber zugeschrieben, die aber bereits ein Jahr vor dem hier thematisierten Novemberaufstand von 1830 starb. – Titel sowie einige Textblatt gestempelt. Gebräunt und feuchtrandig.
Hamann, Johann Georg. Schriften. Herausgegeben von Fr. Roth und (Band VIII:) G. A. Wiener. 8 Teile in 9 Bänden. Mit gestochenem Portrait. 17 x 10,5 cm. Pappbände des frühen 20. Jahrhunderts mit goldgeprägtem RSchild in zwei neueren Pappschubern. Berlin, Georg Reimer, 1821-1843.
Goedeke IV, 686, 41. Schulte-Strathaus 49. – Erste Gesamtausgabe mit dem ersten Abdruck von Hamanns "Gedanken über meinen Lebenslauf". Mit dem sonst häufig fehlenden, erst 17 bzw. 18 Jahre später erschienenen zweibändigen Teil VIII und dem seltenen Portrait. – Alle Bände mit Stempelrasur auf den Titelblättern (meist mit geringfügigem Papierdurchbruch), sonst sauber und wohlerhalten.
Hartig, Franz Anton von
Interessante Briefe über Frankreich, England und Italien
Los 2046
Zuschlag
260€ (US$ 295)
(Hartig, Franz Anton von). Interessante Briefe über Frankreich, England und Italien. Aus dem Französischen (von C. W. Lehmann). 280 S. 17 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (gering bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Eisenach, Johann Georg Ernst Wittekindt, 1786.
ADB X, 653. – Erste deutsche Ausgabe der frühen Schrift des am kursächsischen Hof in Dresden wirkenden Diplomaten und Schriftstellers Franz Anton Graf von Hartig (1758-1797). Der französische Erstdruck der bereits 1778 verfassten Briefe erschien 1785 in Genf, eine unfirmierte Neuauflage der deutschen Übertragung folgte 1798. "Briefe, neben welchen Notizen über politische Verhältnisse des Auslandes einherlaufen mochten, zu denen ihn der ausdrückliche Wunsch der Kaiserin aufgefordert haben soll" (ADB). – Etwas braunfleckig.
Heidemann, Theophil Albrecht
Florentin, der Dolch im Busen des Freundes
Los 2048
Zuschlag
220€ (US$ 250)
(Heidemann, Theophil Albrecht). Florentin, der Dolch im Busen des Freundes. 284 S. Neuerer Halbleinenband mit RTitel. Naumburg, Rößler, 1805.
Goedeke V/2, 530, 66, 7. Kosch VII, 657. – Über den KVK nicht nachweisbare zweite Auflage des zuerst ebenda im Vorjahr erschienenen Trivialromans des Berliner "Ritterschaftssekretärs" Theophil Albrecht Heidemann (1778-nach 1828). Nach einer verbüßten Arreststrafe in Esslingen tingelte Heidemann ziellos als "angeblicher Professor" durch die Lande, mit Stationen u. a. in Regensburg, Breslau, Leipzig, Ilmenau und Dresden. Im Anhang mit den drei zum Druck gehörenden Erzählungen Die schöne Nonne, Die Wanderer zu den höhern Regionen des Lichts und Silvan und Ergast. – Titel zu etwa einem Drittel angestückt und mit Ziffernsignaturen, erster Zwischentitel mit Papierläsur im Bug. Insgesamt mal mehr, mal weniger braun- und wasserfleckig.
Hildebrand, August
Die schöne Karoline als Husaren-Oberst (Kolportageheft)
Los 2051
Zuschlag
240€ (US$ 273)
Hildebrand, August. Die schöne Karoline als Husaren-Oberst, oder die edeldenkende Kaufmannsfrau. Eine wahre Geschichte aus dem neuesten Zeitalter erzählt von August Hildebrand. 16 S. Mit Titelholzschnitt. 17 x 10 cm. Heftstreifen (ohne Einband). Einbeck, H. Ehlers, (um 1820).
Seltene Einbecker Ausgabe der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in mindestens zwei weiteren Drucken (Berlin und Wernigerode) kursierenden Kolportagegeschichte über die Erlebnisse der Tochter eines Frankfurter Sprachlehrers, hier in der Textbearbeitung durch August Hildebrand. Die Handlung spielt während der Zeit der Napoleonischen Feldzüge. – Titel mit angestücktem Randausriss. Etwas fleckig und mit kleinen Randknicken. Über den KVK nur ein Standortnachweis in Hamburg.
(Hippel, Theodor Gottlieb von). Über die Ehe. Dritte viel vermehrte Auflage. VIII, 426 S. Mit Kupfertitel mit Vignette (in Pag.) und Titelkupfer von Bolt nach Chodowiecki. 14,5 x 9,5 cm. Pappband d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen). Berlin, Voss, 1792.
Goedeke IV/1 ,687, 9. Schulte-Strathaus S. 25, 14d. NDB IX, 202f. Hayn-Gotendorf III, 270. – Gegenüber der Erstausgabe von 1774 umfangreich erweitert. Hippel, erfolgreicher Geschäftsmann und Bürgermeister von Königsberg, bemühte sich um die Verbreitung aufklärerischen Gedankenguts und war einer der ersten Verfechter der Frauenemanzipation. "Das Merckwürdigste dabei ist, daß Hippel, der durch Ernst und Witz in den ersten Ausgaben dem Mann das Regiment im Hause gesichert hatte, nun der Frau die vollkommene Mitherrschaft zuspricht, ja die Weiber zu Staatsmännern zugezogen verlangt" (Jördens II, 408). – Sauberes Exemplar.
Hoffmann, E. T. A.
Meister Floh. Frankfurt, F. Wilmans, 1822. - Erste Ausgabe
Los 2053
Zuschlag
250€ (US$ 284)
Hoffmann, E. T. A. Meister Floh. Ein Mährchen in sieben Abentheuern zweier Freunde. 1 Bl., 267 S., 1 Bl. 18 x 11,5 cm. OPappband (etwas berieben und bestoßen, Rückdeckel mit Schabspur, Rücken fachmännisch unter Verwendung des illustrierten Einbandbezugs alt erneuert) mit Deckelillustrationen in Sepia-Manier von Carl Friedrich Thiele nach Entwürfen von E. T. A. Hoffmann. Frankfurt, Friedrich Wilmans, 1822.
Goedeke VIII, 498, 65. Salomon 173. Voerster 88, 134. – Erste Ausgabe des vielschichtigen Werks, bei dessen Beurteilung erst allmählich "das tiefere Verständnis" wuchs "für das nur scheinbar harmlos-launige Märchen, dessen 'inneren Kitt' die Verbindung des allegorischen Erlösungsmotivs mit der Bewußtseins-Thematik im Humor des Erzählers herstellt" (KLL). "Hoffmann hat für das Märchen ein Titel- und ein Rücktitelkupfer gestaltet und sie als barocke Pictura ohne Text vorgeführt; gleichwohl sind beide Kupfer mit viel Bedeutung aufgeladen. Das Märchen ist ein exemplarischer Fall für die Darstellung mittels verschlüsselter Allegorien und Metaphern, die als eine Form der Geheimpoetik dem Leser Hinweise an die Hand gaben, wie das Märchen zu verstehen sei" (Steinecke). Sein letztes Werk, das er die "fantastische Geburt eines humoristischen Schriftstellers" nannte, veröffentlichte Hoffmann im Februar 1822, kurz vor Ausbruch der Krankheit. "Den völligen Schluß des Märchens konnte der fast gelähmte Hoffmann nur diktieren; er bat Hitzig die Korrekturen zu übernehmen" (HSW VI, 1377). – Stockfleckig, stellenweise auch mit schwachem Feuchtigkeitsrand, Seite 53/54 mit zwei kleinen Löchern (geringer Buchstabenverlust).
Mit Familienregenschirm in Paris - Nicht im KVK
Huart, Louis. Der Pariser-Student und die Grisetten. Eine humoristisch-satyrische Studie des Studentenlebens in Paris. Nach dem Französischen frei bearbeitet von Max Lang. 47 S. 15,5 x 10 cm Marmorierter Pappband d. Z. mit RSchild. München, Selbstverlag, 1864.
Nicht bei Fromm. – Einzige deutsche Übertragung des kurzweiligen Sittengemäldes über das verheißungsvolle studentische Treiben im Paris zur Zeit der Julimonarchie mit seinen frivolen und lasterhaften Ausschweifungen. Der in Trier geborene und dann in Paris wirkende Journalist, Theaterdirektor und Studienabbrecher Louis Huart (1813-1865) schrieb ab 1835 für die beliebte satirische Tageszeitung Charivari, dessen Chefredakteur und langjähriger Herausgeber er wurde. Die vorliegende freie Textbearbeitung durch den biographisch nicht nachweisbaren Schriftsteller Max Lang geht auf verschiedene, seinerzeit überaus beliebte kleine Texte Huarts zurück, die Anfang der 1840er Jahre unter dem Rahmentitel Physiologies erschienen und den Nerv der Zeit trafen. "Zwanzig Jahre alt sein und mit 200 Francs in der Tasche, einem Familien-Regenschrim unterm Arm und einem nagelneuen Herzen im Leibe in Paris ankommen, - das sind die Grundelemente eines vollkommenen Glückes, eines Glückes, das insbesondere dem Studenten vorbehalten ist, der aus dem Gymnasium eines Landstädtchens nach Paris kommt, um 3 Jahre dort, wo nicht zu studiren, doch wenigstens zu bleiben" (Beginn). Behandelt u. a. auch "Studentenkosthäuser", "Von den Schneidern", "Vom Rauchen", "Die ersten Liebschaften", "Die Studentin vom reinsten Wasser", "Vom Cancan", "Der Student in der Noth", "Von den Feinden des Studenten" usw. Der typographisch kleine Druck mit sehr schmalem Zeilendurchschuss. – Titel gestempelt, im Seitenschnitt mit leichter Quetschfalte, sonst wohlerhalten. Kein bibliothekarischer Standortnachweis über den KVK.
Jacobi, Georg Arnold. Briefe aus der Schweiz und Italien in das väterliche Haus nach Düsseldorf geschrieben. 2 Bände. VI S., 1 Bl., 358 S., 1 Bl.; 1 Bl., 428 S., 1 Bl. 17,5 x 11 cm. Marmorierter Halblederband d. Z. mit ornamentaler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Lübeck und Leipzig, Johann Friedrich Bohn, 1796-1797.
VD18 80015875 und 80015883. Goedeke IV/1, 694 f, 6. Tresoldi 66. – Erste Ausgabe. Jacobi (1766-1845) hatte den Grafen Friedrich Leopold zu Stolberg auf seiner Italienreise begleitet und verweist mehrfach auf dessen Tagebuch. So bieten die Briefe eine interessante Ergänzung zu Stolbergs 1794 erschienenen Reise in Deutschland, der Schweiz, Italien und Sizilien. – Vorsätze gering leimschattig. Schönes und sauberes Exemplar im dekorativen Einband.
Kästner, Abraham Gotthelf. Vermischte Schriften. Mischauflage. 11 Bl., 350 S., 1 w. Bl.; 12 Bl., 278 S., 1 Bl. Mit 2 gestochenen Titelvignetten. 19,5 x 11 cm. Halbleder d. Z. (berieben, Ecken etwas bestoßen) mit reicher ornamentaler RVergoldung und je 2 farbigen goldgeprägten RSchildern. Altenburg, Richter, 1772-1773.
Goedeke IV/1, 42, 8, 1. – Mischauflage der ersten Buchveröffentlichung Kästners. Der Band I (1773) erschien bereits 1755 und liegt hier in zweiter Auflage vor, der Band II in erster Auflage (1772). Enthält verschiedene Abhandlungen, Lehrgedichte, Oden, Elegien, Fabeln, Sinngedichte, Parodien und lateinische Gedichte sowie Briefe. – Vorsätze etwas leimschattig, sonst nur gering braunfleckig. Mit Wappenstempel. Schönes und dekorativ gebundenes Exemplar mit prächtiger Rückenvergoldung aus dem Besitz des Göttinger Germanisten Richard Weissenfels (1857-1944), mit dessen Namensstempel.
Kanne, J(ohann) A(rnold). Pantheum der aeltesten Naturphilosophie, die Religion aller Völker. VIII, 647 S. 21 x 12,5 cm. Pappband d. Z. (etwas berieben und leicht bestoßen). Tübingen, J. G. Cotta, 1811.
Goedeke VI, 200, 5, 11. Kosch VIII, 884. NDB XI, 107. – Erste Ausgabe, neben den Ersten Urkunden der Geschichte (1808) und dem System der indischen Mythe (1813) das dritte Hauptwerk seiner geschichtsmetaphysischen Mythendeutung, die Kanne hier "unter bereits christlich-dualistischem Aspekt zu einer soteriologischen Weltalterlehre auszubauen" versuchte (NDB). Im Folgejahr scheiterte jedoch sein ambitioniertes Projekt einer Neuverortung des Mythos. "Religiöse Erlebnisse, die er als Erweckung und Wiedergeburt verstand, (führten) zur Verwerfung seiner bisherigen wissenschaftlichen Bemühungen. Er verbrannte das Manuskript zu einem 'Panglossium', durch das er die Urverwandtschaft aller Sprachen hatte beweisen wollen, und schloß sich mit Schubert einem pietistischen Kreis an, der sich in Nürnberg um Georg Matthias Burger, einen Schüler des württembergischen Pietisten Matthias Hahn, gebildet hatte. An die Stelle vergleichender Mythenforschung traten bei ihm fortan christologische Deutungen, die Philologie wurde von einer theosophischen Sprachphilosophie abgelöst. Die meisten Veröffentlichungen seines letzten Lebensjahrzehnts - christliche Biographien, der Roman 'Sämundis Führungen' (1816) und die eigene Lebensbeschreibung - sind dem Erbauungsschrifttum zuzurechnen" (NDB). – Wohlerhalten. –
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