Grieg, Edvard, norweg. Komponist (1843-1907). Gedruckte Visitenkarte mit eigh. deutscher Beschriftung auf der Rückseite. 6 x 9,5 cm. O. O. (nach 1871).
Auf der Rückseite der gedruckten Karte "Edvard Grieg. Norvège" zählt der Künstler eigenhändig 4 "Solostücke" für Piano auf: "a) 2 Humoresken (aus op.6). - b) 2 Albumblätter (aus op.28). - c) Aus dem Volksleben (aus op. 19) - 1) Auf den Bergen - 2) Norwegischer Brautzug im Vorüberziehn." - Gering fleckig; leichte Montagespur.
Hahn-Neuhaus, Carl Graf von
Zur Hälfte eigenhändiger Brief. 1821
Los 2626
Zuschlag
200€ (US$ 227)
Hahn-Neuhaus, Carl Friedrich Graf von, Theaterdirektor, der hochberühmte "Theatergraf", der als leidenschaftlicher Theaterliebhaber zuerst auf seinem Gut Remplin ein Theater errichtete, dann mit zahllosen Theater-Unternehmungen sein sehr großes Vermögen vollständig "verspielte" (1782-1857). Zur Hälfte eigenhändiger Brief m. U. "Carl Graf Hahn" sowie mit Adresse und Lacksiegel. 1 S. 4to. Neubrandenburg 13.II.1821.
An den Berliner Musik- und Belletristik-Händler Adolph M. Schlesinger, wegen eines neuen Theaterstückes. Schlesinger habe bei Hahns letztem Aufenthalt in Berlin erwähnt, "daß Ihr Sohn Ihnen von Zeit zu Zeit von Paris aus, die neusten dramatischen Werke französischer Dichter einsende. Sollten Sie vielleicht schon durch denselben die neue Tragödie 'Jean de Bourgogne', die am 4. Dec. zum Ersten mal im Théâtre Franࣽçais mit so ungeheuerm Beyfall gegeben, und woraus in öffentlichen Blättern einzelne Stellen bereits mitgetheilt sind, erhalten haben, so würden Ew. Wohlgeb. sich mir sehr verbinden, wenn Sie mir umgehend ein Ex[em]plar davon zukommen ließen ...". Andernfalls möge sich Schlesinger bei nächster Gelegenheit das Stück besorgen lassen, "da es unsern Bühnen in der Uebersetzung gewiß sehr willkommen seyn würde ...". - Der "Theatergraf" (Vater der Schriftstellerin Ida Gräfin Hahn-Hahn), einer der reichsten Großgrundbesitzer in Mecklenburg, wendete sein gesamtes Vermögen auf, um als Direktor oder Gründer unzähliger teils üppig ausgestatteter Theaterunternehmen in Stadt und Land aufzutreten, bis er schließlich entmündigt und völlig verarmt in traurigen Verhältnissen starb. Im Verlauf seiner rund 50jährigen Laufbahn als Betreiber oder Mäzen von nord- und mitteldeutschen Bühnen hatte er das Theater in Putbus gegründet und als Direktor in Altona, Lübeck, Stralsund und Greifswald, Magdeburg, Altenburg, Kiel und vielen weiteren Orten Anlaß zu einer Fülle von Anekdoten gegeben. - Die obere Hälfte des Briefes stammt von Schreiberhand, die untere von Hand des Grafen. - Sehr selten.
Karajan, Herbert von, einer der bedeutendsten und prominentesten Dirigenten des 20. Jhdts (1908-1989). Eigh. Brief m. U. "H. v. Karajan". 6 S. auf 3 Bl. Mit Briefkopf "Der Generalmusikdirektor der Stadt Aachen". Gr. 4to. Aachen (ca. 1936).
Umfangreicher, handschriftlicher Brief an den - nicht genannten - Komponisten, Kirchenmusiker und Musikpädagogen Franz Philipp (1890-1972), in dem er bittere Klage über einen Musikkritiker Zimmermann führt, der ihn in einem beleidigenden Brief und in mehreren Musikzeitschriften heftig angegriffen habe. Sich auf "unser letztes Konzert" beziehend, schreibt Karajan: "... Sie wissen, mit wieviel Mühe, mit wieviel Sorgfalt gearbeitet worden ist und ich darf ruhig aussprechen mit wieviel Herzblut ich dabei beteiligt war. Und immerhin hat das gesamte Publikum und die Presse das begriffen und auch gewürdigt ... Nun werden Sie auch verstehen, was für einen deprimierenden Eindruck es macht von einem Kritiker solch einen Brief wie ich hier beilege zu bekommen. Ich weiss nicht was Herrn Zimmermann veranlasst in der unverschämtesten Art seit meinem Dienstantritt in der Zeitschrift Die Musik ... in der A[llgemeinen] Musik Z.[eitung] und noch einigen anderen Blättern über mich herzuziehen. Es ist bewiesen dass er seinerzeit genau so Prof. Raabe und in der schärfsten Weise Herrn Rehmann angegriffen hat, er ist eine jener Zerstörernaturen die ihr unterdrücktes Geltungsbedürfnis in dieser Weise abreagieren. Von den anderen schmutzigsten Mitteln die er anwendet, um durch Briefe die er an alle möglichen Leute hier und auswärts schreibt, meine Stellung zu schädigen, schweige ich ganz. So weit geht er schon - dass er nicht einmal Halt macht vor Fragen der Kunstauffassung und sie gewaltsam hinunterzerren will auf das Gebiet der Rasse ... Sie werden ja in nächster Zeit wohl seine Besprechungen lesen und sich dann ein Bild darüber machen. Wenn Sie ... an irgend einer Stelle einmal auf eine dieser Strömungen stossen so bitte stellen Sie dann die betreffende Meinung richtig. Sie wissen wie man unter solchen Dingen leidet und sie einem die Ruhe zur Arbeit nehmen können ... Darf ich Ihnen noch vielmals danken über [sic] die unvergesslichen Stunden die Sie uns mit Ihren Werken bereitet haben ...". - Gelocht.
Krenek, Ernst, österr.-amerikan. Komponist, emigrierte 1938 in die USA (1900-1991). 3 Briefe m. U. "Ernst Krenek", davon 2 hand-, 1 maschinenschriftlich. In engl. Sprache. Zus. 21/2 S. Gr. 4to. Hamline University, St. Paul (Minnesota) bzw. Los Angeles (California) 1945-1949.
An den Musikwissenschaftler Peter Gradenwitz (1910-2001) in Tel Aviv. Ausführlich und größtenteils handschriftlich über die Übersetzung seines Buches Music Here and Now ins Hebräische sowie die entstehenden Kosten. Ferner Informationen über seine Hamline Studies und über seine neuen Kammermusik-Kompositionen für Piano und Streicher. "... I had a correspondence with W. W. Norton regarding your project of translating my book 'Music Here and Now' into Hebrew. He advises me that he agrees with your suggestions and wishes you to make a definite proposal as to the token payment that you have mentioned, saying that 'anything which is possible for [you] would probably be acceptable to us'. May I, then, ask you to send me a statement as to what the publishers are willing to pay for the right of publishing my book ... Personally I would appreciate if they agree to reimburse me especially for the expenses of this correspondence, or else it might early happen that my share of the 'token payment' will be absorbed by these not inconsiderable expenses ...". - Auf dünnem Papier, etwas geknittert.
Krolop, Franz
16 Schriftstücke aus seiner Laufbahn als Opernsänger. 1870-1923
Los 2629
Zuschlag
260€ (US$ 295)
Krolop, Franz, Opernsänger, ab 1873 für 24 Jahre Erster Bassist und Kammersänger an der Kgl. Hofoper in Berlin (1839-1897). 16 Schriftstücke aus Krolops Sängerlaufbahn und bezüglich seines Nachlasses. Zus. ca. 33 S. Verschied. Formate. 1870-1923.
Der österreichische Offizier Franz Krolop wurde 1873, zehn Jahre nach Beginn seiner Bühnenlaufbahn, als Erster Bassist an das Königliche Opernhaus in Berlin verpflichtet, wo er 24 Jahre, bis zu seinem Tod 1897, in glänzender Stellung als Kammersänger verblieb. Aus seiner Berliner Zeit liegen hier vor: Botho von Hülsen (General-Intendant der Königl. Schauspiele). Engagements-Vertrag für Franz Krolop. Gedrucktes Formular mit handschr. Eintragungen und Unterschrift "v. Hülsen". 3 S. Doppelblatt. Folio. Berlin 22.XII.1873. - Derselbe. Mitteilung an Krolop, dass der Kaiser gestattet habe, die ihm vom Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha verliehene Medaille anzunehmen und anzulegen. Mit Unterschrift "v. Hülsen". Folio. Berlin 17.II.1883. - Derselbe. Mitteilung an Krolop, daß der Kaiser "die Anlegung der hierbei nebst Diplom zurückerfolgenden Decoration der Kaiserlich Russischen Gesellschaft zur Rettung aus Wassersgefahr in Moskau, gestattet" habe. Folio. Berlin 17.IX.1886. - Bolko Graf Hochberg (General-Intendant der Königl. Schausspiele). Eigenhändig beschriftetes Brief-Couvert, adressiert an Franz Krolop. - Carl Tetzlaff (Oberregisseur an der Kgl. Oper in Berlin). Eigenh. Mitteilung an Krolop, dass er dafür gesorgt habe, dass dieser bei der nächsten Aufführung der Oper "Das goldene Kreuz" (von Ignaz Brüll) mitwirken könne, da es sich um eine Art Jubiläum handle, weil Krolop 90mal in dieser Oper gesungen habe. Berlin 18.VIII.1895. - August Graf zu Eulenburg (Oberhofmarschall unter Kaiser Wilhelm II.). 2 Briefe an Franz Krolop. Über eine vom Kaiser gewünschte Musikveranstaltung bei Hofe. Teilt mit, daß "Seine Majestät der Kaiser und König außer den von Ihnen angegebenen Piècen noch als Gesangsvorträge 'Die Weser", "Harold" und "König Heinrich" zu hören wünschen. Für die Klavierbegleitung bringt Herr Hofcellist Grünfeld Herrn Bake mit, welcher auch Euer Wohlgeboren Gesangsvorträge begleiten wird. Als Anzug für heute Abend ist Frack mit langen Beinkleidern vorgeschrieben" [Berlin 27.II.1896] ... zu benachrichtigen, wie Seine Majestät der Kaiser und König die Gnade gehabt haben, als ein äußeres Zeichen der Erinnerung an den Abend des 27. Februar d. Js., an welchem Sie Gelegenheit hatten, die Allerhöchsten Herrschaften durch Ihren herrlichen Gesang-Vortrag zu erfreuen, Ihnen die beifolgende Chiffre-Nadel zu verleihen" [21.III.1896]. - 2 Briefe des Coburg-Gothaer Hofmarschallamtes (einer an Botho von Hülsen, einer an Franz Krolop) über die Verleihung der Herzog Alfred-Medaille an Krolop. Etwas peinlich das Thema des zweiten Briefes, wo der Hofmarschall auf Krolops Anfrage antwortet, ob es die Medaille nicht auch in Gold gebe, oder ob er sie ggf. auf eigene Kosten vergolden lassen könne. - Friedrich Haase (hochberühmter Schauspieler, Mitbegründer des Deutschen Theaters in Berlin, hier als Direktor des Leipziger Stadttheaters). An Franz Krolop mit einem ausführlichen Angebot zu einem Engagement am Leipziger Stadttheater, mit eingehender Angabe der Bedingungen. 3 S. Gr. 4to. Leipzig 30.X.1870. - Auguste Krüger (eine Verwandte Krolops). 2 eigh. Briefe über Familien-Angelegenheiten finanzieller Art. - 2 eigh. Briefe einer Wally an Franz Krolop sowie 2 wesentlich spätere Schreiben um Vermögensangelegenheiten von Wally Krolop (Berlin 1918 und 1919/1923). - Schreiben an Krolop von 5 Berliner Kollegen im Namen der "Pensions-Anstalt der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger". 4 S. Gr. 4to. Berlin 13.XI.1894. - Die namhaften Schauspieler Franz Guthery, Richard Kahle, Arthur Kraußneck, Arthur Plaschke und Wilhelm Viebeg bemühen sich mit einem umfangreichen Gemeinschaftsbrief, in einem heftigen Streit zwischen Krolop und einem anderen Mitglied der Bühnengenossenschaft zu vermitteln. Gr. 4to. Berlin 13.XI.1894. - Sammlung von zumeist interessanten Briefen prominenter Persönlichkeiten der Theatergeschichte. - Vereinzelt mit Einrissen; insgesamt jedoch ordentlich erhalten.
Martin, Frank
Musikzitat aus einem Oratorium, mit Widmung. 1967
Los 2630
Zuschlag
300€ (US$ 341)
Martin, Frank, Schweizer Komponist (1890-1974). Eigh. Musikzitat mit Widmung u. U. "Frank Martin". Auf der ersten Seite eines sonst leeren Notenheftes. 2/3 S. Gr. 4to. O. O. 19.III.1967.
"aus Golgatha. Für Herrn Prof. Schlaf". 7 Takte aus dem 1948 uraufgeführten Oratorium.
Mascagni, Pietro
Signatur mit Datum auf dem Vorsatz eines Almanachs. 1901
Los 2631
Zuschlag
100€ (US$ 114)
Mascagni, Pietro, ital. Komponist (1863-1945). Eigh. Signatur, Ort und Datum. - Auf dem Innendeckel eines Wiener Biedermeier-Almanachs. Wien, Mai 1901.
"P. Mascagni. Vienna 1901 - Maggio". Auf dem Innendeckel des Taschenbuchs: Aglaja. IV. (Hrsg. von J. Schreyvogel). Neue wohlfeilere Ausgabe. 290 S. Mit 6 Kupfertafeln von F. John. Kl. 8vo. Illustr. OPpbd mit Goldschnitt. Wien, Wallishausser, (1826 ?). - Vgl. Köhring S. 6. Aus welchem Anlaß sich der Komponist in Wien in den hübschen Almanach eingeschrieben hat, ob als Autogramm oder als Besitzvermerk, ist nicht bekannt. - Gebräuntes Papier; sonst ordentlich erhalten.
Schlesinger, Adolph Martin
Geschäftskorrespondenz seiner Musikalienhandlung. 1797-1834
Los 2633
Zuschlag
1.800€ (US$ 2,045)
Schlesinger, Adolph Martin (ursprünglich Abraham Marcus), bedeutender Berliner Buch- und Musikalienhändler, Verleger Webers, Beethovens und anderer großer Komponisten seiner Zeit (1769-1838). Teil seiner Geschäftskorrespondenz, bestehend vorwiegend aus Briefen, ferner Abrechnungen, Preis- und Lieferlisten sowie anderen Schriftstücken, fast immer an Adolph Schlesinger gerichtet. Circa 73 Bl. Verschied. Formate. 1797-1834.
Reichhaltige Quellensammlung zum biedermeierlichen Musikalienhandel in Deutschland. Als Korrespondenten oder Kunden treten in Erscheinung: die Verleger Breitkopf & Härtel, Bureau de Musique (Leipzig), August Campe, J. G. Cotta (3), Joseph Czerny (2), Himburg, August Kuhn (8), Perthes & Besser, B. Schott, Simon Schropp, Gebr. Schumann (3), Nicolaus Simrock (8). Ferner Buchhändler, Musiker, Schriftsteller und andere Privatpersonen, darunter Samuel Heinrich Spiker, Professor Schulz in Berlin (2), Lindau in Neuruppin (4), Dr. Wilhelm Riebe, C. Engelhardt (Berliner Militär-Musikdirektor), Georg von Gaal (österr.-ungar. Schriftsteller, Esterhazyscher Bibliothekar), Fabio Fabbrucci (Berliner Italienisch-Professor), v. Weiher (beim Tod Bernhard Anselm Webers) und andere sowie 5 teils umfangreiche Briefe der Familie Schlesinger. Die Briefe der Kunden A. M. Schlesingers sind oftmals sehr ausführlich, meist mit eigenhändiger Unterschrift, die z. T. wohl auch bei den Verlegern vorliegt. - Ca. 10 Briefe am Rand beschädigt, einige stärker und mit Textverlust.
Schumann, Clara, geb. Wieck, Robert Schumanns Gemahlin, überragende Pianistin und Komponistin (1819-1896). Eigh. Postkarte m. U. "Clara Schumann". 1 S. (Frankfurt a. M. 4.X.1889).
An den Komponisten Jacob Rosenhain in Baden-Baden. "... Bitte schreiben Sie mir auf umstehender Carte Titel und Namen der Leute, die mein Haus in Lichtenthal gekauft mit; ich weiss es nicht genau. - Uns geht es gut ...". - Clara Schumanns altes Haus befand sich in der Lichtenthaler Straße Nr. 14. In derselben Straße Nr. 8, also beinahe als Nachbar, wohnte Johannes Brahms. - Mit vertikaler Falte und repariertem kleinen Randdefekt.
Wagner, Richard
Widmung auf dem Umschlagblatt eines Klavierauszugs. 1868
Los 2635
Zuschlag
5.500€ (US$ 6,250)
Wagner, Richard, Komponist und Dirigent (1813-1883). Eigh. Widmung m. U. "Richard Wagner". Auf dem (separaten) Umschlagblatt des von Karl Klindworth gefertigten Klavierauszugs von "Die Walküre". Folio. Tribschen (Schweiz), "um Weihnacht", 1868.
"Ignatius und Emilia hoch!!! - Aus alten Zeiten. Tribschen, um Weihnacht 1868. Richard Wagner". - Am oberen Rand rechts der Blindstempel des Arztes und Zoologen Theodor von Siebold. - Die Nennung von "Ignatius und Emilia" ist wohl eine Anspielung auf Ignatius von Loyola, den Gründer des Jesuiten-Ordens, dem gerüchtweise ein Verhältnis mit einer Emilia nachgesagt wurde. - Kleine Randläsuren.
Wagner, Siegfried
Signiertes Porträtfoto nebst Beilagen. 1905-1986
Los 2636
Zuschlag
120€ (US$ 136)
Wagner, Siegfried, Sohn Richard Wagners, Komponist und Dirigent, Leiter der Bayreuther Festspiele (1869-1930). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Signatur "Siegfried Wagner" auf der Bildseite. Orig.-Bromsilber-Abzug. O. O. (wohl um 1905).
Die Karte mit dem Hersteller-Kürzel "B. K. W. I." zeigt den Künstler im Brustbild und Profil, vom Betrachter nach links gewendet. - Beiliegend je 1 Autograph von Wieland (masch. Brief, Altenburg 19.XII.1943 mit einer Einladung ins Restaurant "Weisses Ross" nach Erstaufführung der "Götterdämmerung", mit Angabe zur Verpflegung: je 50 gr. Fleisch und Weissbrot, 10 gr. Butter). - Wolfgang (handschr. Postkarte, Bayreuth 1946), Wolf Siegfried und Gertrud Wagner.
Stargardt, J. A.
62 Kataloge ihrer Autographen-Auktionen. 1971-2024
Los 2638
Zuschlag
550€ (US$ 625)
Stargardt, J. A., Autographen-Handlung. Sammlung von 62 umfangreichen Katalogen ihrer Autographen-Auktionen. Jeweils mit vielen Abbildungen. Je 28 x 21 cm. OKart. (teils leicht angestaubt). Marburg und Berlin 1971-2024.
Katalog 595-712, mit wenigen Lücken. Teilweise mit Ergebnislisten. Wertvolle Informations-Quellen für Sammler, Forscher und Bibliotheken. - Beiliegend 2 Lagerkataloge.
Aktdarstellungen
Konvolut von 13 Originalgraphiken (Lithographien, Radierungen, Holzschnitte etc) sowie 4 Zeichnungen. 1916-1971
Los 3001
Zuschlag
1.200€ (US$ 1,364)
Aktdarstellungen. Konvolut von 13 Originalgraphiken (darunter Lithographien, Radierungen, Holzschnitte etc) sowie 4 Zeichnungen verschiedener Künstler und Strömungen. Verschiedene Formate. Von ca. 25 x 34 bis 85 x 65,5 cm. 1916-1971.
Vorliegend ein Konvolut von Aktdarstellungen, vornehmlich der weiblichen Aktfigur gewidmet, in stilistischer und technischer Vielfalt. Es umfasst akademische Studien und Skizzen ebenso wie symbolische, provokative und experimentelle Aktdarstellungen verschiedener künstlerischer Ansätze.
Vorhanden:
I. Emil Rudolf Weiss. Kreidelithographie dreier "Frauen am Meere badend". - In der Platte signiert und datiert "1916".
II. Ludwig von Hofmann. "Reife Früchte". Farblithographie. - Im Stein monogrammiert. (1916).
III. Max Selinger. "Erblühende Venus". Lithographie in Rotbraun. - Im Stein signiert. (1917).
IV. Carl Otto Czeschka. "Am Bache." Ruhende am Wasser. Holzschnitt eines liegenden Mädchens an einem Bach. - Mit grauem Stempel monogrammiert und datiert "1919".
V. André Dunoyer de Ségonzac. Radierung eines Knaben, sitzend, im Halbakt. - In der Platte gewidmet und signiert. (1929).
VI. Robert Kattenberger. Aquarell- und Tuschezeichnung mit Schablonentechnik eines liegenden weiblichen Akts. - undeutlich signiert und datiert "1949".
VII. Paul Paede. Weichgrundätzung eines Damen-Reigens in einem Waldstück. - Signiert.
VIII. Rolf Niczky. Lithograpie einer Salonszene: Ein Paar - sie als Akt, lediglich mit Maske und Strapsen bekleidet; er im Frack, ihr gerade eine Zigarette anzündend. - Im Stein signiert.
IX. Friedrich Petersen. Graphitzeichnung seiner Frau, Marie, in stehender Ganzfigur.
X. E. Bornemann. Siebdruck einer sich entkleidenden Frau, ihres Torsos: Unterwäsche und Korsage freilegend - in reduzierter Darstellung mit Grau und zartem Rosa. - signiert.
XI. Buchleiter. Offsetdruck zweier Beinpaare in Schwarz-weiss, die aus einer Art Wasseroberfläche nach oben emporragen. - als "Probedruck" bezeichnet, signiert und datiert 19"70".
XII. Karl Oskar Blase. Schwarze Tuschezeichnung mit Schablonenkolorit in Aquarell. Vier männliche Aktfiguren, gehend, in geometrischer Abstraktion. - signiert und datiert "71" und nummeriert " .
XIII. Karl Oskar Blase. Farbserigraphie einer Figurengruppe. Verschlungener Körper in expressiver Farbigkeit, mit dominantem Pink- und Gelb-." - Signiert und nummeriert "70/500".
XIV. Hans Jürgen Diehl. "Vorfuehrung". Farbradierung. - signiert, datiert 19"72" und nummeriert "40/100".
XV. (Unbekannt). Zeichnung in schwarzem Faserstift eines liegenden weiblichen Akts auf der Seite auf Ingres-Bütten. - Datiert 19"72".
XVII. (Unbekannt). Lithographie einer knienden, weiblichen Aktfigur, sich ankleidend. – Wohlerhalten. Paede (Nr. VII) mit leichter Knickspur. Weiss (I) leicht stockfleckig. Bornemann (X) oben links mit leichter Knickspur. Petersen leicht angeschmutzt und fleckig.
Arp, Hans und Schoofs, Rudolf - Illustr.
Vor dem Mosaik von Torcello
Los 3006
Zuschlag
250€ (US$ 284)
Arp, Hans. Vor dem Mosaik von Torcello (Gedicht). 25 S., 1 Bl. Mit radierter Titelillustration und 6 blattgroßen Originalgravuren von Rudolf Schoofs. 25 x 16,5 cm. Lose Bogen in OKart.-Umschlag. In OPappschuber. (Wülfrath, H. Heiderhoff, 1963).
Vgl. The Artist and the Book, S. 186. – Erste Einzelausgabe und zugleich erste illustrierte Ausgabe. Eines von 60 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 80). Druckvermerk von Schoofs und Arp signiert. Die Gravuren druckte R. Schoofs auf der eigenen Presse in Wuppertal. Handsatz aus der Normalen Bodoni-Antiqua, auf Papier d'Arches gedruckt. Schoofs (1932-2009), inzwischen leider weithin vergessen, gehörte in seinen Anfangsjahren zum Informel, war seit den 50er Jahren an verschiedenen Kunsthochschulen tätig und nahm 1977 an der documenta teil. Von großem Einfluss auf die Kunstszene war seine Zeit als Lehrer der Werkkunstschule Wuppertal. Vor allem der Werkcorpus seiner dicht und streng komponierten Gravuren verdiente eine Wiederentdeckung. – Wohlerhaltenes, sauberes Exemplar. - Sehr selten.
Arp, Jean. Soleil recerclé. 64 S., 6 Bl. Mit 19 (14 blattgroß, 1 signiert und nummeriert) Orig.-Farbholzschnitten, davon einer auf dem Umschlag und einer auf dem Schuber wiederholt. 48 x 37 cm. Lose Bogen in Originalumschlag und OHalbpergamentchemise, zusammen in illustriertem OPappschuber. Paris, Louis Broder, 1966.
Arntz 250-269. Monod 524. Arp-Hagenbach 377. – Eines von 150 arabisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 185 Ex.). Der prächtige fünffarbige Holzschnitt auf Vélin d’Auvergne von Arp signiert und nummeriert. Der Text und die übrigen Holzschnitte auf Velin "BFK Rives" mit dem Wasserzeichen des Verlegers. Enthält 17 Gedichte von Jean Arp, die meisten sind hier erstmals veröffentlicht. – Tadellos.
Artmann, H. C. das prahlen des urwaldes im dschungel. Meunundfünfzug Gedichte (und:) nachtwindsucher. Einundsechzug österreichische Haiku. Salzburg - Waldviertel 1983-1984. 2 Bde. 68 S.; 68 S. 25 x 17,5 cm. Handmarmorierter OPappband mit typographisch bedrucktem Cellophanumschlag. Berlin, Rainer Verlag, 1983-1984.
Spindler 13, 25 und 30. – Erste Ausgaben. Jeweils eines von 180 nummerierten und von H. C. Artmann signierten Exemplaren. Handpressendruck auf Kupferdruckbütten, Einband: Agnes Pretzell, das Originalmarmorpapier stammt von Duval, einem der besten Papiermacher der Zeit. – Sehr schöne, frische Exemplare.
Ausstellungskataloge
Konvolut von 17 Ausstellungskatalogen der Berliner Secession u. a. 1899-1931
Los 3009
Zuschlag
260€ (US$ 295)
Ausstellungskataloge. Konvolut von 17 Ausstellungskatalogen. Mit zahlreichen Abb. auf Tafeln. 15,5 x 11 cm bis 19,5 x 14,5 cm. Meist Originaleinbände (OBroschur). Berlin, München, Leipzig und Dresden 1899-1931.
Enthält: Katalog Große Berliner Kunst-Ausstellung 1900. - Katalog der neunten Kunstausstellung der Berliner Secession. 2. Auflage. OHalbleinen. Berlin 1904. - Officieller Katalog der Großen Berliner Kunst-Ausstellung 1906. - Katalog der Großen Berliner Kunst-Ausstellung 1907. - Katalog der Großen Berliner Kunstausstellung 1912. 2 Bde. - Große Berliner Kunstausstellung 1925. - Offizieller Katalog der Münchener Jahres-Ausstellung 1899 im Kgl. Glaspalast. 3. Ausgabe. - Münchener Jahres-Ausstellung 1904 im Kgl. Glaspalast. - Offizieller Katalog der IX. Internationalen Kunstausstellung im Kgl. Glaspalast zu München 1905. 2. Auflage. - Offizieller Katalog der X. Internationalen Kunstausstellung im Kgl. Glaspalast zu München 1909. - Münchener Kunstausstellung 1923 im Glaspalast. - Münchener Kunstausstellung im Glaspalast 1925. Amtlicher Katalog. - Münchener Kunstausstellung 1931 im Glaspalast. 1931. - LIA. Leipziger Jahres-Austellung 1912 für Aquarell, Pastell, Zeichnung und Kleinplastik. II. Auflage. Leinenband mit goldgepr. Deckeltitel. 1912. - S. 3-50 (1 Lage) fehlen. - Offizieller Katalog der Deutschen Kunst-Ausstellung Dresden 1899. 3. Auflage. - Offizieller Katalog der Internationalen Kunstausstellung Dresden 1901. 2. Auflage. OLeinenband. – Einige Bände mit stärkeren Gebrauchsspuren, Annotationen, Kommentaren u. ä.
Bal des petits lits blancs
Opéra, 6 Février 1934. Programmheft
Los 3010
Zuschlag
150€ (US$ 170)
Bal des petits lits blancs. Opéra, 6 Février 1934, organisé par le Journal "Le Jour". Mit 10 teils farb. lithograf. Illustrationen von Mariette Lydis auf Tafeln, 12 fotograf. Tafeln und weiteren, teils photolitograf. Tafeln von Alexeieff, H. David u. a. sowie einem mont. Taschentuch. 25 x 21 cm. OKart. (etwas unfrisch) mit mont. farb. Deckelillustration, Ringbindung und Transparentfolienumschlag. Paris, Le Jour, 1934.
Aufwendig illustriertes Programmheft der Pariser Oper, u. a. mit einem Text von Colette. Die Fotografien mit Porträts von Schauspielerinnen (darunter Marlene Dietrich). Die Aufführung stand unter der Patronage des französischen Staatspräsidenten Albert Lebrun. – Wohlerhalten.
Balzac, Honoré de und Schlotter, Eberhard
Das unbekannte Meisterwerk
Los 3011
Zuschlag
300€ (US$ 341)
Balzac, Honoré de. Das unbekannte Meisterwerk. 2 Bl., 91 S., 1 Bl. Mit 13 (11 ganzseitigen) Original-Radierungen von Eberhard Schlotter. 29 x 19 cm. OHalbpergament mit goldgeprägtem RTitel und VDeckel in OPappschuber. Bayreuth, The Bear Press, 1989.
12. Druck der Bear Press Wolfram Benda. Eines von 115 numerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 150) auf Langley-Bütten. Druckvermerk vom Künstler signiert. Handgebunden von Günther Gnadt, Berlin. – Nahezu verlagsfrisch.
Baudelaire, Charles. Blumen des Bösen. In deutsche Verse übertragen von Graf Wolf v. Kalckreuth. 4 Bl., 155 S., 2 Bl. Mit illustriertem Titel und 6 Vignetten von H. W. Wulff. 19 x 13,5 cm. Weinrotes geglättetes OLeder (Kanten berieben) mit goldgeprägtem Rücken und goldgeprägtem VDeckeltitel sowie KGoldschnitt. Leipzig, Insel, 1907.
Sarkowski 99. – Eines von 800 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage: 850). Der Einband wurde von H. W. Wulff entworfen. – Exlibris. Sauberes Exemplar.
Goethe, Johann Wolfgang von und Behmer, Marcus - Illustr.
West-Östlicher Diwan
Los 3016
Zuschlag
1.100€ (US$ 1,250)
Behmer, Marcus. - Goethe, (J. W. von). West-östlicher Divan. (Textrevision von M. Hecker). 262 S., 1 Bl. Mit ornamentalem Doppeltitel und mehreren Initialen von Marcus Behmer. 24,5 x 14,5 cm. OPergt mit intarsiertem, vergold. Deckel-Signet, RVergoldung und KGoldschnitt. In OPappschuber mit Pergamentkante. Leipzig, Insel, 1910.
Sarkowski 612. Schauer II 45 (mit Abb.). Hohmeyer 288 und Abb. 294/295. – Eines von 100 nummer. Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtaufl. 1300) auf unbeschnittenem Japan. Die Buchgestaltung lag ganz in den Händen von Marcus Behmer, der damit seine "erste typographische Leistung, wenn auch nicht aus eigener Type, so doch im drucktechnischen Aufbau vom ersten bis zum letzten Buchstaben" lieferte (Hohmeyer). – Sehr schönes, sauberes Exemplar. Mit neuerem Exlibris in sign. Originalradierung.
Benn, Gottfried. Aprèslude. 40 S. 19,5 x 13,5 cm. OBroschur (etwas lichtrandig). Wiesbaden, Limes, (1955).
Raabe 24, 41. Wilpert-G.2 48. Lohner 1.129. – Erste Ausgabe. Vorsatz mit eigenhändiger Widmung von Gottfried Benn: "- 'Sela, Psalmenende' - S. 20/21. Walter Lennig freundschaftlich - Gottfried Benn Ugust 55 Bozenerstr." – Etwas gebräunt.
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